1b. 8 HARVARD COLLEGE LIBRARY PROMA THE LIRRARY OF KONRADVONMAVNER OF MVNICH THE OIT OF MROHRUDCAAOCOOLIDOB CLASS OF 1887 — SSISLNTFROFRSSOR OF HISIOI 1904 fülziſches „Iliotikon Ein Verſuch von Obrrundicurat Dr. Autenrieiſ Rehlor des RAllen Gumnaſtumis m Bürnberg. 92. Sweibrüchien. Peilag von Fr. Lehnanu's Buchhaudlung. 1899. HArNE blz oi. ou. Dem verehrlichen hiſtoriſchen Verein der Mediomatriker zum 25jäkirigen Jubiläum gewidmet. Vorwort. Als ich inn Jahre 1872 Gymuaſialreltor in Zweibrückenr wurde, hatte unſer Gymnaſtum Schüler aus allen Gauen der Pfalz und ſo konnte ich mancherlei Mundartliches ans den verſchiedenen Gegenden keniuen lernen und notieren. Im folgenden Jahrzehnt, beſonders vom Jahre 1883 an, bat ich in Zeitungen und in den jährlichen Gyumaſiallehrewverſamm lungen um Auſzeichtrungen und gelegemthche Sammlungen von Ausdihcken und Redeusarten der Mundarten, die ich in einem Idionkon (Wörterbuch der Provingahsmen) ſammelu wollte. Der Erſolg war über Erwarten güuſtig. Kollegen, Geiſtliche., Lchrer, Seminarien und Prüparandenſchulen, öfſent⸗ liche Beamte und Pewate ſandten Beiträge: einer der erſten Herr Philipp Schneider (†). Lehrer in Mußbach; Herr Pſarrer Schueid er in Limbach lietzt m Redkarſtelnachſ über⸗ ſandte im Apeil 1884 ein Quartheft mit Einträgen, das ich ſofort durch weitere Zuſätze als Mauuſkript ſür deu Druck benſipen konnte, Herr Pfarrer Gerlach in Niderlirchen ſorderte die Sache beſonders durch Dꝛaleltproben m der Pklziſchen Poſt“; rache Baſteueru ſandie Heir Präparanden⸗ lehrer Ecarius ſſetzt am Seminar Roſenheimſ; unter meinen Kollegen beſonders Henr Plofeſſor Stichter und Dr. Keiper in Zweibrücken. Weitere ſind im Anhang II ver⸗ zeichnet; nit Nummem, damit im Texi des Buchleius auf bequeme Ant der Geber der Nottz und meiſt zugleich die Gegeud des Sprachgebranchs erkannt werden konne. Ich ſtatte hiermit allen welche beigeſteuent haben mauche ſmud nun leder nicht mehr unter den Lebenden — menen iuugſten Dauk ab für den wirllich rührenden Eiſer, der ſich für die Sache kund gab Es war mir dahet recht leid, daß die Herausgabe ſo lange ſich verzogern nußte, weil meine Verſetzung an das hieſige Gymnaſinm mir nur in den Herbſtferien weiter zu arbciten etlaubte. Auch ſo iſt e nur ein uwollkommener Verſuch. ihn doch zu vecbffentlichen nötigte die Dankbarkeit gegen die Sammler, und Berufenere können und weden wohl an der Erganzung weiter arbeiten. Zur wiſſenſchaftlichen Bearbeitung gchort noch 1. die genauere Bezeichnung der Ausſprache durch ein phonetiſches Alphabet. 2. die Bezaichuung des Gaued oder der Gegend, wo dieſe Sprachforn herſcht. 3. die ciymologiſche Begründnng oder Vergleichung der Form. Ich habe letztere Anforderung mehr gelegentlich erfüllt, weil dieſe auch Laien iuteceſſiert; ſonſt aber wollte ich nnr einie „Verdeitlichung“ des pfalziſchen Wortes geben: der Hanptzweck iſt alſo nur ein rein populärer. damit din Nichtpfälzer verſteht er kann blo pfeiſe, oder die adf, die Kordel a neez uff Die zu Rat gezogenen Hilfs mutel ſiud in Auhaug 1 verzeichnet. Beſouderen Dank ſchulde ich noch meinen Amtsnachfolgern, den Hercen Dr. Lechner lietzt am Neuen Gymnaſtum dahter) und Hahn, welche miſ eine große Zahl mundartlicher Bächer aus der Zweibrücker Gimnaſialbibliothek Jahre lang geliehen haben. Erſt als das Manuſkript bereis abgeſaſnt und abge⸗ ſchickt war, iſt mir ein vom Gymnaſin Speier dort ſeit einigen Jahren von Kollegen, beſonders Herrn Profeſſor Kennel, augelegtes Pfälz Idiotikon zur Verfügung geſtellt worden, und ich habe noch manche Artikel daraus aufnchmen kömnen, wofür ich den Herren Kollegen recht danlbar bin. Ich habe nich au die frohliche Palz und ihre lieben Bewohuer jederzeit gerue und danlbar erinnert: mögen ſie nun dieſes ihr Büchlein frenndlich anfnchmen und weiter ſordern duich gſlige gelegeutliche Ditteilung an die Verlags⸗ Buchhandlung Nürnberg. 2. Dezenher 1898 Der Verfaſſer. N. à. pl. à, n. Ange (Nordpfalp; ak, äg, äge u nege (Vorderpfalz); au, aue n. (Bliesgarif à, ae, ach (!) auch af Aue (Donnersberg). aas. (30) die Achſe. ab. ab. abä, nein, aus frz. ul lali (oder à bas) ahbeenne (12) brenn ihm de weier (de repo) ab = da iſt nichts zu holen. abdakele, ſchw. abtakeln, herimtermachen, ſchelten abedek (9) Apothele. aber (28) oder abgascht (14) Grobian. Abkanzle, erunnerkanzle, abkapitle. ablafe losse, abputze, abriffie, abschleime, ahtrumpfe, abwesche, abtackie, nbwandie (lauter Synonyuieni). Ablause (87) diirch Liſt und Uebecredung entwenden. ableng (23) vierecig (aus oblongus) äbluchee 1. liſtig einwetden. 2. abſchen ahmurkoe abſchlachten (ahd murg, mareidus, hutſallig) dhnemine, Auszehrung (Hde. abschlaeig abſchlägig. abechnabbe abſchutten. z B Milch abſchnappe, den Nahm von der Milch abſchütten, den Karreu abſchnabbe, durch Aufhebung des Kaſtens die Ladiug abſchiitten (Dröbg) ahsenät (8) == obſtinat, (11) wahleriſch empfindlich (3o) Abeunnere abſondein ubwennig, abwendig ach, pl. ucher (Rechtenb.) ayd. ei, pl. eigir engl. eggEier. ächde ſchw. achten chreu. ächding. Achtung (20). ache ſt Nachen (2) äch⸗häusl (26) Aichhäuschen. ächhornel (i) Eichhouchen achles, achiele eſſen ſtark eſſen; hebr achal. Subſt achilab achle Subſt. Abſall von Flachs Hanf, Werg Adel (29) Adelheid ädex (18) f. Eidechſe. adlich (Blies) ſeltſam artlich Adolleris (13 30) Arhllerie. adrett, aus frz adroit, geputzt. as (30) Kugen; ae-deckel Augenhed aebisch () Eiliſch aebach 1. umgelchrt; von der Lage. de Nordſcite, die mnnere Seite eines Kleldes; 2. ungeſchickt, tolpelhaft (Donueisb) got. ſbuks, hiuk veikchrt, heſſ abich, atk. ahd aboh. Aolresem (26) Edesheim. asst. m. (13 19) Geſchwür, obetpf ais ftänk. as, ast, ei, Eterbeule, ahd mhd. arz, isl. eitill, hchd. Eiter. as'sel, m. der Eſel (Alſeng. affekäd (18) Advolat. affrunn (30) Schmach Beleidigzuig anthnn. frz aflront after, I. das uin den„After“ d Pferdes gehende Geſchiriſtuck ag. das Auge; igel, die ägelcher; ageblick, liebägle, bianſigig. a'geraacht (angeaucht — betrunken äuger, m. ſt. Acker iggerreut, bair. renter nded. rude der Pflugſtab zum Reinigen des Pflugbrctts, gotting rüe, Pflugſcharre. Ahne, die, pl. (Wetierau ahne) aſchaffenb achel, hochd age =— Abfall von Achren Flachs, Spreu, get ahana, mihd. agene) Aehrenteilchen, wie ſie aus der Putzmühle flegen. ahnt (30) es thut mir a. ich ſehue nich nch ährreider, m, ein Sieb zum Sieben der Aehren alſo ait werten Maſchen. (Donnersb) aj pl. ajer, n. Ei. — Sprichwörter: mr soll e narr net iwwer ajer setze, anau Nawen keine ſchwere Anfgabe zuteilen. — den muss mr hiete wie e schalios aj (87). aich pl. aiche, f. Eiche (87). aich-pöl. m. der Aichpfahl (87). äſe. Ajedum, eigen Eigentu (Drebg). äig (25) Egge äischt, i. eischt. a'kärte dtwas anſtellen Boſes einfadeln. albe'm (18) Albeshaim. altägsig (7) alltaglich alert fünk. alewäp (7) Bejahung allewege. alfamzerei (90) aus mito alevanz, Poſſen, Benng alfenzer, Spottnamen der Auittelsheimer b. ihren Nachbain a'liche (anliegenl 's lich mer a' oder es leiht mer a. allshott ſ. bott. allemöl 1. jedesmal. 2. Batcueiung ſ. v. a. ei fralich ge wißlich. allerdirus (12) benahe allert, allert, dfrz alerte) abgelaf! (13) Sigualiuf zum Ablauf im Kinderſpiel allewé (13) ganz gewiß allewege Alleweli. awell awel adv. 1 ſo eben, 2. immer. allminimzigenammer, alleſammt (Nordpf.) als (ans alles) 1 allzeit immer, als furt, als druff; 2 alsembl, zuvcilen. Ae (d. i. altsen), nach dem Alter ſchecken; — von altemn Wein gebräuchlich. ae (11) ranzig von Aliſen, alzen — alt ſein. am (Blies) Eiter. a'märre, frz. amarter, ein Schiff anlegen und mtt Stricken anbinden; digentlich dentſch ahd. marrjan, ichd merren. ambescher 1. n. frz. emboucher, Anſatz bei Blasinſteiment; 2. Geſchick Verſtand. ambraaach, Umſtände frz. emharras. ame Amen; net ämes laug hot mer sei ruh; Amenslang, d. i. ſo lang bis man Amen ſagen kann, alle dmeslang — allebott (12, 30. Amei s'amei (13) die Anna Maria àmer, der Eimer, der melk-amer, der Melt Eiet, der drank-ämer, der Einer z Tranken des Viches (8i). ämet (9) Ohmet umnez pl. ameze, f. Ameiſe (87) acme, aeiezo Ghesg) aemse (Medelsh) daher: euuſig. a'michle, aulſgen (Speier). Ammegret N. pr. Anna Margareta. Am'mi Annmurie, N. pr. Anna Matic. a möl, ein Mal — Narbe, Schramme. amplochierter, m. (employe) Beuinter (Blics). a'möre (6) aulieteu (aus: an zumnten). än pl. ane f. Acheln von Flachs und Hauf (8i)ſ. ahmne. andig (29) Endwienfalat. andr (29) Andreas andudel (W. 15, 50) trockene Darmwurſt (frz andouilie). ane umwenden, davon äning. angl 1. Thürangel, 2. Fiſchaugel, 3. Weſpenſtich 4. Imls⸗ angl, die Anken iſchwab fränk. ahd ancha, haaranke, le elignon, aufgeſchlagenes Nackehaar: Waterau) schla' em in die unk. 13 äning (12) Ahunng; Ackeigienze, wo der Pflng gewender wird. du derfschit mr net uf die aning schmacke (riechemz S ane. ankel, (26) f. Genick, fränk die anke. anne (sp) wo geschte anne — hin? ane (i anner, ander; n. annerscht, anderes anh adr. f. v a anders (87). antünich (6) Anton; andan (9). Appel. Aplon 29) Apolloma. appel. Apfel; pl. äppel; appelham, Apſelbaum, es appel- bämt sich net, paßt nicht, macht ſich nücht (Bliel) äppeldänzig (11) uppig leck (gichſ. auſ Aepſeln tanzend?) applane appldne (5) Apolloma ar. pl. àre (!) Achre; (9) Ohr. är, ſich a ür gebe — ſez air, Auſehen a'ranze barſch aujahren. arba m. pl. arbss, Erbſe (Blies). arde (98 — nardte) hölzeruer Kucheuteller ara f. (13) Erte àrem, adj. ann (87). ürem pl. ärmne, der Arm; der hot e grosse arem, er iſe mächtig (87). arom (29) Adam. ärig, adr. arg 1. ſehr, hberans, 2 ſchhmm böſe (13) sich Arig verhalle, ſich ſehr leidend ſtellen ärischt ſ. eischt. ärnett (9) Arbeit. arschkitzela Hagebatten. artlich adj. abſonderlich ärwöl, pl. derwel, m. eii Arm voll (87). aa pl. äse, f. die (agen⸗) Achſe (Aiſenz u. Blies). asch f. ésch, die Aſche (9, 87) äsch = Aſche Geld (Speier). 1. aschb (9) Espe (30) äschepuliche, 1. Aſchenbrodel. äsch-kull f. (13) Aſchengrube, loch. a'schlaefresser — Auſchlagfreſſer Schuuarotzer, Schmeichler äsch-nhss (Hochſtätter) Haſeluuſſe. äschterlich (30) furchtſam. von ase (19) von ſelbſt (nnterelſaß) dse, Pte. gise (I) eſſen. a'cenes (S⸗O. Pf) Anſehen. a so grad (13) zufallig. assek'm (18) Aſſelheim. a'stoser (12) wer an der Scite des Ackers den ſeiuigen hat; nuſstöser. der an der Stirnſeite. atzel f, i. Eiſter; 2. iron die Perücke. — atzelüg, Hühnerange. auherhoor (13) Auqeuwiuipern. auder, n. Euter GBhesg). auer, pron. poss., eier (Alſeng. auefeld — ustfeld außer der Grenze des urbaren Bodens, wuseht — brach liegendes Land (15—17. Jahrhdn). Ein Burgkeller darf jährl. 1—2 Morgen roden, das Ausſeld war meiſt geſchenkt, doch bedpflichtig. au'sli (2) angſtlich wundeilich ums Herze, ſchwab. au'sel, Umnut, üble Laune, aus: Unsal, ſchwed. usel, dend auee-wemig aswendig (7, 15) extérieur und par coeur. aut oder nant! entweder - oder! vgl. ahd iowikt, nio⸗ wiht; engi ought — nought, etwas — nichts. autschl o weh! Schmerzenslaut. awd aba, nein. g'werre verb. anbringen (87). awt eben, ſoeben awun nein (Nordpf, Bad) vgl. hauau ſchmalk eiewol, gewiß nicht, cijſtwol, allerdings. 25 axt-heim 17) Axtſhel. à'zappa anzapfen — angaigen an wohl bekomns (dem Nicſenden) ael-aach (13) Ahelang d. i. Hühnerange a'zinne, anzünden, a gennne. 2. ta pl. ebeuſa Bein, adſ banern 2. B. banerne knebh, beinerne Knopſe (Nordpf u. Drobg.). baakes din dicker Kerl ans Baechus. babbe (29) Vater. babdel 1. f. die breitaſtige Pappel (Moſchel). 2. m. Sttaßenkoth. babbele pappelu ſchwätzen (87) e babdeler, ebabbelmanl. ein Schwätzer; gebabbel, Geſchwät babbe (7) pappen kleiſtern bäbbel der, (sp.) ſchmmerige Erde Schnuz babdel (23) Schlamm. babeljoticher (13) Zuckerplatzchen frz. papillotes. dach (Weſtr. Pfalz Rheiulaud, Naſſan) wie im alideutſchen f. Bach bachinem. umſonſt jud. bachinnom. bachstare m der Bachſtaden. Uferpfad Göckhweiler) bächetet Bachſteg 19. wann de nor de b iwerzwereh em Leib hescht! backebeercher (sp.) gedörcte Birnen Hutzeln. backmul (18) Backmulde, irog backechiess (13) Staatöhaube deren Oberteil wie ein Brod laib izum Backen cinzuiſcheſen) geſormt iſt. basnst m Spmat (Moſchelthah; ſ. binätsch. baſass (4) Hanswurſt, bajazzo, frz palllasse, ein Shohmann. balewu (7) Mntter. oder Samenbaiu im Wald. 10 balke (7)' Latte zum Aubinden der Reben. ball. adv. bald, 13: ballé. balleadech ballaadsche, geballaadsch, Wortwochſel, Durch⸗ einanderſchreien (. frz. parlez, gichl parlage). balle, m. der Ball, der Balle (87); dagegen⸗ bil, der Ball. Tanzuutethaltung pl. bal balljasche (12) Larm machen Belzer, n. propr. Balthaſar. bam pl. daem, m. Baum (87). dembe bümbels (sp) ſchlecht kͤuten, die Glocke, jo daß ſie nur bimntclt dambel (12) nachtäfeger Menſch hambelstock (Wehher) Fuchſiaſtock bämbele. p. p. gebambelt, intrang banmeln bambele, p. p. gebämbelt, Gimuicln, mut den Glocken an⸗ ſchlagen (vor dem Läuten) (87). hamblocke (ehher) doppelte Ohninge alchſ bamlælloeke, ans ſrz. pendeloque. bands (7) Rebſtöcke aubinden bangert, m. Baumgarten, haͤnfiger Gemnarkuame (s7) hankenctt. pl. hankenetter, n. das Baſouelt (87). hankert, m. das uncheliche Umd 187). bank-kescht. die (30) Baukkiſte, in Jorm einer Bank, Truhe bärbeleh, barbeleh (aus parapluie) Schitm, sunnebarbeleh. Burdel n. pr. Bartholomiaus, „wo bardel de moscht holt“. Hambardel, Haus Bartel bardo, Schouung: do war ks b., da half olles nichts, frz. purdon. bäre werden die Ottersheimer von ihren Nachbarn geſchunpit bare (9) Bohrer, bohren, Subst. (13) anfgeſchte Garbeuſtoß in der Scheune. Barend (30) Bernhard. harforschi (sp.) eigenſinnig ans ſig par fotce. 1 barg (9) — burg. bargems'schter (9) Burgermeiſter. bärich (13) verſchuittener Eber. auch Uärich. barik (9) Perrücke. barir, n. (13) ber Schlagbaum, la barriere. bark (30) vecſchmitteuer Eber; ſ. bärich, berk. bam (25) Heu⸗ oder Getreideboden; Teil der Schenue ueben der Tenne, ahd. parno, mhd. barn. bärsch (13) Barſch ein Fiſch. barscht (8) Burſche. Bartimé (9) St. Bartholomäus, heit isch b., wer korn hat. dersé, wer ebblhat der brech, wer Amet hat, derrech. birwös barfuß 187). bas. f. die Dienſtherrin (Vorderpf wie 5. Caub die Stadt⸗ frauen unter einander chrend bas genanut werden. Volkers büs ete.), scbulbas (20) Lehreröfran. NB. der bas, Herr, in Weſtſ, Heſſen vaſchwinbeud; oſtfrieſ. baas, der Maſter, Handioerlomeiſter baschdert (30) 1. Heines Gebund Lohiinden, 2. Miſchling Junges einer Kreuzung in der Tierzucht, = Baſtard. Baschtel (⁷) Schaſtian, auch bascha“. bäscht-le, boſteln, tändelnd ſchuitzen. bäs'm, e b. ufbinne (13) = aulügen. bass, ke b. uff was sehlhe (21) vgl. heſſ ebeuſo = auf etw. nicht achten, v. auſpaſſen, merken auf —2 aber val naſſan päzen, posen, nach dem Gewicht tarieren; fro peser, wägen). hassbedu (passe par-tout) Dietrich (Zw) bardu, durchaus (aus partout). bassleda, for.. (passe lo temps) zum Zeitvertreib. basstränk f. (Speiec) Tanzlokal =la bastringue, Schenkentanz bätsch pl. batsche f (ſtünf watsche) der ſchallende Schlag die Ohrſeige. betsche, p. p. gebatscht, 1. den Handſchlag zur Abſchheß⸗ ung des Kanſs geben; 2. Ohrjeigen geben. batschelig plaudere (2³) = dumm (Mordpfalp). batechhand, pl. batschhen, f. Haudſchlag. batte, p. p. gebatt, helſen, beſſeru (Speicr batt's nix, so schadt's nix (s7). bätz, Hanbe (20) schlofbatz batzel, dünne Uutechanbe f. Kinder; bexbetz (7) ſchmutzige Waberſchlafhaube. bateig aufgeblaſen. baubee (13) Hläffen, lgt. haubare (Wanwan) bauche (auch naſſan theint) waſchen unb bahen in Lanige. bauchwäsch (12) lange Wäſche. ſchwab bauchen, 13: bäche, mit Lauge begießen bauf! Interj. puff! bauf dich (7) bauft Interj. ploötzlich. baune (G) bohnen, muhd. bäehen, eugl to buch, waſchen. ndrd büken, frz. buer. baus(e), Beule. bauscht (7) Tragring auf dem Kopſ, von Bauſchen, bauscht appel, eine Apfelſoric. bautze (15) Maske an Feiſtnacht, vgl botze, dutze. bawelodde bawelottcher (i3) = pfalz ſeuerste (2) füer- stencher, Bonbous ſrz papillotter, in Papier wickeln. papillote, Haarwvideln). bäwet (50) Babette. bawwel (sp.) a) Moraſt — babbt, b) Babette bawwer (13) Beule; bawwerig. bazem (sp.) Stmſpꝛotokoll ſb. Dudenhofen, aus Batzeih. bedabbele, verh. p. p bedabhelt, bedenten, überlegen (30: begreifer). decen Staateſlenern tvon den Laudſtanden bewilligh. 19 bedöcht. Ptc. u. Adj bedacht, beſonnen (s7) do druff sein ich immer bed. behseme (sp.) ein Stück Vieh (hebr, dedemöth Vieh⸗). kehömmer (wohl aus Buch auueruſ ſchwed Bergfinken, die auf der Wanderng beſ. ber Bergzabern mid Dahn Raſt machen und nachts, wenn ſie auf Aeſten im Wald eng neben einander ſitzen, bei Fackelſchein mit dem Blas rohr geſchoſſen werden, worauf die Lucke durch Zu ſammeurücken der Nachbaen ſoſort geſchloſſen wnd. daher behemmern = zuſammeuricken. deswe (13) ſchveigſam eigſchließend (— beheb verſtockt u. geheb, ſeſtſchließend Nürnbg keb, batr. keiſt, ſtak, dicht). hei Praep. e. Dat. u. Accus. „kumm bei mich“, Nord⸗ n. Weſtpf. Deſter auch in Luthers Bibeliberj z B. He 3,15. bolderhand (21) links. bellännig (21) liuks beijars (14) Weſtr, Hanswuiſt bojazzo ans jrz. paillasse. ali Strohmann. bell ſis) Bentel. delletlich (9) beiläufig beillsgs (sp.) mit beiden Füßen oder Arment, z. B in die Hohe ſtehn mit beil. fuss ins bett springan; en bellings ufhebe, einen an beiden Füißen — bekärmse (13) bereuen v alt udd. karinen, kermen, janunern, truern, wehklageu, in dieſ Bedtg heſſtſch, ag. eyrmeu. bekore (13) =— ſchweiz. koren, koſten. d Wan; v. küren, wählen. dell delle f die Sptzpappel; acj. belle holz (s7) belle⸗ bam m. (Blies). dellrock (30) Buttel, ans bettelvogt. demibale, läuten (lies) aus bimmeln. hempieker (4) Spoht Bäumepide. hönmel (29) dicker Stock mhd. dengel, engl. bangle von te bang, ſchlagen, diſch. bingan. 20 bennel (7) dos Bändel honsel m. der Pinſel. Drsbg. ber, f. pl. bere, Birne Spro. „selle bere soin gess“ (ſmd gegeſſen) das ſind tempi pasaati (s7); grumbere. Grundbirnen, Kartoffel: grumderebäuch, Neckuame ſ. d. Weſtricher. herappe, bezahlen ſſchweiz. Nappen. Geldſtüch. heröhee, boreuen (87) eutgelten. berer (6) bitter. berg00. pl. berje, Berg (Dröbg.) berk berkelche, u. bork, maunl. Jerkel; (30 u. nafſ) barg, borg, bark, bahrg, ahd. parue, perch, barug, barh, mhd barah, lat porcus, d. i. Fertel. bermeter (26) Barometer. bernd (29) Bernhard berechd f. 1. Bürſte; 2 Borſte, z B san-berschde. Scheine⸗ borſten (87). berschdebinner, m. Bürſtenbinder. Sprlichin saufe wie e berachdebinner. berschte, geberscht, 1. bhrſten; 2. ſanfen, gechen beechrauen (7) beſchreien, beheren, ein Kud, ein Stück Vich. besem, m. der Beſtn (19) wann de nor enn strumblge (ſtruppiger) desem iwerzwerg em Hals stacke beseht, dass der die Ae (Auger) uif de stern stée terre (thäten), wie buxe- (Hoſer) knebbl 29: da stat er, wies Kind beim beeem (e wie der Ochs am Berg). besteche. p. p. destoeb, mit Mortel bewerfen (87) betsch bectscb, f. Wagenblahe oder plane (Bliesg, lothr.) frz. la bäche. Betschbach Bebach beit (9) Bect. bett pl. better; n 1. das Bett; 2. vom Fluß u. Bach⸗ 21 das Bett; 3. b. Dreſcheu die Garben welche in eiuen Mal gedroſchen werden. demin. bettche (87). bettelsäckel (18) Klingelbentel. dettiad pl. bettlade, 13: dettlän, die Bettſtatt Drsbg. bettsécher, m. (Weſtr) Bettpiſſer, volksübl f. leontodon tarax, Aöwenzahn aus deſſen Herzblätichen ein Salat bereitet wird; ebſ bair Süchbiéaml; ſ. saichen. dettspré (3) d. i. Beitſprei Bettübervurf detücht (allgemn) 1. wohlhabend, 2. ſchweigſam, Hebr bethach, Sicherheit pl. betuchöth, daher sebeb bethuchoth— Ganneripr scheit betucht, ſitz ruhig, anch betuches. ſuill u. ruhig be'mald (7) Bienwald, Südoſtpf. heiz f. (Bliesg) Kappe. i. Batzel. dizs (7) beizen betzs, m. Gebrechen, auch dutze (sp.). behckammer (21) früher Dorfgefängnis, auch Schulkarzer tetel k. Franenhanbe, (21 iron.: „was hot die for e b. uff), ſ batzel; würzb ſchwäb betzel, öſterr batzel, uhd. bezel. d did (9) Lockruf für Hähner; bibidl (26) Huhn bidelche (eſtr) junge Hühner. dich. k. (13) Buche biekel m. =— Pickel ſpitze Harle, geſtählter Zahn m Atſtiel. diod didde, f. die Butte. Eine kleinere heißt zabbe⸗dicd, Zapfenbütte: eine große banch⸗didd, d. h eine Butte zum „bauchen“ oder waſchen Drobg bochlere, p. p. bidschiert, 1. ſiegelu; 2. betrüigen. „der bot mieb schen bidschiert“ (Dröbg) Vedelcht, pl. biebelcher, n. 1. das Hühuchen (si) 2. Kieſernzapfen (Bliesg) Rete pl. (Weſtr) Beeren und Biruen. 8u (18) Bligel, düeise. 22 din. pl. biller (18) Bild bimbes ſ bumbes. bima I. Geld. bimsests (17) Bimsſtein. bindtsch (1!) Spinat. bindisdag (9) staffelsdag oder 2. Weihnachtstag, an dem die Dieuſtboten in neuen Dienſt eiutreien. bischbere (8s) flüftern, auch pischbere. bitsch (13, 21) Geldlein, hoschte Bitsch (die Feſtumng. zwei⸗ deutig) gesten? biſt dn angeführt worden? bitsch⸗batsch (tckinger H) — blaul. bla mhd blaha Grobes Tuch uber Wagen oder Schiff als Dach blacka m. Plat: Fleck. bladderes (sp.) kult. dindderes, Kuhumſt eigil. Platten. Fladen. bladtstein Plattſt. (98) gebramune Thouplättchen blämbel (sp.) wertloſes Zeng. blank (I) gelbe ſahle Kuh— fahl (es) blappart. Münze (16. Ihehdt) = ca. 10 Pſeung bläschter (1!) langweiliger Schwätzer; v. bair. blauſchen, viel und unſimng reden, vwdt. plaudern. blaechters Hochſtatter) Erdbeeren. bläsle (sp.) blaſen, am S. Blaſiustag den Segen geben mit 2 brennenden Kerzen. btatlich (7) Scheibchen, von Katoſſeln x blattsre, durchprigelu; blätsche (13) brügeln paiſchen. blattkopp m. der Kahlkopj, die Glatze (87). Spruchw. lat m no un schell'n blattkobb= dem kannſt du nichts mehr anhaben. blaul. Holzſchlägel z Blanen der eingeſciſten Waſche. biech echwätza dumnos Zeug reden. blede gen, bleite g. ſich davon macen, aus hebr pletah, Flucht. Eutkommen Mundgerecht gemacht. foten gén. 23 bieesel der tauber Memch (sp. b. Dudenihoſer). bloffe (12) treſfen, beim Scheßen blelbe Pte. 7: geblibe, Zwör.: geblid; Sickingerh gebleb. blembuͤr (6) Brombeere. blen (25) blind. blottera bezahleu bliche Mueebe (echtenb.) bluhen; ahd. pluohan; die bliclet (7) Bläte. bfimnd, frz plumeau, Betidede. büinzele (sn) ſchielen der blintaler. dlle blo verfrore, ganz blau; rheinl, ſchwab u ſtank: kitzblau, küttblan, nlunbg. blitschblan, mcht vom Blitz ſond. verſtärkende Bocſtlbe, wie ritzerôt, gritzegrb. biö (allg) blau: blômas (4, 8) Blaumeiſe. blé peife (11) Sympathie treiben heren vgi blümcheublau (heff). auch in Namen des Teufels. biöer néz (12 Zwobr.) — Schnaps; in Oſtfeicſ. u ſ blauer zwirn, auch bair brauner zwirn — Bier. bloche (26) ſpielen. dlöder, pl. blödere (Blatter²) Blaſen. Fuß⸗ od Handblaſe (87, 30). biöse, blaſen, das glas ausbläse, answinken biott, ach 1. bloß, kahl; 2. auch von dem noch wintetlich kalten Ackerſeld gebraucht blotze, 1 eigentl platzen geblotzte äppel, abgeſallene Aepfel (Blies); 2. ſtark (Tabat) rauchen. bluckekarch, woril. Pflugskarren, lener Wagen (en biam pl. bläme, die Blumie, Beb blimme, geblimmt, blühen (87) Bild. (21) Ertrag, anes Faldes. blunz. f. (sp.) Blutouſt, du bischt so dumm, wie e pund blunz. blut⸗Il, pl. blut⸗Hle, m. der Blutegel (Desbg) =— blntzuckler (h) d i Blutſanger. 24 bohb (18) Puppe. bobe (18) Käfer; bobere, mrren hobere, geboheri, zanken keifen. Bock'r'm (18) Bockenheim hodem-letz Ut) grundfalſch, ſ. letz hoddern, Ausfallsthor (la poterne) in Landan hodd'm, erdhoddem, m. Boden Eidboden; a y. Adeiſeld (s7). höe (18) Bogen. hoͤ-fink. fer () Buchſink. hö-korh (18) Henkelkorh ſ. höe. hölestrackt (2l) ganz ſtracks, wie ein Bohle. holl die polle, großer Schöpfloffel. kl. Eimer (bair. — Kanne) holl dick; 12: weich v. Krautkopf; bollnu, dick geſchlagenes Ange e dollnäs (Blies) holle (9) Pferdamiſt. hollere. p p. g'bollert, poltern (Dröbg, Weſtr.). hollerwà, m. ein Bordwagen mit hohem. ſeſt geſchloſſenem Kuſten, beſonders zum Embringen von Kartoſſeln. holles (12) m. Geſänguis, la police. hollerischt (26) Poltzyiſt. bollmehl (bair der poll, ſränk. hollen) das getingſte Weißuchl. honsm, Geſiche; jüd. Phanim. hördé (25) Emporbuhne Empor (ahd dor, Höheſ. hördkerch. f. geio börkerch (aus empor) die Emporbuhne in der Krche. hore f. die Kuh, jud. phüräh. böre (13) nörgeln. horrm (23) Boden horm-nädlcher (18) Bodeunägelchen, Hyazinthen. borsch (Drsbg) borscht (Alſenzg) m. der Burſche; in man⸗ chen Zuſaumenſetzungen ſo viel als Geſelle. z Rmetzjer⸗ borsch, millerborsch. Auch itoniſch: der es esauwerer dorscht börschtele, Burſchen nachlaufen. 25 borzele p. p. geborzelt, purzeln (v bürzel); borzelbam, Burzelbaum Nord⸗ u Weſtpf bosch (25) Wald. dorker (26) Borsdorfer Apſel. base (7) abgedroſchene Garbe; abbosen, die Frucht von der geb Garbe abſchlagen. 26; Bündel Stroh, myd déze. ahd. pozo von Flachs (pézon, ſchlagen, kopfen). dosse (21) pfropfen, auch uaſſ. u. rheinl. die potte, Rebenauge, auch posse. bosue, m., pl. die bosse, der Poſſen. Davon abgeleitct: bossemheber. Möasele verh. trans. ſchwach; von allerei kleicn Kunſten (boſfieren). Davon subst.: der bosseler. dott n. bieten = Partie im Spiel; d. h. (allg) alle dott — jedesmal, Padech allboth, oſtfueſ allbott, elkerb. alledottkrämer (2) nicht ſtarken Abſatz habender Keämer. alle bott santé aus à votre santé. hotterstare (30) Eierluchen. Rade. bottiagle (50) Sttefelchen, frz la bottine. bötz (13) Maske Bogelſcheuche bair. der Bub; Larve, ver mummte Perſon, Unhold, ahd. puzo, mhd. butze. doune (25) Bohnen. dowet. n. Pflaſter (Weſtr) — le pave, e boweiste', Pflaſterjtein. auch powei. bözig () sorlos, quispilise, Schutt, Küchenumrat von Begetabihien, nürubg. biezi = Putzig, was weggeputzt witd von Kohl x. bracke (sp.) 1. der Hund, auch brackel; 2. die Quecholzer an der Kelter brackewaar (11) Ausichußweache, gebrackt, untanghich. brädal (aus brutal) pratschle (14) wet u. breit unverſchamt erzählen. brast-heu (5) Brathaue vder Harko brsgusſe (13) widern irz brsconnier, bralonnieren, wilderi. brämers (30 Weſtr.) Brombeeten, uchd. brämber v brame, Dornenſtrauch. brandblatscher (6) Huflattich brandewei', m. Brauutwein. bräebut, ein Geſchenk, nailul. zu frz. présenter. brascht ambrascht, m. Bruſt. Kummer Sorge 12: Zieber (ordpf) von ahd. brtstan, Gebrehen gebrest, Ichler braum. pl. -e, f, die Pflammne. hräunl (26) braune Kuh. brausch (7) ſprbde. v. Holz (chwab). gräwert (13) Breitfurt a. d. Blies bröhele pröbeln, p. p. gebrebelt, llat exprobraro) keijen. nergeln (87) breche, 1. brechen; p. p. gebroch; 2. Hauf brechen; p. p. auch gebrecht (87) Nordpf brud. pl. bredder, 1. das Brett. Nordpf bredülje die Läun, Durcheimander, ans frz. bredoniller; aber auch = Verlegeuheit, Augft. Not (30) bremche. n. Viſſen Kantabat (Prime) bremere (2i) Brombeere. bremm pl. bremme, k. (18) Breuſe; Weſtr. Pfriemenſtrauch. 2 der Bach Pfrinim bremma biemmese, Pfricmenftrauch (ahd pfrimma, Ginſtet. auch brimma, udl. brem; dgg engl. broom, Guiftec. nhd. bräme, breme, Beſenginſter). dremmnedllt (sp.), die männl. Hahne die weibl. Hinkal gen bremmeställche (8) Premierſtühlchen, vorichmſte Krchen⸗ ſtühle (in Gaugrehweiler). bremsch (i2) fiuſter Geſicht — brumunig. bréner (7) ſtechende Sonnenftrahlen nach dem Gewitter. breschkülle pl. (sp.) aus Brechkuttan holziger Abfall berm Haufbrechen. drtailie, Baſithnn. 27 brétärsch, pl. bretarsch, beſondae Sorte Aepſel, ſoll aus holl. Bieda ſtamunen (Blies); aber auch bair. breit⸗ arsebling. hriamhel machen — weitläufiges Gerche, vgl. Priamel aus lat praeambulus, frz préambule. bei-brährünzlich (rin, braun, brünzelig) d. h. bunt, aller⸗ lei ſarbig, vgl blitz⸗blan. briche (:) dridle (s) brüten. brierzig (13) angebrütetes, Ei bréchgewilk (26) gewitterartiges Gewolk brore (25) Biaten. der brossel dicker Knale (sp.). brossewerbeiche = brossewerbel, frz. le prucès verbal, Protokoll, Straſzuſtellung. di brossle, Broſamen. brotsohie (14) umſtändlich dumm reden. brotze, zürnen, das Manl haugen hrovedire u. broff'dire (13) vervenden (profiter); brofüid⸗ michel; broffendire, Vorteil haben. hrozatie, p. p. gebroxzelt, Berb brodeln, langſam kochen. bruddels (13) brodeln. bruddeln, ſchlecht waſchen ſchlechte Arbeit ihun drüh⸗gans (29) ein Meuſch der immer zu Hauſe ſitzt; verbrüht. brult (26) Brlhe; in kaffeebrun, v. brodlen. drultjo. Zerwlufnis, frz brouille. brulljes (12) machen = prahlen (bullen?). brummelsupp (sp.) Schelten. Schlage bruschlahbe, in. (Weitr. 13, 29) der Brnſtluppen. d. i. die Weſte 's es net sauwer unnerm bruschtlabbe, er hat tein gutes Gewiſſen; heiſ. Hünfeldig bruse p. p. gebrust, verb. brauſen ſ. brummen vom Feier im Ofen, 14 tüchtig werſen 28 bruechtüleck; dau bryst dug, 13 auch bruschttuch. brutze (14) (protzen) twtzen, brutzkopp. ba pl. buwe, n. Bub, Kuabe, Sohn, Burſch alter bu, Hageſtolz buwe⸗bosse, Bubenpoſſen — demin. bibehe, Bublein od. biwel, bawelche. büch, bach, pl. bicher, bicher, n. Buch, demin bichelche, biechelebe (letzteres Blies). buch beuner (26) Buchbinder buckel, pl. bickel, m. 1. der Rücken; 2. ber Hocker; 3 eine Echebung des Landes. Adj. buckelg, hodkenig hügclig 13: er mecht eon b. (ill nicht dran). budder, älteie Form: bodkder, m. Butter; budermillich, u buddermillichsubd. Drsbg. budder stasse, butteru; budderfass, budderstahsel; bud- derüare (20)— schmier Weſtr). Butterbrod; blumme (¹8) Hahneuſuiß buddlck (l4) = boutique n Ou großer Unorduung budell, f. die Voutelle, Flaſche — ältere Form: bodent. buffert (20) Piſtole. büfünk, pl. buffinke, m. u. f., Buchfutk. — Eine Gegend bei Kaiſerslantern „bufünkelaud“. dun (26) aus büstel, Polzeibiener. bulte (98) alt: Fleiſchſpeiſe vgl lat. pulmeutum. bumad (9) Pomade bumibardo“, ital. dombardone, Baßtiompete. bumbére (25) Bienen zum Keltern. bumbea (7) Birneuwein. (sp.) auch Schlage. v. Bambus. bumbes, Kartoffelkloſe, ban bumme, von pomme de terre, eichſt. erdpumser; 13: bimbese, Kartoffelklöſe. bummer (13) a kleener — Hund burre in voller Hrtze einherlaufen; bair. brummen, ſauſen. brauſen, ahd purron auch purre; dageg. dei burre (Bhes⸗ mengen u. 28 burren) Brungen, ſcheimt aus born aſſmmil. 29 bäschär, bon jour; trag dei' üsch uf buschur beſorge deine Auſtrage ſelbſt (2) eigtl. nach Montlhon (Land gut bei Zwetbrücker) wohen ein Bauer Fiſche als Ab⸗ gabe lieſern mußte. da er aber eine ungenligende Seu⸗ dumg nicht ſalbſt überbringen wollte, ſaudte dt dnen anden, der dann übel eutpſangen wurde und hinterher obiges zu erſterem ſprach. bussel (sp.) weibl. Schamglied; dossele, beſchlaſen. bussem. m. busem (26, 98) 1. der Buſen; er hot de sclielm em bussem; 2. (98) der Schoriſter butsche und putsche, m. (Bltes) Bitſchd, e b. hoor. butzemann, m. Popanz, nordweſtpf. auch bötselnann, ſ. bötze, auch butzemunmel (sp.), rusebitzs (sp.) rißiger Meuſch, beſ. der am Sonntag offenil Gaben ſamautelt. buweschenkel (30) Wecke bei Schulprüfungen. Buwerem (18) Bubenheim. buxe pl. (12, Zwbr, 29) Hoſen; udid. düxen, ſehweb. byxor. bu bur Lockruf für Schweine (9). durel, 1. Schwein; 2. Jichten⸗ oder Tamnentzapſen §. lſiche K) eaper mortche, n, sulst. eaput mortuum, das tanbe Geſtein car (9) Chor. Coljesta (18) Colgenſtein. confirmationsgelder, Abgabe an den neuen Landeshenn won den neuen Beſtändern, d. h. Käuſeru von Erbbeſtands⸗ gütern) für Beſtütigung ihres Beſthes. cordel, ſ. Bindſaden, ſtz la cordo; auch gordel. eriecha (9) Chriſtian. 30 dätbele (sp.) tappen ein wenig gehen von klainen Kindern. dah doeb, adj. taub. däbber ( tapfer) i. e. ſchnell, 13: dabbere. dabbig, (tappig) acj. täppiſch, dumm, davon dabbelich (2) ulm dipplig, v. tappen, Tapps, Tappel und Tappelein. doch, m. das Dach (Alſeng. dechdel pl. dachdele, f. en Schlag aufs „Dach“, d. h. den Kopf: dachdels, auf den Kopfſchlagen überhaupt⸗ ſchlagen (87). dada (sp) Adien sag' dadal d. gehn, ausgehen ſpazieren. däde (29) Bater. daddere (12) viel ſchwätzen (beir tüden, H. Sachs: tadern); a didderig, Schwätzer. des (!) Thau es daet; g'daet. dafe dæfe, taufen daf, Eindaf, kinduef, f, Kinbtaufe. dwfer. m. Wiedeuäuſer, Mennomt. dägio teigig edeſaul, morſch daje k. Sorge, Gedankeu; naſſau. dalties, jüd. daagos hebr. daagoth. dal pl. daeler, Thal. dsler, m. Thaler. dall pl. dalle, f. ein Eindruck wie man ihn etwa mit dem Finger macht (Drebg.) ſ. dell; aber auch 12: durch pügeln. dalleha drücken, v. dalle. dallea Unteigang. Ruin. Es hott den dalles (ein Geſaßl. aus hebr. thalith, jüd Totenhemd, (oder v. dallah, pl. dallöch, Ariut, außerſte Not. dälmol (26) manchnul, von tell. damd, i. der Dampf (87), der Rauch (Alſeng) dambe, gedlambt dampfen (87). 