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      <titleStmt>
        <title>Rezeptbuch der Sarah Longe (Rezeptbuch der Sarah Longe, Folger Shakespeare Library MS V.a.425)</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>Fyndling.de</publisher>
        <availability status="restricted">
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC BY-SA 4.0 (Übersetzung, Anmerkungen, Zutatenerschließung; die historische Vorlage ist gemeinfrei)</licence>
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        <idno type="url">https://fyndling.de/rezepte/quellen/folger_longe/</idno>
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      <sourceDesc>
        <bibl>
          <title>Rezeptbuch der Sarah Longe, Folger Shakespeare Library MS V.a.425</title>
          <date notBefore="1600" notAfter="1699">17. Jh., Nachträge bis 18. Jh.</date>
          <idno type="URI">https://folgerpedia.folger.edu/images/8/89/V.a.425.docx</idno>
          <note>Text: Folger Shakespeare Library, MS V.a.425 (Transkription EMROC)</note>
        </bibl>
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        <interpretation>
          <p>Lesart-Entscheidungen stehen als note[@type='interpretive_choice'] im back-Teil, @n nennt die Stelle im Originaltext, @subtype die Art (lexical, philological, contextual, orthographic), list[@type='alternatives'] die erwogenen Lesarten. @cert='unknown' markiert eine ungeklärte Lesart: Die Stelle ist offen, der Text der Note gibt nur den Stand der Diskussion wieder.</p>
        </interpretation>
      </editorialDecl>
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        <prefixDef ident="wikidata" matchPattern="(Q[0-9]+)" replacementPattern="http://www.wikidata.org/entity/$1">
          <p>Wikidata-Entitaeten, z.B. wikidata:Q42527 = http://www.wikidata.org/entity/Q42527</p>
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        <application ident="corema-ingredient-index" version="1" xml:id="corema-ingredient-index">
          <label>CoReMA-Zutatenindex</label>
          <p>Zutaten mit source="#corema-ingredient-index" tragen @en und @commodity unveraendert aus dem Zutatenindex von CoReMA (Corpus of Recipes of the Middle Ages, Universität Graz, CC BY 4.0), zugeordnet über die exakte historische Schreibung. Der Index erfasst nur deutschsprachiges Vokabular und deckt genau die Handschriften ab, die CoReMA selbst führt. Wo wir ihn darüber hinaus angewandt haben, steht nicht dieses Ziel, sondern #fyndling-corema-index. <ptr target="https://gams.uni-graz.at/context:corema"/></p>
        </application>
        <application ident="fyndling-ingredient-name" version="1" xml:id="fyndling-ingredient-name">
          <label>Namensbasierte Zuordnung Fyndling</label>
          <p>Zutaten mit source="#fyndling-ingredient-name" haben ihre Normdaten nicht über die historische Schreibung, sondern über den von uns vergebenen modernen Zutatennamen erhalten: wo dieselbe Zutat anderswo im Korpus bereits mit einem Wikidata-Konzept verknüpft war, wurde diese Verknüpfung übernommen. Voraussetzung waren mindestens zwei unabhängige Belege im Korpus und ein deutschsprachiger Ausgangsbeleg. Die Zuordnung ist damit unsere Arbeit und nicht CoReMA zuzurechnen.</p>
        </application>
        <application ident="fyndling-ingredient-registry" version="1" xml:id="fyndling-ingredient-registry">
          <label>Zuordnung aus der Fyndling-Zutatenregistry</label>
          <p>Zutaten mit source="#fyndling-ingredient-registry" haben ihre Normdaten aus unserer handgepflegten Zutatenregistry erhalten: einer redaktionell gefuehrten Tabelle, die je Wikidata-Konzept die modernen Namensvarianten festhaelt, unter denen wir es im Korpus fuehren. Sie greift genau dort, wo der Korpus selbst keine Mehrheit hergibt - etwa weil derselbe Name je nach Rezept verschieden aufgeloest wurde. Die Entscheidung ist unsere und nicht CoReMA zuzurechnen. Wo eine kontextabhaengige Regel zustaendig ist (Tierart, Fastengebot), gilt nicht diese Tabelle, sondern #fyndling-ingredient-context.</p>
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        <application ident="fyndling-corema-index" version="1" xml:id="fyndling-corema-index">
          <label>CoReMA-Zutatenindex, angewandt von Fyndling</label>
          <p>Zutaten mit source="#fyndling-corema-index" tragen Werte aus dem Zutatenindex von CoReMA, angewandt aber von uns auf eine Handschrift, die CoReMA nicht führt. Die Verantwortung für diese Zuordnungen liegt deshalb bei uns, nicht beim Projekt. Besondere Vorsicht gilt bei nicht deutschsprachigen Vorlagen: der Index ist eine deutsche Wortliste, und gleich geschriebene Wörter anderer Sprachen kollidieren mit ihr (mittelenglisch „oile" ist Öl, nicht Aal; französisch „pain" ist Brot, nicht Bein). Diese Stellen sind in Durchsicht. <ptr target="https://gams.uni-graz.at/context:corema"/></p>
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        <application ident="fyndling-ingredient-context" version="1" xml:id="fyndling-ingredient-context">
          <label>Kontextregeln Fyndling</label>
          <p>Zutaten mit source="#fyndling-ingredient-context" weichen bewusst vom Index ab, weil dessen Zuordnung im Rezeptzusammenhang nicht trägt. Beispiel: CoReMA legt alle Schreibungen von „smaltz" auf Schweineschmalz fest; in Fastenrezepten ist das kirchenrechtlich ausgeschlossen, dort stehen mehrere Kandidaten mit @cert="low" statt einer Festlegung. Diese Entscheidungen sind unsere Arbeit und nicht CoReMA zuzurechnen.</p>
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      <langUsage>
        <language ident="und">Frühneuenglisch, englische Haushaltshandschrift des 17. Jahrhunderts mit Nachträgen bis ins 18. Jahrhundert; Mrs Sarah Longe und spätere Hände</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
      </langUsage>
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  <text>
    <body>
      <div type="recipe" xml:id="lon-001">
        <head>Schneeschaum aus Sahne und Sack</head>
        <div type="original" xml:id="lon-001-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-001-trans">
          <p>To make Snow.
Take a pint of thicke sweete Creame, and halfe a pint of Sack, and halfe a pound of Sugar, and the white of two Eggs well beaten, and a pretty deale of limon, and mingle all this together, and put it into a pretty big earthen Pan, or Bason, and take a pretty big birchen rod, and beate it till the froth doth rise, and then take it of with a stirre, and put it into the thing you would have it goe in, (it should bee a glasse Sillibubbe pot, if you have it, if not, a white creame dish will serve: you should lett it stand a pretty while before you eate it, because it should settle with a little kinde of drinke at the bottome, like a Sillibubbe.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-001-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-001-orig">
          <p>Schnee machen: Nimm etwa 0,5 l (ein Pint) dicke, süße Sahne, etwa 250 ml (ein halbes Pint) Sack, etwa 225 g (ein halbes Pfund) Zucker, das Weiße von zwei Eiern, gut geschlagen, und ziemlich viel Zitrone. Vermische das alles und gib es in eine ziemlich große irdene Schüssel oder ein Becken.</p>
          <p>Nimm eine ziemlich große Birkenrute und schlage damit, bis der Schaum aufsteigt. Dann nimm ihn mit einem Rührlöffel ab und gib ihn in das Gefäß, in dem du ihn haben willst.</p>
          <p>Es sollte ein gläserner Sillibub-Topf sein, wenn du einen hast; wenn nicht, tut es auch eine weiße Sahneschale. Lass ihn eine ganze Weile stehen, bevor du ihn isst, denn er soll sich setzen, mit ein wenig Trank am Boden, wie ein Sillibub.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a pint of thicke sweete Creame">Sahne, dick und süß</ingredient> - 500 ml</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pint of Sack">Sack</ingredient> - 250 ml</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="halfe a pound of Sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient orig="the white of two Eggs well beaten">Eiweiß, gut geschlagen</ingredient> - 2 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="lemon" orig="a pretty deale of limon" commodity="wikidata:Q1093742" source="#fyndling-ingredient-name">Zitrone</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-002">
        <head>Stachelbeer-Fool mit Muskatblütensahne</head>
        <div type="original" xml:id="lon-002-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-002-trans">
          <p>To make a Goosebery Foole.
Take two handfulls of greene Goosebery's, and pricke them, then scald them very soft, and poure the water from them very cleane, and breake them very small, and season them with rose-water, and sugar, and then take a quart of Creame, or better, and put in a little mace, and sett it on the fire, (letting it boyle) and then take it of, and take out the Mace, and poure it into the Gooseberies, and stirre it about, and lett it stand till it bee cold, and then eate it.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-002-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-002-orig">
          <p>Nimm zwei Handvoll grüne Stachelbeeren und stich sie an. Brühe sie dann, bis sie sehr weich sind, und gieße das Wasser ganz sauber von ihnen ab. Zerdrücke sie sehr fein und würze sie mit Rosenwasser und Zucker.</p>
          <p>Nimm dann etwa 1 l (ein Quart) Sahne oder etwas mehr und gib ein wenig Muskatblüte hinein. Setze sie aufs Feuer und lass sie aufkochen. Nimm sie dann vom Feuer und nimm die Muskatblüte heraus.</p>
          <p>Gieße die Sahne zu den Stachelbeeren und rühre um. Lass es stehen, bis es kalt ist, und iss es dann.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="two handfulls of greene Goosebery's">Stachelbeeren, grün (unreif)</ingredient> - 2 Handvoll</item>
            <item>
              <ingredient en="rose water" orig="rose-water" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="unrefined cane sugar" orig="sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="cream" orig="a quart of Creame, or better" commodity="wikidata:Q13228" source="#fyndling-ingredient-name">Sahne</ingredient> - 1 l</item>
            <item>
              <ingredient orig="a little mace">Muskatblüte (Macis), ganz</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-003">
        <head>Rosenkonserve im Mörser</head>
        <div type="original" xml:id="lon-003-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-003-trans">
          <p>To make Conserve of Roses.
Take rose-buds, clip of the white at the bottome, then weigh them, and take to a pound of roses 3 pound of lofe sugar, beate the sugar very fine, beate the roses in a stone morter, straw in the sugar in the beating of them, beate them one hour or longer, till they are very finely beaten, then put it up in your Gally pot.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-003-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-003-orig">
          <p>Nimm Rosenknospen und schneide das Weiße am unteren Ende ab. Wiege sie dann und nimm auf etwa 450 g (ein Pfund) Rosen etwa 1,35 kg (drei Pfund) Hutzucker. Stoße den Zucker sehr fein.</p>
          <p>Stoße die Rosen in einem steinernen Mörser und streue beim Stoßen den Zucker ein. Stoße sie eine Stunde oder länger, bis sie sehr fein gestoßen sind. Dann fülle sie in deinen Salbentopf.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a pound of roses">Rosenknospen, ohne den weißen Ansatz</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="3 pound of lofe sugar">Hutzucker</ingredient> - 1.35 kg</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-004">
        <head>White-pot mit Korinthen und Muskat</head>
        <div type="original" xml:id="lon-004-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-004-trans">
          <p>To make a White-pot.
Take a quart of Creame, a lofe of bread, and slice it thin (the crust being taken from it) one Nutmegge, and stirre it, a pound of Currence, and sett it on the fire a quarter of an hour, and boyle it thicke, (keeping it stirr'd) and take 7 Eggs, and beate them, and take 3 whites from them, and take a quarter of a pound of sugar, put the Eggs, and suger into the rest, and boyle it, then put it in a dish, and bake it in an Oven for the space of an hour; you may put the marrow of 2 bones into it when you put it into the Oven, and for want of that, you may put in a little slice of butter.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-004-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-004-orig">
          <p>Nimm etwa 1 l (ein Quart) Sahne und einen Laib Brot und schneide das Brot dünn auf, nachdem die Rinde abgenommen ist. Gib eine Muskatnuss dazu und rühre es um, dazu etwa 450 g (ein Pfund) Korinthen. Stelle es eine Viertelstunde aufs Feuer und koche es dick ein, dabei ständig rühren.</p>
          <p>Nimm 7 Eier, schlage sie und nimm 3 Eiweiß davon weg. Nimm etwa 110 g (ein Viertelpfund) Zucker, gib die Eier und den Zucker zum Übrigen und lass es aufkochen. Dann gib es in eine Schüssel und backe es eine Stunde lang im Ofen.</p>
          <p>Du kannst das Mark von 2 Knochen hineingeben, wenn du es in den Ofen schiebst; fehlt das Mark, kannst du eine kleine Scheibe Butter hineingeben.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="cream" orig="a quart of Creame" commodity="wikidata:Q13228" source="#fyndling-ingredient-name">Sahne</ingredient> - 1 l</item>
            <item><ingredient orig="a lofe of bread">Brot (ein Laib), ohne Rinde, dünn geschnitten</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item><ingredient en="nutmeg" orig="one Nutmegge" commodity="wikidata:Q83165" source="#fyndling-ingredient-registry">Muskatnuss</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item><ingredient orig="a pound of Currence">Korinthen</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="chicken egg" orig="7 Eggs" commodity="wikidata:Q15260613" source="#fyndling-ingredient-registry">Eier (davon 3 Eiweiß weggelassen)</ingredient> - 7 Stück</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a quarter of a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="the marrow of 2 bones">Markknochen (das Mark daraus, freigestellt)</ingredient> - 2 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="butter" orig="a little slice of butter" commodity="wikidata:Q34172" source="#fyndling-ingredient-name">Butter (statt des Marks)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-005">
        <head>Stachelbeeren in Sirup einmachen, in zwei Kochgängen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-005-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-005-trans">
          <p>To preserve Gooseberies.
Stone your Goose-beries, and lay them in faire water an hour, and shift the water once or twice, and prick them round with a great pin, then take a pound and an halfe of sugar, and a wine-pint of water; melt your sugar, and boyle your sirrope, and skim it well, then put in your Gooseberies, and lett them stand, and boyle an hour or two, then take them of, and sett them by, 2. or 3. days in a glasse, (but doe not cover them till they be cold) Then boyle them upon a quick fire, till the sirrope gelly, but not to high, for feare they turne red.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-005-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-005-orig">
          <p>Entkerne deine Stachelbeeren und lege sie eine Stunde in klares Wasser. Wechsle das Wasser ein- oder zweimal und stich die Beeren rundum mit einer großen Nadel an.</p>
          <p>Dann nimm etwa 675 g (anderthalb Pfund) Zucker und etwa 0,5 l (ein Pint nach Weinmaß) Wasser. Lass den Zucker darin schmelzen, koche den Sirup und schäume ihn gut ab. Dann gib die Stachelbeeren hinein, lass sie stehen und eine oder zwei Stunden kochen.</p>
          <p>Dann nimm sie vom Feuer und stell sie zwei oder drei Tage in einem Glas beiseite, decke sie aber nicht zu, bis sie kalt sind.</p>
          <p>Dann koche sie auf lebhaftem Feuer, bis der Sirup geliert, aber nicht zu stark, damit sie nicht rot werden.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="Gooseberies">Stachelbeeren</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="faire water">klares Wasser zum Einlegen</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a pound and an halfe of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 675 g</item>
            <item><ingredient orig="a wine-pint of water">Wasser für den Sirup</ingredient> - 500 ml</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-006">
        <head>Kirschen in Zuckersirup einmachen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-006-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-006-trans">
          <p>To preserve Cherries.
Cut of the stalks, and then weigh them, stons and all; To a pound of Cherries put 3 quarters of a pound of sugar; put your sugar into a pan, and poure 5 sponefulls of water into it, then sett it on the fire, and boyle it, and skim it, and then put in your Cherries; boyle them on a quicke fire (taking them of now and then, stirring them about the pan) and when the sirrope will gelly they are enough; you must stone the Cherries after they bee weighed; when your Cherries bee boyld, poure them out into a silver dish, and lett them stand till they bee cold, then poure them into a glass; you may put to a pound of ordinarie Cherries about 3 quarters of a pound of sugar</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-006-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-006-orig">
          <p>Schneide die Stiele ab und wiege die Kirschen dann, mitsamt den Steinen. Auf etwa 450 g (ein Pfund) Kirschen nimm etwa 340 g (drei Viertelpfund) Zucker. Gib deinen Zucker in eine Pfanne und gieße 5 Löffel voll Wasser darauf. Setze die Pfanne dann aufs Feuer, lass den Zucker aufkochen, schäume ihn ab und gib dann deine Kirschen hinein.</p>
          <p>Koche sie auf lebhaftem Feuer; nimm sie dabei ab und zu vom Feuer und rühre sie in der Pfanne um. Wenn der Sirup geliert, sind sie gar. Die Kirschen musst du entsteinen, nachdem sie gewogen sind.</p>
          <p>Wenn deine Kirschen gekocht sind, gieße sie in eine Silberschüssel und lass sie stehen, bis sie kalt sind. Dann fülle sie in ein Glas.</p>
          <p>Auf etwa 450 g (ein Pfund) gewöhnliche Kirschen kannst du etwa 340 g (drei Viertelpfund) Zucker nehmen.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="cherry" orig="a pound of Cherries" commodity="wikidata:Q196" source="#fyndling-ingredient-name">Kirschen</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="3 quarters of a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 340 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="5 sponefulls of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient> - 5</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-007">
        <head>Rote Quittenmarmelade</head>
        <div type="original" xml:id="lon-007-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-007-trans">
          <p>To make red marmelett
Take Quinces and pare them, quarter them, and core them, then take a pound of them, and a pound of sugar, and halfe a pint of water, and put all in a skillet, and when it is hot, take a good many of the cores of the Quinces and tye them up in a peece of lawne, and put them in, then cover them, and lett them boyle softly for 2 hours, then take out the Cores, and wring them betweene 2 trenchers, and then breake the Quinces, and cover them, and lett them boyle a pace, and stirre them till they bee enough, and soe put it into boxes.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-007-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-007-orig">
          <p>Nimm Quitten, schäle sie, viertle sie und entferne das Kerngehäuse. Dann nimm etwa 450 g (ein Pfund) davon, etwa 450 g (ein Pfund) Zucker und etwa 0,25 l (ein halbes Pint) Wasser und gib alles in einen Kochtopf.</p>
          <p>Wenn es heiß ist, nimm eine gute Menge von den Kerngehäusen der Quitten, binde sie in ein Stück feines Leinen und lege sie hinein. Dann decke sie zu und lass sie 2 Stunden sanft kochen.</p>
          <p>Dann nimm die Kerngehäuse heraus und wringe sie zwischen zwei Holztellern aus. Danach zerdrücke die Quitten, decke sie wieder zu, lass sie zügig kochen und rühre sie, bis sie fertig sind. Und so fülle es in Schachteln.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a pound of them">Quitten, geschält, geviertelt und entkernt</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="halfe a pint of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient> - 250 ml</item>
            <item>
              <ingredient orig="a good many of the cores of the Quinces">Kerngehäuse der Quitten</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a peece of lawne">feines Leinen zum Einbinden</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-008">
        <head>Weiße Quittenmarmelade, in der Trockenstube kandiert</head>
        <div type="original" xml:id="lon-008-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-008-trans">
          <p>To make white marmelet.
Take Quinces and par-boyle them very tender, then pare them, and scrape the pap from the Core, then take a pound of the pap and dry it in a dish a little while, and take a pound of sugar finely beaten, and wet your sugar with 2 or 3. sponefulls of water boyle your sugar againe, and then put in your pap that is a drying and stirre it well together, and sett it on the fire till it bee made to boyle, then take it of, and put it into glasses, and sett it in a stove till it bee canded.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-008-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-008-orig">
          <p>Nimm Quitten und koche sie vor, bis sie sehr weich sind. Dann schäle sie und kratze das Mus vom Kerngehäuse.</p>
          <p>Nimm etwa 450 g (ein Pfund) von dem Mus und trockne es eine kleine Weile in einer Schüssel. Nimm etwa 450 g (ein Pfund) fein zerstoßenen Zucker, befeuchte deinen Zucker mit 2 oder 3 Löffeln Wasser und koche deinen Zucker wieder auf.</p>
          <p>Gib dann dein Mus hinein, das gerade trocknet, und rühre es gut zusammen. Setze es aufs Feuer, bis es zum Kochen kommt, nimm es dann herunter, fülle es in Gläser und stelle es in eine Trockenstube, bis es kandiert ist.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a pound of the pap">Quittenmus (von weich vorgekochten, geschälten Quitten ohne Kerngehäuse)</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="a pound of sugar finely beaten">Zucker, fein zerstoßen</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="2 or 3. sponefulls of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient> - 2-3 EL</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-009">
        <head>Reispudding mit Nierenfett und Mandeln</head>
        <div type="original" xml:id="lon-009-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-009-trans">
          <p>To make rice-puddings.
Take a pound of Rice, boyle it in a pottle of milke till it bee thicke as you may cutt it with a knife, when it is cold, and take halfe a pound of Almonds, and grind them very small in a stone morter adding now and then in the grinding a sponefull of milke that hath bin boyled and cold againe put in 3 pound of Beefe Seuett, 2 pennyloves grated, one ounce of Mace, 3 Nutmegg's, the yelkes of 15 Eggs, one pound of sugar, a little rose-water, and fine salt, Temper all these with Creame, being boyl'd and cold againe, and lett it not bee tempered too thin.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-009-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-009-orig">
          <p>Nimm etwa 450 g (ein Pfund) Reis und koche ihn in etwa 2 l (einem Pottle) Milch, bis er so dick ist, dass man ihn mit einem Messer schneiden kann. Wenn er kalt ist, nimm etwa 225 g (ein halbes Pfund) Mandeln und zerreibe sie in einem steinernen Mörser sehr fein. Gib beim Zerreiben ab und zu einen Löffel Milch dazu, die gekocht und wieder kalt geworden ist.</p>
          <p>Gib etwa 1,35 kg (3 Pfund) Rindernierenfett hinein, 2 geriebene Pennybrote, etwa 30 g (eine Unze) Muskatblüte, 3 Muskatnüsse, die Eigelbe von 15 Eiern, etwa 450 g (ein Pfund) Zucker, ein wenig Rosenwasser und feines Salz.</p>
          <p>Rühre das alles mit Sahne an, die gekocht und wieder kalt geworden ist, und rühre es nicht zu dünn an.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="rice" orig="a pound of Rice" commodity="wikidata:Q5090" source="#fyndling-ingredient-name">Reis</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="milk" orig="a pottle of milke" commodity="wikidata:Q8495" source="#fyndling-ingredient-registry">Milch</ingredient> - 2 l</item>
            <item><ingredient en="almond" orig="halfe a pound of Almonds" commodity="wikidata:Q184357" source="#fyndling-ingredient-registry">Mandeln</ingredient> - 225 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="a sponefull of milke that hath bin boyled and cold againe">Milch, gekocht und wieder erkaltet (löffelweise beim Zerreiben)</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="3 pound of Beefe Seuett">Rindernierenfett</ingredient> - 1350 g</item>
            <item><ingredient orig="2 pennyloves grated">Pennybrote (kleine Weißbrote), gerieben</ingredient> - 2 Stück</item>
            <item><ingredient en="mace" orig="one ounce of Mace" commodity="wikidata:Q1882876" source="#fyndling-ingredient-name">Muskatblüte (Macis)</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient en="nutmeg" orig="3 Nutmegg's" commodity="wikidata:Q83165" source="#fyndling-ingredient-name">Muskatnüsse</ingredient> - 3 Stück</item>
            <item><ingredient en="yolk" orig="the yelkes of 15 Eggs" commodity="wikidata:Q16336079" source="#fyndling-ingredient-registry">Eigelb</ingredient> - 15 Stück</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="one pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 450 g</item>
            <item>
              <ingredient en="rose water" orig="a little rose-water" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="fine salt">feines Salz</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Creame, being boyl'd and cold againe">Sahne, gekocht und wieder erkaltet</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-010">
        <head>Großer Hefekuchen mit Korinthen und Kümmelkonfekt</head>
        <div type="original" xml:id="lon-010-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-010-trans">
          <p>To make a Cake.
Take halfe a bushell of fflower, 8 pound of Currence, and 5 pound of butter, and boyle it by it selfe, and skim it, 3 pints of Creame and boyle it, 3 quarters of a pound of sugar, one Ounce of Mace, one Ounce of Nut-megg's, halfe an Ounce of Cinamen, a little Ginger, halfe a quarter of a pint of Rose-water, 10 Eggs, (halfe the whites) and halfe a pound of Carroway-comfetts, one quart of yeast, and lett it stand in the Oven an hour and an halfe.
note. make 3 holes in the flower, and put the Eggs in one hole, the melted butter in the other, and the yeast in the 3d, and have a care that you scald not the yest with the Creame when you mingle the Cake.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-010-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-010-orig">
          <p>Nimm etwa 18 l (einen halben Scheffel) Mehl, etwa 3,6 kg (8 Pfund) Korinthen und etwa 2,25 kg (5 Pfund) Butter. Koche die Butter für sich allein auf und schäume sie ab. Nimm etwa 1,5 l (3 Pint) Sahne und koche sie auf. Dazu kommen etwa 340 g (drei Viertelpfund) Zucker, etwa 30 g (eine Unze) Muskatblüte, etwa 30 g (eine Unze) Muskatnüsse, etwa 15 g (eine halbe Unze) Zimt, ein wenig Ingwer, etwa 60 ml (ein halbes Viertelpint) Rosenwasser, 10 Eier, davon nur die Hälfte der Eiweiße, etwa 225 g (ein halbes Pfund) Kümmelkonfekt und etwa 1 l (ein Quart) Hefe. Lass den Kuchen anderthalb Stunden im Ofen stehen.</p>
          <p>Anmerkung: Mache drei Mulden in das Mehl und gib die Eier in die eine Mulde, die zerlassene Butter in die andere und die Hefe in die dritte. Achte darauf, dass du die Hefe nicht mit der Sahne verbrühst, wenn du den Kuchen vermengst.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="flour" orig="halfe a bushell of fflower" commodity="wikidata:Q36465" source="#fyndling-ingredient-registry">Mehl</ingredient> - 18 l</item>
            <item><ingredient orig="8 pound of Currence">Korinthen</ingredient> - 3.6 kg</item>
            <item><ingredient en="butter" orig="5 pound of butter, and boyle it by it selfe, and skim it" commodity="wikidata:Q34172" source="#fyndling-ingredient-name">Butter</ingredient> - 2.25 kg</item>
            <item><ingredient en="cream" orig="3 pints of Creame and boyle it" commodity="wikidata:Q13228" source="#fyndling-ingredient-name">Sahne</ingredient> - 1.5 l</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="3 quarters of a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 340 g</item>
            <item><ingredient en="mace" orig="one Ounce of Mace" commodity="wikidata:Q1882876" source="#fyndling-ingredient-name">Muskatblüte (Macis)</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient en="nutmeg" orig="one Ounce of Nut-megg's" commodity="wikidata:Q83165" source="#fyndling-ingredient-name">Muskatnüsse</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient en="cinnamon" orig="halfe an Ounce of Cinamen" commodity="wikidata:Q28165" source="#fyndling-ingredient-name">Zimt</ingredient> - 15 g</item>
            <item>
              <ingredient en="ginger" orig="a little Ginger" commodity="wikidata:Q15046077" source="#fyndling-ingredient-registry">Ingwer</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="rose water" orig="halfe a quarter of a pint of Rose-water" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser</ingredient> - 60 ml</item>
            <item><ingredient en="chicken egg" orig="10 Eggs, (halfe the whites)" commodity="wikidata:Q15260613" source="#fyndling-ingredient-registry">Eier</ingredient> - 10 Stück</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pound of Carroway-comfetts">Kümmelkonfekt (mit Zucker überzogene Kümmelsamen)</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient orig="one quart of yeast">Bierhefe, flüssig</ingredient> - 1 l</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-011">
        <head>Schneesahne mit Muskatblüte und Lab</head>
        <div type="original" xml:id="lon-011-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-011-trans">
          <p>To make Snow-Creame.
Take a quart of Creame, and put in a little large mace, and then sett it on the fire, and lett it boyle, and then take it of, and poure it into a bason, and take the mace and lett it stand till it bee almost cold, and then poure it into a platter, and put in a sponefull of good Runnett, and then stirr it together, soe lett it stand till it be cold.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-011-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-011-orig">
          <p>Schneesahne machen: Nimm etwa 1 l (ein Quart) Sahne und gib ein wenig ganze Muskatblüte hinein. Setze sie dann aufs Feuer und lass sie aufkochen. Nimm sie dann vom Feuer und gieße sie in eine Schüssel.</p>
          <p>Nimm die Muskatblüte heraus und lass die Sahne stehen, bis sie fast kalt ist. Gieße sie dann auf eine Platte und gib einen Löffel voll gutes Lab hinein.</p>
          <p>Rühre es dann zusammen und lass es so stehen, bis es kalt ist.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="cream" orig="a quart of Creame" commodity="wikidata:Q13228" source="#fyndling-ingredient-name">Sahne</ingredient> - 1 l</item>
            <item>
              <ingredient orig="a little large mace">Muskatblüte (Macis), ganz</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="a sponefull of good Runnett">Lab (ein Löffel voll)</ingredient> - 1</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-012">
        <head>Posset ohne Milch mit Ale und Sack</head>
        <div type="original" xml:id="lon-012-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-012-trans">
          <p>To make a Posset without milke.
Take 12 or 14. Eggs, beate them very well with halfe a pound of sugar, saving from it soe much sugar as to straw on it when it is made, and with halfe a white-lofe grated stirre it well together, then take a pint of aile, and halfe a pint of Sack, a few cloves and mace, and halfe a nut-megge, breake it in 2.or 3. peeces, and put in the spice into the Sack and aile together in a Skillet on the fire, and as soone as it seetheth, put in the Eggs (the Skillet being still on the fire) and keeping it very well stirr'd till you perceive that it is as thicke as you will have it, the presently power it out into your bason, and if you thinke it too cleare, sett the bason on the Calles a little while, but stirre it about, then straw on the rest of the sugar with beaten Cinamon.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-012-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-012-orig">
          <p>Nimm 12 oder 14 Eier und schlage sie sehr gut mit etwa 225 g (einem halben Pfund) Zucker; behalte davon so viel Zucker zurück, wie du zum Bestreuen brauchst, wenn es fertig ist. Verrühre sie mit einem halben geriebenen Weißbrot gut miteinander.</p>
          <p>Nimm dann etwa 0,5 l (ein Pint) Ale und etwa 0,25 l (ein halbes Pint) Sack, einige Nelken und Muskatblüte und eine halbe Muskatnuss; brich sie in zwei oder drei Stücke. Gib die Gewürze zum Sack und zum Ale und setze alles zusammen in einem Kochtopf aufs Feuer.</p>
          <p>Sobald es siedet, gib die Eier hinein, während der Topf weiter auf dem Feuer steht, und halte es sehr gut gerührt, bis du merkst, dass es so dick ist, wie du es haben willst. Dann gieß es gleich in deine Schüssel.</p>
          <p>Wenn du meinst, es sei zu klar, stelle die Schüssel ein Weilchen auf die Kohlen, rühre es aber dabei um. Dann streue den restlichen Zucker mit gestoßenem Zimt darüber.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient en="chicken egg" orig="12 or 14. Eggs" commodity="wikidata:Q15260613" source="#fyndling-ingredient-registry">Eier</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="halfe a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient en="white bread" orig="halfe a white-lofe grated" commodity="wikidata:Q1501889" source="#fyndling-ingredient-name">Weißbrot (Laib), gerieben</ingredient> - 0.5 Stück</item>
            <item><ingredient orig="a pint of aile">Ale</ingredient> - 500 ml</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pint of Sack">Sack</ingredient> - 250 ml</item>
            <item>
              <ingredient en="clove" orig="a few cloves" commodity="wikidata:Q15622897" source="#fyndling-ingredient-name">Gewürznelken</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="mace" orig="mace" commodity="wikidata:Q1882876" source="#fyndling-ingredient-name">Muskatblüte (Macis)</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="halfe a nut-megge">Muskatnuss, in 2 oder 3 Stücke gebrochen</ingredient> - 0.5 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="cinnamon" orig="beaten Cinamon" commodity="wikidata:Q28165" source="#fyndling-ingredient-name">Zimt, gestoßen</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-013">
        <head>Getrocknete Kirschen, in Sirup vorgekocht</head>
        <div type="original" xml:id="lon-013-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-013-trans">
          <p>How to dry Cherries.
Take your Cherries and stone them, and to 5lb of Cherries take one pound of sugar, and halfe a pint of water, you may take pouder sugar, but if it bee cource you must clarify it, then put in your Cherries, and boyle them a quarter of an hour apace, then take them of the fire, and lett them stand till they bee cold, then take them out, and lay them upon plates with their holes downe wards, and flatt them with your finger, then sett them into a warme Oven, or in the Sun, and dry them, but an Oven is the best; when they are a little dry you must shift them on cleane plates, and when they are enough, you must tye them up close in paper, and soe they will keepe all the yeare.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-013-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-013-orig">
          <p>Nimm deine Kirschen und entsteine sie. Auf etwa 2,25 kg (fünf Pfund) Kirschen nimm etwa 450 g (ein Pfund) Zucker und etwa 250 ml (ein halbes Pint) Wasser. Du kannst gepulverten Zucker nehmen; ist er aber grob, musst du ihn klären.</p>
          <p>Dann gib deine Kirschen hinein und koche sie eine Viertelstunde zügig. Nimm sie vom Feuer und lass sie stehen, bis sie kalt sind.</p>
          <p>Dann nimm sie heraus, lege sie mit den Löchern nach unten auf Platten und drücke sie mit dem Finger flach. Stelle sie dann in einen warmen Ofen oder in die Sonne und trockne sie; der Ofen ist aber das Beste.</p>
          <p>Wenn sie ein wenig trocken sind, musst du sie auf saubere Platten umlegen. Und wenn sie genug getrocknet sind, musst du sie fest in Papier einbinden. So halten sie sich das ganze Jahr.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="5lb of Cherries">Kirschen, entsteint</ingredient> - 2.25 kg</item>
            <item><ingredient orig="one pound of sugar">Zucker, gepulvert (grober Zucker geklärt)</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="halfe a pint of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient> - 250 ml</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-014">
        <head>Eingemachte Berberitzen (erste Fassung)</head>
        <div type="original" xml:id="lon-014-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-014-trans">
          <p>To preserve Barberies.
Take a pound and an halfe of sugar, and melt it with halfe a pint of water, and skim it very cleane, then take a pound of barberies ready stoned and put them into the liquor, and soe sett them till they bee throughly warme,
Then sett them on the fire, then boyle them apace, that the liquor may rise, skiming them very purely, and looke to them very well, for the colour will soone bee gone, and they will bee quickely boyled.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-014-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-014-orig">
          <p>Nimm etwa 675 g (anderthalb Pfund) Zucker, lass ihn mit etwa 0,25 l (einem halben Pint) Wasser zergehen und schäume ihn sehr sauber ab. Dann nimm etwa 450 g (ein Pfund) Berberitzen, die schon entsteint sind, gib sie in die Flüssigkeit und stelle sie so hin, bis sie durch und durch warm sind.</p>
          <p>Dann setze sie aufs Feuer und koche sie zügig, damit die Flüssigkeit aufsteigt. Schäume sie dabei sehr sorgfältig ab und gib gut auf sie acht, denn die Farbe ist bald dahin, und sie sind schnell gar gekocht.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a pound and an halfe of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 675 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="halfe a pint of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient> - 0.25 l</item>
            <item><ingredient orig="a pound of barberies ready stoned">Berberitzen, entsteint</ingredient> - 450 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-015">
        <head>Klare Stachelbeertäfelchen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-015-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-015-trans">
          <p>To make cleare Cakes of Gooseberies.
Take your Gooseberies, and pick them, and put them into a Gally pot, and stop it close, and then set it in a Skillet of water (but lett the water boyle before you put in your pot) and when it hath stood about a quarter of an hour, or more, you may try if any of the cleare will poure from them, through a strainer, but you must doe it very carefully, not brusing the Gooseberies at all for feare it will bee thicke, and you must keepe your iuice warme till you use it, then take dubble refine sugar, finely beaten, and wett it, and boyle it, then put in your ieuce and sett it on the fire, when it is ready to boyle (but it must not boyle) then put it into sacers, and soe dry it as you doe white marmelet; you must take a pound and an halfe ^ of sugar to a pound of ieuce, and if it bee a hot sun shine day you may set it in the sun, and when you thinke they bee dry enough, you may cut them off what fashion you please.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-015-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-015-orig">
          <p>Nimm deine Stachelbeeren, verlies sie und gib sie in einen Salbentopf. Verschließe ihn dicht und stelle ihn in einen Kochtopf mit Wasser, aber lass das Wasser kochen, bevor du deinen Topf hineinstellst. Wenn er etwa eine Viertelstunde oder länger gestanden hat, kannst du prüfen, ob sich schon etwas von dem Klaren durch einen Seiher von ihnen abgießen lässt. Das musst du aber sehr behutsam tun und die Stachelbeeren überhaupt nicht quetschen, sonst wird es trüb. Halte deinen Saft warm, bis du ihn brauchst.</p>
          <p>Dann nimm doppelt raffinierten Zucker, fein gestoßen, befeuchte ihn und koche ihn. Dann gib deinen Saft hinein und setze es aufs Feuer. Wenn es kurz vor dem Kochen ist - kochen darf es aber nicht -, gieße es in Saucenschälchen und trockne es so, wie du es bei der weißen Marmelade tust.</p>
          <p>Du musst auf etwa 450 g (ein Pfund) Saft etwa 675 g (anderthalb Pfund) Zucker nehmen. Ist es ein heißer Sonnentag, kannst du die Schälchen in die Sonne stellen. Und wenn du meinst, dass sie trocken genug sind, kannst du sie in jede Form schneiden, die dir gefällt.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="Gooseberies">Stachelbeeren</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="dubble refine sugar, finely beaten">Doppelt raffinierter Zucker, fein gestoßen</ingredient> - 675 g</item>
