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      <titleStmt>
        <title>Butler: Die weibliche Monarchie (Met, Honig, Wachs) (The Feminine Monarchie: or the Historie of Bees (2. Ausgabe London: John Haviland für Roger Jackson 1623; zuerst Oxford 1609), Kap. 10 „Of the fruit and profit of Bees“)</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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      </titleStmt>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
        <availability status="restricted">
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC BY-SA 4.0 (Übersetzung, Anmerkungen, Zutatenerschließung; die historische Vorlage ist gemeinfrei)</licence>
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        <idno type="url">https://fyndling.de/rezepte/quellen/butler/</idno>
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          <title>The Feminine Monarchie: or the Historie of Bees (2. Ausgabe London: John Haviland für Roger Jackson 1623; zuerst Oxford 1609), Kap. 10 „Of the fruit and profit of Bees“</title>
          <date when="1623">1623</date>
          <idno type="URI">https://archive.org/details/RAM2023-1081</idno>
          <note>Transkription: eigene Texterkennung (Kraken) aus dem Digitalisat der Royal Academy of Music, je Rezept am Scan korrigiert (fyndling.de)</note>
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          <p>Lesart-Entscheidungen stehen als note[@type='interpretive_choice'] im back-Teil, @n nennt die Stelle im Originaltext, @subtype die Art (lexical, philological, contextual, orthographic), list[@type='alternatives'] die erwogenen Lesarten. @cert='unknown' markiert eine ungeklärte Lesart: Die Stelle ist offen, der Text der Note gibt nur den Stand der Diskussion wieder.</p>
        </interpretation>
      </editorialDecl>
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        <prefixDef ident="wikidata" matchPattern="(Q[0-9]+)" replacementPattern="http://www.wikidata.org/entity/$1">
          <p>Wikidata-Entitaeten, z.B. wikidata:Q42527 = http://www.wikidata.org/entity/Q42527</p>
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        <application ident="corema-ingredient-index" version="1" xml:id="corema-ingredient-index">
          <label>CoReMA-Zutatenindex</label>
          <p>Zutaten mit source="#corema-ingredient-index" tragen @en und @commodity unveraendert aus dem Zutatenindex von CoReMA (Corpus of Recipes of the Middle Ages, Universität Graz, CC BY 4.0), zugeordnet über die exakte historische Schreibung. Der Index erfasst nur deutschsprachiges Vokabular und deckt genau die Handschriften ab, die CoReMA selbst führt. Wo wir ihn darüber hinaus angewandt haben, steht nicht dieses Ziel, sondern #fyndling-corema-index. <ptr target="https://gams.uni-graz.at/context:corema"/></p>
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          <label>Namensbasierte Zuordnung Fyndling</label>
          <p>Zutaten mit source="#fyndling-ingredient-name" haben ihre Normdaten nicht über die historische Schreibung, sondern über den von uns vergebenen modernen Zutatennamen erhalten: wo dieselbe Zutat anderswo im Korpus bereits mit einem Wikidata-Konzept verknüpft war, wurde diese Verknüpfung übernommen. Voraussetzung waren mindestens zwei unabhängige Belege im Korpus und ein deutschsprachiger Ausgangsbeleg. Die Zuordnung ist damit unsere Arbeit und nicht CoReMA zuzurechnen.</p>
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          <label>Zuordnung aus der Fyndling-Zutatenregistry</label>
          <p>Zutaten mit source="#fyndling-ingredient-registry" haben ihre Normdaten aus unserer handgepflegten Zutatenregistry erhalten: einer redaktionell gefuehrten Tabelle, die je Wikidata-Konzept die modernen Namensvarianten festhaelt, unter denen wir es im Korpus fuehren. Sie greift genau dort, wo der Korpus selbst keine Mehrheit hergibt - etwa weil derselbe Name je nach Rezept verschieden aufgeloest wurde. Die Entscheidung ist unsere und nicht CoReMA zuzurechnen. Wo eine kontextabhaengige Regel zustaendig ist (Tierart, Fastengebot), gilt nicht diese Tabelle, sondern #fyndling-ingredient-context.</p>
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          <label>CoReMA-Zutatenindex, angewandt von Fyndling</label>
          <p>Zutaten mit source="#fyndling-corema-index" tragen Werte aus dem Zutatenindex von CoReMA, angewandt aber von uns auf eine Handschrift, die CoReMA nicht führt. Die Verantwortung für diese Zuordnungen liegt deshalb bei uns, nicht beim Projekt. Besondere Vorsicht gilt bei nicht deutschsprachigen Vorlagen: der Index ist eine deutsche Wortliste, und gleich geschriebene Wörter anderer Sprachen kollidieren mit ihr (mittelenglisch „oile" ist Öl, nicht Aal; französisch „pain" ist Brot, nicht Bein). Diese Stellen sind in Durchsicht. <ptr target="https://gams.uni-graz.at/context:corema"/></p>
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          <label>Kontextregeln Fyndling</label>
          <p>Zutaten mit source="#fyndling-ingredient-context" weichen bewusst vom Index ab, weil dessen Zuordnung im Rezeptzusammenhang nicht trägt. Beispiel: CoReMA legt alle Schreibungen von „smaltz" auf Schweineschmalz fest; in Fastenrezepten ist das kirchenrechtlich ausgeschlossen, dort stehen mehrere Kandidaten mit @cert="low" statt einer Festlegung. Diese Entscheidungen sind unsere Arbeit und nicht CoReMA zuzurechnen.</p>
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      <langUsage>
        <language ident="und">Englisch um 1620 (London 1623); Charles Butler, Pfarrer und Imker</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
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    <body>
      <div type="recipe" xml:id="but-001">
        <head>Most aus dem zweiten Wabenanteil, in zwei Güssen</head>
        <div type="original" xml:id="but-001-orig" xml:lang="und" corresp="#but-001-trans">
          <p>The dreſſing of the ſecond part for Meth.
THe ſecond part of the Combes, appointed for Hydromel or Meth, you muſt firſt rid of the ſandarach as neere as you can: cutting off that which is by it ſelfe, and * picking out that which is among the Honie: all which refuſe, becauſe of the wax that is with it, caſt to the third part.
And then, when the Honie is all ſtrained, and put vp; lay this ſecond part a ſoake in milk-warme faire water, (that which commeth from heauen is counted beſt) in the Kiue or Tub with his Tap and Tap-waze. But firſt waſh the drie Combs therein, if any Honie chance to ſticke vnto them in the handling: then ſcrape and waſh the Spleets, and lay them aſide out of the way: and laſtly, cruſh all the Pulſe well betweene your hands, ſpecially that which lieth loweſt, and ſtirring it about all-to-waſh it: and ſo let it ſteepe all that night.
In the morning let this firſt ſhoot of the Muſt or Woort, being made of his iuſt ſtrength, v: runne through the Tap-Waze. The Pulſe which remaineth, when you haue ſqueezed out the liquor, breake and waſh in freſh warme water in the Kiue, for a ſecond ſhoot. When it hath lien a while in ſoake, firſt take thoſe parcels that ſwim, and ſqueezing out the liquor * betweene your hands, lay the balls aſide to the third part: (but let your Bees haue the peruſing of them) then take vp thoſe that lie in the bottome, and doe likewiſe: which becauſe they haue moſt Honie, you muſt take moſt paines in waſhing and cruſhing them. And while this is doing, let this ſmall liquor runne into a veſſell by it ſelfe. When it is out, waſh into it all the remainders of Honie v: adding ſome courſe Honie, if need be, to make it of his iuſt ſtrength: v: and then let both ſhoots run together through a † Clenſieue into the Kiue againe. And thus ſhall you loſe none of your Honie.
* If thus to part the Honie and the droſſe ſhall ſeeme but a tedious piece of worke; you may leaue it vnto them that are expert in it. V.c.8. n.13. And make your Meth of more meere Honie.
* If there be much Pulſe, vſe a preſſe, when the liquor hath runne what it will.
† The Clenſieue is vnto the Tap-waze for Methe, as the Strainer to the Ridder for Honie. v: n.7.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-001-trans" xml:lang="de" corresp="#but-001-orig">
          <p>Den zweiten Teil der Waben, der für Hydromel oder Met bestimmt ist, musst du zuerst so gut wie möglich vom Bienenbrot befreien: Schneide ab, was für sich allein sitzt, und lies heraus, was zwischen dem Honig steckt. All diesen Abfall wirf wegen des Wachses, das daran ist, zum dritten Teil.</p>
          <p>Wenn dann der Honig ganz abgeseiht und abgefüllt ist, lege diesen zweiten Teil in milchwarmem, klarem Wasser ein (das, welches vom Himmel kommt, gilt als das beste), und zwar im Bottich oder in der Kufe mit Zapfen und Strohbündel. Wasche aber zuerst die trockenen Waben darin, falls beim Hantieren Honig an ihnen hängen geblieben ist. Dann schabe und wasche die Speilen und lege sie beiseite, aus dem Weg. Zuletzt zerdrücke die ganze Wabenmasse gut zwischen den Händen, besonders die, die zuunterst liegt, und rühre sie dabei um, damit sie ganz ausgewaschen wird. Und so lass sie die ganze Nacht ziehen.</p>
          <p>Am Morgen lass diesen ersten Guss des Mosts, auf seine rechte Stärke gebracht (siehe Abs. 19 und 24), durch das Strohbündel ablaufen. Die Wabenmasse, die übrig bleibt, wenn du die Flüssigkeit ausgedrückt hast, brich auf und wasche sie im Bottich in frischem, warmem Wasser für einen zweiten Guss.</p>
          <p>Wenn sie eine Weile eingeweicht gelegen hat, nimm zuerst die Stücke, die oben schwimmen, drücke die Flüssigkeit zwischen den Händen aus und lege die Klumpen für den dritten Teil beiseite (lass aber deine Bienen sie noch durchsuchen). Dann nimm die heraus, die am Boden liegen, und mach es ebenso. Weil sie am meisten Honig haben, musst du dir beim Waschen und Zerdrücken mit ihnen die meiste Mühe geben.</p>
          <p>Während das geschieht, lass diese schwache Flüssigkeit für sich in ein Gefäß laufen. Wenn sie abgelaufen ist, wasche alle Honigreste hinein (siehe Abs. 8) und gib, wenn nötig, etwas groben Honig dazu, damit sie ihre rechte Stärke bekommt (siehe Abs. 19 und 24). Dann lass beide Güsse zusammen durch ein Klärsieb wieder in den Bottich laufen. So verlierst du nichts von deinem Honig.</p>
          <p>Anmerkung zum Auslesen: Wenn es dir eine mühsame Arbeit scheint, Honig und Abfall so zu trennen, kannst du sie denen überlassen, die darin geübt sind (siehe Kap. 8, Abs. 13). Und mach deinen Met aus mehr reinem Honig.</p>
          <p>Anmerkung zum Auspressen: Ist viel Wabenmasse da, nimm eine Presse, wenn die Flüssigkeit so weit abgelaufen ist, wie sie von selbst läuft.</p>
          <p>Anmerkung zum Klärsieb: Das Klärsieb verhält sich beim Met zum Strohbündel wie beim Honig der Seihbeutel zum Getreidesieb (siehe Abs. 7).</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="ſecond part of the Combes">Waben, zweiter Teil (Honig und Wachs mit Bienenbrot)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="milk-warme faire water">Wasser, milchwarm, Regenwasser gilt als das beste; für den zweiten Guss frisch und warm</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="ſome courſe Honie">Grober Honig (nur bei Bedarf, für die rechte Stärke)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-002">
        <head>Mede: gekochter Met mit Gewürzbeutel</head>
        <div type="original" xml:id="but-002-orig" xml:lang="und" corresp="#but-002-trans">
          <p>Meth or Hydromel is of two ſorts: the weaker and the ſtronger, Mede and Methæglen.
For the making of Mede, if the Muſt, when it is all together, be not ſtrong enough to beare an Egge the bredth of a two-pence aboue it, then put ſo much of your courſe Honie into it as will giue it that ſtrength: which is ſufficient for ordinary Mede. And afterward vntill night, euer now and then ſtirre it well about the Kiue.
If you would make a greater quantitie, then muſt you adde a proportionable meaſure of water and Honie; namely ſix of that for one of this. The learned Phyſitian Mathias de Lobel requireth this proportion of ſix to one to be boiled to foure. His receipt of Spices is Cinamom, Ginger, Pepper, Graines, Cloues, Ana two drammes. The ſecond morning put to the Muſt the ſcum of the Honie, ſtirre all together, and ſtoope the Kiue a little backward. When it hath ſetled an houre or two, draw it out to be boiled. And when you ſee the grounds beginne to come, ſtay; and let the reſt (ſaue the very thick grounds, which caſt to your Bees) runne into ſome veſſell by it ſelfe: which, when it is ſetled, peere out into the boiling veſſell through the Clenſieue, and caſt out theſe grounds alſo into your Garden.
This Muſt being ſet ouer a gentle fire, when you ſee the Scum gathered thicke all ouer, and the bubbles at the ſide begin to breake it; hauing ſlacked the fire, to ceaſe the boyling, skim it cleane. Then preſently make a freſh fire to it: and when you ſee the ſecond skum ready, hauing * ſlacked the fire againe, take it quickly away: then make to it the third fire, and let it boyle to the waſting of a fourth part, if it bee made of the waſhing of Combes; and to the waſting of one fift or ſixt part, if it be made of cleane Honie: not ceaſing in the meane ſpace to take off the Scum as cleane as you can. One houres boyling may ſuffice: but if the Meth bee of cleane Honie, it may as well be done in halfe the time.
After all this, put in the ſpices, viz. to a dozen gallons of the skimmed Muſt Ginger one ounce, Cinamom halfe an ounce, Cloues and Mace Ana two drams, Pepper and Graines Ana one dramme, all groſſe-beaten, the one halfe of each being ſowed in a bag, the other looſe: and ſo let it boile a quarter of an houre more.
The end of boiling is throughly to incorporate the Boorne and the Honie, and to purge out the droſſe: which being once done, any longer boiling is vnprofitable; as diminiſhing more the quantitie, than increaſing the ſtrength and goodneſſe of the Hydromel.
As ſoone as it is boiled enough, take it from the fire, and ſet it a cooling: the next day, when it is ſetled, poure it out, through a Haire-ſiue or linnen bag, into the Kiue: (reſeruing ſtill the Lees for the Bees) and there let it ſtand couered three or foure daies till it worke; and let it worke two daies. Then draw it through the Tapwaze, and tun it into a Barrell ſcalded with Bay-leaues, making the Spice-bag faſt at the tap. If there remain much grounds, you may purifie them by boiling and skimming againe as before: but this will neuer be ſo good as the firſt: and therefore you may put it by it ſelfe, or with ſome remainder of the beſt, into a ſmall veſſell to ſpend firſt, before it be ſoure. If the Meth be not much, you may tun it the next day, and let it worke in the Barrell.
* In ſtead of twice ſlacking the fire, you may twice coole the boyling Muſt with cold Muſt reſerued: or elſe be ſure that it doe boyle all the while onely at one ſide, and not all ouer.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-002-trans" xml:lang="de" corresp="#but-002-orig">
          <p>Met oder Hydromel gibt es in zwei Sorten: den schwächeren und den stärkeren, Mede und Methæglen.</p>
          <p>Zur Bereitung von Mede: Ist der Most, wenn alles beisammen ist, nicht stark genug, ein Ei so zu tragen, dass es um die Breite eines Two-pence darüber hinausragt, dann gib so viel von deinem groben Honig hinein, wie ihm diese Stärke gibt. Das genügt für gewöhnlichen Mede. Danach rühre ihn bis zum Abend immer wieder gut im Bottich um.</p>
          <p>Willst du eine größere Menge machen, dann musst du Wasser und Honig im entsprechenden Maß zugeben, nämlich sechs Teile Wasser auf einen Teil Honig. Der gelehrte Arzt Mathias de Lobel verlangt, dass dieses Verhältnis von sechs zu eins auf vier eingekocht wird. Sein Rezept für die Gewürze ist Zimt, Ingwer, Pfeffer, Paradieskörner und Nelken, von jedem etwa 8 g (zwei Drachmen). Am zweiten Morgen gib den Schaum des Honigs zum Most, rühre alles zusammen und neige den Bottich ein wenig nach hinten. Wenn er sich eine oder zwei Stunden gesetzt hat, zieh ihn zum Kochen ab. Wenn du den Bodensatz kommen siehst, halte ein und lass den Rest, bis auf den ganz dicken Satz, den du deinen Bienen hinwirfst, für sich in ein Gefäß laufen. Wenn er sich gesetzt hat, gieße ihn vorsichtig durch das Klärsieb in das Kochgefäß und wirf auch diesen Satz in deinen Garten.</p>
          <p>Setze diesen Most über ein sanftes Feuer. Wenn du siehst, dass sich der Schaum überall dick gesammelt hat und die Blasen am Rand ihn aufzubrechen beginnen, dämpfe das Feuer, damit das Wallen aufhört, und schäume ihn sauber ab. Dann mach sogleich frisches Feuer darunter. Wenn du den zweiten Schaum bereit siehst, dämpfe das Feuer wieder (siehe Anmerkung) und nimm ihn rasch ab. Dann mach das dritte Feuer und lass ihn kochen, bis ein Viertel eingekocht ist, wenn er aus dem Waschwasser der Waben gemacht ist, und bis ein Fünftel oder Sechstel eingekocht ist, wenn er aus reinem Honig gemacht ist. Hör in der Zwischenzeit nicht auf, den Schaum so sauber abzunehmen, wie du kannst. Eine Stunde Kochen mag genügen; ist der Met aber aus reinem Honig, kann es ebenso gut in der halben Zeit geschehen.</p>
          <p>Nach alledem gib die Gewürze hinein, nämlich auf etwa 50 l (ein Dutzend Gallonen) des abgeschäumten Mostes: Ingwer etwa 30 g (eine Unze), Zimt etwa 15 g (eine halbe Unze), Nelken und Muskatblüte von jedem etwa 8 g (zwei Drachmen), Pfeffer und Paradieskörner von jedem etwa 4 g (eine Drachme), alles grob gestoßen. Die eine Hälfte von jedem wird in einen Beutel genäht, die andere kommt lose hinein. So lass es noch eine Viertelstunde kochen.</p>
          <p>Der Zweck des Kochens ist, das Wasser und den Honig gründlich zu vereinen und den Unrat auszuscheiden. Ist das einmal geschehen, ist jedes längere Kochen unnütz, weil es die Menge mehr vermindert, als es die Stärke und Güte des Hydromel vermehrt.</p>
          <p>Sobald er genug gekocht hat, nimm ihn vom Feuer und stell ihn zum Abkühlen hin. Am nächsten Tag, wenn er sich gesetzt hat, gieße ihn durch ein Haarsieb oder einen Leinenbeutel in den Bottich (den Bodensatz behältst du weiter für die Bienen) und lass ihn dort zugedeckt drei oder vier Tage stehen, bis er gärt, und lass ihn zwei Tage gären. Dann zieh ihn durch das Strohbündel ab und fülle ihn in ein Fass, das mit Lorbeerblättern ausgebrüht ist, und mach dabei den Gewürzbeutel am Zapfen fest. Bleibt viel Bodensatz übrig, kannst du ihn durch nochmaliges Kochen und Abschäumen wie zuvor läutern. Das wird aber nie so gut wie das Erste, und deshalb kannst du es für sich oder mit einem Rest vom Besten in ein kleines Gefäß tun, das zuerst getrunken wird, bevor es sauer wird. Ist des Mets nicht viel, kannst du ihn schon am nächsten Tag ins Fass füllen und ihn im Fass gären lassen.</p>
          <p>Anmerkung: Statt das Feuer zweimal zu dämpfen, kannst du den kochenden Most zweimal mit zurückbehaltenem kaltem Most abkühlen, oder sorge dafür, dass er die ganze Zeit nur an einer Seite kocht und nicht überall.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient en="honey" orig="Honie" commodity="wikidata:Q10987" source="#fyndling-ingredient-registry">Honig (1 Teil)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="water" orig="water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser (6 Teile)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="courſe Honie">Grober Honig (zum Nachstärken)</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="chicken egg" orig="an Egge" commodity="wikidata:Q15260613" source="#fyndling-ingredient-registry">Ei (zur Probe)</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item>
              <ingredient orig="the ſcum of the Honie">Schaum des Honigs</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="Ginger one ounce">Ingwer, grob gestoßen</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient orig="Cinamom halfe an ounce">Zimt, grob gestoßen</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="Cloues and Mace Ana two drams">Gewürznelken, grob gestoßen</ingredient> - 8 g</item>
            <item><ingredient orig="Cloues and Mace Ana two drams">Muskatblüte, grob gestoßen</ingredient> - 8 g</item>
            <item><ingredient orig="Pepper and Graines Ana one dramme">Pfeffer, grob gestoßen</ingredient> - 4 g</item>
            <item><ingredient orig="Pepper and Graines Ana one dramme">Paradieskörner, grob gestoßen</ingredient> - 4 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="Bay-leaues">Lorbeerblätter (zum Ausbrühen des Fasses)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-003">
        <head>Essig aus sauer gewordenem Met</head>
        <div type="original" xml:id="but-003-orig" xml:lang="und" corresp="#but-003-trans">
          <p>Being tunned, it will in time be couered with a mother: which if, by iogging the veſſell, or by other meanes, it be broken; the Meth will turne ſoure. But ſo will it make excellent Vineger, and the ſooner, if it be ſet in the Sun: which the longer you keepe, the better it will be.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-003-trans" xml:lang="de" corresp="#but-003-orig">
          <p>Ist der Met ins Fass gefüllt, wird er mit der Zeit von einer Kahmhaut bedeckt. Wird sie aufgebrochen, durch Rütteln am Gefäß oder auf andere Weise, so wird der Met sauer.</p>
          <p>Doch so gibt er ausgezeichneten Essig, und das umso schneller, wenn du ihn in die Sonne stellst. Je länger du ihn aufbewahrst, desto besser wird er.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="Meth">Met (auf dem Fass)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-004">
        <head>Methæglen: der stärkere Met mit Kräutern und Gewürzen</head>
        <div type="original" xml:id="but-004-orig" xml:lang="und" corresp="#but-004-trans">
          <p>The making of Methæglen.
Methæglen is the more generous or ſtronger Hydromel: being vnto Mede as Vinum to Lora. For it beareth an Egge the breadth of a groat or ſix pence: and is vſually made of finer hony, with a leſſe proportion of water; namely, foure meaſures for one: receiuing alſo in the compoſition as well certaine ſweet and holſome hearbs, as alſo a larger quantitie of ſpices: namely, to euerie halfe Barrell or ſixteene Gallons of the skimmed Muſt, Eglantine, Majoram, Roſe-marie, Time, Winter-ſauourie, ana halfe an ounce; and Ginger two ounces, Cinamom one ounce, Cloues and Mace ana halfe an ounce, Pepper, Graines, ana two drams, the one halfe of each being bag’d, the other boiled looſe. So that whereas the ordinarie Mede will ſcarce laſt halfe a yeere; good Methæglen the longer it is kept, the more delicate and holſome it will be: and withall the cleerer and brighter, according to the Etymon of the name. v.* in p.3.n.23.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-004-trans" xml:lang="de" corresp="#but-004-orig">
          <p>Methæglen ist der edlere oder stärkere Hydromel und verhält sich zum Mede wie Wein zum Tresterwein. Denn er trägt ein Ei um die Breite eines Groat oder Sixpence und wird gewöhnlich aus feinerem Honig gemacht, mit einem geringeren Anteil Wasser, nämlich vier Maß auf eins. Dazu nimmt er in seine Zusammensetzung sowohl gewisse süße und heilsame Kräuter als auch eine größere Menge Gewürze auf.</p>
          <p>Und zwar auf jedes halbe Barrel oder etwa 65 l (sechzehn Gallonen) des abgeschäumten Mosts: Weinrosenblätter, Majoran, Rosmarin, Thymian und Winter-Bohnenkraut, von jedem etwa 15 g (eine halbe Unze); dazu Ingwer etwa 60 g (zwei Unzen), Zimt etwa 30 g (eine Unze), Nelken und Muskatblüte, von jedem etwa 15 g (eine halbe Unze), Pfeffer und Paradieskörner, von jedem etwa 8 g (zwei Drachmen). Von jedem kommt die eine Hälfte in einen Beutel, die andere wird lose mitgekocht.</p>
          <p>Während sich daher der gewöhnliche Mede kaum ein halbes Jahr hält, wird guter Methæglen, je länger man ihn aufbewahrt, desto feiner und heilsamer, und dazu klarer und heller, wie es die Herkunft seines Namens sagt (siehe Teil 3, Abs. 23, Anmerkung *).</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="finer hony">Honig, feiner</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="water" orig="water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="Eglantine">Weinrosenblätter</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient en="marjoram" orig="Majoram" commodity="wikidata:Q22694" source="#fyndling-ingredient-registry">Majoran</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient en="rosemary" orig="Roſe-marie" commodity="wikidata:Q122679" source="#fyndling-ingredient-name">Rosmarin</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="Time">Thymian</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="Winter-ſauourie">Winter-Bohnenkraut</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient en="ginger" orig="Ginger" commodity="wikidata:Q15046077" source="#fyndling-ingredient-registry">Ingwer</ingredient> - 60 g</item>
            <item><ingredient en="cinnamon" orig="Cinamom" commodity="wikidata:Q28165" source="#fyndling-ingredient-name">Zimt</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient en="clove" orig="Cloues" commodity="wikidata:Q15622897" source="#fyndling-ingredient-name">Nelken</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient en="mace" orig="Mace" commodity="wikidata:Q1882876" source="#fyndling-ingredient-name">Muskatblüte</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient en="pepper" orig="Pepper" commodity="wikidata:Q3143131" source="#fyndling-ingredient-registry">Pfeffer</ingredient> - 8 g</item>
            <item><ingredient en="grain of paradise" orig="Graines" commodity="wikidata:Q1503476" source="#fyndling-ingredient-registry">Paradieskörner</ingredient> - 8 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-005">
        <head>Methæglen der Königin</head>
        <div type="original" xml:id="but-005-orig" xml:lang="und" corresp="#but-005-trans">
          <p>The Queenes Methæglen.
He that liſteth to know the many and ſundry makings of this holſome drinke, muſt learne it of the ancient Britaines: who therein doe paſſe all other people. One excellent receit I will here recite: and it is of that which our renowmed Queene of happie memorie did ſo well like, that ſhe would euerie yeere haue a veſſell of it.