3 dämbig adj. ajthmatiſch, bei Bieh und Meuſchen (87) dambnudel, pl. dambnudele, f. Dampfuudel (s7). dappertaf, m. ſcherzh. Diarchöe (Bhes). därn, der (8) Turm, das Geſäuquis. darne (9) Dornen. darscht (9) Durſt. däschel (7) Brieſcouvert. dawem dreem, 'desem, m. der Sanerteig (Drebg) aus „Teigſame“ aésem. däte e wüthiger (28) Burſche. datterich, m. das Zittern. dau pron. — du, Dat. der, Acc. deich; dn. Phir. Nom. ehr, Dat. u. Ace. öch, cich und ich (uch). verb. dauzen, p. p. gelauzt, duzen (Nordpf.). dauera v. p. p. gedanert, ſammer, das Bedauern erregen: nur in der 2. u. Z. Perſon: du danerscht mich, er dauert mich u. ſ. w, daher: dauerndachad aus dauer und schad (21) jommierſchad Dauid (29) David dausch, f. Schweiusmutter (2) auch fränt, ſchoäb. dauachter, adtj. (düjter) dammerig (Bhes). dautend, tauſend. dawer, m. Augenbutter (Queich), heſſ. dawwerig, weich v. Geſchwinen, Obſt, v vſtfe dauen, näſſen v. Wunden? debä ae machen = deba'sire, Aufwand, ſrz dépense, Ausgabe derk deckmols, adv. oft oſtmals. (Weſtpf) ans uhd. dicke = viel decktum dechtum, deckthumb, Abgabe der Herdeubeſitzer ſür Eckermveide. deidirn (teigige Birne I4) Holzbirne. dachel. I. Waſſertbhre. deſtunker, ein Fluchwort aus Diebheuler, ſtat: Teuſel (87 und heſſ) zum deihlnker noch emö! (Nocdpf.) 32 deimele (12) mit dem Daumen drücken, z B. Zweiſchgen ſt. daimeln. Deir'e'm (28) Dedesheim. delwel m. Taifel „hol miech der deiwel“ oder „der deiwel soll mich hole“, „do war der d. kettelos“. dek (9) Teig. Delbe, St. Alban b. Rockenihauſen. denl die pl. delle, Thal, (allgem) Verticſung, (heſſ, bair. frant auch ſolche, die durch Schlag oder Stoß entſtehen. ½ B. an Geſäßen am Kopf, Wangen, mhd die telle, Schlucht ahd das tallli, mhd. tallin, Thalchen). Oſt Gewann⸗ oder Schlagname u. 13: Beule. denide (11) drunten. dbnns, die. tente, ſpitiges Hohzſtäbchen, das mit ènen Holzbengel oder Stock un Bogen hochgeſchleudert wird mit dem Ruf tenez (da, ſangks); der Gegenpart fängt es mit der Mütze und ruft wublé — oni, s'n vous plait. Schweiz hormtggeln, der Niggel) tenerez 19. denseris (7) Triller. der. f. Thär; dér-lumpe, Handtuch (Weſtr) Derdel (:) Dorothea, jonſt dortel. derengele (7) ſchunden, = zwiſchen Thüre und Angel bringen dermelich, ⁴dormelich ſſ. d.) auch ſränt. ſchwindelig (Weſte). dernöd, dernodert (Weſtr) daenach, dauu. derre p. p. gederrt, düeren; 1. dürr; 2. mager, ſowohl von lebenden Weſen. z B. Vieh, als auch von Feldern (87 k. o). désem (9, 17 u. allgem) Sauerteig (Teigfein) ahd deismo, mhd. deisme, nld deessem. dötz, der, ditz, Enter, Zitze (87). devörd (14) vochm. Oéweld. Dewald (eſtr. 30) n. propr. Theobald. de⸗ weltche. 38 didhe, tupſen dibhe, n. der Topſ (13) Taſſe; demin. Aibbehe. Topſchen; Zweibr, Alſenag; am Dröbg. ein Hohlmaß für Getreide. dibbele, zahlen. *dichtere, beſänſtigen ſulle machen Aus dus. dusem. duserig, dusig, mild, ſülle, beſ ban. dusle. ruhig. v. fl. Kindern. dickdeel (30) Oberſchenkel dickmilch (15) diekmilch 28 =— Sanermilch dier (13) teier; das koscht dier. Diige, St. Julian bei Kuſel. Dimbert, St Ingbert. dinunel (Weſtr) Donner. dimmele verb. impers. ' dimmelt, es dounert: dann dimmelwedder, Gewitter (Drsbg). diuja din'jere, tüuchen; din'jer, Tüncher 187). dinks (21) dünle, gedinkt, gadeicht; es deiclit mich. dirmls (13) taumeln; ſ. dormelich. disch pl. discb, m. Tiſch, (Dröbg.) — dischblsd, n, die Tiſchplatte (Drsbg.). dische (12) beruhigen, ein Kind; alt tuſchen, einen Aufruchr beſchwichtigen. diochel (13) Dachſel. ditache (26) großer Stenmärbel. ditte, ditz, Weſtpſ, Muttermnilch frunk. titti; ditte ſi7) diwwere, geheim verabreden chebr. Aibber, ſpiechen). do, adv. da; Zuſammenſetzung dodermit, damit; dôderdorch. dadurch; dédervor, dafur; dödriwwer, darüber; ab⸗ druff, darauf; dodrunner, darunter, doderzwische, dazwiſchen; 12: der dé worscht, die W. dn. dobb'eh (21) im Kredſe, ſich drehen; aſchaffeuh doppich, m. Kreiſel, ahd topho, mhd. topf. eodo (15, Weſtr.) aus Tappe: Pſotc, Hand igebenſ, daher: a dobig, tappig der dobert (17) Tapps; Aöbehe, Pſot⸗ chen oder Höudchen, geben. dochter, f. Tochtet. dochtermann, pl. dochtormanner, m. Tochtermann Schwie⸗ gerſohn. docko f (sp.) Hanf⸗ od Flachsbund a. Rocken G., der Kuntei“. död aj. tot. dod, m. st. Tod, d. oder landau (12) es gilt, lebendig oder tot. doddol, unweltläuſiger Menſch — der totl, hrol. tottelt, dumm, ainſaltig. doddelig wocich ſ. Dotter3 dödelad, f. Todenlade, Sarg dodeꝛächs (9) Gelaute, weun jemaud jüirbe doderekopp (18) Totenkopf (Schmetterling doffel (26) Pantoffel. döl f. (sp.) unterird. Gang für das Waſſer, ahd dola. dolch, pl. dolche, f. ane weitſtehende Hauſbreche; vord. dolche, den Hanf auf der dolch brahen, die Holzfaſein zuerſt zerllainern. 87. doll, eigentl toll, aber (Weſtr.) =— vornehm pruchtig in Kledern. und Eindichtung. dolle, p. p gedollt, tollen, irte reden. dollo⸗dom — baäm (Weſte) Tulipan, Tulpe; 18: dollebäne, dulwe. dollfuss — Dickfuß geſchwollener Juß; dann (2) hölzerues Bein anſt. anct abgenommemen. Doni (29) Anton dorch, propr. durch. — dorchen un dorchaus din ver ſtärktes „durchaus“. Dröbg dore (13) Dorn pl. dor, dber. dorig (13) thöncht, du dörig zicke, du geckiges Mädchen auch dordig u dorisch (14). 35 dorkele (21) taumeln. dormelich taumelig ſchwindſig (ſchlaftruuken, lat. dormire) im erste dormel, Schlaf (Wiurzb.), danu auch wnr im Kopfe. ungeſchickt: dermel (14). dorn, dure (Weſtr) Turm, Geſängnis dornbickel (26) ſpitzer Pickel ſ. Maurer. dottie, dottern, ſtammelu ſtotteru (hrol dottelt, dumm einfältig), e dottel, ein einfaltiger Meuſch es hat mer gedottelt, geahnt (sp.). dotach, f. dufälbige Dnrue. dtach, f. die Hand, fränk. Taiſche. dotz, in die — treiben (11) angitigen. dötz die Brüſte (30) (rheinl. deiz, ditz, Mutterbruſt, bai. der dutten, ahd tutto, mtb. die tutte; got. daldjan, ſäugen; unttelfr. der tün i d Kinderſprache Matterunilch). dazs (9) die Härte der Oſtertier durch Stoßen erproben ſfeink. peckem. dralja f. Gitter (holl. tralie, eugl tralis, frz treille, treillis, alifrz. traille, Gitterwert; lat. trichila, Lanbe aus Rohrſtengeln) drallje⸗wert, Aireſwenvalter, ſcherzh als Wint gedeutet. drammänner (Rhodet drummänner (26) dreimännerwein (Bureveilee) Canb aus Traminecein. drare (ls) treten. dra'sche (9) dragées, Zuckerbohnen. drassem (21, niedecheiſ. drassel, sp. drüsem), f. ans Troddel, dradol, naſſ. drart, dratt (ſonſt pfalz. dremn) Zettel ende am Leinwandſtuck; herabhäugendes Haar. drassen (3) tementieren v. Trcß, m. (beim Ingolſedt. Feſt ungsbau), gepulverter Stei; im Waſſerbau zu Moꝛtel' dienend; holl. tiras. trätsche (27, Wehher: dreitsche) ſchwätzen, ausplaudern (auch fräuhiſch dratschen, Gedratsch). 3 — draumus (9) Latwerg (raubeumng). drech, f. (7) Drehkurbel am Schleifſteiu: dréche (!) drehen drecker, m., die her Exlcemente, die auf der Straße liegen. Roßbollen ꝛc. — Weſtpf drehdennel (30) Schimpfwort. Drehbändel. drehschwan (12) laugſamer Arbeiter. dreigenäht = pfiſig: 13: ſchwer zu bereden drelnnechtr (9) dieiecliger Bauerihut drenschel (Weſtr) Schautel, drenschele (6s) ſ a. drönschele. dreechäke, dreſchen =— prügeln drickele, trockuen, verdrickelt, ansgebrannt, verſchmachtet (87) drick-karich, drick-kas (26) Druc — Schubkanen drickmännche (13) der Alp. deinnnel (12) dicker Renich: = Trommel. driech, f. (Weſte) bruchliegende Oedug, götting dreisch, driseh, ndrd drusk, Adj., wohl nicht von ternus, drisk, ſond verwdt m dürr und dürſten. Adj. driseh, driseht (s7) unbebaut. drischling m. Champignon (Blies). driecht, m. Drobg — drusch; drꝛascht, Adj. uubebant dritschle, dratechle (26) = dröple, tröpfelu. driwltre (25) treiben zur Arbeit, lat tribulare. droddisteenche (Zweibr) klane Muſchelabdrücke in Kaltſtein⸗ chen (v. Troddel ²) drög (drok) pl. dren (röge) m. Trog (87) drönschele (34) ſchaukeln; ſchwäb dhumseln, waulen, taimeln dronschie = druschle = gruschele (i5 Stachelbeeren. groseiles. dropse, es dropst, tröpelt (Blies) drobs-la (2!) Tropſlauge heißes Waſſer über Aſche zum banchen. druddel m. Nicderſchlag, Kaſſeeſaß, druddelich, trüb. drudolich (sp.) truh v. Getranken drudkal, den! Reſt. Satz 37 drudie (26) Draht oder Balten ziehen beuu Wingersbau drul-droht. drumm, f. pl. drumme, Trommel (Bhes u. ſ.) Trumin. drumm(e), m. (21) Stück eines Stammes; drummsdge, große Holzfäge. drumme, verb. p. p. gedrummt, einen Baumſtamm in „Drummen“ zerſagen, eilen Acker querterlen (21). drummel. f., pl. drummele, Trommcl. drummele, gedrummelt, trommeln. drummeler, m. Tromnler. drütchel pl. druschele, f. 1. Droſſcl; 2. Stachelbeere (ſtatt gruschel) Weſtr. drasei (6) Droſſel. drutschet n. (sp.) kleie Wagenladung, Wagelchen. Heines Frquenzimmer duchember (7) eine Traubenſorte du (7) thun, impf. ich daod, wir dnere; Pto. gedu, gethan. — du“ (87) ieh du, duscht, dud, mer dun; Imp. Conj. ich ded, du descht, er ded, mer deden; Imp. du; p. p. geda“ (sz). dudbe spiele (27) Spaß machen; von Tupfen dubione, frz. lour (50 Pf), geduchte Sumine (Dishea) duckete, sich, ſich verkrechen gebuckt gehen du-dde (sp.) machen; glchſ. Kudkut machen niit fl. Kmdern. duleba“ (9) Tulpe, aus: Tulipan, ital. tulipano. dut, f. (sp.) Hanfbreche. dumbére (7) Ar Virnen zum Keltern. dämm (26) Dom. dumme, m. Daumen. dan (12) Thun, 's isch (mr) en dün — eincilei. dönje (8) tüuchen. dunke, p. p. gedunkt, tunken, tanchen. Drsbg cunner, m. der Donuet, dunnerschdag, Domurstag 3 dunuerschberk, Donnersberg; als Fluch: dunnerschd. noch emol (87). dunnerkell m. ſog Donnerlal od. Arolith — Fluch: dunnerkell noch emoli (s7). dunnerschbérg(k) Donnersberg; auch als Ansruf der Ver⸗ wundernug dunnerwedder, n. Donnerwetter, Gewitter — In Flüchen: dunnerwedder! e dunnerwedder soll dich ver- schlàe (s7) dunsel, drulles Madchen, frz. doncelle abet auch dunsel, dunsenella, Schimpfw. f. anfgeputztes, übecſpanntes Frauenzimmer. dunzeltinche (ame Tine Chriſtine) einfaltiges Franenzimmer (ſpan doncella, Jungfran, ital. donniciula, eiafaltiges Weib). düppe (98) Topf von Eiſen. dur, frz tour, alle dur; da hots duro (Geſchichten) gewe. das, dusma“, langſam, frz doucement, beſcheiden (30). duschber, adj. düſter = dammerig (87). duschter — duſter (Zweibr) duschdere (13, 14) flüſtern. duschtere beſänftigen, ſhlle machen. Aus dus, dusem, dusmig, dusig, mld, ſtille: beſ. ban. dusle, nchig. von Reinen Lindern. duschar (12) = tonjours. dusselo — leicht, leiſe ſchlafen; „ich hatt grad so e bische gedngselt“. dussolich taumhig ſchwindlig betrunken; bait. der düsel, Reber, ndd. dusel, Schwindel dussiers (sp.) zum beſien haben. duttswit =— toute de suite; die m Diarchoe. duwak, m Tabaf. duwe Taube (18) duwerich, Tauber. 39 G 6. f. (Weſtr. 29) die Egge, verb. ge, eagen Pic. gect (s7). Eb, Ebehe, Eva (21, Bliesgan, 28). eb vor Couſ, (w vor Voc. (25) Couj ob. ebber (ocderpf.) = etwer, jemand, ehbes, ctwas. ehch (30) bbbich, ebch, ébsch, m. Ephen; dav ébchgri“ epheugrün, d. i. ſattgrün öbe vii (12) = nichts, umſouſt ebe (7) ehbe, ctwa auch Frage⸗ und Bejahungswort (ſrank. ebbet). eberhör (30) Augenbrauen, (ahd. bräwa, engl brow, gr. öpρi6, iriſch abhra, neuperſ. abrd). echtmass (9s, alt) = ¼ Maß échhaesel (8) Eichhörnchen. e'darm, Schimpfw. ein „Eindarmn“, ein ſchmächtiger Meuſch e'dermig, mager, ſchwächlich kräuklich; auch e'darm⸗ lich (ep.). é'därmüch, e'darilich, &'darmig, einſalhg elend (mit oden leeren Gedärmen). Edekowe. Edekowe, Eidekouwe, Eirckouwe (26) Edenkoben Edenkofe, Edenfoben, aus Otin-gowe, Zotingowe = Otteu⸗ hofen. Edigheim alt Otenheim. 6e. f. (13) Egge und eggen. ehder, ehnder, eber, adv. cher (87). ehma, es (2l) für die Hausſtan ens melkt (Weſtpf) ehrwsin Kräuterwein als Ehren. und Willkommstrunk (der Keller von Vergzabein mußte die Kräuter im Schloß' garten dazu ziehen a. 1582) eherg (2) dat Werg vom Flachſe. A ja (1s) ja. eich pron. ich; Dat mer, Acc. meich, Gen. fehlt. Plur Nom. mer, Dat. u. Acc. uns. (Alſertzggd) eichertche (17) Eichhöruchen, eihert (29) sierpusch (18) Lowenzahn eikatze mit der „Katze“ einrammen. eintöter (4) Neuntoter. oischt (Weſtr.) wenn eisehit, wenn irgend moglich z B. wenn ich eischt kann; ſcheinb. r außerſt. Aber vgl. naſſau. ids, ibst, ibes, twes, eiwes, lbest. ciniger- maßen, heſſ wenn ich lbes oder ibest kann, — iwes, einigermaßen nur etwa, es wird iwest ein paar Chaler kosten: alles aus ebbes, etwas. eicochilde (30) Eisſcholle biss dipps (30) Eſentopf. el. p. ele, f. Eno. eldeciig (7) Albig, Lranbenſorten. eides (9) Ilhs. eicherte (29) Elsbeereu, Tmubenkirchen (v. prunus pathus). o'letig (30) cinfach. ell (30) edel. eller (13) die Erle. ellere (Blies., Weſtr) das Kalb ellort nach der Kuh. urſpr. von Menſchen: Heimweh haben. v. elend, Fremde; dah. uaſſan. Elicueie n. Elle, Heinuoch; (28) ellen, Heimweh haben. ellere, die (30) Ecle, ahd. erila, ehra, ndd. eller, altn olr, elrir. elpedritsch. bair. Btpedrütsch (almed- alped- u. drelpe- dritsch, albeiue Perſon, n. albern, aus uhd. alwaere, simptex. elpedritsche (dildetatsche 1⁷) longe antwortet man auf neigerige Fragen was man vorhabe. Würtibg den elpendrötsch jagen = Anen zum beſten haben; viell. von eifen n druden, irreführende Geſpeuſter, ſchwarzo. trilpentritsch (= der eip. einer den man hänſelt; 41 uaſſ heſf elmedritschel (ſ. Grimm, deutſche Miſthol. und Kchrein D. Myih. S 34.). eise, ete (fränk) Traubenkirſchen (des prunus padus). elsa ele (sp.) nach eiw ſchmecken die Milch; elsig (älter. ohwrerdatn = einfältiger Wenſch der Eiſen ſangen will. ſ. epetritsche. elwedritsche, f. Elfen (21) ſ. elpetr. emnd, f. das Edelreis, womit der wilde Baum „gempſt“ wid. (Alfentzagd) umnder, tmbere, f. Himbecre (Blics) ahd. Hint⸗beri von der Hindin benannt, (heſſ ampe). Emmig (5) Emil. en Präp. in; in Zuſammenſetzungen: dren, drinnen, enne- wennig, inwendig (87), mit Acc. „ich geh' en Amerika“. Endrés, eurès (1s, 29) Andrtas Endan (Weſtr.) (vgl. dany) es is en. = ein Thun, einerlci. enén hinein; euafk, himauſ; enaus, hmaus; enbwer, hin⸗ über, endnner, hinmter (Desba.). Engel, s'engel (13) Angela (Rame). eng habe (?) Belleramung haben: Bruſtleidende. engkeltl ingkeitl (Neipfoß) ingkell (Dernbach) kleinel Schwartennagen (sp.). onkel. m. 1 Enkel Großſohn: 2. der Fußlnochel (13) bair. W enenkel, hervorſtehender Teil eines Gelenklnochens bej Fußtnochel, atd. anchalo, enchul, inkel. enn, pl. enue, n. Ende. endtzig (14) einzeln. enze (12) achzen. epellärt (13) Gewann bei Gecsheim (wird wohl appel-hart Apfelwald ſeirh. aräus heraus; eriwwer, herüber; erür, herunf; erünner, herunter (87) 43 erbel pl. élele, I. Erdbeere (87). erbér, pl. érhere, f. Erdbeere (Alſeng. erba pl. erbse, f. Erbſe (87)., érwes (Alſeng), ſränk. arwes erbeeabier (1!) Geizhals (Erlſenzählec). erdähbel pl. erdebbel, m. Erdapfel, d. i. Topinambur (Nidpf). erd-nääicher (18) — nägelchen =Hyazinthen. ert Bürge (jüd). erkowere sich (sp.) ſich echolen; vgl engl. recover, dasſelbe. erlickere (ep.) ausfindig machen: zu lugen. irn (Landan) Hausgang anch heſſ. fräuk. u. ſchon altbair. Monſec. Glaſſ. erine pavimentum. errbérre (3) Eidbeeren. erscht (rhein auch irsche) Schaufel, hölz. Wurſſchanfel. erschter, adv, eher (lies) erschtling m. ein Rind das zum erſtenmale lalbt. S. Kalbin 87. sa es; dient allg ſtatt ſie (kem.) wenn von der Magd — ade von Madchen die Rede iſt; ſ. z B. s'amei, s'engel; es hat gsat; 15: es wars gowen, das do is. eschabbire e frz. échapper, entwiſchen eechteich m. die Stubendecke (87). 5ese; du ischt, er isst, Weſtr. esst; p. p. gess; eſſen. (Weſt⸗ u. Nardpf.) seset. m. der Ejel „so alt hot der Kienanth (Frhr. von Gienanth raiche Beſitzer eines Hirſchparies) ka essel Sprichwo. (87). eschter, cher = cheſtens (12). etefüder. n. Aetfutter. Wicken u Hafer Sw6g weg swening (12) Ebene. Swesemáer, gerade ſo gut. gden; Vgi ahd un märi, mhd unmaere, uulieb: subst. I0Ar, Wert. Nach ſchweiz. mdr, leh ſchägbar u. unmür, ſchlecht, eben so mar 43 (Vierwaldſt.) eben ſo gein grad ſo lieb; rheinl ebeae⸗ mar; Luthee u Fiſchart, eben so mehr. exklso-körbchs, ein Körbchen, das man bein Spazierengehen trügt (ſrz. excuser). s'zächtig (25) adj. einzeln. J. fabbrikrat. Mnglied der kath. Kirchenverwaltung, da iabriea ecclesiae Kircheubau heißt; dann Baukaſſe. daun Kircheu⸗ vermögen. kadem pl. faedem, m. (Weſtr. Drsbg) der Fadeu; verb. enſaedeme, dnfädeln. Drsbg; 18: faerem. rai. ſeil (21). falch (25) fahl. z. B. Kuh. fäns (26) m. Fahne ahd fano, mhd der van v. laf. pannus. dann (12) Pfechemahne. fars (28) ackemn. farra pl. farrner m. (87; far 7) der Fatren, Zuchtſtier. farrewatachl (26) ſchwere Patſche (watschen, ſchlagen; od. Antlang an karbuatsche?) fasselochs, m. (87) auch farremummel (26). fatachs (Weſtre) in Windeln wickeln; daher fatschkind; ichweiz. Fatſchenlind; das fatsch, füsch, die füsche Windel, Wickelband; von lat ſascia, Binde. farenottie (98) Taſchentuch bair fazzinetl a ital fazzinet. fas. p p. gelet; ſegen, übertr taugen; sich k. von der Nach⸗ geburt, dah. ſes1, u. das Fegſel. d. h. die Nachgebnrt (87). federkeil Kielfeder (21). feddere — er hat sich geiedflert = unanſtaudig aufgeſührt fodderweies, der gahrende prickelnde, weißliche, nene Wein. 44 féder-reris (7) Fedenohr, halter; föder-schaed, Feder ſcheide (7). fehler, oft = Leibſchaden. felöle durchprügeln (Weſtr.) wohl aus feilen, ahd fihala, Iigala, mhb. Vikeln, vigole. feldhinksl. Felde oder Rebhuhn. ſordig allj. fertig, ſchwach dem Ende nahe. ferseht (allg) 1. m. der Fiuſt; 2. f. die Frſt (des Hauſes, (87) 3. Ferſe (26, 30, 87) ferele, feizele =— hbize, dös machen jen. (sp.). ſezelich, fezeln, die Speiſen heitel ausſuchen (verw. aus⸗ ſeſen, enthulſen, g'ſeſeln, zerfaſern? ahd. vesa, die Feſen, der Balg um das Getreidekorn). ücke, ftschele, a) lacht ſchlagen, b) beſchlafen (Weitr) v. la ficelle, die Borſchnur der Peitſche. fledere. p. p. gefledort, ſuttern Dröbg fierechte (13) Feuecſtein; Zuckecplätzchen. Eild (9) Philipp. hmmel m. (30 Weſtu) die muͤlnliche Hanfpflanze: davon das verh. fimmele, de Fimmel ausrupſen; v. lat. femetla. Schweiz die fimmele, auch der filmmel, weblicher Hanf, fmmeln, = den Hanf, der keinen Samen gibt. herausziehen; danu: mit Muhe herausklauben ausſundig machen = ndd. vimelen, vimeren, fimmelen, fummelen, ſuchend herumtaſten, engl kumble. findling (allg) unchel. Snd (NB. Ia recherche de ln pa⸗ ternité est interdite). fineeee (sp.) Vorſpiegelungen Phraſen, Ausrchen. finger, 18: muscht dich nitt m de f. schnide (ich tauſchen) finschder, n. das Fenſter (87, 30). Tcile: der fiuschter⸗ läde, die finschterschelb, ' kreiz. kiols () ſüßan = ſpringen 45 üissöl n. Bindfaden, la fiselle (13, Weſtr). fiesemadénde (26) Poſſen, Dummheiten; von ſchwz bair. ſicſeln (tiselerbet) zu viel Ziererden machen. Reserig (7) ſaſceig. fx. adj. ſchuell, hurtig. — Dagegen: fx un ferdig, ganz vollig ſertig frfeier, u. Züuidholzchen (Weſte). Hlahbes (18) u flatsch (14) Beugel, flabbig (14) unordent lich in Gang nnd Haltnng (iell. verv. mit dlan, ndi. flaauw, matt, ohnniuchtig nacker (21) lar hell, von Fluſfigkeiten. flade (8) Kuchen. 11: unflätiger Meuſch. 12: unbeholfener Menſch, 13: käsfl., Kaſeſchmicre, eierfiade, Pſannkuchen. flaesch, ält Form finsch, n. Fleiſch (s7) Aähmche, dünues Häuichen (auf Ilüſſigkeiten) ageutl. die Weiche von Tieren, ſo noch heſſiſch wie mhd die fleme. Rlammkuche e. dunner Kuchen verv. mit dndken, flarren ja) fiare (14) Grobian. naschblume (18) Pechnelle. fläsche (17) Kurbis, aus Flaſche. ⁴Hlatsche liederlich leben überall nitzechen. flatscher, ein licderlicher Burſche. Nlattuste machen = frz. Hatter, ſchmeicheln. nättschöre, verd. intr. ſchwach flatteru (87). usl. m. der Flegel; in figärl u eigeml Sinn (87), flelerud, die Flegeloruthe, flelskilbe, der Flegelskolben; flelskapp, die ſchweuiolederne Flegelskappe. densche (30) Lippen bair. die Re'schn, das (verzerrte) Ge⸗ ſicht, das Manl, ſchleſ. die flunsch, der (breite) Mund. Henscher, ein weheleidiger Meuſch flerrermaus (allg. 18 Fledermans) Schmetierling. flesch (17) k Kuebis, ans Flaſche. detwiech (7) Vogelflügel, frnk flederwisch v flatiern. ück d. i. nügg (15²) = lächt gelleidet. nlieke, 1. flicken; 2 pehgeln. 3 sich fl. (12) tüchtig eſſen. flieger, m. (1, 7) Wabeqacke (26). finsch, f die Lippen u. Mund (20), bair flee'schn, das verzogene Geſicht, ſchleſ der flanschen, die Flunſch, nüͤrnberg flutschn; heſſ. flenzeln, verdrießlich arbeiten. füttig m. der Vogelflügel, 13: Hlitting, 21: Hitte, rheinl. flittch, Flligel, Ar. Zipfel diues Kleides, alle von flattern, flittern. dok und dolik (18. 18) Floh. flor (13) Halsbinde. Adte gen, ſ blede. flotzer (12) unbeholfener Meuſch; viell. verw die ploten, pfloten, pflotschen, unformliche Hand, Pſote? tlouch (25) Floh. klouz (25) Floß flubhdich, interj plötzlich. fluddere (13) durchblänen, gefluddert, (ſchweiz fludern, deu kurzen Hauf aus dem gröſteren herauszichen; od verw. m. gött. fiuttern, eugl. fiutter, bair. fludern, ſchwab. pfludern ²) fobls (!) Treſſe am Kled. födere, p. p gelodert, ſordern, betteln, Idere gehe, betteln gehen. ſolſe, p. p. gefolg()t, folgen gehorchen. ſor. praep. für u. vor. for (15⁴), forch (7), Furche forle (7) Föhre. forrecht. Adj u. Adv. wircklich, ächt. forrere ( focderu) gen (13) beiteln gehen (ſonſt besche, heiſcheu. forsch, ſez. la force; pro forsch = par foree (allg, aber 13: grob). 4 fotol (13) = fanfenil, töteel (29). foze (13) thoricht ſprechen (die fotze, Mau) der hott mer e loch in de buch (Bauch) gefbrt. fra f. pl. weiwer; Fau, Ehefrau. jungeirs, die Haus⸗ herrin (von dem Geſinde ſo geuannd) 87. frasssm ein Geſichtsausſchlag (30, 87); theinl. frasem, Milchſchocf; ſchwab gefräs, verw. friesel fräschderlich (Drsbg) achj. füuhterlich ſchredkhaft; ſ. freseh- terli. fräschlich (30) großthueriſch u fraschterlich, ſchrecklich, vgl. freislich. kamosa Nlmjch = große Ameiſen ſreckel n. Ferlel, junges Schwan (Nordpf 30) frehne. p. p. geftehnt, f. d Gemendearbeiten (ef frohn) 87. treind (freund) adj. verwandt uint jemand. Daher freindochaft. f. subst. Vecwvanidtſchaft. „In der Freundſchaft ſein“, verwandt ſein unit ſem. Fremache (29) Franzisla Frers (2) m. Fnieda. freschterlich (3) u. o. furchtbar; aus fraislich, aſchaffb fra⸗ serlich (got fraisan, verſuchen, ahd freisa, mhd vreise, dh. Gefraiſch x) sp. freschterli du, große Freude zeigen. freses, auch eſſen 29: was der bauer net keunt, das freaster net. frimd (Blies) fremd. frinsrichter (30) Fricdensrichter. frire (6) n. Fieber, d. Faieren frisch (i1) die f. woch = die kommenide W. frocht (30) Getrede = Jrucht frehn, f. Acbeit und Leiſtung für die Gemeinde n zwar unbezahlte (87). fromm acj. 1. veligidsſromm; 2. ſanſt. von DTieren z B. ein „ſommes“ Pferd; lammſromm. 4 froscht (15⁵) Friſt. frösch wecden die Offeubacher von ihren Nachbarn geſchimpſt. fucheschwämer (26) = kalfakter, Wohldiener. fuddere, zanken ſchinpfen, fluchen, v. In foudre, aber 12: halblaut vor ſich hin ſchimpfen. tüder. n. das Futter, auch das Futterluch (s7). fuder, n. das bekannte Flüſſigkeitsmaß = 6 Ohm 6. 20 Viertd; 1 Viectel e 4 Maß = 16 Gchtmuß fudul (9) lleine Schnake. fuffzeh“, luflzig. 15, 50 (87). ⁴fuggere, eintanſchen (auch ſchoäb, fränk) der fucker, Groß⸗ händler, Wucherer. 12: wie ſchweiz: ſtehlen von Kindern. die den Eltern ehv. entwenden und zu Geld machen; von der Frau die es ohne Wiſſent des Mannes thut: e fuggerersch; sie verfuggert alles. (Vom Augsb. Hauidelshaus der fugger) 27 = verſchwenden. fülbäme (13) Korkſtopſen, eigil. Faulbäume. ¹fummele, ſtark reiben; v die kummel, Lederſelle der Schuſter; auch prügeln funk (10⁴) leichtſmgiger zunger Mann. furer (3) Futter. furi (9) Föhre. fusch. Ziſch (p. 8, 18). füsser (18) Iufauteriſt. futt f. (sp.) Loch, Pfanne, auch die waibl. Scham: isl das fud, mhd. vud (bgl ſutuere). dà. die. (sp.), Ort, wo eiw. gutes oder viel zu finden iſt. vgl gai, gübauere, ga = Vorderpfalz: gäu. 134sejudo (19) Ziegerhandler. 44 gabisch ungeſchickt, knkiſch; bair. gäwisch, ans gäuiſch ländlich? (odet frz. gauche!) gackei (5) Ei. gao'ostitalg adj. gegenſtulbig widerſpeniftig (s7). pael (allgem) gelb; gael-amsel (a) Goldamſel, gael-veichl (25) Goldlack gaere =— jäten, p. r. gegaet. gafklich (1!) unſtet, uncuhig (hl. Kinder). 12: umhergaffend. tagümmer, pl. gagummere, f. die Guce (Zaskam) 9ai. aus Gäu plattes Land, offenes Land: Gaugrehweiler; von gau, got. gavi, mhd. gbuwe, gön, gen. g4l (25) Pathin, I göthel. glbach (18) Gailbach aſBlies. gals, das, (9) Galeere 23: Stlaverei. gAlern, laut lachen, kurheſſ.= laut ſchreien, zu ahd gellan, klingen, woh. nahtigala. gaige (13) Hoſenträger (29). gallerei (9. 13) Gallert, gelb. gae (14) Hoſenträger panti (12) f. ſchmutige Perſon. pannere (15) zuſammen ſcharten. garmerig (12) lüſtern, Kindet die Eſſenden zuſehen; ſchweiz alſo v der gammel, Luſt, Kitzel, das verb gaue (12, 15) ſtumm darnach verlangen= ſchweiz gänen auf — holl. guwen, vſtfricſ gannen, ſich lüſtern nach Speiſe x. bezeigen. gank, Dieb (aus hebr. ganab) gante, ſtehlen gäni (9) H. Gang. Abtuitt. tansert, m. der Gänſerich (Drsbg 17) gärda pl. gaerde, m. Garten (87). alre (30) gehre, Schoß. ſ gerre. pAroa a. das Garn (87); 18: gäre. gurnischo (9) eingemnachte Gurte; frz corvichon. 50 harve, gürre, garrze, luareen. gas, pl. gase, t. die Geiſe, Ziege (87), ſouſt: gaes, ges. gascht (13) unartiger Bengel. gascht 14, 25) Gaſt u. Unflat. gaschong = la cachot, Gefängmis. gassate (gussatim, -tum) gehn, bei Nacht herumgehen gäschel gaschel, pl. gaschele, die Geißel, d. i. Petſche, gaschele, miit der Peitſche durchhauen (87). gatting (1¹) pafſend, nürnb, gattli, 12: gattig, Ggf. un- gattig; gattingsgrumdire, 12: Kartoffen, wie man ſie gerade braucht, uaſſau, gathings, gahrings, gah- lengs, paſſend; fränk gättlicb. gaub(e), f. Dachlucke, fränk gaupe; 13: gaubloch. gaubee (12) gahuen, oſtfr. gaapen, engl. gape. gaue gen (13) betteln gehen (anjs Land). gaul (18) pl. geil, m. Pferd (87) aus lat. caballus. gauntsche (7, 25) ſchankeln, ſchwäb gautsehen, ſchwanken. gauze, bellen. gäwwel. f. pl. gawwele, die Gabel (87), verb. giwwele, mit der Gabel hinaufreichen ; B frucbt, haj gawwele. gehbkaut (Bhes) Gypögrube. gebe (12) ich hau'm gewwe (nämlich tirhtig Schläge). g'hei. pl. g beier, u. Gebaude; demin. boiche, e Nebenbau 87. gehrüs das Gebrauſe, Brummen. geddche, n. Gote. Pathin (Drsbg.) — god, f. (Aiſenzagd) — gedel, n. (Vorderpf). gedehts (21) von etw. machen, Aufhebens; naſſ gedeez, gedähts, getdats, Lärm Unruhe, unnſhes Gethu (fränt). gedichtig (9) ichnig gefärts (13) Geſührt, n. g'gummer, g'gummere, f. Gurke (Nordpſ. u. Drsbg.). geh adj. jäh: davon adv. gehlinge, jahluis, geh⸗hunger. Heiſhunger (87) 5 ¹ geheien 1. werfen ſchieißen (allgem); 2. lat vexare, verdrießen, ärgern, plagen; ſich geh, ſich kaien =— ſich kümmern um —. Ungeheit, unkeit, ungeſchoren; unge heuer davon auch das gehte, Berlangen (87). peke (7: ge, ſonſt gi, gesch met mr?) wie frz va (Bliesg) das kind get graine, lache; die blum göt blie, er göt nö Zweibr. färe. Er hot die Geh hortig Laf dapper = Diarhve. gei (14, 18) Geige; geibowe, Violinbogen geidl (Weyher) geidl, =— godl, Patin; fürmgeickel. geier (30) im Eſſen, eupſindlich wähleriſch. geſepard, gäh- pard (13) Gegenpartie. (etramemel. Verzierungen Schnortel, an der Wand und im Reden (sp.). gel und gellen er (9) gelt, gelt ihr? gelahrig (13) leidig, uberdrüſſig auch lahrig. pellwwert, a) ad. (Stammw. lewwer, Leber) geronnen, beſ gcbräuchlich von geronnenem Blut; b) gelieſert = verloren Gellem (87) Gollheim. gelschterig (Wefir.) geäugſtigi = Pte. vergelschtert idd gelstern, gellend Schraien, ahd. galstar, Zanber. öl, unſruchtbar. poh. gelzche (21) weibl. Ferkel gelzer, (allgem.) Schweine⸗ verſchueider, v ahd die galzd, gelzà, geilzd, Schweinchen selenleichter, Schweineſchneider — gelzer, gelt machen, beruifsmuͤßiger Viehverſchueider. gemäch, mhd. gemaht, pl. gemelite, ahd. dle gimaht, ga maht, inguen, genitalin (Nordpf, fränk). genäde, m. die abgemähte Schwade (s7). gma'r (30) fahren, gemeinſam (). pamelk, n. das Eutir (der Tiere). gens genäe, adj. 1. genau; 2. ſparſam, hanshälteriſch der geuascht preis, der genaueſte, d. i. niedrigſie Preis. 52 ger m. (sp.) Beigeſchmack. gerascht (8) adj rhstig. gere. adv. gern. gerebbel (12) geänges Geld (ſchweiz Rappen). gerére (mit dem Rciterſiel) ſieben: gerere voll. gerero voll Gebeiheini) — gereitert, geſiebt, von reiter Sieb, ahd. ritra, mhd. riter. geret m der Ganſerich. gerjole ſ. p. gegerſelt, die Gurgel oder den Hals zu⸗ ſammeniſchnliren. geritta geruddelt (gerittelt) voll (Webocheim, Weſte) gerdig (s 12, 13) gerilng, tüchtig; ſ. gerüsam. Germersche (¹) Germeröheim. gerra m. (12 Weſtr.) Schoß; ſchwäß. gere, geren, gairen, m. Schoos Schurze. Vortuch; opfalz. der géién, frant. gern, Schoß. gört pl. gerte, f dhnue Nute (Rordpfalz. gerung f. (13) rechter Winkel, die fillinge (Thürfüllungen) in die g. schaffen, frz equerre. gerüsame nacht winſcht man in der Pfalz wie in Rhein⸗ heſſen, gerühsam, gerouwesam aus mhd. gerouwen. g'ruttelhöke (18) Schärhalen. géechl. f. Peitſche (Weſte), gerschl (7) dasſ. gescherr, n. das Geſchirr, beſonders die Küchengeräte. schill' umd gescherr, ſamtl. Mobilien (87). geschlacht (7) mild, vom Wein (ordpfalg). geschllwwert, adj. abunde, reichlich z B. geschliwwert voll. geschmack (9) Geruch geschott (3) = geſchüttet. géscht (Weiher) böſe Perſon (27) du alte geschten — bu boſes Weib (v. heſſ. gescht, Hefe 2) géschtirig (9) widerſpenſhg d. güjestizig, gegen) geschwai, f. pl. geschwaie, Schwägerin. 53 gesiner aue (18) zuſchends ſſchender Augenl) getrüre (6) getrcten. geweit, adv. (überall); „wat m'r hergibt, duss is mr goweit“ (d h los); micht von weichen, ſondem = quitt, nhd quit, ndl. kwyt, engl quit, frei los). gewerb, pl. gewerber, n. 1. 1. Gewerb, Erwerbözweig: 2. Gelenk aues Gliedes 187). gowbwewer, n. (30. 87) rührige Thatgkeit „im gewewwe sel“, mitten in der vollen Thitigkat ſeiu Bgl Pſ. 65, 9 (Luther). gewwel m. der Giebel (des Hauſes) 13, 87. pesieht n. 1. Gewicht zum wiegen; 2. Hanf und Flachs vgl. „der wieche“ (Alſenzg) gewiaget gewinchet (13) Gevohuheit geuitterverdäler (26) breitkrämpiger Hut gesi (9) Giebel gauot ban (¹) Widehopj (gewot = lot. upupa, lautnach⸗ ahmend). gerocht (21) ebenrecht, gelegen, das kommt und gez (auch chenl., main, nntapf gezech— gelanfig, mhd. gezech, georduch gfalle, f. (50) fallende Sucht Epilepſiekranket. gfart n. (50) Fährte des Wilds. gfräss (9) Manl, Geſicht; ich schlag' der ins g'fr. (auc ſränk. in die fressen). giees (sp.) ſchlechtes Eſſen. gibdet (i3) Gcpfel. ſbeigebig (21, chein) ſch fuigebig (mhd. gib und gaebe gang und gäbeſ. gickol (12, Weſtr. heſſ. frauk) Hahn; Hochmmt (vgl. Gockel, ſez coq: küken, Kichlein). pckele (ölinzelu) verſtohlen jehen (5. gueken). Hiekse p. p. geglekst, ſteihen, totſtechen; ein ſtumpfee — Meiſer nennt man auch frosche- oder krotte- (Kröten) giekser. — (Drsbg, Weſtr) vgl. gir, ſalſcher Stoß beim Billard gagie (12) genau oder blinzelnd beſchen ſu. gucken) e giggler, Blinzler. gill gohn unſruchtbar ſein v. Kühen (ep.); ſ gelt. gille m. (galden) der Gulden lulöpelderr (sp.) Gipfeldürt, bildl. mit grauen Haupthaaren gipe (50) t. Thonpſeife. ghwwelgéwig (Weſtr) freigelig: ſ. gibelg. giz. giz () Lockruf fur Euten; Ul, III (ans Iitih für junge Enten. glas (o) Geleiſe. glasch (hes) bair. gelaich, naſſ. glaich, mhd. geleich, Glied der Kette, ſchweiz gleich, das Gelent; ahd. kileih, Gelent. glam f demin. à glaemche (Zwebr) gloml (25) die Goſſe (aus Klannn, Schlucht und Waſſereinuc). glaecht m. Lichtglanz. Schein (Weſte.) ndd. glast, blendender Glanz von Eis und Schnee; venodt Glas und gleißen. glau gnt; das thut glan (12, 30. 