            <item>
              <ingredient en="water" orig="a Skillet of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-name">Wasser für das Wasserbad</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-016">
        <head>Kirschmarmelade</head>
        <div type="original" xml:id="lon-016-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-016-trans">
          <p>To make Cherries Marmelet
Take 5 pound of Cherries, you must weigh them with their stones in them, after stone them, then take one pound of sugar such as you make marmelet with, and put your Cherries and your sugar both together into the pan, or skillet which you will make it in, but beate your sugar very well: and soe lett it boyle as you doe other marmelett, and when you thinke it is boyled enough, put it into your Boxes or glasses as fast as you can.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-016-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-016-orig">
          <p>Nimm etwa 2,25 kg (5 Pfund) Kirschen. Du musst sie mit ihren Steinen wiegen und sie danach entsteinen. Dann nimm etwa 450 g (ein Pfund) Zucker von der Sorte, mit der man Marmelade kocht, und gib deine Kirschen und deinen Zucker zusammen in die Pfanne oder den Kochtopf, in dem du sie kochen willst. Aber zerstoße deinen Zucker sehr gut.</p>
          <p>Und so lass es kochen, wie du es bei anderer Marmelade tust. Wenn du meinst, dass es genug gekocht ist, fülle es so schnell du kannst in deine Schachteln oder Gläser.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="cherry" orig="5 pound of Cherries, you must weigh them with their stones in them, after stone them" commodity="wikidata:Q196" source="#fyndling-ingredient-name">Kirschen</ingredient> - 2.25 kg</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="one pound of sugar such as you make marmelet with" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 450 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-017">
        <head>Zuckerplätzchen mit Rosenwasser-Butter</head>
        <div type="original" xml:id="lon-017-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-017-trans">
          <p>To make sugar Cakes.
Take a pound of butter, and wash it in rose-water, and halfe a pound of sugar, and halfe a douzen sponefulls of thicke Creame, and the yelkes of 4 Eggs, and a little mace finely beaten, and as much fine flower as it will wett, and worke it well together, then roll them out very thin, and cut them with a glasse, and pricke them very thicke with a great pin, and lay them on plates, and soe bake them gently.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-017-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-017-orig">
          <p>Nimm etwa 450 g (ein Pfund) Butter und wasche sie in Rosenwasser. Nimm dazu etwa 225 g (ein halbes Pfund) Zucker, ein halbes Dutzend Löffel dicke Sahne, die Eigelbe von 4 Eiern, ein wenig fein gestoßene Muskatblüte und so viel feines Mehl, wie sich damit befeuchten lässt, und verarbeite alles gut miteinander.</p>
          <p>Rolle sie dann sehr dünn aus und stich sie mit einem Glas aus. Stich sie mit einer großen Nadel sehr dicht ein, lege sie auf Platten und backe sie so bei gelinder Hitze.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="butter" orig="a pound of butter" commodity="wikidata:Q34172" source="#fyndling-ingredient-name">Butter</ingredient> - 450 g</item>
            <item>
              <ingredient en="rose water" orig="rose-water" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="halfe a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient orig="halfe a douzen sponefulls of thicke Creame">dicke Sahne</ingredient> - 6 EL</item>
            <item><ingredient en="yolk" orig="the yelkes of 4 Eggs" commodity="wikidata:Q16336079" source="#fyndling-ingredient-registry">Eigelb</ingredient> - 4 Stück</item>
            <item>
              <ingredient orig="a little mace finely beaten">Muskatblüte (Macis), fein gestoßen</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="as much fine flower as it will wett">feines Mehl</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-018">
        <head>Eigelb-Biskuit mit Anis und Kümmel, nachgetrocknet</head>
        <div type="original" xml:id="lon-018-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-018-trans">
          <p>To make another Bisket.
Take halfe a pound of sugar, as much flower, 11 Eggs, leave out all the whites but two, with 2. or .3. sponefulls of rose-water, beate it 2 hours, and then put in a few anniseeds, and a few Carroway seeds, bake it an hour, then
take it forth, and shift it, then you must dry it againe in the Sun. or oven.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-018-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-018-orig">
          <p>Nimm etwa 225 g (ein halbes Pfund) Zucker, ebenso viel Mehl und 11 Eier; lass von den Eiern alle Eiweiße weg bis auf zwei. Gib 2 oder 3 Löffel Rosenwasser dazu und schlage es 2 Stunden lang. Dann gib ein paar Anissamen und ein paar Kümmelsamen hinein.</p>
          <p>Backe es eine Stunde. Dann nimm es heraus und setze es um. Danach musst du es noch einmal in der Sonne oder im Ofen trocknen.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="halfe a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient en="flour" orig="as much flower" commodity="wikidata:Q36465" source="#fyndling-ingredient-registry">Mehl</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient orig="11 Eggs, leave out all the whites but two">Eier, alle Eiweiße bis auf zwei weggelassen</ingredient> - 11 Stück</item>
            <item><ingredient en="rose water" orig="2. or .3. sponefulls of rose-water" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser</ingredient> - 2-3 EL</item>
            <item>
              <ingredient orig="a few anniseeds">Anissamen</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a few Carroway seeds">Kümmelsamen</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-019">
        <head>Metheglin mit Kräutern und Ingwer</head>
        <div type="original" xml:id="lon-019-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-019-trans">
          <p>To make Metheglen.
Take of the best Condit-water, and the best and purest hony you can gett, put them together in a tub, and beate them together till it bee strong enough to beare a new lade Egg from the bottome, then sett it over the fire, and put into it a little rose-mary, Time, mariorum, and winter savery ty'd up in a bundle, (if you please you may put in Maiden-haire, Liver-wort, or any other herbs, as you thinke fitt) then make a little fine bagg of linnen, and put into it 3. or 4. races of ginger, 2. or 3. nutmeggs, a little Cloves, and mace, and if you will a little Cinamon, sow it up, and put it into the boyling, lett it boyle one whole hour, skiming it all the while, then poure it out into Earthen pans, and soe lett it stand till next morning, then poure all the cleare of the pans into a good vessell, one that hath binn used with sacke or white-wine, and hang your bag of spice in it, soe stop it close, and lett it stand at least 2 moneths before you drinke of it, then draw it into bottles if you please it will ^be beater; you ^may make it with a lemon pill put into the vessell; if you intend to keepe it, make it the stronger of hony, and spice, if to drinke at 2 moneths End, lett the Egg only rise from the bottome without swiming.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-019-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-019-orig">
          <p>Nimm das beste Röhrenwasser und den besten und reinsten Honig, den du bekommen kannst, gib beides zusammen in einen Bottich und schlage es miteinander, bis es stark genug ist, ein frisch gelegtes Ei vom Boden zu heben. Dann setze es über das Feuer und gib ein wenig Rosmarin, Thymian, Majoran und Winter-Bohnenkraut hinein, zu einem Bund gebunden. Wenn du willst, kannst du auch Frauenhaarfarn, Leberkraut oder andere Kräuter dazugeben, wie du es für richtig hältst.</p>
          <p>Dann mach einen kleinen, feinen Beutel aus Leinen und gib 3 oder 4 Wurzelstücke Ingwer, 2 oder 3 Muskatnüsse, ein wenig Nelken und Muskatblüte hinein, und wenn du willst, ein wenig Zimt. Näh ihn zu und gib ihn in den kochenden Sud. Lass es eine ganze Stunde kochen und schäume es die ganze Zeit ab.</p>
          <p>Dann gieß es in irdene Schüsseln und lass es so bis zum nächsten Morgen stehen. Dann gieß alles Klare aus den Schüsseln in ein gutes Fass, eines, in dem schon Sack oder Weißwein war, und häng deinen Gewürzbeutel hinein. Verschließ es fest und lass es mindestens 2 Monate stehen, ehe du davon trinkst. Dann zieh ihn, wenn du willst, auf Flaschen, so wird er besser.</p>
          <p>Du kannst ihn auch mit einer Zitronenschale machen, die du ins Fass gibst.</p>
          <p>Willst du ihn aufbewahren, mach ihn stärker an Honig und Gewürz. Soll er nach 2 Monaten getrunken werden, lass das Ei nur vom Boden aufsteigen, ohne dass es schwimmt.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="the best Condit-water">Röhrenwasser (Conduit-Wasser)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="honey" orig="the best and purest hony you can gett" commodity="wikidata:Q10987" source="#fyndling-ingredient-registry">Honig</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="rosemary" orig="a little rose-mary" commodity="wikidata:Q122679" source="#fyndling-ingredient-name">Rosmarin</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Time">Thymian</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="marjoram" orig="mariorum" commodity="wikidata:Q22694" source="#fyndling-ingredient-registry">Majoran</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="winter savery">Winter-Bohnenkraut</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Maiden-haire">Frauenhaarfarn (nach Belieben)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Liver-wort">Leberkraut (nach Belieben)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="3. or 4. races of ginger">Ingwer, Wurzelstücke</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="nutmeg" orig="2. or 3. nutmeggs" commodity="wikidata:Q83165" source="#fyndling-ingredient-name">Muskatnüsse</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="clove" orig="a little Cloves" commodity="wikidata:Q15622897" source="#fyndling-ingredient-name">Gewürznelken</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="mace" orig="mace" commodity="wikidata:Q1882876" source="#fyndling-ingredient-name">Muskatblüte (Macis)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="cinnamon" orig="a little Cinamon" commodity="wikidata:Q28165" source="#fyndling-ingredient-name">Zimt (nach Belieben)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a lemon pill">Zitronenschale (Variante)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-020">
        <head>Destilliertes Wasser für wunde Augen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-020-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-020-trans">
          <p>A speciall water for sore Eyes if a man have lost his sight 5 yeares if it be possible it will restore it within 40 days.
Take small dye Rue, fennell veruen, Egrimony, Bitany Scabius, hounes stongue, Eye bright, pimpernet sage, distill all these together, with a little urin of a man-child, and 5 graines of ffrankinsence, drop of the same every night into the sore Eyes.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-020-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-020-orig">
          <p>Ein besonderes Wasser für wunde Augen: Hat jemand sein Augenlicht seit fünf Jahren verloren, so soll es ihm, wenn es überhaupt möglich ist, das Augenlicht innerhalb von 40 Tagen wiedergeben.</p>
          <p>Nimm small dye-Raute, Fenchel, Eisenkraut, Odermennig, Betonie, Skabiose, Hundszunge, Augentrost, Gauchheil und Salbei und destilliere alles zusammen mit ein wenig Urin eines Knaben und etwa 0,3 g (fünf Gran) Weihrauch. Davon tropfe jeden Abend etwas in die wunden Augen.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="small dye Rue">Raute (small dye)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="fennel" orig="fennell" commodity="wikidata:Q27658833" source="#fyndling-ingredient-name">Fenchel</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="veruen">Eisenkraut</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Egrimony">Odermennig</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Bitany">Betonie</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Scabius">Skabiose</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="hounes stongue">Hundszunge</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Eye bright">Augentrost</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="pimpernet">Gauchheil</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="common sage" orig="sage" commodity="wikidata:Q1111359" source="#fyndling-ingredient-registry">Salbei</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a little urin of a man-child">Urin eines Knaben</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="5 graines of ffrankinsence">Weihrauch</ingredient> - 0.3 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-021">
        <head>Salbe für wunde Brustwarzen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-021-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-021-trans">
          <p>For sore nipples.
Take house-leeke, marigold leaves, plantine Ribwort, Sedwell parsly, Beesewax, of each a like quantity, boyle them in fresh butter unwashed, while it is enough, then stirre it, and keepe it for your use.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-021-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-021-orig">
          <p>Nimm Hauswurz, Ringelblumenblätter, Spitzwegerich, Sedwell, Petersilie und Bienenwachs, von jedem gleich viel. Koche sie in frischer, ungewaschener Butter, bis es genug ist. Rühre es dann um und bewahre es für deinen Gebrauch auf.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="house-leeke">Hauswurz</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="marigold leaves">Ringelblumenblätter</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="Plantago lanceolata" orig="plantine Ribwort" commodity="wikidata:Q157408" source="#fyndling-ingredient-registry">Spitzwegerich</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Sedwell">Baldrian (Sedwell)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="parsley" orig="parsly" commodity="wikidata:Q25284" source="#fyndling-ingredient-registry">Petersilie</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Beesewax">Bienenwachs</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="fresh butter unwashed">frische, ungewaschene Butter</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-022">
        <head>Eingemachte Berberitzen (zweite Fassung)</head>
        <div type="original" xml:id="lon-022-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-022-trans">
          <p>To preserve Barberies
Take a pound and halfe of sugar, and melt it with halfe a pint of water, and skim it very cleane, then take a pound of
Barberies ready stoned, and put them into the liquor, and then lett ^'um lye till they be through warme, then sett them on the fire, and lett them boyle a little while gently, taking them of againe a while, then againe boyle them a pace that the liquor may rise, scuming them very cleane, and looke to them very well, for they will be quickly be boyled, and the Colour will soone be gone.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-022-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-022-orig">
          <p>Nimm etwa 675 g (anderthalb Pfund) Zucker, lass ihn mit etwa 0,25 l (einem halben Pint) Wasser zergehen und schäume ihn sehr sauber ab.</p>
          <p>Dann nimm etwa 450 g (ein Pfund) Berberitzen, die schon entsteint sind, gib sie in die Flüssigkeit und lass sie darin liegen, bis sie durch und durch warm sind.</p>
          <p>Dann setze sie aufs Feuer und lass sie eine kleine Weile sanft kochen; nimm sie wieder eine Weile herunter. Dann koche sie noch einmal zügig, damit die Flüssigkeit aufsteigt, und schäume sie dabei sehr sauber ab.</p>
          <p>Und gib sehr gut auf sie acht, denn sie sind schnell gar gekocht, und die Farbe ist bald dahin.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a pound and halfe of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 675 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="halfe a pint of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient> - 0.25 l</item>
            <item><ingredient orig="Barberies ready stoned">Berberitzen, entsteint</ingredient> - 450 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-023">
        <head>Aprikosen einmachen und trocknen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-023-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-023-trans">
          <p>To preserve Apricockes, and dry them.
ffirst gather your Apricocks before they are ripe, then a day after they be gathered stone them, and paire them very thin, and to a pound of apricocks put a pound of sugar, and lett your Apricocks lye in the sugar covered for 2 hours untill the sugar be moist as it will melt without water, Then put your sugar, and apricocks upon a soft fire, that they boyle not in halfe an hour, then let them boyle very softly for halfe an hour, or more, turning them often that they breake not, when you thinke they be enough put them into a deepe glasse, and the sirrope into a silver dish, and lett the Sirrope seeth a little, then poure into your apricocks the same, and soe let it stand uncovered untill the next day, then cover them, and when they haue laine a weeke in the Sirrope, take them out, and lay them on a faire glass, and put them into a stove, or some cleane place, where they may have some aire of the fire, and every day turne them uppon cleane glasses untill they be through dry.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-023-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-023-orig">
          <p>Pflücke deine Aprikosen, bevor sie reif sind. Einen Tag nach dem Pflücken entsteine sie und schäle sie sehr dünn. Auf etwa 450 g (ein Pfund) Aprikosen nimm etwa 450 g (ein Pfund) Zucker und lass deine Aprikosen zugedeckt 2 Stunden im Zucker liegen, bis der Zucker so feucht ist, dass er ohne Wasser schmilzt.</p>
          <p>Dann setze Zucker und Aprikosen auf ein sanftes Feuer, sodass sie in der ersten halben Stunde nicht kochen. Danach lass sie eine halbe Stunde oder länger ganz leise kochen und wende sie oft, damit sie nicht zerbrechen.</p>
          <p>Wenn du meinst, sie seien genug, fülle sie in ein tiefes Glas und den Sirup in eine silberne Schale. Lass den Sirup ein wenig sieden, gieße ihn dann über deine Aprikosen und lass es so unbedeckt bis zum nächsten Tag stehen. Dann decke sie zu.</p>
          <p>Wenn sie eine Woche im Sirup gelegen haben, nimm sie heraus, lege sie auf eine saubere Glasplatte und stelle sie in eine Trockenstube oder an einen anderen sauberen Ort, wo sie etwas Luft vom Feuer abbekommen. Wende sie jeden Tag auf saubere Glasplatten um, bis sie durch und durch trocken sind.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a pound of apricocks">Aprikosen, unreif, entsteint und dünn geschält</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 450 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-024">
        <head>Reife Aprikosen in Sirup einmachen, bewährtere Art</head>
        <div type="original" xml:id="lon-024-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-024-trans">
          <p>A more approved way to preserve Apricocks.
Take ripe Apricocks, and sun them and paire them, Then take a pound of lofe sugar finely beaten, and put it into a pan, and melt it with halfe a pint of water, and boyle it up that it be throughly melted to skum, then take your pound of apricockes that are paired, then put them into the liquor, and there let them stand a quarter of an hour, till they be throughly warme, then sett them on the fire for the space of halfe an hour, taking them of one 2. or 3. times in the space of halfe an hour, then take them of from the fire, boyling them gently, covering them
with a cloath and a dish, and soe lett them stand till they are cold, then sett them on the fire, boyling them gently till you thinke they are halfe boyled, then take them of, and let them stand till next day, and then boyle them up, but put them not into your glasses untill they be cold.
note If you please you may make your water that you melt your sugar with all to be halfe of pipins. To sun the Apricockes. Boyle greene pippins in water, and when your liquor is strong of the pippins then straine it out and use the liquor instead of water for preserving the Apricockes.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-024-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-024-orig">
          <p>Nimm reife Aprikosen, sonne sie und schäle sie. Dann nimm etwa 450 g (ein Pfund) fein gestoßenen Hutzucker, gib ihn in eine Pfanne und schmilz ihn mit etwa 0,25 l (einem halben Pint) Wasser. Koche ihn auf, bis er ganz geschmolzen ist, und schäume ihn ab.</p>
          <p>Dann nimm deine etwa 450 g (ein Pfund) geschälten Aprikosen, lege sie in den Sirup und lass sie eine Viertelstunde darin stehen, bis sie ganz durchgewärmt sind. Dann setze sie für eine halbe Stunde aufs Feuer und nimm sie in dieser halben Stunde ein-, zwei- oder dreimal ab.</p>
          <p>Dann nimm sie vom Feuer, während sie sanft sieden, decke sie mit einem Tuch und einer Schüssel zu und lass sie so stehen, bis sie kalt sind. Dann setze sie wieder aufs Feuer und lass sie sanft kochen, bis du meinst, sie seien halb gar. Dann nimm sie ab und lass sie bis zum nächsten Tag stehen. Dann koche sie auf, fülle sie aber erst in deine Gläser, wenn sie kalt sind.</p>
          <p>Anmerkung: Wenn du willst, kannst du das Wasser, in dem du den Zucker schmilzt, zur Hälfte aus Pippin-Äpfeln machen.</p>
          <p>Zum Sonnen der Aprikosen: Koche grüne Pippin-Äpfel in Wasser. Wenn der Sud kräftig nach den Äpfeln schmeckt, seihe ihn ab und nimm ihn statt Wasser zum Einmachen der Aprikosen.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="your pound of apricockes that are paired">Aprikosen, reif, geschält</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="a pound of lofe sugar finely beaten">Hutzucker, fein gestoßen</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="halfe a pint of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient> - 250 ml</item>
            <item>
              <ingredient orig="greene pippins">grüne Pippin-Äpfel (für den Sud, wahlweise)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-025">
        <head>Damaszenerpflaumen einmachen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-025-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-025-trans">
          <p>To preserve Damsons.
You must preserve damsons eaven as you doe Apricockes, but take a pound and quarter of sugar, to a pound of damsons, and take noe other liquor but halfe a pint of water</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-025-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-025-orig">
          <p>Damaszenerpflaumen musst du genauso einmachen wie Aprikosen. Nimm aber etwa 560 g (ein Pfund und ein Viertel) Zucker auf etwa 450 g (ein Pfund) Damaszenerpflaumen und keine andere Flüssigkeit als etwa 0,25 l (ein halbes Pint) Wasser.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="damson" orig="a pound of damsons" commodity="wikidata:Q106691054" source="#fyndling-ingredient-registry">Damaszenerpflaumen</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a pound and quarter of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 560 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="halfe a pint of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient> - 250 ml</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-026">
        <head>Grüne Aprikosen einmachen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-026-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-026-trans">
          <p>To preserve greene Apricockes.
ffirst gather your Apricockes before they have any stone in them with the stalkes one, and waigh them, and take to a pound of Apricockes a pound of sugar, then take a skillet of faire water and make it boyle, and put in your Apricockes, and make them boyle, till they have lost their Colour, then take them out of that water and put them into another Skillet of water that boyleth, and let them boyle till they be tender, and take them out of the water againe, and put them againe into the other water, and sett them on a few Embers, and lett them simper till they come to their Colour againe, and then take them up, and beate your sugar very fine, and put it in your preserving pan, and lay in your Apricockes, and take a little of the liquor and drop upon them all, and soe preserve them.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-026-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-026-orig">
          <p>Pflücke zuerst deine Aprikosen, bevor sie einen Stein in sich haben, mit den Stielen daran, und wiege sie. Auf etwa 450 g (ein Pfund) Aprikosen nimm etwa 450 g (ein Pfund) Zucker.</p>
          <p>Dann nimm einen Kochtopf mit klarem Wasser, bring es zum Kochen, gib deine Aprikosen hinein und lass sie kochen, bis sie ihre Farbe verloren haben. Dann nimm sie aus diesem Wasser und lege sie in einen zweiten Kochtopf mit kochendem Wasser. Lass sie darin kochen, bis sie weich sind, und nimm sie wieder aus dem Wasser.</p>
          <p>Lege sie wieder in das andere Wasser, stelle sie auf ein wenig Glut und lass sie leise sieden, bis sie ihre Farbe wiederbekommen. Dann nimm sie heraus.</p>
          <p>Stoße deinen Zucker sehr fein und gib ihn in deine Einmachpfanne. Leg deine Aprikosen hinein, nimm ein wenig von der Flüssigkeit und träufle sie über alle. Und so mach sie ein.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a pound of Apricockes">Aprikosen, grün und unreif, mit Stielen</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="a pound of sugar">Zucker, sehr fein gestoßen</ingredient> - 450 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="a skillet of faire water">Wasser, klar</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-027">
        <head>Rot eingemachte Quitten</head>
        <div type="original" xml:id="lon-027-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-027-trans">
          <p>To preserve Quinces Red.
Take a pound of quinces ready pared, and Cored, a pound and halfe of lofe sugar, a wine pint of water, and make your liquor, and keepe a quarter of a pound of sugar out to straw upon them
as they boyle to keepe them from breaking, and when your liquor hath boyled, and is skumed, then put in your Quinces, and boyle them gently at first, and cover them till they be red, and then boyle them up faster till they be enough.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-027-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-027-orig">
          <p>Nimm etwa 450 g (ein Pfund) Quitten, schon geschält und entkernt, etwa 675 g (anderthalb Pfund) Hutzucker und etwa 0,5 l (ein Pint nach Weinmaß) Wasser und setze daraus deinen Sirup an. Behalte etwa 110 g (ein Viertelpfund) Zucker zurück, um ihn über die Quitten zu streuen, während sie kochen, damit sie nicht zerfallen.</p>
          <p>Wenn dein Sirup gekocht hat und abgeschäumt ist, gib deine Quitten hinein. Lass sie zuerst sanft kochen und decke sie zu, bis sie rot sind. Dann lass sie schneller kochen, bis sie gar sind.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a pound of quinces ready pared, and Cored">Quitten, geschält und entkernt</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="a pound and halfe of lofe sugar">Hutzucker</ingredient> - 675 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="a wine pint of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient> - 500 ml</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-028">
        <head>Weiß eingemachte Quitten mit Moschus</head>
        <div type="original" xml:id="lon-028-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-028-trans">
          <p>To preserve Quinces white.
Take 8 pound of pouder sugar, and a pint and halfe of water, with the whites of 2 Eggs. stirre these well together in your preserving pan, then set it over the fire, and lett it boyle 4 or 5 warms (you must not stirre it while it is upon the fire) when it hath boyled you must straine it into a cleane pan, and sett the sirrope upon the fire till it be boyled. Take 3 pound of Quinces boyle them in faire water till they be tender, you must lett the water boyle before you put in the Quinces, and when they are tender boyled you must paire them, and core them, then put your Quinces into the Sirrope that you haue made and when they haue boyled a pretty while, you must take halfe a pound of lofe sugar finely beaten, and put all the halfe pound in the boyling, boyle it till you find the sirrope thicke; you must preserve them upon a quick fire, and puot a little musk in them when you haue found them enough; Then put them up into your glasses or potts: before you take up your Quinces, take up some of the Sirrope into a little dish, and when they are both cold enough, then put the sirrope to cover the Quinces.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-028-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-028-orig">
          <p>Nimm etwa 3,6 kg (8 Pfund) gestoßenen Zucker und etwa 0,75 l (anderthalb Pint) Wasser mit dem Eiweiß von 2 Eiern. Rühre das in deiner Einmachpfanne gut zusammen, setze es dann über das Feuer und lass es 4 oder 5 Aufwallungen lang kochen. Rühre es nicht, solange es auf dem Feuer steht. Wenn es gekocht hat, musst du es in eine saubere Pfanne durchseihen und den Sirup wieder auf das Feuer setzen, bis er gekocht hat.</p>
          <p>Nimm etwa 1,35 kg (3 Pfund) Quitten und koche sie in klarem Wasser, bis sie weich sind. Lass das Wasser kochen, bevor du die Quitten hineingibst. Wenn sie weich gekocht sind, musst du sie schälen und entkernen. Dann lege deine Quitten in den Sirup, den du gemacht hast.</p>
          <p>Wenn sie eine ganze Weile gekocht haben, nimm etwa 225 g (ein halbes Pfund) fein gestoßenen Hutzucker und gib das ganze halbe Pfund im Kochen hinzu. Koche es, bis du den Sirup dick findest. Du musst sie über lebhaftem Feuer einmachen, und gib ein wenig Moschus hinein, wenn du sie gar findest.</p>
          <p>Dann fülle sie in deine Gläser oder Töpfe. Bevor du die Quitten herausnimmst, schöpfe etwas von dem Sirup in eine kleine Schale. Wenn beide kalt genug sind, gieße den Sirup darüber, sodass er die Quitten bedeckt.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="8 pound of pouder sugar">Zucker, gestoßen</ingredient> - 3600 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="a pint and halfe of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient> - 750 ml</item>
            <item><ingredient en="egg white" orig="the whites of 2 Eggs" commodity="wikidata:Q796758" source="#fyndling-ingredient-name">Eiweiß</ingredient> - 2 Stück</item>
            <item><ingredient en="quince" orig="3 pound of Quinces" commodity="wikidata:Q2751465" source="#fyndling-ingredient-name">Quitten</ingredient> - 1350 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="faire water">Wasser zum Weichkochen</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="halfe a pound of lofe sugar finely beaten">Hutzucker, fein gestoßen</ingredient> - 225 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="a little musk">Moschus</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-029">
        <head>Grüne Walnüsse mit Nelke in Zucker einmachen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-029-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-029-trans">
          <p>To preserve Wallnutts.
Take your Walnutts when they be greene, and pare all the greene of them, then prick 3 pricks in every walnut, then scald them as you doe other things, when they be scalded take them forth, and - lett them lye in water 2 or 3 day's and shift the water twice a day, then take them forth, then take the 6th part of a Clove and stick it in one end of each wallnut, soe put them in sugar, and preserve them as other fruite.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-029-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-029-orig">
          <p>Nimm deine Walnüsse, wenn sie grün sind, und schäle alles Grüne von ihnen ab. Dann stich in jede Walnuss dreimal ein. Brühe sie danach ab, wie du es mit anderen Dingen tust.</p>
          <p>Wenn sie abgebrüht sind, nimm sie heraus und lass sie zwei oder drei Tage im Wasser liegen. Wechsle das Wasser zweimal am Tag. Dann nimm sie heraus.</p>
          <p>Nimm nun den sechsten Teil einer Nelke und stecke ihn in ein Ende jeder Walnuss. So gib sie in Zucker und mache sie ein wie anderes Obst.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="Walnutts when they be greene">Grüne, unreife Walnüsse</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="the 6th part of a Clove">Gewürznelke</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="unrefined cane sugar" orig="sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="water">Wasser zum Wässern</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-030">
        <head>Walnüsse in Rosenwasser und Zucker, auf arzneiliche Art</head>
        <div type="original" xml:id="lon-030-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-030-trans">
          <p>To preserve Wallnutts the Physicall way.
Take a pound of walnuts, and a pound of sugar, and halfe a pint, or a pint of Damask rose-water, scald the walnuts, and shift them twice, then put them to the rosewater and sugar, and stew them as you doe pruines, and soe keepe them all the yeare for your Vse.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-030-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-030-orig">
          <p>Nimm etwa 450 g (ein Pfund) Walnüsse, etwa 450 g (ein Pfund) Zucker und etwa 0,25 l (ein halbes Pint) oder etwa 0,5 l (ein Pint) Damaszener Rosenwasser. Brühe die Walnüsse ab und wechsle ihnen zweimal das Wasser.</p>
          <p>Dann gib sie zu dem Rosenwasser und dem Zucker und lass sie darin sacht kochen, wie du es mit Backpflaumen tust. So bewahre sie das ganze Jahr für deinen Gebrauch auf.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a pound of walnuts">Walnüsse</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pint, or a pint of Damask rose-water">Damaszener Rosenwasser</ingredient> - 250-500 ml</item>
            <item>
              <ingredient orig="(implied)">Wasser zum Abbrühen</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-031">
        <head>Sirup von Damaszener-Rosen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-031-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-031-trans">
          <p>To make sirrope of Roses.
Take Damask roses, and pick them, and put them into a bottle of water as many as you can well thrust in, and keepe it in a close pott in a warme place, and shift it every second day till it bee 9. times shifted, then straine it, and put to a quart of liquor one pound and halfe of sugar; you must shift them from the seeds.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-031-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-031-orig">
          <p>Nimm Damaszener-Rosen, zupfe sie und gib so viele davon in eine Flasche Wasser, wie du gut hineindrücken kannst. Halte es in einem dicht verschlossenen Topf an einem warmen Ort und wechsle es alle zwei Tage, bis es neunmal gewechselt ist.</p>
          <p>Dann seihe es ab und gib auf etwa 1 l (ein Quart) Flüssigkeit etwa 675 g (anderthalb Pfund) Zucker.</p>
          <p>Du musst die Rosen von den Samen trennen.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="Damask roses">Damaszener-Rosen</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a bottle of water">Wasser, eine Flasche</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="one pound and halfe of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 675 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-032">
        <head>Zucker mit Eiweiß klären, Pflaumen einmachen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-032-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-032-trans">
          <p>How to Clarifie sugar.
Take the whites of 2 Eggs, and beate them with a little birchen rod very well, then put halfe into your sugar that you melt with your water, then when it boyles up put the other halfe in, and soe lett it boyle 2 or 3. warmes, then straine it into a dish, then wash your pann very cleane, and put in your clarify'd liquor, then put in your plumbes, and soe preserve them.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-032-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-032-orig">
          <p>Nimm das Eiweiß von 2 Eiern und schlage es mit einer kleinen Birkenrute sehr gut. Gib die Hälfte davon in deinen Zucker, den du mit deinem Wasser schmilzt. Wenn es aufkocht, gib die andere Hälfte dazu.</p>
          <p>Lass es so zwei- oder dreimal aufwallen und seihe es dann in eine Schüssel.</p>
          <p>Wasche deine Pfanne sehr sauber, gib die geklärte Flüssigkeit hinein, dann gib deine Pflaumen hinein und mache sie so ein.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="egg white" orig="the whites of 2 Eggs" commodity="wikidata:Q796758" source="#fyndling-ingredient-name">Eiweiß</ingredient> - 2 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="unrefined cane sugar" orig="sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="water" orig="your water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="plum" orig="your plumbes" commodity="wikidata:Q12372598" source="#fyndling-ingredient-name">Pflaumen</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-033">
        <head>Feine Mandelbiskuits mit Moschus und Ambra</head>
        <div type="original" xml:id="lon-033-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-033-trans">
          <p>To make Biskets of Almons very dainty, and knowne of few.
Take a pound of Almons, blanch them, then beate them in a morter, then put in a little rose-water to them, that they may not turne to an Oyle in their beating; when they are beaten very small take them up, and put them into a Dish, then take halfe a pound of sugar beaten very small, and put to them the whites of 4. Eggs, with a little Quantity of musk, and Ambergrease, then beate it altogether a quarter of an hour, then put it upon papers in what fashion you will. You must be carefull in the making of it, that it be not Coloured to much.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-033-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-033-orig">
          <p>Mandelbiskuits, sehr fein und nur wenigen bekannt. Nimm etwa 450 g (ein Pfund) Mandeln, ziehe sie ab und stoße sie dann im Mörser. Gib ein wenig Rosenwasser dazu, damit sie beim Stoßen nicht zu Öl werden.</p>
          <p>Wenn sie sehr fein gestoßen sind, nimm sie heraus und gib sie in eine Schüssel. Nimm dann etwa 225 g (ein halbes Pfund) sehr fein gestoßenen Zucker und gib dazu das Weiße von 4 Eiern, mit einer kleinen Menge Moschus und Ambra.</p>
          <p>Dann schlage alles zusammen eine Viertelstunde lang und setze es auf Papiere, in welcher Form du willst.</p>
          <p>Du musst bei der Zubereitung sorgfältig sein, damit es nicht zu viel Farbe bekommt.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a pound of Almons, blanch them">Mandeln, abgezogen</ingredient> - 450 g</item>
            <item>
              <ingredient en="rose water" orig="a little rose-water" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="halfe a pound of sugar beaten very small">Zucker, sehr fein gestoßen</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient en="egg white" orig="the whites of 4. Eggs" commodity="wikidata:Q796758" source="#fyndling-ingredient-name">Eiweiß</ingredient> - 4 Stück</item>
            <item>
              <ingredient orig="a little Quantity of musk">Moschus</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Ambergrease">Ambra</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-034">
        <head>Weiteres Biskuit mit Anis und Koriander</head>
        <div type="original" xml:id="lon-034-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-034-trans">
          <p>Another Bisket.
Take 3 quarters of a pound of sugar, beate it fine, as much flower, take a little handfull of Anniseeds, and as much Coriander seeds, beate them and search them fine, take 7. Eggs and leave out 2 of the whites, put in 2 sponefulls of rose-water, mingle them together, and beate it an hour and halfe; when you put it into the oven, cast fine sugar over the top of it.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-034-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-034-orig">
          <p>Nimm etwa 340 g (drei Viertel Pfund) Zucker und stoße ihn fein. Nimm ebenso viel Mehl dazu. Nimm eine kleine Handvoll Anissamen und ebenso viel Koriandersamen, stoße sie und siebe sie fein.</p>
          <p>Nimm 7 Eier und lass 2 von den Eiweißen weg. Gib 2 Löffel Rosenwasser dazu, vermische alles miteinander und schlage es eineinhalb Stunden lang.</p>
          <p>Wenn du die Masse in den Ofen gibst, streue feinen Zucker über die Oberseite.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="3 quarters of a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 340 g</item>