Firſt, gather a buſhell of Sweet-briar-leaues, and a buſhell of Tyme, halfe a buſhell of Roſe-marie, and a pecke of Bay-leaues. Seeth all theſe, being well waſhed in a Furnace of faire water: let them boile the ſpace of halfe an houre, or better: and then poure out all the water and herbes into a Vate and let it ſtand till it be but milk-warme: then ſtraine the water from the herbes, and take to euerie * ſix Gallons of water one Gallon of the fineſt Honie, and put it into the Boorne, and labour it together halfe an houre: then let it ſtand two daies, ſtirring it well twice or thrice each day. Then take the liquor and boile it anew: and when it doth ſeeth, skim it as long as there remaineth any droſſe. When it is † cleere put it into the Vate as before, and there let it be cooled. You muſt then haue in a readineſſe a Kieue of new Ale or Beere, which as ſoone as you haue emptied, ſuddenly whelme it vpſide downe, and ſet it vp againe, and preſently put in the Methæglen, and let it ſtand three daies a working. And then tun it vp in Barrels, tying at euerie Tap-hole, by a Pack-thread, a little bag of Cloues and Mace, to the value of an ounce. It muſt ſtand halfe a yeere before it be drunke.
* If you maruell that ſo great a quantitie of water is required; it is partly becauſe of the goodneſſe of the Honie, which being pure and fine goeth further than ordinarie: and partly that it may haue the longer time in boiling, before it come to his ſtrength. And therefore ſome will haue eight parts of water to one of Honie: but then they boile it ſo much the longer.
† The third part at leaſt being waſted.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-005-trans" xml:lang="de" corresp="#but-005-orig">
          <p>Wer die vielen und mancherlei Bereitungsweisen dieses gesunden Getränks kennen will, muss sie von den alten Briten lernen, die darin alle anderen Völker übertreffen. Ein vortreffliches Rezept will ich hier wiedergeben: Es ist das von dem Methæglen, den unsere berühmte Königin seligen Angedenkens so sehr mochte, dass sie jedes Jahr ein Fass davon haben wollte.</p>
          <p>Zuerst sammle etwa 35 l (ein Bushel) Weinrosenblätter, etwa 35 l (ein Bushel) Thymian, etwa 18 l (ein halbes Bushel) Rosmarin und etwa 9 l (ein Peck) Lorbeerblätter. Siede das alles, gut gewaschen, in einem Kesselofen voll klarem Wasser: Lass es eine halbe Stunde oder etwas länger kochen. Dann gieße das ganze Wasser samt den Kräutern in eine Kufe und lass es stehen, bis es nur noch milchwarm ist. Dann seihe das Wasser von den Kräutern ab und nimm auf je etwa 24 l (sechs Gallonen) Wasser etwa 4 l (eine Gallone) vom feinsten Honig. Gib ihn in das Wasser und arbeite beides eine halbe Stunde lang miteinander durch. Dann lass es zwei Tage stehen und rühre es jeden Tag zwei- oder dreimal gut um.</p>
          <p>Anmerkung zur Wassermenge: Wunderst du dich, dass so viel Wasser verlangt wird, so liegt das zum Teil an der Güte des Honigs, der rein und fein ist und darum weiter reicht als gewöhnlicher, und zum Teil daran, dass der Ansatz so länger kochen kann, bevor er zu seiner Stärke kommt. Deshalb nehmen manche acht Teile Wasser auf einen Teil Honig, kochen ihn dann aber um so viel länger.</p>
          <p>Dann nimm die Flüssigkeit und koche sie von neuem, und wenn sie siedet, schäume sie ab, solange noch Unrat darauf ist. Ist sie klar, gib sie wie zuvor in die Kufe und lass sie dort abkühlen.</p>
          <p>Anmerkung zum Kochen: Dabei ist mindestens der dritte Teil eingekocht.</p>
          <p>Dann musst du einen Bottich mit neuem Ale oder Bier bereithalten. Sobald du ihn geleert hast, stürze ihn rasch um, stelle ihn wieder auf, gib sofort den Methæglen hinein und lass ihn drei Tage stehen und gären. Dann fülle ihn auf Fässer und binde an jedes Zapfloch mit einem Bindfaden ein kleines Säckchen Gewürznelken und Muskatblüte im Umfang von etwa 30 g (einer Unze). Er muss ein halbes Jahr stehen, bevor man ihn trinkt.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a buſhell of Sweet-briar-leaues">Weinrosenblätter</ingredient> - 35 l</item>
            <item><ingredient orig="a buſhell of Tyme">Thymian</ingredient> - 35 l</item>
            <item><ingredient en="rosemary" orig="halfe a buſhell of Roſe-marie" commodity="wikidata:Q122679" source="#fyndling-ingredient-name">Rosmarin</ingredient> - 18 l</item>
            <item><ingredient orig="a pecke of Bay-leaues">Lorbeerblätter</ingredient> - 9 l</item>
            <item><ingredient orig="ſix Gallons of water">Wasser, als Kräutersud (auf je etwa 4 l Honig)</ingredient> - 24 l</item>
            <item><ingredient orig="one Gallon of the fineſt Honie">Honig, vom feinsten</ingredient> - 4 l</item>
            <item>
              <ingredient orig="a Kieue of new Ale or Beere">Bottich, in dem eben Ale oder Bier gegoren hat (Bierhefe)</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="a little bag of Cloues and Mace, to the value of an ounce">Gewürznelken und Muskatblüte, zusammen, je Säckchen</ingredient> - 30 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-006">
        <head>Dritter Wabenanteil: Wachs auslassen, läutern und zum Kuchen gießen</head>
        <div type="original" xml:id="but-006-orig" xml:lang="und" corresp="#but-006-trans">
          <p>The dreſſing of the third part for Wax.
THE third Part conſiſting of wax and droſſe, ſet ouer the fire in a Kettle or Caldron that may eaſily containe it: and poure into it ſo much water as will make the wax to ſwim, that it may boile without burning: and for this cauſe, while it is ſeething with a ſoft fire, ſtir it often. When it hath ſod a while and is throughly melted, take it off the fire, and preſently poure it out of the Kettle into a Strainer of thin ſtrong Linnen, or of Twiſted-haire, readie placed vpon a Wrenge or Preſſe: and then winding and doubling the necke of the Bag, lay on the Couer and preſſe out the liquor as long as any Wax commeth into a Kiuer of cold water, but firſt wet therewith both the Bag and the Preſſe, to keepe the Wax from ſticking. At the firſt commeth forth moſt water, at the laſt moſt droſſe, in the middle-moſt Wax.
The Wax waxing hard, make into Bals, ſqueeſing out the water with your hands. When you haue thus done, preſently while they are warme breake all the Balls in (2.) ſmall Crumlets into a Skillet or Kettle ſet ouer a (3.) ſoft fire. While it is melting, ſtir it and skim it with a ſpoone (4.) wet in cold water: and as (5.) ſoone as it is melted and skimmed cleane, take it off. And hauing prouided the (6.) mould, firſt (7.) warme the bottome, ſpecially if the cake be ſmall, and (8.) beſmeare the ſides with Honie, and then inſtantly poure in the wax (9) (being as coole as it may run) through a linnen ſtraining-bag. When you come neere the bottome, peere it gently till you ſee the droſſe comming: Which ſtraine into ſome other mould by it ſelfe. And when it is cold, either trie againe, or hauing pared away the bottome, reſerue it, as it is, for ſome vſe.
When the Wax is in the mould, if any froth yet remaine vpon it, blow it together at one ſide, and skim it off lightly with a wet ſpoone.
This done, ſet not the cake abroad, or where it may coole haſtily vpon, but in the warme houſe: and if it be great, couer the mould with a Platter, as cloſe as you can, to keepe the top from cooling, till the (10.) inward heat be alayed: and ſo let it ſtand, not mouing the mould till the cake be cold. If it ſticke, a little warming of the veſſell or mould will preſently looſe it: ſo that it will ſlip out.
(1.) So will they breake the ſmaller with leſſe labour. (2.) That the wax may melt the ſooner, and all together. (3.) For a raſh fire will burne it, and change both colour and qualitie. (4.) That the skum ſticke not. (5.) For ouer-heating will diſcolour the Wax, turning the bright yellow into a darke or reddiſh colour, not ſo commendable in Wax: for thereby it is knowne to haue loſt of his fatneſſe and ſweetneſſe, and to be the worſe for all vſes. (6.) Which may be a baſon or other veſſell of mettall or earth, bigger vpward than in the bottom. (7) Leſt the Wax firſt poured in (which is the beſt) being preſently cooled, lie beneath the droſſe. (8.) To keepe the Wax from ſticking to the ſides of the mould, and conſequently to helpe ſaue the Cake from cracking. For Wax ſhrinketh in cooling, as new walles in drying: and therefore if the Cake ſticke not, it ſhrinketh together from the ſides, and ſo is leſſe than the mould, and whole: but if it ſticke faſt to the ſides, then muſt it needs cracke, one part ſhrinking from another (ſpecially if it coole haſtily vpon) as it hapneth commonly in great Cakes: For ſmall ones, whoſe inward heat is alayed by that time the vpper part beginneth to harden, are not ſo ſubiect to cracking. (9.) &amp; (10.) For the great heat of the Wax doth caſt vp the watrie vapours mingled with it: Which ſo long as the vpper part of the Cake continueth liquid, doe eaſily paſſe: but when it is hardened, and the Wax yet feruent hot beneath; the vapours being violent through the inward heat, muſt needs either cracke the Cake, or heaue it and make it hollow, or both, ſpecially if it be verie great: for then will the heat be both ſtronger and longer: but this is helped by not ſticking. v. antè num. (8.)</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-006-trans" xml:lang="de" corresp="#but-006-orig">
          <p>Den dritten Teil, der aus Wachs und Unrat besteht, setze in einem Kessel oder großen Kessel, der ihn bequem fasst, aufs Feuer. Gieße so viel Wasser dazu, dass das Wachs schwimmt, damit es kochen kann, ohne anzubrennen. Aus diesem Grund rühre es oft um, solange es bei schwachem Feuer siedet. Hat es eine Weile gesotten und ist ganz geschmolzen, nimm es vom Feuer und gieße es sogleich aus dem Kessel in einen Seihbeutel aus dünnem, festem Leinen oder aus gezwirntem Haar, der schon auf einer Wrenge oder Presse bereitliegt. Dann winde den Hals des Beutels und lege ihn doppelt, lege den Deckel auf und presse die Flüssigkeit aus, solange noch Wachs in einen Bottich mit kaltem Wasser kommt. Netze aber zuerst Beutel und Presse mit diesem Wasser, damit das Wachs nicht anklebt. Zuerst kommt das meiste Wasser heraus, zuletzt der meiste Unrat, in der Mitte das meiste Wachs.</p>
          <p>Wird das Wachs hart, forme es zu Kugeln und drücke dabei mit den Händen das Wasser heraus. Ist das getan, brich sogleich, solange sie noch warm sind (Anm. 1), alle Kugeln in kleine Krümel (Anm. 2) in ein Stielpfännchen oder einen Kessel über schwachem Feuer (Anm. 3). Rühre es beim Schmelzen um und schäume es mit einem Löffel ab, der in kaltes Wasser getaucht ist (Anm. 4). Sobald es geschmolzen und sauber abgeschäumt ist, nimm es vom Feuer (Anm. 5). Hast du die Form bereitgestellt (Anm. 6), wärme zuerst ihren Boden an, besonders wenn der Kuchen klein ist (Anm. 7), bestreiche die Seiten mit Honig (Anm. 8) und gieße dann sofort das Wachs, so kühl, wie es eben noch läuft (Anm. 9), durch einen Seihbeutel aus Leinen hinein. Kommst du dem Boden nahe, schau behutsam hin, bis du den Unrat kommen siehst. Den seihe für sich in eine andere Form. Ist er kalt, läutere ihn entweder noch einmal, oder schneide den Boden ab und hebe den Rest, wie er ist, für irgendeinen Gebrauch auf.</p>
          <p>Ist das Wachs in der Form und bleibt noch Schaum darauf, blase ihn an einer Seite zusammen und nimm ihn mit einem nassen Löffel leicht ab.</p>
          <p>Ist das getan, stelle den Kuchen nicht ins Freie oder dorthin, wo er rasch auskühlen kann, sondern ins warme Haus. Ist er groß, decke die Form so dicht du kannst mit einer Platte ab, damit die Oberseite nicht abkühlt, bis die innere Hitze nachgelassen hat (Anm. 10). So lass ihn stehen und bewege die Form nicht, bis der Kuchen kalt ist. Klebt er fest, löst ihn ein wenig Anwärmen des Gefäßes oder der Form sogleich, so dass er herausgleitet.</p>
          <p>Anmerkung 1: So brechen sie sich kleiner und mit weniger Mühe.</p>
          <p>Anmerkung 2: Damit das Wachs schneller und alles zugleich schmilzt.</p>
          <p>Anmerkung 3: Denn ein hastiges Feuer verbrennt es und verändert Farbe und Beschaffenheit.</p>
          <p>Anmerkung 4: Damit der Schaum nicht haftet.</p>
          <p>Anmerkung 5: Denn Überhitzen verfärbt das Wachs und macht aus dem hellen Gelb eine dunkle oder rötliche Farbe, die beim Wachs nicht so lobenswert ist. Daran erkennt man nämlich, dass es von seiner Fettigkeit und seinem Wohlgeruch verloren hat und zu jedem Gebrauch schlechter geworden ist.</p>
          <p>Anmerkung 6: Das kann ein Becken oder ein anderes Gefäß aus Metall oder Ton sein, oben weiter als am Boden.</p>
          <p>Anmerkung 7: Damit das zuerst eingegossene Wachs, das das beste ist, nicht sogleich erkaltet und unter dem Unrat liegt.</p>
          <p>Anmerkung 8: Damit das Wachs nicht an den Seiten der Form klebt, und so mitzuhelfen, dass der Kuchen nicht reißt. Denn Wachs schwindet beim Abkühlen wie neue Mauern beim Trocknen. Klebt der Kuchen also nicht, zieht er sich von den Seiten zusammen, wird kleiner als die Form und bleibt ganz. Klebt er aber fest an den Seiten, muss er reißen, weil sich ein Teil vom anderen wegzieht, besonders wenn er rasch abkühlt, wie es bei großen Kuchen gewöhnlich geschieht. Denn kleine, deren innere Hitze schon nachgelassen hat, wenn die Oberseite fest zu werden beginnt, neigen nicht so zum Reißen.</p>
          <p>Anmerkung 9 und 10: Denn die große Hitze des Wachses treibt die wässrigen Dämpfe nach oben, die ihm beigemischt sind. Solange die Oberseite des Kuchens flüssig bleibt, entweichen sie leicht. Ist sie aber fest geworden und das Wachs darunter noch siedend heiß, müssen die Dämpfe, durch die innere Hitze heftig, den Kuchen entweder aufreißen oder ihn anheben und hohl machen oder beides, besonders wenn er sehr groß ist, denn dann ist die Hitze stärker und hält länger an. Dem hilft man aber ab, indem er nicht anklebt (siehe oben Anm. 8).</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="wax and droſſe">Wachs mit Unrat (dritter Wabenanteil)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="water" orig="ſo much water as will make the wax to ſwim" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser (zum Auskochen)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Kiuer of cold water">Kaltes Wasser (im Auffangbottich)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="honey" orig="Honie" commodity="wikidata:Q10987" source="#fyndling-ingredient-registry">Honig (zum Bestreichen der Form)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-007">
        <head>Honig klären auf zwei Arten</head>
        <div type="original" xml:id="but-007-orig" xml:lang="und" corresp="#but-007-trans">
          <p>Two waies to clarifie Hony.
Honie is clarified by boiling: and that either by it ſelfe, or elſe with a fourth part of water, or other liquor. But alwaies in boiling skim it, that it may be pure.
By it ſelfe you muſt boile it vntill it will yeeld no more * skum, (which will be about halfe an houre) and that with a very ſoft fire, or in a † double veſſell; leſt, by ouer-heating, it get a bitter taſte, and leſt it ſuddainly run ouer and flame.
With water it is to be boiled an houre at the leaſt, euen vntill the water be euaporated: v. which thing is knowne by the bubbles that riſe from the bottom: then, to make it more pure, put into euery pound of Hony the * white of one Egge, and afterward skim it againe in the boiling. The fire may be more feruent at the firſt; but toward the end it muſt be ſlacke: for it is then apt to be ſet on fire, as the meere Hony, and to become bitter with violent heat.
The courſe Honie being boiled and clarified hath a pleaſant taſte, and is comparable for moſt vſes to the pureſt bottom-honie being raw.
Which pure Honie, if you be diſpoſed to boile it, will aske leſſe time to be clarified, as yeelding little or no skum at all: and in taſte and vertue it is more excellent.
When your Honie is boiled enough, take it from the fire; and rather too ſoone, than too late: for if there bee any droſſe remaining, you ſhall finde it in the top, when it is cold: but ouer-much boiling conſumeth the ſpirituous parts of the Honie, and turneth the ſweet taſte into bitter.
* The right skum, which is droſſe, is ſhort and brittle: which when it is cleane taken away, the force of the fire will cauſe the very Hony to riſe vp like a skum: but that will then be tougher and more clammy than the droſſie skum, and ſo will all the reſt be, when it is cold, as being ouer-boiled: therefore be ſure to take it off in time.
† i. a veſſell ſet in a veſſell of boiling water, called, Balneum Mariæ, which is beſt.
* Leſſe white may ſerue, if the Honie be good.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-007-trans" xml:lang="de" corresp="#but-007-orig">
          <p>Honig wird durch Kochen geklärt, und zwar entweder für sich allein oder mit einem Viertel Wasser oder einer anderen Flüssigkeit. Beim Kochen aber immer abschäumen, damit er rein wird.</p>
          <p>Für sich allein musst du ihn kochen, bis er keinen Schaum mehr abgibt, was etwa eine halbe Stunde dauert, und zwar bei sehr sanftem Feuer oder in einem doppelten Gefäß, damit er nicht durch Überhitzen einen bitteren Geschmack bekommt und nicht plötzlich überläuft und in Flammen aufgeht.</p>
          <p>Mit Wasser ist er mindestens eine Stunde zu kochen, ja bis das Wasser verdampft ist (siehe Fernel, Buch 4, Kap. 15). Das erkennt man an den Blasen, die vom Boden aufsteigen. Dann gib, um ihn reiner zu machen, auf je etwa 450 g (je Pfund) Honig das Weiße von einem Ei und schäume ihn danach beim Kochen noch einmal ab. Das Feuer darf anfangs stärker sein, gegen Ende aber muss es schwach sein: Denn dann fängt er, wie der bloße Honig, leicht Feuer und wird von heftiger Hitze bitter.</p>
          <p>Der grobe Honig hat, gekocht und geklärt, einen angenehmen Geschmack und ist für die meisten Zwecke dem reinsten Bodenhonig im rohen Zustand vergleichbar.</p>
          <p>Wenn du diesen reinen Honig kochen willst, braucht er weniger Zeit zum Klären, weil er wenig oder gar keinen Schaum abgibt; und an Geschmack und Kraft ist er vorzüglicher.</p>
          <p>Ist dein Honig genug gekocht, nimm ihn vom Feuer, und lieber zu früh als zu spät. Denn ist noch Unrat darin, findest du ihn oben, wenn er kalt ist; zu langes Kochen aber verzehrt die geistigen Teile des Honigs und verwandelt den süßen Geschmack in einen bitteren.</p>
          <p>Anmerkung zum Schaum: Der richtige Schaum, der Unrat ist, ist kurz und spröde. Ist er sauber abgenommen, treibt die Kraft des Feuers den Honig selbst wie Schaum nach oben; der ist dann aber zäher und klebriger als der Unratschaum, und so wird auch der ganze Rest, wenn er kalt ist, weil er überkocht ist. Sieh darum zu, dass du ihn rechtzeitig vom Feuer nimmst.</p>
          <p>Anmerkung zum doppelten Gefäß: Das heißt ein Gefäß, das in ein Gefäß mit kochendem Wasser gesetzt wird, genannt Balneum Mariæ; das ist das Beste.</p>
          <p>Anmerkung zum Eiweiß: Weniger Eiweiß kann genügen, wenn der Honig gut ist.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient en="honey" orig="Honie" commodity="wikidata:Q10987" source="#fyndling-ingredient-registry">Honig</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a fourth part of water, or other liquor">Wasser oder eine andere Flüssigkeit (ein Viertel, nur beim Weg mit Wasser)</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="egg white" orig="the white of one Egge" commodity="wikidata:Q796758" source="#fyndling-ingredient-name">Eiweiß (auf je etwa 450 g Honig, nur beim Weg mit Wasser)</ingredient> - 1 Stück</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-008">
        <head>Quintessenz des Honigs</head>
        <div type="original" xml:id="but-008-orig" xml:lang="und" corresp="#but-008-trans">
          <p>The making of it.
The making of it is after this manner. Take two pound of perfect pure Honie, and put it into a great Glaſſe, that foure parts of fiue may remaine emptie: * Lute it well with a Head and Receiuer, and giue it † fire vntill there appeare certaine white Fumes: which, by laying wet clothes on the Receiuer and Head, and changing them when they are warme, will turne into a water of a red colour like blood. When it is all diſtilled, keepe the Receiuer cloſe ſhut, and let it ſtand till it be cleere, and of the colour of a Rubie. Then diſtill it in Balneo Mariæ ſeuen times; and ſo it will loſe this reddiſh colour, and become yellow as Gold, hauing a great ſmell and exceeding pleaſant.
* The Lute may be made of Clay, Flockes, and Salt-water, tempered together; or of Meale and whites of Egges.
† The Lute being firſt dried in the Sunne or by the fire.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-008-trans" xml:lang="de" corresp="#but-008-orig">
          <p>Die Quintessenz wird auf diese Weise gemacht. Nimm etwa 900 g (zwei Pfund) vollkommen reinen Honig und gib ihn in ein großes Glas, sodass vier Fünftel davon leer bleiben. Setze einen Helm auf, den Aufsatz, der die Dämpfe auffängt, und schließe eine Vorlage an, das Gefäß, in das das Destillat läuft; verkitte alles gut und gib ihm Feuer, bis sich gewisse weiße Dämpfe zeigen.</p>
          <p>Legst du nasse Tücher auf Vorlage und Helm und wechselst sie, wenn sie warm geworden sind, so verwandeln sich die Dämpfe in ein Wasser von roter Farbe wie Blut. Wenn alles destilliert ist, halte die Vorlage dicht verschlossen und lass es stehen, bis es klar ist und die Farbe eines Rubins hat.</p>
          <p>Dann destilliere es siebenmal im Balneum Mariæ. So verliert es diese rötliche Farbe und wird gelb wie Gold, mit einem starken und überaus angenehmen Geruch.</p>
          <p>Anmerkung zum Kitt: Der Kitt kann aus Lehm, Wollflocken und Salzwasser gemacht werden, miteinander angemacht, oder aus Mehl und Eiweiß.</p>
          <p>Anmerkung zum Feuer: Der Kitt wird vorher in der Sonne oder am Feuer getrocknet.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="two pound of perfect pure Honie">Honig, vollkommen rein</ingredient> - 900 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="Clay">Lehm (für den Kitt, erste Art)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Flockes">Wollflocken (für den Kitt, erste Art)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Salt-water">Salzwasser (für den Kitt, erste Art)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="flour" orig="Meale" commodity="wikidata:Q36465" source="#fyndling-ingredient-registry">Mehl (für den Kitt, zweite Art)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="egg white" orig="whites of Egges" commodity="wikidata:Q796758" source="#fyndling-ingredient-name">Eiweiß (für den Kitt, zweite Art)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-009">
        <head>Schnittfeste Quittenmarmelade mit Honig</head>
        <div type="original" xml:id="but-009-orig" xml:lang="und" corresp="#but-009-trans">
          <p>Marmalade made of Honie.
Marmalade is thus made. Firſt boile your Quinces in their skins till they be ſoft: then, hauing pared and ſtrained them, mix there-with the like quantitie of clarified Honie: and boile this together till it be ſo thicke, that in ſtirring (for you muſt continually ſtirre it for feare of burning) you may ſee the bottom; or, being cooled on a Trencher, it be thicke enough to ſlice: then take it vp and box it ſpeedily. You may alſo adde a quantitie of Almonds, and Nut-kernels: alſo Cinamom, Ginger, Cloues and Mace, of each a like quantitie, pounded ſmall and put into the Honie with the Quinces, and in boiling to be ſtirred together. This is very good to comfort and ſtrengthen the ſtomack. For want of Quinces you may take Wardens, Peares, or Apples, and ſpecially the Peare-maine, Giliflower, Pipin, and Roiall.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-009-trans" xml:lang="de" corresp="#but-009-orig">
          <p>Marmelade wird so gemacht: Koche zuerst deine Quitten in ihrer Schale, bis sie weich sind. Dann schäle sie, streiche sie durch und mische die gleiche Menge geklärten Honig darunter. Koche das zusammen, bis es so dick ist, dass du beim Rühren den Boden sehen kannst - du musst ständig rühren, damit es nicht anbrennt -, oder bis es, auf einem Holzteller abgekühlt, dick genug ist, um es in Scheiben zu schneiden. Dann nimm es heraus und fülle es rasch in Spanschachteln.</p>
          <p>Du kannst auch eine Menge Mandeln und Nusskerne dazugeben, außerdem Zimt, Ingwer, Gewürznelken und Muskatblüte, von jedem gleich viel, fein gestoßen. Das kommt mit den Quitten in den Honig und wird beim Kochen mit verrührt.</p>
          <p>Das ist sehr gut, um den Magen zu erquicken und zu stärken.</p>
          <p>Wenn du keine Quitten hast, kannst du Kochbirnen, Birnen oder Äpfel nehmen, besonders Peare-maine, Giliflower, Pipin und Roiall.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient en="quince" orig="Quinces" commodity="wikidata:Q2751465" source="#fyndling-ingredient-name">Quitten</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="the like quantitie of clarified Honie">Geklärter Honig (gleiche Menge wie das Quittenmus)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a quantitie of Almonds, and Nut-kernels">Mandeln und Nusskerne (nach Belieben)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Cinamom">Zimt, fein gestoßen (nach Belieben)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Ginger">Ingwer, fein gestoßen (nach Belieben)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Cloues">Gewürznelken, fein gestoßen (nach Belieben)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Mace">Muskatblüte, fein gestoßen (nach Belieben)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Wardens, Peares, or Apples">Kochbirnen, Birnen oder Äpfel (statt Quitten)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-010">
        <head>Marzipan aus Honig und Mandeln</head>
        <div type="original" xml:id="but-010-orig" xml:lang="und" corresp="#but-010-trans">
          <p>Marchpane.
Marchpane may be made after this manner. Boile and clarifie by it ſelfe, ſo much Honie as you thinke meet: when it is cold, take to euery pound of Honie the white of an Egge, and beat them together in a Baſon, till they bee incorporat together and wax white, and when you haue boiled it againe two or three walmes vpon a fire of coles, continually ſtirring it, then put to it ſuch quantitie of * blanched Almonds or Nut-kernels ſtamped, as ſhall make it of a iuſt conſiſtence: and after a warme or two more, when it is well mixt, powre it out vpon a Table, and make vp your Marchpane. Afterward you may ice it with Roſe-water and Sugar. This is good for the Conſumption.