13, 21 wohl. (auch Aſchaffbg), auch glauch, holl klaauwen, krauen, kratzen. liebkoſen, oſtfrieſ. kleien von Klaue. gläwe (9) glauben und Hleben dah wer'e nit gl. wil). kauns miaure (30). glöbber, Klatſchmaul (l3) Kleppet. gleck, I. (sp.) das Gelege friſch geſchnittenen Getreides. gieck (17) ein Arm voll Getreide anf deu Ader gelegt; Gelege. glecken. glsckie (!) Ohreinge, Glöcklein. gleichlinga adv. 1. gleich = eben; 2. gleichheitlich. gieme klenue naſſau giennern, Weſtr. glinne cheſt 55 glanern, gluuer, Glitſchbahn oſtfneſ. n. gotting glan⸗ dern) auf dem Eiſe gleiten. glitſchen. glicker, (ſchnalkald, ſchwäb. mürbel, heſſ. wacken, uller, schoaser, fränt schusser) Spiellügelchen, 12: Kartoffel⸗ knollen am Stranch; ſchoeiz kluck, holl. klicker, aachen Knicker, Mootſch. Kroolſche Klotz. glickser (13) Feldflaſche; von gluchſen. glierig (18) glühend. glinzels (sp.) ſchmeicheln, ſanft (gelind) behandeln. glitsche, anf dem Eiſe gleiten (sp. Weſtr), von gleiten. glöme, m. Goſſe (Alſenz ſ. gläm). giontsche (14) ſich auf dem Seile hin⸗ und herſchwingen. gluf. pl. glufe, f. (Landan. Sp.) Steckuadel. bdir. klufe kllfel; ſchweiz glote, ſſonſt gufe, guffe, elſa, clufe, Achre. Biell. vero. lat clavus, Nagel? Vorderpf. Neuſtadt bis Germersh die göt. gutt pl. glaſte, f. die Feuerzange (Nocdpf). geschel (18) zwei Hände voll. gobd (18) Gyps. goſe, f. Steckuadel; ſ. gluf. gogaier (7) auch tokaier Wein. gogel. f. hutzel, Tannenzapſen (sp.) goſe, alte Fran hnd.). golerabe (20) Kohlrabi. gollemolle (23 cheial, uaſſan) Apfelbrödchen. göllicht v. Talglicht = Gntlicht im Gegenſ. z Keuſpan. golmert (21) Goldammer. gord (2!) Gurt, beſ Goldkatze. gordel. Schnur, frz. Ia corde, lat. chorda. gorſel (29) Gurgel. gorz (2!) Gurgel = ſrz. la gorge. gosch (9) Manl. gott, herr gott sags keem meusch aicker minsch 13; 50 als gottes sprich (21) als wollte er demit ſagei ſſalzb, augsb. gottsprich, zum (sam) gotteprich, Unterpf. als gottensprieh) alle gotterweil (12) chen jetzt. gottstckel (i3) Klingelbemtel. allegottesuelf (12) eben jetzt. göthel, die Pathe, 9: gedkdel. gotalg, gottig (2) einelu, einzig, auch bair, ſchweiz. geus ſt gaue (14) etw. vom Hochzeitsſchmiaus zu belommen ſuchen. grah g'raeb, n. Eingewelde von Tieren (.) gräbigel (25) grab-pickel, Grathacke. graemma pl. (sp.) die Krallen; Beb. kratzen. graf delwol (25) der graue Teuſel. gramboot Lärn, Standal, ſrz earambole. grammein (23) knirſchen, unzufrieden ſein, nörgeln. (gram, bair. gremling, ſrz grommeler, brummelm, der gram- meler, grammeleisen, ein Nörgler. gras-hetsch. f. Grasmücke 12; hetz, Schopf gräes (18) der Graßling bair. grassl, Bluthanfhng? graul, m. der Greucl, auch Schimpfwon: vgl. götling dei u. dat grüel, ſchweig grebel, der Gendl. Es grault ne (12). grawfe, krabble il4) ſteigen. groff (90) = frz la greffe, lat graphium, Geuchtsſchreiberai; greifich greffer. geins (28) weinen. grend, m Grind, Ausſchlag bej Rrhtze grendkopp (30, Schimpfwort. Adj. greuchg (87) Grenstadt. Grünſtadt isn Gröt. Gretche, Margarete. grewele (13) norgeln, f. brewele. gréuig ſ. groozen, modelig ſchimmelig 9n', grün friſch: dieesch. grickelmaus. I. Gulle (Wrſtr. 87) gricksel (4) Grille. grieben gewürſelter Speck in Würſtet (auch ſrank. heſſ. bam. gridm, gruibm, mhd grieben). griffelscheed (20) Griſſelbüchſe. grindblume-salt ſ bettsäiger (7i). grindeopn. 1. Scheltwort; 2. Mitie e. Kämmelbrödchens (sp.). gringet m. Kreis; gringserum, uingsherum (altd hring aus kring). gripse ſtehlen. v. greiſen, frz gripper. grissel, m. Gruſoln. Granen. es grisselt mr (9)t gra Adj. grau. grod (26) Grat. Rücken. grole (6) kuechen, aus krawele? goll pl. grolle, f. (Gerolh) bie Locke gekräuſeltes Haar, grollig, Aj mit lockigen, gekränſelten Haaten. gromber, grombere, k. Grundbirue — Kartoſſel (Weſtr). groozen, modern, ſchimmeln, u grö, grau: groeze, modeng riechen oder ſchmecen (ier ꝛ) grozig, ( 26) voll Pilze übeluechend. ſchimmlig: giäzig (li) grozig (Wefir.), 11 grézig, moderig riechend. grosl (9) Großmutter. grossburem borum, großes Feſt qjud. v. batim). grost (⁷) etw auf der Oberflache geſroren; v. roſten g'rést. groale (13) 1. uörgeln (ſt. protzelnſ, 2. hitzeln. grüber (7) junge Wurzelrebe, die von einer am Mutterſtock noch befudlichen Nebe gewonnen iſt; grüberschil, kl. Rebgelande; hack, Hacke. um Gr einzulegen. grumhör, gramdere, f. die Kartoffd; grumbere-stessel, Karioffelſtoßel, grumbäre-stampes, m. Kartoffelbrei; grumbere-klces, Kartoffellloſe (87, Drsbg); grumbere⸗ klieker (18) — kügelchen am Krant; grumberejjur, (25) Kartoffelbgei, v. lat. jus? 58 grummnet. m. das Späthen, Ohmet (aus Giün mahd) grüne (¹¹) flagen: d. i. greinen, ald. grinan, murren knurren grünig (i!) neidig ſchlecht gelaunt; d. i. bair. grünti — dau krant, mürdſch grunnst (sp.) wohl Grundel, Grändling. gruschel, pl. gruschele, f Stachelbtere lat. grossula, frz. groseille; auch grusseldere cheſſ. u. Weher); auch drüschele. grussslig (18) granſig; auch ſteigtend: gr. schöb. griinze, ſ. kruzze. g'echbrattel n. (12) das Auseinanderwachſen dines Heden. buſches; v. ahd spreiten, miſd spreiten. das Ge⸗ ſprältd — was ſich wulſtig auseinanderſperrt. g'schteck n. 15) 1. Federhalter, 2. verwunderliche befremd⸗ liche Geſtalt. gechwal, f. Schoügerin gugumer (9) Gurke, frz concombre. gulden (nordpſälz. ao 1550/1610) lächte = 24. ſchwere = 26 albus oder Werßpſennige, ſ. auch ortsgulden. gumbe p. p gegumbt, 1. pumpen; gumpfe (5, 26), der gumbbrunne, der Pumpbrunnen (Speicr)ſ; 2. duſeln, ſchlaſen (Zweibr.) e gimpche (12) lciſes Tagſchläſchen; 8. ſpringen, kanzen (2). gumbel-nose (25) dide, große Naſe, ſt. pumpel, n. bair. pumpinase. gums leis ſchlafen. gumns (12) ich han m de g. gestoch, derb die Wahrheit geſagt (1⁷); er hat 'm de g. geschleimt (Gaumen ?) gummäre Gurken (Zweibr.). gumnp. m. (sp.) holzerues Geſaß am Gurtel des Mähers f. d Wetzſtein numpt (0) Pumpbrunuen Bchalter des Wetzſteins z. Senſe 59 die gunn (13) einem anthun, die Ehre iv. gonnen) gunne, p. p. gegannt, gönnen, ſowohl Gutes als Boſes 87. gurdei (13) Bindſaden, ſt. eordel. gueche (30) zu Bett gehen, ſtz. se coucher. guss-cher (13, 29) Gänscheu (ſchwab gussele, ſlav gus; hus). gutschele, sich (se concher), ſich drücken verſtecken (im Beti). gutterschbrech (18) = gleich als ob; gottsprich, ſ. gott. gmder m. (p.) der Stoßvogel. S. Raardt auch Gevannname, z. B. bei Gershem a/Bl, ahb mhb. der hart — Wald, j. hart. Rädderm (18) Heppenheim. hädel, m. (26) ein Krautkopſ, v. hanpt. haben, han, ich han, du hescht, er hot; mer, er, sie han; ich hatt; hett, gehät (Bles); ho', ich hun, du hoscht, er hot; mer, èr, sie hun; ich hatt, heii, gehnt (8:) cbj. Kerzenheim, nur Juf. hun. — hede (Landan). ich hun (3), Anf hau' (6): ich hab (7); mr hen u. howe, Ptc. ghat, Jmpf ich hot, mr horre; dö hemer, d5 hener, dö hense. hadorrm (20) Heuboden der hAbschster (13) der Maßgebeude, die Hanptperſon hecheles (30) er hot m'rs zum h. (lerger, Spott) gednhn. hack, f. die Hacke oder Hane; auch hà (87). hackelbéschel (C) das gauze Verudgen; hackelbackel. häckele, p. p. gellickelt, Jeiuand auf dan Rücken tragen, fränk. huckeln. had-, Heiden, die Zigeuner; 13: e hademinsch, e. Zigermerin. haede-hiwwel, Gewvannname b. Gersheim a⸗l (1³): 180 ſehr oft ſind unter hade die Romer gemcut, und verrat ſich ehemalige röm. Auſiedelung imn Namen. hadore (29) Handorn, Waßdoru; deſſen Früichte; han- eppelcher, dah. hanappele, an Faftnacht betteln (30) häs (28) hauen, haeche (9) hauen. haed (4) Haide. haeddel-derrs (8) Hedelbeeren. haemeier (13) Gemcindedicner. hasmel-mis'cher (18) Geillen (eimche. Maus). haemlig (heimelig). Adj behaglich wie daheim; haemele, zutraulich machen (13²). hasmligkeit f. Heimgeſühl; h. hawwe, ſich wie daheim ſuhlen. haemers (heimern). Heiniweh haben. haerjoerpel (sp.) du kriegscht heut die h g'sunge — du bekomnſt Schläge u Vorwürfe. hagickl (26) Tannenzapfen; ſ. butzle. hah, pl. hahne, der Hahn (87). hahaart (18) Achat. häi. u. Heu. Drsbg. häirobber, m. der Heurupſer (ein eiſecer Widechacken). haigawwel, Heugabel; huhiubser, Heuſchrecke (87). hälhör. f. Heidelbecte (87). hälgane, f. Hagelgaus, Schneegans; ſigurt.: eiue dumme Websperſon (87). Hälljemoschel. Heiligeninoſchel (87). halskaut f. =— halsangel (12) Geuck hambelhambel (12) nachläſſiger Meuſch, hamballe (23) Tolpet ſ. hannhambes =— haunrabores. hammel beſchenutzter Kleiderſanm (auch breuiiſch mederſ u bair). hammole freiſen (15²). Rampäl (13) Johann Paul. hanhüche, hanbiche (29) und habiech, f die Hainbache, 8 habieche, Abj e habiechener, ein zäher, ungelenler Meuſch (87). hanbuttie (12) pl. Hagebutten; i ha'wodel. hand pl. hänn, 26: hinn, Hand. mit der h. druff trete (13 ⁸) = ſtehlen; 21: beihännig, ünfa beiderhand. auf der hinten Sate; vunhünnig, rechts, vunderhinnd, auf der rechten Sente. handätschele (sp.) handatschels, Kiderſpiel mit Steinen und katätsche, Kugeln. handdälle, Staucher (Weyhec). handieringsmann. Haudwecksmaun (Alſeng). hand-straech -straſeh (87) Verlobung (80.). han-duch (13 29) Schurze. hänegückel ha'giekel (26) pl. (sp.) die Kefernzapfen. hänel hannel (7) Händel, Strat; hannole, ſtreiten, ſich rauſen. hängei (2I) Trauben am Stock; eine Menge. z B Auder hankel-rock (13) langer Rod. hanns hambel (12) nachläffiger Menſch. Hammes Johannes G geluannes, katnos). hannig ſcharf, ſalzig. hännlumpe (1³) = hanzwehl, hanswechel (23) Handtuch "hannrabures, alberner Menſch. hannuch (30) Geſallen (hebr. channah, Gnade?) Rans-arem (18) Haus Adam. hänsche m. Handſchuh (87, Nord⸗ u. Weſtpſ; auch hän⸗ sching, wie cheinld.) Hans-drahb (9) der H. konumt am Chriſtabend mit dem Chriſtlind (Hans von der Trott, Ritter anf Berwart⸗ ſtein begraben in einer alten Kupelle ba Niederſchlelien⸗ bach). — hans, auch Zuchtſter (Zwbr). hasvel f. pl. hün'vdl, emne Hand voll (Blies, Alſeniz) häpel pl. lipelich (sp.) Krantlopf. 42 här, Interj. Giuks! härebei (87) härum (Vorderpf.) hoitterum, harehei! singen die bauere, han se kan sisse wein, trinken se sauere (87) häre (80.) Heiden, d. i Zigenner; ſ hacle. Harelberg (18) Heidelberg. harlber (18) Hadelbeere. harnessele (30) Weipen (Horuiſſe) harre, durrer Aſt Härres'm (18) Heidesheim. hart hart (3 ſchnell ſpriugen, Weſte lant ſprechen) Hart der (gen. hartes) Gebirgswald, waldige Höͤhe; z B hartes-burg, worans der Harz in Norddeutſchland. der bis ins XI. Ihhdt. hart hieß; daun die hart, gen hartin, harten (harten-burg), ſchon im Früh⸗ mittelalter Eigenname für den nordl. Abfall des mons Vosagus: Neuſtadt bis Grünſtadt. Erſteres hicß ur⸗ kundlich auch Neuss auf dem Wosichou (Waskegau) oder am Spererbach Vom Ende des XVI. Ihhdt an drmigen andere Schreibungen ein: hard, hardt, haardt, hert, hördt, vgl. Birkenhordt Das Wort iſi auch fräutiſch, bairiſch und öſterreichiſch; auch das hurt kommt vor. härtto (!) lleine Hürde z Oöſtdorren häsche (11) heiſchen b. i. betteln, e hinchemann. häseln, e knopp haselt unner das kanopee, verlänfſt ſich. hass-mellche (18) Haſenmänlchen = Löwenzahn. hase-löbche (Blies) Haſenpſotchen Kleeaut haseediere p. p hossediert, frz hasarder, wagen. hau (11, 13, 80) Heu. hau (13, 80.) Hen, in der haumache, Heuernte; 18 hau- hupser, hauspring, haupert, Henſchrecke. haufe. pl. hel'fe, m. (87) der Hanſen; der Getreidehauſen; vorb. hnülo, häuſen, Adj hel'ſig, häuſig. 163 haurere, fröſteln verhauret, erfroren. hauschtere (15⁴) ſchnell und unverſtändlich durcheinander reden (oberheſſ. hausle, Haufe von geeruteten Gegen⸗ ſtänden) haueder, f. Hausthüre (87). haue ére (s) Hausflur; ſchwäb, frduk die eren, ist arin, arn, dan arne, Hedſtätte. hauelaschter, n. (12) böſe Frau. ⁴haut oder nout = ent oder weder. hautere, sich (12) ſich am Ofen wäruen; ben holtz, Hitze hawwe, pl. häwwe, m. der Hafei. demin. häwwelche, 1. das Haſchen, 2. der Nachttopf. — der ritschhawwe, ein Hafen mit glattem Boden, der pötehawwe, Haſen mit Füßen; millichhowwe, rahmhawwe (87) 13: howwehut, Cylinderhut. hawewer, m. der Hafer (Nord⸗ u. Weſtpf.). hauewere, hauwere (12) hapern. hawödel, pl. Mwödele, f. (Alſeng) die Hagebntte (87). ba'wuddele, 30: howaddele. Aus hän = hogen, hain, Hecte, u. potte, holl botto, engl. bad, Auge Kuospe, ital. bottone, frz bouton; dies aud ahd pôran, ſioßen. hé, f. Otce höb k. die Hippe (allgem) — hob, f (bierheb) die Heſe (87). hebel i hiwel. hebgedrehter (30) kerl = verdreht hechze (21) keuchen wohl aus Rchze. hecke p. p. geheckt, gebären Spnchw wo der has ge heckt ess, do ess er geren. (87). heckebeere (Weher) Brombeeren. heecht. f. (13) Höhe. heernwarscht (30) Hiruwonrſt. heidihritsch (13) durchgegangen einiſcht, kain heide-pric, 64 böhm. gdi prye, geh' weg ſort' engl hie the prithee, aile dich ſpute dich heidudl (sp.) Dummkopf. heſs (29) Krähe aus Häher. heie, ſ. geheien; verheit, zerſtort. helnt. Adv heute Nacht, die nachſtvergangene und die nächſt⸗ ſolgende Nacht (87, Nocdpf). heisl (25) Häuöchen, er ésch ganz aus'm h., außer ſich. helwie (11) ſtrofen, auch gerichtl. (30) das Haar zerzauſen (von haube, haupte) hölings (12, 21) heimlich Adv vhelen belloch (13) Verſteck. hell. f. die Holle (87). — hallekrabbe, ein Teufelöknecht, man droht den Eindern: der hellekrabhe helt (holt deich (Alſenzg.). hellig Adj. hungrig und durſtig (auch bair.; auch = müde. d. h. behelligeri heim Subſt m. in der Verbindung axthelm. der Shel der Art; ſonſt Helm hem. pl. hemmer ob. himb, pl. himmer, n. das Hemd (87 hemb, hemder (7). höm, heim: géschte h., Ruf an Hunde x. Bennerich n. propr. Heinrich, Alſenzg Henner. Hennerjett (30) Henrictte. heppe (98) gebogene Handbeile. herbecht m. 1. der Herbſt; 2. Wenleſe und Zeit derſelben. herbschte, Trauben anheiniſen, herbschtlinger, Herdſt⸗ leſer. hering (4) ein mageres Stuck Bieh, auch von mageren dlrren Meuſchen. hern, n. das Gehirn. heroisch (!) hertiſch, barſch. herr (13) der Geiſtliche; hérre (sp) 1. Kieſernäſte, 2. alte Fhnte. 95 herrgottsunnowelt, Herrgottsſounenwelt; vun der h. nix (87) herrsch (13) herriſch, d. i. vornehmt hersch, m. der Hirſch, a herschlex (13) Hirſchläfer. hersche, i. (3) Hirſe. hös pl. hose, L. unteres Bein des Pferdes des Schweines (Nordpf 27) eigentl luchse (zſpr ahb hahsa = poples, mhd hahse, pl. hehsen, verv. lat coxn, fneſ hoteue Kniekehle. hischemensch n. (13) Bettelfcan. hetsch (12, 17) Eber. hottol Ziege, ban die Heii heuhupeer (Weſtr.) Heuſchrecke. hew 1. k. Heſe (Zwbr), 2. n. lurzes Handbeil (sp.) aus Hippe: ſ heb. bewwe, ich heb, da hebscht, er höbt, mer hewwen, Imper. hed. Part. pass. gehob; heben (87). hewewol, m. der Hugel, ſeanl. Hübel (87), auch ein großes Stück Brod = keidel, Keil, und frank ranke. Mbbee, hibs (sp.) 1. Stüber, 2. Hleiner Rarſch 3 Halb⸗ verictheit hier, Adv der hier herr, der hueſige Geiſtliche (13); vgl do. hikelen anf dinem Fuß hupfen; hinken, hiker (4) Walzer (Tang). hinkel. n. das Huhn hinnerkallig (Weſtr, Drsbg.) hinfallig, alterbſchwach (12: rückfallig, auch ſinanziell) hippeldänzig. leicht ſpringend (Weſtt) hupſen hippig (sp.) taugluſtig, lebeusfioh (ſ hupfen). hippior (Weyher) Scholtiſcher Tanz hlasié (Weſtr) frz huissier, Geuchtsvollzieher. hitmt. f. (12) Hitze. hlwel pl. ebenſo, m. Hüdel Hügel; (20) ein großes Stha (Brod). 26: hebel; Adj. hwelig, lügehg. 66 h, hum, wie? ho, haben, ſ d. hobbedidel (sp.) berkehrter Menſch. hobbele (12) hüpfen; das isch gehoddelt wie gebodbelt. hochzeidr (9) Bräutigam: die hochzsidrn, Brant. hofgering (98) Umfaſſungsmauer: j. hofrait, der gatze Hof. hofiere, verb. p. p. gehofiert, den Hof machen hoitt oder hott, interj; rechts! (Fuhrmnaunsausdruck) hoit⸗ terum ob. hôtterura, rechtsherum (87). höke (sp) 1. Halen, 2 Gelritzel. 3 ſteiſer Menſch höke, m. der Halen hökebluck, Pflug ohne Räder. hol; ich hol, heischt, heit, mer holen; Imper. hol. p. p. geholt (s7). Holle er geht mit de H. = es iſt nicht richtig bei ihm (geiſtesgeſtort). hola-stobber (13) Korlſiopſel. horäxig (sp.) einen — machen, erzürnen. härchel der, Schweratmung Rocheln (sp.) den Totehörchei haben. horch'm (18) Houtheun hord, pl. horde, f. Horde, ein Geflechte zum Dörcen und Aufbewahꝛen des Obſtes (87) horke 1) krrmme Beine, 2. kaumme Stieſel (ep.) als verd trinm gehen. hormal (21) lachter Nauſch; vgl nordfeänk. hordel, Schlaa. Stoß an den Kopf, in Naſſau beides: horbel. hor-esel (13) Horuiſſe. horrnez (18 Horniß): Weſpe; ſ. nelangler, harnessele. hér-schörig (12) ungezogen; do scher ich mich ke' hör gar nichts = daran liegt miir gar nichts. hoschpes, m. (12) ein närriſcher Karl (lat. hospes, Gaſt, Fember). — 3 hosse, pl die Hoſen (87, 7). hossie (28) Lausbub. hott hutt, f. geflochtener Korb (7). Bütte auf dem Rücken. daher: hott (Weyher) Ziegenbock Schimpfname; ſchwab die hacl. Ziege, verachtl. (n. lat. hocdus?). hottischt (1!) ſchwach acbrechlich. hötzele p. p. gehotzelt, anen auf dem Ricken tragen (Borderpfalz). höddöätel ungeſchickter Menſch (sp.). houes (26) Hoſen. höwel (14. 20) = Bengel, großes Holzftuck, 26⸗Böſchung: ſ. hiwel. howenzele (14) ein Kind au Kopf und Jüſten haben und hin⸗ und heiſchwingei, 17: beim Hanſbrechen einen Dazukommenden hin⸗ und herzerren, bis er ein Trmt geld zahlt. houienzen (11) früher bem Haufbrechen: jen auf den Boden mit dem Hinterteil aufſtoßen; 12: hernnohlzen. house (18) Hoſen. e huck (7) ein Sitz im Wirtshaus. hucke p. p. gehuckt, fitzen; sich h, ſich ſetzen. hudelwael, hudelstroh (9) Strohbund (Bles) ans wurem Stroh. höfen, zurückgehen (allgem). hulche (sp.) ſuh ailig davon machen ſorthnnwpelu. hu'lle (sp.) aus: hudein, überalt etw. ihnn auch hu'llige. hullig (sp.) ſtrubelig, eilig übereilt. hull'well (sp.) Garbenreſt auf der Dreſchteme hutwer, m. ein Stoß; gew em e h. (Blies). humborg (Weſtr) Hombuig humier (9) Hummel, humlersuckel. hunnert, hundert. 68 hunnig m. der Honig hunnig — hannig. hunsricker = Oberwind (7) Nordwind (vom Hundsrlich. häpse hüpſen (Weſtr) hürepupe (7) Herbſtzeitloſe e hurnigelt (sp.) es ſchuett und reqnet durcheinander; =— ' goowedet (Weſtrich. Vambach). hurras m. ein mntwillig ausgelaſſener (unbedacht 12) Meuſch sich hurrere (sp.) ſich im Sand wälzen, v Hähnern (87). husch vom bann! (13) mach' dich ſort! husche huschie (12) ſchlagen; allgem der Huſch, die Huſche. Ohrfeige. Schlag mit der Hand; Ptc. gehuschit (13). huss iſt ein Hetz⸗ und Verſcheucheruf, ein huſch huſch; verh hussen, hehen, an⸗, aniſ⸗, aus⸗hussen. huss, pl. hdeser (13) Haus hasüre (13) Hausflur, fhau⸗ sere; hussire (13) Hansarbeit verrichten. huss (sp.) die ein umherlaufendes Franenzimmer hussich (90) = le huitsier: Gerichtsvollgeher. hütche, do hockt's un hot e h. uff = daraus ward nichts hutschele ein Fullen. hutechela auf dei Armen an Kiud einhüllen (Blies). hutzel. pl. hutzele, f. 1. gedörte, ganze Biruen; 2. Tannen⸗ und Kheferngapſen; 3. s alti hutzel, eine alte zuſammen⸗ geſchrumpfte Frau Auch das p. p. verhutzelt. hutzele (Kaiſersl) Tamenzapfen hüwel, f pl. huwele, der Hobel. „du kannscht mer die h ansblose“, du kannſt mir nichts auhaben. — verh. hüwele, gehuwelt, hobeln huwelig (15⁴ Weſtr) hügelig s hübel; ſ Miwel. hüwere (30) Hauhechel. huuiieee (13) Hufeiſen. 6 9. ſa ja einſache Bejahurg: f ſo. ſaab (18) Jalob. jackere (Weſtr. 87) Pto. gejackert, jagen beſonders mit einem Gefuhrt, 27 ſpringen, sieh abjakere (12) ſich abarbeiten. jäckere (p) jagen, ſpringen, das gojäcker. äNr (30) Jäger. jängere (sp) wiehem; weinen v. Kindein. ſängerig (12) ſtark veclangend (Kinder), von ganen, ſ gam⸗ merig. fängelo (18) nörgeln Hagen. jäschtes pl. (gestus) Fare (87). ſast m. Zorn, Grimim Aufwallung (12. 21) Haft. verb. jaschte, Adj. jaschtig; ſchwüz jast Garung. Fieber⸗ aufwallung, ungeſtüme Haſt; ſchwab jast, fäst, daof; mhd. jest, gest Schaum jesen, güsen, u. dazu faktitiv gären. jauere, p. p. gejaunert, jaiunen, Hagen (s7. 1) jaune- rig (12) mißvergnügt, unzufrieden — kranglich. Vgl. ſchweiz jaulen, jauren wehklagen. jauseln winſeln. Idrige, p. p. geidrigt, wiederkauen. Eigentl. wiedertiechen oder ſchmecken agſ. ed-recan, ndj idrikan Oit = wieder), ahd. ita-, itu-ruchan, holl edericken, bair. ddrucke. Der itruck das Wiederkauen (vgl. lat. eructare, rulg). minare, dge/i Im deutſchen irrig mit drucken in Ver⸗ bindung gebracht) jeb =— jkeb — schak, Salob (29). jedde jedehe, Henrietie (ii). ſell (9) jenes; dess un jell (oder sell). ſoller, pron. demonstr. jener (Zeistani) jelemol — selemo ſenesmal (7) 70 jemerlichkete. o —1 Säinmierlichkeiten. lerj, u. propr. Georg; Zuſanmenſetzung: Hanjerr, Johann Georg (87) jerje, hausjerje (29). jeschdes mache (13) viel Weſeus (gestus) machen. jetz Adu. jetzt; auch jetzert (7. 26). 1 (30) Igel. Hierig. irrerig, m. (sp.) das Wiederkäuen; das irreriglraut, Pflanze die es beſordert; ſ. idrige. imhe (21) Impſe, d. i. Edelreis, Pfropfreie. imbs, ans Imbiß. pl. hbser, n Eſſen. die Mahlzeit. „' ess imbszeit“. Beſonders ſeſtliche Mahlzeit: höchzet- imbs, leicht-hmubs, e gross imbs (87); demin. (1²) e ins'che. ime die, pl. die Sienen, ſchweiz imme, dem. imche, das u. das Bieuchen i. e. das einzelne Tierchen (Blies), immekaͤr (9) Bienenkorb. imée (8) Ameiſe, 25: ims. imess (4) Biene. ima f. f imbs. indem dass (9) = weil: indem (13) beinahe. inditzel (30) kleiner Schwartemnagen. ins (11) nein; 26: inna. innswenzig (15) inwendig inschlichch (sp.); = unschol (Zweibr.) n Unſchlitt. Talg. insle. n. (13) Inſel. iwedire (9) euladen = invitare lat ja ja; 1. — a gar? wirklich? 2 ja doch ich kumm jo; joJjottell ja ja; mit jo unn us = in ainem Augenblick. ſoch⸗nägl (12) bildl, dunmer Menſch. ſockele (15⁴) dinch Hin⸗ und Herzerren losmachen. joker, teuer (21) feil (hebr zägar). lſowwo, Adv (hier oben) oben (Zeistam Weſtr). Ipe, m. Gyps, dav. das verb. trans. ipse, aypſen. Gyps ſaen, 87. 71 iterich, ktrich, ſ. ldige. zu. ſist (²) Zuruf an Zughere = vorwärts. judekersche (29) Tollkuſchen. ſungo frà Gedpf. Raſſau) Dienſtherin (fra iu der alten Bedeutung) iſunne. Adv. (hier unten) unten (Zeiskam. Weſtr.). füre gejurt (80) garen, gegoren; pire (7). jureziere (sp.) judigieten. hwwer, jwwig, Praep. über. hwewerricks (25) veclehr, überzwerg gucke = ſchielen; 12· adj. twwericksig. wweerzwecg ad. eigetk, quer;, dann eclehit, ungeſchicht e lwwerzwerger kerl, ein ungeſchickter, verkehrer Menſch (Weſtpf.) K. ka, alt. kAw, Zufluchtshiltte für Bergleute. kabb. pl. kabbe, I. die Kappe, die Mutze. Spüchwo: gleiche brieder, gieiche kabbe (7). kabbes, weißer Kopſkohl, lat. brassica capitata alba, holl. kabuyskool, ahd. chapuz, mhd kaboz, kabez, ſchweiz kabis u kabus, ital cappucio, alles aus caput, Kopf. der kabbestand (sp.) mageres Pferd, an deſſen Huften man die Kappen aufhängen könnte. käbbries (90) caprice, frz. Laune, Eurfall. kabeniere (18) tötei, v. kaput? kabital (30) Kapital; aber ſcherzw. =— Kopf.: eich schläm Fr uns k., dass dr die Zuise in de bureseckel (Hoſentaſche) falle. kachel (98) Nachtgeſchirr. kadésm (9) Katechismus. 72 kasm (9) geheim kafe äss (7) Pic gase ſtatt tünken, getrunlen. kafrus (21) Genoſſe Gefahrte; v. hebr. chabar. kaih (9) Spitzbube, bair keib(e). Aas. kal (13) Goſſe; vgl. Hohlkehle. Kl⸗spicder (13) Juſtſpeicher. kalb, pl. kelwer, u. das Kalb. kalb Moses, dummer Kerl (8 25, 87) mubkalb (mondkalb) ein geſpenſtiges Kalb, plumper Menſch kalenner, kolenner, Kalender. kalk plicks (23) Madchen, die beim Lanz ſitzen bleiben müſſen k. pl. pflücken (Mauerblümchen) kälwein f Kalbin ein Rund, das zum erſteumale kalbt (87, Nrdpf) (9 kalwenn). kamélie, die Komodie (13). kämsrlich, lummerlich (13). kamm (21) Mähue des Pferds; der k. steigt ihm. kanpetze sich rumk. 2 sich rum balliaschte, ſich herum⸗ balgen (12). kampt = 1 Malter in der pf ezveibr Windmühle zu Stadt ecken = 1g der gemahleuen Frucht kann fann; 7: ich känn, mr känne; ipf. ich kinnt oder kännt; gekännt. kan taus Gehann) Freterieh (25) Johann Fneduch; kans⸗ traube, Johamüsbeeren, kanwillm (9) Johann Wilhelm. kanaichs (26) demin. zu canalle. kandel kanel (7) Anne, Dach⸗ (u. Gaſſen⸗) rinne, aus lat. eanalis; pl. kandel, kannel. kanneln, unnen (13) der schwaes. kandlier (13) Kanonier kanedett (13) frz canapé. kapores = kuput, tot (Votderpf, Bayern jüd. rabtm capporeth, Snhnopfer?) kappestoster (91) wohl von kappeskraut, der Engerling. 73 kapaworm (¹) Engerling (kabbes, Kraut). kar, kaor, ime-kaor (7) Brenenlort (got kas, Krug. Tonne, ahd. char, kar, Schuſſel, Waunel kär (98) Schäſſel, auppenkar. kärbs (Weyher) Kurbis karch, karich Weſir.) Karren (5) alter Wagen. käre (9) gehoren kärl (9) Karl. kärling (13) m. ein Bicrtelgemäß. karmenat (21) carbonade. karnitzel (9) Bitriol (ob verw. mit oſtfrieſ. karunutje = göttiug karndte, Spießgeſell?) karrer (sp.) 1. Kater; 2. dickes Frauenzimuier. kärscht, pl. kärscht, zweiziuhige Haue, Karſt (87). kärt, f. Karte, so steht die kärt (87). käs, (18) kann ich mer el k. gin = ctwvas einbelden: mach dich nicht so kasig = thu' nicht ſo groß: käsig plaudern (23) dunm plaudern. koschti (Weſir.). Blieskaſtel. kaseweck (!) enge Frauenjade, ſcheub von kasuben; abe vgl. rieſ. kassaken (ip. casaca, Mannsrod, it. easacce). koskadegengersch, Kasladengeherin, verlchtl von einer Fa⸗ aulie zur andern moien geheude Perſon. käskor (26) Geſtell zum Kaſetrocnen, locheriger Topf ſiu die Saſiermilch käspefe, aus dem — sein (7) ruppeln; aus dem Hauschen ſeiu. kästen keschte, Kaſtanien kestroll. Terzerol (⁶) Piſtole; einem das kasserol ver sole (15³) wehethun. 'schnell Kathrine. Durchſall, Diarthoe (p katarth). katiem (26) Ratehismus Kott (rdpf) Katt (Vorderpf). Katterine, Kattrine, Kattche Kattche, N. pr. Katharine. 74 katzeköpp (13) Böller. katzoläf (5. 27) oberſter Teil einer Scheune. katzepore. Katzenpſote kaube (Gehaube?) m. eiue Strohhaube namentlich auf einem Bienenkorb (Alſenz). kaubele und kugele (12) hinfallen. kauchen () fauen kaue verkaue (ic) ausplaudern (aus keienj. kaul, f. rundes Loch in der Erde (Blies). kaulkobh, m. Kanlquappe (87). Räwäzig (11) ungeſund, ſchlecht entwickelt, vg' ſchmolkald. e kibes, unanſehnlichei, nnappetitlicher Menſch; verwo. keibig von keib, Aas und Peſt. kawerschlawerschem = Utopie, wu d' gäns hoorbeutel tragen (sp.). kazoff, kazuſt (üd.) Mebger. kebbche n. demin. b Kobb, 1. die becherſörnige Obertaſſe: 2. eine kleine Anhohe (87). keer geſlochtener Rüdkeukorb; fränk. die kötz, kötzer, Wetteran die kiz kehrsch (30) im Eſſen wähleriſch (v küren. wahlen) keib, m. Tagdieb (Bles, 26), auch Schimpfwort; boir. Aos keici (9. 20) Keil auch = großes Stlick Brod. keidie (26) quälen; keilen, drangen (heſl). keier-esel (7) sté-esel, Kelleraſel kelſisch, der (sp.) Kolſch, zu Bettüberzägen. kenn, die (50) Kinder; sehuler-kenn. könnetzig (12) ſchwachlich abgemagert (Kiuder) wie aus dem keunetz, Kindsnetz. keppig (12) eigeiſiiig: von kopp. kerh, kerwe, i. Kircpocihe kerberich Kiriberg b. Homburg (eſ Koörperich b. Saarloms). kerbs (3) Rüirbis. 75 kerf = Kerbe, Kerbſtock. kéren, pl. kèren, m. Kan (s7); den kère sehlan (17 ein Spiel. kéresreiter (30) Kücaſſier, v. la cuirasse. kerns-gut (20) ſehr gut, gut im Kern. kersch pl. kersche, f. die Kirſthe kerschl (16) kérsche (17). kermes, f. Kirchweihe. kés, m. Käſe. weieser kis, handkes; jener anch wacher kas, dieſer härder odet fauler kes (87). késchte pl. Kaſtauien (9- auch Unkoften) ketsch, unreif, weich kewig (4) Käfig k8z. f. der Rückentragkorb, Kieze (Nord. u Weſtpf) ſ keeze. kibbes machen = Halbpart imn Diebsgeſchaft, hebr. kippoh. kilhe. m. Kolben, Blies: Dreſchflegelkolben; 87: auch die Achren der Spelz. kimmelmautz (23) Kümmelbrodchen (mutz mauzchen, Backwerh. kied, kinn, pl. kinner (18 Blies) kinn; anner kinn aes geschwisterkinn, Geſchwiſtecenkel (13). kindche (30) Pupille, Augenſtern. kiume'm (18) Kindenheim. kirohobb (13) Karchhof. kisch (13) kamn, ganz nahe, vgl aachen. der kitz, das kitt, litzche, ein bschen ein Welchen kischeis (25) kühschiss = Lbwenzahn leontodon taraxicon. kischt pl. schte, f. die Aiſte (87): de benkkischt, eine Kiſte, die zugleich als Bank dient; in derſelben ſteht haufig im Winter die Milch oder ſie dient nachts als Kinderbeit. kies (is) Nes. Hisse, n das Beukiſſen die Eusezieg, der Kiſſenllberzug isij kitsch, f. (12) Inſtrumem zur Reiuigung des Backoſeus von Aſche ꝛc. dem. kitschelche. 76 kitt ein Flug wilden Federvichs (Kette). kitaelste (9. 25) Kieſel. kiwix (4) Kibitz klabbere (14) = plappern, ausplandern. klaiber (98: Kleber) Wandverpuher, Tüncher. kläm f Goſſe. Straßeminne aus: Klamm (Blies) klamm (13) feucht, zähe. kienme (11) den bäm enuf k., küimmen, 12: Hemiuen, s werd sich klemme = e wird ſchwer ſein kismme (18) den haunef, brechen: Klammkul, Brechkant fur Hanf. klammhöke m. (ord) Haken z Ranmen d. Goſſe, Schuapf⸗ nanie der Bauern. klappere (26) kuallen, mit der Peitſche. klau i glau. kleer (90) = frz cero, Bureauſchreiber. kie"-hengst (7) eine Traubenſorte. kiemm (30) = klamm (13) "klenne ſ glonne. küicker, ſ. glicker. klngel, f. Kltuge, Schelle, f klüngel. kitsch, f. (13) Qnaſte; klitschekupp, Zapfelmuitze klôwe, altes Pferd (15) marr, 13. kurze Pſeiſe, Klobennagel. klübbel (13) Kloppel klut, f. Staknadel, auch ban. (ſchweiz glufe, steck- oder hürgliufs), vgl. angelſ. clufe, die Aehre kifl (9) ſonntägl. langer Bauerurock, in der Gannerſpr. klaſt = Rock; heſſ. Frack tafichen, dünues, enges Kleidchen. klumpe (12) Holſchuhe (13, 15). klumpe (sp.) I. Klumpen, 2. Holzſchuh, dimin pl. die klumpelich klngel (Weſtr) Knäuel, verb. klingele, Gamn auf ein 7 Auäuel wickeln, klingelstock, (Weſte, Nord) ahd. chlungilin, chlunga, ſchweiz klüngeli. kiuschter (3) Kloſter. knaerfsle, krſchen mit den Zähnen (sp.) knapps (21) kaum, nicht ganz: lanm hireichend, v knapp. knätsche (12) ſchmatzend eiſen. knätschig, Adj. weich, b Bſob; 11: unreif, u. Obſt, von knetschen, kndtschen, knitschen (p. kneten). knausole (15⁴) durch die Naſe reden. knebbere (26) ſchelten; v. knuppern. knécht m. Kuecht, Spiunradluecht; auch Koſewort mel' knecht (87). knsiplo (26) Fingerlnochen. kndbel, Schneller dam a. d. Sürue. knerbele, nörgeln; e knerbeler (87). kneschbele (29) Mispelu ſo Knospen²). knibbsl (13) Kloppel (Knubel, Ktans, naſſ knaupe; Fiuger⸗ knöchel). kibbes (18) Egoiſt. kichsl (30) Kuochel. knib (Blies, Weſtr) sich eninn knié, tuchtig zulangen (b. Eſſen und Trinkeii). kniper (!) = ke-hengst. knirwes (13) Knirps. knoddein, pfuſchen (15 langſam arbeiten, eknodiel-aerwet. knoddere (87) gekuoddert, beifern. knorzs, 1. aufgeſprungener Rand des Brotlaibs, auch knbri, 2. kleiner Menſch. Anirps knuflo, mit der Fauſt ſchlagen, quäten Akuauf, knäbei, ſ. knibbel). kschem (21) klug düukelhaft, hebr. chakäm. kochst n. (i) ſür dine Mahlzeit beſlinmtes Maß. 3. B. e k. erhsen. ködere, Sprechverſuche machen (von Kindern) zu ſprechen 78 onfangen (got. grithan), mhd. queden, engl. quote, ndd. kodderen; vgl. köddern, plaudern, ſchuattern; kaudern, ſchwatzen. Kanderwelſch). kohl = gaudi (sp.). kôls-kremer (25) Kohlengräber koschshlo (sp.) blau im Geſicht., wie Kolſch i kellisch kokt pl. kolte, f. (21. 87 eheiul mdnf nalſau), Schale v Rüſſen Kaſtauien ꝛ kolte, gokolt, abſchalen; sich k., ſich mufleiden. kolt dieh un i6 dich ens hett (87) auch quälen ſic. komme (3) i kimm. kompèr (12) Gewatter, frz compére. kömnen (sp.) pl. m'r kinnen, elr k., sie kinnen, gekinnt. konschà. Abſchied, frz le conge. koos (90) Rahtshandel, frz. la cause. kooza jem. auf dem Rücken tragen i keeze. köpel, u. (7) Bdieſmtarke, Kopſchen. kopp. pl. kepp, Kopi, Anhohe, Berggipfel (87) e kopp drucke (11) übel gelaunt ſein; ich steck der de k. zwische die ohre, ſcherzh. Drohung an die Kinder. koppisch (26) eigenſinnig frz entete. kore m. Koden, Platz am Dorf b. Limbach: ſ kotten. koren (28) verſuchen, wohl aus küren, wählen. kéres (26) aus chorus, Rotte, Geſindel. korianner (26) gleich egol. Nach dem Spnchwo. kümmel un korianner, is eener wie de anner. korrer (13) Auswurf; ſchweig. Koder, desgl. Speichel. korst korscht (13) pl. korste, f. Kruſte metathesis von krost, demin. körstche, körstcher. 13: e körschtelche. körz. Abj. furz; kerzer, der kerzste, kerzlich; der korze (Weſtr.) Branntwein; de k. petze oder pitsche, Br. teinfen; er is an de k. korume. kérza p. p. gekoorzt, auf dem Rücken tragen, ſ. kooze. 79 koscht, f. (13) Kiſte; Feſtauie. kö'skei (9) Conſknibierier, Rekrut. kotten, die kode cheiſ. der und das kode), ein aus dem Niederdeutſchen ſtammendes Wort: die köte, könete (goͤtring.) Köhler⸗, Jager⸗ Hirtenhutte (u altn aliſchwed. altdän. kot, nhd. kote, engl. cot u. eottage). Ein ein zelnes Haus ohne Feldgütet, ohne Anſpauuvich u ohne Nebeugebaude. Der Beſitzer: koter, koterer, Kothner, Koſſäthe ain Hintecſaſſe, Brinkſitzer (Griwm, Rechts⸗ altert. S. 318) daher heſſ. Aôder, kodener; an der Diemel noch = Dorfbewohner, der uicht Aderömann iſt = Söldner. kottsgroserlich (i!) tüchtig fämmerlich durchöliuen (gott, gross), vgl gottselend, gottsjammerlich. kotze Ph. gekotzt, ſpden hüſteln; der bfanntweinkessel kotzt, brodelt auf (87). der kotze (30) Huſten. koul (14) Vechefung. Loch f. kaud. kowel der (sp.) Buſch Schopf, -ſerch. krabb (9, 25. SO.) Rabe (ahd hraban, hram, altu. hrafn). krabbe, m. (87, 26) Miſthaken mit dui ſchuig ſtchenden Zinten 2 86: auch krapfe, zweizikige Haue im Stall oder zum Roden krabsche Pte. gekrabscht (s7) kabſen, d. 1. teraſſen, auf ſangen. krachbèrbel (23) alte Kuh krachein, pl geröſtete Weckwolirfel anf der Suppe. krachert (12) unſutlicher Mann. kräen-au n. Krähenauge (Hühnarauge a Fuß) (26) kré-ache. kräge (²⁷) pl. alte Reſte des Rebſtockes. krägele 1. niederſchlagen, umbringen, 2. die Banmrinde ringsenn halb abſchalen (sp.) kraköle, Lärm machen (götting kraſölen; kragell krackeln, zanken ſtmiten, ſchwed kruckh.) 