            <item><ingredient en="flour" orig="as much flower" commodity="wikidata:Q36465" source="#fyndling-ingredient-registry">Mehl</ingredient> - 340 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="a little handfull of Anniseeds">Anissamen, eine kleine Handvoll</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="as much Coriander seeds">Koriandersamen, ebenso viel wie Anis</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="7. Eggs and leave out 2 of the whites">Eier, zwei davon ohne Eiweiß</ingredient> - 7 Stück</item>
            <item><ingredient en="rose water" orig="2 sponefulls of rose-water" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser</ingredient> - 2 EL</item>
            <item>
              <ingredient orig="fine sugar">Feiner Zucker zum Bestreuen</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-035">
        <head>Biskuit nach König Jakobs Geschmack, mit Kümmel und Anis</head>
        <div type="original" xml:id="lon-035-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-035-trans">
          <p>To make another Bisket, whereof King Iames , and his Queene have eaten with much liking.
Take a pound and quarter of sugar, and a pound of flower very finely boulted, and after finely searched, you must beate the sugar very fine, and then search it through a fine lawne search, and mingle the flower and sugar together, then take 12 Eggs where of you must take but halfe the whites, first beate the Eggs with 3. or 4. Sponefulls of rose-water, then put the flower and sugar that are mingled together to the Eggs; then beate them one hour together, a little before you put them into your Oven, put a few Caroway seeds, and Aniseeds into it, and cutt your plates before you put on the stuff, and the oven must be noe hotter then for a Tart.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-035-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-035-orig">
          <p>Noch ein Biskuit, von dem König Jakob und seine Königin mit großem Gefallen gegessen haben.</p>
          <p>Nimm etwa 560 g (ein Pfund und ein Viertel) Zucker und etwa 450 g (ein Pfund) Mehl, sehr fein gebeutelt und danach fein gesiebt. Den Zucker musst du sehr fein stoßen und dann durch ein feines Leinensieb streichen. Vermische Mehl und Zucker miteinander.</p>
          <p>Dann nimm 12 Eier, von denen du aber nur die Hälfte der Eiweiße nehmen darfst. Schlage die Eier zuerst mit 3 oder 4 Löffeln Rosenwasser. Dann gib das vermischte Mehl und den Zucker zu den Eiern und schlage alles eine Stunde lang miteinander.</p>
          <p>Kurz bevor du die Masse in den Ofen gibst, gib ein paar Kümmelsamen und Anissamen hinein. Schneide deine Bleche zu, bevor du die Masse daraufgibst. Der Ofen darf nicht heißer sein als für eine Tarte.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a pound and quarter of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 560 g</item>
            <item><ingredient orig="a pound of flower very finely boulted, and after finely searched">Mehl, sehr fein gebeutelt und gesiebt</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="12 Eggs where of you must take but halfe the whites">Eier, nur die Hälfte der Eiweiße</ingredient> - 12 Stück</item>
            <item><ingredient en="rose water" orig="3. or 4. Sponefulls of rose-water" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser</ingredient> - 3-4 EL</item>
            <item>
              <ingredient orig="a few Caroway seeds">Kümmelsamen</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Aniseeds">Anissamen</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-036">
        <head>Verkohlter alter Hut gegen das Bluten einer Wunde</head>
        <div type="original" xml:id="lon-036-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-036-trans">
          <p>To stop the bleeding of a wound.
Take a peece of an Old hatt, and burne it in the fire to a Cole, then grind it to pouder, and straw it into the wound.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-036-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-036-orig">
          <p>Um das Bluten einer Wunde zu stillen: Nimm ein Stück von einem alten Hut und verbrenne es im Feuer zu Kohle. Mahle es dann zu Pulver und streue es in die Wunde.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a peece of an Old hatt">alter Hut</ingredient> - 1 Stück</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-037">
        <head>Ale-Trank für Frauen, die zu Fehlgeburten neigen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-037-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-037-trans">
          <p>A remedy for such as are subiect to miscarry.
Take a quart or 2 of stronge Aile, and a pound of Currence, an ounce of Nutmegg's, and prick them full of holes, and take pith of 2 oxen, and one handfull of Nipp, &amp; an handfull of Pimpernell, one handfull of Clary and boyle them together, till a pint be boyled away, bruse the Currence, and the Pith of the Oxen, and put them in againe, and boyle it againe, and then drinke it morning, and Evening warmed.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-037-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-037-orig">
          <p>Ein Mittel für Frauen, die zu Fehlgeburten neigen.</p>
          <p>Nimm etwa 1 bis 2 l (ein oder zwei Quart) starkes Ale, etwa 450 g (ein Pfund) Korinthen und etwa 30 g (eine Unze) Muskatnüsse und stich die Muskatnüsse rundum voller Löcher. Nimm dazu das Rückenmark von zwei Ochsen, eine Handvoll Katzenminze, eine Handvoll Gauchheil und eine Handvoll Muskatellersalbei und koche alles zusammen, bis etwa 0,5 l (ein Pint) verkocht ist.</p>
          <p>Zerquetsche die Korinthen und das Rückenmark der Ochsen, gib sie wieder hinein und koche es noch einmal. Dann trinke es morgens und abends gewärmt.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="a quart or 2 of stronge Aile">starkes Ale</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="a pound of Currence">Korinthen</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="an ounce of Nutmegg's, and prick them full of holes">Muskatnüsse, rundum angestochen</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient orig="pith of 2 oxen">Rückenmark vom Ochsen</ingredient> - 2 Stück</item>
            <item><ingredient orig="one handfull of Nipp">Katzenminze</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="an handfull of Pimpernell">Gauchheil</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="one handfull of Clary">Muskatellersalbei</ingredient> - 1 Handvoll</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-038">
        <head>Zweites Mittel gegen Fehlgeburt: Ale mit Beinwell und Ochsenmark</head>
        <div type="original" xml:id="lon-038-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-038-trans">
          <p>Another for the same Remedy.
Take a little Clary, a little Comfery, a little knott grass, the Pith of an Ox. boyle these in a quart of Aile, till halfe be wasted, then straine it, and take every Morning a Poringer full of it, and thicken it with an Egg, and put in it some Cinamon &amp; sugar.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-038-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-038-orig">
          <p>Noch ein Mittel zum selben Zweck.</p>
          <p>Nimm ein wenig Muskatellersalbei, ein wenig Beinwell, ein wenig Vogelknöterich und das Rückenmark eines Ochsen. Koche dies in etwa 1 l (einem Quart) Ale, bis die Hälfte eingekocht ist, dann seihe es ab.</p>
          <p>Nimm jeden Morgen ein Schüsselchen voll davon, dicke es mit einem Ei an und gib etwas Zimt und Zucker hinein.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="a little Clary">Muskatellersalbei</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a little Comfery">Beinwell</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a little knott grass">Vogelknöterich</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="the Pith of an Ox">Rückenmark vom Ochsen</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item><ingredient orig="a quart of Aile">Ale</ingredient> - 1 l</item>
            <item><ingredient en="chicken egg" orig="an Egg" commodity="wikidata:Q15260613" source="#fyndling-ingredient-registry">Ei</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="cinnamon" orig="some Cinamon" commodity="wikidata:Q28165" source="#fyndling-ingredient-name">Zimt</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="unrefined cane sugar" orig="sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-039">
        <head>Berberitzenkonserve, in der Trockenstube kandiert</head>
        <div type="original" xml:id="lon-039-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-039-trans">
          <p>To make Conserve of Barberries
Boyle your Barberries in an Earthen pott, in a kittle of water while they be tender, then straine them through a cloath, then take a pound of sugar, and wett it with 4. or 5. sponefulls of water, then boyle it to sugar againe, (continually stirring it) then put in a pound of your Barberies, that you have strained into your sugar, stirring it, then set it on the fire, and let it boyle halfe a douzen warmes, then take it of from the fire, and scum it, then put it into your glasses, and set it in a stove, and soe candy it.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-039-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-039-orig">
          <p>Koche deine Berberitzen in einem irdenen Topf in einem Kessel mit Wasser, bis sie weich sind. Dann streiche sie durch ein Tuch.</p>
          <p>Nimm dann etwa 450 g (ein Pfund) Zucker und feuchte ihn mit 4 oder 5 Löffeln Wasser an. Koche ihn dann wieder zu Zucker ein und rühre dabei ständig.</p>
          <p>Dann gib etwa 450 g (ein Pfund) von deinen durchgestrichenen Berberitzen in deinen Zucker und rühre um. Setze es dann aufs Feuer und lass es ein halbes Dutzend Aufwallungen lang kochen.</p>
          <p>Nimm es dann vom Feuer und schäume es ab. Fülle es in deine Gläser, stelle es in eine Trockenstube und kandiere es so.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a pound of your Barberies">Berberitzen, weich gekocht und durch ein Tuch gestrichen</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="4. or 5. sponefulls of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient> - 4-5 EL</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-040">
        <head>Gesteppte Kappe mit Kräuter- und Gewürzpulver</head>
        <div type="original" xml:id="lon-040-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-040-trans">
          <p>A receipt for my Capp
Take Bittony, red sage, red-rose leaves, sweet margerum, Cowslip flowers, and penyriall, of either an equall Quantity, lett them be all well dried, and beaten into a gross pouder, and put to it nutmeggs, Cloves, and mace all pounded, a little quantity to a good handfull of each of the herbes, take halfe an ounce of each of these spices, lett all be mingled together, take some of this pouder, and quilt it with some Bumbast, in a Capp of a fitt bignes for your head.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-040-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-040-orig">
          <p>Ein Rezept für meine Kappe.</p>
          <p>Nimm Betonie, roten Salbei, rote Rosenblätter, Majoran, Schlüsselblumenblüten und Poleiminze, von jedem gleich viel. Lass alles gut trocknen und zerstoße es zu einem groben Pulver.</p>
          <p>Gib Muskatnüsse, Nelken und Muskatblüte dazu, alles zerstoßen, eine kleine Menge auf eine gute Handvoll von jedem der Kräuter: Nimm von jedem dieser Gewürze etwa 15 g (eine halbe Unze). Vermische alles miteinander.</p>
          <p>Nimm etwas von diesem Pulver und steppe es mit etwas Baumwolle in eine Kappe, die in der Größe zu deinem Kopf passt.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="Bittony">Betonie (Heilziest), getrocknet</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="red sage">Roter Salbei, getrocknet</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="red-rose leaves">Rote Rosenblätter, getrocknet</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="sweet margerum">Majoran, getrocknet</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Cowslip flowers">Schlüsselblumenblüten, getrocknet</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="penyriall">Poleiminze, getrocknet</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="nutmeggs">Muskatnuss, zerstoßen</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="Cloves">Nelken, zerstoßen</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="mace">Muskatblüte (Macis), zerstoßen</ingredient> - 15 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="Bumbast">Baumwolle als Polster</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Capp">Kappe, passend für den Kopf</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-041">
        <head>Herzstärkung für eine Frau bei drohender Fehlgeburt</head>
        <div type="original" xml:id="lon-041-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-041-trans">
          <p>A receipt for a Cordiall for a woman that is in danger to Miscarry.
Take the yelkes of halfe a doussen new laid Eggs, and halfe a pint of plantine water, and halfe a pint of red-wine, and season it with Cinamon, and sugar, and soe drinke it, also take the Top of a wheaten lofe, and tost it and stick it with Cloves, and wett it with Muscadine, and lay it to her Navill.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-041-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-041-orig">
          <p>Ein Rezept für eine Herzstärkung für eine Frau, der eine Fehlgeburt droht.</p>
          <p>Nimm das Gelbe von einem halben Dutzend frisch gelegter Eier, etwa 250 ml (ein halbes Pint) Wegerichwasser und etwa 250 ml (ein halbes Pint) Rotwein, würze es mit Zimt und Zucker und trinke es so.</p>
          <p>Nimm außerdem das obere Stück eines Weizenbrotlaibs, röste es, spicke es mit Nelken, befeuchte es mit Muskateller und lege es ihr auf den Nabel.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="yelkes of halfe a doussen new laid Eggs">Eigelb von frisch gelegten Eiern</ingredient> - 6 Stück</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pint of plantine water">Wegerichwasser</ingredient> - 250 ml</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pint of red-wine">Rotwein</ingredient> - 250 ml</item>
            <item>
              <ingredient en="cinnamon" orig="Cinamon" commodity="wikidata:Q28165" source="#corema-ingredient-index">Zimt</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="unrefined cane sugar" orig="sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="the Top of a wheaten lofe">oberes Stück eines Weizenbrotlaibs</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="clove" orig="Cloves" commodity="wikidata:Q15622897" source="#fyndling-ingredient-name">Nelken</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Muscadine">Muskateller (Wein)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-042">
        <head>Kräuter-Speck-Umschlag gegen Schlangenbiss und Hundebiss</head>
        <div type="original" xml:id="lon-042-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-042-trans">
          <p>For a stinking, or poyson of Snakes, or adders.
Take Bittony, Egrimony, and rusty bakon, and beate them fine together, and lay it to the wound, and it will keepe it from Rankling, it is also good for the biting of a madd dogg to keepe it from rankling, or to draw out a Thorne.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-042-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-042-orig">
          <p>Gegen einen Stich oder das Gift von Schlangen oder Ottern.</p>
          <p>Nimm Betonie, Odermennig und ranzigen Speck, stoße sie zusammen fein und lege es auf die Wunde. Das soll sie vor dem Schwären bewahren. Es soll auch gut sein beim Biss eines tollwütigen Hundes, damit die Wunde nicht schwärt, oder um einen Dorn herauszuziehen.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="Bittony">Betonie</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Egrimony">Odermennig</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="rusty bakon">Ranziger Speck</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-043">
        <head>Apfelfritters mit Ale-Posset-Teig</head>
        <div type="original" xml:id="lon-043-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-043-trans">
          <p>To make ffritters.
Take 3 pints of Milke, a quart of aile, and make a Posset of these, stirre it alltogether, and lett it stand till it be pretty Cold, then put in 16 Eggs, (taking out halfe the whites) and put in flower, and make it as thicke as you would have it for the ffritters, then put in good store of Apples sliced thin, keepe the butter warme, for if it be cold the fritters will be heavy; fry them on a quick fire, with store of beefe suett.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-043-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-043-orig">
          <p>Nimm etwa 1,5 l Milch (drei Pints) und etwa 1 l Ale (ein Quart) und mache daraus einen Posset. Rühre alles zusammen und lass es stehen, bis es recht kalt ist.</p>
          <p>Dann gib 16 Eier hinein, wobei du die Hälfte der Eiweiße weglässt, und gib Mehl dazu. Mache den Teig so dick, wie du ihn für die Fritters haben willst.</p>
          <p>Dann gib reichlich dünn geschnittene Äpfel hinein. Halte den Teig warm, denn ist er kalt, werden die Fritters schwer.</p>
          <p>Backe sie auf lebhaftem Feuer in reichlich Rindernierenfett aus.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="milk" orig="3 pints of Milke" commodity="wikidata:Q8495" source="#fyndling-ingredient-registry">Milch</ingredient> - 1500 ml</item>
            <item><ingredient orig="a quart of aile">Ale</ingredient> - 1000 ml</item>
            <item><ingredient orig="16 Eggs, (taking out halfe the whites)">Eier, bei der Hälfte das Eiweiß weglassen</ingredient> - 16 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="flour" orig="flower" commodity="wikidata:Q36465" source="#fyndling-ingredient-registry">Mehl</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="good store of Apples sliced thin">Äpfel, dünn geschnitten</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="store of beefe suett">Rindernierenfett zum Ausbacken</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-044">
        <head>Gekochter Hecht mit Eier-Butter-Sauce</head>
        <div type="original" xml:id="lon-044-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-044-trans">
          <p>To boyle a Pike.
Take your Pike and open him, and wash him cleane, and salt him on the In-side, then boyle it in water and salt, lett the water boyle a pace before you put him in, put in a good bundle of sweet herbs, with some rose-mary, lett it boyle altogether, till it be boyled enough, take 3 sponefulls of white-wine, one sponefull or 2 of Viniger, 2 sponefulls of sugar, 3 or 4. yelkes of Eggs, beate it altogether in a dish, then take halfe a pound of sweet butter, a nutmegge grated, and a little beaten ginger, and worke it in your Butter very well, (your butter being cold) then put it into the Eggs, and wine, sett it on the fire, &amp; stirre it till it be very Thick in a dish, then take your Pike up, and dish it, and poure this broth on it.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-044-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-044-orig">
          <p>Nimm deinen Hecht, schneide ihn auf, wasche ihn sauber und salze ihn innen. Dann koche ihn in Wasser mit Salz; lass das Wasser zügig kochen, bevor du ihn hineingibst. Gib ein gutes Bündel Küchenkräuter mit etwas Rosmarin dazu und lass alles zusammen kochen, bis er gar ist.</p>
          <p>Nimm drei Löffel Weißwein, einen oder zwei Löffel Essig, zwei Löffel Zucker und drei oder vier Eigelb und schlage alles zusammen in einer Schale.</p>
          <p>Dann nimm etwa 225 g (ein halbes Pfund) ungesalzene Butter, eine geriebene Muskatnuss und ein wenig gestoßenen Ingwer und arbeite die Gewürze sehr gut in die Butter ein; die Butter muss dabei kalt sein. Dann gib sie zu den Eiern und dem Wein, setze die Schale aufs Feuer und rühre, bis es sehr dick ist.</p>
          <p>Dann nimm deinen Hecht heraus, richte ihn an und gieße diese Sauce darüber.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="northern pike" orig="Take your Pike" commodity="wikidata:Q83363026" source="#fyndling-ingredient-registry">Hecht</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="table salt" orig="salt him on the In-side" commodity="wikidata:Q11254" source="#fyndling-ingredient-registry">Salz</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="water" orig="boyle it in water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a good bundle of sweet herbs">Küchenkräuter, ein gutes Bündel</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="rosemary" orig="some rose-mary" commodity="wikidata:Q122679" source="#fyndling-ingredient-name">Rosmarin</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="wine" orig="3 sponefulls of white-wine" commodity="wikidata:Q282" source="#fyndling-ingredient-registry">Weißwein</ingredient> - 3 EL</item>
            <item><ingredient en="vinegar" orig="one sponefull or 2 of Viniger" commodity="wikidata:Q41354" source="#fyndling-ingredient-name">Essig</ingredient> - 1-2 EL</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="2 sponefulls of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 2 EL</item>
            <item><ingredient en="yolk" orig="3 or 4. yelkes of Eggs" commodity="wikidata:Q16336079" source="#fyndling-ingredient-registry">Eigelb</ingredient> - 3-4 Stück</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pound of sweet butter">Butter, ungesalzen, kalt</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient en="nutmeg" orig="a nutmegge grated" commodity="wikidata:Q83165" source="#fyndling-ingredient-name">Muskatnuss, gerieben</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="ginger" orig="a little beaten ginger" commodity="wikidata:Q15046077" source="#fyndling-ingredient-name">Ingwer, gestoßen</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-045">
        <head>Haggis mit Kalbsgekröse und Korinthen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-045-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-045-trans">
          <p>To make a Hagis.
Take a chalves Chadarne, and parboyle it, when it is cold mingle it fine, with a pound of Beefe suet, a penny-lofe grated, some rosemary, time, winter-savery, and penyriall, of all a small handfull, a little Cloves, Mace, nutmegge, and Cinamon, one quarter of a pound of Currence, a little sugar, a little salt, rose-water, all these mixt together, wett with 16 yolkes of Eggs, put it in a sheeps panch, and boyle it</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-045-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-045-orig">
          <p>Einen Haggis machen: Nimm ein Kalbsgekröse und koche es an. Wenn es kalt ist, vermenge es fein mit etwa 450 g (einem Pfund) Rindernierenfett, einem geriebenen Pennybrot, etwas Rosmarin, Thymian, Winter-Bohnenkraut und Poleiminze, von allen zusammen eine kleine Handvoll, ein wenig Nelken, Muskatblüte, Muskatnuss und Zimt, etwa 110 g (einem Viertelpfund) Korinthen, ein wenig Zucker, ein wenig Salz und Rosenwasser.</p>
          <p>Mische das alles zusammen, feuchte es mit 16 Eigelb an, gib es in einen Schafsmagen und koche es.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="calf offal" orig="chalves Chadarne" commodity="wikidata:Q107246445" source="#fyndling-ingredient-name">Kalbsgekröse</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item><ingredient orig="a pound of Beefe suet">Rindernierenfett</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="a penny-lofe grated">Pennybrot (kleines Weißbrot), gerieben</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="rosemary" orig="rosemary" commodity="wikidata:Q122679" source="#fyndling-ingredient-name">Rosmarin</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="time">Thymian</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="winter-savery">Winter-Bohnenkraut</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="pennyroyal" orig="penyriall" commodity="wikidata:Q161235" source="#fyndling-ingredient-name">Poleiminze</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="clove" orig="a little Cloves" commodity="wikidata:Q15622897" source="#fyndling-ingredient-name">Gewürznelken</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="mace" orig="Mace" commodity="wikidata:Q1882876" source="#fyndling-ingredient-name">Muskatblüte</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="nutmeg" orig="nutmegge" commodity="wikidata:Q83165" source="#fyndling-ingredient-registry">Muskatnuss</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="cinnamon" orig="Cinamon" commodity="wikidata:Q28165" source="#corema-ingredient-index">Zimt</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="one quarter of a pound of Currence">Korinthen</ingredient> - 110 g</item>
            <item>
              <ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a little sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="table salt" orig="a little salt" commodity="wikidata:Q11254" source="#fyndling-ingredient-registry">Salz</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="rose water" orig="rose-water" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="yolk" orig="16 yolkes of Eggs" commodity="wikidata:Q16336079" source="#fyndling-ingredient-registry">Eigelb</ingredient> - 16 Stück</item>
            <item><ingredient en="stomach" orig="a sheeps panch" commodity="wikidata:Q1029907" source="#fyndling-ingredient-context">Schafsmagen</ingredient> - 1 Stück</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-046">
        <head>Pestwasser aus Kräutern und Weißwein</head>
        <div type="original" xml:id="lon-046-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-046-trans">
          <p>To make Plague water .
Take Cowslip flowers, Redweed, Romanwormewood, Mugwort, Horshound, Pimpernell, Rice, Sage, Saladine, Motherwort, Wormwood, Burnot, Turmentall, Sorrell, Ellicompaine-rootes, ffeatherfew, Balme, Dragon, Angelico, Marrigolds, Rosemary halfe a pound, Brow may weeds, Scabius, Egrimony, Bittony, Cardis, Endiff, Sotherne-wood, The Birch lott, Macthaline, Sinkfall, of each a quarter of a pound, shred them very small, and lay them a steepe 24 hours in 3 quarts of whitewine, Then still them in a Limbeck, or still, then save the first as strongest, and soe a 2. and 3. sort.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-046-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-046-orig">
          <p>Pestwasser: Nimm Schlüsselblumenblüten, Klatschmohn, Römischen Wermut, Beifuß, Andorn, Gauchheil, Raute, Salbei, Schöllkraut, Herzgespann, Wermut, Wiesenknopf, Blutwurz, Sauerampfer, Alantwurzeln, Mutterkraut, Melisse, Drachenwurz, Engelwurz, Ringelblumen, Rosmarin etwa 225 g (ein halbes Pfund), Hundskamille, Skabiose, Odermennig, Betonie, Benediktenkraut, Endivie, Eberraute, The Birch lott, Macthaline und Fünffingerkraut, von jedem etwa 110 g (ein Viertelpfund).</p>
          <p>Schneide sie sehr klein und lege sie 24 Stunden in etwa 3 l (drei Quart) Weißwein ein.</p>
          <p>Dann destilliere sie in einem Destillierhelm oder einer Brennblase. Hebe den ersten Ablauf als den stärksten auf, und ebenso eine zweite und eine dritte Sorte.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="Cowslip flowers">Schlüsselblumenblüten</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Redweed">Klatschmohn</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Romanwormewood">Römischer Wermut</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Mugwort">Beifuß</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Horshound">Andorn</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Pimpernell">Gauchheil</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Rice">Raute (Lesung unsicher)</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient en="common sage" orig="Sage" commodity="wikidata:Q1111359" source="#fyndling-ingredient-registry">Salbei</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Saladine">Schöllkraut</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Motherwort">Herzgespann</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient en="wormwood" orig="Wormwood" commodity="wikidata:Q25686" source="#fyndling-ingredient-name">Wermut</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Burnot">Wiesenknopf</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Turmentall">Blutwurz</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient en="common sorrel" orig="Sorrell" commodity="wikidata:Q26297" source="#fyndling-ingredient-name">Sauerampfer</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Ellicompaine-rootes">Alantwurzeln</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="ffeatherfew">Mutterkraut</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Balme">Melisse</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Dragon">Drachenwurz (Art unsicher)</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Angelico">Engelwurz</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Marrigolds">Ringelblumen</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient en="rosemary" orig="Rosemary halfe a pound" commodity="wikidata:Q122679" source="#fyndling-ingredient-name">Rosmarin</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient orig="Brow may weeds">Hundskamille</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Scabius">Skabiose</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Egrimony">Odermennig</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Bittony">Betonie</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Cardis">Benediktenkraut</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Endiff">Endivie</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient en="southernwood" orig="Sotherne-wood" commodity="wikidata:Q79106872" source="#fyndling-ingredient-name">Eberraute</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="The Birch lott">The Birch lott (unbestimmt)</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Macthaline">Macthaline (unbestimmt)</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="Sinkfall">Fünffingerkraut</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient en="wine" orig="3 quarts of whitewine" commodity="wikidata:Q282" source="#fyndling-ingredient-registry">Weißwein</ingredient> - 3 l</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-047">
        <head>Pflaster gegen Fehlgeburt</head>
        <div type="original" xml:id="lon-047-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-047-trans">
          <p>An Excellent Plaister to keepe a woman from miscarring.
Take of the choisest Mastick 4 drames, gum Elemie halfe an Ounce, Burgandie pi^tch 3 drames, Beniamin, and Dragons blade of Each 2 drames, melt all these, and straine them, and add to them 2 drames of the Trochises, called Alepta Muscata, one drame of Venice Turpintine a little boyled, 3 drames of the plaster of red lead made of Oile of Quinces, halfe an Ounce of Bees-wax, one drame and halfe of Indian Balsome, 2 scruples of Oile of Spike, make these all into one plaster, and spread thereof upon your leather, on for the region of your back, and another for the lower Region of the belly.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-047-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-047-orig">
          <p>Ein vortreffliches Pflaster, um eine Frau vor einer Fehlgeburt zu bewahren.</p>
          <p>Nimm vom besten Mastix etwa 16 g (4 Drachmen), Elemiharz etwa 15 g (eine halbe Unze), Burgunderpech etwa 12 g (3 Drachmen), dazu Benzoe und Drachenblut, von jedem etwa 8 g (2 Drachmen). Schmelze all dies und seihe es durch.</p>
          <p>Gib dazu etwa 8 g (2 Drachmen) der Trochisken, die Alepta Muscata heißen, etwa 4 g (eine Drachme) Venezianischen Terpentin, ein wenig gekocht, etwa 12 g (3 Drachmen) vom Mennige-Pflaster, das mit Quittenöl bereitet ist, etwa 15 g (eine halbe Unze) Bienenwachs, etwa 6 g (anderthalb Drachmen) Indianischen Balsam und etwa 2,5 g (2 Skrupel) Spiköl.</p>
          <p>Mache aus all dem ein Pflaster und streiche davon auf dein Leder: eines für die Gegend des Rückens und ein weiteres für die untere Gegend des Bauches.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="the choisest Mastick 4 drames">Mastix, beste Sorte</ingredient> - 16 g</item>
            <item><ingredient orig="gum Elemie halfe an Ounce">Elemiharz</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="Burgandie pi^tch 3 drames">Burgunderpech</ingredient> - 12 g</item>
            <item><ingredient orig="Beniamin">Benzoe</ingredient> - 8 g</item>
            <item><ingredient en="blood" orig="Dragons blade of Each 2 drames" commodity="wikidata:Q494268" source="#fyndling-ingredient-context">Drachenblut (Harz)</ingredient> - 8 g</item>
            <item><ingredient orig="2 drames of the Trochises, called Alepta Muscata">Trochisken Alepta Muscata (Moschus-Trochisken)</ingredient> - 8 g</item>
            <item><ingredient orig="one drame of Venice Turpintine a little boyled">Venezianischer Terpentin, ein wenig gekocht</ingredient> - 4 g</item>
            <item><ingredient orig="3 drames of the plaster of red lead made of Oile of Quinces">Mennige-Pflaster, mit Quittenöl bereitet</ingredient> - 12 g</item>
            <item><ingredient orig="halfe an Ounce of Bees-wax">Bienenwachs</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="one drame and halfe of Indian Balsome">Indianischer Balsam</ingredient> - 6 g</item>
            <item><ingredient orig="2 scruples of Oile of Spike">Spiköl</ingredient> - 2.5 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="your leather">Leder</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-048">
        <head>Veilchensirup</head>
        <div type="original" xml:id="lon-048-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-048-trans">
          <p>Sirrope of Violetts .
Take a reasonable quantity of Violetts, and pick them, then weigh them, and take to a quarterne of Violetts halfe a pound of sugar, and halfe a pint of
water, then shred the Violetts very small and beate the sugar very fine, then take halfe a pint of water and make it boyle in a cleane Skillett, and put in the sugar, and skim it very cleane, then put the Violetts into a gally pott, and put the liquor to them seething hott, and stirre it about, and cover it close, and lett it stand soe till next morning, then straine it, and boyle it up to a Sirrope, and soe keepe it.
Note A quarter of a pint of Violetts will make a pint of sirrope.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-048-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-048-orig">
          <p>Nimm eine angemessene Menge Veilchen, verlies sie und wiege sie dann. Nimm auf ein Viertel Veilchen etwa 225 g (ein halbes Pfund) Zucker und etwa 250 ml (ein halbes Pint) Wasser.</p>
          <p>Dann schneide die Veilchen sehr klein und stoße den Zucker sehr fein. Dann nimm etwa 250 ml (ein halbes Pint) Wasser, bring es in einem sauberen Kochtopf zum Kochen, gib den Zucker hinein und schäume es sehr sauber ab.</p>
          <p>Dann gib die Veilchen in einen Salbentopf, gieß die Flüssigkeit siedend heiß darauf und rühre es um. Deck es dicht zu und lass es so bis zum nächsten Morgen stehen. Dann seihe es ab, koche es zu einem Sirup ein und bewahre ihn so auf.</p>
          <p>Anmerkung: Etwa 125 ml (ein Viertel Pint) Veilchen ergeben etwa 0,5 l (ein Pint) Sirup.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient en="violet" orig="a reasonable quantity of Violetts" commodity="wikidata:Q146095" source="#fyndling-ingredient-name">Veilchenblüten</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="halfe a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="halfe a pint of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient> - 250 ml</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-049">
        <head>Rosenhonig in der Sonne</head>
        <div type="original" xml:id="lon-049-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-049-trans">
          <p>Hony ^ of roses.
Take red-rose budds, and white clipt of them, take a pint of the best hony, and stirre it in as many leaves as you can, then sett it in a Skillett of water over the fire, there lett it stand while it is ready to boyle, then sett it in the sun, shift it 3. or .4 times every 2 day beating of it every time.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-049-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-049-orig">
          <p>Nimm rote Rosenknospen und schneide das Weiße davon ab. Nimm etwa 0,5 l (ein Pint) vom besten Honig und rühre so viele Rosenblätter hinein, wie du kannst.</p>
          <p>Dann stelle ihn in einen Kochtopf mit Wasser über das Feuer und lass ihn dort stehen, bis er beinahe kocht.</p>
          <p>Dann stelle ihn in die Sonne. Wechsle ihn alle zwei Tage, drei- oder viermal, und schlage ihn jedes Mal durch.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="red-rose budds">Rote Rosenknospen, das Weiße abgeschnitten</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="a pint of the best hony">Honig, bester</ingredient> - 500 ml</item>
            <item>
              <ingredient orig="a Skillett of water">Wasser im Kochtopf</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-050">
        <head>Chinawurzel-Brühe mit jungem Hahn</head>
        <div type="original" xml:id="lon-050-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-050-trans">
          <p>To make Chynie Broth.
Take one Ounce and halfe of Chiny, infuse it in a pottle of running water 24. hours, then stirre it, and put in a Cock Chicken, a handfull of reasons of the sun stoned, a handfull of Currence, a blaid of mace, a top of rose-mary, a quarter of an Ounce of red Sanders, a quarter of an Ounce of white Sanders, and thick it with the bottome of a white-lofe, when it is boyled take out the Chicken, and straine the broth before the party must drinke thereof, and lett him drinke it 3 hours before dinner fasting, and a draft at 4. a Clock in the after-noone with a little sugar; the broth will last but 3. days good.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-050-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-050-orig">
          <p>Nimm etwa 45 g (anderthalb Unzen) Chinawurzel und lege sie 24 Stunden in etwa 2 l (ein Pottle) fließendes Wasser ein. Dann rühre es um und gib einen jungen Hahn hinein, dazu eine Handvoll entsteinte Sonnenrosinen, eine Handvoll Korinthen, ein Blatt Muskatblüte, eine Rosmarinspitze, etwa 8 g (eine Viertelunze) rotes Sandelholz und etwa 8 g (eine Viertelunze) weißes Sandelholz, und binde es mit dem Boden eines Weißbrotlaibs.</p>
          <p>Wenn es gekocht ist, nimm den Hahn heraus und seihe die Brühe durch, bevor die Person davon trinken soll. Lass ihn drei Stunden vor dem Mittagessen nüchtern davon trinken und um vier Uhr nachmittags einen Trunk mit ein wenig Zucker nehmen. Die Brühe hält sich nur drei Tage gut.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="one Ounce and halfe of Chiny">Chinawurzel</ingredient> - 45 g</item>
            <item><ingredient orig="a pottle of running water">fließendes Wasser</ingredient> - 2 l</item>
            <item><ingredient orig="a Cock Chicken">junger Hahn</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item><ingredient orig="handfull of reasons of the sun stoned">Sonnenrosinen, entsteint</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="a handfull of Currence">Korinthen</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient en="mace" orig="a blaid of mace" commodity="wikidata:Q1882876" source="#fyndling-ingredient-name">Muskatblüte (Macis)</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item><ingredient orig="a top of rose-mary">Rosmarinspitze</ingredient> - 1 Zweig</item>
            <item><ingredient orig="a quarter of an Ounce of red Sanders">rotes Sandelholz</ingredient> - 8 g</item>
            <item><ingredient orig="a quarter of an Ounce of white Sanders">weißes Sandelholz</ingredient> - 8 g</item>
            <item><ingredient orig="the bottome of a white-lofe">Boden eines Weißbrotlaibs</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a little sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-051">
        <head>Abführ-Ale für Frühjahr und Herbst</head>
        <div type="original" xml:id="lon-051-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-051-trans">
          <p>An approved medicine called purging aile, to be taken Every spring, and fall.
Take 4 Gallons of aile-wort, the strongest you can gett, boyle it till comes to 3 or there abouts, lett it be of the first spent as Brewers calls it, soe tun it up with store of Barme, that it may worke well, but against you tun it up, make a
bag, and slitt it through, or thrust a haisle stick through it, and soe fasten it to the sticke, that it comes not within 3 Inches of the barrells bottome, not flote at the topp; with the barme then put these things following into the bagg; 2 Ounces of Bay-berries huld 2 Ounces of Anniseed's 3 Ounces of Ashen-keys brused 2 Ounces of Sasafras wood 2 Ounces of Saldeneta 2 drams of Ruburb. lett all these be brused to pouder, except the Cena which must be whole and when the Aile leaves working, stop it up close, leaving good store of barme on the Top, and after 3. or 4 day's drinke thereof halfe a pint every morning, and in the Evening a little lesse, but if you Take a little warme broth 2. or 3. hours after it, it will worke the better.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-051-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-051-orig">