* Steepe them a night in cold water, and the peeles will come off.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-010-trans" xml:lang="de" corresp="#but-010-orig">
          <p>Marzipan kann man auf diese Weise machen. Koche und kläre so viel Honig, wie du für richtig hältst, für sich allein. Wenn er kalt ist, nimm auf je etwa 450 g (je ein Pfund) Honig das Weiße von einem Ei und schlage beides in einer Schüssel, bis sie sich verbunden haben und weiß werden.</p>
          <p>Hast du es dann noch zwei- oder dreimal über einem Kohlenfeuer aufwallen lassen und dabei ständig gerührt, gib so viele abgezogene Mandeln oder Nusskerne, gestoßen, dazu, dass es die rechte Festigkeit bekommt. Lass es noch ein- oder zweimal aufwallen, und wenn es gut vermischt ist, gieße es auf einen Tisch aus und forme dein Marzipan.</p>
          <p>Danach kannst du es mit Rosenwasser und Zucker glasieren. Das ist gut für die Schwindsucht.</p>
          <p>Anmerkung zu den abgezogenen Mandeln: Weiche sie eine Nacht in kaltem Wasser ein, dann geht die Haut ab.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="ſo much Honie as you thinke meet">Honig, für sich allein gekocht und geklärt</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="egg white" orig="to euery pound of Honie the white of an Egge" commodity="wikidata:Q796758" source="#fyndling-ingredient-name">Eiweiß (eines je etwa 450 g Honig)</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item>
              <ingredient orig="blanched Almonds or Nut-kernels ſtamped">Mandeln, abgezogen und gestoßen, oder Nusskerne</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="rose water" orig="Roſe-water" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser (zum Glasieren)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="unrefined cane sugar" orig="Sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker (zum Glasieren)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-011">
        <head>Damaszenerpflaumen und andere Früchte in Honig einmachen</head>
        <div type="original" xml:id="but-011-orig" xml:lang="und" corresp="#but-011-trans">
          <p>Preſerue Fruits after this manner.
The Damaſcens, or other Fruit, being gathered freſh from the tree, faire, and in their prime, neither greene or ſower, nor ouer-ripe or ſweet, with their ſtalks, but cut ſhort; weigh them, and take their weight in raw fine Honie: and putting to the Honie the like quantitie of faire water, boile it ſome halfe quarter of an houre, or till it will yeeld no skum: then hauing ſlit the Damaſcens in the dented ſide for feare of breaking, boile them in this liquor with a ſoft fire, continually skimming and turning them till the meat commeth cleane from the ſtone, and then take them vp. If the liquor be then too thinne, boile it more: if in the boiling it be too thick, put in more faire water, or Roſe-water if you like it. The liquor being of a fit conſiſtence, lay vp and preſerue therein your Fruits.
If they be greater Fruits, as Quinces, Pipins, or the like; then ſhall it bee expedient, when you haue bored them through the middle, or haue otherwiſe coared them, to put them in as ſoone as the liquor is firſt skimmed: and then to let them boile till they be as tender as Quodlings.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-011-trans" xml:lang="de" corresp="#but-011-orig">
          <p>Früchte auf diese Art einmachen.</p>
          <p>Die Damaszenerpflaumen oder anderes Obst frisch vom Baum gepflückt, schön und auf dem Höhepunkt ihrer Reife, weder grün oder sauer noch überreif oder süß, mit ihren Stielen, aber kurz geschnitten: Wiege sie und nimm ihr Gewicht an rohem, reinem Honig. Gib zum Honig die gleiche Menge klares Wasser und koche es etwa eine halbe Viertelstunde oder bis es keinen Schaum mehr abgibt.</p>
          <p>Dann schneide die Damaszenerpflaumen an der gekerbten Seite ein, damit sie nicht aufplatzen, und koche sie in diesem Sud bei kleinem Feuer. Schäume dabei ständig ab und wende sie, bis sich das Fruchtfleisch sauber vom Stein löst, und nimm sie dann heraus.</p>
          <p>Ist der Sud dann zu dünn, koche ihn weiter ein. Ist er beim Kochen zu dick geworden, gib mehr klares Wasser hinein, oder Rosenwasser, wenn du magst. Hat der Sud die rechte Dicke, lege deine Früchte darin ein und bewahre sie darin auf.</p>
          <p>Größere Früchte: Sind es größere Früchte wie Quitten, Pipin-Äpfel oder dergleichen, dann ist es ratsam, sie, wenn du sie durch die Mitte durchbohrt oder auf andere Weise entkernt hast, hineinzugeben, sobald der Sud zum ersten Mal abgeschäumt ist, und sie dann kochen zu lassen, bis sie so weich sind wie Kochäpfel.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="The Damaſcens, or other Fruit">Damaszenerpflaumen oder anderes Obst</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="raw fine Honie">Honig, roh und rein, im Gewicht der Früchte</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="the like quantitie of faire water">Wasser, klar, in der Menge des Honigs</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="rose water" orig="Roſe-water" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser (nach Belieben, zum Verdünnen)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Quinces, Pipins, or the like">Quitten, Pipin-Äpfel oder dergleichen (Variante für größere Früchte)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-012">
        <head>Rosen- und Veilchenkonserve mit Honig</head>
        <div type="original" xml:id="but-012-orig" xml:lang="und" corresp="#but-012-trans">
          <p>Conſerues.
Conſerues of Roſes is thus to be made. Take of the juice of freſh Red Roſes one ounce, of fine Honie * clarified tenne ounces, boile this together: when it beginneth to boile, adde of the leaues of freſh Red Roſes clipt with Sciſſors in little pieces foure ounces, boile them to the conſumption of the juice, and preſently put vp the Conſerues into ſome earthen veſſell. Keepe it long therein: for in time it waxeth better and better. Sylv. l.3. de med. ſimp. miſt.
After the ſame manner is made Conſerues of Violets.
* Cum vncijs aquæ tribus mediocriter deſpumetur. v.n.7.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-012-trans" xml:lang="de" corresp="#but-012-orig">
          <p>Rosenkonserve wird so gemacht: Nimm etwa 30 g (eine Unze) Saft von frischen roten Rosen und etwa 300 g (zehn Unzen) feinen, geklärten Honig und koche das zusammen. Wenn es zu kochen beginnt, gib etwa 120 g (vier Unzen) Blätter frischer roter Rosen hinzu, mit der Schere in kleine Stücke geschnitten, und koche sie, bis der Saft eingekocht ist. Dann fülle die Konserve sogleich in ein irdenes Gefäß. Bewahre sie lange darin auf, denn mit der Zeit wird sie immer besser (Sylvius, Buch 3, de med. simp. mist.).</p>
          <p>Auf dieselbe Weise wird Veilchenkonserve gemacht.</p>
          <p>Anmerkung zum geklärten Honig: Er soll mit etwa 90 g (drei Unzen) Wasser mäßig abgeschäumt werden (siehe Abs. 7).</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="the juice of freſh Red Roſes">Saft frischer roter Rosen</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient orig="fine Honie * clarified">Feiner Honig, geklärt</ingredient> - 300 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="(implied)" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser (zum Klären des Honigs, laut Anmerkung)</ingredient> - 90 g</item>
            <item><ingredient orig="the leaues of freſh Red Roſes clipt with Sciſſors in little pieces">Blütenblätter frischer roter Rosen, mit der Schere klein geschnitten</ingredient> - 120 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="Violets">Veilchen (für die Veilchenkonserve)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-013">
        <head>Veilchensirup</head>
        <div type="original" xml:id="but-013-orig" xml:lang="und" corresp="#but-013-trans">
          <p>Syrup of Violets.
The Syrup of Violets is made, after the ſame manner, of fragrant Violets, and ſteeped vntill the liquor be blew. Being well boiled it may be kept a yeare without vinewing or corruption. It tempereth and purgeth hot and ſharp humours; and therefore is good in a Pleuriſie: it expelleth Melancholie, and the effects thereof, as head-ach, waking, dreaming, and heauineſſe of heart: it is fit to be vſed before, and after purging. Plantius in Fernel. meth. l.7.
If any man like better to make theſe Confections with Sugar, let them take the like quantitie of Honie: for Sugar alſo hath with his ſweetneſſe a power to * preſerue, as being a † kinde of Honie.
* Condiuntur fructus aut melle, aut Saccharo. Fernel. Meth. l.4. c.17. &amp; Sylv. ſimpl. med. miſt. l.3.
† Saccharum quod ex India &amp; fælici Arabia convehitur, concreſcit in calamis: eſtque mellis ſpecies, noſtrate certè minus dulce, ſed ſimiles ei vires obtinens, quod ad abſtergendum, deſiccandum, &amp; digerendum pertinet. Galen. de ſimpl. med. facult. lib.7. Item, Eſt &amp; quoddam mellis concreti genus quod Saccharum nominant: quodque in India &amp; fælici Arabia in arundinibus reperitur. Saccharum eſt mel in arundinibus collectum. Plin. l. 42. c. 8. Saccharum mellis ſpecies cum ſit, ſiccat quoque &amp; abſtergit. Fern. Meth. l.6. c.12.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-013-trans" xml:lang="de" corresp="#but-013-orig">
          <p>Der Veilchensirup wird auf dieselbe Weise aus duftenden Veilchen gemacht, und man lässt sie ziehen, bis die Flüssigkeit blau ist. Ist er gut gekocht, hält er sich ein Jahr, ohne zu schimmeln oder zu verderben.</p>
          <p>Er mäßigt heiße und scharfe Säfte und führt sie ab und ist darum gut beim Seitenstechen. Er vertreibt die Melancholie und ihre Folgen wie Kopfweh, Schlaflosigkeit, Träumen und Schwere des Herzens. Er eignet sich zum Gebrauch vor und nach dem Abführen (Plantius zu Fernel, Methodus, Buch 7).</p>
          <p>Mit Zucker statt Honig: Wer diese Konfekte lieber mit Zucker machen will, nehme davon dieselbe Menge wie vom Honig; denn auch der Zucker hat mit seiner Süße die Kraft zu konservieren, da er eine Art Honig ist.</p>
          <p>Anmerkungen: Früchte werden entweder mit Honig oder mit Zucker eingemacht (Fernel, Methodus, Buch 4, Kap. 17; Sylvius, Buch 3). Der Zucker, der aus Indien und dem glücklichen Arabien eingeführt wird, wächst in Rohren fest. Er ist eine Art Honig, gewiss weniger süß als der unsrige, hat aber ähnliche Kräfte zum Reinigen, Trocknen und Zerteilen (Galen, De simplicium medicamentorum facultatibus, Buch 7). Ebenso: Es gibt auch eine Art festen Honigs, die man Zucker nennt und die in Indien und im glücklichen Arabien in Rohren gefunden wird. Zucker ist in Rohren gesammelter Honig (Plinius, Buch 42, Kap. 8). Da der Zucker eine Art Honig ist, trocknet und reinigt er auch (Fernel, Methodus, Buch 6, Kap. 12).</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="fragrant Violets">Duftveilchen</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="(implied)">Wasser, heiß (nach dem Rosensirup)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="(implied)">Eiweiß zum Läutern (eines je etwa 0,5 l Flüssigkeit, nach dem Rosensirup)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="(implied)">Feiner Honig (gleiche Menge wie die Flüssigkeit, nach dem Rosensirup)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-014">
        <head>Gebrannter Methæglen: mit Eigelb erhitzt und beim Umgießen angezündet</head>
        <div type="original" xml:id="but-014-orig" xml:lang="und" corresp="#but-014-trans">
          <p>And as good and old Methæglen excelleth all Wines, as well for pleaſantneſſe in taſte, as for health; ſo being burnt it is better than any burnt Wine, for comforting and ſetling of a weake and ſicke ſtomach, and for recreating the naturall heat.
The manner of burning it (if you know not) may be this. Firſt ſet on the fire a * deepe Skillet or Kettle, almoſt full of water: when it boileth, put in a Pewter pot full of Methæglen: before that beginneth to boile, skimme it and put in two or three bruiſed Cloues, and a branch of Roſe-marie: then beat the yolke of an Egge in a diſh, put vnto it a ſpoonefull of the Meth cold, and ſtirre them together to keep the yolke from curdling: then put to that a ſpoonfull of the hot Meth: and after that an other, and an other, alwaies beating them together: and then, ſome and ſome, put all into the pot, ſtill ſtirring it about. Then as ſoone as it boileth, take vp the pot, and, ſauing your hands harmeleſſe, powre it into another warme pot of like capacitie, firing it as it runneth: and ſo brue it till it will burne no more. A Methæglen-poſſet is of the like vertue.
* The deeper the pot ſtandeth, the ſooner it boileth. You may, for a need, ſet the pot on the Harth in the midſt of hot Embers: but take heed the flame melt not the Pewter.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-014-trans" xml:lang="de" corresp="#but-014-orig">
          <p>Und wie guter, alter Methæglen alle Weine übertrifft, im Wohlgeschmack ebenso wie für die Gesundheit, so ist er gebrannt besser als jeder gebrannte Wein, um einen schwachen und kranken Magen zu stärken und zu beruhigen und die natürliche Wärme zu erquicken.</p>
          <p>Die Art, ihn zu brennen, falls du sie nicht kennst, kann diese sein. Setze zuerst ein tiefes Stielpfännchen oder einen Kessel, fast voll Wasser, aufs Feuer. Wenn es kocht, stelle einen Zinnkrug voll Methæglen hinein. Bevor dieser zu kochen beginnt, schäume ihn ab und gib zwei oder drei zerstoßene Gewürznelken und einen Zweig Rosmarin hinein.</p>
          <p>Anmerkung zum tiefen Gefäß: Je tiefer der Krug steht, desto schneller kocht er. Notfalls kannst du den Krug auch auf dem Herd mitten in die heiße Glut stellen; achte aber darauf, dass die Flamme das Zinn nicht schmilzt.</p>
          <p>Dann schlage das Eigelb eines Eis in einer Schüssel, gib einen Löffel voll des kalten Mets dazu und rühre beides zusammen, damit das Eigelb nicht gerinnt. Gib dann einen Löffel voll des heißen Mets dazu, danach noch einen und noch einen, und schlage alles dabei immer zusammen. Dann gib nach und nach alles in den Krug und rühre dabei ständig um.</p>
          <p>Sobald es dann kocht, hebe den Krug heraus, gieße ihn, ohne dir die Hände zu verletzen, in einen anderen, warmen Krug von gleichem Fassungsvermögen und zünde ihn an, während er läuft; und mische ihn so, bis er nicht mehr brennen will. Ein Methæglen-Posset hat dieselbe Kraft.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="a Pewter pot full of Methæglen">Methæglen (1 Zinnkrug voll)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="water" orig="almoſt full of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser (Wasserbad)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="two or three bruiſed Cloues">Gewürznelken, zerstoßen (2 oder 3)</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="rosemary" orig="a branch of Roſe-marie" commodity="wikidata:Q122679" source="#fyndling-ingredient-name">Rosmarin (1 Zweig)</ingredient> - 1</item>
            <item><ingredient en="yolk" orig="the yolke of an Egge" commodity="wikidata:Q16336079" source="#fyndling-ingredient-registry">Eigelb</ingredient> - 1 Stück</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-015">
        <head>Weißes Wachs: in Salzwasser sieden, an der Sonne bleichen</head>
        <div type="original" xml:id="but-015-orig" xml:lang="und" corresp="#but-015-trans">
          <p>To make white Wax.
Wax is whited after this manner. Take the whiteſt and pureſt Wax: which, being cut into ſmall peeces, put into an earthen veſſell, and poure Sea-water or Brine into it, as much as may ſuffice to boile it. And caſt in alſo a little Niter: all this ſet ouer a ſoft fire. When it hath boiled vp twice or thrice, lift the veſſell from the fire, and, the wax being preſently cooled with cold water, take it out: and when you haue ſcraped off the droſſe, if any ſuch hang on, and put it into other Salt water, ſeeth it againe. And hauing boiled vp twice or thrice, as before, lift it from the fire againe. And then take the bottom of an other earthen pot, or a little round board with a handle in the middle like a Churn-ſtaffe, but without holes: and hauing firſt wetted the bottom of it in cold water, dip it into the hot veſſell, and aſſoone as this wet bottom toucheth the wax, pull it out againe, and you ſhall haue ſticking to the bottom a thin cake: which when you haue taken off, wet the bottom againe, and dip it as before: and thus doe till you haue taken vp all the wax in cakes. Theſe cakes hang in the open aire vpon a line drawne through them, ſo that they may not touch one an other, beſprinkling them with water in the Sun-ſhine vntill they be white. If any man would haue wax whiter, let him boile it oftner, and doe all other things in like manner as before.
Hanc dealbandæ ceræ rationem docuit Dioſcorides, l.2.c.105.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-015-trans" xml:lang="de" corresp="#but-015-orig">
          <p>Wachs wird auf folgende Weise gebleicht. Nimm das weißeste und reinste Wachs, schneide es in kleine Stücke und gib es in ein irdenes Gefäß. Gieße Meerwasser oder Salzlake darauf, so viel, dass es zum Sieden reicht, und wirf auch ein wenig Natron hinein. Das alles setze über ein schwaches Feuer.</p>
          <p>Hat es zwei- oder dreimal aufgewallt, hebe das Gefäß vom Feuer, kühle das Wachs sogleich mit kaltem Wasser ab und nimm es heraus. Hast du den Unrat abgeschabt, falls welcher daran hängt, gib es in anderes Salzwasser und siede es noch einmal. Hat es wie zuvor zwei- oder dreimal aufgewallt, hebe es wieder vom Feuer.</p>
          <p>Dann nimm den Boden eines anderen irdenen Topfes oder ein kleines rundes Brett mit einem Griff in der Mitte wie ein Butterstößel, aber ohne Löcher. Netze seinen Boden zuerst in kaltem Wasser und tauche ihn in das heiße Gefäß. Sobald der nasse Boden das Wachs berührt, zieh ihn wieder heraus, und am Boden bleibt eine dünne Scheibe haften. Hast du sie abgenommen, netze den Boden wieder und tauche ihn wie zuvor ein. So mach es, bis du alles Wachs in Scheiben herausgeholt hast.</p>
          <p>Diese Scheiben hänge an der freien Luft an einer Schnur auf, die durch sie gezogen ist, so dass sie einander nicht berühren, und besprenge sie im Sonnenschein mit Wasser, bis sie weiß sind. Will jemand das Wachs weißer haben, soll er es öfter sieden und alles Übrige ebenso machen wie zuvor.</p>
          <p>Diese Art, Wachs zu bleichen, hat Dioskurides gelehrt, Buch 2, Kapitel 105.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="the whiteſt and pureſt Wax">Bienenwachs, das weißeste und reinste</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Sea-water or Brine">Meerwasser oder Salzlake</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a little Niter">Natron (Soda)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="other Salt water">Salzwasser, frisch, für den zweiten Gang</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="cold water">Kaltes Wasser, zum Abkühlen und Netzen</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="with water">Wasser, zum Besprengen in der Sonne</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-016">
        <head>Rotes Wachs mit Alkanna oder Zinnober</head>
        <div type="original" xml:id="but-016-orig" xml:lang="und" corresp="#but-016-trans">
          <p>To make red Wax.
To make Wax red, Take to one pound of Wax, in Summer three ounces of cleere Turpentine, in Winter foure. Theſe diſſolue ouer a ſoft fire, and by and by take it off to coole a little. Afterward mix therewith the red Root of Anchuſa or * Vermilion, well ground on a Marble or Glaſſe, and ſweet Oile, of each one ounce: ſtirre all theſe and mix them well together. For want of Vermilion, they take three times ſo much red Lead, but that is not ſo good.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-016-trans" xml:lang="de" corresp="#but-016-orig">
          <p>Um Wachs rot zu machen, nimm auf etwa 450 g (ein Pfund) Wachs im Sommer etwa 90 g (drei Unzen) klaren Terpentin, im Winter etwa 120 g (vier Unzen). Lass beides über schwachem Feuer zergehen und nimm es gleich darauf vom Feuer, damit es ein wenig abkühlt.</p>
          <p>Danach mische die rote Alkannawurzel oder Zinnober darunter, gut zerrieben auf Marmor oder Glas, und süßes Öl, von jedem etwa 30 g (eine Unze). Rühre alles um und mische es gut miteinander.</p>
          <p>Fehlt der Zinnober, nimmt man dreimal so viel Mennige, aber die ist nicht so gut.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="one pound of Wax">Bienenwachs</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="three ounces of cleere Turpentine">Terpentin, klar (im Sommer etwa 90 g, im Winter etwa 120 g)</ingredient> - 90 g</item>
            <item><ingredient orig="the red Root of Anchuſa">Alkannawurzel, rot (oder Zinnober)</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient orig="Vermilion, well ground on a Marble or Glaſſe">Zinnober (statt der Alkannawurzel), fein zerrieben</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient orig="ſweet Oile">süßes Öl</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient orig="three times ſo much red Lead">Mennige (nur wenn Zinnober fehlt)</ingredient> - 90 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-017">
        <head>Grünes Wachs mit Grünspan</head>
        <div type="original" xml:id="but-017-orig" xml:lang="und" corresp="#but-017-trans">
          <p>To make greene Wax.
To make greene Wax, take in ſtead of Vermilion, the like quantitie of Vert-d-greece.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-017-trans" xml:lang="de" corresp="#but-017-orig">
          <p>Um grünes Wachs zu machen, nimm anstelle von Zinnober die gleiche Menge Grünspan.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient en="wax" orig="Wax" commodity="wikidata:Q124695" source="#corema-ingredient-index">Wachs</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="the like quantitie of Vert-d-greece">Grünspan (so viel wie Zinnober im roten Wachs)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="but-018">
        <head>Rosensirup mit Honig</head>
        <div type="original" xml:id="but-018-orig" xml:lang="und" corresp="#but-018-trans">
          <p>Syrup of Roſes make thus. Steep freſh Roſes in hot water ouer the Embers, (the veſſell being couered) vntill the Roſes wax pale: then ſtraine out the Roſes, and put freſh in their places, vntill they alſo are pale: this doe ten times, or vntill the water be red. And this being purged with Whites of Egges, (to euery pinte of liquor one) boile it gently with like quantitie of fine Honie, vntill it be of conuenient thickneſſe. If you prepare it for preſent vſes, the leſſe boiling will ſerue: if you meane to keepe it, it requireth more, for which purpoſe the ſunning of it is good. This purgeth a little, ſpecially being new. Sylv. Med. S. Miſt. l.3.
Or thus. Steep one pound of Red Roſe leaues in foure pound of water foure and twentie houres. When the water is ſtrained, put vnto it two pound of fine Honie, and boile it to the thickneſſe of a Syrup, taking off the skumme as it riſeth. It tempereth the hot affections of the braine, it quencheth thirſt, it ſtrengthneth the ſtomacke, it procureth ſleepe, and ſtayeth thin rheumes. Fern. Meth. lib.7.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="but-018-trans" xml:lang="de" corresp="#but-018-orig">
          <p>Rosensirup mach so: Weiche frische Rosen in heißem Wasser über der Glut ein, das Gefäß zugedeckt, bis die Rosen bleich werden. Dann seihe die Rosen ab und gib frische an ihre Stelle, bis auch sie bleich sind. Das tu zehnmal oder bis das Wasser rot ist.</p>
          <p>Ist das mit Eiweiß geklärt, auf je etwa 0,5 l (je ein Pint) Flüssigkeit eines, so koche es sanft mit der gleichen Menge reinem Honig, bis es die rechte Dicke hat. Bereitest du ihn für den baldigen Gebrauch, genügt weniger Kochen; willst du ihn aufbewahren, braucht er mehr, und dazu ist das Sonnen gut. Er führt ein wenig ab, besonders wenn er frisch ist (Sylvius, Med. S. Mist., Buch 3).</p>
          <p>Oder so: Weiche etwa 450 g (ein Pfund) Blütenblätter roter Rosen vierundzwanzig Stunden lang in etwa 1,8 kg (vier Pfund) Wasser ein. Wenn das Wasser abgeseiht ist, gib etwa 900 g (zwei Pfund) reinen Honig dazu und koche es bis zur Dicke eines Sirups; nimm dabei den Schaum ab, wie er aufsteigt. Er mäßigt die hitzigen Zustände des Gehirns, löscht den Durst, stärkt den Magen, bringt Schlaf und hält dünne Flüsse auf (Fernel, Methodus, Buch 7).</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="freſh Roſes">Rosen, frisch (erste Fassung)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="hot water">Wasser, heiß (erste Fassung)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Whites of Egges, (to euery pinte of liquor one)">Eiweiß, eines je etwa 0,5 l Flüssigkeit (erste Fassung)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="like quantitie of fine Honie">Honig, rein, so viel wie Flüssigkeit (erste Fassung)</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="one pound of Red Roſe leaues">Blütenblätter roter Rosen (zweite Fassung)</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="foure pound of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser (zweite Fassung)</ingredient> - 1.8 kg</item>
            <item><ingredient orig="two pound of fine Honie">Honig, rein (zweite Fassung)</ingredient> - 900 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
    </body>
    <back>
      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#but-001-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Butler gewinnt hier den Most für seinen Met nicht aus Honig und Wasser, sondern aus dem Teil der Waben, in dem Honig, Wachs und Bienenbrot gemischt sitzen. Er weicht ihn über Nacht in milchwarmem Wasser ein, zerdrückt ihn, zieht den ersten Guss ab, wäscht den Rest ein zweites Mal aus und führt beide Güsse durch das Klärsieb im Bottich zusammen. Heraus kommt ungegorenes Honigwasser. Gekocht, abgeschäumt und vergoren wird es erst in den folgenden Absätzen, als Mede (but-002) oder als stärkerer Methæglen (but-004).