80 krammantes, Umſtände, Komplinente Ziererei; ſränk gra⸗ mantes, kramanzen (aus charmant?) kramme (12) kratzen von Katzen. krampe (15) ein alter — = Gaul, aber auch: = krampf (15) kran (9) Grüte, 13: krane. krangis (12) unzuſricden ſein (13); Abdj kranglich, snbst. a krangier (alt: krangel, Rot und Bediangms). kransen kuarten, ſ rangse. krapfe, ſ. krabbe. kratte (i2) läuglichrundes Körbchen; egemil Wagenkorb (Ammerg der kreds, Kotb nnit zwe Haudhaben) krätzbürschtig (13) ſiartkopfig, von Kratzbürſie. kraut (9) f. Kohl. krazie (11) Streit ſuchen; von krstzen. krebert (4) Kropftaube. kreiz. 26: der hots ausm k, er braucht ſich nicht mehr zu plagen, dei hat ſein Schaſchen im Tracknen krémse (15⁴) dincu die Naslbcher zuhalten. krenk. f urſpr. Krantheit beſ. Seuche krie die krenk, dhi bellmannskr. 19 (die Bettelmannslr), däss iss Gi alleiäremscht wus nor gibt. kreppe, ärgern (aus gräben, ſchwäb belimnneru, bair. gran) es hat mich gekreppt (12) 's köhbi'n gar arig (30). krepper, harte Birne von zuſammenziehenden Geſchmack. kreppis (11) Streit ſuchen krass (9) Kreis, anch kräs kresch, m. Schrei; des is der letschte kr., der letzte Ver⸗ ſuch ( B Wiriſchaft pachterh) v kreiſchent. kribs (29) ausgelaſſenes Schmalz; i griben. krickse (13) kuarten, krachzen (bair. grigeln, heiſer reden. hahl huſten, ruſſeln, grigli, heiſer, auch krigeln) das krixel, die Grille (sp.). krid (18) Hahnenfamm llat crista). kriege, belommen, du krischt rabunzcle u. schnecke- schwänz = e silbernichselche un e golde warte- weflche — nichts. krimmol, In. Krümchen, an wenng. krimmele, p. p. gekrimmelt, zu Krümchen machen. kripp. f. Krippe. krippebiaser, ein neidiſcher, ſtreitſnchtiger. rechthaberiſcher Meuſch. Krischtſan N. pr. Chriſtian (Dtäbg); Krischan (Alſenzg. Bhesg); Krischdine, Chriſtine. keitzegro (9) katzengran kritaig (sp.) Abſalle von Nüben Aepſelu krittche (13) Kräutchen (. krutt). kritel oder plattel? Kopf oder Wappen? kriwele (p.) grübeln, nnterſnchen. krobde, m. der Krappen, Stallkarſt (Bües). troddele krottele (sp. 26) krabbeln. kroele, auj allen Vieren krabbeln (sp.). kreks, Lockenhaar (30) vgl. fränf. der krolles Flachsreiſe lrom krempel (der Krani) = Unordming. krott f. 1. Kröte; dich zofl die kr. petze (tncipen)! 2. kleines Mädchen. kleene krott. krottegickser, m. altes ſchlechtes Meſſer, (bair frosch⸗ gickser). krotte-ajer, Kroten⸗ und Froſchlaich krozza. m. Krutzen, Kernhaus; dav abgeleitet verb. krozze. deu Krutzen abſchneiden Bildlich ein lleiner Meuſch, cheſſ. grotzen, bair. grübs, gröls, ſonſt auch die grips). krugss (17) der Lockruf der Tauben; krugser, Taubetch krumbel (12) Falte, ans Krümmct, verkrumbeln, verleulppeln. uwirſch machen krumbire u. grümbère (13, 29. Weſt) = Grundbirucn, Erdbirnen. krumbirebäuch, die Weſtricher, Schimpf⸗ name. 8² krummels (12) leiſe murcen. kruppos Kirps (v. Kruͤppel). krüschtel das, Krnſte krusele (7) Loden von kraus. kruesel ſ grussel. kruesellg, ach. kraus, gekrauſelt. krusselkopp, auch bloſ krussel, m. ein Meiſch nut krauſen Haaren (Rord) 13: kruwwelkopp. krutt (13) Kraut, demin. krüttche. krutze (allg.) Kernhaus des Obſtes, ſ. krozze. kubberſing, der (sp.) Morſer zumn Stoßen (aus küpferling) kupferues Gefäß. bair. Waſſerhafen. kuffert, m. der Koffer (21, 26). kdhpriester (2) collostrum vaceinum, auch bar. und ſchwab. Kuchen von der erſten (Bieſt⸗) Milch der Luh (Opftz. kupeter, engl abrister, isl. abrister, dän rà-melle — rohe M). kuhschieser (⁴) Löwenzahn, leontodon taraxieum. kukdk, Spottname der Sondernheimer. kulenner (7) Kalenider. kuliss (Webenheimn) kuless, Graben; aus frz. la coulisse, Falz oder Rine einer Kordel. kull (13) Grülchen, Loch; ſſchwetz küle, külli, u. zum Klickern, Märbeln; ſchwed. kula, holl. kugel; aachen kull, koule, zoTtog ?) lehm-kule, hanef-kul; 13: gebb-kun, Gyps grube; kullekopp (13) Kanlquappe, Grhndling. kumbehel (13) = eapable. kumbche, n. der irdene oder der porzellaneue Kaſſeebecher (87, bair. kumb, kimbche, Schuſſelein) kumbe m. (13) Tümpel, Wetzſtemnbehalter (bait kumpf, kumpfel; ahd. kömpel, Teich kumpe, Waſſeebehälter). kumsdikants (13) Komodianten. kumerad m. Kamerad (s7. 8 .— kumnmche (23) Taſſe; aus kumpe, tieſe Schuſſel. Napf (aus lat gr. eymba, mhd kumpf Schlotteſaß). tmne, kumm (3: i kimm) kimmscht, kimut, kummen. Imper. kumm, Conj. Imperf. kaem Xc. Part. pass kumm, kommen. Drsbg. kümmet, pl. kummeter, n. das Kuimmet ddes Pſerdes) 87. kunp (11) Waſſertümpel; Kumpf 25) Wetzſteingefaß ſür die Maher, ſ. kumbe. kunparent (1s) = korpulent. tupeer (29) Pate; ſonſt Gevatter, ſrz. compere. tn k. (6) Keſer Fohre (Kieri). Kunrad, n. propr. Ronrad (§:) das ist ein Kunradsleben u. eine Hampeters Zucht (23) kunkistubb (9) Spinnſtube knkbanſe (9) Schmugglet ffrz contrebande, auch Adj kunterband = vorzüiglich (a). kupter (13) Koſfer. kurreel (18) Koxbchen, Backtorb. ttach, f. Miſtbeet (erw. niit heſſ. der kutz, wirrer Haufe?) kuwert leichte Oberdecke im Beit. kutwein (2) ſchoächlich delicatulus. la (21) Lauge. s. lad (8) Laub = 16b (9) = Iüw (25, 26 labbes (11) großer, träger Kerl. lacke (5) er horen gelackt, er hat ihn beohrfeigt? loder (Kriegöſeld) Leiter. Ldmadel (9) Brantſuhrer. laeb (25) Laib lab, pl. Ib, m. Laib (rod) 87. lfe lauſen, ſ. katzelut. 84 iäfele (7) ſchälen, Näſſe (fränk. Iüufeln, laſeln, nust, erdsen-füut, Schale, Hulſe, gr. Lnter, bohm lupins. lafféht (26) ich ha (hau) der ens uffs 1. (Mund); verwv. lefze u. läfern, Hiugemaul (bair. Wald). laffinett, altbair lavenetla dus frz A l'avenant, ital. all avenente = lach Verhältnis. laffoor, waschlaffoor = frz lavolr, Waſchbecken. täfze, m. (25) Lippe, die Iſz, Nordpf. 13: leschbe die lawwei (sp.). tag (9) Lauge; 25. 26 lch. lägele, laigele, gelsgelt, gelaigelt, leugnen. läj pl. laje, £ uaſſ. heſſ lei, lai, holl lei. mhd lei. aſ leia, Schieſerſtein od. die Schiefertaſel; dav lajedecker, m. holl. leidekker, der Schieferdecker lailach (9s) Lein⸗, Beittuch. läine (25) leihen. täm-ärsch (25 u. ſ. wie fräuk.) lahmer, ſeiger Menſch= lümachtsheimer. lämdbeln (ss) ſich herumtreiben (anl, liſtig). lamberie, f. Geläfel r le lambris. Eme, m. (1), Lchm; lümesehta, luftgetrockneter Lehmſtein⸗ dreck unner de läme mache, auen Plan ſtoͤren. Lamerschm (18) Laumershaim. Eämerwtd (!) = pfalz Mausbhrchen fränk. Nürnb. Schaf⸗ mäulchen, Rapunzeln (Rowinzeln). lammel Meſſer (rub. von frz lame). kan (⁷) Schere Gabel, beimn Einſpäuner (25) Deichſel landa (7), landag (26), landig (Frantwlr.) Landau. tout awer Landau (sp.) Tod oder L. länder, pl. landere, f. = la lanterne, die Laterne (Blies, Aiſenza.) tangs mich (12) au mir vorbei (frz le long). langwid (:) Wagenbanm (atd witn, Hold. 89 lntert, langgert (21) lange Gerte, d. 1. langwid, Langs achſe, nnter dan Wagen. loater (12) Laterne; frz Ia lanterne. die lapp (sp.) Mund, verachtlich lappes (88) ſchläftiger Meniſch lappmaul (14) Großſprecher. ire, m. pl. laere, Feuſtetladen. Mach de lare zn. kummt e gewirrer vou Schallorebach (Schalloden⸗ bach) her (87). hrig (gelarig) mutlos. Eschterlich (. Laſh vn, unmdßig viel (87). s laschter wei. ltsch, lätschl (9). Pfühze. lätsche, ufllütsche, aufthauen vom Eedboden (otd⸗ u. Weſtpſalz 87) bair. letschet (Nürub. litschet) weich tigig. hatachor (9) Latz lattwerj, k. be die Obſtlatwoerg; ein Tianbeumuß (87) u. lat electuurium. loh (26) herabhängendes Stuck eines Kledes (ahd. Schlige. Feiſel, Saum; Ausb letz, Schleife zum Zurückhalten. ſrz. lacet, ital. laccis v. lat. laqueus, ſchweiz. lätsch. hte. sich — laben (12. 88) ſichs ſchneckei laſſen Htzebatzel (9) Geſpenſt lätzel lätsl, (26) Leitſeil. laudemium, ſtaatliche Permntotonsgebuhr be Bechußerung von Erbbeſtandsgintern, vom neuen Beſtander zu leiſten. lauschdere (30) horchen (s7). lous ealb (12) hatt' ich geld for el., dh. zu notoeidigerem. lauterlosrig (21) lauter ledig = lediglich; 26: alles mit⸗ einander. lauwendreyer (2) träger, langſamer Arbeiter, ſchwab laubendr. ob vom Kartenſpiel? vgl. laubober, oberfrank lämen⸗ dreler= Lchndreher; vgl. ſchwoab. lametei, lami, wurl⸗ 86 ungoloſe Sache; uutub. lämech, lämarsch, ein lang⸗ ſamer Menſch; augsb die lamedei, auch = langſame Waboperſon; dies alles von lahm. lavgoje. Leloie (87). lawändbe, Bleichplatz in Kaiſerslauteru, vgl. frz lavandiere. Waſchfrau; anch eine Gaſſe in Zweibrücken (nicht von la Vendée) lawaatach, Schimpfw. Waſchwab von frz laver. led (7) Laib lébbere. 1. mit der Zunge ſchlurſen in Uleinen Zügen trinken: es lebbert eich als wae zamme; 2. tropfeln. lébdag (9) Lebtag u Laubtag Hvo Streu geholt woerden darf); lebe, Leben. lebsch (12) ſade ſchmedkend (läppiſch). léchers (9) vor Durſt die Schnäbel auſſperten, mhd. lechen, ſchoab, lechnen, altbar. lechezn = lechzen; der Zuber verlechert, unut. leckwsrig (12, 13: leckmärig) Latwerge, aus lat. electu- arium 16d, Leid, 2ed, trotdem, led-lewig (12) ägeuſtumg ledders u. lorrere, verb. hauen ledern. (v. Hoſenledec); sich I., tiichtig eſſen. leder (Ober⸗ u. Uutergrehweilet) Liter, leider (12). ledern, prugeln; ſ leddere. leel n. Legel (Alſenz). leffdeches — frz. lefauchenz, Jagdgewchr leffz pl. leffze, f die Lppe (Rordpf.) 13: leschbe. lehr, L. die Lchre; die Kenntmſſe; er is gut in de lehr GBlig). ichre, p. p. gelelrt; 1. lehren; 2. lernen, 3 B er lehrt gut, er lerut gut. Bliesg. 9; (in 13 gerade verkehrt: der echnlmésebter lernt die kinn, sie lere uber nix. leibch“. pl. leibcher, v. den Schnürleib (si) leicht. f. das Leichenbegängnis. Davon leichtimba n. Leichenſchmanß (Rordpſalg. lder (23) Schieſertaſel. ſ. laj. lelermaus (30) Waldmans leim-zsche n. (12) Mal: der hot a l., der iſt gezeichnet, von leumde, mihd. leumet, Leumund? leinduch, pl. leindicher, n. das Bettuch (87). leinzäge (30) Mutiermal (Zeichen). leire (18 u. ◻) leiden, läuten. leis ungeſalzen (Suppe) am Lech: leis, ſchwäb lins, linsing. v. ald Hiso, eigeutl. leiſe, ſachte. leiee (7) Stützen der Wagenleitern von den Achſennaben ans (Weſtr. sparren) = Leiſten? "loll großes, dickes Maul; baic. leller, Zunge von lallen. lemmel (13) Klinge ffrz. lamelle). Lene zor bas L. gehe = etw. entlehnen. lenerd (3) Lügner. Lenert (29) Leonhard lenkert m. (12. 17) der hutere Wagenteil. 13: die Lang wicd = leng-gerte. lenne-ham (13) Lindenbanm. lerne p. p. glernt, 1. lernen, 2. lehren Drsbg. lérnkuche (13) Lebkuchen letsch u. letz (ahd. lez) ſchieſ ſchräg uurichtig: auch hnks (v. lat. Iaevutz? engl leſt). letscht letzt hin, neulich (lies ss) etze. f. Lettion, Auſgabe letz (17). n. k. pl. I, die Läge; l'ner, Lügner. Här, m. eine lothr Miinze aus dem vor Ihrdt. „dess es ka 1 wert“ (87) = frz. liard. nbbe (12), hehen d. i. lüpfen, den Stein vom Boden ctw. emporheben (bair. lupfe). lche (7) liegen, Ptc. geliche. 88 licht. pl. lichter, 1. u. das Licht die Leuchie; 2. I. die Helliglet, nur iu der Redensart: „gel' mr aus der licht“ (87). lichtformd (ds Achtform) = Leuchter, ndener. lickeweck, rindes Brodchen (Zwbr). liderlich, Adj. 1. ſittlich herabgekonunen; 2. wie altbair. n fränk lorperlich herabgelommeu: „ich sin so liderlich“. liderig (29) krauk (wie ſchwäb liegerig, bettlägerig: dies von liegen). Ii p. p. geld. ligen (87). W'en (13) Lehne Hies (i3) Spalte. Hiesche (13) Schilf, das lisch (17) ſcharfkantiges Sumpfgras liss-stange (30) Stütze der Wageuleitern (auch rheinl lies, altudd lunija, uchd lunse), Achſenuagel, von die lun, Pflock; 30: lüne, Achsnagel. ufer (25) Länfer. üinche (29) Anien Hineal (7), u. Uingal (7. 14 18) Liucal linsespalter (Zwbr) Knauſer, linsegucker (23), ei Scſtmpfw. Lies (9) lissl, lisa (29) Elſe. lock, ſchan! (ſt. lage; eugl lock (Woljersheini) locks, à (O) eine Menge, beſ. e Arm voll Getreide auf dem Acker. lodder = locker. lögel f. Fäßchen Tragbütie zu c. 50 Liter (ahd. lagella, mhd lägel von lat lagona) dem. lochelche (26). lommel n. lummel (Weſtr.) Lenden (heſſ lumpe, lumdel, lat. lumbus). löns, m. Weſtpf) Eiſenzapſen vor der Radnarbe (anch cheinl. Lan, lann, lün, ahd. mhd Iun, lone). loos (allg) Mutterjſchwein = mook; a lös-che; auch ſchweiz; ſchwab loos, laus, bair lous, laes (venv. lusch, leusch, ſchlef hutzcbe, läuſige Hündin) 8 lordse (Schifferſtadt) giren. "Lorem, krummen I. machen, uugeſchickt bäueciſch tanzen oder ungeſchickte Verbeugungen machen (aus Reverenze) lorje-rôse (13) Oleander lorjestock (Weſtr) Lorbeerbaum (frz. laurter). lorme (11) = en urme, liukiſcher Menſch 13: unflätiger lorz (11) großer, krager Kerl. lösching f. (21) Linderung — Loſchung 30. dem det e bische 1. gut. tesse p. p gloss, laſſen. Nord⸗ n Weſtpf = lose (7) gelöse; gelase, gelaſſen. let (7) Faß. in dem der Wein heimgefahren wird. lotsche, faul ſeiu gern im Bett hegen; (air lodehunk. Ofeubauk, lotterbett, Sopha. ſchwäb. das lotter). Settele, träg einhergeheni; e lottl balzer (Balthaſar) ein ſaumſeliger (Zwbr) (bair. de lottl, oder 1e.) Wue (11) lauwarmn Lowis (21 früher) Luiſe. logern. f. Laterue von lat. lucerna. (SO.). Lckwöck, m. Waſſerwoock (ss. Z. Iuck, mhd. lügge, weich). die luddel Tabakspſeife (Edesheim). le verb, ſchen (lugeuſ gelüt; Inp lu Blicsgan dö iu mél, wi dea gekt (guckt) 12: lu möl dob; der lüt quek drin. lut. 1. f. die Luft; 2. m. der Luftzug „der lunt geht“ (Alſenzg. 19) der Iunt (7) ubh lugeaäicher (Weſtr 26) Liigen⸗ſager Lugner. Igse verb. hineiuſchauen, nachſchauen. Drsbg hund, lumbes, m. der Luump; Abj. lumbig. lunde, m. der Lumpen (87). lummnel alte Meſſerklinge (ap.) frz. lamelle? lunmer (13) locker. lunmerig weich ſchlaff, beſ. Fleiſch (auch heiſ banr vgl 90 holl lore, jaul, ahd lucmi, lömi, mhd. lüme; verw. lahꝛn) lun, m. der Lohn (St. Ingbert. lunes, leiſe ichlaſen (8s). Ldwis (Blies) Luſe (aus Ludovica). luxius, m. (allg, auch thein. marn) der Luxns 2. mà', mag, ich män nett (12). Hag'de (26) St. Martin. mächol (7) Magelchen. machullo, baukerott (Pte. pu. von hebr chatah). mackos, Schlage (jüd. makkah). mackesmeier, m. (12) der tüchnig prügeln kaun. mad pl. mäde, f. (Bhies) Engerling (tade). mäd, pl. mned, f. Magd (überall) Koſewort für die klcinen Madchen madame-schankel (7) e. ſeine Birneuſorte. maddel (s) Marder. madderich, der (17) diue Bohle (aus lat mmtertu); die ma⸗ déring, Eider, Matene. maebére (7) Maibirnen, zum Schnitzen und Relteru. maede, pl. maede (Bhes) maed (Dröbig) n. Mädchen. Jungfiau, e alt maede, eine alte Jungſer. machl, f. (25) Mohn maer; nur noch in der (auch rheinl, main, fränk) Redens⸗ art: was es do der maer? Was gibt es da (Neues)? 87. maeselder (13) Maßholder. mà-hwer (30) Magenſieber. male ſich beſ, abends in der Familie oder vor dem Hauſe untechalten, (ſchou b. Haus Sachs mayen, ſich ermnayen — ſich beluſtiger, j. nieien 91 mal-res'cher (29) Maiblümchen. Räkmm (26) Maikammer mäkäwer (26) Maikäfer makolbes, Kuecht Ruprecht Cuſeh. Eöle u. Mälche, Amahie, 29: Magdalena? malefi, vorm — (18) vor Gericht. meljasch (30) Mariage. manet (1. 9) Monat (ahd. manöt). Manewel (26) Emanuel. mannischt, pl. manischte, Meuuouit Mänz (21) Mainz. mar, Adj. mager. (Drsbrg). merau (25) Majoran merdel (7) Marder. Märem (3) Marnheim margrud (80) Häher. Mrie, Märieche; Mee. Meieche, Mana (Rordpf, Drsbg Bliesg) Rärjodel. Marienthal (87). marik (3) Markt möekt (18) Martt; Mürx-markt, St. Maitusmaiſt Märlene, N. pr. Magdalena (Noidpf Drobg) Marliss (9) Marte Luiſe. märr, k. die Schindwähre, altes Pferd; 13: Stute marwunner, n. (21) Marchemvundei merzell, en (98) Münze märzisel () Gänſeblhimchen masams (9) Mohn. Magſame (mhd. mäge, mäher, män). maschandere (28) in der Stub herum, hernm lanfen; wohl aus marſchieren? maschien f. 1. Maſchiue, 2. etwas Ungeheuerliches, z V o maschien vun eie Woibebild, ein ſtarkes korpu⸗ lentes Frauenzinnner (87). 92 maschle (26) eſſen (frz manger). mdechtor, m. der Meſter; borjemaschter, der Bürger meiſter (87). mä'se e gross m., grußes Werk oder Geteb (hebr maasch). ma sekar Meiſen⸗, Voqdlſanglaſten. ma'sel. m. Meiſel. masser, m. dicker Kopf (Blles) massik (sp) ein didel Menſch (21: bösartig. Tier od. Meuſch). massion. Menge. massleidig (21) verdroſſen; leidig der mass, d i. der Speiſe (ahd maz, enigl ment, afrz meis) alfd. maz: leide, Edel vor dem Eſſen. matéris (sp.) Eiter. matterich (18) Bohle, Plauke matériel. Mata (13) Matthtas (29). matiliebche (29) Maßliebcheu. mauchs (12) wach machen, ſ. mauko. mauders (12) lränkelu, eigtl murren, weniger mnnter ſein; auch bam 's kind maudet, ſcheint aiue Krautheit zu inhien. Mauerwoff. m. u -wulk, Maulwurf (Rerzeuheim. Blies, Desba) maulwoifer (SO.) maulwölber (4. 25. 26) aus mhd. moltwerf; die molte iſt mollige Erde; ſchon mhd. unßdeutei mülwerf, mulwelf (Maul⸗) u. mür⸗ werf (Mauer) ſ auch moltruf. manlalpser (Neupſot) manlwurm, -wurf. mauks. Obſwerſteck. Verſtock für Geld, bair. Maucken (mugh, holl. meuken, mürbe machen) Ort zum Murbemachen des Ooſtes. maul. pl. meller, u. Mund. „de leit die meller uffreisse“, ſich in ein ſchlimmes Gerede bringen (87). maus, die (30) Ballen am Daumen. mauschela hamlich etv. thun. 93 matfvel (d. 1. Maulvolk) n. ſ. muffel, Biſſen (Allſong). mauwere (19) Maurer. modze (von mian der Katzen) kleinlaut fprehen muckſen. mäxelche (13) junges Mud (bair modschella, Mockelein. gr. /buzeg⁷) maie7 (26) ſ märzisol. meieeldrähtig ubermaßig gedreht., v. meisel (Wulger abge⸗ riebene zuſammengeballte Wollfädeu n. dgl). meder, Mähder, Mäher. medum (cn 1720) einmalige Abgabe für friſch ubar ge nachtes Waldland (Kiichhemb); anch medumb, med⸗ dumn, medlium, Landrecht, landrechil Abgabe (ea 1521). mees, mes oder masumme, Geld (aus Moos). megsder (sp.) Metger. meh, mehner, mehi, superl. am mehnste, am meiſten (87). mele (pfälz chänl.) von Mm, ein Jeierabendobeſuch (beim Nachbar machen, plaudern ſwas bair. Heimgarten bei Haus Sachs: ſich ermaieu, erqötzen). mei, Interj, abwehrend, z B ach mei = geh' niit doch weg! (Desbg) Elipſe ſt. mein Leber. dess iss iö der min (mein) hund (13). meineckig halsſtarng widerſpeuſtig (aus ahd mein — ſalſch? meineichig (12) = ſehr, brav. mekenik (7) = mick. mékes, Lockruf für Zicklem. menasch. Soldatenkoſt. menaschtre (— ſrz. menager) ſparen, hanshalten. menach, m. pl. mensche, Meuſch 2. n. pl. menscher, Schatz. Liebchen; auch liederl. Diruen. Aber weids⸗ mensch, weibslent, in qutem Sinn merau (26) Majotan. Merdeem (18) Mertesheim merebels (2) Mirabellen 9 Morksem, Merksheim, ſcherzh der is net vun M., er be greift ſchver. mérmlt (13) Fleiſchtopf (aachen⸗ märmitt n frz la marmite). merschel. m. der Morſer (iu der Kuche) (3. 87) anch der Fanihenname Morschel. mée (7) U Getreldemaß. meschgroff (26) ſt. mescht-greil, Meiſtqabel. meecht. Mäiſt, 1. m. der Dung; 2. f. der Dunghaufen; die meꝛchtkaut, die Miſtgrube, meschigrht (25) Wiſtgabel; der meschtpul, die Sauche; méscht-nhss, tlichhg naß — Verh. meschte, p. p. gemescht, unſten, d. h. 1. den Stall ausmiſten, 2 mit Miſt düugen; z B gut gezackert es lmlb gemescht (87). mé' echter, Meiſter, mé'schtere, um die Wette ringen, ſich meſſen. meschugge, vertüch (hebr meschugah, Srctun) meas (30) — Meſſer. Rebenſorn von Meſſer (Drsbg. Bliesg) messelder (29) Maßholder. metnick (30) ſt Mechanik, zinn Spercen der Wagenräder. Michel, n. propr. Michael. — Zuſannueiſetzung: Ham- michel. (Drsbrg) 7: mischel (rz Ausſpr.) mick, meckenick (méchanique), f. die Wagenhemnt⸗ mechaulk Davon das verb. micken, die „Mick“ zu⸗ drehen (pf u. Weſteuvld). micker (21) Riudsfekt; berniſch miggeeri, ein fettes Fleiſch⸗ ſtück am Bauch des Riudtnchs; auch Zwerchfell des Schweins. ſchwaͤb miggar, miggair, das qauze Ge⸗ däcme einos Ochſen; augeb die mikker, Mucker, Bruſt⸗ unſchlitt, Herzſchmalz, Rückeuunſchlit; bair. Mücker, Kalbsgeſchling u Gekröſe ald. mittigarni, carni u. mittelacarni, n. Eingeweide⸗, Nierenfett. (garni, Ein⸗ geweide, das Garn, zweiter Magen der Wiederläuer) — mies (21) bange; 's war'm mies devor. miften, ſ. mufzen. MIkä (25) Marie Kaihe. müda (7) Mehltau mlderer (7) Wieger, Rürub. die mulde (nchd multer, halbrundes Hohlgefaß aus Hotz) miljackedunnerwerrer (23) ſt. Milliardedonerweiter uiſis (25) Mane Eufe. Mlein (18) Mühlieim mülich, f. Milch. nlischtsr (13) Gewäß müze (13) mürb werden laſſest, röſten, den Hafer d mild) mm = ja (n'n, nein). wimpfele, a — (Scheibenhdi) demin, b a munpfel ein Mund voll. mirehner (7) ſt. Milchner, mämt Hering minsch, n. (12) Schatz. Lielcheu, di. ban Meuſch menseh. nier (88) Getreide meſſet (mitterer). mischdär (13) Mliſt trage (got. bairan, tragen) miachpachss (sp.) Familie hndendeutſch hebr. mischpechal) mischtlach (7. 9) Miſtlache Pfuhl, auch mischtpudel (8) 13: mischtepurreh). misele indd) fein regnen; miselig, flöberg wissel (11) zweifdhaft; alt missleichſen) — vielleicht, dag berniſch misslich, benen Weg). missel⸗holz (Zubr) Miſchholz? missemischlins, jüd = die krank. mitelkach (7) fecier Naum zwo. Nebeureihen in einer Laube Wingert mituuch (7) Mittwoch milꝛch', n. pl. mitzer, das Mieder (87). msckel, kämockel (20) Kuh, auch ſiänt. mockelig dick, ſett (eheinl u aſchaſſenb. anch mackelig. 96 fleiſchig, feiteeich, bair. mockel, teigig fleiſchig derb, auch mockele, giockelt, (Kind); koln. mucklig, an⸗ geuehm, weich zart der mocken, Teig⸗ und Fleiſch⸗ brockeri). modder. f pl. moddere, midder, Muitter (Weſtpſ). mök, f. (21) Mutterſchwei (naſſ. muck, mhd. mocke, i. auch muk). mole (13) Zuchtſtier Dickkopf, Starckopf (Weſtr). moll (30) Modell, Mnſter mollels (31.12. 15 u 84 Klecburg) Gartenſrucht. Melonen? mollekopp, m. Kanlqnappe (Spcier, Weftr) wohl v. nihd mol, molle, Eidechſe, Molch molsch (30) aufgeduuſen. Geſicht moltere, Mahlgebühr. moltruf molteruft. moltrof, m. Maulwnif. (Nordpf, Dröbg) cbenſo in Naſſau u. Heſſen und: molter, moltertier, molteroff, moltroff, molterliufe. molport, molwert; ſchon ahd. mültwurf, muwert, muwern; alles von die molte, Staub, Eide (n das mull, lockere Eide, holl mul von ahd. molt, molta. mobel (mänlvel) (7) ein Maul voll; j muffel. mör (12. 13 17) Matterſchwein (auch ſchvab, lothr und ſchweiz). möre, Subſt „ich hnn möre“, ich beſorge, ich hab' Sorge — Illdiſch deutſch wohl das hebr moräh, Kuminer Herzeleid Sorge. (Drabg) mös (7) Maß. mös (13) locker, weich Brod (augsb die musel, Brodtrume das Weiche im Brod). möschdere, p. p. gemoschdert, 1. von most, die Tmuben zerſtoßeni zu Moſt; 2. von muster: muſtern geſchmack⸗ los oder uuordentlich kleiden. moe'm (13) Mohn (agil Mohuſamer) 9: mottig m. Schlamm (Edenk, anch fräuk Abj = moderig faul; ndſachi mudde, Schlamm, Ad) muddich, ſchlammig) motze (30) = mutze, maulen. mourele (14) ſich geſchmnacklos kleden. mouschle (26) betrugen ſvon Mauſcheh Wrei (18) Marie Mreiliss, Meiehss (18) Marie Eliſabeth; Mrisann (13) Mare Suſanne muck, die (90, auch naſſ) Matterſchwein, uhd mocke, ſ mOk. mucke, sich (12) nnt Regation — muckſen ahd. muh⸗ chazan, lat. mutire. mucker sein = munter. mucklig (11) gut genährt, vollwangig (bair mocklet, von mock, Maſſe oder Brocken von Fleiſch. Taig) muddig. ſ. muttig. muffel (aus mumpfeh = Mundvoll Speiſe — munkel, minkelche (88) ſ. manvel; e moveiche (30) bischen e muffler, ein Freſſer muſkle, tichtg eſſen fal mülzen übel oder fanl riechen muſlzern (Aſchaffb.) bchr. mufenen u. muffen; gokting muffen. mähamnmel Kuh mummel, Sher; ſchwab dei mummeler, Ster, rheinpfälz mummelochs Zuchtſtier (wohl eher vom muhen, lat. mugire als v. mummeln, wiederkauci). mal, die, breite Rinne (sp.). mal (18) Mulde (29) Backmulde mull n. (18) Manl. Mund. mäller (18) Kohlweißling. multum haben (26) genng haben (lat. multum, vich) mummot m. Stier (13), Zuchtſtier (26 Hummei). mumpfel, e — din Mnndvoll (ſem. Rüruberg — Mauh. mundag m. Montag (Blies). mundür, mundeering, Anzug (aus deu napolcon Kriegen durch Soldaten eingebingert, frz. monture). 98 munkel (21) Biſſen; alt. bair. Mahlzeit? Runsm (18) Monsheim mäs, n. Moos (87); 2. das, breüge, Geubſe von Kartoffeln oder Gartenkohl (Bliesgegend) muschder (13) Seuſ, aus Moſtrich muschtere, sich, ſich auſputzen (ſchlechh musig (11) lea — der ſich mauſig macht. muss, 7: ieh müs, mr müte, Inf. mise, Pte g'müst. muss, pl mes (13) Maus, musking Zauukönig. muttig (1) heiml. Vortat, v. Geld X. bair. die mauten. vgl. manke, der muttig, mutch; 13: auch Schlamm; 13 17: muttige (Obſt) reifen laſſen. mutze (4) Mannszacke (88) Fmauennicder, vgl. mitzche, (ſränk. ſchwab. Weiberlamiſol; isl. motr, bar. mutzel, Franeuoberkleid (s0.), appelmutze (13) Apfelbrodchau mutzeprigel (13) m. ſpitzer Pfahl, der nach anei Weiden ſchlinge (21. 25) geworſen wird. mutzig (11) ſchmollend, bös gelamnt, finſter, verdroſſen, aſchaffenb motzig, mutzig, ſchhuolleud, von motzen, maulen; mutzkopp (15²). mübl (Mundvoll) od. muvrel (Drsbg) 2. na hin (nach) nabel, Nebel (Marienthah. nächts (19. 21) letztveifloſſene Nacht, geſtein Abend, vor⸗ nächte, vorgeſtern Abend (Bopſ.) nächten obend (13 Zeislan) heute Nacht (von der vergangenen wie von der kommenden) 99 nachtmol (N. u. 80) Abendmahl nachtwisch (9) Irrlicht. nachtsack (30) geben, Abſchiedsſchlag abends (der Kinder vor Bettgeher). nackärsch (29) Herbſtzeitloſe, fränk, nackete Inugſer. nackede hure () Herbſtzeitioſe = nackürsch (7). naer, m. Nart, nArtig, uäuiſch. (Drsbg) näern, nädern, nedern (26) und nädersch (Weſtr) Naheiiu. nahen. nageMlise (7) Nagelfluß. Wurm nähe (2) plattes Fahrzeng, kleines Transportſchiff, heiſ. das näli, die Fahre od Floß; alſo—ſchwetz naue. lat navis. aähe, nähen = hauen (Weſtr). nà', pl. nae'l, m. der Nagek; verb. na'le, nageln (Dröbg 30) nalbör (30) Nagelbohrer nK'icher, Nägelein, nelcheshäm (30) Fheder, Nägelein BBlumen, Gewurg namme (7) Name. nängere (88) immer jammern narde, der, — arde, hölz. Küchenteller. Harre (SO) nur. nascht. pl. naescht, m der Aſt, auch heiſ. und bair. natirlich 013) warm — gehorig nau, adv. nun, jetzt, auch naunt u. naundert (2i) Drbg nau (11) neu (18). naups, pl. k. Argliſtigkeit Hiuterliſtigleit; 2. Schwierigkeit. „der fuchs losst die hor, awer die naupenet“ (s7). nos, nein; nénitte, nönette(h nein nein neblspalter (26, wie in Fianker) dreiechger Hnt nechst (21, nekscht, 30 u. 1) beinahs nsckse, naken, ſoppen nédlich (12. 21. 22) von Kindern n. Kranken uberempfind⸗ lich verdtießlich ſ nötlich. 100 neez nehts, m (v nähen) Faden. Zwirn auch nehtsüadem; s'ess e kerlehe wie e neezfidemche so dunn (30), bloer n. — Schnaps (elies) negelcher (Weftt. X.) Nagelchen d. i. Bliiten der syringa. nehtern, neliersche, nelitersche, f. die Näherin nel'engier (is) Horuiſſe. neid m. der Neid, davon Adj neidig, neidiſch der neid⸗ sack, neidiſcher Menich. neje (30) nähen. neischirig glchi ſich um neues ſchereud, neugierig (allgem.) 25 neischerig neit (80.) ungeru. ſ nbd. nemme. Pte. genumme (). nömöl, adv. zufammengezogen aus netemol, nicht eimual (Weſt⸗ n. Nordpſalz). nerer wind (7) Nicder oder Südwmud; vgl. hunsricker. nosele (26) fortw. ſich unzufrieden äußern, heſſ nöseln (näſelu), nösseln, nusseln, nisseln, nusseln, heium ſtobern in Speiſen wähleriſch ſein, ubh unzufeneder ſein n (eigil. durch die Naſe) ſich äußern. nescht pl. neschter, n. das Neſt; nrouiſche ſur Beit (87) néts (12) noten — zuingen, ieh han mich genet, habe mirs ſchmedeu laſſen neutscherig (27. 88) neuseherig, neugierig ſ. o. neischierig. nez. f. neez. nen. f. (87. auch bair. mdd oberheiſ.) die Näſſe; davon verb. nezze, näſſen, und Adj. nezzig, naſſig, naß 's nenzt. von gelindem Recen. nichterlings (9) ulichtern. Nickel, Nickla (21) Nikolaus; Honnickel, Johann Nitolaus. niebe Reupſotz) Eindrucke im Filzhut = delle. nigut (12) ein ungezogener (nigutiger) Meuſch nüihe, die Linie (8o) das niſjal, Lincnl. 101 nimerieedag am — (9) — niemnale nimos (7) niemand, auch nimand. nimi (7) nicht mehr Nirrerach'm (18) Niedesheim. nitzlich, medlich nod (13) ungem. = genötet. nöd, f. die Naht. nödel, die Nadel. (Nordpf). noddels (13) ſaumſelig ſein (aſchaſſenb. notzen, herum notzen). nodenne = denod (Weſte) nachher, hernach nöder, adv. nachher; noderhand, adv. nachderhand, ſpater (uberal!) nöl (30) Nadel nolle (13) ſaugen lutſchen, uoll⸗dumme, Daumenlutſcher (auch frauk, ſchoäb — ſchnulleu) nd-lde 13 (nachlugen) nachſehen jetz kann er der schlef (Schleife) né-he = jetz is der has über di he. nore, norez, norz (3) norenz (Weſir) uur; nomez net (12) nur nicht. nöri (7) ſt. nodel, Nadel 18 norel; nenörl, Nähnadel. nossele, bezahlen (Reupfotz) not, f. die Not; die krumm not, ; B. bei Ansrufen der Verwunderung bei Fluchen u Verwunſchungen. (Nrdpf) nötlich (11) empfindlich nubbe (18) heſſ. nuppe, Naupen eigentl Knoten in der Wolle, im Wollengetebe; dann Capncen, Gnllen, Schwietigkeiten der inchs verliert die hör, aber die n. nit. nucka p p. genackt, 1 nicken, ja ſagen. 2. nicken, ſchlafer e nuckerche, ein Schlaſchen (87). nudele, es gét wie genddelt (l5⁴) wie geichmert nuff, nuffer (12) adv. hmauf. nümedag m. der Rachmttag (87). nümme, nur ſſchwäb. u. Vorderpf), numetz 102 nanner (12) hinnnter nusse (Weſtr.) hauen: eigtl Kopfnüſſe geben von ahd. nio⸗ zan, ſtoßen nussläfel (27 u. ſ) grüne Nußſchale (veriv. mit engl. leaf, Blatt Lanb? gr. 14eos. Schale). 0 b als Liebkoſuugscudung imn Bhesgau: Hannesd, Petro, Lieselo; bitscho da, Ziclein. obs n. Obſt (87). öch, Juterz. ach! öchdem m. der Oden; davon verb. ochdeme, Atem ziehen, atmen. (Weſt⸗ u. Nordpf). ochse-aug (29) Maßlicbchen. ochsebritsch (18) Ochſenzunge, Pflanze. oder, f. pl. ödere, die Ader; ka oder meh ree (regen) od zicke, von dem Toten (87). offe (⁷) Oſen. ohmn, m. Eiter; davon verb. intrans. ehme, ohmen. (Weſt⸗ und Nordpf). olber (Vorderpf.) olwert (Hackmeſſeri.) = frauf alwe, Adz. albern, täppiſch. ölem (21) n. Menge ſjüd. Oläm?) olem (Laudau) Reſt (Milch) wohl mißverſtändlich aus oleb (19. u. ſ) von ahd Aleibn, mhd aleibe, Ueber⸗ reſt, in Heſſ. öllbig, ölébig, ſchmnachtig, ſchwächlich. ölig. n. Del (Drabg) ole (Südoſtpf) oule (6); stinkolig, Steinol (Bles) [Nachklang der Form ahd. olei, oli, in deu Rheinlanden ſchon zu Karoliuger Zeit: olig — öle, onbg, ai, dil.) 103 orgewann, Grenze wo der Ader mit der Schnalſeite an einen andern ſtoßt. opgerstock (14) bildlich, der in Verlegenheit iſt, nichts zu 1eden weiß ürbamdel (Weſher) Ohrring. ordel (9) Urteil ordelewand, Eau de Levante, wohlriech. Gartenblime 8s öre indgeheim verabreden. bredecker (7) Ohreutuch. örfel. pl. örieie, f. Ohrſage Sprichw 'm deck é orfei gewwe, d. h ſich blanneren und ſelbſt ſchadigen (87). ôre-kemmer (7), üre-schliwwer, Ohrenſchlüpſer 13: üre- schliwert. erſel f. die Orgel; anßer der drehorjel, auch die haund- orjel (87) orjele, Orgel ſpielen. Ortchel. Urſula, Ann⸗orschel, Anna Urſula. trschérig (12) böſe (ſt unscherig ?) ort (:) Jach, an der äußern Längsſeite einer Wingertslaube; (88) pl. örter, dorf. ortsguldken (nordpfalz. 1550— 1610) ca. 36 Kreuzer. orw's“ (12) f. Speiſereſte; wir sinn an der o., au den Reſten (der Airchweh). da. Nas, schinös, Schindaas, Schimpfwörter oufe (25) Ofen ouls (25) Oel. dwäizlo (25) wehllagen Owerkum (18) Obngheim owwe pl. ewwe, m. Ofen. dem. ewwelche. (Drsbg.) adv. owwe = oben; owwenun, im oberen Stock; bwene⸗ weck, adv. obeuhimweg = wetigſtens (87). ouwig (obig) praep. obechalb. 101 2. packe, etw vermogen, Herr werden eiuer Sache odei Perſon paedel (7) Pfad. paeſe (28) bezahlen = frz. payer. Pael Paelche, Pales (13) Paul. Paulus paeier-schloss (⁷) Schloß St. Paul bei Schweigen. pashzer mode (9) neumodiſch. paff (18) der Mohn (aus lat. papaver), paffoblum (8) Klatſchroſe. paffe-kutte (18) Kapuzinerkreſſe. palms (13) Palme. Buchs palmé (13) Baſt zur Strohhniflechterdi palmwisch (9) ain am Palmſountag in der zrche gewahter Buſch ſur den Stall gegen Beherung. pann. pl. panne, f. die Pſanne (87). di pann placke (21) die Strafe Koſten tragen. pänne (21) g'pnnt, pfauden pannsstälche, n. Pfaunenſtielchen; Scherzname für die un⸗ getaufteu Knaben 9: eine Ueine Meiſeuart (Pf Raſſan) pane, dider Bauch BBhes; ſtz. la panse, ſpan panzia, it. pancia, lat pantices) daven sich päuze (12) ſich dit nnd voll eſſen. pantoffelschtepier (9) Kort, 13: stobber. pardelsebäam, Chriſtbaum (ülzheim). pardu durchans, aus fiz partout, übemall. parkee (90) — frz. le parquet, Gericht parieso (26) Part. geparist (von ſrz parler). parre, m. der Pfarrer, parrerseh (Allſenzg.) die Pfarrfran; oder pan'n d.i Pfaterin. parrei, Pfarrei, parrluaus (allg. und zwar der pwot.; dag 13: der paschtor, kath.) parrerich (l4) Schuntz, Drek. parachig m. Pfieſich (Alſeii) 105 parzie (9) — purzeln. päseig (11 auſbrauſend) halsſtarrig; nurnbg. bassi — er bost, (chiemgan bösen, bösern, zormig ſein, werden die bousset, Haß Alles zu boſe Bosheit. Zorn pechotſiꝛier, ſcherzhaft Schuſter (sp.) — pechlappe (29): Pech geben (1¹) feige davon laufen. pedder (25) Pate (naſſ. petter, patter, uchd. phetter, von lat. pater (spiritualis). peecke (26) mit dem Finger ſchnellen, wohl von peckern, ſchuſſern, mit Merbeln ſpielen: auch vom Beiſchlaf, pecker, picker, der große Merbel (naſſ, ſrank.). peererie, m. (18) Peterle — Peterſiüt. peerechte (29) Pfnſiche; i persching. pehn (21. 