          <p>Ein bewährtes Heilmittel, Purgier-Ale genannt, jedes Frühjahr und jeden Herbst zu nehmen.</p>
          <p>Nimm etwa 16 l (vier Gallonen) Ale-Würze, die stärkste, die du bekommen kannst, und koche sie ein, bis sie auf etwa 12 l (drei Gallonen) oder ungefähr so viel zurückgegangen ist. Sie soll vom ersten Aufguss sein, wie die Brauer es nennen. Dann fülle sie mit reichlich Bierhefe ins Fass, damit sie gut gärt.</p>
          <p>Bevor du sie aber ins Fass füllst, mache einen Beutel und schlitze ihn durch oder stich einen Haselstock hindurch, und befestige ihn so am Stock, dass er dem Fassboden nicht näher als etwa 7,5 cm (drei Zoll) kommt und auch nicht oben treibt. Mit der Hefe gib dann Folgendes in den Beutel: etwa 60 g (zwei Unzen) geschälte Lorbeeren, etwa 60 g (zwei Unzen) Anis, etwa 90 g (drei Unzen) zerstoßene Eschenfrüchte, etwa 60 g (zwei Unzen) Sassafrasholz, etwa 60 g (zwei Unzen) Saldeneta und etwa 8 g (zwei Drachmen) Rhabarber. Das alles soll zu Pulver zerstoßen werden, außer der Senna, die ganz bleiben muss.</p>
          <p>Wenn das Ale aufhört zu gären, verschließe es dicht und lass reichlich Hefe obenauf. Nach drei oder vier Tagen trinke davon jeden Morgen etwa 0,25 l (ein halbes Pint) und am Abend ein wenig weniger. Nimmst du aber zwei oder drei Stunden danach ein wenig warme Brühe, so soll es umso besser wirken.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="4 Gallons of aile-wort">Ale-Würze, die stärkste, auf etwa 12 l eingekocht</ingredient> - 16 l</item>
            <item>
              <ingredient orig="store of Barme">Bierhefe, reichlich</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="2 Ounces of Bay-berries huld">Lorbeeren, geschält</ingredient> - 60 g</item>
            <item><ingredient en="anise" orig="2 Ounces of Anniseed's" commodity="wikidata:Q33873455" source="#fyndling-ingredient-name">Anis</ingredient> - 60 g</item>
            <item><ingredient orig="3 Ounces of Ashen-keys brused">Eschenfrüchte, zerstoßen</ingredient> - 90 g</item>
            <item><ingredient orig="2 Ounces of Sasafras wood">Sassafrasholz</ingredient> - 60 g</item>
            <item><ingredient orig="2 Ounces of Saldeneta">Saldeneta (Deutung offen, wohl Strandwinde)</ingredient> - 60 g</item>
            <item><ingredient orig="2 drams of Ruburb">Rhabarberwurzel</ingredient> - 8 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="the Cena which must be whole">Senna, ganz (Menge nicht genannt)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-052">
        <head>Abführmittel für einen Mann</head>
        <div type="original" xml:id="lon-052-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-052-trans">
          <p>A purge for a man
Rubrick 3 drames, Seny 3 drames, a little sweet fennell seed, a blade of mace, white wine 4 sponefulls, as much Endiffe water as will cover it, infuse all these 12 hours, then straine it, and put to it 4. sponefulls of sirrope of Roses.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-052-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-052-orig">
          <p>Ein Abführmittel für einen Mann.</p>
          <p>Rhabarber etwa 12 g (3 Drachmen), Senna etwa 12 g (3 Drachmen), ein wenig süßer Fenchelsamen, ein Blatt Muskatblüte, 4 Löffel voll Weißwein und so viel Endivienwasser, dass es bedeckt ist. Lass all dies 12 Stunden ziehen, dann seihe es ab und gib 4 Löffel voll Rosensirup dazu.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="Rubrick 3 drames">Rhabarberwurzel (Deutung offen)</ingredient> - 12 g</item>
            <item><ingredient orig="Seny 3 drames">Sennesblätter</ingredient> - 12 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="a little sweet fennell seed">Süßer Fenchelsamen, ein wenig</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="mace" orig="a blade of mace" commodity="wikidata:Q1882876" source="#fyndling-ingredient-name">Muskatblüte</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item><ingredient en="wine" orig="white wine 4 sponefulls" commodity="wikidata:Q282" source="#fyndling-ingredient-registry">Weißwein (vier Löffel voll)</ingredient> - 4</item>
            <item>
              <ingredient orig="as much Endiffe water as will cover it">Endivienwasser, bis zur Bedeckung</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="4. sponefulls of sirrope of Roses">Rosensirup (vier Löffel voll)</ingredient> - 4</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-053">
        <head>Das Goldene Öl - Kräuteröl zum Einreiben</head>
        <div type="original" xml:id="lon-053-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-053-trans">
          <p>The Golden Oyle.
Violetts, Primrose, Cowslips, the leaves or flowers of them. Sage, Margerom, Rosemary, Nip, Lavender, rose leaves, Smallage, Southerne-wood, Rew, Time, Damask , ffetherfew, Clary, Tansy, Loveage, Mints, Camamell, Oke. of Ierusalem , Peneriall, Safforne, Hysope, Balme, white-mint, Marygold leaves, Dasy-leaves, Bay-leaves Dill, Piony leaves, of each of these a handfull brused in a morter, infuse them in a pipkin, with a pottle of Sallet oile. and a quart of White-wine, and lett it boyle softly till the Wine be boyled away, after it is cold straine it through a linnin Cloath, and put it into a glass.
Because all these herbes are not to be had altogether, you must make use of such till you can gett the rest, stamp them as aforesaid, and infuse them in the Oyle, straining them every day, to keepe them from moulding, till the Oile be made Compleate; This Oyle is especially good for the Goute, or any humour that runs up and downe in the Ioynts, it is good to anoint the stomake for any windy, or belching Cause, it is good to anoint the gutts in Cause of the Collick, and also the raines (mixing it with the Oile of lillies) and a good meanes to bring downe the Stone.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-053-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-053-orig">
          <p>Das Goldene Öl. Veilchen, Primeln, Schlüsselblumen, jeweils die Blätter oder die Blüten. Salbei, Majoran, Rosmarin, Katzenminze, Lavendel, Rosenblätter, Eppich, Eberraute, Raute, Thymian, Damask, Mutterkraut, Muskatellersalbei, Rainfarn, Liebstöckel, Minze, Kamille, Jerusalemeiche, Poleiminze, Safran, Ysop, Melisse, weiße Minze, Ringelblumenblätter, Gänseblümchenblätter, Lorbeerblätter, Dill, Pfingstrosenblätter - von jedem eine Handvoll, im Mörser gequetscht. Setze sie in einem kleinen irdenen Topf mit etwa 2 l (ein Pottle) Salatöl und etwa 1 l (ein Quart) Weißwein an und lass es sanft kochen, bis der Wein verkocht ist. Wenn es kalt ist, seihe es durch ein Leinentuch und füll es in ein Glas.</p>
          <p>Wenn nicht alle Kräuter zugleich zu haben sind: Weil all diese Kräuter nicht zugleich zu bekommen sind, musst du die nehmen, die du hast, bis du die übrigen bekommen kannst. Stampfe sie wie oben beschrieben und setze sie im Öl an. Seihe sie jeden Tag ab, damit sie nicht schimmeln, bis das Öl vollständig ist.</p>
          <p>Wofür es gut sein soll: Dieses Öl ist nach der Handschrift besonders gut gegen die Gicht oder jede Feuchtigkeit, die in den Gelenken auf und ab läuft. Es ist gut, damit den Magen einzureiben, wenn Blähungen oder Aufstoßen die Ursache sind, und den Leib bei Kolik, ebenso die Nieren, dann vermischt mit Lilienöl. Und es sei ein gutes Mittel, den Stein abgehen zu lassen.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="Violetts">Veilchen (Blätter oder Blüten)</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Primrose">Primeln (Blätter oder Blüten)</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Cowslips">Schlüsselblumen (Blätter oder Blüten)</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient en="common sage" orig="Sage" commodity="wikidata:Q1111359" source="#fyndling-ingredient-registry">Salbei</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient en="marjoram" orig="Margerom" commodity="wikidata:Q22694" source="#fyndling-ingredient-registry">Majoran</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient en="rosemary" orig="Rosemary" commodity="wikidata:Q122679" source="#fyndling-ingredient-name">Rosmarin</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Nip">Katzenminze</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Lavender">Lavendel</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="rose leaves">Rosenblätter</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Smallage">Eppich</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient en="southernwood" orig="Southerne-wood" commodity="wikidata:Q79106872" source="#fyndling-ingredient-name">Eberraute</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Rew">Raute</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Time">Thymian</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Damask">Damask (Damaszenerrose oder Nachtviole, offen)</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="ffetherfew">Mutterkraut</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Clary">Muskatellersalbei</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Tansy">Rainfarn</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Loveage">Liebstöckel</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Mints">Minze</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Camamell">Kamille</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Oke. of Ierusalem">Jerusalemeiche</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient en="pennyroyal" orig="Peneriall" commodity="wikidata:Q161235" source="#fyndling-ingredient-name">Poleiminze</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient en="saffron" orig="Safforne" commodity="wikidata:Q25434" source="#fyndling-ingredient-registry">Safran</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient en="hyssop" orig="Hysope" commodity="wikidata:Q137931" source="#fyndling-ingredient-name">Ysop</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Balme">Melisse</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="white-mint">weiße Minze</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Marygold leaves">Ringelblumenblätter</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Dasy-leaves">Gänseblümchenblätter</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Bay-leaves">Lorbeerblätter</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Dill">Dill</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Piony leaves">Pfingstrosenblätter</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="a pottle of Sallet oile">Salatöl (Baumöl)</ingredient> - 2 l</item>
            <item><ingredient en="wine" orig="a quart of White-wine" commodity="wikidata:Q282" source="#fyndling-ingredient-registry">Weißwein</ingredient> - 1 l</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-054">
        <head>Hagebutten gegen Harnverhalt</head>
        <div type="original" xml:id="lon-054-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-054-trans">
          <p>A receipt for One that cannot make Water.
Let him use to Eate Aglentine Berries, and they will force him to make water often times in a short space, you may keepe them all the yeare, they will be good in winter if you need them.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-054-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-054-orig">
          <p>Ein Rezept für einen, der kein Wasser lassen kann.</p>
          <p>Er soll sich angewöhnen, Hagebutten der Weinrose zu essen, und sie werden ihn zwingen, oftmals in kurzer Zeit Wasser zu lassen. Du kannst sie das ganze Jahr über aufbewahren; sie sind auch im Winter gut, falls du sie brauchst.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="Aglentine Berries">Hagebutten der Weinrose</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-055">
        <head>Mithridat-Trank gegen Mutterleiden</head>
        <div type="original" xml:id="lon-055-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-055-trans">
          <p>ffor the Mother.
Take a dram of Methridate, dissolve it in one Ounce and an halfe of Wormwood water, drinke it 4. hours before you goe to bed.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-055-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-055-orig">
          <p>Gegen die Mutter: Nimm etwa 4 g (eine Drachme) Mithridat und löse es in etwa 45 ml (anderthalb Unzen) Wermutwasser auf. Trinke es vier Stunden, bevor du zu Bett gehst.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a dram of Methridate">Mithridat</ingredient> - 4 g</item>
            <item><ingredient orig="one Ounce and an halfe of Wormwood water">Wermutwasser</ingredient> - 45 ml</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-056">
        <head>Schafgarbe gegen Nasenbluten</head>
        <div type="original" xml:id="lon-056-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-056-trans">
          <p>To stint bleeding at the Nose.
Take yarrow and put into the Nostrills of him that bleedeth, it will stint it presently.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-056-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-056-orig">
          <p>Um Nasenbluten zu stillen: Nimm Schafgarbe und stecke sie dem, der blutet, in die Nasenlöcher. Das soll es sogleich stillen.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="yarrow">Schafgarbe</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-057">
        <head>Gekochter Kapaun in Weinbrühe mit Datteln und Mark</head>
        <div type="original" xml:id="lon-057-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-057-trans">
          <p>To boyle a Capon.
Take a Capon and Two Marro^ w bones, the Marrow being taken out, and sett on the fire, the Capons and the bones in a broad mouth pott, or Kettle, and lett it seeth till the broth be strong of the meate, then take a pint of the broth, and a pint of Renish wine, or halfe a pint of sack, or halfe a pint of Muscadine and put into it large mace, and Cinamon sticks, 3. or 4. Cornes of whole pepper, 3. or 4. dates cut in the middle, and the stones taken out, lett this with halfe a quarter of sugar be boyled on a soft fire, till halfe be consumed, then
beate 4 or 5 Eggs throughly, and straine them in a porrenger, with 2. or 3. sponefulls of cold Renish wine, or veriuice, then put a quarterne of sugar to the Eggs, and still stirre it, till the sugar be melted, then take the other broath from of the fire seathing, and pour out some of it into a pottinger, and coole it, then pour the same to your Eggs, then pour it all into a pipkin of broth (one stirring it) and soe lett it boyle one warme with your Marrow, Then lay the Capon in a Dish, and poure the broth into it; when the Capon is almost boyled, take it, and lay it in a plaster, with the breast upward, and scatter some Salt thereon, untill your broth be ready, then boyle it a little more, and that will make it looke white.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-057-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-057-orig">
          <p>Nimm einen Kapaun und zwei Markknochen, aus denen das Mark herausgenommen ist, und setze den Kapaun und die Knochen in einem weiten Topf oder Kessel aufs Feuer. Lass es sieden, bis die Brühe kräftig nach dem Fleisch schmeckt.</p>
          <p>Dann nimm etwa 0,5 l (ein Pint) von der Brühe und etwa 0,5 l (ein Pint) Rheinwein, oder etwa 0,25 l (ein halbes Pint) Sack, oder etwa 0,25 l (ein halbes Pint) Muskateller, und gib große Muskatblüte, Zimtstangen, drei oder vier ganze Pfefferkörner und drei oder vier Datteln hinein, in der Mitte durchgeschnitten und die Kerne herausgenommen. Lass das mit etwa 55 g (ein halbes Viertelpfund) Zucker auf sanftem Feuer kochen, bis die Hälfte eingekocht ist.</p>
          <p>Dann schlage vier oder fünf Eier gründlich und seihe sie in eine Schüssel, mit zwei oder drei Löffeln kaltem Rheinwein oder Verjus. Dann gib etwa 110 g (ein Viertelpfund) Zucker zu den Eiern und rühre ständig weiter, bis der Zucker geschmolzen ist. Dann nimm die andere Brühe siedend vom Feuer, gieß etwas davon in ein Schüsselchen und lass es abkühlen. Dann gieß es zu deinen Eiern, dann gieß alles in einen Tiegel mit Brühe, während jemand rührt, und lass es so mit deinem Mark einmal aufwallen.</p>
          <p>Dann lege den Kapaun in eine Schüssel und gieß die Brühe darüber.</p>
          <p>Wenn der Kapaun fast gar gekocht ist, nimm ihn heraus, lege ihn mit der Brust nach oben auf eine Platte und streue etwas Salz darauf, bis deine Brühe fertig ist. Dann koche ihn noch ein wenig, das lässt ihn weiß aussehen.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="capon" orig="a Capon" commodity="wikidata:Q594676" source="#fyndling-ingredient-name">Kapaun</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item><ingredient orig="Two Marro^ w bones">Markknochen</ingredient> - 2 Stück</item>
            <item>
              <ingredient orig="your Marrow">Knochenmark aus den Markknochen</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="chicken stock" orig="a pint of the broth" commodity="wikidata:Q96362076" source="#fyndling-ingredient-context">Kapaunbrühe</ingredient> - 0.5 l</item>
            <item><ingredient orig="a pint of Renish wine, or halfe a pint of sack, or halfe a pint of Muscadine">Rheinwein</ingredient> - 0.5 l</item>
            <item>
              <ingredient orig="large mace">Muskatblüte (Macis), ganze Blätter</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="cinnamon" orig="Cinamon sticks" commodity="wikidata:Q28165" source="#fyndling-ingredient-name">Zimtstangen</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="3. or 4. Cornes of whole pepper">Pfefferkörner, ganz</ingredient> - 3-4 Stück</item>
            <item><ingredient orig="3. or 4. dates cut in the middle, and the stones taken out">Datteln, halbiert und entkernt</ingredient> - 3-4 Stück</item>
            <item><ingredient en="stock" orig="halfe a quarter of sugar" commodity="wikidata:Q3075310" source="#fyndling-ingredient-context">Zucker, für die Wein-Dattel-Brühe</ingredient> - 55 g</item>
            <item><ingredient en="chicken egg" orig="4 or 5 Eggs" commodity="wikidata:Q15260613" source="#fyndling-ingredient-registry">Eier</ingredient> - 4-5 Stück</item>
            <item><ingredient orig="2. or 3. sponefulls of cold Renish wine, or veriuice">Rheinwein, kalt</ingredient> - 2-3 EL</item>
            <item><ingredient orig="a quarterne of sugar">Zucker, zu den Eiern</ingredient> - 110 g</item>
            <item>
              <ingredient en="table salt" orig="Salt" commodity="wikidata:Q11254" source="#fyndling-ingredient-registry">Salz</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-058">
        <head>Hahnenwasser gegen die Schwindsucht</head>
        <div type="original" xml:id="lon-058-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-058-trans">
          <p>The Cocke water for a Consumption
Take a runing Cocke pull him alive, then kill him, and when he is almost Cold, knock him in the backe, and take out the Intralls, and wipe them cleane, and then put him in such a still, as you still rosewater with, with a pottle of sack, a pottle of new milke of a red Cow, a pound of Currance, a pound of raisons of the sun stoned, a quarter of a pound of Dates, stoned, and Cutt small, a handfull of pimpernell, 2 handfulls of Rose-mary blossoms, a handfull of wild time, 2 handfulls of Peneriall, 2 handfulls of Bugles blossomes, 2 handfulls of Bourgage blossomes, an handfull of fennell rootes, and an handfull of parsly rootes scraped, the pitch taken out an handfull of Endive leaves, an handfull of Succory leaves, a handfull of maiden haire, a handfull of figgs, 3 ounces of anniseeds brused, 7. ounces of liquoras scraped, and brused, still all these together with a soft fire, puttint into the glass which The water dropeth into halfe a pound of sugar, Candy beaten small; a booke of leafe-gold cut small among the sugar, 4 graines of
Amber-greace, 12 graines prepared pearle, and soe lett the water drop in upon these things in the glass, mingle the first water and the last both together, and take 4. sponefulls in the morning fasting, and 4. sponefulls as hour before supper, and shake it about the glass before you take the water to drinke.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-058-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-058-orig">
          <p>Nimm einen Hahn, der frei herumläuft, und rupfe ihn lebendig. Dann töte ihn, und wenn er fast kalt ist, schlag ihm auf den Rücken, nimm die Innereien heraus und wische ihn sauber. Dann gib ihn in eine Brennblase, wie du sie zum Brennen von Rosenwasser nimmst.</p>
          <p>Dazu kommen etwa 2 l (ein Pottle) Sack, etwa 2 l (ein Pottle) frische Milch von einer roten Kuh, etwa 450 g (ein Pfund) Korinthen, etwa 450 g (ein Pfund) entkernte Sonnenrosinen und etwa 110 g (ein Viertelpfund) Datteln, entsteint und klein geschnitten.</p>
          <p>Weiter eine Handvoll Gauchheil, zwei Handvoll Rosmarinblüten, eine Handvoll wilder Thymian, zwei Handvoll Poleiminze, zwei Handvoll Günselblüten, zwei Handvoll Borretschblüten, eine Handvoll Fenchelwurzeln und eine Handvoll Petersilienwurzeln, geschabt und das Mark herausgenommen, eine Handvoll Endivienblätter, eine Handvoll Wegwartenblätter, eine Handvoll Frauenhaarfarn, eine Handvoll Feigen, etwa 90 g (drei Unzen) Anis, zerstoßen, und etwa 210 g (sieben Unzen) Süßholz, geschabt und zerstoßen.</p>
          <p>Brenne das alles zusammen bei kleinem Feuer. In das Glas, in das das Wasser tropft, gib etwa 225 g (ein halbes Pfund) Kandiszucker, klein gestoßen, und ein Büchlein Blattgold, klein unter den Zucker geschnitten, dazu etwa 0,25 g (vier Gran) Ambra und etwa 0,8 g (zwölf Gran) zubereitete Perlen. So lass das Wasser auf diese Dinge im Glas tropfen. Mische das erste und das letzte Wasser zusammen.</p>
          <p>Nimm davon morgens nüchtern vier Löffel voll und eine Stunde vor dem Abendessen noch einmal vier Löffel voll, und schüttle es im Glas herum, bevor du das Wasser zum Trinken nimmst.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a runing Cocke">Hahn, frei laufend</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item><ingredient orig="a pottle of sack">Sack</ingredient> - 2 l</item>
            <item><ingredient orig="a pottle of new milke of a red Cow">frische Milch von einer roten Kuh</ingredient> - 2 l</item>
            <item><ingredient orig="a pound of Currance">Korinthen</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="a pound of raisons of the sun stoned">Sonnenrosinen, entkernt</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="a quarter of a pound of Dates, stoned, and Cutt small">Datteln, entsteint und klein geschnitten</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="a handfull of pimpernell">Gauchheil</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="2 handfulls of Rose-mary blossoms">Rosmarinblüten</ingredient> - 2 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="a handfull of wild time">wilder Thymian</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient en="pennyroyal" orig="2 handfulls of Peneriall" commodity="wikidata:Q161235" source="#fyndling-ingredient-name">Poleiminze</ingredient> - 2 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="2 handfulls of Bugles blossomes">Günselblüten</ingredient> - 2 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="2 handfulls of Bourgage blossomes">Borretschblüten</ingredient> - 2 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="an handfull of fennell rootes">Fenchelwurzeln</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="an handfull of parsly rootes scraped, the pitch taken out">Petersilienwurzeln, geschabt, ohne Mark</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="an handfull of Endive leaves">Endivienblätter</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="an handfull of Succory leaves">Wegwartenblätter</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="a handfull of maiden haire">Frauenhaarfarn</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient en="fig" orig="a handfull of figgs" commodity="wikidata:Q2746643" source="#fyndling-ingredient-name">Feigen</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="3 ounces of anniseeds brused">Anis, zerstoßen</ingredient> - 90 g</item>
            <item><ingredient orig="7. ounces of liquoras scraped, and brused">Süßholz, geschabt und zerstoßen</ingredient> - 210 g</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pound of sugar, Candy beaten small">Kandiszucker, klein gestoßen</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient orig="a booke of leafe-gold cut small">Blattgold (ein Büchlein), klein geschnitten</ingredient> - 1</item>
            <item><ingredient orig="Amber-greace">Ambra</ingredient> - 0.25 g</item>
            <item><ingredient orig="12 graines prepared pearle">zubereitete Perlen</ingredient> - 0.8 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-059">
        <head>Brechmittel mit Crocus in Sack</head>
        <div type="original" xml:id="lon-059-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-059-trans">
          <p>For a Vomitt.
Take Crocus, Merhelosuse, and put a drame into a pint of sacke, and soe keepe, and the night before you giue it shake the glass, and soe giue six sponefulls of the wine to one that is old, and 3. to a Child, or by weight an Ounce, and to a Child halfe an Ounce.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-059-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-059-orig">
          <p>Für ein Brechmittel: Nimm Crocus, Merhelosuse, gib etwa 4 g (eine Drachme) davon in etwa 0,5 l (ein Pint) Sack und bewahre es so auf.</p>
          <p>In der Nacht, bevor du es gibst, schüttle das Glas. Dann gib einem Alten sechs Löffel voll von dem Wein und einem Kind drei, oder nach Gewicht etwa 30 g (eine Unze) und einem Kind etwa 15 g (eine halbe Unze).</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="Crocus, Merhelosuse">Crocus, Merhelosuse (wohl Crocus metallorum, ein Antimon-Präparat)</ingredient> - 4 g</item>
            <item><ingredient orig="a pint of sacke">Sack</ingredient> - 500 ml</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-060">
        <head>Sahneschnee mit Rosenwasser, zweite Art</head>
        <div type="original" xml:id="lon-060-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-060-trans">
          <p>Another way to make snow.
Take a pint of creame, and a little rosewater, and the white of 2 Eggs, and as much sugar as will sweeten it, and soe wipe it, and take of the froath, but not into the thing as you wold have it, and soe lett it stand neere halfe an houre, till it be settled to the bottome, then take it out slightly into the thinge you would have it goe in, and lay it in heapes.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-060-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-060-orig">
          <p>Nimm etwa 0,5 l (ein Pint) Sahne, ein wenig Rosenwasser, das Weiße von 2 Eiern und so viel Zucker, wie es zum Süßen braucht. Schlage es so und nimm den Schaum ab, aber nicht in das Gefäß, in dem du ihn haben willst.</p>
          <p>Lass ihn so beinahe eine halbe Stunde stehen, bis es sich zum Boden hin gesetzt hat. Dann nimm ihn behutsam heraus in das Gefäß, in das er kommen soll, und lege ihn in Haufen hinein.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="cream" orig="a pint of creame" commodity="wikidata:Q13228" source="#fyndling-ingredient-name">Sahne</ingredient> - 500 ml</item>
            <item>
              <ingredient en="rose water" orig="a little rosewater" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="egg white" orig="the white of 2 Eggs" commodity="wikidata:Q796758" source="#fyndling-ingredient-name">Eiweiß</ingredient> - 2 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="unrefined cane sugar" orig="as much sugar as will sweeten it" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-061">
        <head>Schnupfmittel aus Gundermann und Primelwurzel gegen Migräne und Schwindel</head>
        <div type="original" xml:id="lon-061-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-061-trans">
          <p>For the Megrim, or swiming in the head.
Twenty ground Ivy leaves, and one primrose roote, cleane washed, and scraped, stamp them together small, with a sponefull of womans milke, If the medicine be for a man, it must be the milke which a Girle sucks on, if for a woman it must be the milke which a boy sucks, straine out the Iuice, and of that substance take out one drop in a spone, and sett a quill upon it, and holding one nostrill with your finger snuffe it up with one other, and after 3 dayes doe the like to the other nostrill, and then noe more for a weeke.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-061-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-061-orig">
          <p>Gegen die Migräne oder den Schwindel im Kopf: Zwanzig Blätter Gundermann und eine Primelwurzel, sauber gewaschen und geschabt - stoße sie zusammen klein mit einem Löffel voll Frauenmilch. Ist das Mittel für einen Mann, muss es die Milch sein, an der ein Mädchen saugt; ist es für eine Frau, muss es die Milch sein, an der ein Junge saugt.</p>
          <p>Seihe den Saft aus, nimm von dieser Substanz einen Tropfen auf einen Löffel und setze einen Federkiel darauf. Halte ein Nasenloch mit deinem Finger zu und zieh den Tropfen mit dem anderen hoch. Nach drei Tagen tu dasselbe mit dem anderen Nasenloch, und dann eine Woche lang nicht mehr.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="Twenty ground Ivy leaves">Gundermannblätter</ingredient> - 20 Stück</item>
            <item><ingredient orig="one primrose roote">Primelwurzel, sauber gewaschen und geschabt</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item><ingredient orig="a sponefull of womans milke">Frauenmilch</ingredient> - 1 EL</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-062">
        <head>Pfeffersirup mit Ysopwasser gegen Blähungen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-062-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-062-trans">
          <p>For Expulsion of wind.
White pepper, Black pepper, of each a peny-worth, Time, ginger, anniseeds of each a spone-full, searched, and made into fine powder, and a penyworth of long pepper, the white must be beaten grossly, Then take a pint and an halfe of Isopp water, and put into it 3 quarters of a pound of sugar,
boyle it till it comes to a sirrope, after Cooling, then put in your pouders, stirring it well together, and soe keepe it in a gally-pott if you please a yeare together.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-062-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-062-orig">
          <p>Zum Austreiben von Blähungen.</p>
          <p>Nimm weißen Pfeffer und schwarzen Pfeffer, von jedem für einen Penny, dazu Thymian, Ingwer und Anis, von jedem einen Löffel voll, gesiebt und zu feinem Pulver gemacht, und für einen Penny langen Pfeffer. Der weiße muss grob gestoßen werden.</p>
          <p>Dann nimm etwa 0,75 l (anderthalb Pint) Ysopwasser und gib etwa 340 g (drei Viertel Pfund) Zucker hinein. Koche es, bis es zu einem Sirup wird. Wenn er abgekühlt ist, gib deine Pulver hinein und rühre alles gut zusammen. So kannst du es, wenn du willst, ein Jahr lang in einem Salbentopf aufbewahren.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="White pepper">weißer Pfeffer, für einen Penny</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Black pepper">schwarzer Pfeffer, für einen Penny</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="Time">Thymian</ingredient> - 1 EL</item>
            <item><ingredient en="ginger" orig="ginger" commodity="wikidata:Q15046077" source="#fyndling-ingredient-registry">Ingwer</ingredient> - 1 EL</item>
            <item><ingredient en="anise" orig="anniseeds" commodity="wikidata:Q33873455" source="#fyndling-ingredient-name">Anis</ingredient> - 1 EL</item>
            <item>
              <ingredient orig="a penyworth of long pepper">langer Pfeffer, für einen Penny</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="a pint and an halfe of Isopp water">Ysopwasser</ingredient> - 0.75 l</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="3 quarters of a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 340 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-063">
        <head>Pulver für einen schwachen Rücken, mit destilliertem Wasser</head>
        <div type="original" xml:id="lon-063-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-063-trans">
          <p>A pouder for a weake back which never failes, approved of by Lady Parsons .
Take the kernells of Acrons, whitearchangle flowers, or for want of them Pomegranette blossomes, red Corall, and amber, of each halfe an Ounce, Sugar candy, an Ounce, powder them all very fine, and drinke as much of it morning, and Evening in beere as will lye upon sixpence, if the flux be very great, then drinke it with this distilled water. Take muskadine 3 pints, the inward pith of the backe of a young bullock, a quart of creame, a quarter of a pound of Dates, 2 ounces of mastick, brused Plantaine, and knott grass, of each 2 good handfulls, steepe all these together in a bason, covered a day, &amp; a night, then put it into a glasse, still and distill it in hott water, this water with this pouder will stop the flux of the whites, eaven the runing of the raines, and restore any weake back.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-063-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-063-orig">
          <p>Ein Pulver für einen schwachen Rücken, das nie versagt, erprobt von Lady Parsons.</p>
          <p>Das Pulver: Nimm die Kerne von Eicheln, Blüten der Weißen Taubnessel oder, wenn du die nicht hast, Granatapfelblüten, rote Koralle und Bernstein, von jedem etwa 15 g (eine halbe Unze), dazu etwa 30 g (eine Unze) Kandiszucker. Pulvere alles sehr fein und trinke davon morgens und abends in Bier so viel, wie auf einen Sixpence passt. Ist der Fluss sehr stark, dann trinke es mit diesem destillierten Wasser.</p>
          <p>Das destillierte Wasser: Nimm etwa 1,5 l (drei Pints) Muskatellerwein, das innere Mark aus dem Rücken eines jungen Stiers, etwa 1 l (ein Quart) Sahne, etwa 110 g (ein Viertelpfund) Datteln, etwa 60 g (zwei Unzen) Mastix, zerquetschten Wegerich und Vogelknöterich, von jedem zwei gute Handvoll. Lass dies alles zusammen in einer Schüssel zugedeckt einen Tag und eine Nacht ziehen. Dann gib es in ein Glas und destilliere es in heißem Wasser.</p>
          <p>Dieses Wasser soll mit diesem Pulver den Weißfluss stillen, ja sogar das Rinnen der Nieren, und jeden schwachen Rücken wiederherstellen.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="the kernells of Acrons">Eichelkerne</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="whitearchangle flowers">Blüten der Weißen Taubnessel</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="Pomegranette blossomes">Granatapfelblüten, wenn keine Taubnessel da ist</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="red Corall">Rote Koralle</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="amber">Bernstein</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="Sugar candy">Kandiszucker</ingredient> - 30 g</item>
            <item>
              <ingredient en="beer" orig="beere" commodity="wikidata:Q44" source="#fyndling-ingredient-name">Bier</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="muskadine 3 pints">Muskatellerwein</ingredient> - 1.5 l</item>
            <item>
              <ingredient orig="the inward pith of the backe of a young bullock">Rückenmark eines jungen Stiers</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="cream" orig="a quart of creame" commodity="wikidata:Q13228" source="#fyndling-ingredient-name">Sahne</ingredient> - 1 l</item>
            <item><ingredient en="date" orig="a quarter of a pound of Dates" commodity="wikidata:Q1652093" source="#fyndling-ingredient-name">Datteln</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient en="mastic" orig="2 ounces of mastick" commodity="wikidata:Q318367" source="#fyndling-ingredient-name">Mastix</ingredient> - 60 g</item>
            <item><ingredient orig="brused Plantaine">Wegerich, zerquetscht</ingredient> - 2 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="knott grass">Vogelknöterich, zerquetscht</ingredient> - 2 Handvoll</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-064">
        <head>Anis-Minz-Trank gegen Weißfluss und Samenfluss</head>
        <div type="original" xml:id="lon-064-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-064-trans">
          <p>To stay the whites, and runing of the Raines, Mr Aires .
Take a quart of water, put into it one Ounce of Anniseeds, and boyle it to a pint, then straine it, and devide the liquor into 3 parts, and into it one sponefull of the Iuice of red mint, and soe drinke a mornings cold, and nights warme for a weake or longer if you please, you must make the Iuice of mint fresh every day, &amp; if you put a sponefull into your water it will be the better.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-064-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-064-orig">
          <p>Um den Weißfluss und den Samenfluss zu stillen, von Mr Aires.</p>
          <p>Nimm etwa 1 l (ein Quart) Wasser, gib etwa 30 g (eine Unze) Anissamen hinein und koche es auf etwa 0,5 l (ein Pint) ein. Dann seihe es ab, teile die Flüssigkeit in drei Teile und gib einen Löffel voll Saft von roter Minze hinein. So trinke es morgens kalt und abends warm, eine Woche lang oder länger, wenn du willst.</p>
          <p>Den Minzsaft musst du jeden Tag frisch machen. Und wenn du einen Löffel voll in dein Wasser gibst, wird es umso besser.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="water" orig="a quart of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient> - 1 l</item>
            <item><ingredient orig="one Ounce of Anniseeds">Anissamen</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient orig="one sponefull of the Iuice of red mint">Saft von roter Minze</ingredient> - 1 EL</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-065">
        <head>Mr Tripletts Mohnblüten-Branntwein gegen das Wechselfieber</head>
        <div type="original" xml:id="lon-065-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-065-trans">
          <p>Mr Triplett 's Receipt for the Ague.
Take 3 Gallons of Aqua-vita, put into it halfe a bushell of red poppy flowers, lett it stand a day and a night in a glass well stopt, then straine it
very well, and put in it the same glass againe, take halfe a pound of figgs, halfe a pound of raisons of the sunn, well stonedm and sliced, 3 ounces of Anniseeds beate small, tye up all these in a bagg, lett it stand upon these ingredients, if you haue a Convenient place to sun it for 10 days, it will much improve it.
note Be sure the poppy lie not in the Aqua-vita above 24. houres. In 2. or 3. sponefulls of this water dissolve well the quantity of an hasel nutt of london Treakle giue it the patient an hour before the fitt fasting, then exercise a fast 4. or 5. hours after.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-065-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-065-orig">
          <p>Mr Tripletts Rezept gegen das Wechselfieber.</p>
          <p>Nimm etwa 12 l (drei Gallonen) Branntwein und gib etwa 18 l (einen halben Scheffel) rote Mohnblüten hinein. Lass es einen Tag und eine Nacht in einem gut verschlossenen Glas stehen, dann seihe es sehr gut ab und gib es wieder in dasselbe Glas.</p>
          <p>Nimm etwa 225 g (ein halbes Pfund) Feigen und etwa 225 g (ein halbes Pfund) Sonnenrosinen, gut entsteint und in Scheiben geschnitten, und etwa 90 g (drei Unzen) Anis, klein gestoßen. Binde das alles in einen Beutel und lass den Branntwein auf diesen Zutaten stehen. Hast du einen geeigneten Platz, um es 10 Tage in die Sonne zu stellen, so wird es dadurch sehr verbessert.</p>
          <p>Notiz: Achte darauf, dass der Mohn nicht länger als 24 Stunden im Branntwein liegt.</p>
          <p>In 2 oder 3 Löffeln von diesem Wasser löse gut die Menge einer Haselnuss Londoner Theriak auf. Gib es dem Kranken eine Stunde vor dem Anfall, nüchtern, und danach soll er 4 oder 5 Stunden fasten.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="brandy" orig="3 Gallons of Aqua-vita" commodity="wikidata:Q146470" source="#fyndling-ingredient-name">Branntwein (Aqua vitae)</ingredient> - 12 l</item>
            <item><ingredient orig="halfe a bushell of red poppy flowers">rote Mohnblüten (Klatschmohn)</ingredient> - 18 l</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pound of figgs">Feigen, in Scheiben</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pound of raisons of the sunn, well stonedm and sliced">Sonnenrosinen, entsteint und in Scheiben</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient orig="3 ounces of Anniseeds beate small">Anis, klein gestoßen</ingredient> - 90 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="the quantity of an hasel nutt of london Treakle">Londoner Theriak, haselnussgroß</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-066">
        <head>Weißes Hühnerfrikassee mit Eigelb</head>
        <div type="original" xml:id="lon-066-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-066-trans">
          <p>A white ffrigasy.