Bienenbrot heraus, Wachs zum dritten Teil. Vor dem Einweichen kommt das Bienenbrot weg: Was für sich sitzt, wird abgeschnitten, was zwischen dem Honig steckt, herausgelesen. Weil daran Wachs hängt, wandert dieser Abfall wie später die ausgedrückten Klumpen zum dritten Teil, aus dem Butler das Wachs auslässt (but-006). Die Klumpen dürfen vorher noch die Bienen absuchen. Die Speilen, die Holzstäbe aus dem Korb, an denen die Waben hingen, werden nur abgeschabt und gewaschen, damit ihr Honig in den Most geht, und dann weggelegt.

Zwei Filter am Bottich. Der Bottich hat einen Zapfen, und vor dem Zapfloch liegt ein Strohbündel. Durch das Stroh läuft der erste Guss ab, die Wabenmasse bleibt im Bottich. Beim Zusammenführen beider Güsse nimmt Butler das Klärsieb. Seine Anmerkung setzt beides ins Verhältnis: Das Klärsieb steht zum Strohbündel wie beim Honig der Seihbeutel zum weiten Getreidesieb. Nach diesem Vergleich ist das Klärsieb der feinere der beiden Filter.

Die rechte Stärke. Gemessen wird in diesem Absatz nicht. Butlers Randverweise führen zur Eierprobe: Für Mede muss der Most ein Ei so tragen, dass ein Stück von der Breite eines Two-pence herausragt (Abs. 19, but-002), für Methæglen von der Breite eines Groat oder Sixpence (Abs. 24, but-004). Ist der schwache zweite Guss zu dünn, bessert Butler ihn mit grobem Honig auf. Ein Verhältnis von Honig zu Wasser nennt er hier nicht, deshalb lässt sich die Stärke nicht berechnen.

Verweise auf andere Stellen des Buchs. Der Verweis bei den Honigresten (Abs. 8) gehört zu Butlers Abschnitt über das Honiggewinnen: Was dort in Beuteln, Sieben und anderswo an Honig zurückbleibt, soll in den zweiten Guss gewaschen werden. Die Kundigen, denen man das Auslesen überlassen kann (Kap. 8, Abs. 13), und der Vergleich von Seihbeutel und Sieb (Abs. 7) stehen in Teilen des Buchs, die nicht in diese Auswahl aufgenommen sind.

Praxis. Wer selbst imkert, kann so Wabenreste nutzen, an denen nach der Honigernte noch Honig hängt: einweichen, zerdrücken, durch ein Strohbündel oder ein grobes Sieb abziehen, dann feiner seihen. Heute nimmt man dafür sauberes Trinkwasser; aufgefangenes Regenwasser, das Butler für das beste hält, ist aus heutiger Sicht nicht ohne Weiteres trinkfertig. Die Stärke prüfte Butler mit dem Ei; eine Senkspindel (Aräometer) ist ein modernes Hilfsmittel. Roh bleibt der Most bei Butler nicht: Er kocht und schäumt ihn im nächsten Schritt ab, bevor er gärt (but-002).</note>
        <note type="gloss" target="#but-001-orig" n="Hydromel" resp="#fyndling">Butlers Oberbegriff für das Getränk aus Honig und Wasser. Im nächsten Absatz teilt er es in den schwächeren Mede und den stärkeren Methæglen.</note>
        <note type="gloss" target="#but-001-orig" n="Sandarach" resp="#fyndling">Bei Butler das Bienenbrot, der Pollenvorrat in den Zellen: Den zweiten Teil der Waben nennt er 'Honie and Wax with Sandarach'. Wörterbücher der Zeit führen das Wort sonst als Harz oder rote Farbe; Adelung kennt die Bedeutung Bienenbrot aus der deutschen Imkerei.</note>
        <note type="gloss" target="#but-001-orig" n="Tap-waze" resp="#fyndling">Ein Strohbündel vor dem Zapfloch des Bottichs, durch das der Most abläuft und das die Wabenstücke zurückhält. Mundartlich heißt 'wase' ein Strohbündel (Halliwell).</note>
        <note type="gloss" target="#but-001-orig" n="Ridder" resp="#fyndling">Ein weites Sieb, wie man es zum Weizensieben braucht (Halliwell: 'a large sieve used for sifting wheat'). Butler zählt 'wide Sieues, or Wheat-ridders' zu seinem Gerät und lässt darauf beim Honiggewinnen die Waben abtropfen.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-001-orig" n="Spleets" resp="#fyndling" subtype="lexical">Speilen: gespaltene Hasel- oder Weidenstäbe, die Butler im Kapitel über die Bienenkörbe beschreibt; drei oder vier werden in den Korb gesetzt und tragen die Waben, beim Ausnehmen löst man ihre Enden mit den Fingern. Halliwell belegt 'spleet' als 'spalten', Grimm 'einen bienenstock speilen' für das Durchstecken dünner Stäbe. Hier werden sie abgeschabt und gewaschen, weil Honig daran hängt, und dann beiseitegelegt.<list type="alternatives"><item>Wabenstücke oder Wachssplitter<note type="rationale">Die würden wie die übrige Wabenmasse zerdrückt und zum dritten Teil gegeben, nicht geschabt und 'aus dem Weg' gelegt; Butler nennt die Stäbe im Korb selbst 'Spleets'.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-002-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Butlers Mede, die schwächere seiner zwei Sorten Hydromel. Der Most ist entweder das Waschwasser aus dem zweiten Teil der Waben (siehe but-001) oder Wasser mit reinem Honig. Er wird auf Stärke gebracht, dreimal unter Abschäumen gekocht, gewürzt, im Bottich angegoren und dann ins Fass gefüllt. Den stärkeren Methæglen beschreibt Butler gleich danach (but-004), was aus dem Mede wird, wenn er sauer wird, in but-003.

Die Eierprobe. Geprüft wird der angesetzte Most, wenn alles beisammen ist, also vor dem Kochen. Ein Ei schwimmt in dichtem Honigwasser höher; für gewöhnlichen Mede soll ein Stück von der Breite eines Two-pence herausragen. Reicht das nicht, kommt grober Honig dazu. Eine Dichte nennt Butler nicht. Für den Methæglen verlangt er mehr: Groat oder Sixpence.

Verhältnis und Lobel. Für eine größere Menge setzt Butler sechs Teile Wasser auf einen Teil Honig an, im Raummaß. Lobels Satz, dieses Verhältnis „von sechs zu eins auf vier“ einzukochen, lässt zwei Lesarten zu: das Ganze, sieben Teile, auf vier, oder nur das Wasser von sechs auf vier. Butler selbst kocht deutlich weniger ein, ein Viertel bei Wabenwaschwasser, ein Fünftel oder Sechstel bei reinem Honig.

Drei Feuer. Bei sanftem Feuer sammelt sich der Schaum. Sobald die Blasen am Rand ihn aufreißen, nimmt man die Hitze weg, damit der Schaum als Decke liegen bleibt und sich sauber abheben lässt; zweimal, dann kocht der Most beim dritten Feuer ein. Butlers Fußnote nennt zwei andere Wege zum selben Ziel: mit zurückbehaltenem kaltem Most abschrecken oder nur einseitig kochen lassen; beides hält das Wallen klein, damit sich der Schaum abnehmen lässt. Seine Begründung des Kochens, Wasser und Honig zu vereinen und den Unrat auszuscheiden, ist seine Erklärung; längeres Kochen hält er für Verlust.