88) Umohlſein, langes, läſtiges Leden. peik. k. die Pfäfe (zum pfeiſen), Tabakepfeiſe. peiffe, p. p. gepeſt, pfeſen (87. Alſenza.). pel (25) Pfahl. peler, Sumpf. Moraſt (Böckwlr) lat palus. penning trocke (12) tüchtig (wie ein Pſenuig) trocken perdsbobe (13) Roßlaſer. perdse ſchinden plagen (sp.) ſ u. perze. perl, pl. perle, f. 1. die Perle, 2. die Perlſucht, die Tuber. kuloſe (87). perm die (17) rechte Straßenſeite, wo die Siraßenſteiue (Fußbant le perron) liegen. permin (29) Pirnümus. pernscke, I. 13 Knderfpiek: eine Kaut (Lochj, aus welcher ein Ball mit dem perneckestecks herausgeſchlagen wird. (alſo wohl aeke; aber pern?) persch ſchuell, flüchtig (vero barsch?) persching vgf pärsching. perze, qualen (12) naſſ. pärze, mhd. barzen, ahd barzjan. witen; davon ital strapazzare, mißhandeln 106 peter (13. 14) m. Franenjacke. petter, "petterich, m (pgi pedder !)dei Pate, und das Paten- hud. Sprichw „wann's kid gedaft es, will jeder petter scin; d. hiuterher bietet jeder ſeine Hilfe an (87). petterling (13. 29) Peterſilie péte, (pf. niederd) kueipen, zwidken, gnalen, ans oberd pfetzen, er isch in de peiz (Not) 12; frauf pütaen, pfitschen, ans ital. pizzicare. pfännlein machen das Geſicht. den Mund zum Weinen verziehen (auch ſrhnk). das photographie (26) n. piddere, verb. ſchw, tropſelnd tegnen. 'e piddert. eirtikum (18) Pfifflighaͤm. pilche, n (17) junges Hühuchen dle poulet). pilse (30) blaue, dünne Pflaume pihwe, m. (21. 25) der Bettpfühl (ſräuk Ptulbon) der Ueber⸗ zug: die pilwezieg. pin (13) Schmerz — Pein, qus lat. poena, pinze, weine. liches Madchen (j. pinz). pingschtebutzs (9) ſrüher: ein oder mehrere Burſchen wurden an Pfingſten in Geſtuanch gehullt durchs Dorf geführt als Pingſchtebutze (j botze). pinnetꝛig (12) verdneßlich von Kindern). pinz (26) pinzern (unterpf) verzarteltes Frauenzimme; naſſau: pinzeimchen, piez, weierliches, fl. Madchen piuse, weinerlich thun; alles von Pein. pipse, eiuen Laut von ſich geben, er hat ke wort gepipst, verlauten laſſen (v. piepen). pischpere, verb, wispern, leiſe reden. Snbſt. das ge- pischper. pischtor (1ö) Znudhütcheu (ſiz piston B pitsche (12) biel und hamlich innken (gl. engl pitcher, Kmig). 107 eitt (29). Pittche (is) Peter. pitterlich, pinterlich, ſchwach loänkelnd. pittere (21) bgl. piddere! 'pitzela, ſtechen, in der Naſe oder die Kalte in Zehen und Händen; von beißen, ahd Pizan, auch beißend ſchmerzen. pla ſ. bla plänmacher, ſbez. Auſſchmider, der den Leuten blauen Dunſt vormacht pläachterst (26) Pflaſterſtenn platte, die p. (Teller) putze, ſich aus dem Staub machen, (vie ein Beitler die gereichte Speiſe ſauber aufiſt nnd verſchwindet²) platter. Kuhkoth; Weher: bletter. platz. 1. m. pl. Plätz, 2. n. (12. 13. Weſtr.). plöte (pleite) gehn, (allg) auch fiote gehn (Wetteran) ſich aus dem Staube machen (von hebr. pletah. Flucht. palat, enhoiſchen). plo, f. (21) Plage. Seuche, sich plde. plotze, 1. alt. ſchlagen, hanen, prügeln. ſchwäb. plotzen, Butter austühren, die Wäſche blatschen, obpf bieschen, blascheu. 2. = heff. blutzen, hart und ſchwer auf⸗ ſallen z B Aepfel. 3. viel Tabakrauch ausblaſen (v. blaſen). plugke-gerei (13) Pflugsgerdih: plugks⸗karch = karren. 18 9o= Pſau. pdak (18) Pfaueuauge po'ferrer (3) Pſauenſedern pobel (²) = porbel. Blatter. poddegraphie f. die Photographie (s7). poddsack (i4) ledes Kind pöhinkel, Piaueihuhn (30) pörbel, pl. porbele, f. variola, die Blatter (lrantheit); auch die Blattein beim Jmpſen. die porpele insezze impſeu, der peblepoaser (3.) Jupſarzt. porzehte (13) Pfüeſiche 108 poschthem (80.) Weihnachtsbaum. Ob ver mit boͤsden (Ilm) verkruppelter Bonm? poschtür. f. Poſtur, Geſtalt. „der hot e poschtur wio e gaul“ (87). posse verb. trans., part. peri. geposst, ſ anch bosse; 1. Banme veredeln, 2. impfen (Blics) — Davon das Subſt. poss, in. pl. die poss, die Edelzweige, auch: die veredelten Baume. — Zuſammenſetzungen: poss⸗ keische, possébbel, possbere n ſ. w e geposster (echter) narr (12). possele, tändelnd arbeiten ſchuitzen u. dgl, ſ. dossele. pôte giesser (12) Haſenflicker, von ſrz le pot, Topf; 14: Zinngießer pots-giesser (29) Blechſchmed; ſachſ, weſtfäl. der pot, fei le pot, Topf pote-hawue (12) m. Haſen mit Fußen (Pioten) potere (il) eiutouig undeutlich ſpiechen, potere (13) ſchwatzen. ſt kodere. potsch, m. (21) = putsch. pottern. Glaskngeln um den Hals getragen, bair poller⸗ lein, nürnberg patteria aus pater (uoster), Kugelchen am Roſenkranz powei ſ bowei. pöur (fr pauvre) tnideriſch. unnobel. praume (29 u. ſ) Pflanme proise, Handbefat am Aermel; auch bair dus breis; val la braise. presau (6) Wachtſtube = frz la prison presskammer (Weſh) f. Sakriſte, weſtr unterthem: Pras⸗ oder Preiſterkammer, unt den praewurdigen Sachen. Pneſtergewändeiu, ahd. triso⸗ u tresochamara, mihd treskamere, Schatzkammer (agl trèsor ſrz le tresor). eriss (13) Preuße, di Priss, piissisch. 109 pröbele . brebele. Profing Eigenname Profit (Zubr) proforscht adv. par force, mi Gewalt; oder ſtreng baiſch. z. B. „ncre net so proforsch!“ prossewérwel, u, einem e. p. machen. (ptoeès verbal) = Prototoll, = ihn verllagen oder anzeigen (der Flmi ſchhitze ꝛ.) prumme (13) Pflamnen. prutze (11) ſchmollen pudoi, Pndel, Pfuhl = Miſhauche, 13 Pfütze: puddele. mut Janche begießen. pät m. pl. piel, der (ſtehende) Pfahl; die Miſtauche Dav pule, gepult, pfuhlen (Drsbg. u. Weſtr.). che pällor (sp.) das Pfichlſaß; pül-imme pl die Mtitfhegen — An der Ahenz ſagt man auch von dem Wain in der Batte e phl. pulle. sich, p. p. gepullt, ſich waſchen; agil vom Baden der Gänſe und Enten, dai auch von Menſchen (87) pulwer, n. Pulver (Drsbg.). polwer (Alſenza). pumeranzele (?) Apfelſoite. purädde (13) Lauch (lat porum, frz porré). purre ſ. burre. purrel (1⁴) Pnddel Pfuhl. Miſkzjauche. puschtür, f. (12. 20) = poschtür. er hat a schene p. (Poſitur) Geſtalt, Wuchs. putech (22) Buſch Büſchet putsch⸗blumme. puteche ſ butsche. putschelche n. ein Gebinde e putsche, din Haufe (der Bntzel, zuſanengehonge Heineie Maſſe, von Butz) putteha n kleines Geſchwvur, aus pustnla? 110 H. Quack, ſchoächliches Ding: Nestquack, letztgeborenes Knd quäckle, aufquackeln. ſ. queck. quaddelche (12) n. em Henes, didkes Kind; vgl. quabbeln = ſchwabbeln von Felt. quammer, m. dicker Kerl (Blies) quant an junger aufgeſchoſſener Meuſch quarch-hand (25) Onerhand. quätsche, verb. part. perf. gequktscht, quelſchen. qultsche, p. p. geqnatscht, das Gerauſch beim Eintreten in einen Sumpf oder in ein Waſſer quietschen. queck, quäck, f. die Qnecke Spitzgras. (Ueberall.) queck. Adj lebendig riihng. Dröbg. u Weſtrich = ald quech, lat vivus, auch ban aufqueekeln, ſchleſ qubcheln, durch ſorgfaltige Pflege am Leben echalten, oſtrieſ. quäcken Bäume aufziehen. quelles, m. ein neunechiger nnſcheriger Kerl. quelschderig (22) klotig, naß v. Boden; von quenl? quenle (80.) Quendel qusrche (12) ächzen, ſchwer atmen; ndd quarren, brummtn? quarig (necklb.). quetsch, f die Zweiſchge. qustschodäm, m. der Zwetſchenbann. qutt schla'n (21) eine Focderung gegen die andere erlaſſen R. ra (W) Regen; es rent, rene. ra, Adj ſeiukörnig dunn, dem rache ſ. TAn (87) raache, rauchen; s raacht (15⁴ es koſtei Mühe. 111 räb. f. pl. rawe, der Rabe; kohlraweschwarz (vohl von Kohl oder Kolktabe). Drsbg rabau-Aepfel (3) = Chauspagueräpfel. rahboor (90) = frz le rapport, Strafzuſtellmnig. rabedi kabedi (25) drunter und drüber, aus raptim captim. rabhüner (4) Rebhühner. rabachs, zuſammeuraffen (kabsch-baliches). räbasr [a] Treſterwein, mhd kapp. Traubenkaunn, frz. rape. rabda u rahseh (Zweibe) f. Fremdw;, bohm. rabusche, farnt rabisch u. räbusch, Lerbhotz = Pieisgeben zur Plünderung, Hamburg: dat gut in de rabuse ge- geven; gött in de rabütige kömen, uute das Ge rümpel, Wirnwar; ſo pfälz. er esch in de rabüs (Webeuh) ſie ſchlagen von allen Seiten auf ihn, en die rabas gewwe (87) preisgeben; im radns (75) in aller Haſt, rabüs-uwrnsei, miel Lärm, Diicheiuauder räche (30) rauchen und reichen. rächs (9 26) ranchen ränchern; räek, Nauch. rächebuter (pntzer) ſamer Wein' rachooz (sp.) Knderſchaar (Dudenhofen, Auklang an ital ragazzo, Auabe ²) racker (Krahenau 2) dann 1. ans Habſucht ſich abqudlend; aſchaſſb nack, ſteif und mnd, 2. dn anden plagender Menſch. Radal (4) Konrad rasde p. p. geraedt; ſiebei (Disbg) redere, rere (lies Weſtr) reitein; kornreider, grobes Kornſich ahd hrttara, ritrà, mhd. die riter. raedel, (Drsbg) rrel, Holzinebel, u. ral von ahd. wridan, drehen umindend biuden; fränk radln, rattin. ſeſtſchnürcu. räk der (30) Reiſ. räff, 12 auch rat, die Rauſe, Mund; „er lot em reu“ „ 112 er iſt angetrunten; (Drsbg 21) ich schla der ens in die rafk. rähn, der (Weſte 30) Regen; ränscherm. räch, m der Rauch. (Drsba.) rache. p. p. gera'cht; 1 trans. Tabat rauchen. 2. intrans. rauchen. Dröbg raije (7) Regei, es rait, hat grait. rail. m ſchmaler Duichqaug zwiſchen Häuſern. Reihel (3 u Weſtr.) räm (9) Rahm. ramnasiere, ramesiere (sp.) ſich Geſchafte macheu; die Kleider ram., verderben. rambass. Süuerlig ſaures Geträuke, von ital. rombice, Sancrampfer! ſal ramboo (frz. rampean, zwater Wurf) machen = donblee (frz. doublet). rambos, ſaurer Wein (88). ramm (13. 16) Nabe rampa (13) Erdaufwurf. Nampe ramsch, Bchug hebr. ramous. ran Drobg rà“, flein fein a raner farem, rä'schtee, rA'kloppe (Rechtenb) ran (Hackmeſſerſ.) verſchnitten, a raui sau. ran. ra“ (Drsbg u. Vorderpf) raen GHackmeſſeri) =— obecheſſ. rôn, röm, hochgewachſen, ſchmachtig lang: = holl. mohd. ran, ſchlaut, eugl. rank, ſchwab. rön; alle verw m. Ranle, ranlen. rand einem einen — gebe, einen Stoß. von rennen. Bgl. Zurand. räns (21) Strieme. rangae. verb. 1 wichern (p. Pſccd). p. p. gerangst, (Orsbg) vgl. ndd ranschen, wiehern, mndb wrenschen, holl rinneken, mhd. runken, wie ein Eſel ſchreien, ſchwaz 113 rank, der Schrei, ränzen, kuurreu; 2. Weſte. naſſau: knarren = ſchwab granzen, kranzen; 3. jammern. klagen. ranke (88) übergroßes Stlck (auch fränk.) ransenère (30) handhaben. rappio 1. lrmen, klirren, klappern uff. 2. ctwas verchckt ſein. rasaune p p. gerasaunt, herumtoben, lanneud und ſche⸗ tend umhergehrn (Drsbg. 12), v. rasen u. ſrz. raisonner. räte, p. p. gerast, reiſen; ebenſo lautet räsen, toben. wüten (87). räa pl. rase, f. die Reiſe (Nordpfalz); e luscht-ras, eine Vergntigungsreiſe (87). räsch (22 u. f) m. Zorn, Aufregung (frz. la rage) rasch (80) do geht's r. (genau) vorbei, verw. mit Rbg. resch = gäh ſehr abhängig; ndrd. risk, risch, auf⸗ recht, engl. to rise; raſch auch 1. = raſch 2. herb. v neuen oder geringem bérewel“. raschlre zurechrweiſen; ranger. ma'schma = frz. franchement, frei, auch ungeert rüdk ſichtslos. rassle (sp.) ſpringen. R⸗'s'wilſer, n. propr. (wie frz Ransew.) Ranswiller. rattekäl (12) radikal rätscha, ſchwatzen, die rätsch, geſchwatziger Weib ſbafr. rAdschen, ndſ. rateln, holl. ratolen, vom Knarten des Nads dann auch Plappern)ſ = a rätschbawel (12). ratzekal (21) = rattekal. ratas (1!) das Geräuſch der Säge, der Mäuſe. räudling, ein jähriges Rind; bair auch der raup. räup⸗ ling, ſcänk. die raup. (Roch 87. 12. 21 Rrdpf vgl ruppel.) rauhhauz, Subſt. ungeſchliffen, barſch, Adj. raukhauzig. raul (Wolſit.) graul, Schimpſwort. 114 raulich (ans granlich, i granl) (oberheſſ u pſölz.) mager. ſchwoach elend ſowohl koperlich als ſittlich ohnmächhig. raunkse (Neuſt) ſchaukelnd hin⸗ und heuvalzen = mhd lansen, ranzen, veri mit ranken, verreden, Raute raup (2) Weingärtner (ſchwäl dasſ. und Nüpel: oberſchwab. auch Aufſchneider) raut f. (12) Fenſterſcheibe., Raute. rauwerke (12) aus dem Rohen ansarbeiten, zutichten rawaasch, Unorduung Verwlſtung (frz ravage). rawe, p. p. geraht, rauben Drsba: rämle (Weſtpfalg vorhalten, Horverſen mid raſlen, reſfen rifkeln, hecheln; daher oſtpſ. ridle. rebberma (26) Zmrechtweifung (a reprimande), berebder mandiere, zurechtweiſen. rébe-haesel (25) räb-igel (7) Rebeubundel zum Verbrenaen. rebrosche, Vorwüͤrfe (frz reproche). recetera (Weſtr) ſt. etcetera u. ſ. w rech pl. ebenſo, m. Rain, allgem, reche (1a) mit dent Rechen rechen. Fechene, rechnen rechle (26) 1 rechnen, 2 rechen, nut dem Rechen reckel, grober, uugeſchliſfener Kerl (der Rede ald recho, ſunger Mann) rödepraechig, Adj geſprachig (s7). das ree (rheindl. Taunus) Pflugſterz 30⸗Handhabe v. Pflug. réewetter (29) Regenweiter; der macht e g'eicht wie 3 dag réew. ref (:) Rauſe. regut. f. (Rechtenb.) die Goſſe, v. mlat rigula, rigare, oſt⸗ fnej. riole, rejole, bedecte Waſſerleituug, Kloake; Rille). roh. 2d, ranhäng (beun Vich) 87, er es ganz se reh (30) — maode relbling ſ raubling. roibscheit, reibhobel (7) Mortelbretichen 115 reide (p i. teiten) p. p. geredd, reiten (87); reire, fahrenr (Alfenzg wie im alideutſchen). reidhack (7) rödlack, ſtarte Hacke zun Roden reil, m. uſirnb. reiel, naſſan. n. rheinl. raul, reul, rawel, ein enger Pfad zwiſchen den Häuſern oder Gaͤrien (nicht im Feld). Vgl Caub: raile, Ineche Grübchen. reis pl. reiser, sich aus de reiser mnchen (21) durchgehen reisbiei (7) Bleiſüift. reiss (7) die ſungen Rebſlöcke zum eiſtenmal ſchneiden reiterameise große Ameiſen. reiterei (13) Karronſel. relling (2) Kater⸗ und Weiberfreund. rem (4) Rahm ren m. der Regen, verb. rène, regnen. Drsbg 13: T6n (87). rend (Nocdpfalz) pl. renner, n. das Rind; compos rend- veh, Rindmeh (auch Schimpfwort) 87. röner geſtoßeuer (Zucker) ſ. rK u 15n. renglobe (7) Reineckande. renns schnur (5) lauges Sel. résch nicht ausgekocht (leiſch), dasſ Wort wie rÜsch, ſchwab räisch, ahd rasci, ſeiſch, raſch réschaffe, rechtſchafſen, tüchtig. resel (7) Roſinchen resewar Glies) Einuehmer, ſiz recereur. rewach, m. (22) Profit (üd). röw-eise n. das Reibeiſen. Drsbg. rewelle (14) rebälheren, larmen rowischter (13) Winkel, Ecke um Gctreide auſzuſetzen däre mer des kOre (Kora) numme ze gutts (gut) in de rew., dort kaun mer e bare von zehe hufe (Hauſen) mache. richt anns (12) gerade hin. rickemehl, n. Roggenmehl Drsbg 116 rido (12. 29) Vorhange ffrz ridenux). riebig behaglich, angenehm, aus ruewig, rdewig, geruewig. wozu geruesam (Ruhe, ruowa). rile (18) riegeln. rime (ringe) beſeſtigtes Ruder, lät remus. rimlich (7) in Riemen. Rinem (13) Reinheim a Blies. ring u rinklé (26) Reineclaude rint mäschter (26) Rentmteiſter; das rent — Rind. rippele, etw. in Erinnerung bringen, auſwärnen auftuhren. j rable. rischter (30) 1. Streichbrett am Pflug ſchweiz der riester, v ahb die riostra, riester, mhd riester, Pflugſtetze. (auch nordb.), bam. die r, 2. Fleck auf einem Loch an einem Schuh rittche (7) eiphemn männl Kaninchen. ritsch (26 u. naſſan) liederliche Weibsperfon. ritsche (7) ritſchen, ritscher (9) ein Tanz zu dem geſungen winde: ritsch hin, ritach her. ritschhawe, m. (12) Hafen ohne Füſte ritachor (18) Mausohrchen, Schafmänlchen. ritzeröt (Aiſchaffbg) blutrot eigtl. ſcharlachtot (p. reizza eoccinum). ritre- u. ritzerackorot (21) feuccrot, ganz rot Riwerum (3) Rchborn riwig (6) u. gerlwig (12) geruhg (leben) unriwig, ans rue-ig, ruewig v. a. rueb, ald. ruouua; aber rüg (2) ruhig rhwls, reiben bej. Tagitackchen — niwwel, m. yl. Hwwele, tl. Nudeln. rkweweol-eupp. Suppe nüt ſolchen Nudelchen, auch ſchwäb ribeles-suppe. robdo (allg) 1. rupfen 2. irinfet a schoppe. 117 roches (23) Zorn; (uafſ. die rochel, Aurerzung, von ruck, Rauch?) 25: er hot rouches iwern. rodalbe, roddalke (7) den Ader, den Wingect roden. rolire (18) toben: wi er gesin hat, dass en lin stibbele (uzen) welle, hot er ganz grusselich rolirt tichweiz rollen, lärmend hin⸗ und herlanſen). rolle, rolse, 1. ſich wälzen, purzeln (von rollen), 2. wie rollen, ſchakein kareſſieren, nachlaufen. (Ebciſo bair rollezen, rollzen, rollzn, daher geroll, gerollez, grollez, länneſde Luſtbarkeit). ropf-kuche (?) Zuckerkuchen roppe = kupfen (14). rôre (18) raten, Pto. ab-gerore. R0e, Rösel, Noſine. ros u die-ros, f. (22) Bteuroſe— Wabe: ross-huunig (of Wabeuhonig: rosig, resig, bierosig = porés z B. Brod, resig, Gegſ. wetzstanig. ross (17) ſich herumnaken, v Knaben n Mädchen iſ. rollen). rosina er hat grosse rosine (raisis vervecſ ſt raisons) im sack. rossele (3) d i. raſſeln röcheln rosssmrei“, m. Nosmarin. Drsbg. rotrans (7) Rotrüibe, Runkelrube (hochd Range, bair ranne, Beta vulgaris rubra I.) 9: rodrän, die Notrübe n. rodrid, Runkelrübe rotrohr (30) rote Ruhr. rôtschin (13) Rotlauf, Erkaltung; en übergange, über gangene = ſchwere. roup dich (7) Interj. plötzlich. rowd (18) roi. rd, subst. f. 1. die Ruhe 2 die Rüge = Shaſe, z B walärd, Forſtſrevelſtraſe. Adj. zu 1. rüig, ruhig. verd. rue, ruhen, aufhören (87) Redensart lier rii, hör Ruh hör auf! (Moſchelthal, Bliesg) 1 rubbigel. m. ſchmutziger Meniſch ruchle (26) rollen. rÜck-käu (26) Traglotb anf dem Rücken f. keea). ruere (7) zweites Hacken des Wingerts. rug sulst. f. Ruhe; (ald ruowa), Adj riwig (ruewig), aihig. verb. ruge, 1. ruhen 2. aufhoren. (Vorderpi) ruh; hor ruh (3) = hör' auf, gib Ruh! rummels (80) Rinmelu: auch rumelze Weflr.) Runkck⸗ oder Dickrüben, beta altissima. rungs (7) kl. Pfoſten am Wagenſchemel zun Aulegen von Leitern oder Dielen; (engl. rung, Balken got. hrugga, Stab). ruppel (5) keines Nind. ruschd. pl. ruischde, f. die Rüſter (37) 13: rusche. rutt (14) Nchtung rutz unn kahl iusgeſammt (wohl aus rattenkahil, v ratt ganz und gar) S vor Conſonanten wird immer wi rad geſprochen, daber z B. sebb hier unter ah, icht unter ſt x. zu ſuchen iſt sa, ſag. sa'n, ſagen, gesät (Blics, Zweibt) su's 'm du s m, ſcherzh. jag' du es ihis = hange der Katze dee Schelle an; probicr' dn es — ich sag, du segst, er segt, m'r segen, ehr sagen x ptep. gsigt (sp.). sack, auch Taſche, sackel, 1. Suckchen, 2. Schimpfw ge meiner Meuſch, grindsack, Krätziger, 3. eine kurze Jocke (26); ſoufi flieger, peder. säcker (26) Treſter. sackernd'didjse, Fluch = saere nom de Dieu. sackpuffer, m. ſcherzh. Piſtole. saess, m. (12) Voſchung Abhang. sägs (9) ſaſchen, piſſen 119 sägema, f. (6) Amciſe (ahd amezu, engl emmet; naſſau die saichmetz, saichmitz; alſo zu ssichen.) sache. p. p gesa'cht, urimeren von Meiſchen u Ticten, der saich, Urin (ahd seichan, der saich; bair säche, oberpſ saiching, piſſeu) vgl. bettsecher. saje p. p. g'anikt, ſäugen (22) süſamm, Sängamme. säld f. Salbgi (87). salfed, die Sewictte, (bair. das salvet, it la salvietta, Tellertuch). 12: sawet. eall pl. säll, m. der Sattel der saller, der Satiler (87). salleman (18) Salomon. salvene = salra venia, mit Eclanbnis (sp.). ealwänn, f. pl. salwanne, Salband, Zettelende rheinl. sel⸗ benn, bair selbend, aus holl self-ende, auch selt- egge u. sell-kunt; wo das Tuch ſelbſt endet, nicht abgeſchuitter). sam, das = laugſaner Meuſch (sp.). säm (9) Sanm. same (as). pl. Seme, m. der Samen. — Der Plur. ſ. n. a. die Saatſelder (87). Samel (7) Saumel (29) Samelche. samme (88) zuſammen sängte, sich (26) ſich ſeugen an einer Reſſel. Santer (9) Alezander sappel, dei, tieſer Straßenſchmutz eärk. pl. saerk, m. Sarg = Trog; der kraut-sark, der flaesch-sark, der Kraut⸗ Fleiſchſtander (87). serl (18) Sattel. sät, adv. ſatt (Alſaruza) eatastén (30) Gretzſtein eaudod (4) Nachtſchatten saudul (sp) der die Säne zuſ dudelt, Schi eine hnt (Schimipfwu.) sauerdaeem Sauerteig. 120 saud (9) Saule sauistsch (7) Huflattich. saulsdder, Schinpfw. = Schveinpelg saumags, enge Haube der Bäuerinnen (Vorderpf) aaumün⸗ kapp (13) Schlaſhaube sausäcksl (18) Saumagen. eauschwanz (13) Wmdhoſe sau -zahn (28) irdene Pfeife säwera, geifern (o Kindern), heſſ. sabbere, sibbern, seibern, oberd. saifern; subst. der saifer, heſſ. seiber, sebber, pf. séwer, doher séwerlüppche, heiſ selberlappche, Vortüchleinf Kinder vgl. frz. sorꝛer, e. Kind abgewdhnen sbad, f. (9) Spaten. sbarafane (90) faule Witze (ital sbarrazzino, Windbentch. abargelments, pl. Vorſpiegelungen, auch sberanze, sbirauze, v. ſrz. espérances; auch sberlefunkes. shausch (9) ſpeien. sbeddel (30) Emſatz am Sack, Speidel. shell Radel (ital. spilo, Stecknadeh. ebiel, Menge; e grumbeeresb., do war euch e leutsb. shutz (12) ein Spaß mit jemanden schaak der Rabe (sp.) = Jacques? schab (30) Totenbeit = schuw (87). echäd, f. (13) Schatten schäfe, schübe, (I)f zuckerschufen. schafüig geſchäftig (87). es schaffelt (ſchafft) es thaut (Otterſt) schagrille trübſelige Gedauken (frz chagrin u. Griller). schäk (20. Weſtr) Rod (urſpr mhb schecke, frz. jacque, Jacke ein engauſchließendes, dicgeſulltes durchſtepptes Leibkleid, von Rutern, Knappen und Bürgern getrager) schäke ſchief treten (sp.) schage (Weißenburg Franken). Schakob (allg) Jalob schält, 1. a schäli ſſchale) milch (12)ſ abgerahmt, 2. Scheitel (30). 121 schamas, der, baumwollenet Kleiderſtoff (siamois) schambel (14) = schöte Schambetis, schambatig (13. 29) Jean Baptiſt. schamme meiner — (3. 27) fürvahr! schandärem (SO. W.), langer Leb Brod = gendarm. ichane (S) ſchonen. schank, pl. schaenk, m. (Rheinl, Main 17. 20) Schrankt, tal scancin, scauzia. schänne, p. p. geschännt, ſchunpfen. Drsbg. (= ſchänden) schäpp, ſchief, schäppehe, humpeln. schärm (22) Schirm; Weſtr Blumentopf (Scherbe): um den scherm erum, ohngeſähr ba ſoviel ctwa, alte schermel, schärwel (12) alte abgelebte Frauensperſon; ſ schawell. schäppel, das Kräuzchen der Brautzungſern (Neupfotz). scharisk. f. altes Buch (ital scartöla, Ausſchießen von Spiellarten). scharware (frz chariwari, charivalet, Haberfeld) einem machen (l4). scharwemie, den Hof machen, scharwenzil, der Bube im Nartenſpiel (scheren, plagen, wenzel, der Allerweltst diener). tcharz (30) Schurz. schäskens, ſich dem Trunke ergeben (jüd. schathiag). ichätts (6) Schatten. schaw, n das Schaubett auf welchem die Leiche hegt (87) 'schawelle, en altes Wab = scherwel. schäuwzig (12) schewataig, krätzig grindig; v. lat. scabies, die Kratze, von scabere benannt; nümb schebbeln, wiedecholt (d. Kopi kratzen ban die Schoben, scheben, die Räude; dah schebig, ahd. schebelig, ſchabig tnauſernid). schawewesmad (1!) Aushelſerin einer unfleiſigen Hausfrau ꝛchsbb, ſchief, ſ. sehabb. 122 schebhe geschehbt, ! ſchopfen, 2 mit der Schippe ar beiten (87). schsck (26) ſcheelige Kuh, ſ auch schäk schöd (Weſhec) Straug Wolle (vgl. ſcünk. scliid, Bund Stoh, von schütten). schek (9) watum nicht gar? chebi selcker. Llge?). schél, ſcheckig; schöler wissgigel (Weißlopſſ; das tà ich nett um e schele kü (12). schells (12) ſchelteu; bei dem hat's geschellt, mit dem iſt's aus (der Glockner ſchellt beim Sterbeuden, doch auch ninder ernſt gebraucht). schelle, geseholl, ſchelten echelaig (9) das Abgeſchälte. schenkäsch (7) Geſchenl. schspel. Hochzeitslranz (sp.). scherba (26) scharbdnnel, scherrwünche (13) gleichi Schirrwageu iſt ſez char à banc. 'scherbe, Laub und Reben ansbrecheu, um Saft und Some zuꝛegeln (särh, d ſpitzen ſcharſen Blatter, beſ d Weizens). schere geschert, ſchhren (s7) scher emer's feier. scherm i schärm. scherrling, m. (21) Fullen, das angeſchirrt werden kann. schérwel, f. pl. schérwel, die Scheibe blummescherwel, Blumentopf; alti scherwel, ſ. a sclmwolle. scherwenzole, ſchweiſwedeln den Hof machen schibb, I. die Schippe, schibhe, die Karte. schichtel (13) Spaßmachei w spüchte) schicksicher (12) Schühlen. echicker, betrunken (üd. schik kör. schier, I. (28) Schener schiffor (9) Schꝛeſertafel. ſonſt lai. schikane-kerbche, Aorbchen, das man ſpanerea trägt (Zw.: ugl. exkisekeibche, excuse, glchj zur Cutſchuldigung). 123 schikke (Blies) Tabaf kauen schikselcher Jndenmadchen schilde (13) Schollen: is-sch., Ersſchollen. schilcher, m. rotlich ſchimmemder Wein schilder (25) Schulter schiliche (7), schilehse (87), schilkse (18 30) ſchielen (mhd. schelch, ahd scelah, ſchieſ: bair. schelchen, ſchief gehen; früuk schehchen). schillo, n. Weſte, ſrz. le gilet (allg). schilie (13) ſchutteln. schilsig (⁷) = schelzig, Schaleu schimmele, den schimmel halten mussen (23) beim Tanz ſitzen bleiben. schinds (Schindaas), boſes Weib. schlabbo. Pautoſſeln. schläck (13) Schnecke. schläe, geschla (s7) ſchlagen schlafdrock (9) Heunſchnh schlafo, schlafe, ſchleifen zeiren die scllaf, schlaf, Pflug ſterz und Ackerſchleiſe (zum Einebuen) 87. schlatfe (Vordepf.): 's geschlafft, 's schlöffelt, e thaut auf (uaſſau schlach n. schlaft, nicht ſteiſ; ſchwäb gschlacht, gelinde Witterung). schlammassel, f. Verlegenheit, ſatale Lage auch schlim- massel, Uuglück, (veiſch. Ankläuge ital scliamazzo, lat. exclamare, Geſchra: hebr mazzul, ſchlimin, Schlamm, dah heſſ. naſſan auch e. Maſſe von Uurat u. dgl). schlamp, k uureinliches Franenzinnner; 13: schlampe, uacht laſſiger Meuſch. schlappschwanz mu. ein energieloſcr Menſch (87). schlaraffotgesicht) (22) Maote schlau (SO. W. 13 Saar 37) in Wmdungen allmählich (engl. slow, laugſam?) auſteigend 124 schlaudere (9) ſchlendem. schlsuzer, Schleuder, sciflauzere. echlawwitche, n. auch schlaifittche d i. Schlagfitlich am schl. kriegen, von Meiſchen; 12: Uunviuſkragen. 'schlawwre, 1. viel durch dinander ſchwäten (ban ſchlappern = ſchlappern, plappern) schlawwermaul, Schwhter. 2. beim Trinken verſchutten (Ninbg ausſchlappen = audeſſen Schlappfuppem, schlawwerdröh, ſchlechtes Getrank, Kaſſce x. schlebbe 1. Schweres tragen, ſchleppen 2. herumſchlingen. Seil (87) schlehhie (s0.) Schlngen f. d Wlld. schiebeichlo (12) ſchwer, atmen ſo daß der Bauch ſchlegelt = zuckt. Hlia ducere (bdr schlegbauchie; ſchwaj kipp-buchen, Hambg bnhkslagen. schisck die. leichte Arbeit (sp.). schlecke (29) Schnede. schieebdes, Knallbichſe aus Hollunder. schichle, Schlüten (30). schlelf. f. Eisbahn 87 = schleimer (Wrſtr) dazu schleife u seldleimere, schlimmeie, 13 auf dan Eiſe lanſen. schisime (12) die lewwer, von der Leber weg reden. schleiz. f. Weideurinde; echleize, geschleizt (22) dieſelbe ſchälen, uut dem schlitzer, holz. Meſſer schlemberte (29) längl. Kattoſſelkloſe schlemihl m. Duckmauſer. schlempe (18) u. schlenk, k Thürtüinke (25. 87) abnem⸗ bare (aſchaffbg schilinke). schlenker schla'n (Weſir) nichts thun, ebenſo aſchaffbg., vgl schlenker! achlonkor. m. 1. Auhäingſel (57). 2. Luſtmsaſche eder falſche Maſche. schlenkera wegſchleudem (auch bair, heſſ. ſcant) aber 12: 125 viel eſſen e schlenkerpartie schlenze, pl. Winkelzlige machen, Ausſlhchie. Beirügercient schlsppis (26) Wild in Schlingen ſangen; ſ schlebble. schlsws (29) pl. Schlehen. schlieferig (22) ſchläſng schlier (21) m. Schwüre (rhenl schleier, selloijer, n. uld. der slier). schlier, bubo, Kiöte. schlisre (¹3) der xbeiuige Kerl. schliss, f. Schleuſe (Slies). echliffel m. ungezogener Menſch (auch fränk, mederch schluffel, ſchoeiz sehluff). schlikse m. der Schlucken; verb. schlickse von schlicke, ſchlucken; echliekser. echlingel (13) Spitzenkragen ſ. Frauen. schlinkebutzsr, ſchlechter Biauntwen (Weſtrich) schlirrs (18) Schhiten. schliwwer, Splitter (Weſtr), schliwwerig (12) geſpalten, geschliwwert, geſtrichen voll (Zwo) Teller x. vgt schlawwre. schlohb, pl. echlepp, m. Schleiſe Knoten (87). schloddsrfass, n. schilorrerfass, Holzgefaß m Eſſig, Waſſer oder ſeuchtem Gias für den Wetzſtein des Mähders. (87. Heſſai). schlottorkrug (26) ſteinemer eyliudr. Krug mit engem Hals (Coburg, heif schlutte; ſachſ. weſtf. slüte). schlorbss (23) ſchnatzeud eſſen, venv. ſchlmſen schlöweis (12, auch bair, ſchwab) ſchnerweiß (ue Schloſſen?) schlari, m. (12) hederlicher Maun. schlutzer (21) bair. schlotaer, Sauglappei Zulpe Zuller, Schnnller ſ. Saugüinge; v. schlotze, horbar ſangen (1i). schmacks (9. 13. 28) riechen trans. u. intr. schmadds, sich — Chriſt weden (chald. sehmad, ver⸗ nilgen, jud schmatt, Tauſe hochſter jidiſcher Bann) echmadder(or), Wicdertanfe, Mennonit. 126 schmscies, riehen ſ. schmacken. Fuchs schmeck' gel- riwesnpp! ſagt ein umvillkommeuer Gaſt vder jem. der merlt daß er ſtort. schmsor. f. Schmiere Salbe; seluneere (s7). schmsisrlich leben (12) ſchmälerlic kätglich schmsisso (20) 1. werfen 2. hinfalleu er iss hingeschmess, 3. ſchiagen, u Pferden, 4 der wei'schimeisst = iſt ſtart. schmick (12.87) Peitſchenſchnur, auch schna'er, i schmuck. schmisr, aufgeſtrichenes (Weſtr) butter-, käs-, honig- schmier. schmirakal ffrz miracle) Anffehen machen. schmisser (20) m. gern ausſchlagendes Pſerd. schmüdig schmüdig, schmurig, ſchwül, gewitterhaft G schmoren; heſſ. naſſ. schmurig, schmnrerich, heiſ schmudelich, eugl smooth, dampfei). schmolls (13) rauchen. schmuck schmitze, Porſchnur der Peitſche. schmunzels (allg) lacheln (bair schmntzen, schmutzeln. schmutzmaulen, niederd. schmotz, lächen, oſtfaei schmülustern, schmhfster, lachen). schmüss, überreden (hebr. schuhoth. Erzählungen) schmutz ſen ſſchwäb auchschmotz) 5 auchKuß= schmatz; schmuzig, ſettig (25). schnabbe (12) ſchlafen (21) hinken (s7) nicken. ja fagen. schnabs! (23) Gefängms schnack (1a. 87) ſchlauk, gerade die bäum stehn so schnack. schnäj (18) Schnee. schnäks, geschnnkt, naſchen; schnaker, Naſcher scmdkig, naſchhaft schulkerei, Naſcherei, Naſchwerk Naſchhaftig⸗ kait (chwab. schneicken, zn naſchen ſuchen, schiakig, haitel altmäck. schubakern, ndrheſſ. selinnekig, wähle⸗ riſch; dan snage, herumſchnüffeln) schnatzs (18) Riß; ſchwab. schmatte, Einſchnitt. 127 schnehb. f. Matzenſchild Schnepfe (Schnabel, ſchnappen) schnebbe, wegfaugen (Tauberi). schnebbers (13) zittern. schneckechm (12) unnotige Uuſtünde (87). schnarres (30) = schnoires; schnarrig (30) ſc,umrig. schnausse (21) naſchen, ſchuuffeln, ſ. schuis. schnautzer (26) Schnurrbart. achnéa geschnet (87); schneiche (? s) ſchneic schnelder. Libelle, kleiner Frſch. schneller (20) Alidker, Matbei. schneliere (22) das Weberſchſſchen hiu n herwerſen. schnerrbb'e, Schnurtbogen, Armbruſt. schnerre, sich — ſich ureit ſich fangen (alp. snerahan, mhd. snerhen, kuäpfen, ſchüngen, snar. Lockfalle vm. schnur) ausgeschnerre = ansgeſchütten (18). tehmnib, schniw, Schtippe, Ende Rand (bair sehnappe, ſiduk. schnepp, 13: sclmeppekapn, Schnnmitze. schnibbele (87) cin Stuckcheu ſchneiden. schnibss (9. 14) ſchluchzen (v. ſchmuipfet). schicke, geschnickt (87) ſchleudern. schnicker (88) Schnelle schnis (29. 12. 17) Rüſſel (weſterwo. schinüiss, zu schnüte, schnanze) schnuss, schnüd, der hat e witige schniss. achnökes. Epaß (Schnaken) tchnor, schnur (Alſeng) Schwiegertochter schnörkalich mnzig Gellham). schnorres (is) Schnncbart. schnorrig (23) ſchwab. ſ. schmülig. schnubbduch (87) Schuupftuch tchmicke gesehmnekt (s7) = ſchndlen, sehnuckig N schnuckler (30) Gonrmand, genaſchig. wchnüfel (s) Mund 128 schnür-olbi (!) Corſeit. echnurrant herumzichender Muſilant, schnurren mit Singen ꝛ. zuſamimenbetteln, e schnorrer (beſ. jüd.) Beitler schobd (12) Schuppen schohel = achöte d4). echockel (Schauke) Wiege, schockele. schof pl. schef (9) Schaf. schoff (18) Schiff Nachen. schofel gemnein niedrig (hebr. schäphei) scholb (⁴) gewnndene Cravatte; (ans shawh). schönemeder (13) Geometer. schopt (7) Schuppen schör, Spaten (vgl. Pflug⸗schar); schöre (20) graben. schorkopp, m. der Geſchoreue: schorkopp von Alze, die rwe sin gesalze (Frankenth.) schorm (22) Schirm schornschds, m Schoriſtein. schoses, n. = la chausset; schoseegard, Wegmacher schossel schussel (12) dn Halbverrüdkter. rchöta einſältiger, halbverrückter Menſch, (rabbin. schötteh, Nary). schott e schott rehn (30) ein Schutt, Regenguß schotiert m. Huhn ohne Schwanzfedem. schowatzig (14) wurnſlichig. ſ. 'schäwätzig. schràe schrähe (18) Schragen Ldchenbett. schraj, m. pl. ebenjo, Schrei (87). schrainm f. pl. schramme, engeriſſene Lune, ziehs auf eiue Tafel (87). schrämme, gesehrämmt, (bergmann abhauen (ücs). schränkele (22) ſchlotterig gehnu (ahd. der schrank, auch Ueberſchlagen emes Banes mhd. schregen. theinl. unterrhein. schrankeln, weſtr, bair schrankeln, schregeln. 