Take the fleash of 6 Chickens, &amp; cut the leggs and wings into peeces, and the other cutt in as broad thin peeces as you cann, then take strong broth, and a bundle of sweet herbs and large mace, and boyle all - together till they be tender, then put your Chickens into the pan, then take 9 yelkes of Eggs, and beate them with a little white-wine, or a little Vinigar, a little sugar and the Iuice of a lemon, but fry your Chickens, when they are ready then put in your Eggs, and toss them well together, fry them, not too long after your Eggs be in, for they will Curdle, soe serve them with Cippits, straw minced parcly over the Dish.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-066-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-066-orig">
          <p>Nimm das Fleisch von 6 Hühnern. Schneide die Keulen und Flügel in Stücke und das übrige in so breite, dünne Stücke, wie du kannst. Dann nimm kräftige Brühe, ein Bündel Küchenkräuter und große Muskatblüte und koche alles zusammen, bis sie weich sind. Dann gib deine Hühner in die Pfanne.</p>
          <p>Nimm 9 Eigelb und schlage sie mit ein wenig Weißwein oder ein wenig Essig, ein wenig Zucker und dem Saft einer Zitrone. Brate aber deine Hühner, und wenn sie fertig sind, gib deine Eier hinein und schwenke alles gut zusammen. Brate sie nicht zu lange, nachdem die Eier darin sind, denn sonst gerinnen sie.</p>
          <p>So trage sie mit Brotschnittchen auf und streue fein gehackte Petersilie über die Schüssel.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="chicken" orig="the fleash of 6 Chickens" commodity="wikidata:Q864693" source="#fyndling-ingredient-name">Hühner (das Fleisch)</ingredient> - 6 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="stock" orig="strong broth" commodity="wikidata:Q3075310" source="#fyndling-ingredient-context">kräftige Brühe</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a bundle of sweet herbs">Küchenkräuter, ein Bündel</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="large mace">Muskatblüte (Macis), ganze Blätter</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="yolk" orig="9 yelkes of Eggs" commodity="wikidata:Q16336079" source="#fyndling-ingredient-registry">Eigelb</ingredient> - 9 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="wine" orig="a little white-wine, or a little Vinigar" commodity="wikidata:Q282" source="#fyndling-ingredient-registry">Weißwein</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a little sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="lemon" orig="the Iuice of a lemon" commodity="wikidata:Q1093742" source="#fyndling-ingredient-name">Zitrone (der Saft)</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item>
              <ingredient orig="Cippits">Brotschnittchen</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="minced parcly">Petersilie, fein gehackt</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-067">
        <head>Zitronensalat: Schalenröllchen in Essig-Zucker-Sirup</head>
        <div type="original" xml:id="lon-067-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-067-trans">
          <p>To make a limon Sallett.
Take limons, and cut them in the midst, and take out the meate, and put them into a Bason of cold water, then lett them stand all night in cold water, and the next morning cut them out into little long strings, and wind them up every halfe limon by it selfe, and tye them with a thread, that they doe not breake, then take them &amp; boyle them till they be a little tender, then take a pint of Vinigar
and a pound of sugar, and boyle them, till they come to a thicke Sirrope.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-067-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-067-orig">
          <p>Nimm Zitronen, schneide sie in der Mitte durch, nimm das Fruchtfleisch heraus und lege sie in eine Schüssel mit kaltem Wasser. Lass sie dann die ganze Nacht in kaltem Wasser stehen.</p>
          <p>Am nächsten Morgen schneide sie in kleine, lange Streifen und wickle sie auf, jede halbe Zitrone für sich, und binde sie mit einem Faden zusammen, damit sie nicht zerbrechen. Dann nimm sie und koche sie, bis sie ein wenig weich sind.</p>
          <p>Dann nimm etwa 0,5 l (ein Pint) Essig und etwa 450 g (ein Pfund) Zucker und koche sie, bis sie zu einem dicken Sirup werden.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="limons">Zitronen, unbehandelt</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a Bason of cold water">Wasser, kalt</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="vinegar" orig="a pint of Vinigar" commodity="wikidata:Q41354" source="#fyndling-ingredient-name">Essig</ingredient> - 500 ml</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 450 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-068">
        <head>Königin Elisabeths feiner Kuchen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-068-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-068-trans">
          <p>How to make an Excellent fine Cake
Take a quarter of a Peck, or some-what more, of the finest flower you can gett, a pint of Thicke Creame, 10 yelkes (with out whites) well beaten, 3 quarters of a pound of fresh butter gently melted, and poured on the flower, a little dish full of Aile yeast strained, halfe a quarter of a pint of Rosewater, with some musk or Amber-greece dissolved in it, season it with salt, a penny-worth of Cloves, and as much mace, and more of Nutmegge, all finely beaten together, 2 pound of the best Currence, well pickt, and washed in warme water, a pound of raisons stoned, and shred very small, with a little rose-water, halfe a pound of fine sugar, first mingled, then knead all these things very well together, then lett them lye a full hour in their dough, and the Oven being ready make up your Cake, lett not your oven bee too hott, shutt not the nouth of it close, turne your Cake now and then that it may bake alike, lett it not stand a full hour in the Oven, against the time you draw your Cake, you must have in readynes some Rosewater, and sugar beaten small, and both together beaten in a pottenger, then dip in a tufte of feathers, or a little brush in it, and wet the upperside of the Cake all over very well, then sett your Cake in the Oven to dry it on, and when you draw your Cake it will be covered as it were with Ice;
note This is calle Queene Elizabeth 's fine Cake.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-068-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-068-orig">
          <p>Teig: Nimm etwa 2 l (ein Viertel Peck) oder etwas mehr vom feinsten Mehl, das du bekommen kannst, etwa 0,5 l (ein Pint) dicken Rahm, 10 gut geschlagene Eigelb ohne das Eiweiß und etwa 340 g (drei Viertel Pfund) frische Butter, sanft geschmolzen und über das Mehl gegossen. Dazu ein kleines Schüsselchen voll durchgeseihte Bierhefe vom Ale und etwa 60 ml (ein Achtel Pint) Rosenwasser, in dem etwas Moschus oder Ambra aufgelöst ist. Würze mit Salz, mit Nelken für einen Penny, ebenso viel Muskatblüte und mehr Muskatnuss, alles zusammen fein gestoßen.</p>
          <p>Früchte: Dazu etwa 900 g (zwei Pfund) der besten Korinthen, gut verlesen und in warmem Wasser gewaschen, etwa 450 g (ein Pfund) entsteinte Rosinen, sehr klein gehackt, mit ein wenig Rosenwasser, und etwa 225 g (ein halbes Pfund) feinen Zucker. Zuerst vermengen, dann alles sehr gut miteinander verkneten und eine volle Stunde im Teig liegen lassen.</p>
          <p>Backen: Wenn der Ofen bereit ist, forme deinen Kuchen. Lass den Ofen nicht zu heiß sein und verschließ seine Öffnung nicht dicht. Wende den Kuchen ab und zu, damit er gleichmäßig bäckt, und lass ihn keine volle Stunde im Ofen stehen.</p>
          <p>Glasur: Für den Zeitpunkt, an dem du den Kuchen herausnimmst, musst du etwas Rosenwasser und fein gestoßenen Zucker bereithalten, beides zusammen in einem Napf verschlagen. Tauche ein Federbüschel oder einen kleinen Pinsel hinein und bestreiche die Oberseite des Kuchens überall sehr gut. Dann stell den Kuchen wieder in den Ofen, damit die Glasur antrocknet. Wenn du ihn herausnimmst, ist er gleichsam mit Eis überzogen.</p>
          <p>Anmerkung: Dieser heißt Königin Elisabeths feiner Kuchen.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a quarter of a Peck, or some-what more, of the finest flower you can gett">Weizenmehl, feinstes</ingredient> - 2 l</item>
            <item><ingredient orig="a pint of Thicke Creame">Rahm, dick</ingredient> - 500 ml</item>
            <item><ingredient en="yolk" orig="10 yelkes" commodity="wikidata:Q16336079" source="#fyndling-ingredient-registry">Eigelb</ingredient> - 10 Stück</item>
            <item><ingredient en="butter" orig="3 quarters of a pound of fresh butter gently melted" commodity="wikidata:Q34172" source="#fyndling-ingredient-name">Butter, frisch</ingredient> - 340 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="a little dish full of Aile yeast strained">Bierhefe vom Ale, durchgeseiht (ein kleines Schüsselchen voll)</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="rose water" orig="halfe a quarter of a pint of Rosewater" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser</ingredient> - 60 ml</item>
            <item>
              <ingredient orig="some musk or Amber-greece dissolved in it">Moschus oder Ambra</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="table salt" orig="season it with salt" commodity="wikidata:Q11254" source="#fyndling-ingredient-registry">Salz</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="clove" orig="a penny-worth of Cloves" commodity="wikidata:Q15622897" source="#fyndling-ingredient-name">Gewürznelken (für einen Penny)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="as much mace">Muskatblüte (Macis), ebenso viel wie Nelken</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="and more of Nutmegge">Muskatnuss, mehr als Nelken</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="2 pound of the best Currence, well pickt, and washed in warme water">Korinthen</ingredient> - 900 g</item>
            <item><ingredient orig="a pound of raisons stoned, and shred very small, with a little rose-water">Rosinen, entsteint</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pound of fine sugar">Zucker, fein</ingredient> - 225 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="some Rosewater, and sugar beaten small">Rosenwasser und fein gestoßener Zucker für die Glasur</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-069">
        <head>Geschmortes Hüftstück vom Rind mit Rheinwein</head>
        <div type="original" xml:id="lon-069-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-069-trans">
          <p>To stew a Rump of Beefe.
Take a Rump of Beefe, and cut it into 4. peeces, put it into a great pipkin with water, cut 4. or 5. Carrotts in peeces, put good store of Onyons shred, 3 leaves of mace, and some whole
pepper, a bundle of time, and Rosemary, 6 sponefulls of Vinigar, a pint and halfe of Renish wine, a little veriuice, and salt, lett it stand a great while softly, and then send it in with browne Cippits.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-069-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-069-orig">
          <p>Nimm ein Hüftstück vom Rind und schneide es in vier Stücke. Gib es mit Wasser in einen großen irdenen Topf. Schneide vier oder fünf Möhren in Stücke und gib reichlich fein geschnittene Zwiebeln dazu, drei Blätter Muskatblüte und etwas ganzen Pfeffer, ein Bund Thymian und Rosmarin, sechs Löffel Essig, etwa 750 ml (anderthalb Pint) Rheinwein, ein wenig Verjus und Salz.</p>
          <p>Lass es lange sanft schmoren und trage es dann mit gebräunten Brotschnitten auf.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="a Rump of Beefe">Hüftstück vom Rind</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="water" orig="water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="4. or 5. Carrotts">Möhren</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="onion" orig="good store of Onyons" commodity="wikidata:Q3406628" source="#fyndling-ingredient-name">Zwiebeln</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="mace" orig="3 leaves of mace" commodity="wikidata:Q1882876" source="#fyndling-ingredient-name">Muskatblüte (Macis)</ingredient> - 3 Blatt</item>
            <item>
              <ingredient orig="some whole&#10;pepper">Pfeffer, ganze Körner</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="a bundle of time, and Rosemary">Thymian und Rosmarin</ingredient> - 1 Bund</item>
            <item><ingredient en="vinegar" orig="6 sponefulls of Vinigar" commodity="wikidata:Q41354" source="#fyndling-ingredient-name">Essig</ingredient> - 6 EL</item>
            <item><ingredient orig="a pint and halfe of Renish wine">Rheinwein</ingredient> - 750 ml</item>
            <item>
              <ingredient en="verjuice" orig="a little veriuice" commodity="wikidata:Q1060458" source="#fyndling-ingredient-name">Verjus</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="table salt" orig="salt" commodity="wikidata:Q11254" source="#fyndling-ingredient-registry">Salz</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="browne Cippits">Brotschnitten, gebräunt</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-070">
        <head>White-pot mit Datteln und Mark</head>
        <div type="original" xml:id="lon-070-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-070-trans">
          <p>A white-Pott.
To a quart of Creame, take 8 yelks of Eggs, the whites of 2, beate them very well, season them with sugar, rose-water, nutmegge, 4. dates sliced, take a peny lofe, and slice it thin, then put it into a dish, with the marrow of 2 bones, butter the bottomes of the dish, and strew the raisons at top, an hour will bake it.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-070-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-070-orig">
          <p>Auf etwa 1 l (ein Quart) Sahne nimm 8 Eigelb und das Eiweiß von 2 Eiern und schlage sie sehr gut. Würze sie mit Zucker, Rosenwasser, Muskat und 4 in Scheiben geschnittenen Datteln.</p>
          <p>Nimm ein Pennybrot und schneide es dünn auf. Dann gib es mit dem Mark von 2 Knochen in eine Schüssel, streiche den Boden der Schüssel mit Butter aus und streue die Rosinen obenauf. In einer Stunde ist es gebacken.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="cream" orig="a quart of Creame" commodity="wikidata:Q13228" source="#fyndling-ingredient-name">Sahne</ingredient> - 1 l</item>
            <item><ingredient en="yolk" orig="8 yelks of Eggs" commodity="wikidata:Q16336079" source="#fyndling-ingredient-registry">Eigelb</ingredient> - 8 Stück</item>
            <item><ingredient en="egg white" orig="the whites of 2" commodity="wikidata:Q796758" source="#fyndling-ingredient-name">Eiweiß</ingredient> - 2 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="unrefined cane sugar" orig="sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="rose water" orig="rose-water" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="nutmeg" orig="nutmegge" commodity="wikidata:Q83165" source="#fyndling-ingredient-registry">Muskatnuss</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="4. dates sliced">Datteln, in Scheiben geschnitten</ingredient> - 4 Stück</item>
            <item><ingredient orig="a peny lofe">Pennybrot, dünn geschnitten</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item><ingredient orig="the marrow of 2 bones">Markknochen (das Mark daraus)</ingredient> - 2 Stück</item>
            <item>
              <ingredient orig="butter the bottomes of the dish">Butter zum Ausstreichen</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="raisin" orig="the raisons" commodity="wikidata:Q13186" source="#fyndling-ingredient-registry">Rosinen</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-071">
        <head>Sack-Posset mit Sahne aus dem Ofen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-071-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-071-trans">
          <p>To make a good Posset.
Take 8 yelks of Eggs, and whites, beate them well together, and straine them into a quart of Creame, season them with nutmeggs, and put to them a pint of sack, stir them together, and put them into a bason, and sett it into an oven noe hotter then for Custards lett them stand in 2 hours.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-071-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-071-orig">
          <p>Nimm 8 Eigelb samt dem Eiweiß und schlage sie gut miteinander. Seihe sie in etwa 1 l (ein Quart) Sahne, würze sie mit Muskatnuss, gib etwa 0,5 l (ein Pint) Sack dazu und rühre alles zusammen.</p>
          <p>Fülle es in eine Schüssel und stelle sie in einen Ofen, der nicht heißer ist als für Custards. Lass es zwei Stunden darin stehen.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="chicken egg" orig="8 yelks of Eggs, and whites" commodity="wikidata:Q15260613" source="#fyndling-ingredient-registry">Eier (Eigelb samt Eiweiß)</ingredient> - 8 Stück</item>
            <item><ingredient en="cream" orig="a quart of Creame" commodity="wikidata:Q13228" source="#fyndling-ingredient-name">Sahne</ingredient> - 1 l</item>
            <item>
              <ingredient en="nutmeg" orig="nutmeggs" commodity="wikidata:Q83165" source="#fyndling-ingredient-registry">Muskatnuss</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="a pint of sack">Sack</ingredient> - 500 ml</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-072">
        <head>Vortrefflicher Sillibub mit Apfelwein</head>
        <div type="original" xml:id="lon-072-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-072-trans">
          <p>To make an Excellent Sillibubbe.
Fill your Sillibubbe pot with Sider, and good store of sugar, and a little Nutmegge, stir it well together, and when the Sugar is melted, put in as much creame, by 2. or 3. sponefulls at a time, then stirre it softly once about, lett it stand 2 hours at least before it be eaten, the standing makes it curdle.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-072-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-072-orig">
          <p>Fülle deinen Sillibub-Topf mit Apfelwein und reichlich Zucker und ein wenig Muskatnuss und rühre es gut durch.</p>
          <p>Wenn der Zucker sich gelöst hat, gib ebenso viel Sahne hinein, jeweils zwei oder drei Löffel voll auf einmal. Dann rühre es sanft einmal herum.</p>
          <p>Lass es mindestens zwei Stunden stehen, bevor es gegessen wird; durch das Stehen gerinnt es.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="Sider">Apfelwein (Cider)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="good store of sugar">Zucker, reichlich</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a little Nutmegge">Muskatnuss, ein wenig</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="as much creame">Sahne, ebenso viel wie Apfelwein</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-073">
        <head>Jumbals - Knotengebäck mit Koriander und Fenchelsamen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-073-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-073-trans">
          <p>To make Iumballs.
To a pound of fine flower dryed in the Oven take a quarter of a pound of sugar, 2 yelks of Eggs, and one white, and thicke creame as much as will wett it, Corriander fennell seed a good quantity, worke all together well, then roll it into small rolls, and cast it into Knotts, Take heed the Oven be not too hott.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-073-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-073-orig">
          <p>Jumbals machen: Auf etwa 450 g (ein Pfund) feines Mehl, im Ofen getrocknet, nimm etwa 110 g (ein Viertelpfund) Zucker, 2 Eigelb und ein Eiweiß und dazu so viel dicke Sahne, dass es feucht wird, Koriander- und Fenchelsamen in guter Menge. Verarbeite alles gut miteinander, dann rolle es zu kleinen Rollen und lege sie zu Knoten. Achte darauf, dass der Ofen nicht zu heiß ist.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a pound of fine flower dryed in the Oven">feines Mehl, im Ofen getrocknet</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a quarter of a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient en="yolk" orig="2 yelks of Eggs" commodity="wikidata:Q16336079" source="#fyndling-ingredient-registry">Eigelb</ingredient> - 2 Stück</item>
            <item><ingredient en="egg white" orig="one white" commodity="wikidata:Q796758" source="#fyndling-ingredient-name">Eiweiß</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item>
              <ingredient orig="thicke creame as much as will wett it">dicke Sahne, so viel, dass es feucht wird</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Corriander">Koriandersamen</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="fennell seed a good quantity">Fenchelsamen</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-074">
        <head>Kräutersirup gegen Lungenhusten, nach D. R.</head>
        <div type="original" xml:id="lon-074-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-074-trans">
          <p>A sirrope for a Cough of the lungs. by D. R.
Take good deale of wood-Bittony, Scabias, Egrimony, Colesfoot, Senecle, alehoofe, tub a like quantity of these hearbs, (except ales foote) take a little less of this, because it is of a strong tast, beate these in a stone morter, and wring out the Iuice a pint, or a quart (as you will) then sett it on the fire, and skim it iust as it boyleth, that it may be cleared, then to a pound of hony lett there be a pound and a quarter of the iuice, and put them altogether, and boyle them to a Sirrope, and take a sponefull or 2 of this Sirrope, morning and Evening.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-074-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-074-orig">
          <p>Ein Sirup gegen einen Husten der Lunge. Von D. R.</p>
          <p>Nimm eine gute Menge Betonie, Skabiose, Odermennig, Huflattich, Sanikel und Gundermann, aber von diesen Kräutern jeweils gleich viel, außer vom Gundermann: Davon nimm etwas weniger, weil er einen starken Geschmack hat.</p>
          <p>Stoße die Kräuter in einem Steinmörser und presse den Saft aus, etwa 0,5 l (ein Pint) oder etwa 1 l (ein Quart), wie du willst. Dann setze ihn aufs Feuer und schäume ihn genau dann ab, wenn er aufkocht, damit er klar wird.</p>
          <p>Dann nimm auf etwa 450 g (ein Pfund) Honig etwa 560 g (ein Pfund und ein Viertel) Saft, gib alles zusammen und koche es zu einem Sirup ein.</p>
          <p>Von diesem Sirup nimm morgens und abends einen oder zwei Löffel voll.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="wood-Bittony">Betonie (Betonica officinalis)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Scabias">Skabiose</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Egrimony">Odermennig</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Colesfoot">Huflattich</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="Senecle">Sanikel (Sanicula europaea)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="alehoofe">Gundermann</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="honey" orig="to a pound of hony" commodity="wikidata:Q10987" source="#fyndling-ingredient-registry">Honig</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="a pound and a quarter of the iuice">Kräutersaft</ingredient> - 560 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-075">
        <head>Gekochte Konserve aus Damaszener-Rosenknospen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-075-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-075-trans">
          <p>To preserve Damaske roses.
Take Damaske -Rosebudds, with the Nailes upon them, and shake the seeds from them, halfe a peck, pick them cleane from the out leaves, put to them as much runing water as will cover them, when they are thrust downe, and prest altogether, boyle them till they be tender close covered, put in double the weight, and halfe of fine sugar, and boyle them to a Conserve, your sugar must be put in at twice from the time you put in your first sugar, till it be enough it, will be an hour, but lett it not be too long after your last sugar in, you must not cover it after you begin to put in your sugar. Take a sponefull of it at a time, (doe more as you will haue it worke) in a morning early, and keepe in a warme house, but you may goe about the house if you will.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-075-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-075-orig">
          <p>Nimm Knospen der Damaszener-Rose mit den Nägeln daran und schüttle die Samen aus ihnen heraus, etwa 4,5 l (einen halben Peck). Zupfe sie sauber von den äußeren Blättern.</p>
          <p>Gib so viel fließendes Wasser dazu, dass es sie bedeckt, wenn sie niedergedrückt und alle zusammengepresst sind. Koche sie gut zugedeckt, bis sie weich sind.</p>
          <p>Gib dann das Doppelte ihres Gewichts und noch die Hälfte an feinem Zucker hinein und koche sie zu einer Konserve ein. Den Zucker musst du in zwei Gaben hineingeben. Von der ersten Zuckergabe an, bis sie fertig ist, dauert es eine Stunde; lass sie aber nach der letzten Zuckergabe nicht zu lange kochen. Sobald du anfängst, den Zucker hineinzugeben, darfst du sie nicht mehr zudecken.</p>
          <p>Nimm davon jeweils einen Löffel voll früh am Morgen - mehr, je nachdem, wie du sie wirken lassen willst - und bleib in einem warmen Haus; im Haus herumgehen darfst du aber, wenn du willst.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="Damaske -Rosebudds, with the Nailes upon them">Knospen der Damaszener-Rose, mit den Nägeln</ingredient> - 4.5 l</item>
            <item>
              <ingredient orig="runing water">fließendes Wasser</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="fine sugar">feiner Zucker</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-076">
        <head>Himbeeren in dickem Sirup einmachen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-076-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-076-trans">
          <p>To preserve Raspas.
Take a quart of Raspas, and put them into a Skillet, and boyle them a little, untill the iuice will come from them, then straine them through a peece of Canvas, then take a pound and a quarter of lofe sugar well beaten, and put to the sugar halfe a pint of the Iuice of the Raspas, and sett it on a quick fire, and boyle it and skim it, then boyle that liquor till it come to a thick sirrope, then take it of from the fire, skim it cleane, and put in a pound of great Raspas, and lett them stand in the liquor a little while till they are warme, then set them on the fire, and boyle them a little while gently, then boyle them on a quick fire, and soe boyle them till they bee enough, which will be quickly, but if you boyle them long they will be hard.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-076-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-076-orig">
          <p>Nimm etwa 1 l (ein Quart) Himbeeren, gib sie in einen Kochtopf und koche sie ein wenig, bis der Saft aus ihnen austritt. Dann seihe sie durch ein Stück grobes Leinen.</p>
          <p>Nimm danach etwa 560 g (ein Pfund und ein Viertel) Hutzucker, gut zerstoßen, und gib zum Zucker etwa 0,25 l (ein halbes Pint) vom Himbeersaft. Setze es auf ein lebhaftes Feuer, lass es kochen und schöpfe den Schaum ab. Koche die Flüssigkeit dann, bis sie zu einem dicken Sirup wird.</p>
          <p>Nimm sie dann vom Feuer, schäume sie sauber ab und gib etwa 450 g (ein Pfund) große Himbeeren hinein. Lass sie ein Weilchen in der Flüssigkeit stehen, bis sie warm sind.</p>
          <p>Setze sie dann aufs Feuer und koche sie eine kleine Weile sanft. Danach koche sie auf lebhaftem Feuer, und koche sie so, bis sie gar sind, was schnell geht; kochst du sie aber lange, werden sie hart.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a quart of Raspas">Himbeeren (für den Saft)</ingredient> - 1 l</item>
            <item><ingredient orig="a pound and a quarter of lofe sugar well beaten">Hutzucker, gut zerstoßen</ingredient> - 560 g</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pint of the Iuice of the Raspas">Himbeersaft (aus den ersten Beeren)</ingredient> - 0.25 l</item>
            <item><ingredient orig="a pound of great Raspas">Himbeeren, große</ingredient> - 450 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-077">
        <head>Klistier gegen Bauchgrimmen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-077-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-077-trans">
          <p>A Glyster good against griping.
Take a peice of fat meat of Porke, an handfull of Camomile flowers &amp; about an ounce of liquorish Cut &amp; scrapt, &amp; a sponefull of aniseedes bruised, boyle them well, &amp; take about 4 a wine pint of this broth, &amp; about 4 sponefulls of Course sugar &amp; the yolkes of 2 Egges mix them well &amp; so use them for a glyster.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-077-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-077-orig">
          <p>Ein Klistier, gut gegen Bauchgrimmen: Nimm ein Stück fettes Schweinefleisch, eine Handvoll Kamillenblüten, etwa 30 g (eine Unze) Süßholz, geschnitten und geschabt, und einen Löffel voll zerstoßene Anissamen und koche das gut aus.</p>
          <p>Nimm von dieser Brühe etwa „4 a“ Pint nach Weinmaß; ein solches Pint sind etwa 0,5 l. Dazu kommen etwa 4 Löffel voll grober Zucker und die Dotter von 2 Eiern. Misch das gut und gebrauch es so als Klistier.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="pork" orig="a peice of fat meat of Porke" commodity="wikidata:Q191768" source="#fyndling-ingredient-context">fettes Schweinefleisch</ingredient> - 1 Stück</item>
            <item><ingredient orig="an handfull of Camomile flowers">Kamillenblüten</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="about an ounce of liquorish Cut &amp; scrapt">Süßholz, geschnitten und geschabt</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient orig="a sponefull of aniseedes bruised">Anissamen, zerstoßen</ingredient> - 1 EL</item>
            <item>
              <ingredient en="stock" orig="about 4 a wine pint of this broth" commodity="wikidata:Q3075310" source="#fyndling-ingredient-context">Brühe aus der Abkochung, „about 4 a wine pint“</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="about 4 sponefulls of Course sugar">grober Zucker</ingredient> - 4 EL</item>
            <item><ingredient en="yolk" orig="the yolkes of 2 Egges" commodity="wikidata:Q16336079" source="#fyndling-ingredient-registry">Eidotter</ingredient> - 2 Stück</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-078">
        <head>Surfeit-Wasser mit Mohn und Anis</head>
        <div type="original" xml:id="lon-078-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-078-trans">
          <p>To make surfeit water
Take five quarts of anniseed water, halfe a bushell of Popyes, steeped three dayes in it, then straine it out and pat a pound of raisons of the sunn stoned, a pound of figgs sliced, halfe a pound of licorish sliced thin, two ounces of anniseeds, one ounce of fennel seed, brused infuse them of three or fower dayes more, then put it into botteles.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-078-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-078-orig">
          <p>Nimm etwa 5 l (fünf Quart) Aniswasser und lass etwa 18 l (einen halben Scheffel) Mohn drei Tage darin ziehen. Dann seihe es ab.</p>
          <p>Gib etwa 450 g (ein Pfund) entsteinte Sonnenrosinen hinein, etwa 450 g (ein Pfund) Feigen in Scheiben, etwa 225 g (ein halbes Pfund) dünn geschnittenes Süßholz, etwa 60 g (zwei Unzen) Anissamen und etwa 30 g (eine Unze) Fenchelsamen, angestoßen. Lass sie weitere drei oder vier Tage darin ziehen, dann fülle es in Flaschen.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="five quarts of anniseed water">Aniswasser</ingredient> - 5 l</item>
            <item><ingredient en="opium poppy" orig="halfe a bushell of Popyes" commodity="wikidata:Q2007388" source="#fyndling-ingredient-name">Mohn (wohl Klatschmohnblüten)</ingredient> - 18 l</item>
            <item><ingredient orig="a pound of raisons of the sunn stoned">Sonnenrosinen, entsteint</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="a pound of figgs sliced">Feigen, in Scheiben</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pound of licorish sliced thin">Süßholz, dünn geschnitten</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient orig="two ounces of anniseeds">Anissamen, angestoßen</ingredient> - 60 g</item>
            <item><ingredient orig="one ounce of fennel seed, brused">Fenchelsamen, angestoßen</ingredient> - 30 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-079">
        <head>Gelbe Salbe aus Harzen und Wachs</head>
        <div type="original" xml:id="lon-079-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-079-trans">
          <p>To make the yellowe Salve.
Take of rosen and perrosen of each halfe a pound, virgins wax and frankincence of each a quarter pound, mastick &amp; deer suit of each one ounce, then cut the suet &amp; wax &amp; disolve them first in a kettle, then put in the rosen &amp; let yt melt thenthe perrosen, thenthe frankincence, next the mastick one after the other, but be sure to stirr them all the while, till they be well melted, but by noe meanes to boile, then take it of the fire, &amp; straine it through a course lining Cloath into a pottle of white wine boiling hot &amp; soe stirr it till it be blood hott, &amp; then put a quarter of pound of turpentine two drames of beaten Chamfeir, &amp; stirr them well in when tis cold to handle take it out of the wine, &amp; roll it vp for your vse, but for a fistula put in 4 ounces of myrrhe amongst the things whilst they are melting
The wine that wash this salve would be saved to wash a wound of sore with all being very good for that purpose.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-079-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-079-orig">
          <p>Die gelbe Salbe herstellen.</p>
          <p>Nimm von Harz und Perrosen je etwa 225 g (ein halbes Pfund), von Jungfernwachs und Weihrauch je etwa 110 g (ein Viertelpfund), von Mastix und Hirschtalg je etwa 30 g (eine Unze). Zerschneide dann Talg und Wachs und lass beides zuerst in einem Kessel zergehen. Gib dann das Harz hinein und lass es schmelzen, danach die Perrosen, danach den Weihrauch, zuletzt den Mastix, eines nach dem anderen. Rühre dabei die ganze Zeit, bis alles gut geschmolzen ist, lass es aber auf keinen Fall kochen.</p>
          <p>Nimm es dann vom Feuer und seihe es durch ein grobes Leinentuch in etwa 2 l (ein Pottle) kochend heißen Weißwein. Rühre so lange, bis es blutwarm ist. Gib dann etwa 110 g (ein Viertelpfund) Terpentin und etwa 8 g (zwei Drachmen) zerstoßenen Kampfer dazu und rühre beides gut ein. Wenn die Masse kalt genug zum Anfassen ist, nimm sie aus dem Wein und rolle sie für den Gebrauch zusammen.</p>
          <p>Für eine Fistel: Gib etwa 120 g (vier Unzen) Myrrhe zu den Zutaten, während sie schmelzen.</p>
          <p>Den Wein, in dem die Salbe gewaschen wurde, soll man aufheben, um damit eine Wunde oder ein Geschwür auszuwaschen; er sei dafür sehr gut.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="rose" orig="rosen" commodity="wikidata:Q34687" source="#corema-ingredient-index">Harz (Kolophonium)</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient orig="perrosen">Perrosen (zweite Harzsorte, Bedeutung offen)</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient orig="virgins wax">Jungfernwachs</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="frankincence">Weihrauch</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient en="mastic" orig="mastick" commodity="wikidata:Q318367" source="#fyndling-ingredient-name">Mastix</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient orig="deer suit">Hirschtalg</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient orig="a pottle of white wine">Weißwein, kochend heiß</ingredient> - 2 l</item>
            <item><ingredient orig="a quarter of pound of turpentine">Terpentin</ingredient> - 110 g</item>
            <item><ingredient orig="two drames of beaten Chamfeir">Kampfer, zerstoßen</ingredient> - 8 g</item>
            <item><ingredient orig="4 ounces of myrrhe">Myrrhe (Zusatz für eine Fistel)</ingredient> - 120 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-080">
        <head>Bleimasse aus Mennige und Bleiweiß für Pflastertücher</head>
        <div type="original" xml:id="lon-080-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-080-trans">
          <p>To make the Lead in learch Cloath
Take a pound of red lead, and a pound of white, both beaten very fine, put them into a deep earthen pan wellleaded with a pint of sallet oyle &amp; 12 ounces of cassell soap sliced in, &amp; 3 ounces of bees wax cut very thin then lett them over a soft fire &amp; keepe it with Continuall stiring till all be melted, then boyle it gently till it comes to an oyle coulor &amp; when it will neither sticke to your fingers nor board tis enough, you either make it into rolls or dip Cloaths in, &amp; keepe them for your vse.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-080-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-080-orig">
          <p>Die Bleimasse für das learch-Tuch zu machen.</p>
          <p>Nimm etwa 450 g (ein Pfund) Mennige und etwa 450 g (ein Pfund) Bleiweiß, beides sehr fein zerstoßen. Gib sie in eine tiefe, gut bleiglasierte Tonschüssel, dazu etwa 0,5 l (eine Pint) Salatöl, etwa 360 g (12 Unzen) Kastilienseife, in Scheiben geschnitten, und etwa 90 g (3 Unzen) Bienenwachs, sehr dünn geschnitten.</p>
          <p>Setze sie über ein schwaches Feuer und rühre ununterbrochen, bis alles geschmolzen ist. Danach lass es schwach sieden, bis es die Farbe von Öl annimmt. Wenn es weder an den Fingern noch am Brett kleben bleibt, ist es genug.</p>
          <p>Dann forme es entweder zu Rollen oder tauche Tücher hinein, und bewahre sie für deinen Gebrauch auf.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a pound of red lead">Mennige</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="a pound of white">Bleiweiß</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="a pint of sallet oyle">Salatöl (Baumöl)</ingredient> - 500 ml</item>
            <item><ingredient orig="12 ounces of cassell soap sliced in">Kastilienseife, in Scheiben geschnitten</ingredient> - 360 g</item>
            <item><ingredient orig="3 ounces of bees wax cut very thin">Bienenwachs, sehr dünn geschnitten</ingredient> - 90 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-081">
        <head>Mittel gegen Schwindel mit Benediktenkraut</head>
        <div type="original" xml:id="lon-081-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-081-trans">
          <p>A receipt for dizines in the head.
Take a pint of whit wine and put into it halfe a handfull of Cardious Benidictus sett it vpon a soft fire to infuse till halfe be consumed then straine it out and put to it two graines of bezar and as much flower of brimstone as will lay vpon sixpence, and soe drinke it last to bed, or any other tyme, when you find the distemper vpon you, if it be vnpleasent add a little sugar but lesse the better.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-081-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-081-orig">
          <p>Ein Rezept gegen Schwindel im Kopf.</p>
          <p>Nimm etwa 0,5 l (ein Pint) Weißwein und gib eine halbe Handvoll Benediktenkraut hinein. Setze es auf ein sanftes Feuer und lass es ziehen, bis die Hälfte eingekocht ist. Dann seihe es ab.</p>
          <p>Gib etwa 0,13 g (zwei Gran) Bezoar dazu und so viel Schwefelblüte, wie auf einen Sixpence passt. Trinke es als Letztes vor dem Zubettgehen oder zu jeder anderen Zeit, wenn du das Unwohlsein an dir spürst.</p>
          <p>Ist es unangenehm, gib ein wenig Zucker dazu, doch je weniger, desto besser.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="wine" orig="a pint of whit wine" commodity="wikidata:Q282" source="#fyndling-ingredient-registry">Weißwein</ingredient> - 0.5 l</item>
            <item><ingredient orig="halfe a handfull of Cardious Benidictus">Benediktenkraut</ingredient> - 0.5 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="two graines of bezar">Bezoar</ingredient> - 0.13 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="as much flower of brimstone as will lay vpon sixpence">Schwefelblüte, so viel wie auf einen Sixpence passt</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a little sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker (nach Bedarf)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-082">
        <head>Kümmelkuchen mit Kümmel- und Biskuitkonfekt</head>
        <div type="original" xml:id="lon-082-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-082-trans">
          <p>To make seed Cake.
Take fower pound of fine flower, one pound of butter crumbled well into the flower, then put in halfe a pint of ale yeast, and as much Creame blood warme, as will it a stife past, lett it lay an hower in the dough th till the Oven heat, then pull it in peeces, and strowe in 3 quarters of a pound of Carriway Comfitts, &amp; halfe pound of biskett Comfitts, reserving some to strowe on the tope, going into Oven, bake it with a good quicke heat.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-082-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-082-orig">