Gewürze und Beutel. Grob gestoßen, die Hälfte lose, die Hälfte in einem genähten Beutel, eine Viertelstunde mitgekocht. Der Beutel kommt danach an den Zapfen des Fasses und würzt dort weiter. Einen Grund für die Teilung nennt Butler nicht. Lobels Gewürzliste steht ohne Bezugsmenge da und ist kein zweites Rezept.

Gärung und Hefe. Der gekochte Most ist keimfrei, und Butler setzt keine Hefe zu. Die Gärung kommt aus dem immer wieder benutzten Bottich und Fass, in deren Holz sich die Hefe von Ansatz zu Ansatz hält. Das zugedeckte Stehen „bis er gärt“ ist die Anlaufzeit, danach gärt er zwei Tage im Bottich und kommt durch das Strohbündel am Zapfloch, das den Trub zurückhält, ins Fass. Das Fass wird vorher mit Lorbeerblättern ausgebrüht; einen Grund dafür nennt Butler nicht. Wie lange der Mede im Fass gärt, wann es verschlossen wird und wann er trinkreif ist, sagt Butler hier nicht. Der aus dem Satz geläuterte Rest ist schwächer und soll zuerst getrunken werden, ehe er sauer wird.

Für Metmacher: die Zahlen

Modellrechnung mit Literaturwerten für Honig, keine Messung an einem angesetzten Met.

| Lesart | Zucker | SG (OG) | °Oe | °Brix | Alkohol bis trocken |
|---|---|---|---|---|---|
| Reiner Honig, 6 Teile Wasser auf 1 Teil Honig, um ein Sechstel eingekocht | 180-196 g/l | 1.070-1.076 | 70-76 | 17.0-18.3 | 10.7-11.6 % |
| Reiner Honig, 6 auf 1, um ein Fünftel eingekocht | 188-204 g/l | 1.072-1.079 | 72-79 | 17.6-19.1 | 11.2-12.1 % |
| Waschwasser der Waben, angenommen wie 6 auf 1, um ein Viertel eingekocht | 200-218 g/l | 1.077-1.084 | 77-84 | 18.7-20.2 | 11.9-12.9 % |
| Lobel, das Ganze (7 Teile) auf 4 eingekocht | 263-286 g/l | 1.102-1.110 | 102-110 | 24.1-26.0 | 15.6-17.0 % |
| Lobel, nur das Wasser von 6 auf 4 eingekocht (7 auf 5) | 210-229 g/l | 1.081-1.088 | 81-88 | 19.6-21.2 | 12.5-13.6 % |

„Alkohol bis trocken“ gilt, wenn aller Zucker vergärt. Liegt der Wert über dem, was die Hefe verträgt, hört die Gärung früher auf, und der Met bleibt süß.

Annahmen: Honig und Wasser sind im selben Raummaß gemessen, die Größe der Gallone kürzt sich heraus. Der Einkochverlust folgt Butlers eigenen Angaben, für Lobel den beiden Lesarten seines Satzes. Den Honiggehalt des Wabenwaschwassers beziffert Butler nicht, er stellt ihn mit der Eierprobe ein; die Zeile setzt dafür nur ersatzweise 6 auf 1 an. Nicht eingerechnet sind der Honigschaum, der nach der Eierprobe nachgegebene grobe Honig und die Gewürze. Die Two-pence-Probe ist nicht in eine Dichte umgerechnet.

Praxis. Ohne eingefahrenen Bottich und ein Fass, in dem schon Met gegoren hat, setzt man heute Weinhefe zu, sobald der Most abgekühlt ist. Beim Abschäumen und Umgießen des heißen Mostes aus dem großen Kessel ist Vorsicht geboten. Butlers Gewürzmengen gelten für etwa 50 l (ein Dutzend Gallonen); für weniger Most lassen sie sich anteilig verkleinern.</note>
        <note type="gloss" target="#but-002-orig" n="gallons" resp="#fyndling">Butler sagt nicht, welche Gallone er meint: Die Weingallone fasste rund 3,8 Liter, die Ale-Gallone rund 4,6 Liter.</note>
        <note type="gloss" target="#but-002-orig" n="Mede / Methæglen / Hydromel" resp="#fyndling">Butlers Einteilung: Hydromel oder Met ist der Oberbegriff, Mede die schwächere, Methæglen die stärkere Sorte (siehe but-004). Ludwig (1706) übersetzt mead mit „meth, ein honigtranck“. Beide Wörter bleiben im Text stehen.</note>
        <note type="gloss" target="#but-002-orig" n="two-pence" resp="#fyndling">Englische Münze im Wert von zwei Pence. Butler misst mit ihrer Breite, wie weit das Ei aus dem Most ragen soll; für den stärkeren Methæglen nennt er Groat oder Sixpence.</note>
        <note type="gloss" target="#but-002-orig" n="Mathias de Lobel" resp="#fyndling">Butler nennt ihn „the learned Phyſitian“. Gerards Herball (1633) führt Matthias Lobel als Mitverfasser der Stirpium Adversaria nova, London 1570.</note>
        <note type="gloss" target="#but-002-orig" n="Ana / drammes" resp="#fyndling">Ana heißt „von jedem gleich viel“. Die Drachme (dram) ist nach Phillips (1658) „the eighth part of an ounce“, ein Achtel der Unze.</note>
        <note type="gloss" target="#but-002-orig" n="Clenſieue / Tapwaze" resp="#fyndling">Das Klärsieb, durch das der Most vom Satz ins Kochgefäß läuft, und das Strohbündel vor dem Zapfloch, das beim Abziehen filtert. Butler vergleicht beide in einer Fußnote zum vorigen Absatz (but-001): Das Klärsieb verhält sich zum Strohbündel wie beim Honig der Seihbeutel zum Sieb.</note>
        <note type="gloss" target="#but-002-orig" n="Boorne" resp="#fyndling">Butlers Wort für das Wasser im Ansatz. Halliwell (1846) führt bourn als Bach und daraus als Wasser.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-002-orig" n="to be boiled to foure" resp="#fyndling" subtype="contextual" cert="unknown">Wörtlich „auf vier eingekocht“, bezogen auf das Verhältnis sechs zu eins. Ob das Ganze (sieben Teile) auf vier oder nur das Wasser von sechs auf vier eingekocht wird, lässt Lobels Satz offen; beide Lesarten stehen gerechnet in der Anleitung.<list type="alternatives"><item>Das Ganze, sieben Teile, auf vier Teile<note type="rationale">Liest „this proportion“ als die ganze Mischung; ergibt einen sehr starken Most.</note></item><item>Nur das Wasser von sechs auf vier, also sieben auf fünf<note type="rationale">Liest „ſix … to foure“ als die Wasserteile; liegt näher an Butlers eigenem Einkochen.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-002-orig" n="peere out" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Vorsichtig und klar abgießen, ohne den Satz aufzurühren - aus dem Zusammenhang: der Rest hat sich gesetzt und läuft durch das Klärsieb ins Kochgefäß.<list type="alternatives"><item>Beim Ausgießen genau hinsehen (to peer = spähen)<note type="rationale">Die englischen Wörterbücher (Ludwig, Phillips, Blount) führen peer nur als Pair oder Mole; ein Beleg für die Bedeutung „abgießen“ fehlt. Der Handgriff bleibt in beiden Lesarten derselbe.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-002-orig" n="hauing ſlacked the fire" resp="#fyndling" subtype="contextual">Das Feuer dämpfen, bis das Wallen aufhört, damit sich der Schaum abheben lässt.<list type="alternatives"><item>Die Glut auseinanderziehen oder abdecken, wie es am offenen Herd möglich war<note type="rationale">Butler sagt nicht, wie gedämpft wird; seine Fußnote nennt als Ersatz kalten Most oder einseitiges Kochen.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-003-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Butler hängt diesen Satz an seine Anleitung zum Mede an. Dort gärt der Met einige Tage im Bottich, kommt dann ins Fass und gärt darin weiter. Hier beschreibt Butler, was danach mit dem Met auf dem Fass geschehen kann. Er nennt keine Zugabe, keine Menge und keine Dauer: Der Essig entsteht aus dem Met selbst.

Die Haut. Die „mother“ liegt oben: Butler sagt, sie bedeckt den Met und bricht, wenn man am Fass rüttelt. Ob sie aus Kahmhefen bestand oder schon eine Essighaut war, sagt der Text nicht. Eine Begründung gibt Butler auch nicht, er stellt nur fest, dass der Met sauer wird, wenn die Haut bricht.

Sonne und Lagerung. Die Sonne macht den Essig schneller, das Lagern macht ihn besser. Beides sagt Butler selbst, ohne Zeitangabe. Heutige Sicht, nicht Butlers: Essig entsteht, wenn Essigsäurebakterien den Alkohol unter Luftzutritt umsetzen, und Wärme beschleunigt das. Dazu passt die Sonne.

Praxis. Ein Verfahren mit Schritten ist das nicht, sondern eine Kellerregel: Met, der auf dem Fass sauer geworden ist, führt man als Essig weiter und stellt ihn in die Sonne. Ein Zeichen, woran man den fertigen Essig erkennt, nennt Butler nicht.

Aus der Praxis (Ralf, 2026-11-06). Bei einem frühen eigenen Metansatz ist genau das passiert: Der Met wurde essigstichig. Weggeschüttet wurde er nicht, sondern aufgehoben und als Essig weitergeführt, wie Butler es rät. Dieser Met-Essig ist inzwischen zehn Jahre alt.</note>
        <note type="gloss" target="#but-003-orig" n="tunned" resp="#fyndling">Ins Fass gefüllt. Ludwig 1706: „To tún, etwas in ein faß thun, gießen“. In Butlers Anleitung zum Mede gärt der Met erst einige Tage im Bottich und kommt dann ins Fass, wo er weitergärt.</note>
        <note type="gloss" target="#but-003-orig" n="mother" resp="#fyndling">Die Haut, die den Met oben bedeckt (Kahmhaut). Cotgrave 1611 erklärt „Fleur du vin“ mit „the mother of wine; the white, or mouldie spots that float on the top of old wine“. Ludwig 1706 kennt „mother“ auch als „die hefen von bier, öl“; das passt hier nicht, weil die Haut den Met bedeckt und beim Rütteln bricht.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-003-orig" n="which the longer you keepe, the better it will be" resp="#fyndling" subtype="contextual">Bezieht sich auf den Essig: Je länger er lagert, desto besser wird er. Der Relativsatz folgt unmittelbar auf Essig und Sonne.<list type="alternatives"><item>Bezieht sich auf den Met<note type="rationale">Grammatisch möglich, aber Butler sagt im nächsten Absatz, der gewöhnliche Mede halte sich kaum ein halbes Jahr („will scarce last halfe a yeere“); besser durch Lagern wird bei ihm erst der Methæglen.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-004-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Butlers stärkere Stufe des Hydromel: Honig und Wasser im Verhältnis eins zu vier statt eins zu sechs wie beim Mede, dazu fünf Kräuter und sechs Gewürze. Der Absatz nennt nur Zusammensetzung und Stärke. Kochen, Abschäumen, Kühlen und Vergären beschreibt Butler beim Mede; "the skimmed Muſt" und die lose mitgekochten Gewürze setzen diesen Ablauf voraus. Dass er hier ganz gilt, ist eine Lesart aus dem Zusammenhang, gesagt wird es nicht.

Die Stärke. Das Maß ist die Eierprobe. Beim Mede ragt das Ei um die Breite eines Two-pence heraus, beim Methæglen um die eines Groat oder Sixpence: Mehr gelöster Honig trägt das Ei höher. "Vier Maß auf eins" heißt vier Maß Wasser auf ein Maß Honig, denn Butler spricht von "a leſſe proportion of water", und beim Mede stehen sechs Maß Wasser auf ein Maß Honig.

Die Gewürze. Beim Mede kommen die Gewürze nach dem Abschäumen in den Most und kochen noch eine Viertelstunde mit, die Hälfte im Beutel, die Hälfte lose. Der lose Teil gibt beim Kochen ab und setzt sich mit dem Bodensatz. Den Beutel nimmt Butler beim Mede mit ins Fass und macht ihn am Zapfen fest, wo er weiter würzt; ob das hier ebenso gemeint ist, sagt der Absatz nicht. Offen bleibt auch, ob die Kräuter frisch oder getrocknet sind. Gestoßen werden die Gewürze hier nicht verlangt.

Hefe und Lagerung. Butler nennt keine Hefe. Der gekochte Most ist keimfrei; die Gärung kommt aus dem immer wieder benutzten Bottich und Fass, in denen sich die Hefe hält. Die Haltbarkeit hängt an der Stärke: Der Mede hält kaum ein halbes Jahr, der Methæglen wird mit dem Alter feiner, klarer und heller.

Für Metmacher: die Zahlen

Modellrechnung mit Literaturwerten für Honig, keine Messung an einem angesetzten Met.

| Lesart | Zucker | SG (OG) | °Oe | °Brix | Alkohol bis trocken |
|---|---|---|---|---|---|
| 4 Maß Wasser auf 1 Maß Honig, ohne Einkochverlust | 210-228 g/l | 1.081-1.088 | 81-88 | 19.6-21.2 | 12.5-13.6 % |
| 4 Maß Wasser auf 1 Maß Honig, Einkochverlust 15-40 % | 247-381 g/l | 1.096-1.147 | 96-147 | 22.8-33.7 | 14.7-22.6 % |

„Alkohol bis trocken“ gilt, wenn aller Zucker vergärt. Liegt der Wert über dem, was die Hefe verträgt, hört die Gärung früher auf, und der Met bleibt süß.

Annahmen: Honig und Wasser im selben Raummaß gemessen; die Gallone kürzt sich heraus, Wein- und Ale-Gallone ergeben dieselben Werte. Den Einkochverlust beziffert Butler für den Methæglen nicht. Die erste Zeile ist deshalb die Untergrenze, die zweite die Spanne, die das Rechenmodell für übliches Einkochen ansetzt. Vermutlich meint Butler das Einkochen des Mede mit, bei reinem Honig um ein Fünftel bis ein Sechstel; das ist eine Vermutung. Kräuter und Gewürze sind nicht eingerechnet. Ob die Rechnung zur Groat-Probe passt, lässt sich nicht prüfen.

Praxis. Heutige Hinweise, nicht bei Butler: Ohne ein eingefahrenes Fass setzt man Weinhefe zu. Die Gewürzmengen gelten für etwa 65 l (sechzehn Gallonen) Most und lassen sich im selben Verhältnis verkleinern. Statt mit dem Ei misst man die Stärke heute mit dem Aräometer. Honigmost kocht beim Abschäumen leicht über; Butler nimmt dafür beim Mede das Feuer zurück.</note>
        <note type="gloss" target="#but-004-orig" n="ſixteene Gallons" resp="#fyndling">Butler sagt nicht, welche Gallone er meint: Die Weingallone fasste rund 3,8 Liter, die Ale-Gallone rund 4,6 Liter. Das halbe Barrel zu sechzehn Gallonen wären danach ungefähr 61 oder 74 Liter.</note>
        <note type="gloss" target="#but-004-orig" n="Methæglen" resp="#fyndling">Butlers Name für den stärkeren, gewürzten Met. Den einfachen nennt er Mede, beide zusammen Hydromel.</note>
        <note type="gloss" target="#but-004-orig" n="Vinum to Lora" resp="#fyndling">Lateinisch lora ist der Tresterwein: ausgepresste Traubentrester, mit Wasser aufgegossen, ein dünnes Nachgetränk. Methæglen steht zum Mede wie der volle Wein zu diesem Nachwein.</note>
        <note type="gloss" target="#but-004-orig" n="a groat or ſix pence" resp="#fyndling">Ein Groat war eine Silbermünze zu vier Pence, ein Sixpence eine zu sechs Pence. Beide sind breiter als der Two-pence, den Butler für den Mede nennt: Das Ei ragt weiter heraus, der Most ist dichter.<ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="gloss" target="#but-004-orig" n="the Etymon of the name" resp="#fyndling">Butlers Namensdeutung steht in einer Anmerkung im dritten Teil, Abs. 23: Methæglen von griechisch methy aiglēen, „vinum splendidum“, glänzender Wein, weil er alt und recht gemacht an Farbe wie Bernstein glänze.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-004-orig" n="bag’d" resp="#fyndling" subtype="contextual">Wie beim Mede kommt der Gewürzbeutel mit dem Most ins Fass und wird am Zapfen festgemacht ("making the Spice-bag faſt at the tap"). Der Absatz selbst sagt nur, dass die Hälfte der Kräuter und Gewürze im Beutel kocht; der Verbleib folgt aus dem Mede-Absatz, auf den er aufbaut.<list type="alternatives"><item>Der Beutel wird nach dem Kochen herausgenommen.<note type="rationale">So begrenzt man heute die Würze; bei Butler nicht belegt.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-005-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Kräuter-Met in Butlers Ordnung: der stärkere, gewürzte Methæglen (siehe den Eintrag „Methæglen“), hier in der Fassung, die Butler mit der Königin verbindet. Anders als im allgemeinen Methæglen-Absatz, wo Kräuter und Gewürze in den abgeschäumten Most kommen, wird hier zuerst ein Kräutersud gekocht und erst in diesem Kräuterwasser der Honig gelöst. Nelken und Muskatblüte kochen gar nicht mit, sie hängen nur im Säckchen am Fass.

Der Kräutersud. Weinrosenblätter, Thymian, Rosmarin und Lorbeerblätter werden gewaschen und im Kesselofen, einem eingemauerten Kessel, eine halbe Stunde oder etwas länger gekocht. Die Kräuter sind nach Raum gemessen, in Bushel und Peck, wie lose Ware; das ist ein Ansatz für mehrere Fässer. Wie viel Wasser in den Kessel kommt, sagt Butler nicht. Kräuter und Wasser kühlen gemeinsam in der Kufe ab, erst das milchwarme Wasser wird abgeseiht. Danach bemisst er den Honig: auf je etwa 24 l (sechs Gallonen) dieses Kräuterwassers etwa 4 l (eine Gallone) Honig.

Der Honig im Kräuterwasser. „Boorne“ ist bei Butler das Wasser des Ansatzes; im Mede-Absatz heißt es „incorporate the Boorne and the Honie“. Der Honig kommt also in das noch milchwarme Kräuterwasser und wird eine halbe Stunde durchgearbeitet, damit er sich löst. Danach steht der Ansatz zwei Tage und wird täglich zwei- oder dreimal umgerührt; einen Grund dafür nennt Butler nicht. Digby (gedruckt 1669) beschreibt denselben Schritt: Er schöpft den Honig mit der Kelle durch, „to dissolve the honey in the water“, wiederholt das zwei- oder dreimal am Tag und kocht erst am nächsten Tag.

Das zweite Kochen. Jetzt wird der Ansatz gekocht und abgeschäumt, solange Unrat darauf ist, und erst klar wieder in die Kufe gegeben. Butlers Anmerkung dazu: Mindestens ein Drittel ist dabei eingekocht. Eine Kochdauer nennt er nicht, das Ende zeigen der Schaum und die Klarheit. Das Einkochen ist bei ihm ein Teil der Stärke: Er begründet die große Wassermenge damit, dass der Ansatz länger kochen kann, „before it come to his ſtrength“, und wer acht Teile Wasser nimmt, kocht entsprechend länger. Eine Eierprobe steht in diesem Absatz nicht.

Die Hefe aus dem Bierbottich. Gekochter Most ist steril, die Hefe bringt hier der Bottich mit. Butler verlangt einen Bottich, in dem eben neues Ale oder Bier gegoren hat: geleert, rasch umgestürzt, damit der Rest ausläuft, wieder aufgestellt und sofort mit dem abgekühlten Methæglen gefüllt. Was an Wand und Boden haftet, ist die Bierhefe, und sie setzt die Gärung an; das ist eine Führung mit Bierhefe. Dass alles „ſuddenly“ und „preſently“ geschehen soll, spricht dafür, dass die Hefe frisch und feucht bleiben soll - das ist eine Deutung, Butler begründet es nicht. Nach drei Tagen Gärung im Bottich kommt der Methæglen auf Fässer; ob er dort weiter gärt und wie das Fass verschlossen wird, sagt Butler nicht.

Gewürzsäckchen und Reife. An jedes Zapfloch wird mit einem Bindfaden ein kleines Säckchen Nelken und Muskatblüte gebunden, zusammen etwa 30 g (eine Unze). Gemeint ist offenbar, dass das Säckchen im Fass hängt und der Faden am Zapfloch festgemacht ist; beim Mede befestigt Butler den Gewürzbeutel ebenso „at the tap“. Vor dem Trinken steht der Methæglen ein halbes Jahr. Im allgemeinen Absatz sagt Butler, Mede halte sich kaum ein halbes Jahr, guter Methæglen werde dagegen mit dem Alter feiner, gesünder und klarer.

Für Metmacher: die Zahlen

Modellrechnung mit Literaturwerten für Honig (Dichte, Zuckergehalt), keine Messung an einem angesetzten Met.

| Lesart | Zucker | SG (OG) | °Oe | °Brix | Alkohol bis trocken |
|---|---|---|---|---|---|
| Sechs Teile Wasser auf einen Teil Honig, mindestens ein Drittel eingekocht | 225-245 g/l | 1.087-1.094 | 87-94 | 20,9-22,6 | 13,4-14,5 % |
| Variante der Anmerkung: acht zu eins, ebenfalls ein Drittel eingekocht | 175-190 g/l | 1.068-1.074 | 68-74 | 16,5-17,8 | 10,4-11,3 % |

„Alkohol bis trocken“ gilt, wenn aller Zucker vergärt. Liegt der Wert über dem, was die Hefe verträgt, hört die Gärung früher auf, und der Met bleibt süß.