129 echrätzel, das, langer Waſſerweck (sp.). schreffe (30) ſchröpfen schrelwe, geschrebb (87) gesdrewwe (Grünſtabe), ge schriwwe (Vorderpf.), gezchrieb (Bliesg), ſchreiben. schretzel, rundes, II. Brod (sp.) = lickeweck. schroh (30) rauh. schroppe mit dem Beſen, schropper, ſchenern, (eugl. serub, ſcheuern, altengl scrohben u serubben, ſchwed skrubba; alles von scrape, kratzen, ſchaben). schrumbel, f. pl schrumbele, Falte. Adj. schrumbelig; verb. verschrumbele, zesarme selnumbele, ſchruupſen, o du aldi schrunbel, alter Mam oder Frau (87) schauibo (7) ſchieben. schublad. f. pl. schublade, Tiſchſchublade (87). schucke (7) die Steine ſchicken (Maurec). ichuckere (30) fröſteln. tchugk pl. scba (8s7); schheb, pl. sehuck, Schuh, demin. schigkeiche (87), schuelich (Qucic. schulbas, ſ bas. schunlehre, m. Schullehrer (NW.) f. die schullelwen (s7). schulbas (Moſche); der schümester (7); der schüler bu (9) Schüler. schulni (9) Julie. schullig (25) ſchuldig schunn (9) ſchon. schunke (87) Schinlen. sehupf (7) Schoppen. sehuppcwack (26) Schnupftabak schure, ſcheuern (13). schurrere (1s) ſchandern. schusabloder Blatter) 9 Augenkmntheit: Gerſtenkor. Bieriegel. schussel m. unbedacter Meniſch (87 n. 1) 130 schwà'er, m. Schwager, Schwiegervater (N) f. schwärsch. schwer = Schwieger (Vater, Mutten 14. schwalm, Qnalm 'schwappa ſtart triukei; eigtl. wie sclipple, wanken, ſchwanken. schwappeler, m. (1¹) Vielſchwätzer. schwartemà (30) Nachthaube (Schwartenmagen) schwarzbiere (14) Brombeeren. schwàs, m. Schweiß (s7), sehwüse, zuiſ. ſchweißen. schwa'swiller, Schveiswaler, ſruher Schwueinswaler. schueh, der Haspel (Dudenhofen). schwer, p. p. g'scliws, ſchweigen (Nordpf) schwers (18) Schweden. echuiſer, f. Schwvieger, Schoegarmutter echwiervader, m. Schwiegewater; gdeschwier, Gege⸗ ſchwieger mitschwier (1s) Mit vater. schwiermodder, mntter. k. Schiegermutter. echwiewes gelin, zu grund gehen (Neupſotz). schwine-käs (13) Schweinsfüße in gelce. echwitze, bildl. er hot awef keen penning geschwitzt, hergegcben echwitzens (30) schwitzends (23) schwitzhens (Weſtricht. langes Wamns (aus Schwitzhend: schuoher (3) Schwager. schwolig (26) ſchwül. echwolle (30) Schollen. schwollkopp (13) Dummkopf. schwö'r, pl. schwer (Noidpf. u. Weſtr) (sclrwoger. schwe- ger, Vordecpf) w. Schwager. schworm, m. 1. der Schwarm; 2 der Schdadem (87); 3. dumpfig heiße Luſt, Adj. schwormig, zu ſchoul? echwowegretche (30) Holzpuppe (aus Schwabe) schwuderi (²) = schmüdig, ſchwil, ſ. shmodig. 131 s“, praepos. u enj, zu, „s Speier“ zu Speier; ich hun s esse, ich habe zu eſſer; s samme ober samme, zuſammen (87) séb (25. 30), Sieb seerbt n (13) Abiritt sech, das (20. heſſ.) Pflugmeſſer. séchel m. Veſtand. Ueberleguug qud sekel) seckel, m (22. 30) Taſche, beſ Rock od. Hoſeutaſche von Sack, Säckel. see und su (30) Säge 'seesel (uittelrhein.) Rebemneſſer (aus ahd sahs, Meſſer, agſ seax, isl. sax). seffe (9) = Schosen, Joſephinte. sehen (7: Bordetpſalz: saene; ich saen, er saent, pl. wr saene x, Pte. g'snene; sènich, senschte, siter, stmer, sener, sense? Weſtrich: siehn od. sig; ich sieh od. sielm, du sielwscht, ich han g'aic.) schweegg der, breitkrampiger Banernhut (Steiubach) sel'; ich sein, du bischt, er es, mer, ehr, sie sein; ich war,; ich waer; ich werr sef'; ich sein ge- wes (Desbg u Aſjeng. — ichsin, du bischt, er is; mer, elu, sie sin; ich war, ich waer; ich werr sin; ich sin gewän (lies); jur sin u. sel', ich waer, g'wacst (7). seide -réste (9) Maßliebchen. sef, p. P. geselt, ſeigen. — Subſt. die sei, die Seigſchiiſſel. der Seiger; das seiblech (87) seibeeke (7) Scihpſanne eerrel (slluereh f. Schweinerei. Schuutz (87). eekedire (12) verſteden: sich zu — Wisen, ſich zu heljen wiſſen. selherscht (allg.) = ſelbſt. selescht (Weſtr) zuletzt. selie (25) ſollen 132 seller, selli, sell, pr. demonstr. ſelbiger, jener. selscheit (5) Stelſcheit an der Wage des Wagens selwerscht (Zwabr) ſelbſt. sim (25) Eaum Ssmms (4) Simon senglnessel (26) senginess (2b) Breunneſſel uaſſan seng- hessel, singésel, v ſengen tenstworf (4) Seiſe mit Nehrenrechen. sérr (25) ſeit, seder, serrer (26) = siter. seschter, m. (13 30) Gemaß; ſchweiz. sester v. sextarius für Wein und Früchte = ¾, aimmere. sessel. m. der Seſſel (Dröbg.). sibb, n. das Sieb (87). eiddig Adj. ſithg. d. h wohlgezogen beſchelden. niedig, wüͤteid, ſchnell, außerordentlich, da soll es. dunner- wstter neischla'n cheiß, fervens)n. ſieden? Vgl. aber bair alrig, empfindlich, aufgebacht. Oberm sirswitz, das girewitzel — Zormückel (v. ält. ser wund, eur pfindlich; ahd. aerbu, verſehren). eichn, u. die Pupille im Auge. Bgl. auch bei sehent srfer, m. der Saufer (uberalh. sſte, m. Nebenſeil (17) fur das junge Pſerd, neben dem alten, ſ silscheit. eilich (25) leiſe sllscheit (17 u ſ) selscheit (5) das Scheit an dem Wagen an dem das Pferd angeſpannt wird (v. sil, m., f. — das Sill. Rꝛemenwert, ſchwed. sele, Geſchirt, bohm sle, Pjerdegeſchirr Hoſentrhger, = würzb. u. bregenz. sile). silvansr (7) Trmubenſorie (= Oeſterreicher) Simnms, Simmche (29) Simon, ſ. Semme. simmellers (allg) nachſinueh. simmers (7) gr. Getleidemaß ¼ Malter der hot e kopp wie e simmere (27). 133 sinn (sunn). pl. sinne, f. Sünde; 'sesesinu uneschann, es iſt eine Sünde und eine Schande. — Hescht nöre die kränk, Gott verzeih' mer mei siun! (87). sint, sintert (21) ſeit (rhein. sint, sinter, unterrhein. sint. weſt. zinter; ahd. sid, sidör, mhb sint, sider); ſ. Serr u. siter. sippjeh das (88), Hängeleſten unter dem Laſtwagen. sireher (13) pl. kleiue Geſchwüͤre (vgl. bair. siri, ſchwürig: mhd. die siure, ahd. siura; sérig, wund). siter (7) ſeit, ſ. serr. sitig (7) leiſe gchen oder lernen oder ſagen (aus ſittig). eittig, ſeril, leiſe (bair langſam ſachte) shwwe, shwulwezig K, ſieben, ſiebenzig shwwo-dirmet (13) einfaltiger Tropf, ſ. dormebg. sitzo; ich sitz, du sitscht, er sitat, mer sitze; p. p. gesötz (s7). gesotze (Frankeuthal), gesass (Weſtrich. sol. i. s0l. sollen (7: er sol, sil; mr sale n sole x, sel-ich, salschte, seler, selemer, selener, selese? Pte. geselt — 9: 9: ich sell, du sellsch, mer sellen, er —, sie — Conj. prs. ich sedd, du seddsch oder soddsch, er sedd od. sodd, mr sedden oder sodden, er sie sedden. 13: der soll mich gebatscht han! der hat mich tüchtig g. söt f. die Saat; Saatſeld (s7). Soweremm (3) Sobernheim. spächte (30) Speichen. wpaecher (7) Speicher. spangel Stecknabel, (spange) Bgl spengel! sparchlemende (26) Poſſen, Dmnmhaͤten: chenl. sjmrje- mente, ital. spargimenti, Umſtändlchkeiten. sparrje (18) Spargel. spà'sel (88) Spanuſeil. zum Baudigen v. Tieren. spa'sélen, 134 das Sp anlegen. spa'sle (15) ſchließen, die Hande ſeſſeln. spät, k. (25) Spaten. spatol em Menſch voll Einbildung (ob vom spadi = iin Kaiteuſpiel Pique, ſpan. espuda, frz érte?) spatz. pl. spelze (2i. 20 wie naſſ. u. heſſ) der Spatz od Sperling epauche, geo spautze, ausſpucken vgl. sypltzen, (Nebenf. sperzen, fränk. sporzen); spauchots (7) Speichel; spauzmann (20) Spaiteifel. speck-kaöpp (23) Hiche. epeckmaus (allg rheiul) = Fledermans. speddol, Einſatz am Sack (30). speis, m. (schbeis) der Mörtel: davon enspeise, in Mönei logen oder mit Mörtel beveiſen, dagegen essensspeiee was mian ißt. epel n. das Spiel „e spelche machs“, ein Spielchen machen. der spil (7). spelloit, Muſtkanten (Nordpſ u Drsbg). spste (pr schbele) p. p. gespelt, ſpicen, & B vom Karten, 2. Mufik machen oder Komödie aufführen. epelle. Speugel Steckuadel (venv. mit mudd spile, f. der Speiler dlinnes Holzſpießlein) spell (Fransheiui. spello-schisser, goofe — R glufe-schlsser, die Libele. spelle = Steduadel = goof = gluf (sp). spelzekülwe (30) Spelzkolben. spongel (11) Stecknadel, v. Spange. spengler, m. (allg.) Alempuer, Blechſchnnicd. sperde (30) Baumbeere (Vogelbeere2) eperhor, pl. sperbere (30) magerer Meuſch (Rordpf.) sperre part. perf. gesperrt, gesporre, ſperren; term. tech. den Wagen, 2. verſchlicheri. — sperrkeit, Heuunkette. spetzert (⁴) maunl Speiling v. Spatz 135 spichel (13) Feuſterſcheibe (Spiegeh spiel pl. spiel, m. der Spregel (87), aber auch — Menige e leutspiel (2t) eine Menge Leute (auch bair. u naſſ. heſſ) spitzewéderich (7) Spitzewegerich. aplwette (13) Spinnweben. sponesrasseln. Geld (ſcherzh). spor n. spur, f. die Spur (87) sposlo (13) gespo'solt, gefeſſelt, geſpannt sprà sprae, die, Bettſpräh, Ueberdecke über das ganze Beit sprak, ſpröde. spranze, sich (12) ſich ſpreizen breit machen sprattie, ſich (12) ſich ausbreiten ſ. g'sprattel. sprau. f. Spreu. (Nordpf, Drsbg. Sp.) spräwe, die Staaren (29) spreckelig n sprickelig, Adj. geſprenkelt gefleckt (87). sprenke (7) die Blumengießen (ſprengen) = sprenze. sprenzkruk (11) Sprengbecher. sprous (13) Staaren. eprier. pl. Spreu (Bliesj. spröchs, ſprechen (Bhiesſ. sprok (25) ſpröde (auch naſſan) spuchite, pl. Spaſſe (12. Weſtr 13. 26. Alſeng), batr. Wald spuchten; verw. bair. spachte, viel ſprechen, der spachter, Großſprechet, verw. engl. speak, altd. der spacht, Sprache e spichtemacher (13) Spaßvogel. 'sputze Schwauke, Späſſe: ans spuchtse. st zu ſprechen: scht. sts', m. der Stein, stanig, sta'hart (87). sta ischdae) f. die Stiege (s7. 18). staches der, unbeholfener Menſch steifleine. stade (7) Rech, Nain. stasbe (!) ſtaupen, staeb (7) Stanb, staebe, ſtanben 136 et'esel () Kellercſel. stagse ſtottern. stäle, staelehe, (13) Muſier. stalferrestock (is) Federhalter stambe (18) Stoßer, Stempel. Standebehl. Standenbühl. stann (S0) m. Ständer, um Früchte einzumachen —Stand. stänner. m. der Stander, die ſtehende Tonne (Nordpſ. n. Drsbg) stär, Adj ſtarr (Aiſenp. stark (9) Storch. etärk. Adj. ſtark (87). etärk f die Starke zumn Bügeln; die Starke, Kraſt (87). stau, f. (17) Steig stauch pl steuch (98) Ermel stauche, f. eine An Manſchette zum Wärtnen; ſ ſchwoah. staucher. Stauerom (3) Standeruheim. staxe j. stagse. stecher (20) ein ſchlechtes Pſerd stecke = auſſtecken, auſgeben. atskus (9) Pſrieme, Nadel. stelbers (steiwere) (7) ſtutzen ſtreben. ttelbere, sich, ſich widerſchen, widerſtreben (von ſtaf lat. stipare!) stelblel m. der Steigbügel (s2) stein, steinche (29) Cheiſtian. stele p. p. gestsk, ſteigen (s7). steifbetller (12) Erzbeiler. etenze j. strenze. stepper, m. keiner Menſch oterbling (4) ſchwacher, krankmr Menſch. sterle (28) ¼ 1 Branutwein. sterublum (18) Narziſſe. 187 sterre (13) Sterne stibb un stl (21) Stumpf und Stiel. stlbbe (13) Stütze. etibdlo (13) ſtacheln. stiber (stiwer) (26) Nauſch; (12) enn betcuulener Menſch, es stibert, (12) regnet ſein v. Geſtober;, ob hierher auch stibe (14) Launen2 stich m. (ür Stieg). Steige beſ. anſteigende Straße (s7). elicksig (14) moderig. stilel (7) Schemelchen. sUncharhol Chriſtine Barbel (30). sülnkoie (4) Steinöl; i ölig. stir (13) Sürn. elltz (9) Sttze = 10 Liter. süwwel, pi. stiwwele, m. der Stiefel (87) auch ungeſchickter Menſch shwwig m. Shebig oſſener Kaſten (87) faßahnlicher Be⸗ Behälter; Bodenkammer. stodbenier (18) Kockzieher. stdbel (0) Stube. stollhawo (23) irdener Kochtopf stör (8) Staar. storme (14) Weile. storre, m mhd. Baumſtumpf, ahd. storren, heworragen der storro. sterre, pl. (12) Stützen der Wagenleiter von der Axe aus. sterrkopp. m. Startkopf (87). storze, m. Baumſtrunk auch v. einem kl, unterſetzten Menſchen. storzelbdock (26) Purzelbaum. stos (9) Vienenſtock stoss () ausſchwärmen, sich stose (allg.) ſich irren. stoesdrop, m. der Stoßtrog (87); dazu stossmesser, stoss- arte (6) dasſ. 138 stoeevochel (13) Habicht. "etote. Kurzweil. Spaß? stourelbiere (14) d. i. Staudelbcere, Heidelbeere. strächelo (13) ſtreicheln ſchmacheln. sträe, strde; gestrat, gestrat, ſtrenent (87). sträme, i. Streiſen; dav Abdj. strumig, 13 strôme (Dröbg). etramm haben vor (12) Augſt haben von — stramms (22. Weſtr) erſhicken; es strammt mich. sträsel (7) 1. kleine Straße. 2. Streu etrauchel (7) Plage, epidemiſche Krantheit. straue. p. p. gestraut, ſtreuen (Weſtpf) strawweler (12) Subſt der fluchtig arbeitet: strawele (14) iin Reden alles duccheinander bringen. strébe, verb red., ſich ſträuben. strefke (7) woll. Puléwäriner (v. abſtreiſen) streffermel, Schteibärmiel = strampf (30) Gamaſchen. strel, m. Strähl. Kamin (87. Nordpf. 20) = uid. strael, m. ebenſo straelin, kammen. etremmes (29) Kuchenpatronsfeſt (ſrz etrennes, lat. strena, Eimoeihung) streng (22) herb. strene ſtehlen (beſ Obſt; bair stenzen. striche (30) Kragen. striet. Adj. ſtreng (Weſtpſ. 87). striel. m. der Stricgel. verb. striele. etrife (29) Schnlverſaumnis. etrippe (12) ſtreiſen, auszichen jem ströme, m. ſ strame, Adj stremig. stremling, dn rot- geſheiſter Apfel (Drsba). stroes (28 struss), die Gurgel (ſchwab 11.12 14 Stmme, ndi strote, ital stwzza. strosse, (1i) würgeu; struss (13) der,= Strauß etroubouee (25) Strohbund. 139 strubbigel (12) ſteuppiger Menſch struchmörder (1s) Vagabuud etrudole, ſchnell und undentlich ſprechen; strulle (30) eilen; sträse (14), alig laufen. etrunze, p. p. gestrunzt, prahlen, beſ mit Rechtum (12.21) rheiuland. niederſ. einherſtolzieren, ſchwab. stranzen strusse (12) =— streuze. struees (15) ſtehlen; uf die struss gén. strät, f. (22. 30) Stute (anch rhenl. untermdnl, Weſterv. strout, Sachfenſpiegel strute). etbh, pl. stuwwe, f. die Stube; die nèwestubb, die Neben⸗ ſtube (ſehr hänfig das „beſſere“ Zimmer) Drsbg stuckerte (13) Mehl- und Eiecllöſe (29). stufe (9) junger Weinberg ohue Stieſel und Balien ctuft, m. der Stoff (Desbg), als Schimpf: du (auerbachſer stuft, v. Nachbatorten (88). stumbira, herinnſtoßen. stump (30) Halbſichel; ſränk oberpf. Grasſtumpf. stumpe, m. (lleiner) Kiurps dtunderigser (20), din Atheitee der haſſig blos eine Stunde arbeitet. stupfie (7) ſtoppeln sturze. Strumpf. 80 (¹1) = Reil, ſchmalei Dnrhgang zwiſchen zwa Hänſeri oder Mauern. subeonnire (7 all) Verdacht hegen (frz. soupcon) eol sol, f. Sumpf, Kothlache, alt der u. das sol, gesol = volutabrum, daher sich solon, solagon ahd. muhd. soln, solgen, saln, sulzen, ſich in eiuer Lache walzen Hirſche, Schweine). Bgl. Eigenname Taubenſuhl, Jorſthaus bei Landau. Davon wohl auch euper, Koth, Moraſt noch gebräuchlich (ſchwäb. besulper, beſutdeln; ald. sulſan, suiliunat md. snlwen, agi 140 syban, beſndeln) 12 auch: die Salzlacke des Pockel⸗ fleiſches. summersprocklich (13) voll Gommerſproſſen. sunn, f. schw. Sonne. herrgottssunneweld (87). sunndagsrtut die Sonntagstleidung. sunst (Drsbg.) sust, ſonſt = ehedem (Zeiskan. sür (18) ſauer; ambal — ampſer; krutt = kraut. suran (lies) =— zurand, Anlanj. sutt f. (18) Soda. (in rein deutſchen Wörtern wie d geiprochen.) tal (12) teigig mürb (oſh tanzknobh Tanzknopf = Kreiſel. Taubensuhl, ſ. sul. taubestösesr (4) der Weih. teisel pl. teisele, f. Dachſel (Moſchelthah tenneh. Spiel der Kinder, wobei ein Holzchen mt anen Stock zum Aufſpringen gebruacht wird und der Mit⸗ ſpielende es mit der Mütze auſſangen ſoll, der erſteme ruft: frz. tenez = da, ſangs¹ der zweite wubbich (i!) vous plsit. Von demſelben tenez iſt das Wieſew ballſpicl, engl. Iawn-tennis, benanm. terkiach (türkiſch) bund (9) Gugclhopf, Gebäck. terne (12) ich hann's 'm geternt, e ihm auf's Kerbhoſz holz geſchdieben ncht vergeſſen (Terue, mit dreiſochte Kwide; vgl ſchweiz, beterzen, entgelten). tiran (4) Thron Uimmerioch neſe Stelle im Bach (Weſtr wohl von dümpfei, gi Bch.; aus ald. dumphilo, Woſſerſtrudel u. Woſſer loch; engl. dicuple, Grubchen ſum Geſichtſ). tirangie (12) er hat mich getirangelt, untlos gepaugt 141 iyramiſiert; 13: tirangle, (an Thürangel ſich anlehnend): vgl. derengle. wätache (11) ſchaufeln: ſ. dronschele. üischel (28) = Deichſel. tobertsig, langſam (30) von dobert (unter dobe) tbpert (88) — dappes, Tolpel. token taſten (30). tollpann (29) Tulpe. torn. pl. körn, m Tirm, Geſangmis (Dröba), tornstrof. f. das Geſängnis, Haft (Weſtr.). torsch (12) ft. totsch. totsch einfaltiqe Dirne (allgem der datsch, detsch, dotsch, datschen, detschen — Brei v. Aepfelu, Kartoſſeln ꝛ dotschet, weichlich; bair. u ſiänk. der dotsel, ſeiter, plumper Menſch. tawd (18) tot trà p. p. getrd, trugen; trächtig ſein. trachet (25) ſo viel man tragen kann;, Tracht frduk. traget. trapp. pl. trappe, f. die Treppe (87). träppier (4) Tanz. Schottiſch. trauhe, m. (26) die Traube, auch naſſau. meiſt niſe wie ahd trübo, mhb trübe. Yraud, Traudche, Trud (29) Gertraud. trauwredrikker, Tranbendrücker, Herbſtncbel, der die Trauben erweicht; traubeklota = franbezwucke (28) trüwe' hängel, die volle Traube' trawahisch (11) grob, rückſichtslos (travai). tràwes (18) grober Beugel. treffe, 12: ich han mich getroff — viel gegeſſen treit m. pl. trefte, die Trift (Aiſenz 87). teiring, m. (treuring) Trauting (87). treitsch (7) Traubeuſotte. trendela, ſehr laugſam ſein icht vom Fleck konnen (tro⸗ 142 dein), (ndd. trenteln; die trendel, Kreiſel engl trendie, Walze; ſich herumtreiben. Nürub Bubentrienderla — Madchen, das Buben nachlänft, Gegenteil bair weiba⸗ treah). trepse p p. getrepst, verd. tropfe; riunen, auch demin. trepscle, tröpfeln (s7). treschter (7) Träber. tribekire (triwelire) drängen, anclen ſlat eontribulara). Irimig (7) St. Remig, chemal. Kloſter u. Feſte bei Schweig⸗ hofen trisur aus frz tresor — Büſſet in der unteren Stube (ehe mals). trobbe m. der Tropfen; es tropst, es kröpfelt. trocke, trucke (Bhe), ndv. 1 tocen: 2. troeke stelie, vom Vich, wenn es am Ende der Trächtigtent keine Milch mehr gibt trolle, ſch verdrießlich oder zormg entſeruen; allgem der troll, der gewohnte Gaug oder Schritt; hiolle, in turzen ailigen Schritten geheu; sich trolle, ſeiner Wege gehen, ſortgehen truddle drurele Gornb.) trumbel. pl. trumbele, i. eine Kleimgkeit; z. B ctwas um e trumbel kafe. Davon das verb. vertrumbele, um eine Kleinigkeit verkauſen (87). trumel (7) Trommel; (29) ein großer Hafen tulf t (12) Haufbreche; das tulkloch, Hanfdarte lſchweiz tülpen, priigeln ſchlaqen) tur (12) le tour, tureweis, von Zeit zu Zeit. türe (13) Gefauguis, la tour — Tuim Torn. turre (13) hin⸗ und herſtoßen (tour, retour). Tussing Toussaint, Eigenname (Zweibr). tuttswitt er hat die t. (tont de suiteſ ſcherih = Diarrhoe. tuwake, ſchlagen. 143 20. üde ſich ſpeien, übergcben. über-emig (11) eubehrlich überhlmd (18) Blouſe, Kittel. dberwindlings (cheinl) eine Naht, wo zwei Stückenden durch⸗ ſiochen und nüt dem Faden umſchluugen werden, daher (20) = in Bauſch u. Bogen (Schwei uberwindligen, verwickelt, ungeremt, auch u d Uebeiwindlingsnahi). öbing (21) Larm (auch naſſau, thenl. uding, Uuruhe; ſchwz⸗ ubung, uobig; ahd. uobunga, Thatigkeit, heſſ. sich hebeu, ſich hören laſſcu, laut wecder. uff, praep. 1. cu Dat., 2. eum Accus.; „ich geh' un Landere“, „er geht uff Speier“ (Drebg) uffenthaltlich (ss) auffallend, wunderlich ungedunnert, auſgeputzt. uglinzole (sp.) ſanſt auſziehen, ſchwache Kinder. ubippig (sp.) wére, außer ſich geraten (hupſen) uElaose, sich (7), wieder geucſen. uf-aetsche (13) auftauen. ufimnache (7) de wivgert, mit Stiecſeln und Balten verſehen; ſonſt lükere. ufqufikele mit Sorgfolt und Mühe am Leben erhalten aufziehen (v. queck. lebeddig; oſtſrieſ. uppqunken, aiſſerziehen) ufschnolro (7) lügen, den iaſten Rebſtocken viel Holz ſtehen laſſen. uftragbrett (⁷) Auſtragbieit der Maurer. d-gattig (1I) unordentlich boſe; ſ gatting. *-gehelt (ſ. geheie) ungeſchoren, laſſen (allg.) Ckoleviert (13) unkultwiert. allg dend, ekelhaft ſisl oela, ſpaeu) uleich (anrufen - ſich ubergeben (allg). 144 umbrasch, ombräsch, ſ. ombrasch. Umerschem (14) Omnmersheim. dmesele (30) Ameiſen den hunn di u. besägt (beſeigi). umgänger (12) Streuuer. umhang (7) Vorhang (22) Betworhang umlauf, Wunn am Finger (allgem). umäglich ſehr ſchön. vorzüglich gut. dimues, f. Belaſtigung Beſchwerde. „mach mer net so vel U'muss (87). unbarbarisch (12) — in hohem Grad barbartſch, wie Un-masse. un-heschraue (⁷) unbemerlt unbeſchrien üne (ohne), ordi uue recht (3). uner-stauche (!) wollene Pulswärner. ungeltor, Ungeltseinnehmer (Weiuauſſchlag) unkel (7) Onkel. unner od. uunig, praepos d. Dat. u. Aco. unter, uuterhalb unnero (l!) in der Ruhe legen v. wedendem Vich, (ans unteru; mhd. die untern, ahd. untarn, uutorn, Mittags zeit v. 11—4 Uhr, beſ. Mittuagsruhe im Freien, unter ſchattigen Baumen; daun ſogar der Dünger des Viehs daſelbſt; mhein ondern, Mittagsſchlaf halten). die san-unner, Ruheplatz für Schweine (Zwör, Blies), die gens-unner. unnbtrig (12) ſtech; a — bub. unschiett (98) = Uuſchlitt, Talg — licht. untätche, n. ein Biochen, ſoviel als nichts, z. B ' war ke untätche dra = nicht der gringſte Fehler. Urri (3) Odernheim. ursächer (13) Veranlaſſer. dechör, 1. ungeſtluer Menſch 2. ungefüges Stück (sp.). dechsrig, ſehr groß plumip. Wechörig (sp.) 1. ungeſtüm, 2. ungeſüge plump. de-dinkig (18) 'o is mer u. worr, ich hab's vergeſſen. 145 us-faring (13) Ausſchlag. us-hillche (18) aushöhlen. us spanning (13) Echolung Ausſpaunung. us-stan (13) ausſteigen: nächten obend sin ich mit dem iseba geiür un dé sin ich estation ze friusgestan. ütsch = autſch (14). uwezole (Landau) ſ. howenzele. uwräech m. (12) Lär, Unmuß (frz ouvrage). dꝛe, zum beſien haben (Gaunerſpr. v hebr uz einen drängen. davon auch götting. Rz, ein leicht zu foppender, ein faltiger Menſch; oſtfneſ üne, Lröte) V. vadder, pl. vüdder, Vater; sich vaddere dem Bater nach⸗ arten. radderlandsverteidiger, ſcherzh Kartoffeln, anch feldhnhuer. Valein. n. propr. Valentin; auch Valde (Nordpſalz. 87). vo deschtimire (18) verachten, aestimare. vedda (9) Vetter d i. Dienſtherr, bäs, Dienſtſrau. ch. n. das Sieh dem. 's vehche, 's Arem vehche. — e stick veh = ein viehdummer oder ein viehiſcher Menſch. Drsbg. veigel (6) veilcheublau. velol, f. viola, das Beilchen; veioleblo, veilchenblan Drsbq. velenzer (7) Beldenzer (Biraen) Ver, praep. vor u. für. ver = zer; verreisse, vertrete x. cf. luth. Bibelülberſ. Lut. 8 5: vertreten. ver bamhuschire, verſchwenden. verbatsche (13) zerſpringen. verhöle (26 80.) verſagen, ſcheuchen. 10 146 verblembele verſchlenderu = verbumbeie, durchputzen. verhöllere (17) = bair. verbellen) Hand oder Fuiß durch prellenden Stoß taub und unewpfindlich machen (ans prellen). verbrüm (Weſtr) erſroren, verzärtelt. verdumfeie, verpfuſchen (sp.) = verbumfideln. verdeffentire (12) vectadigen verdotzt (30) naun ess die ganze Sach v., verjahren. verdd, p. p. verdà, verthui, verſchwenden; davon Subſt. verdäner, Beiſchwender. Desbg Adj. verdänisch, ver⸗ ſchweideriſch. verexchere sich, lang entſchuldigen. verfuggere, verhandeln (ſ. fuggern). vergammert (13) habſuchtig vergange (18) neulich verglinzelt ding, verzogenes Mädchen, von glinzele (aus gelind). verpôschtert, vergeiſtert (12) verangſhgt (21), vergalschtert, vergeischtert (allgem. auch naſſau. ahd. galstaron, mld. galstern, verzaubern, galster, Verzauberung (galen, ſingen incantare). verhaerige (sp.) in Hnorduung bringen. verhamfeidkels (23) durch Ungeſchick ruinienn ver-haecht (13) in Aufregung, eilig vecheirer, ſchlecht. dem geht's noch verheirer. verheiese, sich (21) ſich verſchwoͤren, beteiern. ver-huddert (11) durchkältet, fröſtelnd; bair hutscheln, froſteln vekunmele derkaufen (sp.). verkitsche, vakanſen. verknibbele verb. chvas ſalſch knüpſen ſo daß man es nur ſchwer auflöſen kann (Drsbg) verknoteche (23 theinl verknutschen, v. ineien, durch Drücken verderben. 141 verkömt, Adj. veilonnen veiktüppelt (87) verkralit (7) verzogen (die Achſe). verkreppt. Adj. verkruppelt (Blies). verkrumbele, verkrüppeln (ahd. chrump, bair. krump, lrumm, krumpen, krümpfen, krümmen, krümpeln, ſaltig machen. verkrümmele (altd. eramene = frusta, bair. kroume) zermalmen, ver. die Krume. verlägle, verlegnen (sp.), der vogel hat verlagelt, er bruͤtet nicht weiter (Rülzheim). verläret verleidet, das Neſt iſt ganz von den Alten verleidet ſo daß ſie nicht weiter brüten (sp.). verlaslers (Weſtr) vemachläſſigen das Aeußere. verlechere (21) verlechzen, hölz Geſaße werden lech, mhd. lechen, Riſſe bekommen ahd. zerlechen. ver-meese, Adj. (13) ungeheuer; es re'nt unv. vermimbele u. vermambele = vertuſchen (Blies) (. mumme. Verkleidung? eugl. to mumon). verm johr (7) voriges Jahr. vermüse (12) zu Brei tüchtig ſchlogen (müs) vern'zel, n. Verizel, e früheres Getreidemaß (87). ver-raus, sich (17. 30 u. Huusrich) ſich zu Tod gramen verzagen, v. renen, rauen (H. Sachs: gerauen). verrisse (sp.), dn wärst aber nit üwwel verr. = du wärſt aber geſcheit. verrors (18) verraten. wrrose, verrost, verammeln, ein Bett. verrumenire (7. 26) ruinieren. verschammerire (12. 21 theiul) vernnſtalten verletzen, ver nichten. verschlouwere (12) verſchütten die Milch x. verschpraddelt, auseinander geſtreut, verelnzelt. vöracht m. der Bers (s). veruchtawwers Pte. — wert. (allg.) beſtürzt, vor Schreck 19 148 ſtart (naſſ verstobern, v. ahd. frstabôn, ohrigere. obstipere; stapén, ſtarten = ſchweiz staben). ver-echtege (9) verſteigern. verseebelt zerſchlagen (Obſt durch Hagel, de Körper durch Fahren). verslnnert (13) nachſinnend. ver-sinnere (12) verſmlen. ver-einnerung, f. (12) Nachdenken; er sitzt in v. verschle verderben, wehe thnn, prügeln. vertel, n. Viertel. vertràe, p. p. vertrd, 1. vertragen, ertragen; 2. Fehlgeburt haben (bein Bich) 87. verwiche (7) neulich. ver'ach, ver'zig; 14, 40: aber: vier, vierhunnert (87) verzehle, p. p. verzehlt, erzahlen. (Ueberall.) ver-Pwazele vor Furcht vergehen verzwaiſeln, (allg.) von zwazeln, zappeln wie kleiue Kinder dh. allgem. ver⸗ zwazeln, ſich zu Tod zappelu. verrwerwelt veworren (von Zwiebel). vicebumbes (sp.) der Vicekorporal (ſ. bumbes). vichelett (6) violett volle (80) beinahe, volicht (7) volligſt. vollzappe, m. der Betrumkene, Lump (Weſtr) vor (neben fer od ver), für und vor. vor ewws viel = fi nichtö, vergeblich. vor-männer (26) Vormünder. vorrechtsarbelt (26) Arbeit ohne Beklöſtigung vortuch (12) Handtuch vün, praepos. von (Drsbg.). vun dee (80.) von ſelbſt. vunhannig vunderhand, reihts; Gegenteil beihännig. 149 28. wà, pl. Wäe, m. der Wagen (Rordpf. Drebg.), dem. waelche. wächde, die (30) Lenden, aus Wächen. wache (9) Wagen wacke f. Heſeiſtein (Eiſ. Blies) Fadſtein (mhd wacke aus wagke) 7: Lazzaroner, Landſtreicher wäckelder (13) Wachholder (ald unechelter, mhd wecholter, agſ. eviek-beam. 8 i. quick, lebendig, qusck, queckeln: ter = got. triu, engl tree, ſchwed. trd, Bann). wackele, derb prugeln, durch- (hefſ.). wackerig Adj. wach. — wackerig sein od werden. wach ſein ecvachen. waffel, großes Mail (allg) v. ald. wafan, ſprechen, verw gr Wöpos, lat. voes. wäg f Wiege (9); anch wäge, wiegen und wägen. wiche, Wägelchen. waier (11) ja w., wahrhaftig (chwäb weger, ninub. wauer. auch wajerhoh. wäl pl. wale, f. (Drsbg), wul (Blies) die Wiege, von walen, wälen, walzen wellen, mhd. ich wille. wal, gewnlien, ahd. uuellan, lat volvere, velyo). waldeschäfer, Kledecſtoff, aus poll de chevre. wälſere trans. u.reflex., p. p. gewaljert, (ſich) walzen (s7) wäljerholz n. das Welgecholz (87). walko, derb pihgeln wallich (13) welt. wälz (11) in Compoſ ſur welts, z. B vielmchr welts-kerl. wambe. f. dicker Bauch, 26: wamscht. wammes, m. st., pl. wümmes, Wams; wamsche, prüqeln WWeſtr.). wän pl. wän; m. dasſ. dem. wanche (Weſtr) Wagen. wandkel, wand (²) Bewegungsraum, der fuss muss im 150 schuh w. haben; es isch ke w. (Geidid) in em- wandlaus, f. die Wanze (87). wa'ndummel (13) Wagenkaſten wanné (13) wann? sider wanne? wäring (13) angeſtammte Art. wäsche (allg) waſchen, Ptc. gewaschit. wäs-chs, n. = Bäschen (11) die alte Baſe (87). wäecht, pl. wäschter, n. die Weſte (87). wasem. pl. wäsem, m. st., Raſeni. wusser, n. Waſſer. — wasser-sta, m. der Waſſerſtein, Waſſergoſſe; wasser-hadel (9) Dotterblume. wätsche f. Backenſtreich (gl. frän! Ohrvaſchel =Ohriuuſchel. bair. wätschne, öſterr. Qwädschne, beohrſeigen). wáwel e wüwel (Webenheinh ein Wagen voll. wecher, wahrlich (sp.), ſchwäb. wégerli. wöd. f. der Dorſweiher (87. Vorderpf). wädder, weddig, praep. nider, gegen; wedderlich, wideruich; wederstehe od zu weder sei“, widerlich ſein, nameut⸗ lich von Speiſen (87). w6gG. 1. pl. wé, m. der Weg. „do geht k weglk) un ka steg(k) he (87), 2. Wiege (27). wegschdeler, f. die Wegſteuer er hot de wegschdeier net meh, er kann den Weg nicht mehr gehen, ſo kraſtlos iſt er(s7. wégschiseer, m. Geſchwir amt Auge. (Gerſtenlora, Bierigel ſraͤuliſch). wéhls (Nordpf. 3o wehle) Heidelbeeren, wohl ſt. wäle (naſſ), dieſes aus waldbeere. wehwenzelo (l1. 12) klagen v. weh u. winzeln. weie, ſ geweit, weie (13. 28) nagen. woler, m. Weiher (überall). weierich, m. Wegerich (Bhiesg.). woise, p. p. gewess (Desbg), gewieas (öliesg) zeigen. 131 weis emol, gib einmal her, laß ſehen wekkhollderbosch G) Wachholderbuſch. wel Wiege, ſ. w4l welchs (7) Wede, salix. welgere (11) den Teig ausglätten, dah. woljerholz: weliepans, f. dider Banch weller, welli, welles, pron. interrog. welcher weltanisch (Scheibenhdt.) ungeheuer viel wennax. f. (3) die Wind⸗achſe, hinten am Erutewagen, um das Seil des Wiobaumes aufzuwinden wenne, p. p. gewennt, weiden; R A. net weune un net weiche, durchaus nicht gehen, halsſtarig auf ſeiner Meinung oder ſeinem Verlongen bleiben. — wenne sc. den Pflug, am Ende einer Jurche (87). wenzio = weicher (13) wälzen uerdel. m. der Wirtel am Spinntad (87) wermt, f. (13) Wärme. werr, pl. werre, f die Maulwurfsgalle (Blies). werrer (Weſtr. Drsbg) = wieder werrwese, u. Wictweſeu, Wircivart. wérwi (9) Wirbel weschta n. (26) die Weſte. wetting I. Wette. wickle ſtart, viel eſſen widd, pl. widde, f. eine Rute oder ein Ras zum Binden der Holzwellen. der kommt an de widd, wird geinaft (87). "wieche, m. der Docht (Weſtpf) in der Oellampe, mndd. en wieke, Docht, zuſ gedrehte Charpie in eiuer Wunde, weke ebenſo, engl. wick, agſ. veces u vecea, ahd. wichha, vgl. gewicht. wis“, p. p. gewd, wiegen (87), Pte. 13 geweit. wierig (14) aus wiedig = zormig led, Eiſhig wiiche (7) Wede, salix. 182 wüldfange, alt: die Manns- und Wabsperſonen die fremd in kurfürſtl. Pfalz ſeßhaft werden kane nachfolgenden Herren haben. ſich alſo pſolz⸗leibeigen machen. Dieje Wilden einzufangen u. leibeigen zu machen war landes⸗ herrl. Regel (ao. 1599). wlidsan (13) Kelleraſſel. willent (18) Wildente. willer (Weſtr.) = eweler. wind. pl. winn; altere Form wend (Drsbg) windlipps (12) Windbeutel. winkol, Rain zwiſchen zwei Häuſern (80.). winkuf, (11) eig Weinkauſ — Trnkgeld, Tnukgelage ba Bichhandel. winnelwéch = windelweich (aus windel-weh =— wunden weh, vgl. agſ Wundel, wyndel, Wunde). winn un weh, elend, jäinmerlich (87). winno-weh (11. 21) naſſan bair. ſchwäb. ſchwetz.; auch wind u. web, nicht von winden ſondern von ahd. winnan Schmerz leiden; alt auch wunn u. weh (Geiler von Kaiſersberg) allen windelweh, durch Berwechſelung. ſ windelweich. winnig Adj. u. Ado wenig (Nordpf. u Dröbg.) winsch = windſchiej. wippchs, ſich auf einem Breite ſchaukeln wirt'm. adv. 1a wicder. wischhelig (11) flink, gewandt (v. wispeln, heſſ. wuspeln, ſich eilig hin umd herbewegen). wischt (wust) Adj. abſcheulich haßlich, davon wischder lich, Adj. u. Ado. dasſelbe wies pl. wisse, f. die Wieſe; dem. wiss-che (Dröbg) wissi (Atſenzg). Misshare (18) Wiesbaden wisson ich was viel (Blies) = was weiß ich? — ich weis 153 nichts davon. wiwwele un wawwele, von wimmelu. witeche (allg) ſt. wisehe; verwitsche (7). whwelsucht, f ain ſtarter Hantausſchlag vgl wiwwele: wé, pl. wbe, k Wage (87). wbe, p. p. gewöt, verb. Wagen (87) wog (7) die Wiege; 9. 25: die Wage. wöhl, Wiege (wohh. wolfe (26) arbeiten. der wolke (26) die Wolke; ahd. auch der wolkan od. wules. wollen (7: welle n. wan; ich, er wel, du witt, er wil, mr wan ob. wele, od. weun, gewelt; wehch. uitte, wiler, wemer, wenner, weuse?) wüpe, der (17) Wappen, 25: wöwe. wope-schmid (7) Waffenſchmed. worgso, hinabwürgen (fränk. worgen), 12: aufſtoſten. worm, worem, m. pl. warm (12) Wurm; worm⸗asig. Leig (wurmaßig) wuruiſlichig, träuklich auoſehend. worscheffdl, Wurſſchaufel. worscht (7. 15. 