          <p>Um einen Kümmelkuchen zu machen: Nimm etwa 1,8 kg (vier Pfund) feines Mehl und etwa 450 g (ein Pfund) Butter, gut ins Mehl gebröselt. Dann gib etwa 250 ml (ein halbes Pint) Bierhefe dazu und so viel blutwarme Sahne, wie es für einen festen Teig braucht. Lass ihn eine Stunde im Teig liegen, bis der Ofen heiß ist.</p>
          <p>Dann zupfe ihn in Stücke und streue etwa 340 g (drei Viertel Pfund) Kümmelkonfekt und etwa 225 g (ein halbes Pfund) Biskuitkonfekt ein. Behalte etwas davon zurück, um es oben aufzustreuen, wenn er in den Ofen kommt. Backe ihn bei guter, lebhafter Hitze.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="fower pound of fine flower">Weizenmehl, fein</ingredient> - 1800 g</item>
            <item><ingredient en="butter" orig="one pound of butter" commodity="wikidata:Q34172" source="#fyndling-ingredient-name">Butter</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pint of ale yeast">Bierhefe</ingredient> - 250 ml</item>
            <item>
              <ingredient orig="as much Creame blood warme">Sahne, blutwarm</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="3 quarters of a pound of Carriway Comfitts">Kümmelkonfekt</ingredient> - 340 g</item>
            <item><ingredient orig="halfe pound of biskett Comfitts">Biskuitkonfekt</ingredient> - 225 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-083">
        <head>Milzsalbe aus Steinklee und Kamille</head>
        <div type="original" xml:id="lon-083-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-083-trans">
          <p>To make the spleene salve.
Take millilet and camomile, of each three handfulls Parsly and plantin of each one handfull, Deere suet one pound, Vitgins wax twelve ounces, and rosen three pound, put these Ingredients into an earthen pot well leaded and ouer a soft fire melt the wax rosen and suet, then put in the hearbes being first shred &amp; mixed vp with a pint of white wine, &amp; soe stir them well together, then sett the pot in a coole seller, 7 dayes then sett it over the fire again, &amp; boyle it halfe an hour then streine it through a linin Cloath into dishes puting a litle fair water into every bottome &amp; when tis cold make it vp in rolls, &amp; keepe it close in paper, when tis vsd it must be spread vpon thin leather, cut spleene fashion, pricked full of holes &amp; applied to the sides.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-083-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-083-orig">
          <p>Die Milzsalbe zu machen.</p>
          <p>Nimm Steinklee und Kamille, von jedem drei Handvoll, Petersilie und Wegerich, von jedem eine Handvoll, Hirschtalg etwa 450 g (ein Pfund), Jungfernwachs etwa 360 g (zwölf Unzen) und Kolophonium etwa 1,35 kg (drei Pfund). Gib diese Zutaten in einen irdenen Topf, der gut mit Blei glasiert ist, und schmelze über schwachem Feuer das Wachs, das Kolophonium und den Talg. Gib dann die Kräuter hinein, die du zuvor klein geschnitten und mit etwa 0,5 l (einem Pint) Weißwein vermengt hast, und rühre alles gut zusammen.</p>
          <p>Stell den Topf dann sieben Tage in einen kühlen Keller. Setz ihn danach wieder aufs Feuer und lass es eine halbe Stunde kochen. Seihe es dann durch ein Leinentuch in Schüsseln und gib vorher in den Boden jeder Schüssel ein wenig klares Wasser. Wenn es kalt ist, forme es zu Rollen und bewahre es fest in Papier eingeschlagen auf.</p>
          <p>Zum Gebrauch muss es auf dünnes Leder gestrichen werden, das in Milzform zugeschnitten und voller Löcher gestochen ist, und auf die Seiten gelegt werden.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="millilet">Steinklee</ingredient> - 3 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="camomile, of each three handfulls">Kamille</ingredient> - 3 Handvoll</item>
            <item><ingredient en="parsley" orig="Parsly" commodity="wikidata:Q25284" source="#fyndling-ingredient-registry">Petersilie</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient en="Plantago" orig="plantin of each one handfull" commodity="wikidata:Q164686" source="#fyndling-ingredient-registry">Wegerich</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Deere suet one pound">Hirschtalg</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="Vitgins wax twelve ounces">Jungfernwachs</ingredient> - 360 g</item>
            <item><ingredient orig="rosen three pound">Kolophonium</ingredient> - 1350 g</item>
            <item><ingredient en="wine" orig="a pint of white wine" commodity="wikidata:Q282" source="#fyndling-ingredient-registry">Weißwein</ingredient> - 500 ml</item>
            <item>
              <ingredient orig="a litle fair water">klares Wasser</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="thin leather">dünnes Leder</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-084">
        <head>Pesttrank mit Raute und Salbei</head>
        <div type="original" xml:id="lon-084-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-084-trans">
          <p>A most exellent drinke against the Plague.
Take 3 pints of the best muskadine &amp; boyle in it one handfull of Rue, one handfull of Sage over a Charcoale fire till one pint be consumed, then streine the hearbs hard out, then sett it over the fire again &amp; put therin long pepper one ounce, ginger halfe an ounce, nutmegge halfe an ounce, all beaten to powder, lett all these boyle together, a little after take it of the fire, &amp; put therin an ounce of the best mithridate, an ounce of the best Treackle, a quarter of a pint of the best Angelica water, keepe this above all, if thou be infected with the plague tak morning &amp; evening one spoonfull luke warme, but if not, only thrice a weeke one spoonfull at a tyme, it have bine observed this never ifayled, if taken in tyme, it is good against the sweating sickness, small pox, measells, surfeits if taken vpon the first invasion, &amp; soe layd downe to sweat, with poset drink made with marrigold flowers.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-084-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-084-orig">
          <p>Ein ganz vortrefflicher Trank gegen die Pest. Nimm etwa 1,5 l (drei Pints) vom besten Muskateller und koche darin eine Handvoll Raute und eine Handvoll Salbei über einem Holzkohlefeuer, bis etwa 0,5 l (ein Pint) verkocht ist. Dann drücke die Kräuter fest aus und seihe ab.</p>
          <p>Setze es wieder über das Feuer und gib langen Pfeffer, etwa 30 g (eine Unze), Ingwer, etwa 15 g (eine halbe Unze), und Muskatnuss, etwa 15 g (eine halbe Unze), hinein, alles zu Pulver gestoßen. Lass alles zusammen kochen, nimm es bald danach vom Feuer und gib etwa 30 g (eine Unze) vom besten Mithridat, etwa 30 g (eine Unze) vom besten Theriak und etwa 125 ml (ein Viertel Pint) vom besten Angelikawasser hinein. Halte dies höher als alles andere.</p>
          <p>Wenn du mit der Pest angesteckt bist, nimm morgens und abends einen Löffel voll, lauwarm. Wenn nicht, nur dreimal in der Woche einen Löffel voll auf einmal. Man hat beobachtet, dass es nie versagt hat, wenn es rechtzeitig genommen wird. Es ist gut gegen die Schweißseuche, die Pocken, die Masern und das Überessen, wenn es beim ersten Anfall genommen wird und man sich danach zum Schwitzen hinlegt, mit einem Posset, der mit Ringelblumenblüten bereitet ist.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="3 pints of the best muskadine">Muskateller</ingredient> - 1500 ml</item>
            <item><ingredient orig="one handfull of Rue">Raute</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient en="common sage" orig="one handfull of Sage" commodity="wikidata:Q1111359" source="#fyndling-ingredient-registry">Salbei</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="long pepper one ounce">Langer Pfeffer, gepulvert</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient orig="ginger halfe an ounce">Ingwer, gepulvert</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="nutmegge halfe an ounce">Muskatnuss, gepulvert</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="an ounce of the best mithridate">Mithridat</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient orig="an ounce of the best Treackle">Theriak</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient orig="a quarter of a pint of the best Angelica water">Angelikawasser</ingredient> - 125 ml</item>
            <item>
              <ingredient orig="poset drink made with marrigold flowers">Posset mit Ringelblumenblüten, zum Schwitzen</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-085">
        <head>Weiße Salbe mit Schweinefett</head>
        <div type="original" xml:id="lon-085-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-085-trans">
          <p>To make the white oyntment
Take 2 pound of hoggs suet pilld &amp; laid in water 3 dayes running the water twice aday, then beat it in a cloath, &amp; put it in a bason, then slice in 2 Lemons halfe dozen pipins slic't two penniworth mace, 6 cloves, quarter pint of rose water then sett it over a pot of boyling water, till all be infused then streine it, &amp; when tis cold, beat it for 2 days together &amp; put it vp.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-085-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-085-orig">
          <p>Die weiße Salbe zu machen: Nimm etwa 900 g (zwei Pfund) Schweinenierenfett, abgezogen, und lege es drei Tage in Wasser; das Wasser wechselst du zweimal am Tag. Dann schlage es in einem Tuch und gib es in eine Schüssel.</p>
          <p>Dann schneide zwei Zitronen und ein halbes Dutzend Pippin-Äpfel in Scheiben hinein, dazu Muskatblüte für zwei Pence, sechs Nelken und etwa 125 ml (ein Viertel Pint) Rosenwasser. Dann stelle es über einen Topf mit kochendem Wasser, bis alles durchgezogen ist.</p>
          <p>Dann seihe es durch, und wenn es kalt ist, schlage es zwei Tage hintereinander und fülle es ab.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="2 pound of hoggs suet">Schweinenierenfett (Flomen), abgezogen</ingredient> - 900 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="water">Wasser, zum Wässern des Fetts</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="2 Lemons">Zitronen, in Scheiben</ingredient> - 2 Stück</item>
            <item><ingredient orig="halfe dozen pipins">Pippin-Äpfel, in Scheiben</ingredient> - 6 Stück</item>
            <item>
              <ingredient orig="two penniworth mace">Muskatblüte (Macis), für zwei Pence</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="clove" orig="6 cloves" commodity="wikidata:Q15622897" source="#fyndling-ingredient-name">Gewürznelken</ingredient> - 6 Stück</item>
            <item><ingredient en="rose water" orig="quarter pint of rose water" commodity="wikidata:Q900450" source="#fyndling-ingredient-name">Rosenwasser</ingredient> - 125 ml</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-086">
        <head>Wasser gegen Verbrennung (Ulmenrinde)</head>
        <div type="original" xml:id="lon-086-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-086-trans">
          <p>A water for a Burning
Take a handfull of the barke of an Elm root, scrape it &amp; wash it, &amp; beat it, then lay it in a pint of runing water 24 howers then strein it &amp; dip a peice of lawne, &amp; spread over the burning.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-086-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-086-orig">
          <p>Ein Wasser für eine Verbrennung: Nimm eine Handvoll von der Rinde einer Ulmenwurzel, schabe sie, wasche sie und zerstoße sie. Dann lege sie 24 Stunden lang in etwa 0,5 l (ein Pint) fließendes Wasser. Danach seihe es durch, tauche ein Stück feines Leinen hinein und breite es über die Verbrennung.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a handfull of the barke of an Elm root">Rinde einer Ulmenwurzel</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="a pint of runing water">fließendes Wasser</ingredient> - 500 ml</item>
            <item><ingredient orig="a peice of lawne">feines Leinen</ingredient> - 1 Stück</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-087">
        <head>Mundwasser mit Brombeerblättern und Alaun</head>
        <div type="original" xml:id="lon-087-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-087-trans">
          <p>A mouth water
Take a pint of runing water 3 spoonfulls of honey, handfull of red Bramble leaves, litle woodbine, halfe dozen sage leaves quarter pound Corrants, peniworth safron, as much allom as an nutmegge, boyle it halfe away, &amp; strein it.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-087-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-087-orig">
          <p>Ein Mundwasser. Nimm etwa 0,5 l (ein Pint) fließendes Wasser, drei Löffel voll Honig, eine Handvoll rote Brombeerblätter, ein wenig Geißblatt, ein halbes Dutzend Salbeiblätter, etwa 110 g (ein Viertelpfund) Korinthen, Safran für einen Penny und so viel Alaun wie eine Muskatnuss. Koche es zur Hälfte ein und seihe es ab.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="a pint of runing water">fließendes Wasser</ingredient> - 500 ml</item>
            <item><ingredient en="honey" orig="3 spoonfulls of honey" commodity="wikidata:Q10987" source="#fyndling-ingredient-registry">Honig</ingredient> - 3 EL</item>
            <item><ingredient orig="handfull of red Bramble leaves">rote Brombeerblätter</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item>
              <ingredient orig="litle woodbine">Geißblatt</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="common sage" orig="halfe dozen sage leaves" commodity="wikidata:Q1111359" source="#fyndling-ingredient-name">Salbeiblätter</ingredient> - 6 Stück</item>
            <item><ingredient orig="quarter pound Corrants">Korinthen</ingredient> - 110 g</item>
            <item>
              <ingredient orig="peniworth safron">Safran für einen Penny</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="as much allom as an nutmegge">Alaun, so viel wie eine Muskatnuss</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-088">
        <head>Kreidekuchen gegen Durchfall</head>
        <div type="original" xml:id="lon-088-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-088-trans">
          <p>To Stopp a Loosness.
Take the whites of 3 new laid eggs, then scrape Chalke &amp; mixe it, till it be a stiff past, make it into a Cake, &amp; bake it one the hearth, &amp; lay it very hote to the Nobbe.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-088-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-088-orig">
          <p>Um einen Durchfall zu stillen. Nimm das Eiweiß von 3 frisch gelegten Eiern, schabe dann Kreide hinein und vermische es, bis es ein fester Teig ist. Forme daraus einen Kuchen, backe ihn auf der Herdstelle und lege ihn sehr heiß auf den Nabel.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="the whites of 3 new laid eggs">Eiweiß von frisch gelegten Eiern</ingredient> - 3 Stück</item>
            <item>
              <ingredient orig="Chalke">Kreide, geschabt</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-089">
        <head>Orangenmarmelade mit dreimal gekochten Schalen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-089-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-089-trans">
          <p>To make marmalade of Oranges
First weigh your oranges against soe much fine sugar, &amp; then pare them very thinn, taking of as as litle of the pill as may be, then cut them into quarters &amp; take out all the meat &amp; Iuice being carefull to take out from it all the seeds &amp; strings &amp; put that meat into a glass &amp; cover it, to which put a peice of sugar else it will loose its spirits, then take your pills &amp; boyle them in 3 severall waters, having laid the night before in cold water, putting them into the 2 last waters when they are boyling hot &amp; when they be thus boyling tender drye them in a Cloath &amp; then cut them, not shredding them over small, then take your sugar &amp; iust dipping every lumpe into water put it into a skillet &amp; boyle it very high till it be almost sugar again, then boyle your pills in that sugar halfe an hower &amp; then to all this put your meat &amp; Iuice &amp; boyle that a quarter of an hower, &amp; soe put it vp into glasses.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-089-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-089-orig">
          <p>Wiege zuerst deine Orangen gegen ebenso viel feinen Zucker ab. Dann schäle sie sehr dünn und nimm dabei so wenig von der Schale ab wie möglich. Schneide sie dann in Viertel und nimm das ganze Fruchtfleisch und den Saft heraus. Achte sorgfältig darauf, alle Kerne und Fäden daraus zu entfernen. Gib das Fruchtfleisch in ein Glas und decke es zu. Leg ein Stück Zucker dazu, sonst verliert es seine Frische.</p>
          <p>Dann nimm deine Schalen und koche sie in drei verschiedenen Wassern, nachdem sie die Nacht zuvor in kaltem Wasser gelegen haben. In die beiden letzten Wasser gibst du sie erst, wenn diese kochend heiß sind. Wenn sie so weich gekocht sind, trockne sie in einem Tuch und schneide sie dann, aber nicht zu klein.</p>
          <p>Dann nimm deinen Zucker, tauche jedes Stück nur kurz in Wasser, gib ihn in einen Kochtopf und koche ihn sehr hoch ein, bis er fast wieder zu Zucker wird. Dann koche deine Schalen eine halbe Stunde in diesem Zucker. Gib dann zu all dem dein Fruchtfleisch und den Saft und koche es eine Viertelstunde, und so füll es in Gläser.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="oranges">Orangen (wahrscheinlich Pomeranzen)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="soe much fine sugar">feiner Zucker, in Stücken</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="water" orig="3 severall waters" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-090">
        <head>Diättrunk gegen die Gicht</head>
        <div type="original" xml:id="lon-090-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-090-trans">
          <p>A Diet drink against the Gout.
Take of Camipytis or Ground pine i2 oz Turbith 4 oz Hermodactiles 4 oz Rheubard 2 oz Sennae 4 oz Coriander Seedes i oz Let these be bruised &amp; infused 24 howers in a gallon of fresh beere or smal Ale &amp; when well infused strain them and put the Liquor into 5 Gallons of new strong Ale shaking it well together, then put those Druggs that are strained into a linnin bagg &amp; let it hang in the rundlet or vessell with the infusion for 3 or 4 dayes then draw it out into bottles, and let them be well stopt, if the partie be weake add in the infusion a quarter of an ounce of saffron Drinke of this a pint in a morning fasting Doctor Trigg</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-090-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-090-orig">
          <p>Ein Diättrunk gegen die Gicht.</p>
          <p>Nimm Camipytis oder Gelben Günsel, etwa 360 g (12 Unzen), Turbith, etwa 120 g (4 Unzen), Hermodactiles, etwa 120 g (4 Unzen), Rhabarberwurzel, etwa 60 g (2 Unzen), Sennesblätter, etwa 120 g (4 Unzen), und Koriandersamen, etwa 30 g (1 Unze). Diese sollen zerstoßen und 24 Stunden lang in etwa 4 l (einer Gallone) frischem Bier oder Dünnbier angesetzt werden.</p>
          <p>Wenn alles gut durchgezogen ist, seihe es ab und gieße die Flüssigkeit in etwa 20 l (5 Gallonen) neues, starkes Ale und schüttle es gut durcheinander. Dann gib die abgeseihten Drogen in einen Leinenbeutel und lass ihn 3 oder 4 Tage im Fässchen oder Gefäß mit dem Auszug hängen. Dann zieh es auf Flaschen ab und verschließe sie gut.</p>
          <p>Ist der Kranke schwach, gib etwa 8 g (eine Viertelunze) Safran in den Auszug. Trink davon morgens nüchtern etwa 0,5 l (ein Pint).</p>
          <p>Doctor Trigg.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="Camipytis or Ground pine i2 oz">Gelber Günsel (Camipytis)</ingredient> - 360 g</item>
            <item><ingredient orig="Turbith 4 oz">Turbith (Turbithwurzel)</ingredient> - 120 g</item>
            <item><ingredient orig="Hermodactiles 4 oz">Hermodactiles (wohl Zeitlosen-Knolle)</ingredient> - 120 g</item>
            <item><ingredient orig="Rheubard 2 oz">Rhabarberwurzel</ingredient> - 60 g</item>
            <item><ingredient orig="Sennae 4 oz">Sennesblätter</ingredient> - 120 g</item>
            <item><ingredient orig="Coriander Seedes i oz">Koriandersamen</ingredient> - 30 g</item>
            <item><ingredient orig="a gallon of fresh beere or smal Ale">frisches Bier oder Dünnbier</ingredient> - 4 l</item>
            <item><ingredient orig="5 Gallons of new strong Ale">neues, starkes Ale</ingredient> - 20 l</item>
            <item><ingredient en="saffron" orig="a quarter of an ounce of saffron" commodity="wikidata:Q25434" source="#fyndling-ingredient-registry">Safran (nur bei schwachem Kranken)</ingredient> - 8 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-091">
        <head>Chinawurzel-Ale mit Rosinen und Gewürzen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-091-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-091-trans">
          <p>To make China Ale.
Take 2 bushels of mault, and make a firkin of ale out of it, then take 3 quartars of a pound of stoned Reisons and halfe an ounce of China , root sliced and halfe an ounce of Coriander ^ seede , a blade or two of mace, 4 cloues boyle all these 2 houres, and when it is almost cold worke it up with yest, &amp; lett it stand 4 or 5 days in the vessell, then botle it, putting into every botle a good lumpe of loafe sugar, Let it ^ be well cork't.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-091-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-091-orig">
          <p>Nimm etwa 70 l (zwei Scheffel) Malz und mach daraus ein Firkin Ale. Dann nimm etwa 340 g (drei Viertel Pfund) entsteinte Rosinen, etwa 15 g (eine halbe Unze) in Scheiben geschnittene Chinawurzel und etwa 15 g (eine halbe Unze) Koriandersamen, ein oder zwei Blätter Muskatblüte und 4 Gewürznelken. Koche das alles 2 Stunden.</p>
          <p>Wenn es fast kalt ist, setze es mit Bierhefe zur Gärung an und lass es 4 oder 5 Tage im Gefäß stehen. Dann fülle es auf Flaschen und gib in jede Flasche ein gutes Stück Hutzucker. Es soll gut verkorkt sein.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="2 bushels of mault">Malz</ingredient> - 70 l</item>
            <item><ingredient orig="3 quartars of a pound of stoned Reisons">Rosinen, entsteint</ingredient> - 340 g</item>
            <item><ingredient orig="halfe an ounce of China , root sliced">Chinawurzel (Smilax china), in Scheiben</ingredient> - 15 g</item>
            <item><ingredient orig="halfe an ounce of Coriander ^ seede">Koriandersamen</ingredient> - 15 g</item>
            <item>
              <ingredient en="mace" orig="a blade or two of mace" commodity="wikidata:Q1882876" source="#fyndling-ingredient-name">Muskatblüte (ein oder zwei Blätter)</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="clove" orig="4 cloues" commodity="wikidata:Q15622897" source="#fyndling-ingredient-name">Gewürznelken</ingredient> - 4 Stück</item>
            <item>
              <ingredient orig="yest">Bierhefe</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a good lumpe of loafe sugar">Hutzucker (ein gutes Stück je Flasche)</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-092">
        <head>Marmelade aus Pippin-Äpfeln mit Zitrone</head>
        <div type="original" xml:id="lon-092-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-092-trans">
          <p>To make marmalade of Pippins
Take of the best Green pippens one pound, as much of the best loafe sugar beaten, then as you pare the pippins put them into water, then take them out, and chop them, till they be very small and slice them from the core, then shred in lemon pill to the quantity of halfe an one, it must first be boyled tender, then put in your pill, and, 3 quarters of the sugar, with 3 or 4 sponefulls of water, into a skillett, then let it boyle quick, and as it boyles strew in the remainder of the sugar, at severall tymes, and a sponefull of faire water in the midle of the boyling then a litle before you take it of the fire, squeze in the iuice of 2 lemons, and a muske comfitt, when it cometh from the bottom of the skillet it is enough</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-092-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-092-orig">
          <p>Nimm etwa 450 g (ein Pfund) von den besten grünen Pippin-Äpfeln und ebenso viel vom besten Hutzucker, zerstoßen. Lege die Äpfel, während du sie schälst, ins Wasser. Dann nimm sie heraus und hacke sie, bis sie ganz klein sind, und schneide sie vom Kerngehäuse.</p>
          <p>Dann schneide Zitronenschale hinein, in der Menge einer halben; sie muss zuerst weich gekocht werden.</p>
          <p>Dann gib deine Schale und drei Viertel des Zuckers mit 3 oder 4 Löffeln Wasser in einen Kochtopf und lass es lebhaft kochen. Während es kocht, streu den Rest des Zuckers in mehreren Gaben ein, und mitten im Kochen einen Löffel klares Wasser.</p>
          <p>Kurz bevor du es vom Feuer nimmst, presse den Saft von 2 Zitronen hinein und gib ein Moschuskonfekt dazu. Wenn es sich vom Boden des Kochtopfs löst, ist es genug.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="the best Green pippens one pound">grüne Pippin-Äpfel</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="as much of the best loafe sugar beaten">Hutzucker, zerstoßen</ingredient> - 450 g</item>
            <item>
              <ingredient en="water" orig="water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser (für die geschälten Äpfel)</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="lemon pill to the quantity of halfe an one">Zitronenschale (von einer halben Zitrone), weich gekocht</ingredient> - 0.5 Stück</item>
            <item><ingredient en="water" orig="3 or 4 sponefulls of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser (zum Ansetzen)</ingredient> - 3 EL</item>
            <item><ingredient orig="a sponefull of faire water">klares Wasser (mitten im Kochen)</ingredient> - 1 EL</item>
            <item><ingredient en="lemon" orig="the iuice of 2 lemons" commodity="wikidata:Q1093742" source="#fyndling-ingredient-name">Zitronen (Saft)</ingredient> - 2 Stück</item>
            <item><ingredient orig="a muske comfitt">Moschuskonfekt</ingredient> - 1 Stück</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-093">
        <head>Stachelbeeren in Zucker geschichtet einmachen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-093-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-093-trans">
          <p>To Preserue gooseberrys
To 3 quartars of a pound of gooseberrys, take 19 ounces of sugar, slitt them &amp; stonne them, and cut of theire heads leaving but short stalkes uppon them, put them into cold water as you stonne them, then beat the sugar very fine strew some of the sugar in the bottom of the skillet, and then lay in the gooseberrys one by one, with their slitt sides downeward, and then strew in more sugar uppon them and put in halfe a dozen sponefulls of water, when the sugar be dissolved, then sett them uppon the fire being a very quick one, and lett it boyle up to the top of the skillet then take it of the fire, and strew in more of the sugar that was left out, then cover it up close with a plate, and lett it stand a small tyme, till the boyling sugar be fallen downe, then sett it uppon the fire againe, as you did before and boyle it up againe, this doe severall tymes taking them of and setting them on againe till they be enough, and lett them be covered ⟨till⟩ ^ when they be of the fire make experiment of but one quartar of gooseberrys and sugar proportionable at one tyme</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-093-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-093-orig">
          <p>Auf etwa 340 g (drei Viertel Pfund) Stachelbeeren nimm etwa 570 g (19 Unzen) Zucker. Schlitze die Beeren auf und entkerne sie, schneide ihnen die Köpfe ab und lass nur kurze Stiele daran. Leg sie, während du sie entkernst, in kaltes Wasser.</p>
          <p>Dann stoße den Zucker sehr fein. Streu etwas davon auf den Boden des Kochtopfs und leg die Stachelbeeren einzeln hinein, mit den aufgeschlitzten Seiten nach unten. Dann streu mehr Zucker darüber und gib ein halbes Dutzend Löffel Wasser dazu.</p>
          <p>Wenn sich der Zucker aufgelöst hat, setz sie aufs Feuer, und zwar auf ein sehr lebhaftes, und lass es aufkochen, bis es zum Rand des Topfes hochsteigt. Dann nimm es vom Feuer und streu mehr von dem Zucker hinein, der übrig geblieben ist. Deck es dicht mit einem Teller zu und lass es eine kleine Weile stehen, bis der kochende Zucker zusammengefallen ist.</p>
          <p>Dann setz es wieder aufs Feuer wie zuvor und lass es wieder aufkochen. Das tu mehrmals, nimm sie ab und setz sie wieder auf, bis sie gar sind. Und lass sie zugedeckt, wenn sie vom Feuer sind.</p>
          <p>Mach den Versuch auf einmal nur mit etwa 110 g (einem Viertelpfund) Stachelbeeren und Zucker im gleichen Verhältnis.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="3 quartars of a pound of gooseberrys">Stachelbeeren</ingredient> - 340 g</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="19 ounces of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 570 g</item>
            <item><ingredient en="water" orig="halfe a dozen sponefulls of water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser (ein halbes Dutzend Löffel)</ingredient> - 6</item>
            <item>
              <ingredient orig="cold water">kaltes Wasser zum Einlegen der entkernten Beeren</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-094">
        <head>Diättrunk mit Löffelkraut, Eschen- und Holunderknospen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-094-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-094-trans">
          <p>A Diet drinke
Take ⟨4⟩ 2 gallons of scurvy grasse, of water cressys Brooklime younge ashen vines and buds, younge Elder vines and buds of one or two yeares growth, Parsely and the roots, Elecompany, Comfrey, Clary, Lungwoort, Hartstongue Mallows red netles, White arckangel Angelica, Red Sage, Rosemary, Hop roots &amp; the buds Herb Mercury, of every one an handfull, as much as you can gripe, a pound of currants, halfe a pound of liquo licoris , =rish sliced sweet fenel seede, Carraway seede, any seede of each 4 ounces, boyle all these in 6 gallons of midle woort, till 2 of them be wasted, streine it and set on working with barme, at 3 days old drinke of it mornings &amp; at night, also before &amp; after meat, if you please a quartar or halfe a pint, or what you please at a tyme, with sugar or without. or you may chop all these ingredients, distilling them &amp; drinke the water with sugar</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-094-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-094-orig">
          <p>Ein Diättrunk.</p>
          <p>Nimm etwa 8 l (2 Gallonen) Löffelkraut; dazu Brunnenkresse, Bachbunge, junge Eschentriebe mit den Knospen, junge Holundertriebe mit den Knospen von ein oder zwei Jahren Wuchs, Petersilie samt den Wurzeln, Alant, Beinwell, Muskatellersalbei, Lungenkraut, Hirschzunge, Malven, rote Taubnesseln, Weiße Taubnessel, Engelwurz, roten Salbei, Rosmarin, Hopfenwurzeln samt den Knospen und Bingelkraut, von jedem eine Handvoll, so viel du greifen kannst; dazu etwa 450 g (ein Pfund) Korinthen, etwa 225 g (ein halbes Pfund) Süßholz in Scheiben sowie süßen Fenchelsamen, Kümmelsamen und Anis, von jedem etwa 120 g (4 Unzen).</p>
          <p>Koche das alles in etwa 24 l (6 Gallonen) Mittelwürze, bis etwa 8 l (2 Gallonen) davon eingekocht sind, seihe es ab und setze es mit Bierhefe zum Gären an. Wenn es drei Tage alt ist, trinke morgens und abends davon, auch vor und nach dem Essen, wenn du willst, etwa 125 ml oder 0,25 l (ein Viertel oder ein halbes Pint) oder so viel du magst auf einmal, mit Zucker oder ohne.</p>
          <p>Oder du kannst alle diese Zutaten klein hacken, sie destillieren und das Wasser mit Zucker trinken.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="4 2 gallons of scurvy grasse">Löffelkraut, frisch (Raummaß)</ingredient> - 8 l</item>
            <item><ingredient orig="water cressys">Brunnenkresse</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Brooklime">Bachbunge</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="younge ashen vines and buds">junge Eschentriebe mit Knospen</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="younge Elder vines and buds of one or two yeares growth">junge Holundertriebe mit Knospen</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Parsely and the roots">Petersilie mit Wurzeln</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Elecompany">Alant</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Comfrey">Beinwell</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Clary">Muskatellersalbei</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Lungwoort">Lungenkraut</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Hartstongue">Hirschzunge</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Mallows">Malven</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="red netles">rote Taubnesseln</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="White arckangel">Weiße Taubnessel</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Angelica">Engelwurz</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Red Sage">Roter Salbei</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient en="rosemary" orig="Rosemary" commodity="wikidata:Q122679" source="#fyndling-ingredient-name">Rosmarin</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Hop roots &amp; the buds">Hopfenwurzeln mit Knospen</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="Herb Mercury">Bingelkraut (Deutung offen)</ingredient> - 1 Handvoll</item>
            <item><ingredient orig="a pound of currants">Korinthen</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pound of liquo licoris , =rish sliced">Süßholz, in Scheiben</ingredient> - 225 g</item>
            <item><ingredient orig="sweet fenel seede">süßer Fenchelsamen</ingredient> - 120 g</item>
            <item><ingredient orig="Carraway seede">Kümmelsamen</ingredient> - 120 g</item>
            <item><ingredient en="anise" orig="any seede" commodity="wikidata:Q33873455" source="#fyndling-ingredient-name">Anis</ingredient> - 120 g</item>
            <item><ingredient orig="6 gallons of midle woort">Mittelwürze (Bierwürze)</ingredient> - 24 l</item>
            <item>
              <ingredient orig="barme">Bierhefe</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="with sugar or without">Zucker, nach Belieben</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-095">
        <head>China-Orangen in Sirup und Pippin-Gelee einmachen</head>
        <div type="original" xml:id="lon-095-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-095-trans">
          <p>To Preserue China Oringes
Take the oringes and chip them and boyle them in a good quantity of water so fast as the water may cover them, when it boyle and when they be boyled cut a little hole in their crownes with a pen knife then put them into syrrup, the syrrup must be ready made, against the oringes be boyled, you must take for the syrrup one pint of water to a pound of sugar, and you must take as ⟨pound⟩ much sugar as may preserue the oringes. 9 or 10 days, every other day take out the oringes and giue the syrrup a boyle, and skim it when you haue lett them lye in that syrrup the prefixed tyme, make a ielly of Pipins, when the ielly haue boyled a while, put in the oringes, then lett them boyle almost halfe an hour in the ielly then take out the oringes and boyle the ielly, till it will cut them take it up and put the oringes into a pott fitt for them, and put halfe of the ielly into it when you take it up, and the other halfe when it be cold you must make to every oringe halfe a pound of ielly. Be sure every tyme you take the oringes out of the syrrup, that you turn that side upwards which was downwards before.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-095-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-095-orig">
          <p>Nimm die Orangen, schäle die Schale dünn ab und koche sie in reichlich Wasser, so stark, dass das Wasser sie beim Kochen bedeckt. Wenn sie gekocht sind, schneide mit einem Federmesser ein kleines Loch oben in ihre Krone und lege sie dann in Sirup.</p>
          <p>Der Sirup: Er muss fertig sein, bis die Orangen gekocht sind. Für den Sirup nimm etwa 0,5 l (ein Pint) Wasser auf etwa 450 g (ein Pfund) Zucker, und nimm so viel Zucker, wie zum Einmachen der Orangen reicht. 9 oder 10 Tage lang nimm die Orangen jeden zweiten Tag heraus, lass den Sirup einmal aufkochen und schäume ihn ab.</p>
          <p>Das Gelee: Wenn sie die vorgesehene Zeit in diesem Sirup gelegen haben, mach ein Gelee aus Pippin-Äpfeln. Wenn das Gelee eine Weile gekocht hat, gib die Orangen hinein und lass sie fast eine halbe Stunde im Gelee kochen. Dann nimm die Orangen heraus und koche das Gelee, bis es schnittfest ist. Dann nimm es vom Feuer, leg die Orangen in einen Topf, der für sie passt, und gib die Hälfte des Gelees darüber, wenn du es vom Feuer nimmst, die andere Hälfte, wenn es kalt ist. Auf jede Orange musst du etwa 225 g (ein halbes Pfund) Gelee machen.</p>
          <p>Achte darauf, dass du jedes Mal, wenn du die Orangen aus dem Sirup nimmst, die Seite nach oben drehst, die vorher unten lag.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient orig="the oringes">China-Orangen (süße Orangen)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient orig="a good quantity of water">Wasser zum Vorkochen</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="one pint of water">Wasser für den Sirup (je Pfund Zucker)</ingredient> - 500 ml</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker (je Pint Wasser, Gesamtmenge nach Zahl der Orangen)</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="halfe a pound of ielly">Gelee aus Pippin-Äpfeln, je Orange</ingredient> - 225 g</item>
          </list>
        </div>
      </div>
      <div type="recipe" xml:id="lon-096">
        <head>Gelee aus grünen Pippin-Äpfeln mit Orangenschale</head>
        <div type="original" xml:id="lon-096-orig" xml:lang="und" corresp="#lon-096-trans">
          <p>To make Pippin ielly
Take 10 of the greenest pippins and pare them, and quarter them, and put them into water, then put them into a skillet of water so much as will well cover them and boyle them, till they be soft, then poure them into a siue or cloath to dreyne them take a pint of that water to a pound of sugar, put halfe the sugar in and boyle them a while, then take the iuice of two lemons, and streine them into a vessel, and put the rest of the sugar to it, then take ⟨the very outside of⟩ an oringe, pill the very out side from it, and slitt it in halfes, and scrape out all the meat, and boyle the pill in six waters to gitt out all the bitternes, then put that, and the iuice of the lemons, and sugar in together, and boyle it till it come to a ielly, or till it hanges to the spoone, as fast as it can boyle I thinke the peices of oringe should not be put in untill a litle before the water be enough.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="lon-096-trans" xml:lang="de" corresp="#lon-096-orig">
          <p>Nimm 10 der grünsten Pippin-Äpfel, schäle und viertle sie und lege sie in Wasser. Dann gib sie in einen Kochtopf mit so viel Wasser, dass sie gut bedeckt sind, und koche sie, bis sie weich sind. Dann gieße sie in ein Sieb oder ein Tuch, damit sie abtropfen.</p>
          <p>Nimm etwa 0,5 l (ein Pint) von diesem Wasser auf etwa 450 g (ein Pfund) Zucker. Gib die Hälfte des Zuckers hinein und koche es eine Weile. Dann nimm den Saft von zwei Zitronen, seihe ihn in ein Gefäß und gib den restlichen Zucker dazu.</p>
          <p>Dann nimm eine Orange, schäle die äußerste Schale ganz dünn ab, schneide die Orange in Hälften und schabe alles Fruchtfleisch heraus. Koche die Schale in sechs Wassern, um alle Bitterkeit herauszuziehen. Dann gib sie zusammen mit dem Zitronensaft und dem Zucker hinein und koche es, bis es zu Gelee wird oder am Löffel hängen bleibt, so rasch, wie es nur kochen kann.</p>
          <p>Nachsatz: Ich denke, die Orangenstücke sollten erst kurz bevor das Wasser genug ist hineingegeben werden.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient orig="10 of the greenest pippins">Pippin-Äpfel, möglichst grün</ingredient> - 10 Stück</item>
            <item>
              <ingredient en="water" orig="water" commodity="wikidata:Q283" source="#fyndling-ingredient-registry">Wasser</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient orig="a pint of that water">Apfelkochwasser</ingredient> - 500 ml</item>
            <item><ingredient en="unrefined cane sugar" orig="a pound of sugar" commodity="wikidata:Q57656231" source="#fyndling-ingredient-name">Zucker</ingredient> - 450 g</item>
            <item><ingredient orig="the iuice of two lemons">Zitronen, der Saft</ingredient> - 2 Stück</item>
            <item><ingredient orig="an oringe">Orange, die Schale</ingredient> - 1 Stück</item>
          </list>
        </div>
      </div>
    </body>
    <back>
      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#lon-001-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Schnee: Sahne, Sack, Zucker, geschlagenes Eiweiß und Zitrone werden zusammen mit einer Birkenrute geschlagen, bis Schaum aufsteigt; den Schaum nimmt man ab und richtet ihn im Serviergefäß an. Die Handschrift vergleicht das Ergebnis selbst mit einem Sillibub: Beim Stehen setzt sich der Schaum, und am Boden sammelt sich ein wenig Trank. Das Absetzen ist gewollt, kein Fehler.