Annahmen: Honig und Wasser sind im selben Raummaß gemessen, die Frage nach Wein- oder Ale-Gallone kürzt sich daher heraus. Butler sagt „at leaſt“ ein Drittel; die Rechnung setzt genau ein Drittel an und zeigt damit die Untergrenze der Stärke. Für acht zu eins sagt er nur, man koche „ſo much the longer“, ohne Zahl; auch dort ist ein Drittel angesetzt, der wirkliche Most ist stärker. Das Wasser, das schon beim Kräutersieden verdampft, zählt nicht, weil Butler den Honig erst auf das abgeseihte Wasser bemisst. Nicht eingerechnet sind die Stoffe aus den Kräutern, die Gewürze im Säckchen und die Hefe.

Praxis. Heutiger Hinweis, nicht bei Butler: Ohne einen Bottich, in dem eben Bier gegoren hat, setzt man dem abgekühlten Most Bier- oder Weinhefe zu. Das Verhältnis von Honig zu Wasser lässt sich verkleinern, die Kräutermengen nicht ohne Weiteres, denn Butler nennt sie für einen Großansatz ohne Bezug zur Wassermenge im Kessel. Wer die Stärke nach dem Kochen prüfen will, misst heute mit der Mostwaage; Butler selbst bestimmt sie hier allein über das Einkochen.</note>
        <note type="gloss" target="#but-005-orig" n="Methæglen" resp="#fyndling">Butlers Name für den stärkeren, mit Kräutern und Gewürzen bereiteten Met, im Unterschied zum einfachen Mede. Der Name bleibt unübersetzt.</note>
        <note type="gloss" target="#but-005-orig" n="Queene of happie memorie" resp="#fyndling">Gemeint ist Elisabeth I. (gest. 1603). Butler nennt sie nicht beim Namen; „of happie memorie“ ist die Formel für Verstorbene, deutsch „seligen Angedenkens“. Das Rezept steht schon in der Erstausgabe Oxford 1609, als Anna von Dänemark, die Frau Jakobs I., noch lebte; die verstorbene Königin kann also nur Elisabeth sein.</note>
        <note type="gloss" target="#but-005-orig" n="Gallon, Buſhell, Pecke" resp="#fyndling">Butler sagt nicht, welche Gallone er meint: Die Weingallone fasste rund 3,8 Liter, die Ale-Gallone rund 4,6 Liter. Bushel und Peck sind Hohlmaße für lose Ware; ein Bushel fasste ungefähr 35 Liter, ein Peck ein Viertel davon.</note>
        <note type="gloss" target="#but-005-orig" n="Sweet-briar" resp="#fyndling">Die Weinrose (Rosa rubiginosa), englisch auch Eglantine. Verwendet werden die Blätter.</note>
        <note type="gloss" target="#but-005-orig" n="Vate, Kieue" resp="#fyndling">Zwei Bottiche: In der Vate (hier „Kufe“) kühlen Kräutersud und gekochter Ansatz ab. Der Kieue (hier „Bottich“) ist der Braubottich, in dem eben neues Ale oder Bier gegoren hat.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-005-orig" n="put it into the Boorne" resp="#fyndling" subtype="lexical">Der Honig kommt in das Wasser, hier das abgeseihte Kräuterwasser. Halliwell führt „bourn“ als Bach und daraus „water“, Ludwig 1706 „Bourn“ als „Brook“; Butler selbst schreibt im Mede-Absatz „incorporate the Boorne and the Honie“, wo nur das Wasser gemeint sein kann.<list type="alternatives"><item>Ein Gefäß, etwa ein Bottich, in das Honig und Wasser kommen.<note type="rationale">Kein Wörterbuch belegt das Wort als Gefäß, und für die Gefäße hat Butler im selben Absatz „Vate“ und „Kieue“.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-005-orig" n="a little bag of Cloues and Mace, to the value of an ounce" resp="#fyndling" subtype="contextual">Etwa 30 g (eine Unze) Nelken und Muskatblüte zusammen in jedem Säckchen: Die Menge hängt im Satz am Säckchen, das an jedes Zapfloch kommt.<list type="alternatives"><item>Von jedem Gewürz etwa 30 g (eine Unze).<note type="rationale">Dafür setzt Butler sonst „ana“ („Cloues and Mace ana halfe an ounce“ beim Methæglen); hier fehlt es.</note></item><item>Etwa 30 g (eine Unze) für alle Fässer zusammen.<note type="rationale">Möglich, wenn „to the value of an ounce“ die ganze Gewürzmenge meint; der Satzbau bindet die Menge aber an „a little bag“ an „euerie Tap-hole“.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-006-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Butler teilt die Waben in drei Teile: Honig, Met und Wachs. In den dritten Teil wandert alles, woran Wachs hängt, auch die ausgedrückten Wabenreste aus dem Met-Ansatz (but-001). Hier wird daraus ein gegossener Wachskuchen: auskochen mit Wasser, heiß auspressen, umschmelzen und abschäumen, durch Leinen in eine Form gießen, langsam abkühlen lassen. Kein Lebensmittel. Das Bleichen und Färben folgen als eigene Arbeitsgänge (but-015 bis but-017). Clutius beschreibt 1597 dasselbe Verfahren (clu-028).

Auskochen mit Wasser. Das Wasser hält das Wachs vom heißen Kesselboden fern; Butler sagt es selbst: so viel Wasser, dass das Wachs schwimmt, damit es nicht anbrennt, und deshalb oft rühren. Wie lange es sieden soll, sagt er nicht, nur „eine Weile“ und bis alles ganz geschmolzen ist.

Pressen in kaltes Wasser. Der Beutel aus dünnem, festem Leinen oder Haartuch hält die festen Reste zurück, das flüssige Wachs läuft in den Bottich und erstarrt im kalten Wasser. Beutel und Presse werden vorher mit demselben Wasser genetzt, damit nichts anklebt. Butlers Beobachtung zur Reihenfolge ist zugleich das Zeichen, wann man aufhört: erst Wasser, dann Wachs, zuletzt Unrat. Wie seine Presse gebaut ist, beschreibt er nicht, nur Beutelhals und Deckel.

Umschmelzen. Das erstarrte Wachs wird zu Kugeln geknetet, das Wasser dabei ausgedrückt, und noch warm zerbröckelt, damit es schnell und gleichmäßig schmilzt. Der zweite Gang läuft bei schwachem Feuer; der Löffel zum Abschäumen ist nass, damit der Schaum nicht haftet. Butlers Endzeichen: geschmolzen und sauber abgeschäumt, dann sofort vom Feuer. Überhitztes Wachs wird nach seiner Erfahrung dunkel oder rötlich und schlechter.

Gießen und Abkühlen. Die Form ist oben weiter als unten, damit der Kuchen herausgleitet. Der angewärmte Boden lässt das zuerst gegossene, beste Wachs nicht sofort erstarren; der Honig an den Seiten wirkt als Trennmittel, damit der schwindende Kuchen nicht reißt. Gegossen wird so kühl, wie das Wachs eben noch läuft, und durch einen Leinenbeutel. Der Rest mit dem Unrat kommt in eine eigene Form. Das langsame, abgedeckte Abkühlen im warmen Raum begründet Butler mit den Wasserdämpfen, die sonst unter der erstarrten Oberseite den Kuchen aufreißen oder hohl machen. „peere it gently“ heißt wörtlich „schau behutsam hin“; ob ein Druckfehler für „poure“ (gießen) vorliegt, bleibt offen, der Arbeitsgang ist derselbe: langsam weitergießen und aufhören, wenn der Unrat kommt.

Praxis. Heute lässt man Wabenreste ebenso mit Wasser im Topf aus, nie trocken über offener Flamme: Überhitztes Wachs kann sich entzünden, und heißes Wachs verursacht Verbrennungen, auch beim Kneten der noch warmen Kugeln. Beim Umgießen des heißen Wasser-Wachs-Gemischs in den Beutel droht Verbrühen. Ein Pressbeutel aus Leinen oder Nylon und ein Eimer mit kaltem Wasser ersetzen Butlers Presse und Bottich (modern). Den Kuchen im warmen Raum zugedeckt auskühlen lassen und den Bodenrest mit dem Unrat abschneiden.</note>
        <note type="gloss" target="#but-006-orig" n="The third Part" resp="#fyndling">Butlers dritter Wabenanteil. Er teilt die Waben in drei Teile für Honig, Met und Wachs; in den dritten kommt alles, woran Wachs hängt, auch die ausgedrückten Reste aus dem Met-Ansatz (but-001).</note>
        <note type="gloss" target="#but-006-orig" n="droſſe" resp="#fyndling">Unrat: alles, was beim Auslassen nicht Wachs ist und sich zuletzt aus der Presse und am Boden der Form sammelt. Ludwig 1706 gibt für droſs „die Schlacken, der Schaum“.</note>
        <note type="gloss" target="#but-006-orig" n="Wrenge" resp="#fyndling">Presse zum Auswringen (zu englisch wring). An anderer Stelle sagt Butler selbst „a Preſſe or Wrenge“.</note>
        <note type="gloss" target="#but-006-orig" n="Twiſted-haire" resp="#fyndling">Gezwirntes Haar: ein Haartuch, meist aus Pferdehaar gewebt, hier die Alternative zum Leinenbeutel.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-006-orig" n="(1.) So will they breake the ſmaller with leſſe labour" resp="#fyndling" subtype="philological">Das Zeichen (1.) fehlt im Fließtext des Drucks, nur die Anmerkung steht unten. Sie ist hinter „solange sie noch warm sind“ gesetzt, weil sie begründet, warum man die Kugeln warm zerbricht: so brechen sie kleiner und leichter.<list type="alternatives"><item>Zum Formen der Kugeln<note type="rationale">Die Kugeln stehen unmittelbar davor; das Kneten zu Kugeln macht das spätere Brechen aber nicht leichter, das warme Brechen schon.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-006-orig" n="peere it gently" resp="#fyndling" subtype="lexical">„schau behutsam hin“: Ludwig 1706 „To peer upon (at) a thing, nach etwas gucken, es mit unverwendten augen anſehen“. Man beobachtet das ablaufende Wachs, bis der Unrat kommt.<list type="alternatives"><item>Druckfehler für „poure it gently“, also „gieße behutsam weiter“<note type="rationale">Der Druck liest deutlich „peere“, das Wort kommt bei Butler sonst nicht vor. Der Arbeitsgang bleibt in beiden Lesarten derselbe.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-006-orig" n="ſweetneſſe" resp="#fyndling" subtype="lexical">„Wohlgeruch“: Ludwig 1706 gibt für sweet auch „wohlriechend“, und Butler setzt im folgenden Absatz über gutes Wachs „ſweet“ gleich mit lateinisch „odorata“ (duftend).<list type="alternatives"><item>„Süße“<note type="rationale">Wörtlich, beim Wachs aber ohne Sinn; Butlers eigene lateinische Entsprechung spricht für den Duft.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-007-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Geklärter Honig: Honig, der durch Kochen und Abschäumen von seinem Unrat befreit wird. Butler setzt ihn für seine Quittenmarmelade, sein Marchpane und seine Rosenkonserve voraus. Er kennt zwei Wege: den Honig für sich allein kochen, etwa eine halbe Stunde, oder mit einem Viertel Wasser mindestens eine Stunde und danach noch mit Eiweiß.

Woran man das Ende erkennt. Beim Honig allein: Es steigt kein Schaum mehr auf. Butler unterscheidet den Unratschaum, kurz und spröde, vom zähen, klebrigen Schaum, der kommt, wenn schon der Honig selbst hochsteigt; dann ist er überkocht und bleibt auch nach dem Erkalten zäh. Beim Weg mit Wasser: Das Wasser ist verdampft, was die Blasen zeigen, die vom Boden aufsteigen. Erst dann kommt das Eiweiß hinein, auf je etwa 450 g (je Pfund) Honig das Weiße von einem Ei, bei gutem Honig weniger. Es wird mitgekocht und mit dem Schaum abgenommen.

Die Hitze. Butler will sehr sanftes Feuer oder ein Gefäß, das in kochendem Wasser steht, das Balneum Mariæ, und nennt dieses das Beste. Beim Weg mit Wasser darf das Feuer anfangs stärker sein, gegen Ende muss es schwach werden. Seine Gründe: Zu große Hitze macht den Honig bitter, er läuft plötzlich über und fängt Feuer. Lieber zu früh vom Feuer nehmen; was an Unrat bleibt, sammelt sich nach dem Erkalten oben und lässt sich abnehmen. Dass zu langes Kochen die „geistigen Teile“ des Honigs verzehrt, ist Butlers Erklärung.

Ein Viertel Wasser. Butler sagt nicht, ob nach Raum oder Gewicht, und nennt die „andere Flüssigkeit“ nicht. Die nächstliegende Lesart ist ein Viertel der Honigmenge.

Der Verweis. Den Satz über das Verdampfen des Wassers belegt Butler am Rand mit einer Stelle bei Fernel (Buch 4, Kap. 15). Sie liegt außerhalb dieser Auswahl.

Praxis. Ein Topf, eine Schaumkelle und für das Wasserbad ein zweiter, größerer Topf mit kochendem Wasser. Heute stellt man den inneren Topf auf ein Gitter oder einen Untersetzer, damit er nicht auf dem Boden des äußeren steht (heutiger Behelf, nicht bei Butler). Den Honigtopf nicht randvoll füllen und nie unbeaufsichtigt lassen: Überkochender Honig kann sich am Feuer entzünden, und heißer Honig klebt an der Haut und verbrennt sie.</note>
        <note type="gloss" target="#but-007-orig" n="courſe Honie / bottom-honie" resp="#fyndling">Butlers eigene Begriffe aus seiner Anleitung zur Honigernte: Der grobe Honig ist die zweite Sorte, die läuft, wenn man die Waben nach dem ersten Ablaufen mit warmen Händen zerdrückt. Den Bodenhonig erklärt er mit dem Satz, der beste Teil jedes Honigs sei der unterste im Gefäß, so wie das beste Öl oben und der beste Wein in der Mitte.</note>
        <note type="gloss" target="#but-007-orig" n="ſpirituous parts" resp="#fyndling">Ludwig übersetzt 1706 spirituous mit „voller Geister, geistisch“. Butler meint Teile des Honigs, die zu langes Kochen verzehrt; das ist seine Erklärung, kein heutiger Befund.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-007-orig" n="v. / V.Fernel. l.4.c. 15." resp="#fyndling" subtype="philological">Das „v.“ nach „euaporated:“ ist Butlers Verweiszeichen auf die Randglosse „V.Fernel. l.4.c. 15.“, die im Druck links auf derselben Zeile steht; wiedergegeben als „(siehe Fernel, Buch 4, Kap. 15)“.<list type="alternatives"><item>Druckrest ohne Ziel, weglassen<note type="rationale">Die Randglosse steht im Druck genau auf der Höhe dieser Zeile, und Butler setzt „v.“ auch sonst vor seine Randverweise.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-007-orig" n="a fourth part of water, or other liquor" resp="#fyndling" subtype="contextual">Ein Viertel der Honigmenge an Wasser oder anderer Flüssigkeit; das Wasser wird ohnehin wieder verkocht.<list type="alternatives"><item>Ein Viertel der Gesamtmenge, nach Raum oder Gewicht<note type="rationale">Butler bestimmt weder die Bezugsgröße noch das Maß; die Folge (Wasser verdampfen lassen) bleibt dieselbe.</note></item></list><ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-007-orig" n="be ſure to take it off in time" resp="#fyndling" subtype="contextual">Den Honig rechtzeitig vom Feuer nehmen: Die Fußnote begründet mit dem Überkochen, und der Haupttext sagt „take it from the fire; and rather too ſoone, than too late“.<list type="alternatives"><item>Den zähen Schaum rechtzeitig abnehmen<note type="rationale">„it“ könnte auf den Schaum zielen; der Satzschluss „as being ouer-boiled“ spricht aber für das Feuer.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-008-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Kein Gericht, sondern eine Destillation von reinem Honig ohne Wasser. Butler nennt das Ergebnis die Quintessenz des Honigs und beschreibt es nur über seine Farben: weiße Dämpfe, ein Destillat rot wie Blut, nach dem Stehen klar und rubinrot, nach sieben weiteren Destillationen goldgelb mit starkem, angenehmem Geruch. Was dabei stofflich entsteht, sagt er nicht, und der Eintrag erklärt es nicht nach.

Gerät und Kitt. Ein großes Glas, das zu vier Fünfteln leer bleibt, wird mit Helm und Vorlage verkittet. Warum so viel Raum frei bleiben soll, begründet Butler nicht; naheliegend ist, dass der Honig im Feuer aufsteigt, wie Butler es beim Honigklären selbst beschreibt. Der Kitt aus Lehm, Flocken und Salzwasser oder aus Mehl und Eiweiß dichtet die Fugen ab und muss vor dem Feuern in der Sonne oder am Feuer trocknen.

Kühlen und Klären. Die nassen Tücher auf Helm und Vorlage kühlen, damit die Dämpfe sich als Wasser niederschlagen; sobald sie warm sind, werden sie gewechselt. Die erste Stufe endet, wenn alles destilliert ist. Danach steht das rote Destillat in der verschlossenen Vorlage, bis es klar und rubinfarben ist.

Das Wasserbad. Die sieben folgenden Destillationen laufen im Balneum Mariæ, das Butler beim Honigklären selbst erklärt: ein Gefäß, das in einem Gefäß mit kochendem Wasser steht. Das Ende zeigt die Farbe an: Das Rote verschwindet, das Destillat wird goldgelb. Hitze und Dauer nennt Butler für keine der Stufen.

Gefahren. Das verkittete Glas wird direkt befeuert. Glas kann in der Hitze springen, und verstopft der Weg zur Vorlage, steigt der Druck im geschlossenen Gerät. Honig im Feuer kann aufsteigen, anbrennen und sich entzünden; Butler warnt beim Klären selbst davor. Beim Wechseln der Tücher und beim Öffnen treten heiße Dämpfe aus.

Praxis. Der Eintrag dokumentiert Butlers Verfahren als historisches Zeugnis und ist keine Anleitung zum Nachmachen. Wer das Verfahren zeigen will, zeigt es mit Bildern des Geräts und Butlers Farbfolge, nicht am Feuer.</note>
        <note type="gloss" target="#but-008-orig" n="Lute" resp="#fyndling">Hier das Verb „verkitten“ und in der Fußnote das Substantiv „Kitt“, nicht die Laute. Ludwig (1706): „To lûte, lutiren, mit einem luto oder leim beſchmieren“.</note>
        <note type="gloss" target="#but-008-orig" n="Head and Receiuer" resp="#fyndling">Helm und Vorlage: Der Helm sitzt auf dem Glas und fängt die aufsteigenden Dämpfe, die Vorlage nimmt das Destillat auf.</note>
        <note type="gloss" target="#but-008-orig" n="Balneo Mariæ" resp="#fyndling">Das Wasserbad. Butler erklärt es beim Honigklären selbst: ein Gefäß, das in einem Gefäß mit kochendem Wasser steht, „called, Balneum Mariæ“.</note>
        <note type="gloss" target="#but-008-orig" n="Flockes" resp="#fyndling">Wollflocken, kurze Abfallwolle. Ludwig (1706): „A flock of wool, eine flocke ſcheerwolle“; Halliwell (1846) nennt flocks „inferior wool“. Die Wollfasern halten den Lehm zusammen, damit der Kitt beim Trocknen und in der Hitze nicht reißt, so wie Haar im Putz; das ist unsere Deutung, Butler sagt es nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#but-008-orig" n="two pound" resp="#fyndling">Zwei englische Pfund, ungefähr 900 Gramm (das Pfund rund 454 Gramm). Im Text bleibt Butlers Maß.</note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-009-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine feste Quittenpaste, die man in Scheiben schneidet, heute als Quittenbrot oder Membrillo bekannt. Butler kocht sie mit Honig statt mit Zucker: Quittenmus und geklärter Honig zu gleichen Teilen, eingekocht, bis die Masse schnittfest ist.

Geklärter Honig zuerst. Butler setzt den Honig geklärt voraus. Wie er klärt, beschreibt er im Abschnitt über das Klären des Honigs: kochen und abschäumen, bis kein Schaum mehr kommt.

Quitten vorbereiten. Die Quitten werden in der Schale weich gekocht und erst danach geschält. „Strained“ heißt bei Butler durchseihen; bei weich gekochtem Obst ist das Durchstreichen zu Mus. Ein Gerät nennt er nicht. Die gleiche Menge Honig bezieht sich auf dieses Mus. Ob nach Maß oder Gewicht, sagt der Text nicht.

Das Ende erkennen. Butler gibt zwei Zeichen: Beim Rühren wird der Topfboden sichtbar, oder eine Probe, auf einem Holzteller abgekühlt, lässt sich in Scheiben schneiden. Das ständige Rühren begründet er selbst: Die Masse brennt sonst an. Eine Zeit nennt er nicht. Danach kommt die Masse „speedily“ in die Schachteln, vermutlich solange sie noch fließt; den Grund nennt Butler nicht.

Gewürze und Nüsse. Mandeln, Nusskerne und die vier Gewürze sind ein Zusatz nach Belieben. Die Gewürze kommen zu gleichen Teilen und fein gestoßen hinein, eine Menge im Verhältnis zur Masse nennt Butler nicht.

Statt Quitten. Wardens sind große, lange haltbare Kochbirnen. Die vier Sortennamen am Schluss sind alte englische Obstsorten; Peare-maine, Giliflower und Pipin sind als Äpfel belegt, Roiall nicht. Keine davon ist mit einer heutigen Sorte gleichzusetzen.