28) m., Wurſt worzel., pl. worzele, f die Wurzel, dem. werzelche Wurzelchen; verb. worzele, wnrzeln wu u. wo, wo, vielſach relatw. dei wo =— der welcher (87) wuch (9) Woche wül, adv. wohl wulle, Ganl, wülche, pl wulleher od. wullegans-che, n. das ſunge Ganschen — Der Lockeif für die Ganſe lautel: wull-wull⸗wullia⸗la-lni (rsbg u. Heſſen. doch die alten Ganſe in Obecheſſen mit wusse geloch; bai Wald: wusel, davon (allg.) wnseln u. wuzeln = ſich ſchuell bewegen kriebeln, mimimelu, 9: wuss, wuss den Gauſen, wulle wulle, demn Ganschen. wullomix m. (22) Schreckgeſtalt fur Linder 154 wölluschte. m. singul. tant. Uebermt (87). wunner, pl. ebenſo, n. das Wunder; wunnerbar, wumner- duns (Wunderthuns) wunderbar; sich wunnere, ver⸗ wunnere (87). wunzig, Adj aber in der Regel nur als adv. gebraucht, winzig, wunzig IIn“, winzig klein. wupp dich! Interj. wippe diche) plötzlich auf einmal. ahd der wipph, eigeutl. Schwung Wurſ; wifan, drehend ſchwingen: Wipps =— im Nu der wuppdich, Schluck Brauntwein. wuppe (13) prligeln, ſchlagen (14) tüchtig eſſen, engl. wlp. wuschbel. f. Subſt, Adj. wuschbelig, beweglich; vgl. allgmi. musper, baſel. busper, muntet, lebhaft beweglich. wuschdere p. p. gewuschdert, eine Arbeit in unordentlicher Weiſe verrichten (Desbg). wüscht (13) wüſt haßlich wuschtfeld j susfeld. wuschtel (14) Grobian (v wift) auch whschtel. wüschterlich (30) entjetzlich arg wuselich (12) lebhaſt; v. wuseln, ſich ſchuell bewegen, kiiebeln. wimineln. wutsch (7) das Füllen. wutz pl. wutze, f. das Schwein. dem. wutzche (Weſtr) pl. wutzercher (Drbg): wutzi (Alſenza) wutz-sau. pl. wutz-sau, f. dasſ wÜwöla, verb. intrans.; p. p. gewdwelt; wüwele un wäwele, wunmeln und zappein Bgl wiwwele! wuwels, pl. (11) Lünſe 3. zack zeck, zäukiſchet Meuiſch. zackere, p. p. gezackert, pflügen (uberalh) aus z'acke 155 gen oder karen, ſchon alter Ausdr iin Oeſtert, Speſſart. Schwaben und Franken. zah raffel (30) Zahnlüdige. zähweddel, Geizhals (Vorderpf). 1j (18) Zehe. ziſe u., das Zeichen. 1äje verb. zeigen; Subſt 2iſer, m der Zeiger an der Uhr (Nordpf Drsbg.). AAm, pl. 2am, m. der Zaum (87). zangere kees (11) halbreiſer Kas, ald. zanger, beißend. ſcharf? ſchweiz. zangern von Milchrahm⸗ zahe und ranzig ſein; zanger (18) hart gekocht, branlich, auer lackmärig is z., cure Latw. iſt brenzlich; ahd. zankar, mhd zunger, beißend, ſcheri, von Geſchmack Geruch. Stimne = mnd. tanger: Abl. v. zange. zant, der pl. die zien (17) Zahn = ahd. zand, zeni oder mhd. zant, zene. zatz 1. Hündin, 2. Hure (ſſchnab. rhein) zau (17) k. Verbindungskette zu Vorder⸗ u. Hinterpflug. zau, pl. zei', w. der Zaun (Drsbg) zau'schlupper (4 Zannſchläpſer, Zaunkomg. zan korb — karchznu, Leiterwagenkorb. 2auw. Hündin, liederl. Weileverſon (rhein. zaup, thon. zupp, aus böhm. euba). zauwelo = ruipfen raufen (Zweibr.). zetb pl. zebbe (22) Zipſel. ze Sninge (1! Weſtr) eigens; mit Abſicht; 13: ze neninge. einemn zu leide — ſcheint uuf ze näheuinge, zu nahe ſtretend) zu weiſen. zeidig zeirig, Adj. zeing, d. j. reif (Drsbg.). zeiling f. die Zeitung (Desbg) 4: zeiring. zeis (9) Ninne auf der Wieſe zelaclcher (¹) Zeiſige. 136 alinge (19 u. ſ) hamlich ans ze u ſchwab helingen = mederſachſ an hulingen, im Verborgenen in occultis chehlen) zellerei (1s) Sellete. rerinke (7) Flieder syringa, ſouſt: Nägelcher. zerkel Zuid, 15⁵: de bemische z. mache = ſtehlen zerrche (1⁷) aus zerren (ſtreuen) mit einander. zew, f die Zehe (Weſtrichl 13: zéwe. zöwaddel, m. der uicht gerne zahlt. zibsle (7) Zwiebeln zichl (9) Ziegel Zügel zickl zickeichs (22) junge Ziege ziehamrieme Tabaksdoſe aus Birkeuholz mit Riemen; auf Zichharmionita nigari (9) Cichorie. zimer () Droſſel, drüsel. Ainke. p. p. gezinkt, verb. mit den Glocken anſchlagen (Bles); die zinke, ſcherzh. die Naſe. zinsert 26: zinsel, Zwilligsfrucht v. Kicſchen u Pflaumen zippekzines (26) einfalfiger Kerl. Zscher, m. der Kohler oder Kohleabrenaer (um Limbach Bltes) weil die alteren aus Ziſch in der Eiſel ſtammten zochen (2) Lampendocht, batr. zahhg'; dann auch grobe Stelle im Fadeugeſpanuſt und ein grober Menſch; tuvi zoch, davon zochet, grob. zöddel pl. zbddelo, f. Fetzen; adj. zoddelig od. zorr lig. Drbbz zolhel m. Grobran viell. aus Tolpel, auch torpel, torpell (bair). zöres (i) Streii; Zorn. zott. f. die Brauſe an der Gichkauue (87). zowe (29) — Zuber, Kübel. zowwele, zupfen (sp.). zuckerechäfen (2) Zndererbſen; die scheten, ſchwab.= 157 Schoten und Zuckererbſen; ſchwäb. auch Schäferbas Vgl. gött. schéwe, oſtfricſ. schäve, Splitter des Flachs⸗ und Hanfſteugels, die bem Brechen abfallen =— Ab ſchabſel, mndd scheve. zuk (9) Zug. d. i. Conſkription. zulpe, fränk. zuller, Sauglappen *zurand, m. Anlauf. Schock; einuen 2. nehmen oder geben (ſchwäb der ranz, in vollem ranz, in vollem Reunen). zuwwer, pl. ziwwer, m. der Waſſerzuber. dem. ziw: werche (87). zwacke (21) Zweg ſiheinl und unterch zwackel, zwack, beſ. Gabelzweig). zwazie (1!) ungeduldig ſich geberden, zappeln vor Ungeduld. ſ. verzwazelt. ZWS, f. zwo, n. zwa; z. B zws männer, zwo uhre, zwa dinger (Drsbg) zwd, zwd (7) zwdi: 9: 2wé, zwd, zwe. zwéchel f. (4 7. 9) Handtuch aus zwehle. zweck n. (Nordpf 21) 1. Schuhnagel, 2 Ziel, Grenze z B. Ackergrenze. rweck f (zwack) Holzuagel für Schuhmacher (87) zwécke pl. (9) Quecken. zwerwl (25) Wnbel, Hinterlopf. nweechpitz (26) Pickel mut zwei Spitzen. zweimol () zweitmal. zwiecheod zwischig, Praep. e. Dat u. Acons. zwiſchen (87) zwitzere (14) anſbrauſen. rwiwel f. (3) Zwiebel, auch Taſchennhr zwiwwle, prügeln zwbwole (30) Zwicheln 159 Knhänge. I. Litterakut⸗Verzeichnis. u. Saumelſtellen von Beiträgen. m. Dialektproben. 1. Weſtrrch (pfalg Poß 1888 A 220 von Pfr. Gerlach. 2. Nordpſätziſch ( . „. ⸗ 245 „ 1. a. r.4. Wſuich („ „ 2f. Pft. Gerlacht. 5. Nordweſtrich ( „ 6. Weſtrich 7. Kſel 8. Weſtrich „ 2 N 253 „ℳ 20 „ „ „ 9 388 2 348 „ 9. Zwelbrücken (Zwelbr. Ztg. 1884 W 14 Beil. v. C. Bruch). 10. Arhei (Bavaria Zweibt. 1875 K 48 P. Stahi). 160 Rnhang I. Litteratur.“) Trömmel, bie Dlteratur der beutſchen Munbarten 1854. Frommann, Zeitſchrift der beutſchen Murbarten 1854—76. Firmenich. Germantas Völkerſtimmen. v. Bibra Siam. Jourual von unb fär Deutſchland 1784 —89. Fulda, Verſuch eines allgem. deutſchen hrelikons 1788. Loritza, Ibiotikon Viennenſe 1847. J. S. M., Wörterbuch über deulſche Jietisrzen 1821. Reinwalb, henneberg. Iktolikon 1783. Schmid, Verfaſſer eines ſchwäb. Ibiot. 1831. ſchwäb. Wörterbuch 1844. Schellheſer, Sbiohkon, Hambutg 1743. Serz, beutſche Ibiotismen 1797. Strodtmann, Ib. Osnabrugenſe 1756. Tobler, Kpreizeller Sprachſchatz 1887. Weyben, Kölns Legenken, Sprichworter X. 1839. Weitz, die Aacheuer Mnnbart 1838. Zaupſer, Verſaſſer eines bayer. Jdistilon 1789. Schmeller⸗Frommann, batzer. Wörterbuch 1872. Schiller⸗Lubben, mndetſch. Wörterbuch, Vonu 1872 ff. Alemannia, Zertſchriſt Vonn 1872 ff. Roſegarten, Wörterbuch der nddlſch. Sprache, Greiftwoalh 1859. Lexer, kärnth. Wörterbuch. Stalber, ſchwen. Ihonken und Dlalektslegle. Tobler, Appenzeller Sprachſchatz. Bilmar, INioliten von ſtutheſſen, Marburg 1808. Schmibt, weſterwald. Ibloltton. Richey, Hamburg. Sl⸗illon. Stürenburg, oſtfcieſ. Mörterbuch. Autich 1837. *) Duec gtilgen Aei und leilveiſt eu 5 durd Uelctlaſſung van Bddera tontde 14 freundilch geſordin ran pr Fiemnier, 4 Dirctter des dermarljcen rcnſent. loin Prei 3 Frana h Geehibei, dran barch br. Barac, Olerdileleneler er Sirzldarg 2i gzepedan Stuniſtelbaſtetet lich mit enf tuige eitt elre gete drnei bin Fige⸗ 161 — Bremiſch⸗niederſächl. Wörtechuch 5 Bände 1767 ff. Frangors, Vocabulaire austrasten, Meiz 1773. Jaclot, Voc. patols du pays Nesun, Paris 1854. Lorsuin, Glosanlre du pateis Meamin, Naney 1876. Oberlin, lo patols lorrain, Strasshaurg 1776. Puymaigre, Chauts populairet rea. duxs le pays Me-in, 1887 Herrigs Archid der neuen Sprachen. Weindold, lder deutſche Dtalethſorſchung, Wzen 1858. Goepfert, die Mundart d. ſächſ. Erzgebiras, Leipzig 1878. Winteler, die Kerenzer Murdant des Kantons Glatus, Lelpzig 1876. Weinhold, Grammatlt d. deutſchen Mundarten, 1888 —67. Birlinger, ſchwäb⸗augsb Worterbuch, München 1881. Durheim, ſchwenz. Pflanzen⸗Idiotiken, Bern 1856. Birlinger, So ſprechen die Schwaken Berlin 1808 Kram, Kraut und Ardes, Kaiſerslautern 1875. Victor, die rheinfränk. Umgangſprache in Raſſau, Wiesbaden 1875. Spieß, die fränk.⸗hennehg. Mundart, Wun 1873. Lehrein, Volksſprache und Volksſitte im Herzogt. Naſſau, Werlburg Delling. Beitrag zu einem bayer. Jdwotlkon. Muth, bayer⸗Iſterk. Mundart. 18110—02 Ontzen, Gleſſar. der ſerſ. Sprache, Kopenhageu 1887. Müller u. Weitz, die aachener Munbart. Pfälziſches Auſeum ꝛc. 17 162 Ruhang II. Materialien und deren Spender. *. Unterpfal . Heubronu 3. Alſenz 4. Alldorf (Lenbau) 3. Bellheim 6. do eergzatern 8. do. 9. Schweizen. Oberotterbach 1I. Bickerald, Ritheim, Mchelsheim 12 Blieskaſtel d. 18. Binesgau 14 Ricdereollrzbach 15 Bitesgau 16. Dickweiler 17. Breitfutt 18. Colgenſtein 1s Dah⸗ 20. Deawertterg 21. b. 22. de 23 Derltem 24 do. 25. Edeukolen 26. de. v. Bibra, Joutnal von und für Deutſch⸗ land 1797. do 1789 Here Meyer. „ Ecarlus. „ Nieberreuther, Oberſörſter. * Rung † . Benert. . Penert „ Fitmery. ⸗ Weber, Proſeſſpor. 4 . 1½ 1. 4 Eid, Präpatankenlehrer. Ang. Schmitt, Reg⸗Aſſeſſor. O. Wolf † Scharſſ. Vogelgeſans † . Schund. Gaßlichet der Geſangen⸗ . ankall Zwoeibrucken. Bogelgejang † „ Scarius „ Hemmer. , . . Kiſſel † Dfe. Shchter. Pfr. Shneider, Reckarſeinach. „ Dr. Rehlis. . Kiſſel † „ Dechſteiner. * Dr. Schmitt, Keltor. 163 27 Elleeſtadt 28. Eusheim 29 Echweiler 30 Feil 31. Flomersheumn 82. Ferbach 38 Frankeuihal 34. do. 35. Freckenfelden 36. Gangleß 37. Glan 38. Haardt 39. Hainſelb 40. Hackmeſſerſelte 41. Herſchderg. 42 Heuchelhelm 48. Homburg 44. do. 45 St Srzbert 46. Kandel, Erlenkach 47 Katzweiler 48. Kirrweller 49. Klingenmllnſter 50. Knßringen. 51. Luſel 52. do. 53. do. 53b Lambrecht Heir Eearins. „ Seſſert. „ Zickgraf, Lhrer. . „ . . . „ „ Fetzer. Ecarius. Z. Greutz. Rektor Muller. Scarius. Ecarius Pfr E Goppel in Zeislam Pfr. A. Dauber in gintensach „ Ecarius . . Ecarius R Bayer, Lehrer in Landan „ F. Klein. Lehrer. . Rech, Proſ. „ Leſchhorn. „ E. Krieger. . P. Runc, Lehrer. „ Bz. Krafft, Prof. in Zweibrücken. „ Ecarins. „ Ecarins. . Plauth. „ L. Braun. „ Strubel, Lehrer. 5s Langenbach. Ncherkirch . Gerlach. Pfarrer. 55 50. Lauterecken 57. Riuuerthelm 58. Aingenfeld 59. 60 Maitammer 6i. Mahtach 62. Neuftskt a. H. es Mlaunedesheim 61 Riipjot ⸗ Fränger, Lehrer. „ Wolk. Achter. „ Hopp, Geruindeſchreiber „ Gcarina. . Py. Schuelder f. Ecarius. „ Ecarius. „ Ecurzus. „ Simon, Preſeſſot. 11 65 Aunſchweiler 66. Oberluſtadt 67. Onmmershem 68 Pirmaſens 109. Rehborn 70 Nudelberg 71. Rohrbach 72,74 Scheedenbardt 75/77 Sicbeldingen 77d do. 73. Waldmahr 79 Walöhauſen 80 Welerheim 80b be 81. Weſdeuthal 82 Werher. 88 Wolſersheimr. 84. Wollmuesheuu 85. Zweibrücken. 86 do. 10 Herr Runck. Lehrer. „ Ecarius. „ Barth, Lehrer. * Ph Steck. Pſarmer in Citarterg „ Etgrius. „ Lehmann. „ Etarius. „ Rindfleiſch. ⸗ Etarius. „ Salomon, Urzt. „ J. Karch, Lehrtr. ⸗ Huſiong, Lchrer, Weber, Prof. „ Hartmann, Emnnchmer „ Ecarlus . Ecarins. Nunder Eiſch — — — 81. Heit Pfarter Schuelder i Limbach. 88 „ Proſeſſor Stichter in Zweibrücken 90 91 Dr Kelper in Zweibrücken. 92,94. Lchret Schneider † m Maßbach 95. Sfätziſches Muſeum 1884. Mr 4 8c. „ 97. . „ „ Rr. 5, Chriſt. „ „ Nr. 7, 9, Dr Kelper. 96/100 Heir Präparandenlchrer 2. Elb in Bhieskaſecl. ſaj Pfalziiches Muſtum 1897. D. G. Heeger ep Speierer OMiolikon im dort. Emnaſiam argelegt deſonders durs Prof. Kennel. 163 Anhang III. Dialektproben. — Semmlung auf dem Gchiet weſtricher Muudart. Na ſahnt emol, ehr Männer, hann erſch dann a ſchon gehort? — Ne, was daun? — Ei es wär vun der Rege⸗ ring komm. e müſcht Serer Worter ſammele un iukiwere — Daß dan die ſtrank kratſcht met demne Schuörzell as wammer Wörter ſammnele un iulwete lonnt wir mr Echele un Buchele inlwwvert. Ne, das kannſchte mei emol net weis mäe, ſell is geloh — Ne a es uet geloh; e ſicht jo ei alle Blärrer, un do muß es a wohr ſenn, wie köunt merſch ſonſcht dauu drocke? En dr Zeitiug ſieht, ur ſollt Worte uſſſchreiwe, wie mer Baume ſe ſpröche, un ſe danu inſchicke. — Eich mogt nore wiſſe, waß do werrer dehimuer ſnictt? s werd doch net werrer nate Steure genn? — A was; ſo eſes net gemènt. Die hohe Herre verſtehn uuſer Baureſprach mmmeh Wan mer ſahn: dr arem Bauer es ſo ang ge⸗ dreckt met Abgabe teictera, uns muß gehulf ware, dam ſahn ſe glei Entreſſebolledick. Ne mer hann ken Entreſſe vor de Bolledick: das wille mer gere de große Herre überloſſe. wann die nar beſſer ſocje thare vor de Banreſtand Und do es es ganz gut, wann ſe unjer Spröch werrer verſtehn lehre — Sell war ganz gut, awet ſo es es uet gement Ech haus a en dr Zeiing geles Ret die hohe Herre, ſonner die gelehrie Hene härre gere ſo Wörter uffgeſchtew Bei dene ſenn ſo junge Sturente eu dr Schul; die mürte grauſam vel Latein un Franzöſch recctera lehre un do ver⸗ 166 geſſe fe ganz ehr deutſch Sproch druber daß ſe ſeleſcht züm meh wiſſe wie mr 6 Miſchtegrobe heßt. — Ei jo, do gehts en grar wie Dabhanueſe Nckel. Der war a emol 14 Dae en Frankreich ſchaffe, un wie er werrer heem komm es, hort er a ken Dautſch meh gelenmt. Umg em Dorf hau grar Schuhfrererichs Grimet gemach, dene hor er vun weirem ſchon zugernſ: Buſchur! Gehts do die „Gimmelbach“ enufſ: ſahr er. Un do war grar e Reche am Wé gelch; do horr er merem Fuß dran geſtöß un hot geſaht: was es dann das vor e Siück Geſcherr? Sahr er. Un wie er ſo merer Juß an de Reche ſtoßt, es der in die Hoh geſchuerrt und hor em ganz gehörig an die Nas geſchlah Autſch! kreiſcht er do. Daß de verrecke täſcht en verfluchter Reche! ſahrer Do horr ei werrer gewuſcht, wi mr de Reche heſt — Ah ſol nau weis di ach warom die gelehrte Herre grar ſo Nanz vum Geſcherr rerctera uſfgeſchrew han wille. Das mürre dau die junge Sturente dernohdert en dr Schul ausweumg lehre. Do werds ſchon gut ſenu wammer a ſo Wörter in⸗ liwer — wanns nor ken neue Steure gitt. Vorſtehender Arikel war von folgendem origitellen Schaiben begleitet: Geehrter Herr Redakteur! Do haͤrt eich ebbes uffgeſchreww — 3 Geſſitzche es freilich e bische groß wor — awer wann Chrſch brauche konnt, vor en Auere Hausblarier ſe drocke daun will eich jp geere neiſcht d'wvor han. Un wann Ehr noch meh ſo Dings brauche könnt, aich thar Aluch dann no e par Schnörfel verzeele Reimcher kaun cich lärer ken mache awer ungereimtes breng eich ſchon ebbes ſertig Na mir vor ungnt, und eich grüß Auch un Auer Fra und Auer sanneicher vel danſekmol. (As norz noch ſo Ebbes geſcheibb! D. Red.) G. 167 Saumlung auf dem Gebiete nordpfälziſcher Mundart. Do hun ich en der Poſchd geles es ſollt e Buch erauſer gäbbe wäre, do ſollen alle Palzer Mundarde dren uſſge⸗ fiehrt werre Do hun ich gedenkt, deß werd ſo ſein daß mr's gedruck leſe kann aß wammer blaurerd wie ähm dr Schnawwel gewachs es. Nau hun ich gedenlt, do keunt ur vun hie aach Ebbes euſchicke. Nau ſein ich ſreilich fa Ge⸗ lehrder m lann Ihne net verſpreche, daß alles uſf's Dbbelche ſo werd wie s do en der Poſchd verlangt wecd Rohd hun ich gedenlt s werd am Beſchde ſei waner grad ſo e Paa Stickelcher zum Beſchde geb. Ane Dähl werr ich e Fact. hinne dra mache und do wenn Se ſchnn wiſſe, waß Se do dervun ſe halde hun Ich werr Ihne do aach e ganze Reih Unane uff die Se s jo aach gemlnzt hnn uſſiehte un kenn Se do ſi wie die hie ſlorieren. Wie ſich goe Bauere ame gewiſſe Mondakſemorze min⸗ nanner unnerhald hun“ Kummorze Nochbr, hunmorze Kunnerad! Setz dich, Jo deß kamr verdra aweil. Waß Neies? Ich wäß net vel un waß mr heert es wix nutz. Do hot der Schnoles Geſchdrobend den Schdinube zu ſeim Finſchder erans geſchemid un do hot awer die Schnokeſ'n hinne gehald un do heuer'm zum Finſchdr enen ganz geherig de Kobb verſchla. jetzt hot dee'n veiklahd. Un'm Kannner hunſe die Declelſta vnn di Galde⸗ mauer errnnner gereß un'm Schlodeſch hunſe Beunueſäl abe⸗ ſchued un en de Brunne geworf un'm Indor hunſe die Kerſchelader zu ſurf Shcker verſhd Jetzt laaſn die Schan⸗ darme un de Schnuſſel ſchun de ganze Morze erum un unerſuchens. Deß gibt wiier e ſchiene Weſch, die Kerl bringn's ganz Ort noch en Veruf Uin em Schwaan hunſe Broddegoller glehd wahe Jrwerſth So wei dann als? 168 Ei die Ametz un di Bades un dr Bollack un dr Ickes un dr Karduſchen un dr Ldb un dr Mobbel' un dr Schinkes un dr Sidion un noch e Paar. Na deß es jo e ganzi Lader. Un dr Eileſchbiecl war Geſchdr mu'm Schlocker un'm Schambel au Pfaſteſeih (Pfaffenſeite) un hun Labehrcher (Lapin) geſong un do hot ſe dr Freſſer erwiſcht und horen Brodbegoller gemacht. Wähe waß? Ei na weil ſe die Dinger geſang hun. So? ſeirer wann derf me dann deß Schinnaſevch net meh verdilge. Schun ſeid e paar Johr. Do hot da aus ufſ'm Land aach äner gefang un do hunſ'm aach e Broddegoll gemacht un der hot abbelierd bis uſſ Miuche un do hot deß mnchener Geacht geſahd dꝛe Labehr⸗ cher waren jagdbar Wild und derſde net meh geſang werre. So ſo Na nadierlich dene Herrn freſſe ſe tä Koautblanze un k Bohne un lä Drauwe ab un verorehlenen aach fu Acker. Na nor als deuff uſſ de Bauer der kann's jo ver⸗ dra, der macht ſo die glänſ'nde Geſchaſde s es nor gud. daß die Bauere ſo gedullige Kumerade ſen un ſo ſchnell als wirer vergeſſn wann en vun dene hohe Herrn als emol ſa e Soos angerichd werd. Un wann dann die Wahle lumme un die Herre hunme uſſ's Land un bringen e Sack voll Kumblemende mit, dou ſe mit 's Kunſcbd verncke do ſein's dah woirer die rechde Leid nemlich ſor die Herre Be⸗ amde un Affegade en de Rachsdal nu en die Kammer ſe wehle wn je dann am aller hinnerſchde an die Baure denlen Deß es iwwerhaabd e Kubidel wu ich net ueiht dra denke derf wammer net Alles ſoll en Leb errumgeh. Wann ich dra denk, wie ſich do unmer wirrer die Bauere an dr Nas erumſchre loſſen. Wie ſellemol der Dokter Herz hie war do hemmer de annere Dak e Paar geſahd: Ja wammer den beert, do uuß mr 'mn Recht gäwe. Nohd hun ich nde Schdandpunkt klar gemacht un do hunſe mör wirrer recht geb. Do mégd mr doch grab aus dr Hant ſahre. Na ? 169 ſes emol gennnt vun dem Ardickel. — Waß gibe's ſunſchd? Na do will ich Eich a noch ebbes Schdufſiges verzele uff den Rouches. Do war doch Ledſchd dem Kamnaſcheperer ſei Fille malad un do hot dr Tehdolder geſahd, ' wär ver⸗ ſchdobbd un hot Kriſchdier verroth. Do ſahd deß Ume leiſche wie r ſort war, daß es ſe Lebdal net verſchdoppd. deß hot ſich de Ma verkellt orrer eijendlich de Darem, die hun jo kau Ma. Die hun lan Ma? ſahd do dr Kamaſche. peicr. Gott bewoahr. die hun grad ſo ähn Därem von vorne a' bis hinne naus ich huns geſteb' wie nnſer Schmmel kabud es gang Ich megd nor emol wiſſe, ſald do dr Schudtperer, waß ſo n dozmelicher Behdoldr vum Veh verſchdehd, do waß mei' Badder me wie ſo ſuvwe Ich mégd aach nor enol ioiſſe, wn die 's gelernd ſolln hun Fact. Jetzt kemt ich Ihne noch ſchreiwe, wie e hieſiger Bauer ſei' Let morjens an die Arwed ſchiat. Hannes du holſchd nWa voll Holz fors Juds uffm Bauerckobb un do ſahrſchde die Hailandsgaſſ enuff un de Bautarſch enumer, un du Hennerich ſahrſchd an de Höng (hoher Rach) zacern un ſangſchd owe a' un machſchde Beifuhr, uns Mordche (Marhnf uns Bette uns Bawel uns Ammene gehn en de Lennedahl (Lindenchal) Rummele hacke Na un der anner Lnmb es wirrer ned do daiß es dr n rechder Branndewein kopp n miſſerabelicher. Nau ich hoff. daß 's recht vel fleißige Sauumler gibt un daß deß Buch locht groß un dig un ned ſo deier werd, daß ſich's unſer duer alleufalls aach emol a'ſchaffe kann Awwer äns hald ich mr aus Herr Redaldeer, daß deß waß ſich Ihne do geſchrebb hnu ned Alles en die Zeiling kumd, ſunſcht leand uch unch am helle Middat net ue niſ der Gafi ſich loſſe, awwer en deß Buch lann's meindioch gedruckt werm wann's nemlich baßd, des laaſd ſich vnn hie doch Kaner. 170 Wanu Ihnt mei' Geſcheibſel gefalld, kennt ich ſperer vielleichd aus meiner Nochbrſchafd noch Allerlä verzélt. L. Sammlung auf dem Geblet weſtricher Mundart. Do war eich vorgiſcht bei meine Schwehrleut uß der Kerw mae. Do hat ſich a die Red betroff vun ſo Vereine, wo die Baure en annete Launer ſtiſte dun. Eich hann ſecſcht nei ſo recht druff gelauſchtert; was eich awer dr nochdert noch droun gehört haun, hot mer ebbes arig gefall un eich mén, 5 wär gut wauuver bei uins a ſo e Verein mae thäre. — Eich ſenn net devor, eich men, es wäre ſchon geunl Vereine en dr Welt, mr bräucht ner ach no e Baureverein. Der thär am Enn a noch e Bal anſtelle un Gelehert zum Sauſe genn. Eich men do wärs ſchon arig genunk. — A was“ das will ſo e Baureverem net, o cuuntcör en Gejedeil, er will ein allgemeine Verderwe wehre — Unſer Verderwe das es dr groß Lugius, der unner de Leur heriſcht und das vele Bierſaufe. Zu meiner Zeit wo hot ur do ebbes dwun gewuſcht, jere Owed ens Wertshaus ſe läfe un Bier ſe drenke? Do es mr au Wenter Oweds hubſch dehem blew un hor als e Stüdkelche Geſcherr geboſſelt orer Beſem ge bunn nn ein Somner es mt mette Hinkel ſchloſe gang — Nochber machts nor net ſo arig; mr es ſell mols a als ens Werthshaus gang — Awer doch net ſo deck wie heuties Da's un vun dem vele Bierdrente hot nu a neiſcht gewuſcht. Wann do d Roßwert e Faßche Bier krieht hot dam hots vor e ganz Wuch gelaugt. Awer nau do jahm die drei Weit jere Freidag en die Stadt un hole Wäe vnll Bier un Korb vull Werſcht un Mondags is neiſcht meh devun do Un das es uet numute Sonnda's de ganze Dag bis halwe 171 Nacht. ne ach noch en dr Wuch. s kann jo len Hinkel meh verlaft ware. gle mntr e Faßche Bier Wenkuff gedront ware. Unn wanuiſe dauu e paar Schoppe geſoff haun, dann heiſt's: s Bier ſchmackt net, wannner net ebbes Scharfes dezu eßt nn dann komme die Werſicher an die Reih. Do ſoll jo gleich — — ! — Numme langſam, Kmpeer chr lomne jo en die Hatz wie e Kühbauer. So arig eſe noch lang nct, wie ehrſch do mae ses jo arig genunk met dem Luxins un dem Dreuke. Awer ſiehner, wie ſie dort bei meine Schwehrlem verzehlt hann, will ſo e Baureverein grar die Leur dodevun ſereck halle Ei ſo e Veran würe uore orde⸗ liche Lenr uffgenomm, die höchſtens am Sonnda orer wanuſe uff de Mark fahre einol e Schoppe drenke, ſonſcht aber hübſch ſpare; Süffer kammner do ken branche Un dann will ſo e Verein es a dohenbrenge. daß die Baure net erſcht e Schmuſer hann merre, wann dr Ein em Anner e Stckelche Vieh ver⸗ käfe will. — Is das mihlich? Das war euol gut Eſes doch en unſerm Dorſ e ſo daß leu Kalb mch verkaft ware kann, die Jurre mürre ehr Zinger dezwiſche un ehr Revach devun em Sack hann. Wann zwen Baure merenanner hannele. wäre ſe gewiß ner einig; us awer e Jud debei, gleich gehts. nn de Ind hot de Proſit Do wär eich gleich off di Stell vor ſo e Bamteverein — Ja was wohr is, is wohr, un dann no cbbes. S la jo Jeter emol en Verleheheit komme, daß er dapper e paar Batze Geld braucht un hatſe nct vorrathig do leihe Mr weiß jo, wies die meuſchte do mae Do wille ſe dr Mann net ſen, es ſolls Nemand wiße, daß ſe Geld borje meſſe un do gehn ſe zu ſo eme Ver⸗ ſchwehene un borje Geld uff hohe Zenſe, un wanns Johr erum es, konne ſe die Zeuſe net entrichte un s Kapetal werd immer grbßer un ſeletſcht gehn ſe die Bach emnner 5 es dann grar wies en Sprichwort heiſt: s dick Eun werd ſich hiune finne Awer ſieh ner eu ſo me Vaureverein is e 172 Naß do kanu Jerer, der vor ſparſam und fleißig belannt es. Geld gelehnt kriehe uff gerenge Zeuſe Freilich muß er dann jeres Johr die Zenſe un a noch ebbes vum Kapetal abdran: awer ſo kommt mr no un no van ſeine Schulde un weis net wie. Selle Kaße heiſt mar, wann eichs recht verſtan han, Reibeiſe Kaße — Gell Nochber, well do ſo en Stück no em annere vun de Schulde abgerew wecd, wie e Krnnnbeer uſſeme Reibeiſe, wammer Waffele backt? Schlah dr e Ochs en die Seit dn Schodel So domm krämt enn ſo neiſcht. Der Mann der die Kaße erdacht hot hot Reibeiſe geheiſ. — Meinet wehe Reibciſe orer Waffeleiſe; ſelle Kaße geſalle mr, wo ir gezwong es ſe ſprare un ſo unner de Hand ſei Schulde abſedran. — Ei jo, mer Baure müſſe jo zu allem Gurre immer erſcht gezwong wäre. Wam mör net gezwong wäre, mae ni jo ach ke Schoſſée, un lära Goties werds met de Baureverem net anncrſcht ſenn. Wann ſo ebbes ufflommt, méne mer gleich die Parre orer die Be amte thäre dehiner ſücke un en ehre Sack ſorze. Drweil aloer loße mndr uns vun jerem Großtreſcher über de Gänſe⸗ dreck ſehre. Do mocht n o grar aus dr Haut jahre Aoer pez emne Ochs ens Hore! 's is doch wohr! G. Sammlung auf dem Gebiet weſtricher Mundart. Hor emol, dan haſcht en deim leiſchte Stückelche es e biöche ſe arig gemach. dan brauſchſt de Leur nct ſo uff die Füß ſe tröre un ſo ſe ſchelle. Numme hübſch Alles wies gchn un ſtehn kaun. — Eich hanns ſo net bos gement. awer die Gall kann em als enol überlafe Awer eich mögt met Jercm en Frére lewve un do will eich Auch dann licber e paor anner Stückelcher vazehle. 173 1. Der Hanjob dun S—bach, S—t horrer ſeich ge⸗ ſchrew, awer mr horcene nor de Hanjob gehes, na der es emol uſf Lautere gang Warrer dort geſchafſ hot weß eich nimmeh. Wie er ſei Geſchafte gemach hot, eſer en Schnei⸗ rerſch gang — der alt Schneirer hot ſell mols noch gelebt un mr hon e gune Schoppe bei em krieht — un hot do ſe Mettag geß Do ware laurer große vornehme Herte am Diſch met große Schnanpbärt, do hot mei Hanzob gar net recht s Herz gehat ſich ordelich aaus ſe ſcheppe Es ſenn vel Tractementer komm, m ufſ emol a Sparzele. Na Spar⸗ jelemente ſe mache, das verſteht mei Hanob, awer wie mr Sparjele eßt, ſell horr er nei verſtann Do horrter als die grline Koppcher abgeſchnèr un hot ſe uſf dr Platt leihe loſſe, s Unnerſcht awer horrer ſich uff ſei Dellei eraus geſchoppt un hon als dran gekaut un hor als vor ſeich gedacht: was doch die große Herre vor e apauene Geſchmack han Das thät bei uns es Vieh net freſſe. Do horrer dann a cmol uber ſich geguckt un do ſiehrer, wie von de große Herre als èner de annere anſtuppt und wie ſe mette Aue no em fleckere un ſich üban verluſchtère. Das hoien wurig gelroppt un geſuchſt Do ſaht uſi emol Rner zu em: Gell Better, ſahrer, ehr han noch net vel Sparele geß Ne, ſaht mei Hanjob, ſtehner ehr Herre, mer ſenn domme Bame; mer verſtehn gar vel nei was ehr Stadtleur verſtehn, mör verſtehns z A. ach ne wie mr Hibbedele uff die Häuſer micht — Do hatch e ſiehn ſolle was ſe do vor Geſichtei gemach hann grar wie die Schäf wanns dümmelt. 's ſchonſcht awer au de ganz Geſchicht 1, daß mei Hanzob ſelber ſellmol ſchon e Hibbedeck uſf ſeim Hans gehatt hot 2. Eich ſenn vergange Wuch emol Mettags en Adjunke loinm; ſe hann grar ſe Mettag geß; fe homre Krummheere⸗ huöpp ſo vun di rechte Sort, blo un glathig Do han ei ene die Zeit gebott un han geſaht: Gune'n Abbein' ſahr 174 eich Danke ſchon ſaht do der Adjunk, wannerſch mei haun wulle, hockei Auch her. Nä, ſohr eich ech ſen merci; ach hann mei Sach ſchon gemach vor de Mettag. — Se horre grar de Treppelfritz vor e Dalöhner un do hot die Adjunkerſch als em zugeredd un geſaht. Schöppet och doch eraus un ſpiſſet doch un eßt och haut ſat, s gitt ſonſcht neiſcht meh Treibei nor net, ſahrer, do is ſo. Na gut, wie mehr ſo ſpröche, bleibt uff emol em Adjunk e Knopp em Hals ſticke un er fangt als an ſe workſe un ſe huſchte. Sei Fra kloppt em dapper uſſ de Buckel, da wupp dich ſahrt em der Knopp auſem Hals eraus, ſchlahr e Fenſchterſcheib dorch fähn bss en de Hof un ſchläht de Hahn der uff der Miſcht geſtann und grar gekraht hot mans rattekahl dod. 's war e Gottes Glud daß ſonſcht Nemand em Hof woar, es hät ſouſcht e groß Unglück genn könne. — So war doch ſei Himmel⸗ un ſei Lebdag noch neiſcht! daß dau met deine Luhel Wann dau lühe willt dann luh a, daß merſch glübe kanm. — Eich luhe net, wann eich lihe, danu ſahn eichs Uebrtens wann ehr mene, eich wär e Lühemaul, daun verzehl eich Auch neiſcht meh. So eſes 3. Na verzehlt us nor no e Stuckelche, es braucht jo net ſo arig geloh ſe ſenn; ebbes Spaſſies emol — Ei jo Spaß hälwer is Mullerhauneſe Jakob mettr Leich gang Na danu will eich Auch emol elbes verzehle vun de Grabehecker. Wo die Grabeheck leiht wiſſener jo Neit? na dann will eichs och ſahn Wammet en Giekimn uff dr Brück ſicht un enliber no em Wald guckt. ſieht mr drube e paar alte Hutſche un en jerer vun de alte Hühle wohne ſechs ach ſiwwe Familje; das iſt die Grabehecke ach Klen⸗Paris Die Grabe⸗ hecker ſenn merſchle dels Bergleut un Meire (Maucer), die en Neuukerche uß di Grub ſchaffe, un chr wiſſe jo, de Meire 1s em Sommer ken Schoppe Wein ſe deuer un em Wenter ken Brodkroſcht ſe hart Die Annere gehe met Ju⸗ 175 ſeuer Neſchtle. Kuopp un ſo Zeugs no Luremborg uff de Hannel und wannſe dan em Herbſt hem komme, haunſe die Säck oull Geld. Is danu die Kero orer haunſe ſouſcht e Familjefeſchtlichkeit, dann loſſe ſe ebbes fpringe un es geht hoch her. Na do hor emol Kuhaberſch Hannes Kindtaf ge⸗ hat; es war em Weuter Do hannſes Kind ie Koppepülwe geſtedkt un ſenn uffemne Wahn enuber uſi K. geſahr. Dort haunſe emol ſ'erſcht e Budell Wein gedronk und ſich e blsche gewärnt un dann ſenſe en die Kerch Wies Kind getaft war, do ware fe ſertig un härre werter koönne hemfahre. aber es war kalt un hot Schnee gelch, do muſcht mer ſich doch ferſcht no e bische wärme vor eiſ de We, nau kammer awer doch a em Wert ner eu die Stupp ſpautze vor neiſcht un weirer neiſcht: ne das geht net un bei de Grabhecker erſcht recht net. Allo ſe loſſe merter e Budell konune un als ſo en um die anner un ware ganz owel (luſig). Seleiſcht hannſe ſich dann uffgerappdt un ſenn heigefahr, unnerwes hannſe geſong mei heller Stenn. Wie ſe nau hem komm ſenn un es Kind in die Wal lehe wolle — da. do haureſe ken Kind meh. Do ſeun je doch ſo verſchrock daß ſe beinch nüchtere wore wäre. Aber was nau? Do ſeunſe werrer ſereck un hauns Kand geſucht und am Kreuzberg hanufes ſunn; do hots merem Kopepulwe em Schnee geleh un hot ſeſcht geſchlof — un s hortem ken Hör gedun. Tis doch e Wunnerduns met de Kinner. G Sammlung auf dem Gebiete weſtricher Mundant. Na do leiht mi a neiſcht dran, wanner a méue dich wär e alt Schlawermaul un müſcht de ganze Da gebabbelt 176 un geretſcht hann Meiutoche dodevor hot mr jo es Maul im drom will eich Auch no e Studkelche verzehle. Ang ge⸗ freut hots meich, daß mei Kumbeer en dr Nordpalz a cbbes zum Beſchte genn hot un noch meh verzehle will Villeicht fend ſich noch Euer, wo hilſt, Ener ellein lann net beſtannig redde, er werd ſonſcht hundsmüd Na vergeß de Redd nei Kaunbeer; jetzt ſenn ach an de Reih Mr ſoll de Menſche na merem Bieh vergleiche, ſaht mr als, awer es gitt doch Meuſche, die ſemn grar juſcht nenn dauſigmol wie's Vieh Do war e Phulpshannjorg ſei Fra krank; ſe war ſchon faſcht e halb Johr ſo lererig un rauhlich daß je uff kem Ben me ſtehn un gehn konnt un beſtämig em Bett hot lahe merre Ehr Mann, der überzwerch Flappes, es net zun Docter gang un waun ſe anen angehall hot wie ? Kciwppel am Wé — Do ſoll jo gleich e Hmundldonnerwerier ſo e Kerl verzehre! Gott verzeih em ſei Slinn! Wammer ſei Ira net nch aſtemére dnt Geht un doch zum Docter, wann am e Stückelche Vieh krank werd. — Ei jo, em Hann⸗ jorg is uff euol die Kuh krank wor ſe hot nimmeh geireligt und hot getrauert Do halſchte mol ſiehn ſolle, wie dr Hann⸗ ſoͤrg dapper uſſ W. geläf es zum Viehdocter; er es als beinoh hinner de Ochdem komm Der Docter horremn dann a e gauz gehörig Glas vull Sache verſchrew Wie er awer met hem lomm es, war die Kuh krepért. Horcer do an⸗ geſtelle! Eich glab, waun ſei Fra uſſem Schab geleh hät (geſtorben geweſen wäre), er hät nei vertels ſo arig gedun. Net ellein, daß die Kuh caput war, jetz ware a die deire Abdelerſache umcſonſcht Awer wann de menſcht, dr Hann⸗ jorg hat die Sache ausgeſchntt orer hengeſtellt un ſe ver derwe loſſe, dam kennſcht dau en arig ſchlecht Er hot ſe Glas mette Sache genomm un es enenn gang zu ſeiner Fra un hot geſaht: Guck Fra, ſahrer, die Sache haun emol das vele Geld loſcht, nr lann ſe doch nau net verdenve loſſe— 112 — nemm dauſe. Un die Fro hot gedeult: Beſſer chbes wie gar neiſcht, und hot ſe engenaenm — un ſe hanner a gehulf. Dau haſcht ſo der vordert ganz wuſcht geflucht. Das es nei recht. Mei Moter har als geſaht, daß ſeun Holle⸗ finn, die ſluche, un lomme met Schuh un Stremp m die Holl. — Das waiß eich daß es net recht es. drom ſahn cich a imner, wan eich fluche: Gott verzeih eim ſei Süun. — Wann de daun weiſcht, daß es net rehtig is, warom täſchtes dann? s Fluche kann eim dect mols ganz übel uſſſtöße un ſehrt zu leim gurre Enn. Do will eich de mol e Stückelche verzehle. En E—— willer waren emol vier rechte Kartbrlnrer. Alle diglie Dag hann ſe ei Weuter beienanner gehockt un haun ehr Solche gemach, net em Wectshaus, ſonner dehem. Dr En devun, der Hauutewel hot die übel Gewohnchet an ſich gehatt, ganz gottesläſterkich ſe fluche: Do ſoll meich jo gleich der Deiwel hole. Die Annere hann als anem geſtort und gekort un hann geſaht, ſe thäre nimmeh merem ſpele, wanuerſch uet loſſe that. Se haun awer doch als werrer merem gekärt. Wie erſch awer gar nei geloß hot, hann die Annere merenauner ausgemach, e rattekahl Mittel anſeloenne, um em es Fluche abſegewihne Wie er ame Owed woerer ſo em vollie Dun war met ſam Fluche do is der Hantarem, der als hinne geſtann un zugeguch hot, ganz hehlings enaus gong un hot draus e ſchwarze Schet angezoh un hot ſich Häu un Geſicht mnct Rus ganz ſchwarz gemach; dann es er emn gang und hot ſich ganz ſtillſchweies hinnerm Hanntewel ſei Sinhl geſtellt. Der hot nan grar e Solche verlor un dezu geſlucht: Ei do ſoll meich jo gleich der Deiwel hole! Ei der hot deich! ſaht do der Hannarem un greift en hinne am Grips Es do de Hann⸗ tewel ſeſamme gefahr un hot ganz vergelſchtert erum geguckt un wie er das ſchwarz Geſicht ſicht, mém er, der Leibhaftig härren am Krahe. Die Annere hann ſe erſcht gelacht, awer 12 178 em Hanutewel war es Lache vergang Er hot ſei Karte hengeleht, es hem gang uin hot ſich ens Bett geleht — un zwoß Dae druff war er dod, ſo war er verſchrock. Das hot meich ſo ordelich üiwerläft, was ehr do ver⸗ zehlt hann. Do träm eich am Enn heunt Nacht devnn. Eich ſenn arig granelich. — Ach was, vor was brauchſchte ſe grande, es gett ſo ken Geſperſter. Es es noch len Stunn en der Nacht vergaug eich war ſchon draus un hann mei Leldag noch neiſcht geſichn nor èmol e Etrwiſch, wie mer ens Gebrüch geſahr ſenn Dorſ hole. Awer geſörcht hann eich meich doch a emol ganz arig. Eich war uffm Faßnachts⸗ mark merem Junqvolk un do ſanmer oweds ach ens Dnnne bei die Spelleur darze. Wie hälwe Racht erbei komm es. hann die Antere geſaht: Hannarem, geſchte met hem? Eich hann grar mereme Märe gedanzt un das wollt eich noch net ſahre lan — Gelt, das wwar dei Muiſch? — Halt dei Maul und loß meich verzehle Do hann aich geſaht: Wartet noch e Hitzche. Se ſenn awer ſortgang. No er Weil ſemn eich a ſort, motterſcelenzigellein. Eich ſenn de Weiwergrawe enuff getappt und wie eich owe uff de Galſeberg komme. wo es es Gericht ennnner geht, do os mer engeſall, was als die Leur verzehlt hann: Do gänge ſe erum merem Kopp nnnerm Arem un unne an der Brück do war Ener de thät de Leure uff de Buckel ſprenge un ſich kotzele loſſe. Do es merſch doch a e bische annerſch wor un ganz bedngt gehn eich de Berg enunner. Wie eich en die Näh vun de Bricke komm ſeun, nn ſchon méue, dich wär glücklich derdorch, do guck eich und richug drüwe üwer de Beuck ſtehr e ſöchterlich langer Kerl un wendt un weicht net. Do ſenn eich doch ebbes verſchrock uns Herz es mer en die Hoſe geſall Was nan? Sereck do miſcht dich meich jo ſchäme; ſeitwerks es Dahl ennſi, dr Dewel hol do laft er der no un ſetzt ſich dr uff de Buckel nn wie ach üwer de Bach komme? Es 179 bleibt neiſcht aunerſch üwerig du muſcht druff zu un wanns der Deiwel leibhaſtig wär. Do hann eich dann mei Knuppert⸗ ſtecke ſeſcht geſaßt un de lerrer Nieme um die Hand gewickelt und ſenn druff los — un dr Kerl es als net gewendt un net gewech. Wie eich genene koau ſenn, ſahr eich: Guna⸗ wed! un was giſchte was haſchte! ſchlahn eich em met meim Knuppertſtecke über de Kopp un ſchlahneue ſeſamme, daß er ten Orer meh gereht hat. An⸗er gerappelt hots as wammer en derr Lab enenn ſchlaht Wie eich da näher geguch hauu was warſch? Sa e graß dem Perdediſchdel, die newe am We geſtann hat Sammluug auf dem Gebiete weſtricher Mandart. Do hann eich neulich en de Poſchd geles, em Bezerts⸗ amt Lauiere däre ſe e „Obſtbaukurſus“ abhalle. Do willeſe uffm Bann eruugehn vun em Bäuiſthck uffs auner un die Bim beſichn. Do es Ener debei, der uſſ die Sach ſturrert hat un der wills de Leur do weiſe, wie nir die Bam planze ſoll un wie net Am ene Bam werd eiſch de Leur ſahn. da ſenn e par Näſcht ſevel un dart laumer uo e par Zwacke emuöſchneiere, daß dr Bam net ſo vecdumbe es Amne ammere. obber a recht gepoßt es un die Junkele)) reht gezah ſenn. Dort es e Bamſtick, das leihr uff dr äbſche“) Seit un do geröre die Bäm net recht un die Aeppel lriehe keu rore Bäckelcher; un da es no e alter Storze, der ganz eraus ge⸗ hört un dort es e Bam ſe nöchſt uſſ de Horſcht geplauzt. da kammer nei meh ſahn: dr Appel ſällt net weit vum Stamn, dann do ſcheibele ſe de Rah enuuuer. Das werd 5 An aume Plätz ſahnſe: Imde; ma Lasdsarte, Laudsſitte, mer ſahn dezu Juukele 0 Net uff dr Someſeit. 