Die Birkenrute. Ludwig (1706) übersetzt birch mit „eine ruthe von birckenreiß“, gemeint ist ein Bündel Birkenzweige als Schlaggerät. Rumpolt beschreibt 1581 für seine Schneemilch dasselbe Gerät: „kleine Besem von Birckenholtz gemacht/ vnd fein sauber außgewaschen“. Heute leistet ein großer Schneebesen dasselbe (modern).

Die Zitrone. A pretty deale of limon nennt nur die Menge, nicht die Form. Saft mischt sich ohne Weiteres unter, abgeriebene Schale würzt, ohne zu verdünnen; die Handschrift entscheidet das nicht.

Das Gefäß. Glas oder eine weiße Schale: Einen Grund nennt die Handschrift nicht. Naheliegend ist, dass man die Schichtung aus Schaum und Trank sehen soll.

Praxis. Das Eiweiß zuerst gut schlagen, dann mit Sahne, Sack, Zucker und Zitrone in einer großen Schüssel vermischen und mit der Rute schlagen, bis Schaum aufsteigt. Den Schaum abnehmen und ins Glas geben. Wie lange er stehen soll, sagt der Text nur mit „a pretty while“; die zweite Fassung im Buch (‚Another way to make snow‘) nennt knapp eine halbe Stunde. Sahne und rohes Eiweiß bei Wärme kühl stellen und den Schnee bald essen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-001-orig" n="Sack" resp="#fyndling">Kräftiger Weißwein aus Spanien oder von den Kanaren, eine Sherry-Art. Blount (1656) nennt den Málaga-Sack nach der Stadt in Andalusien, wo er gemacht wurde. Über seine Süße sagt die Handschrift nichts.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-001-orig" n="Sillibubbe pot" resp="#fyndling">Gefäß für den Sillibub (Syllabub), eine Speise aus Sahne oder Milch mit Wein oder Cider und Zucker. Ludwig (1706): „ein gewisser Englischer kühlender dicker tranck, der da sonderlich aus milch, und etwas altem biere oder weine, und zucker bestehet“.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-001-orig" n="a pretty deale of limon" resp="#fyndling" subtype="contextual">Ziemlich viel Zitrone, ohne festgelegte Form: Der Text nennt nur die Menge, deshalb steht im Lesertext schlicht „Zitrone“.<list type="alternatives"><item>Nur der Saft<note type="rationale">Mischt sich ohne Weiteres unter Sahne, Wein und Eiweiß; der Text sagt es aber nicht.</note></item><item>Vor allem die abgeriebene Schale<note type="rationale">Würzt, ohne die Masse zu verdünnen; ebenfalls nicht im Text.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-001-orig" n="take it of with a stirre" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">„Stirre“ als Rührgerät, hier Rührlöffel: zum Verb to stir (Ludwig 1706: „etwas regen, bewegen“). Als Name eines Geräts ist das Nomen in den Wörterbüchern nicht belegt.<list type="alternatives"><item>Schaumlöffel oder Seiher<note type="rationale">Passt zum Abheben des Schaums, ist aber durch das Wort nicht gestützt.</note></item><item>Rührholz oder Spatel<note type="rationale">Ebenso möglich; die Handschrift beschreibt das Gerät nicht.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-002-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Fool: gebrühte, fein zerdrückte Stachelbeeren, mit Rosenwasser und Zucker abgeschmeckt, werden mit aufgekochter, mit Muskatblüte aromatisierter Sahne verrührt und kalt gegessen. Eier oder eine andere Bindung nennt der Text nicht.