Praxis. Heutiger Weg: Quitten in der Schale in Wasser weich kochen, schälen, Kerngehäuse herausschneiden und durch ein Sieb oder eine Passiermühle streichen. Das Mus abmessen, die gleiche Menge geklärten Honig dazugeben und in einem Topf mit schwerem Boden bei mäßiger Hitze unter ständigem Rühren mit einem langen Holzlöffel einkochen; die heiße, zähe Masse spritzt und klebt an der Haut. Wer Gewürze will, gibt sie fein gestoßen mit dem Mus in den Honig. Fertig ist es, wenn der Boden beim Rühren frei bleibt und eine Probe auf einem kalten Brett schnittfest wird. Dann rasch in Spanschachteln oder flache Formen füllen; das Auslegen mit Backpapier ist ein heutiger Behelf.</note>
        <note type="gloss" target="#but-009-orig" n="Marmalade" resp="#fyndling">Bei Butler eine schnittfeste Quittenpaste, kein Brotaufstrich. Phillips erklärt das Wort 1658 als eine Konserve aus Quitten, Ludwig übersetzt es 1706 noch mit „eingemachte quitten“.</note>
        <note type="gloss" target="#but-009-orig" n="clarified Honie" resp="#fyndling">Geklärter Honig: gekocht und abgeschäumt, bis kein Schaum mehr aufsteigt, nach Butlers eigenem Verfahren zum Klären des Honigs.</note>
        <note type="gloss" target="#but-009-orig" n="Trencher" resp="#fyndling">Holzteller (Ludwig 1706: „ein höltzerner teller“). Auf ihm prüft Butler, ob die abgekühlte Masse schnittfest ist.</note>
        <note type="gloss" target="#but-009-orig" n="Wardens" resp="#fyndling">Große, lange haltbare Birnen zum Kochen und Backen (Ludwig 1706: „eine pfundbirne, eine groſſe birne, ſo ſich lang haͤlt“; Halliwell: „A large baking pear“).</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-009-orig" n="Peare-maine, Giliflower, Pipin, Roiall" resp="#fyndling" subtype="contextual" cert="unknown">Namen von Apfelsorten, in Butlers Schreibung belassen. Pearmain führt Worlidge 1676 als Apfel, ebenso den Gilliflower als Tafelapfel; Pippin übersetzt Ludwig 1706 mit „ein delicater apffel, renette“. Für Roiall fehlt ein Wörterbuchbeleg, Apfel ist hier nur die Fortsetzung der Reihe.<list type="alternatives"><item>Peare-maine als Birne<note type="rationale">Liegt wegen „Peare“ im Namen nahe, die Belege führen den Pearmain aber als Apfel.</note></item><item>Roiall als Birnensorte<note type="rationale">Nicht auszuschließen, da Butler vorher auch Birnen nennt; ohne Beleg bleibt es offen.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-010-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Marzipan, bei dem der Honig die Masse trägt: geklärter Honig, mit Eiweiß weiß geschlagen, kurz aufgekocht und mit gestoßenen Mandeln oder Nusskernen gebunden. Zucker kommt nur in die Glasur. In der Zusammensetzung aus Honig, Eiweiß und Mandeln erinnert das eher an weichen Nougat als an heutiges Zuckermarzipan.

Der geklärte Honig. „Für sich allein kochen und klären“ ist Butlers erster Weg im Eintrag „Honig klären auf zwei Arten“: ohne Wasser kochen und abschäumen, bis kein Schaum mehr kommt, bei sehr sanftem Feuer oder im Wasserbad. Butler rechnet dort etwa eine halbe Stunde. Dann lässt man den Honig erkalten; erst der kalte Honig wird mit dem Eiweiß geschlagen.

Eiweiß und Aufwallen. Auf je etwa 450 g (je ein Pfund) Honig das Weiße eines Eis, beides schlagen, bis es verbunden und weiß ist. Danach zwei- oder dreimal am Kohlenfeuer aufwallen lassen und dabei ständig rühren: Das Eiweiß gart in der Masse, das Rühren hält sie glatt und lässt nichts ansetzen.

Die Mandeln. Butler nennt keine Menge, nur das Ziel: so viel, dass die Masse die rechte Festigkeit bekommt. Das Abziehen erklärt er selbst in der Anmerkung: eine Nacht in kaltem Wasser einweichen, dann geht die Haut ab. Gestoßen heißt im Mörser zerstoßen. Danach noch ein- oder zweimal aufwallen lassen, bis alles gut vermischt ist, auf den Tisch gießen und formen. Welche Nüsse er mit den Nusskernen meint, sagt er nicht.

Die Glasur. Rosenwasser und Zucker, ohne Angabe, wie sie aufgebracht wird. Heute rührt man Zucker mit wenig Rosenwasser zu einem dicken Guss, streicht ihn dünn auf und lässt ihn an der Luft trocknen (heutiger Weg, nicht bei Butler).

Praxis. Ein Topf, eine Schüssel zum Schlagen, ein Mörser und eine glatte Fläche zum Ausgießen; heute eine leicht geölte Platte oder Backpapier, damit die Masse nicht festklebt (heutiger Behelf). Den Honig am Feuer nie unbeaufsichtigt lassen: Überkochender Honig kann Feuer fangen, wie Butler beim Klären warnt, und heißer Honig klebt an der Haut und verbrennt sie. Wer abgezogene, gemahlene Mandeln kauft, spart Einweichen und Stoßen (heutige Abkürzung).</note>
        <note type="gloss" target="#but-010-orig" n="Marchpane" resp="#fyndling">Ludwig übersetzt 1706 Marchpane mit „marzipan“. Bei Butler trägt der Honig die Masse, Zucker kommt nur in die Glasur.</note>
        <note type="gloss" target="#but-010-orig" n="walmes" resp="#fyndling">Ein walme ist ein Aufwallen beim Kochen, Halliwell: „a bubble in boiling“; Florio stellt 1611 „to walme“ neben „to simper“, leise sieden. Zwei oder drei walmes heißt: zwei- oder dreimal kurz aufwallen lassen.</note>
        <note type="gloss" target="#but-010-orig" n="ice it" resp="#fyndling">Ludwig 1706: „Iced, überzuckert, überzogen“. Gemeint ist ein Überzug aus Zucker und Rosenwasser.</note>
        <note type="gloss" target="#but-010-orig" n="Conſumption" resp="#fyndling">Ludwig 1706 übersetzt consumption mit „verzehrung“ und „schwindsucht“: das Auszehren des Körpers. Clutius empfiehlt sein Honigmarzipan ebenso Leuten, „die austrocknen“. Die Heilwirkung wird nur wiedergegeben.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-010-orig" n="a warme or two more" resp="#fyndling" subtype="lexical">Noch ein- oder zweimal aufwallen lassen: Der Druck hat „warme“, im Satz davor steht „two or three walmes“; die Fortsetzung „or two more“ greift das Zählen der Aufwallungen wieder auf.<list type="alternatives"><item>Noch ein- oder zweimal kurz erwärmen, ohne aufzukochen (warm)<note type="rationale">Wörtlich möglich, aber „more“ zählt an die walmes an; für ein bloßes Erwärmen gibt es in den Wörterbüchern keinen Kochbeleg.</note></item></list><ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-011-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Früchte, die in einem Sud aus Honig und Wasser gekocht und dann in diesem Sud aufbewahrt werden. Butler nennt Damaszenerpflaumen als Beispiel, lässt anderes Obst zu und gibt für größere Früchte wie Quitten und Pipin-Äpfel eine eigene Reihenfolge.

Die Früchte. Frisch vom Baum, schön, auf dem Höhepunkt der Reife: weder grün und sauer noch überreif und süß. Die Pflaumen bleiben ganz, mit Stein und kurz geschnittenem Stiel; ein Entsteinen nennt Butler nicht. Eingeschnitten werden sie an der gekerbten Seite, nach Butler, damit sie nicht aufplatzen.

Das Verhältnis. Die Früchte werden gewogen, der Honig wiegt genauso viel. Für das Wasser sagt Butler nur „die gleiche Menge“ wie Honig, nicht, ob gewogen oder gemessen. Weil er den Sud am Ende auf die rechte Dicke bringen lässt, durch Einkochen oder durch Verdünnen, gleicht sich eine Abweichung dabei aus.

Roher Honig. Für Quittenmarmelade, Marchpane und Rosenkonserve verlangt Butler geklärten Honig. Hier nimmt er rohen und kocht ihn mit dem Wasser, bis kein Schaum mehr kommt; das Abschäumen nimmt dabei den Unrat ab, den sonst das Klären entfernt.

Woran man das Ende erkennt. Der Sud: kein Schaum mehr. Die Pflaumen: Das Fruchtfleisch löst sich sauber vom Stein, dann kommen sie heraus. Danach wird der Sud selbst geprüft, zu dünn wird er weiter eingekocht, zu dick mit Wasser oder Rosenwasser verdünnt. Was die „rechte Dicke“ ist, beschreibt Butler nicht. Größere Früchte kommen schon nach dem ersten Abschäumen in den Sud und kochen, bis sie so weich sind wie Kochäpfel.

Praxis. Ein weiter Topf, damit die Früchte in einer Lage liegen und sich wenden lassen, eine Schaumkelle und ein kleines Feuer. Die Dicke des Suds prüft man heute am besten an einem Tropfen auf einem kalten Teller (heutiger Behelf, nicht bei Butler). Für das Aufbewahren nennt Butler kein Gefäß; heute nimmt man saubere Gläser. Heißer Honigsirup klebt an der Haut und verbrennt sie, und Honig kann überkochen; den Topf deshalb nicht randvoll füllen.</note>
        <note type="gloss" target="#but-011-orig" n="Damaſcens" resp="#fyndling">Damaszenerpflaumen, englisch damson, eine Pflaume, deren Name auf Damaskus zurückgeführt wird. Ludwig gibt 1706 „Damſin, damſon, eine zwetſchge“, Cotgrave 1611 „Damſen plum“.</note>
        <note type="gloss" target="#but-011-orig" n="dented ſide" resp="#fyndling">Die „gekerbte Seite“ (Ludwig 1706: „dented, gekerbet“). Bei einer Pflaume ist das vermutlich die Furche, die an einer Seite entlangläuft.</note>
        <note type="gloss" target="#but-011-orig" n="Pipins" resp="#fyndling">Ein Apfelname der Zeit, wie in Butlers Quittenmarmelade. Ludwig übersetzt 1706 „Pippin“ mit „ein rußling (ein delicater apffel)“ und französisch „renette“. Mit einer heutigen Sorte lässt er sich nicht gleichsetzen.</note>
        <note type="gloss" target="#but-011-orig" n="Quodlings" resp="#fyndling">Kochäpfel, auch Codlin geschrieben. Ludwig 1706 unter „Codlin“: „ein apffel zum kochen, ein gekochter apffel“; Halliwell zitiert aus Coles’ lateinischem Wörterbuch „A quodling, pomum coctile“. Butler nimmt ihren weichen Garzustand als Maßstab.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-011-orig" n="the like quantitie of faire water" resp="#fyndling" subtype="contextual">Die gleiche Menge Wasser wie Honig, ohne festzulegen, ob gewogen oder gemessen; in der Übersetzung offen gelassen, weil Butler den Sud ohnehin auf die rechte Dicke nachstellen lässt.<list type="alternatives"><item>Gleiches Gewicht Wasser<note type="rationale">Liegt nahe, weil Butler unmittelbar davor Früchte und Honig wiegt; ausdrücklich sagt er es nicht.</note></item><item>Gleiches Maß (Raum) Wasser<note type="rationale">„Quantitie“ kann auch das Maß meinen; da Honig schwerer ist als Wasser, ergäbe das etwas mehr Wasser.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-012-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Rosenhonig mit eingekochten Blütenblättern. Butler nennt ihn Konserve, sein Randtitel gibt den lateinischen Namen Mel rosatum, für die Veilchenfassung Mel violatum. Auf etwa 30 g (eine Unze) Rosensaft kommen etwa 300 g (zehn Unzen) geklärter Honig und etwa 120 g (vier Unzen) Rosenblätter.

Geklärter Honig zuerst. Butler setzt den Honig geklärt voraus und verweist in seiner Anmerkung auf den Absatz über das Klären des Honigs (siehe „Honig klären auf zwei Arten“): für diese Konserve mit etwa 90 g (drei Unzen) Wasser, mäßig abgeschäumt. Was „mäßig“ hier genau heißt, sagt er nicht.

Der Saft. Butler nennt den Rosensaft als fertige Zutat und sagt nicht, wie er gewonnen wird. Die Stenglerin presst für ihren Rosenhonig die Rosen aus („truck die roſen auſs“).

Die Blätter. Mit „leaues“ sind die Blütenblätter gemeint. Dasselbe Rezept steht schon 1579 bei Sebiz, und dort ist vom „Nägelin unten am Blatt“ die Rede, dem Ansatz des Blütenblatts. Butler schneidet die Blätter mit der Schere klein und gibt sie erst hinein, wenn Saft und Honig zu kochen beginnen.

Das Ende. Gekocht wird, bis der Saft verzehrt, also eingekocht ist. Eine Zeit oder ein weiteres Zeichen nennt Butler nicht. Danach kommt die Konserve sofort, also noch heiß, in ein irdenes Gefäß und bleibt lange darin; nach Butler wird sie mit der Zeit immer besser. Wie lange, sagt er nicht.

Veilchen. Die Veilchenkonserve entsteht auf dieselbe Weise. Eigene Mengen nennt Butler dafür nicht.

Praxis. Heutiger Weg: nur Blüten nehmen, die nicht gespritzt sind. Den Honig vorher klären, wie in der Anmerkung mit etwa 90 g (drei Unzen) Wasser, und abschäumen. Für den Saft frische Rosenblätter im Mörser zerstoßen und durch ein Tuch auspressen. Saft und Honig in einem kleinen Topf aufkochen, die mit der Schere klein geschnittenen Blätter zugeben und bei kleiner Hitze kochen, bis keine Flüssigkeit mehr absteht. Honig steigt beim Kochen leicht und brennt an: Der Topf soll groß genug sein, die Hitze klein. Heiß in ein sauberes Steingut- oder Tongefäß füllen.</note>
        <note type="gloss" target="#but-012-orig" n="Conſerues" resp="#fyndling">Konserve heißt bei Butler: Blüten in Honig eingekocht und auf Vorrat gestellt. Die Randtitel nennen sie Mel rosatum und Mel violatum, Rosen- und Veilchenhonig.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-012-orig" n="Honie * clarified" resp="#fyndling" subtype="philological">Das Sternchen führt im Druck auf eine lateinische Anmerkung am Rand: „Cum vncijs aquæ tribus mediocriter deſpumetur“, darunter „v.n.7.“. Sie ist als Anmerkung übersetzt: Der Honig soll mit etwa 90 g (drei Unzen) Wasser mäßig abgeschäumt werden, siehe Abs. 7 über das Klären des Honigs. Ebenso steht am Absatzende Butlers Quellenangabe „Sylv. l.3. de med. ſimp. miſt.“; sie ist mitübersetzt.<list type="alternatives"><item>„v.n.7.“ als eigener Randverweis neben der Anmerkung<note type="rationale">Er steht kursiv eine Zeile tiefer. Beide Lesungen führen auf Abs. 7, das Klären des Honigs, und ändern am Text nichts.</note></item><item>„mediocriter“ = nur halbwegs, nicht gründlich abgeschäumt<note type="rationale">Das Wort heißt „mäßig“. Ob Butler ein maßvolles Abschäumen oder ein weniger gründliches meint, sagt er nicht; „mäßig“ lässt beides offen.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-013-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Sirup aus duftenden Veilchen und Honig, Butlers Gegenstück zum Rosensirup, der direkt davor steht. Butler schreibt nur auf, was anders ist: die Blüten und die Farbe, an der man erkennt, dass der Auszug genügt.

Der Verweis. „After the same manner“ zeigt auf den Rosensirup. Dort lässt Butler frische Rosen in heißem Wasser über der Glut ziehen, das Gefäß zugedeckt, bis sie bleich werden, seiht sie ab und gibt frische nach, zehnmal oder bis das Wasser rot ist. Die Flüssigkeit läutert er mit Eiweiß, eines auf je etwa 0,5 l (je Pinte), und kocht sie dann sanft mit der gleichen Menge feinem Honig, bis sie die rechte Dicke hat. Daneben gibt er eine zweite Art mit festen Gewichten und vierundzwanzig Stunden Einweichen. Das Blau als Zeichen entspricht dem Rot der ersten Art, deshalb liegt sie hier zugrunde.

Das Blau. Wie das Rot beim Rosensirup zeigt das Blau, dass die Blüten genug abgegeben haben. Ob der Sirup nach dem Kochen mit dem Honig blau bleibt, sagt Butler nicht.

Haltbarkeit. Gut gekocht, hält der Sirup nach Butler ein Jahr ohne Schimmel. Das passt zum Rosensirup, für den er zum Aufbewahren längeres Kochen verlangt als für den baldigen Gebrauch. Eine Kochzeit nennt er nicht.

Die Wirkungen. Butler beschreibt sie in der Säftelehre seiner Zeit: heiße und scharfe Säfte mäßigen und abführen, die Melancholie vertreiben. Das ist seine Angabe, kein Gesundheitsrat.

Praxis. Heutiger Weg nach dem Rosensirup: Wasser in einem zugedeckten Topf auf kleiner Glut heiß halten, frische, ungespritzte Duftveilchen hineingeben und ziehen lassen, bis sie bleich sind. Abseihen, frische Blüten nachlegen und das wiederholen, bis die Flüssigkeit kräftig blau ist. Die Flüssigkeit abmessen, je etwa 0,5 l (je Pinte) ein Eiweiß einrühren, aufkochen und den Schaum abnehmen. Dann die gleiche Menge feinen Honig dazugeben und bei kleiner Hitze sanft zur Sirupdicke kochen, für den Vorrat etwas länger. Honig schäumt beim Kochen und kocht leicht über; Butler warnt beim Klären des Honigs selbst davor, dass er dabei Feuer fängt. Das Abfüllen in saubere Flaschen oder Gläser ist ein heutiger Behelf.</note>
        <note type="gloss" target="#but-013-orig" n="humours" resp="#fyndling">Die Säfte der Medizin seiner Zeit. Butler schreibt dem Sirup zu, heiße und scharfe Säfte zu mäßigen und abzuführen; auch die Melancholie und ihre Folgen gehören in diese Lehre. Das ist seine Angabe, kein Gesundheitsrat.</note>
        <note type="gloss" target="#but-013-orig" n="Pleuriſie" resp="#fyndling">Seitenstechen. Blount erklärt es 1656 als Entzündung der inneren Haut der Rippen mit schwerem Atem, Husten, anhaltendem Fieber und stechendem Schmerz an den Rippen; heute spricht man von Rippenfellentzündung.</note>
        <note type="gloss" target="#but-013-orig" n="purging" resp="#fyndling">Das Abführen als Kur (Ludwig 1706: „purge“ = Purganz, Fegarznei). Der Sirup soll vor und nach einer solchen Kur genommen werden.</note>
        <note type="gloss" target="#but-013-orig" n="Plin. l. 42. c. 8." resp="#fyndling">So im Druck. Plinius’ Naturgeschichte hat nur 37 Bücher; vom Zucker als in Rohren gesammeltem Honig spricht er in Buch 12.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-013-orig" n="after the ſame manner" resp="#fyndling" subtype="contextual">Verweis auf die erste Art des Rosensirups direkt davor: Blüten in heißem Wasser über der Glut zugedeckt ziehen lassen und erneuern, bis die Flüssigkeit gefärbt ist, mit Eiweiß läutern und mit der gleichen Menge feinem Honig sanft kochen. „Vntill the liquor be blew“ entspricht dort „vntill the water be red“.<list type="alternatives"><item>Die zweite Art des Rosensirups („Or thus“): etwa 450 g (ein Pfund) Blätter vierundzwanzig Stunden in etwa 1,8 kg (vier Pfund) Wasser, dann etwa 900 g (zwei Pfund) feiner Honig, zur Sirupdicke gekocht und abgeschäumt.<note type="rationale">Auch dort wird eingeweicht und zu Sirup gekocht, aber mit fester Zeit und ohne Farbzeichen; das Blau passt besser zur ersten Art.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-013-orig" n="dreaming" resp="#fyndling" subtype="lexical">„Träumen“: In der Reihe „head-ach, waking, dreaming“ steht ein Substantiv, Ludwig 1706 übersetzt es mit „das träumen“. Neben dem Wachliegen ist es eine Störung des Schlafs.<list type="alternatives"><item>Schwermütiges Grübeln, Versunkensein<note type="rationale">Ludwig führt „dreaming“ als Adjektiv auch mit „schläfferig, tieffsinnig, schwermüthig“; als Folge der Melancholie möglich, als Glied der Aufzählung aber weniger wahrscheinlich.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-014-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein heißer Trank: kein Ansatz, sondern eine Zubereitung für fertigen Methæglen, Butlers stärkeren Met mit Kräutern und Gewürzen (Herstellung in but-004). Er wird im Wasserbad erhitzt, mit Gewürznelken und Rosmarin gewürzt, mit einem Eigelb versetzt und beim Umgießen von einem Krug in den anderen angezündet. Butler stellt ihn neben den gebrannten Wein und empfiehlt ihn für einen schwachen Magen; dem Methæglen-Posset schreibt er dieselbe Kraft zu. Dass der Trank heiß aus dem Krug getrunken wird, sagt Butler nicht wörtlich; wir schließen es aus dem Vergleich mit dem gebrannten, also erhitzten Wein.

Das Wasserbad. Der Zinnkrug steht im siedenden Wasser eines tiefen Stielpfännchens oder Kessels, nicht selbst auf dem Feuer. Je tiefer er steht, desto schneller kocht der Met, sagt Butler in seiner Anmerkung. Die Glut des Herdes ist nur der Notbehelf, und dort warnt er selbst, dass die Flamme das Zinn schmelzen kann. Abgeschäumt wird, bevor der Met kocht; danach kommen die zerstoßenen Nelken und der Rosmarinzweig hinein.