19 186 er de Leur all weiſe un dann werd ach noch es Obs anf alle Bam verſucht. die Aeppel un die Beere un Qneiſche — Kerſche un Braume ſenn lärct ke meh do — um eraus ſe ſenne, es wel die beſcht Sor es. — Die moe ſchon lange ſſtunpfeſ Ziehn hiehe un mri Mae mocht dich en a net lehne. — Macht neiſcht, wam eich mumme nächſchter ber Lautere wär eich där a met gehn un wann dr Ambmam debe wär, eich där em e Batſchhand genn weil erſch auge⸗ reht hot. Wann eich als em Fruihjohr mei Bäm ausputze will dan ſtehn eich do wie es Kind am Dredk un weis net hott un net har. Do awer lammerſch lehre, wie mer die Bäm ranſchere muß Oweds ſoll noch beine Schoppe über die Sach geſpröcht werte und do lann Jerer ſei Meining ſahn. Do ſolle ach die Leur uffgeklärt wäre, was vor e Vortel es Obsplange es. Un ſell es grar e Häpſach. So lang das die Leur ner enſiehn, es alles anner vor die Katz. Do leun d e Dorf — eich mahn net ſahn, was vor eus. eich kräht ſonſcht emol die Horrele¹) troſf, wann ei emol uſf die Kecb hen käm naie. En dem Dorf könute die ſchoͤnſchte Obſtbam ſtehn; awer n5, do komumt kener uff. Planzt Ener e Bum en ſen Stuck, ſo hott dr Angrenzer gleich Angſcht, es könnt e bische Schatte erüber uff ſei Stück falle un die Frucht dät uimmch ſo gut gerpre. So zwiſche Da un Dunkel gchr er dann untr Stocthau om Bam vorbei un girr em e par Tüchtige — un die Aeppel un Beere ſenn geß. So machts Jer einct em Aunere un wann ehm ſelwer e Bam ſo verungenert werd, kreiſcht er wie Buchmarder. Pfui dr Schanne Scharn, wann die Lent ſo wüſterlich un neirig uff enanner ſenn un der En eimn neiſcht meh gunmt! Do ſollt mr a enol mereme ſcharfe Hab komme, net om die überzählue Nächt, un om ſo Reidſack chr Wliſchterlichleit ans de Herz ⁴) Du Hortele ſenn Lumupe; uit kann ach devor ſaha: uſt die Lumpe knehe, orer e Buckel bull neeckers. 181 eraus ſe haue S' es doch wohr! Na jo, wo e Bam ſteht geröt die Frucht net ſo ſchön wie ſouſcht; awer was nei unnerm Bam wuchſt, das wachſt doppelt un dreiſach uffm Bam. Do han ei e Bamſtück em Schneeberg, es enn laurer⸗ lerig Sauberrebäm Awer do kann eich, wann e hlen biöche es Obs gerot, vor hunnert Mark un noch meh Beere ver⸗ kaſe un lann ach noch ſo deck Latſchmeer koche daß merſche als uff die Ruhr gawwele minre well mr uff dr Dähn ken Platz meh hann. Wo lonnt eich aus der Frucht ſovel löſe? Uns geit a als noch recht ſchön Frucht. Wann doch die Leur nor e kle bische Uederlches häne! Freilich do es no e Uchelſtand un wann der net abgeſtellt wecd, komnts zu kener rechte Obszucht. Wann die Aeppel un Beere noch nei geſalz ſeun — uu an Jokobsdag wäre ſe erſcht geſalz — un noch ganz lapſch ſchmnacke, ſchlahn die Kinn ſchon dran erumer, un ſpärer do gehu die Alte dran. Soweit mr merem Reche reiche kann bleibt ken Krutze hänge. Un das nei ellein; ſoweit ſo e Bam reicht, es unnerm Bam alles bei⸗ treppelt uin die Frucht en de Dreck eninn geirér un uff de Wieſe es es Gras vertrér un es leiht alles ſo voll Ste, daß ur beim Mähe Weßſteiu genunk un genunk ſend, die Seuſe daran zu verderwe. Un wie wäre die Bäm zugericht! Wauuner ſelwer am eijene Bam Obs brecht do nemutt mr ſich hübſch en acht, daß ſo len Näſchche gebroch geht Awer die es Obs ſo ſtrenze die mürre ſich dapper dummele nn grabdſche und dö ware die Naſcht ſezamme gereßt. daß ſo e Bam deruohdert ausſicht, daß es e Sänn im e Schann es Do denkt dann manj einer: wann dr es Obs geſtohl, die Bam verungenet un die Frucht verſaut werd, do planſchte licher gar ke Bam, dann ärzerſchte dich doch net. — Awer es ſenn jo Schütze dol — Jo die ſenn do. Awer wann ſe euol e Brodegoll mae wille, dann kreiſcht gleich Alles: dan kannſcht da Schätzeſtecke en die Eck ſielle, muß nr dann 182 die Len glei freiſe! Waun ſo e Schütz le Hinnerhalt am Vorjeméſchter hot, kanner neiſcht ausrichte Un der Botze⸗ meſchter dat vielleicht gére no em rechte fahre, aber er derſs meite Leur net verderwe un an de Geméneſchofferät horre en dr Regel gar ke Stütz en dem Betreſſ. Do hot ſich emol e Mann beim Bezerkeamt beſchwert es Obs där em immer geſtohl wäre, ein Schütz härrerſch wohl geſaht, awer das ſei de Maus gepeſſ. S Bezerloamt ſchreibt on de Borjemeſchier, wie ſich die Sach verhält; der gitts enaus an de Adjum un der läßt die Schofſerät ſeſammckomme un leſts en vor De haunſe beſchloß: So was lommt bei uns net vor, bei uns es Alles in de Reih; der Schutz dut ſai Schtlligkeit So werd daun a ans Bezerksamt beicht, un wem ſoll das glabe? — Cch mén, Nemand annerm als em Gemenerats beſchluß. Alſo werd der Klaher abgeweß. s es Alles eu der Rah. Daß Gotterbanul Es Obs wed no wie vor ge ſiohl un ganz unſchenert am helllichtie Dag mette en Dorſ. en Eijedummer vor der Nas ewoeck. Wo ſo ebbes emol engefreß es. do kammer chnder die leidſtelligſt Geis vom Fleck brenge als ſo ebbes and de Leutr. Daß es awer doch mihlich es, hot mr an H.. willer geſtehn. Do war e ſtrieſer Schuß — er wat Saldat geweun — un e Boceméſchter, dem ſei Gruudſatz war: was rech is is recht un Ordnung muß de Staat räère Brodegoller hots genn awer keu mut⸗ willies; un s eswohr. es hotis Dorf meh wie dauſend Mark koſcht, bis die Leur ſich genu haun un Alles en die Reh komm es. Awer ſeitert e es ſchon dort. Dort ſahrt keener emn Aunere unotiger Weis dorch de Klee do werd beim Wenne an der Angewann ie Frucht verſant un werd ach le Obs geſtohl. Ma Gepatteruann aus ſellemn Dorf hot merſch verzehlt un geſaht: Eich hann mel meine Leur a e par Fraoel krieht un es hot neich wung goäezert; awer eich nuiß ſahn Des ſchon wo Oeduing es. Do lann der Wad 183 noch ſo vel Obs vun de Bam jahe, es kommt ke' Stuck devun un wammer a erſcht zwoſ Da druff kommt ſe leſe. — So eſes; die Forcht muß de Wald hlire nn a es Obs. Awer wem ſoll mer uſſgeie? De arme Schütze, die net derſe orer de Borjemeſchter, die net köune? Eich men, es wär gut. wammer net nore Obsbauereine ſonuer a Obsſchutzvereine ſtiſte dät wo jed Mitglied verſpreche müſcht. jere Obsfrevler, den er erwiſcht, anſezeije. Eich men ſa; weis e Annerer es beſſer, dann ſoll der Berrelvogt ſeun. Wann dau awer emol ens Räſenére enninn komuſcht. dann machſchte als e Leier ſort un horſcht nimmeh uſſ. De machſchte dr die Leur nor zum Feind; vor was? verzehl lieoer ſo Schnörel, wo ſich kener drüwer ärjert un die ſenn a korz. — Ei jo dann ach. Em Oſchterchal hannſe de ſchöͤne Möre gehat, daß am Ezame net nore die Kin, ſonner ach die Schöfferät Weck kiieht hanu; drom ſeun ſe ach immer all en die Weckſame gang Uſſ emal awer horren de alt Landkummeſär e Strich durch die Rechuing gemach. Dr alt Landkummeſär war e grauſamer Mann, eich glab ſo e gure kdehe mer ſe Lewe mmme Er war humer vors Allgemene un hot vor die Genene ſe ſpare geſucht wo er nor gekännt hat. E granſam gurrer Mann vor die geméne Leur. Was wohr is. is wohr. Na der ſichr uff emol wie ein Budget vun O. gvölf Ghlle vor Exanewveck angeſetzt ſenn. Das warem doch e bische ſe arig Er ſchreibt enaus: Wie vel Kum? Un verordenèrt Sovel Kinn, ſovd Weck. macht acht Gälle, es aune ſtreicht er dorch un ſaht: Wille die Schofferat Weck eſſe, ſolle ſie ſich ſelioer käſe. Wies nachſchte mol werrer Exane es, ſenn die Schofferit werter eninn gang, awer dasmol hannſe e Dreck awer le Weck krieht Un wie ſe hem konnn ſenn, haunſe a vnn ehre Weiwer uoch Pröbelſoppe kuicht un die Weck, die ſe net horre, ſenn gehärig eninn gebrockt wor. Korzum es horr e graße Spi⸗ 184 talel genn un ſe leiſcht hots gehas! dr Borzemeſchter is ſchuld an allem er muß abgeſetzt wäre; mér loſſe uns unſer Recht net nemme. So hot der Borſemeſchter die Pang placke ſolle. Awer bei dr nächſcht Gemèneratsſitzing horter geſaht: Send nor nihig ehr Manner, eich maches werrer en die Reih. Wie ſe dann es Budget gelcht han horter eninnſetze loſſe Exameweck acht Gülle; Schulzwecke vier Gülle. Wies dr alt Landkmtnnueſär dr nohdert geles hot, horer geſoht ſo es recht; vor Schulzwecke lammer net ge⸗ nunk dun: un hots genchmigt. Awer die Schhitzohrige Baure hann das Wort annerſch geles: Vor Schulz—wecke dier Gulle, nn am nachſte Exame hannſe ehr Weck werrer lricht. Ja bollidiſch iuß ma ſenn! G. Dialcktprobe aus der Umgegend von Kuſel. I. Der Hofab hot de „Norze“ e bische arg gere ge dronk un hot ſich deckmnols „bloe Nahts“ kaft, bis er kanune⸗ vull war. Es er dann hem lomm un Es horre e bioche gemault, dann horrerem de Buckel blo un ſchwarz verſchlab un horr Alles korz nn hen verſchmeß. Do horren dann emol de Parre en die Kör genonun un horrem es Grobſchi erunner genach Und es hot gebächt. Er hot ſichs Schnaps⸗ dnnke abgevihnt un ſehann werter e anig Haushalling lneht. — Wie demohden der Parre weglomm es uff e anner Stell, es er noch erun gang und horr alle Leur Adjes ge ſaht Wie er enn Hofjäbs komm es, horter ein Jäb no cnol e gut Vermahiung geduhn un hot dann geſaht: Nun ich whnſche daß es Ihnen gut gehe und daß man nu noch Gutes von Ihnen zu horen belommt. — Gleichfalls, Hent Panc ſaht do der Jab daß wenſche mr Ehne ach 185 II. Na well doch grar vom Schnappsdrenke die Redd es, will aich och doch a verzehle, woie ach devnn huner wor ſenn S es e verflammt Geſchicht, wannner emol aus Schnappsdrenke gewihnt es; mr werd jére Dag lerrerier nn zerrener, un wam ers ach loſſe will, mr breugts doch nei fertig. Eich hon a ſchon gezerrert wie e Eſchpeläb: eich hanu ſaſche uhumeh die Leur raſére konne. Eich hauu oſt vor meich gedacht: waun de dei Geſchaft net willſcht uffgenn, dann muſchte es Schnappedreule uſſgenn; awoer eich hauns net ſertig brächt. Na das Deng war got. Ame ſchone Mor'e horr eich werrer e gehorie Hormel un geh fort mei Kunne ſe raſére. Wie eich do über de Muhgmioe gehn — es war nor e Bret drüber geleht — do nitſch eich aus imn leih em Waſſer un wär a verſoſf, wam meich der Mäller net dapper erausgezoh hät. Eich ſenn nüchdere wor dich mèn dann; awer vnn Stunn an hann eich a ke Droppe Schuapps mieh gedronk. E blod Nas hann aich innner noch. awa ach noch md Geſchäft, nore es Zertere hot ſich verlor. Vielleicht dähts bei annere Schnappslumpe a helſe wam⸗ merſche gehorg tunke daht ſo deck ſe beſoff ſenn G Dialektproben aus dem Weſtrich. Na eſes wohr. Patt, daß mr als en frühere Zete ſo vergrabene Schatz junn hot? Heut ſe Da hort mr neiſcht meh drun, un do kouuk mr es Geld doch a ſo nörig brauche Eich mögt norez wiſſe, wo daß vele Geld heukommt, jere Da wed nanes gemach un eich hann doch duſchor lenis. Want eich nor a emol ſo e Schatz fiune däht. Wie war dann daß ſellmols als? — Unſer Vorſahre hann als vel devon verzehlt; do hat ni als emol hie un do Nachts e 186 blo Ilamnuche geſichn un wammer als ſich do de rechte Platz genant gemerk hät, hät mr dann druoh grawe könne. Mei Vatter, Gott hab en ſcelig' hot mr verzehlt, er häre a emol ſo e Flämmche geſtehn un do hürrer dapper ſei Wammes ausgednhn un drufſgeleht; un wie er am aunere Morje hén lomm es, richhig do leht ſei Wammes noch do, un menſchte was druuner war? Faul Holz von ſo eme alte ſtrunkie Weirebam. Awer wann er a neiſcht ſunn hot, daß mei de Schatz hat doch ſei Richtiglet gehat. Do horter als e Stickelche verzehlt, wie ſe en Stohwiller nachſcht emol e ganz große Schatz kricht härre. Do horr Euer beim Zackere merem Plngk ane große Sten geſtöß un wie er de Sten meiter Stockhau eoegt holt do ſichꝛer ſo ebbes wie e alter Vichkeſſel. Er willene eraus hewe, horen awer net gepach un dann hour ern merem Sech wille uſimae ses awer nei gang. Do horrer dapper ſei Pär ausgeſpaunt nn es hem gejackert un es zum Spitzegietes; der hot blo peiſe kome un hot mch gekount wie Brod eſſe. Den horrerſch verzehlt. Do hannſes no e par Mann em Shlle geſaht die han helfe ſolle. Oweds ſenn ſe dann enaus gang mli Schipp un Hau un e par Knewel vor ſe hebe Awer, ſaht der Spitzegiekes es def ke Sterwesworiche geſpröcht ware un bei Leibe derf der Name Gottes uct geuaunt ware. Dann horrer als ſo ebbes gepiſchbert un met de Hänn ſo Zeugs gemach un dann haunſe anſange ſe grawe. De Keſſel horeeſe bal losgegren danu haunſe die Knewel uner die Ohre geſteckt un aus Leibeskräſte gehow. Uſi emol hot ſich dr En devun e bische en die Hoh gericht un Über ſich geguckt. Do ſiehrer, wie übern e großer Mühlſtén hüngt ame Faren net vel dicker wie e Rahtofarem un wie als Ener merere Scheer — vo größer noch wie em rore Schneirer ſei Scheer — als uo dem Farcm kuappt, om en dorch ſe ſchueite. Do es e Himmelangit wo un en ſeiner Angſt kreiſcht er: Ach Gott ach Gonl Do duhts e krach wie wann e Dnnnerkeil voren en de Erdoborrem geſchlah hat un der Keſſel fällt werrer awwoe un es horre Plumps geduhn as wammer e ſchwere Sten en e dieſe Brunne weeſt — uns Loch war zu. Da. do horreſe neiſcht. So deck ſe a dr nochdert als weirer euaus gang ſenn, ſe hann vun der Herrgotsſonnewelt neiſcht meh geſiehn; es war aus und vorbei. — E Kerweſahrt no Saargemünn. Uf emol konut mich's Reeſe an; — Ich ſah zur Fraa: was leid' dann dran. Ich will's jo ſpäter wieder ſparc. Ich möcht no Saargemüinn mol ſahre. — Jo. ſaht ſe awer vergeß merſch mt Un bring mer e ſchones Häubche mit E guter Freund kommt grad dazn. Dem loß ich dann a gar le Ruh. Er ſoll mit mehr noh Frankreich ſahre. Zu zwet do lönnt wer viel noch ſchpare. Awer, ſaht er, net mit de Eſenbahn, Mer ſchaffe uns e Fuhrwerk au: Werſchi ſichn, was vor Pleſe mehr han, Wann du farſcht, ſahn ich is merſch rechſt Ich ſpid de Herr un du de Knccht — Jetzt gehn mer glach e Peecd uns borze. Vo e Wähuche müſſe mer a noch ſorje; Un hann mer dann a in eener Schtunn, So richtig alles zamune gebrung. Bai chin e Peerd, beim anuere e Wahn. Die Scheer noch beim e Dritte, 188 Dann müiſſe mer vor e Peerdegeſchert Erſcht noch e amere bitte. Dort krieche mer dann a ohne der Herr Ganz gehre noch e Himergeſcherr, — Un wie am anere Morje früh Die Hahne Peter krähe Do gings daun los, doch awwer wie? Das hätt ench eener ſolle ſehe⸗ Ball Trapp. ball Schritt un ball Kalopp, Vor Lache hann ich de Bauch gehob: Un eh mer mis ham uungeſiehn. Ware mer ſchun im Schoſſeegrawe drinn. Am Altemer Berg das war te Wunner, So ſchuell is do noch ke ener enunner; Ich hann das Wahuche breuſe wolle, Un hatt do rechts rum diche ſolle. Hann aloer immer links gedreht: Wann ich nohr nimuer drau denke deht Wie die do ſum enunner geſloh. Mit de Schraub uſſem Bukei ich hivne noh: Das Reihſcheid hann mer a verlohr. Do kann ich awwver nir devor — Doch jetzt iſchs gut gang bis uff Brücke, Dort wollte uns die Franzoſe zwicke: En Ahe oder 30 Franke! Oho do werre mer uns bedanke, Unſer Geld hergewwe, daß wer ſchön, Do fahre mehr hewer widder hähm. Oder glawener mehr loſſe uns ſoppe. Jett teinte mer eiſcht bei Stark e Schoppe. Un der hat uns recht gut geſchneckt. Bier Flaſche hant mer gleich gekeppt. Un duhu niit Weißbred zu de Schoppe 189 Die Hungerlöcher noch zuſchtoppe Dann gehn mer uns noch ſor ze raache Frauzöſche Peiſ un Tuwak kaafe; Do ſaht das Mädel: er ſinn Priſſe: Ne Baiere ſinn mer, will ſie's wiſſe? Un ich ſah ins Geſicht euch eninn, Daß trotz dem ehr doch Priſſe ſinn. Do hann mer grad geuung gehatt. Die hat uns negicht die Wohrheet geſaht Jetzt duhn ich ſchunn de rothe ſchpehre, Un denk, du muſcht de Werth prowehre, Ob der nei for uns bleche duht Uſſem Zollamt; daun wär alles gut. Ich lowem dann ſei rothe Winn Un ſah do wär ke Waſſer deinn; Dann duh ich m noch e Liedche ſinge. Do kaun ehr's über's Herz net bringe. Un ſaht, ehr ſein e luſchtiger Mann. Do weuuj ich 3o Franke dran Un wie mer widder weiter wolle — Ne jete ſoll dich der Schneider hole, Der verdammte Gaul hat unnerdeß Uns unſer Stroſſitz ganz geſreß, Doch ſin mer luſtig weiter geſahr, Um zehn Uhr ware mer über der Saar Un ſitze ſchun im Hotel Grethel, Dort war en ſauwer Stiwenmäd'l. Das ſtellt uns gleich e Schoppe here Es denlt, daß mer recht dorſchtig wäre Un hatt uns was ze eſſe geb. Was's war, daß wäß ich heut noch nett Doch an dem Allmang un dem Fraaß Do hatte m'r unſer gröſte Schpaß. 190 Jetzt haun ich ſchun franzoſiſch gekenm. Mer wäre awer a angerennt. Dann wo mer hinlomme in de Schtadt. War nir als Buſchur kimmuaſawatt. Ich tann eich awwer gar net ſahn. Was alles ſich do zu duht dran. Ne der Schpettatel, das Georjel; So maucher Schoppe durch die Gorel, Das viel Geſchnatter dort am Brunne, Das Zawwele ufm Marktplatz drunne; Do duht e Truupp Schnorante bloſe, Do danzt e Aff mu rothe Hoſt. Do ſteiht e Hund die Lecter ennſſ. Do ſchlaht e Mann ſai Stand noch uſſ. Dort lokt e Hanes mit gehle Ewaſchte, Die Leut zum Putzenellekaſchte; E Schneider han ich a geſichn. Der traibt mit Damb ſei Naͤhmaſchien Schpäht treff ich noch e Landomaun an Der ſaht, ich will ench ebbes ſuhn: Jetzt trinte mer beim Seitz noch eene, So krihn er doch in Deutſchland keene. Un das war werklich a e Suff. Ich tlab, der wekt vum Dot en uff Mei Landsmann hat noch nei genunk, Un ſaht: jetzt werd noch Bier gehunk Dann duht er uus zum Herrgott fehre. E Werch, wo jeder in kann kehre Sechs Schoppe hammer do getrunt. Schtroßborzer Bier das war genunk. Un wie mer han wolle ſchloofe gehn. Do kaun vun uns faſcht keeuer ſtehn, Doch ſinn mer in's Gwartche noch koenm. 191 De Landsmann hann mer mit genomm Ich ſa: Potz dauſend Dunnerietter, Was ſim daun daß vor Unnerbetter, Mer duhn jo alle Rippe weh, Ich mehn, ich hätt ke Hiſſte meh: Un wie ich noh em Strohſack ſuhle, Do leih ich uſf de Bodemdiehle. Mei Freund der is ſo wet net kumm. Der krawwelt unne im Peerdſtall ecum. Dovor hann mehr noch müſſe hehre: „Muß de Deiwel eich zu dem Herrgott ſehre: Doch es ſchonſcht das kommt noch hinne noh: Wie mer fort wolle, war keh Gaul meh doh: Der Hauskuecht voll als wie e Schtwwwel, Reit in die Saar, do werd's em iwwel Un ſallt erunner, wät ſchier verſoſſ. Un es Becunche is ius Graut gelauſſ. Doch ball wars wider uff der Stell, Ich ſah zum Werth, getzt awer ſchuell, Mer müſſen eu dichtig Hawwer kaafe, Es muß heut noch uff Sxem laafe. Der Werth ſaht, duhn mich nur nei kwele, An Futter ſolls en gaar nei ſehle: Ich hann 'in jo, daß beſſer ritſcht, Zwei Gläſer Nothe dran geſchpritzt. Der Wein der macht dem Gcilche Muth. Er werre ſiehn wies laaſe duht. Un meiner Seeli ſo wars a grad. Der ich mit uns devunn gejaht, Un hat de netſchte Weg genomm, Ich weß noch nett, wie ich hem bin koun: Nohre ebbes hann ich uctt vergeß. Mei Fraa war ſchunu im Beit geſeß. 192 Un die duht mehr noch vor mei Recſe So wahr als ich duh Peter heeße. No Note die Leſitte leſe Die ſaht, jetzt biſchte ſteif un mid, E Haubche hann ich doch keens kücht: Die Klocder ſtehn ganz ſteif vim Dreck. Un was du reiſcht verſchteht mer nei. Du haſcht veleint dei Mutterſproch Die Peif, die haſchte a gebroch Das is die wohlfelſcht Rees geehn. Ju Zukunft bleibſcht de ſcheen deheem Schaim Peter Stahl Wie der Geomeder Maier von Zwecbrikte hat wolle Forſcht⸗ meeſchter werrt. (an en ſelwer verzählt.) Wie Ehr all weſſe, war das Geomedergeſchaft in de zwanziger Johre lee ſo indrägliches. Länuereie ſinn keenr verkaaft wor, kee Deurel hat was vermeſſe loſſe, vun Pro⸗ zeſſe hat mer aach nit viel gewißt — s ware awer gach nut e paar Avvekade hie —, und weil ich viel ſeie Zeit gehatt hann un nit ſo erumflanze wollt, ſinn ich oſt uff die Jagd gange. Zu ſeller Zeit is unſer Forſchtmceſchder krank wor un geſchtorwe, un do is mer ſo der Gedante komme: gutt, Mater, das wär ſo e Poſchde ſor Dich Du kanuſcht aach Forſchtmerſchder vun Zweebrilke weire. Der Kenig Mai is Schulkamerad vun der, un 's beſcht is, Du reeſcht no Miche un redſcht mit em Abnig iwwer die Sach. Uu zufällig is domols grad e Ofſezer vuin Zechnkle no Minche veſetzt worr un do hatk' ſich e billigi Gelegen⸗ 193 heei gefunne mit der Schas, wo der Offezier ſor ſei Familie genbuune hat, hin und widder redur ze ſahre Ich hann wohl hinzus uff en Bock ſihze miſſe, awer ei loß un wann ah, hann ich gedenkt, was leilſt meer drank 's war Summer un die frei Luſt hat aach widder ihr Aunehmlichkoete gehatt. abſuneclich vimn wege de lleene Kinuer in du Schas (Schpäder hats oͤſderſch Gelegenheet igeve, do is als der Walter, wiſſen Ehr, der, der wo nit recht gehön hat, alle Johr e paar mol uff Minche gefuahre un hat ſor die Zwer' brikter Schiudaute Sackelcher voll gedercte Lweiſche iin Serwelah mitgenonme.) Im Ganze is die Neeſ glilllich abgeloff, nur war ſich vin dim lange Fahre arig nihd un han die erſcht Nacht in Mrtche in dem Wtcthshaus, wo mei Kutſcher ein⸗ geſchtellt hat, wie e Dachs geſchloſt. ' war ſchun ſchpad, wie ich am anne Morze wach wort ſin un ich hann mich kwwer Kopp un Hals dummele miſſe, daß ich recht watm, For mei Vorſchtellung leun Keiig ze mache is Herz hat mer doch de bische gebobbelt, wie ich gehe die Reſedengz geſthowelt bi, un do ſich ich grnd eene vum Nemig ſeiner Leibwach aus em Schloß erans komme Ich geh uff en zu un will en ffrohe, wann unwie ner am beſchde zum Kenig komne kann. do rufts uff wemvl Mnier, Maier! Ich gull un gulk lwoweralhin un do gebt mer der Mann de Schtumber un iſaht gauz ehrerbilſdig: „Seine Majeſchdad ſelwer hat Ihne von do owwe geruſe.“ Richdig, wie iich üwwir mich gukt, leiht der ⸗emg Max im gwette Schtock im Jenſchder, die Rron uff en Kopp un de Zepdee in der Hand iun winkt anet eruff ze komme Do hann ich mich ⸗nit 'lang 'bedenkt, ins Schloß emnn. die Drepp enuff un wie ich ins Vorzimmer komme, dreff ich de Fltggeladjedant un der ſroht niich was ich wolkt. Ich ſoh en ich wollt zu ſeiner Majeſchdad, ich war der Geomeder 18 194 Maier vnn Zweebrikte un er ſoll ſo gut ſein un mich au⸗ melde. Wie ich das ſah, geht die Dher uſf un der Kenig lammt eraus uff mich zu un ruft: „Maier, alder Frand. biſcht Dn's? Zum Adjedant awer hat er geſahd: „Herr Fliggeladjedant, wann der Heer Maier widder zu mer will brauche Sn nit anzemelde.“ Dann hat er mich an der Hand genomme, in ſei Schtaatsſchtubb geſihr, un ich hann newe em uff em Kanabee Blatz nemme miſſe. „Was gebts dann Neies in Zweebrikte?“ froht mich der Kerig „un was fihrt dann Dich no Minche?“ Wie der Kenig ſo ſreindlich gefroht hat hann ich Kuraſch kriecht un hann en verzählt, daß unſer Farſchtmeeſchder geſchtorve wär un daß ich wollt Forſchtmeeſchder vun Zwebrille werre. „Sa“ ſahd der Kenig „alſo Forſchtmeeſchder willſcht De weere; kannſcht De dann aach ſchieße?“ „„Was,“ ſah ich „ob ich ſchieße kaun? Majeſchdad ſoll mer nur e Gelegen⸗ heet gewe un do werr ichs ſchnn weiſe“= „Maier.“ ſald der Kenig druff, „wann mier zwee elcen beinanner ſinn, do ſahſcht De Du zu mer wie in Zweebrikke, awoer wann annene debe ſinn, do nuiß es Dekornun gewahrd bleiwe, un da ſalſcht De herno Majeſchdad. Jetzt baß emol uſſ was ich Der ſag Heit Ronddag hann ich Schtaalbrats⸗ un morje frih Däniſchderſitzung abzehalle nn da ſim ich verhinnert. Der Geſellſchaft ze leiſchte. Awer ich werr Der ſor heit eeue vun mciue Adſedaute mitgewe, der werd Dich in Minche emnol onidtlich eruzifihre; un morſe ſrih werd Dich mei Leib⸗ jäger zu ere Endejagd abhole do kaunſcht De weſe, ob De Dich zu erne Forſchtmceſchder bvaliſtzirſcht. Abrobos, Maier, Du wohnſcht bei mer ſo lang De hie biſcht, und Dei Gepalt wen ich un Werthshaus hale loſſe. For morze biſcht De zum Middageſſe ingelade, do woerſcht De uoher aach die Frau Konigin kenne lerne, heit hat ſe großt Wäiſch ſunſcht hatt 195 ich ſe ſchun rufe loſſe.“ — Dann hat er geſchellt do ſinu gleich ſo e Schticker ſechs dienſchtbare Geiſchter geſchprunge komme, un denne hat er ſei Beſehle gewe. Ich ſinn in mei Werthshans zerikt, hann dort ze Middag geſſ. mei Zech bezahlt un geſahd, daß ich jetzt im Schloß wohne dhct un daß mei Gepält abgeholt wecd. Noh' ein Eſſe hann ich e bidche geduſſelt, bis der Adjedant vum Konig komm is, ſor unch abzehole. Mer ſinn was in der Schtadt erungebeſemt; im Hofbräuhaus hann mer unſer Bier ge⸗ druuke, in der Leverworſcht ze Nacht geſſ un ferner ware mer im Theater Am anure Morje, 's war nach duſchter bin ich geweck won; ich hann mich ſchnell angezoge, herno ls der Kaſſee komme, un dann hat mer der Leibzäger e Flint, ſo e langi wie der Matzloff ceni hatt, Pulvechorn nn Schrote gebracht un mer ſinu mit noch e paar Dägerborſch an die Iſar enunner. Heergott ware do Ende, das is keem Meuſch ze ſahn! Mer hann ſortgejahd bis Middag im dann ſinn mer heem. Ich war arig dreklig un naß un hann mich wolle ufſ mei Schtubb ſchleiche, awer wie ich iwwer de Gang will, kommt mer grad de König in de Weg Der bedracht mnich vnn unne bis owwe und ſaht⸗ „Nee, Maier, Dn ſiehſcht awer ſcheen aus; do gehſcht De mit in mei Schloſſchtubb un ziehſcht vumn meine Klecder an mer ſinn jo ſo ziemlich dun eener Puſchdur bis Dane drukke un ſauwer gemacht ſinn. Heruoh konnſcht De in die Wohnſchtubb un verzählſcht mer, wie's uff der Eudejagd gange is. Ich hann's a ſo genacht un wie ich in die Wohnſchiubb lommne biu, do war aach die Fraa Keuigin do, un der hat mich der Kenig gleich vorgeſchtellt un gejaht⸗ „Fraa, gult. das is me Freind Maie vimn Zwoebrilie, e Schulkaurad vun mer.“ Dann is ec an e Peiſebreit gange, wo an der Wand gehonge hatt, langt e Peif ernnner un e Tuwaksbeitel 196 und ſaht: „Ich weeß, Maien Du biſcht vun deheem gewchut. Tuwat zu mache; jetzt mach Derſch bequem un ſchteck Der ſe Klowe an“ Un ſeiner Faa ruſt er: „Karlin bdng enol em Herr Maier eKohlche ſor dio Peif anzezinne un hernoh geſcht De in di Kich guliſcht no der Enhb un. ſchickſchte Budell Eſer um zwer Gläſſer erinn.“ Die Peiß hat gebreumt, der Wein war ingeſcheilt, um mie men angeſchtoße um gedwnke hatte froht mich den Kenig no der Endejagd um womm ich ſo dreltig heem kemun wän Wann ich: nur das Wdrti Jagee höm komm ich glrich ins Feicr un verzähl, wie mer gleich e Mafſ Eida angedrff hätte un wie ich im Iogdeifer uff emuol biss am de Hals im Waſſen geſchtanne hin. Meen hätte ſollb Ache hann mie bri uns drowa an de acht Schließe hänga. „Gutt.“ ſah ich⸗ „da ſlicht Den aus de Binſo e ganzer Shwann ctaus, zwanzig Schnll; ich lehꝛ an. ſchieß umſchſeß. bis alle. zwangig im Waſſer lha“ „. Arlch dieKrent Maien ſahu der Kenig. „allewval ſchneidſcht. De⸗awen uff Du haſcht doch aach labs miſſe?“ „Ach was, ſah ich geh ewelh wen denkt danu do ans Lade. ich hann nir gedhon wio ſchieße Do hat. den Keuige bedenklich⸗ de Kopp geſchiddelt un geſaht: „„Maien for e Forſchfmeeſchder daugſcht De nir Du biſcht zu e wihdiger Jäger un dhätſcht mer am Enn * Wilb iu do Schtaatswaldunge all zuſanneſcheße Du. biſcht zu nuns Annerem gebare, um ich werr emolt uohdenle. ob ich nit. e baſſendes Plähche ſor Dich hah“ Ueberdem geht die Dher uff, die Fraa Keingm kommt eninn uu hiune⸗ drm die Kochin mit der Subbeſchiſſel. Wer hann uns an de Diſch geſetzt un die Fraa Keiigin hat ſelwer ma de Deller uoll Subb geſcheppt Herrgattl das war ainer e gut Suhb, un ich free nich ſchun im Gchanke uff das, was noh konnne werd. Ich hatt grd da leiſcht. Leffel. voll geſſa do lommt e Bedienter erzun um ſaht zu⸗ mer, der Kutſcher dun 197 Zweebrilke wör da, er hau heit Marſe ſchnn e paarmol iich ſchpreche wolle, hätt nuich awer nit gedraffe. Es war e Herr da der uſtſahre wallt no Zweebukte, der hätt's orig breſſant un in ere Schlunn dhät angeſpannt werre. Da do war's aus mit der Freed; ich hott ſa gere nach ferdig ze Middag geſſ un aach noch e bische mit dem Kenig geplandert ſo awer haw' ich mache miſſe, daß ich in mei Klecder, die unnerdeſſe gedrittelt un gebutzt ware ge⸗ ſchluppt ſinn Ich vembſchied mich beim Kanig un bei der Fraa Keuigin, bedant nuch ſor olles Gute, was ſe mer ge⸗ dhon, un alle zwee gewe mer die Hand un bedaure, daß ich nit lönger ihr Gaſcht hann bleiwe kenne. Der Kenig ſaht. er dhät mer nächſchtens ſchrene, un ich ſollt ball widder⸗ komme Die Fraa Keuigin vwer ſaht, ſie hätt mer was ingewiktelt un meim Gepäck bägelcht, do ſollt ich unnerwegs als emol an ſe denke. Der Fhagelodjedant is noch mnt mer bis ans Werths⸗ haus gange donn ſinn mer imn Drapp ze Miuche enans. Vor der Schtadt dent ich Du muſcht doch emol gucke, was der die Fraa Kanigin nitgewe hat Un rothe emol, was es wor? E ganzer Welſchhahn, der Middags ſallt geſſ werre. war noch halwer worem in dem Babier gelege Den haun ich mer awoer unnerwegs gut ſchmecke loſſe. un glicklich ſinn mee na e paar Dag wieder in Zweeballe ingedroſſe. Gell. Ehr frohe jetzt, ſoas aus meiner Anſchtellung warr is, wal ich als noch Geoneder ſinn? Das will ich Euch ſohe. Korze Zeit na meiner Rikkunft is unſer guter Keng Mox — Gott hab en ſelig' — geſchtonre, un noher hat lee Menſch in Minche meh an de Geomeder Maier vun Zweebrikke gedentt C. B.