Das Eigelb. Den Zweck nennt Butler selbst: Das Eigelb soll nicht gerinnen. Deshalb kommt zuerst ein Löffel kalter Met dazu, dann Löffel um Löffel heißer Met unter ständigem Schlagen, und erst dann wandert die Mischung nach und nach unter Rühren in den Krug. So wird das Eigelb langsam an die Hitze gewöhnt. Wie stark das eine Eigelb den Krug bindet, sagt er nicht. Herausgenommen wird der Krug bei ihm erst, wenn alles kocht; wer ein Ausflocken vermeiden will, hebt ihn heute schon beim ersten Wallen heraus. Das ist moderne Vorsicht, nicht Butler.

Das Brennen. Brennen heißt hier anzünden: Butler gießt den heißen Met in einen zweiten, warmen Krug gleicher Größe, zündet den laufenden Strahl an und gießt so lange weiter, bis nichts mehr brennen will. Wie lange das dauert und wie viel dabei verbrennt, sagt er nicht. Ob der Met überhaupt Feuer fängt, hängt an seiner Stärke; Butler meint seinen starken Methæglen, der ein Ei um die Breite eines Groat trägt (but-004).

Gefahren. Butler warnt selbst zweimal: die Hände beim Umgießen schonen und das Zinn nicht in die Flamme stellen. Ein brennender Strahl lässt sich schlecht lenken; heute gießt man über feuerfestem Grund, mit Abstand zu Haaren, Kleidung und Zuschauern. Pewter ist nach Ludwig (1706) „mit Bley vermischtes Zinn“; für ein heißes Getränk nimmt man heute einen bleifreien Krug.

Praxis. Fertiger Methæglen nach but-004 oder ein kräftiger Gewürzmet, ein Topf als Wasserbad, zwei gleich große, hitzefeste Krüge ohne Blei, ein Eigelb, zwei oder drei Gewürznelken und ein Rosmarinzweig. Den zweiten Krug im heißen Wasser anwärmen, wie Butler ihn „warm“ verlangt.</note>
        <note type="gloss" target="#but-014-orig" n="burning / burnt Wine" resp="#fyndling">Brennen heißt hier anzünden: Butler zündet den heißen Met beim Umgießen an und gießt weiter, „till it will burne no more“. Gemeint ist kein Destillieren; der „gebrannte Wein“ im ersten Satz ist erhitzter, angezündeter Wein, nicht Branntwein.</note>
        <note type="gloss" target="#but-014-orig" n="Methæglen-poſſet" resp="#fyndling">Ein Posset ist nach Ludwig (1706) „ein gewisser Englischer Milchtranck“: warme Milch, die man mit Bier oder Wein gerinnen lässt. Ein Methæglen-Posset wäre demnach Milch, mit Methæglen zum Gerinnen gebracht; Butler beschreibt ihn nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#but-014-orig" n="the yolke of an Egge" resp="#fyndling">Ein heißer Trank, kein Posset: Wein oder hier Met, mit Eigelb gebunden und gewürzt, ist im Kern ein Caudle. Ludwig (1706) nennt den Caudle „eine Englische Magensuppe, so von Wein, Eyern, Zucker und anderm Gewürtze gemacht wird“; der Zweck „Magen“ ist derselbe wie bei Butler. Butler selbst gebraucht das Wort nicht, der Vergleich ist unsere Deutung.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-014-orig" n="and ſo brue it till it will burne no more" resp="#fyndling" subtype="lexical">„brue“ = mischen: Ludwig (1706) verweist „To brùe“ auf „To brew“ und gibt dort neben brauen und sieden auch „etwas mischen, mengen“. „So“ meint das eben beschriebene Umgießen von Krug zu Krug, das so lange weitergeht, bis der Met nicht mehr brennt.<list type="alternatives"><item>„brue“ = brauen, sieden<note type="rationale">Der Krug ist zu diesem Zeitpunkt schon aus dem Wasserbad genommen; gesotten wird nicht mehr.</note></item><item>„brue“ = benetzen, tränken (Halliwell: „BRUE. To embrue“)<note type="rationale">Passt nicht zum Umgießen eines brennenden Getränks.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-015-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Butlers Weg, Wachs weiß zu machen: zweimal in Salzwasser mit ein wenig Natron aufwallen lassen, dann in dünnen Scheiben abnehmen und an der Sonne bleichen. Kein Lebensmittel. Ausgangsware ist schon das weißeste und reinste Wachs. Butler stellt den drei Wachsrezepten den Satz voran, dieses natürliche gelbe Wachs werde für bestimmte Zwecke künstlich weiß, rot und grün gemacht; gemeint ist das Wachs, dessen Auslassen er zuvor beschreibt (but-006). Rot und Grün folgen in but-016 und but-017.

Zwei Gänge in Salzwasser. Das Wachs kommt in Stücken in ein irdenes Gefäß, Meerwasser oder Salzlake nur so viel, dass es sieden kann, dazu ein wenig Natron, und das bei schwachem Feuer. Das Ende eines Gangs ist kein Zeitmaß, sondern das zwei- bis dreimalige Aufwallen. Danach wird das Wachs abgekühlt und herausgenommen, Unrat, der daran hängt, abgeschabt und der Gang in frischem Salzwasser wiederholt. Warum Salz und Natron, sagt Butler nicht. Natron ist eine Lauge und löst beim Sieden Schmutz- und Harzreste aus dem Wachs; in größerer Menge griffe es das Wachs selbst an, daher nur ein wenig.

Das Abkühlen. Wie das kalte Wasser ans Wachs kommt, lässt der Text offen. Naheliegend: Es wird ins Gefäß gegossen, das Wachs erstarrt obenauf, wird als Ganzes herausgehoben, und der Unrat an seiner Unterseite wird abgeschabt. Ebenso möglich ist, das Wachs erst herauszunehmen und dann zu übergießen.

Der nasse Boden. Nach dem zweiten Gang ist das Wachs im Gefäß noch flüssig. Der Boden eines Topfes oder das runde Brett, dessen Griff in der Mitte sitzt wie beim Stößel des Butterfasses, nur ohne Löcher, wird in kaltem Wasser genetzt und nur kurz auf das Wachs gesetzt. An der kalten, nassen Fläche erstarrt eine dünne Schicht, die sich abnehmen lässt. Dass Nässe das Ankleben verhindert, nutzt Butler auch beim Auslassen: Beutel, Presse und Schaumlöffel werden genetzt, damit das Wachs nicht haftet (but-006). Deshalb wird der Boden vor jedem Eintauchen neu genetzt.

Bleichen an der Sonne. Die Scheiben hängen an einer durchgezogenen Schnur, frei und ohne einander zu berühren, und werden im Sonnenschein mit Wasser besprengt, bis sie weiß sind. Eine Dauer nennt Butler nicht. Wem das Wachs nicht weiß genug ist, der siedet es öfter und wiederholt alles. Warum er dünne Scheiben will, begründet er nicht.

Niter. Gemeint ist Natron, natürliche Soda: das nitrum der Antike (Köbler, Mittellatein: „Laugensalz, Natron, Soda“; Meyers: „bei den Alten natürliche Soda“). Cotgrave 1611 und Blount 1656 beschreiben „Nitre“ als salzähnlichen, hellen oder rötlichen, schwammig-löchrigen Stoff und schreiben, neuere Autoren verwechselten ihn fälschlich mit Salpeter; Butler beruft sich für das Verfahren ausdrücklich auf Dioskurides. Ludwig 1706 gibt „Nitre“ mit „Salpeter“ wieder; diese Lesart steht als Alternative im Apparat.

Praxis. Heißes Wachs verbrennt die Haut und fängt an offener Flamme Feuer. Butler arbeitet deshalb im Wasser und bei schwachem Feuer; so bleibt es auch heute. Das genetzte Brett ruhig eintauchen und wieder herausziehen, damit heißes Wasser und Wachs nicht spritzen.</note>
        <note type="gloss" target="#but-015-orig" n="Churn-ſtaffe" resp="#fyndling">Butterstößel: der Stab des Stoßbutterfasses mit einer gelochten Scheibe am unteren Ende. Butler will ein ähnliches Gerät mit Griff in der Mitte, aber mit glatter Scheibe ohne Löcher.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-015-orig" n="Niter" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Natron, natürliche Soda: das nitrum der Antike (Köbler, Mittellatein: „Laugensalz, Natron, Soda“; Meyers: „bei den Alten natürliche Soda“). Cotgrave 1611 und Blount 1656 beschreiben „Nitre“ als salzähnlichen, schwammig-löchrigen Stoff, den neuere Autoren fälschlich mit Salpeter verwechselten, und Butler beruft sich für dieses Verfahren auf Dioskurides. Als Lauge löst Natron beim Sieden Verunreinigungen aus dem Wachs.<list type="alternatives"><item>Salpeter<note type="rationale">Ludwig 1706: „Nitre, ſalpeter“; so liest Butlers Zeit das Wort gewöhnlich. Im siedenden Salzwasser würde Salpeter aber nichts bewirken.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-015-orig" n="the wax being preſently cooled with cold water, take it out" resp="#fyndling" subtype="contextual">Kaltes Wasser ins Gefäß: Das Wachs erstarrt obenauf, wird herausgehoben, und der Unrat, der „daran hängt“, wird an der Unterseite abgeschabt. Der Text bleibt im Wortlaut offen.<list type="alternatives"><item>Das Wachs erst herausnehmen und außerhalb mit kaltem Wasser übergießen<note type="rationale">Die Wortfolge „being cooled ... take it out“ nennt Abkühlen vor dem Herausnehmen, schließt das aber nicht aus.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-016-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Butler färbt hier das gelbe Bienenwachs rot. Er nennt drei Zusätze, Terpentin, ein rotes Färbemittel und Öl, und die Arbeit ist kurz: schmelzen, ein wenig abkühlen lassen, Farbe und Öl einrühren. Wozu das Wachs dient, sagt er nicht; die drei Färbungen weiß, rot und grün leitet er nur mit „for certaine purposes“ ein. Clutius führt 1597 fast dasselbe Rezept als rotes Siegelwachs (clu-036). Das grüne Wachs (but-017) setzt dieses Rezept voraus und tauscht nur den Zinnober gegen Grünspan.

Terpentin. Gemeint ist der klare Harzbalsam der Nadelbäume, nicht das destillierte Terpentinöl. Mit dem Wachs geschmolzen macht er es weicher und zäher; das sagt Butler nicht selbst. Warum er im Winter mehr nimmt, begründet er nicht. Clutius schreibt beim grünen Wachs, das Wachs sei im Winter härter als im Sommer (clu-037).

Abkühlen vor dem Färben. Butler nimmt die Masse gleich vom Feuer, damit sie „ein wenig“ abkühlt, bevor Farbe und Öl hineinkommen. Wie lange, sagt er nicht. Sein einziges Endzeichen ist, dass alles gut vermischt ist. Clutius rührt im selben Rezept beständig, bis die Masse fast kalt ist, damit sie nicht ungleich oder klumpig wird (clu-036).

Farbe und Öl. Das Färbemittel wird auf Marmor oder Glas fein zerrieben, damit es sich ohne Körner im Wachs verteilt. Von der Farbe und vom Öl kommt je etwa 30 g (eine Unze) auf etwa 450 g (ein Pfund) Wachs. Alkanna und Zinnober sind Alternativen, nicht beide zusammen: Das sagt das „or“, und Clutius gibt dieselbe Menge an: Zinnober und Öl „elcx een Once“, von jedem etwa 30 g (eine Unze). Welches Öl „ſweet Oile“ meint, sagt Butler nicht; Clutius nimmt Olivenöl.

Alkanna, Zinnober, Mennige. Die Alkannawurzel ist ein pflanzlicher Rotfarbstoff. Zinnober ist Quecksilbersulfid, Mennige Bleioxid; beide sind giftig, auch als Staub beim Zerreiben. Von der Mennige braucht Butler dreimal so viel und hält sie für schlechter, ohne zu sagen, warum.

Praxis. Die Fassung mit Zinnober oder Mennige ist hier historisch dokumentiert und keine Anleitung zum Nachmachen. Heute nimmt man ungiftige Pigmente; die Alkannawurzel ist Butlers eigene Alternative. Wachs und Terpentin entzünden sich an offener Flamme, und Terpentindämpfe reizen. Heute schmilzt man beides im Wasserbad (modern), nie unbeaufsichtigt und bei guter Lüftung. Heißes Wachs verbrennt die Haut.</note>
        <note type="gloss" target="#but-016-orig" n="Anchuſa" resp="#fyndling">Alkannawurzel, die rote Wurzel der Färberalkanna (Alkanna tinctoria, früher Anchusa tinctoria genannt). Englische Kräuterbücher der Zeit nennen sie Alkanet oder Orchanet und kennen sie als roten Farbstoff.</note>
        <note type="gloss" target="#but-016-orig" n="Turpentine" resp="#fyndling">Terpentin ist hier der klare Harzbalsam von Nadelbäumen, nicht das daraus destillierte Terpentinöl. Ein englisches Wörterbuch von 1658 beschreibt ihn als Gummi oder Harz der Lärche.</note>
        <note type="gloss" target="#but-016-orig" n="Vermilion" resp="#fyndling">Zinnober, rotes Quecksilbersulfid; die Randglosse gibt den lateinischen Namen Cinabrium. Giftig.</note>
        <note type="gloss" target="#but-016-orig" n="red Lead" resp="#fyndling">Mennige, rotes Bleioxid; die Randglosse gibt den lateinischen Namen Minium. Giftig.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-016-orig" n="ſweet Oile" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">„Süßes Öl“ wörtlich: ein mildes Öl, am ehesten Olivenöl. Clutius nimmt im selben Rezept Olivenöl (clu-036), und Ludwig 1706 kennt Olivenöl als Sallet-oil, Baumöl.<list type="alternatives"><item>Mandelöl oder ein anderes mildes Öl<note type="rationale">Butler nennt keine Sorte, und für „sweet oil“ fehlt ein Wörterbuchbeleg; die Clutius-Parallele ist kein Beleg für Butler.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-017-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Satz, der nur zusammen mit dem roten Wachs davor (but-016) zu lesen ist: Dort schmilzt Butler etwa 450 g (ein Pfund) Wachs mit Terpentin bei sanftem Feuer, lässt es ein wenig abkühlen und rührt Alkannawurzel oder Zinnober, auf Marmor oder Glas gerieben, und süßes Öl ein, von jedem etwa 30 g (eine Unze). Für grünes Wachs tauscht er nur das Farbmittel: Grünspan statt Zinnober. Wofür das grüne Wachs dient, sagt er nicht.

Die gleiche Menge. „the like quantitie“ bezieht sich auf den Zinnober, also etwa 30 g (eine Unze) Grünspan auf etwa 450 g (ein Pfund) Wachs. Dass Terpentin und Öl bleiben, sagt Butler nicht ausdrücklich, es folgt aber aus dem bloßen Tausch des Farbmittels.

Grünspan. Ein grünes Kupferpigment, das als Rost von Messing oder Kupfer gewonnen wurde. Er ist giftig: Staub beim Zerreiben nicht einatmen, nicht verschlucken, nichts davon an Lebensmittel oder Küchengerät bringen.

Praxis. Dieser Eintrag dokumentiert Butlers Wachsfärbung mit dem giftigen Grünspan und ist keine Anleitung zum Nachmachen; heute färbt man Wachs mit ungiftigen Pigmenten. Für den Arbeitsgang des roten Wachses gilt: Wachs und Terpentin entzünden sich an offener Flamme, heißes Wachs verbrennt die Haut.</note>
        <note type="gloss" target="#but-017-orig" n="Vert-d-greece" resp="#fyndling">Grünspan, ein grünes Kupferpigment. Ludwig übersetzt 1706 „Verdegreaſe“ mit „grünſpan“, Phillips erklärt 1658 „Verdigrease“ als grünen Stoff aus dem Rost von Messing oder Kupfer. Giftig.</note>
        <note type="gloss" target="#but-017-orig" n="Vermilion" resp="#fyndling">Zinnober, ein rotes Quecksilberpigment (Ludwig 1706: „der künſtliche zinober“). Butler meint die Menge aus dem roten Wachs (but-016): eine Unze auf ein Pfund Wachs.</note>
        <note type="preparation_tip" target="#but-018-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Rosensirup, mit Honig statt mit Zucker eingekocht, in zwei Fassungen. Die erste zieht Farbe und Duft in wiederholten Aufgüssen aus immer neuen Rosen, klärt die Flüssigkeit mit Eiweiß und kocht sie mit gleich viel Honig ein. Die zweite weicht die Blütenblätter einen Tag lang ein und kocht das abgeseihte Wasser unter Abschäumen mit Honig zu Sirup.

Der Auszug. Heißes Wasser, ein zugedecktes Gefäß, Glut statt Flamme: Die Hitze bleibt mäßig. Ob das Wasser dabei sieden darf, sagt Butler nicht, ebenso wenig, wozu der Deckel dient. Das Zeichen für jeden Gang sind die Rosen: Sind sie bleich, kommen sie heraus, und frische gehen in dasselbe Wasser. Zehnmal oder bis das Wasser rot ist - das Rot ist das eigentliche Ende, und es setzt rotblühende Rosen voraus.

Klären mit Eiweiß. Ein Eiweiß auf je etwa 0,5 l (je ein Pint) Flüssigkeit. Wie geklärt wird, beschreibt Butler hier nicht. Beim Honig (Honig klären auf zwei Arten) gibt er das Eiweiß hinein und schäumt beim Kochen noch einmal ab. Nach diesem Muster gerinnt das Eiweiß in der Hitze, nimmt Trübstoffe mit nach oben, und der Schaum wird abgehoben. Der Satz ordnet die Schritte so: erst klären, dann mit dem Honig kochen. Heute (modern): das Eiweiß mit etwas kalter Rosenflüssigkeit verschlagen, einrühren, langsam erhitzen, den Schaum abheben und durch ein Tuch seihen.

Einkochen. Gleich viel reiner Honig wie Flüssigkeit; ob gemessen oder gewogen, sagt Butler nicht. Sanft kochen bis zur „conuenient thickneſſe“, der rechten Dicke; eine Probe nennt er nicht. Kürzer gekocht für den baldigen Gebrauch, länger zum Aufbewahren: Ein dünner Sirup hält sich nicht so lange. Das Sonnen des fertigen Sirups stellt Butler neben das längere Kochen; wie lange und in welchem Gefäß, sagt er nicht.

Die zweite Fassung. Hier wiegt Butler alles: etwa 450 g (ein Pfund) Blütenblätter roter Rosen, etwa 1,8 kg (vier Pfund) Wasser, nach dem Seihen etwa 900 g (zwei Pfund) Honig. Ob das Einweichwasser warm ist, steht nicht da. Statt mit Eiweiß zu klären, nimmt er den Schaum ab, wie er beim Kochen aufsteigt. Das Ende ist die Dicke eines Sirups.

Wirkung nach Butler. Die erste Fassung führt ein wenig ab, frisch mehr; die zweite mäßigt die hitzigen Zustände des Gehirns, löscht den Durst, stärkt den Magen, bringt Schlaf und hält dünne Flüsse auf. Butler belegt das mit Stellen aus der Arzneiliteratur seiner Zeit. Es ist kein Gesundheitsrat für heute.

Praxis. Ein Topf mit Deckel an der Glut, ein Tuch oder Sieb zum Abseihen, eine Schaumkelle. Ungespritzte, duftende, rotblühende Gartenrosen zur Blütezeit, für die erste Fassung reichlich, weil sie bis zu zehnmal erneuert werden. Honig schäumt beim Kochen auf: einen hohen Topf nehmen und den Schaum abheben. Wer den Sirup aufbewahren will, kocht ihn dicker; heute füllt man ihn in saubere, verschließbare Flaschen (modern), Butler nennt kein Gefäß.</note>
        <note type="gloss" target="#but-018-orig" n="pinte" resp="#fyndling">Druckform von pint, dem englischen Flüssigkeitsmaß; Ludwig 1706 übersetzt Pint mit „ein Nössel“. Ein Pint ist ein Achtel der Gallone, je nach Gallone also ungefähr ein halber Liter. Butler braucht es hier nur als Bezugsgröße für das Eiweiß.</note>
        <note type="gloss" target="#but-018-orig" n="ſunning" resp="#fyndling">Das Sonnen: Ludwig 1706 „Súnning, das ſonnen“, Cotgrave 1611 „a ſunning; a ſetting, or laying open, in the Sunne“. „the ſunning of it“ meint den Sirup, nicht die Rosen.</note>
        <note type="gloss" target="#but-018-orig" n="thin rheumes" resp="#fyndling">Dünne Flüsse. Phillips 1658 erklärt Rheum unter Catarrh als „a distillation of humours out of the head into the mouth, or throat“, Ludwig 1706 setzt es mit rhume gleich, dem Fluss.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#but-018-orig" n="purged / purgeth" resp="#fyndling" subtype="lexical">Dasselbe Wort in zwei Sinnen: „purged with Whites of Egges“ = mit Eiweiß geklärt (Cotgrave 1611: „Purgé: purged, cleanſed, cleered“), „This purgeth a little“ = führt ein wenig ab (Ludwig 1706: to purge auch „eine purgantz einnehmen“).<list type="alternatives"><item>Beide Male „reinigen“<note type="rationale">Der zweite Satz steht bei den Wirkungen und wird durch „ſpecially being new“ als Arzneiwirkung bestimmt; so spricht auch der Veilchensirup vom Gebrauch „before, and after purging“.</note></item></list></note>
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