Die Beeren. Grüne Stachelbeeren sind unreif geerntet, fest und sauer. Sie werden angestochen und gebrüht, bis sie sehr weich sind. Warum sie angestochen werden, sagt der Text nicht; naheliegend ist, dass die Haut beim Brühen nicht aufplatzt und das Wasser leichter eindringt. Das Brühwasser wird ganz abgegossen, bevor die Beeren zerdrückt werden, sonst verwässert das Mus.

Die Sahne. Die Muskatblüte wird ganz mitgekocht und danach wieder herausgenommen; sie gibt nur ihr Aroma ab. Die Sahne kommt gleich vom Feuer zu den Beeren, ein Abkühlen vorher nennt der Text nicht. Erst die fertige Mischung bleibt stehen, bis sie kalt ist. Zucker und Rosenwasser stehen ohne Menge da. Zwei Handvoll Beeren auf etwa einen Liter Sahne oder etwas mehr ergeben eine sahnebetonte, eher flüssige Creme.

Praxis. Die Stachelbeeren anstechen und brühen, bis sie zerfallen, gründlich abgießen und fein zerdrücken (heute geht das auch mit dem Pürierstab). Mit Zucker und Rosenwasser nach Geschmack würzen. Die Sahne mit der ganzen Muskatblüte einmal aufkochen, vom Feuer nehmen, die Muskatblüte herausnehmen und die heiße Sahne unter das Mus rühren. Abkühlen lassen. Heutiger Hinweis: Gekochte Sahne bei Wärme nicht lange stehen lassen, kühl stellen und bald essen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-002-orig" n="Foole" resp="#fyndling">Englische Speise aus Fruchtmus und Rahm, als fool bis heute bekannt. Gemeint ist die Speise, nicht der Narr.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-002-orig" n="mace" resp="#fyndling">Muskatblüte (Macis), der getrocknete Samenmantel der Muskatnuss; Ludwig (1706) übersetzt mace mit „Muscatenblüthe“. Hier wird sie ganz mitgekocht und wieder herausgenommen.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-002-orig" n="a quart of Creame, or better" resp="#fyndling" subtype="lexical">„etwa 1 l (ein Quart) Sahne oder etwas mehr“: or better nach einer Mengenangabe heißt „oder etwas darüber“. Ludwig (1706) gibt ten foot high, &amp; better als „zehen fuß hoch, und etwas drüber“.<list type="alternatives"><item>„oder noch besser“ als Hinweis auf reichhaltigere Sahne<note type="rationale">Nach einer Maßangabe stützt der Wortgebrauch der Zeit die Mengen-Lesart; ein Qualitätsurteil wäre ohne Bezugswort.</note></item></list><ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-003-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine rohe Rosenkonserve: Rosenknospen werden ohne Feuer mit der dreifachen Menge Zucker im steinernen Mörser zu einer feinen Masse gestoßen. Ludwig (1706) gibt conserve mit „Latwerge“ wieder. Eine gekochte Rosenkonserve steht im selben Buch als lon-075.

Das Weiße unten. Vor dem Wiegen wird der weiße Ansatz am Grund der Blütenblätter abgeschnitten, den Gerards Herball (1633) „the nailes or white ends“ nennt. Das Gewichtsverhältnis eins zu drei gilt also für die geputzten Knospen.

Zucker und Stoßen. Der Hutzucker wird zuerst für sich sehr fein gestoßen und dann beim Stoßen der Rosen nach und nach eingestreut. Fertig ist die Masse nach dem Text, wenn die Rosen sehr fein gestoßen sind, nach einer Stunde oder länger. Gekocht wird nicht.

Praxis. Nur ungespritzte, frische Rosenknospen zur Blütezeit nehmen. Heute ersetzt feiner weißer Zucker den Hutzucker; der Text verlangt ihn sehr fein. Statt des Gallipots tut es ein sauberes Glas oder ein glasierter Steinguttopf (beides heutige Wahl). Wie lange die Konserve hält, sagt der Text nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-003-orig" n="lofe sugar" resp="#fyndling">Hutzucker, der in fester Kegelform gehandelt wurde. Das Rezept lässt ihn vor dem Gebrauch sehr fein stoßen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-003-orig" n="the white at the bottome" resp="#fyndling">Der weiße Ansatz am Grund der Rosenblütenblätter, in Gerards Herball von 1633 „the nailes or white ends“. Auch die Rosenkonserven bei Digby (dig-330, dig-331) schneiden ihn ab; lon-075 desselben Buchs lässt ihn ausdrücklich dran.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-003-orig" n="Conserve" resp="#fyndling">Ludwig (1706) übersetzt conserve mit „Latwerge“. Gerard (1633) unterscheidet die rohe, gestoßene Rosenkonserve von der gekochten; diese hier ist die rohe.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-003-orig" n="Gally pot" resp="#fyndling">Gallipot, nach Ludwig (1706) „ein weiß irdenes geschirre oder töpffgen, darein man salben, latwergen ꝛc. thut“: ein weißer Irdenwarentopf für Salben und Latwergen, hier für die Konserve.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-003-orig" n="clip of the white" resp="#fyndling" subtype="philological">Die Handschrift schreibt deutlich „clip of“ (clip off, abschneiden). Übersetzt wird deshalb „schneide das Weiße am unteren Ende ab“.<list type="alternatives"><item>„dip of“ (eintauchen)<note type="rationale">In der Handschrift stehen c und l getrennt; ein Eintauchmittel fehlt, und Gerard (1633) sowie Digby (dig-330, dig-331) schneiden den weißen Ansatz ab.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-004-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein White-pot, ein gebackener Auflauf aus Brot, Sahne und Eiern, gesüßt und mit Korinthen. Hier wird das dünn geschnittene Brot zuerst in der Sahne dick eingekocht, erst dann kommen Eier und Zucker dazu; die zweite Fassung im Buch (lon-070) schichtet dagegen ungekocht.

Die Eier. Von 7 geschlagenen Eiern werden 3 Eiweiß weggenommen, es bleiben 7 Eigelb und 4 Eiweiß. Aus geschlagenen Eiern lässt sich kein Eiweiß mehr abnehmen; gemeint ist die Zusammensetzung. Andere White-pots nehmen ebenso weniger Eiweiß als Eigelb (lon-070: 8 Eigelb, 2 Eiweiß).

Das zweite Aufkochen. Nach den Eiern sagt der Text nur „boyle it“. Die vom Brot gebundene Masse zieht dabei an; wie lange und wie stark, steht nicht da. Heutige Gewohnheit (modern, nicht im Text): nur unter Rühren erhitzen, bis die Masse eindickt, damit das Ei nicht ausflockt.

Praxis. Das Einkochen braucht ständiges Rühren, sonst setzt das Brot am Boden an. Brotmenge und Schüsselgröße nennt der Text nicht; die Masse soll nach dem Einkochen dick sein. Das Mark ist freigestellt, Butter ersetzt es nach dem Text selbst.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-004-orig" n="White-pot" resp="#fyndling">Ein gebackener Auflauf aus Sahne oder Milch, Brot, Eiern und Zucker. Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 erklärt ihn als Milch mit Brot, Eiern, Zucker und Muskatnuss, in einem irdenen Hafen im Ofen gegart.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-004-orig" n="Currence" resp="#fyndling">Schreibung der Hand für currants. Ludwig 1706 gibt „Currans“ als Korinthen und Johannisbeeren; in einem gebackenen Auflauf mit einem Pfund davon sind die getrockneten Korinthen gemeint.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-004-orig" n="slice it then" resp="#fyndling" subtype="philological">„slice it thin“ - dünn aufschneiden. Die Handschrift zeigt deutlich „thin“; die zweite Fassung lon-070 schreibt ebenso „slice it thin“.<list type="alternatives"><item>„slice it then“ - dann aufschneiden<note type="rationale">Lesung des zugrunde liegenden Texts; am Original nicht haltbar.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-004-orig" n="take 3 whites from them" resp="#fyndling" subtype="contextual">Von den 7 Eiern werden 3 Eiweiß weggelassen, es bleiben 7 Eigelb und 4 Eiweiß. Andere White-pots nehmen ebenso weniger Eiweiß als Eigelb (lon-070 „8 yelks of Eggs, the whites of 2“, Digby „the yolks of twelve Eggs; the whites of four“).<list type="alternatives"><item>3 Eiweiß werden zusätzlich zu den 7 Eiern genommen.<note type="rationale">„take“ heißt im Satz sonst „nehmen“; „from them“ spricht aber für das Wegnehmen.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-004-orig" n="boyle it (nach Eiern und Zucker)" resp="#fyndling" subtype="contextual">Aufkochen lassen, wie der Text sagt; die vom Brot gebundene Masse zieht dabei an, bevor sie in den Ofen kommt.<list type="alternatives"><item>Nur unter Rühren erhitzen, ohne zu kochen.<note type="rationale">Heutige Vorsicht, damit Ei nicht ausflockt; der Text sagt aber „boyle“ (Ludwig: kochen, sieden).</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-005-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ganze Stachelbeeren, in Zuckersirup eingemacht, in zwei Kochgängen mit zwei oder drei Ruhetagen dazwischen.

Entkernen. „Stone“ ist bei Ludwig 1706 der Kern einer Kirsche, Olive oder Weinbeere; gemeint ist das Herausholen der Kerne. Wie das geschieht, sagt der Text nicht. Ein späterer Nachtrag im selben Buch schlitzt die Beeren dafür auf (lon-093).

Stehen und Kochen. „lett them stand, and boyle an hour or two“ lässt offen, ob die Beeren erst im Sirup stehen und dann eine oder zwei Stunden kochen, oder ob sich die Zeit auf das Stehen im heißen Sirup bezieht.

Das Ende. Im zweiten Kochgang ist das Zeichen der Sirup, der geliert. „not to high“ kann die Hitze oder das zu weite Einkochen meinen; der Grund ist in beiden Fällen die Farbe: Die Beeren sollen nicht rot werden.

Praxis. Wässern und Anstechen bereiten die Beeren für den Sirup vor; durch die Einstiche kann er in die Frucht ziehen. Das Glas bleibt offen, bis die Beeren ausgekühlt sind. Ob der Sirup geliert, prüft man heute mit einem Tropfen auf einem kalten Teller (moderner Hilfsweg). Siedender Zuckersirup verbrüht stark; die Beeren deshalb vorsichtig einlegen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-005-orig" n="wine-pint" resp="#fyndling">Ein Pint nach Weinmaß, rund 0,47 l, hier auf etwa 0,5 l gerundet. Das Pint nach Ale-Maß war größer.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-005-orig" n="Stone your Goose-beries" resp="#fyndling" subtype="lexical">Entkernen: Ludwig 1706 erklärt „stone“ als „ein stein oder kern einer kirschen, olive, pferſich … ein weinbeerkern“; der Nachtrag lon-093 entkernt Stachelbeeren ebenfalls („slitt them &amp; stonne them“).<list type="alternatives"><item>Die Beeren nur putzen (Stiel- und Blütenansatz entfernen).<note type="rationale">lon-093 nennt das Putzen eigens neben dem Entkernen („cut of theire heads“); „stone“ ist dafür nicht das Wort.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-005-orig" n="lett them stand, and boyle an hour or two" resp="#fyndling" subtype="contextual">Nach der Satzfolge: die Beeren im Sirup stehen lassen, dann eine oder zwei Stunden kochen.<list type="alternatives"><item>Die Beeren eine oder zwei Stunden im heißen Sirup stehen lassen und dann aufkochen.<note type="rationale">Für ganze Stachelbeeren sind ein bis zwei Stunden Kochen lang; der Satz erlaubt, die Zeitangabe auf das Stehen zu beziehen.</note></item></list><ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-005-orig" n="but not to high" resp="#fyndling" subtype="contextual" cert="unknown">Nicht zu weit einkochen: Die Hitze legt „upon a quick fire“ unmittelbar davor schon fest; „not to high“ begrenzt dann den Einkochgrad. Die Übersetzung „nicht zu stark“ lässt beides offen.<list type="alternatives"><item>Nicht zu heiß kochen.<note type="rationale">Möglich als Einschränkung der „quick fire“; der Grund „for feare they turne red“ passt zu beiden Lesarten.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-006-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ganze, entsteinte Kirschen, in einem Zuckersirup eingekocht und im Glas aufbewahrt - heute am ehesten eine Kirschkonfitüre aus ganzen Früchten. Der Ablauf gleicht dem Stachelbeer-Rezept direkt davor: Sirup kochen, abschäumen, Früchte hinein, auf lebhaftem Feuer bis zum Gelieren.

Wiegen und Verhältnis. Die Kirschen werden mit Steinen gewogen und erst danach entsteint. Der Zucker richtet sich also nach dem Gewicht der ganzen Früchte: drei Teile Zucker auf vier Teile Kirschen.

Wasser. Fünf Löffel voll sind wenig; sie lösen den Zucker nur an, damit er aufkochen und abgeschäumt werden kann. Wie groß die Löffel sind, sagt der Text nicht.

Feuer und Ende. Gekocht wird auf lebhaftem, gut brennendem Feuer. Die Pfanne wird dabei ab und zu abgenommen und die Kirschen werden darin umgerührt; einen Grund nennt der Text nicht, das Abnehmen hält das rasche Kochen in Grenzen. Fertig sind die Kirschen, wenn der Sirup geliert. Eine Zeit oder eine Probe nennt die Handschrift nicht; heute prüft man das meist mit einem Tropfen Sirup auf einem kalten Teller (moderne Hilfe, nicht im Text).

Praxis. Nach dem Kochen in eine Schüssel gießen - die Handschrift nennt eine aus Silber -, ganz erkalten lassen und erst dann ins Glas füllen. Vorsicht beim Umrühren und Ausgießen: siedender Zuckersirup verbrennt stark.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-006-orig" n="quicke fire" resp="#fyndling">Ein lebhaftes, gut brennendes Feuer; Ludwig (1706) übersetzt „quick“ beim Feuer mit „das geschwind oder wohl brennet“. Die Kirschen sollen rasch kochen.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-006-orig" n="ordinarie Cherries" resp="#fyndling" subtype="lexical">„Gewöhnliche Kirschen“: Ludwig (1706) gibt „ordinary“ mit „gewöhnlich, gemein, geringe“ wieder. Wovon die Hand diese Kirschen absetzt, sagt der Text nicht; die Zuckermenge ist dieselbe, nur mit „etwa“.<list type="alternatives"><item>Saure Kirschen im Gegensatz zu süßen Sorten.<note type="rationale">Weder der Text noch die Wörterbücher stützen den Sinn „sauer“; deshalb nicht gewählt.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-006-orig" n="when the sirrope will gelly" resp="#fyndling" subtype="contextual">Der Sirup ist eingekocht, bis er geliert („Gelly, S. Jelly“, Ludwig 1706); die Handschrift nennt dafür weder Zeit noch Probe, sie beurteilt das Gelieren am Sirup selbst.<list type="alternatives"><item>Tellerprobe: ein Tropfen Sirup auf einem kalten Teller, der nicht mehr zerläuft.<note type="rationale">Heute übliche Prüfung, im Text nicht genannt; nur als moderne Hilfe in der Zubereitungsnotiz.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-007-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine schnittfeste Quittenpaste, die in Schachteln gefüllt und in Stücken gegessen wird. Rot wird sie, weil die Quitten zugedeckt kochen; eine Färbezutat gibt es nicht.

Kerngehäuse im Leinen. Die beim Entkernen herausgeschnittenen Gehäuse kommen in ein Stück feines Leinen und kochen mit, sobald Zucker, Wasser und Fruchtviertel heiß sind. Der Text sagt nicht, wozu; aus heutiger Sicht geben Gehäuse und Kerne Pektin ab, das die Paste fest macht. Nach dem sanften Kochen wird der Beutel zwischen zwei Holztellern ausgewrungen. Wohin der ausgepresste Saft geht, sagt der Text nicht ausdrücklich; da danach im selben Topf weitergekocht wird, liegt es nahe, über dem Topf zu wringen.

Zwei Kochstufen. Zuerst zugedeckt 2 Stunden sanft, dabei färben sich die Quitten rot, so wie das Buch es bei den rot eingemachten Quitten beschreibt (lon-027). Dann werden die weichen Viertel zerdrückt, wieder zugedeckt und zügig gekocht, unter Rühren, „till they bee enough“.

Wann ist es genug? Der Text nennt kein Zeichen. Butler (1623) prüft seine Quittenmarmelade so: so dick, dass man beim Rühren den Boden sieht, oder dass ein Rest auf einem Holzteller erkaltet schnittfest ist. Heute kann man einen Tropfen auf einem kalten Teller prüfen.

Praxis. Siedende Zuckermasse spritzt beim zügigen Kochen und haftet heiß an der Haut; beim Rühren Abstand halten. Die Masse kommt direkt aus dem Topf in die Schachteln.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-007-orig" n="marmelett" resp="#fyndling">Keine Streichmarmelade, sondern eine feste, schnittfähige Fruchtpaste, die in Schachteln kam. Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 erklärt marmalade als „mit Zucker und Wasser eingemachte Quitten, Marillen, Pfirsiche“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-007-orig" n="lawne" resp="#fyndling">Lawn, nach Ludwig 1706 „eine Art feiner Leinwand“. Hier dient das Stück als Beutel für die Kerngehäuse.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-007-orig" n="trenchers" resp="#fyndling">Holzteller: Ludwig 1706 „ein höltzerner Teller“, Halliwell „a wooden platter“. Zwischen zwei davon wird der Leinenbeutel ausgewrungen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-007-orig" n="red" resp="#fyndling">Eine Färbezutat nennt der Text nicht. Das Buch kennt denselben Handgriff bei eingemachten Quitten: „cover them till they be red, and then boyle them up faster“ (lon-027). Auch Kenelm Digby (1669) schreibt, er habe Quitten mit Gelee zugedeckt gekocht, weil sie rot werden sollten, und das Ergebnis sei schön klar rot geworden.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-007-orig" n="breake the Quinces" resp="#fyndling" subtype="lexical">„zerdrücken“: Die weich gekochten Viertel werden zu Mus zerbrochen, bevor die Masse zügig eingekocht wird. Digby gebraucht dasselbe Wort so: „break the Apples with the back of your preserving spoon“, und bei Quittenmarmelade „bruising the Quinces with a spoon“.<list type="alternatives"><item>„in Stücke brechen“, also nur grob zerteilen<note type="rationale">Wörtlich möglich; das Ergebnis soll aber als feste Masse in Schachteln, was für Zerdrücken spricht. Womit zerdrückt wird, sagt der Text nicht.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-008-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine schnittfeste Quittenpaste (marmelet), die als weiße Fassung neben der roten Quittenmarmelade (lon-007) steht. Anders als dort kocht das Mus nicht lange, sondern wird mit dem Zucker nur einmal aufgekocht und danach in Wärme getrocknet, bis sich eine Zuckerkruste bildet.

Der Zucker. Die Handschrift sagt nur „boyle your sugar againe“. Bei der Berberitzen-Konserve desselben Buchs heißt es „boyle it to sugar againe“, und Digbys Quittenpaste (1669) kocht den Zucker „up to a candy-height“, bevor das Mus hineinkommt. Gemeint ist wahrscheinlich: den angefeuchteten Zucker kochen, bis das Wasser verkocht ist und der Zucker wieder fest werden will. Wie weit genau, sagt der Text nicht.

Antrocknen und Kandieren. Das Mus trocknet „a little while“ in einer Schüssel; eine Wärmequelle nennt der Text dafür nicht. In der stove, einer warmen Trockenstube, bleibt die Masse, bis sie „canded“ ist, also eine Kruste aus Zuckerkristallen trägt. Wärme und Dauer nennt die Handschrift nicht.

Praxis. Quitten weich kochen, schälen, das Mus vom Kerngehäuse kratzen und abwiegen. Gleich viel Zucker fein stoßen, mit 2 oder 3 Löffeln Wasser anfeuchten und einkochen, das Mus einrühren, einmal aufkochen lassen und gleich in Gläser füllen. Siedender Zucker verbrüht stark. Heute (modern) kann ein warmer, trockener Platz oder ein Ofen bei niedriger Wärme die Trockenstube ersetzen; maßgeblich bleibt das Endzeichen der Handschrift, die Zuckerkruste.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-008-orig" n="marmelet" resp="#fyndling">Eine feste, schnittfähige Fruchtpaste, vor allem aus Quitten, keine streichfähige Marmelade. Ludwigs Wörterbuch von 1706 erklärt Marmalade als „mit zucker und waſſer eingemachte quitten“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-008-orig" n="stove" resp="#fyndling">Ein beheizter Raum oder Ofen zum Trocknen, kein Kochherd; Ludwig (1706) übersetzt „Stove“ mit Ofen und Stube. Auch Hannah Woolley (1670) stellt Marmelade in Gläsern in die stove, bis sich oben eine Zuckerkruste zeigt.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-008-orig" n="canded" resp="#fyndling">Kandiert: Auf der Oberfläche schießt der Zucker zu Kristallen an (Ludwig 1706: „in zapffen, wie eiß, anſchieſſen“).</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-008-orig" n="white marmelet" resp="#fyndling" subtype="contextual">„Weiß“ als Gegenstück zur roten Marmelade lon-007 auf derselben Seite: Die rote kocht zwei Stunden zugedeckt mit den Kerngehäusen, die weiße wird nur einmal aufgekocht und bleibt deshalb wohl hell.<list type="alternatives"><item>„Weiß“ meint die Zuckerkruste nach dem Kandieren<note type="rationale">Möglich, weil der Text mit „canded“ endet; dagegen spricht das Begriffspaar red/white der beiden aufeinanderfolgenden Rezepte, das die Verfahren unterscheidet.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-008-orig" n="boyle your sugar againe" resp="#fyndling" subtype="contextual">Wörtlich „koche deinen Zucker wieder auf“, wahrscheinlich verkürzt für das Einkochen, bis das Wasser verkocht ist und der Zucker wieder fest werden will: lon-039 „boyle it to sugar againe“, Digby dig-318 „boil it up to a candy-height“ vor dem Einrühren des Muses.<list type="alternatives"><item>Nur kurz zu einem Sirup aufkochen<note type="rationale">Der Text nennt keinen Kochgrad; dann bliebe mehr Wasser in der Masse, und das Kandieren in der Trockenstube dauerte länger.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-009-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Die Masse für einen englischen Reispudding: Reis, Mandeln, Rindernierenfett, geriebenes Brot, Eigelb, Zucker, Muskatblüte, Muskatnuss und Rosenwasser, mit Sahne angerührt. Mit dem heutigen Milchreis hat sie wenig gemein; sie ist fest, fett und kräftig gewürzt.

Der Reis. Das Endzeichen gibt der Text selbst: Der Reis kocht in der Milch, bis er sich mit dem Messer schneiden lässt, und wird erst kalt weiterverarbeitet.

Die Mandeln. Sie werden im Steinmörser fein zerrieben, dazwischen kommt löffelweise abgekochte, erkaltete Milch. Zeitgenössische Kochbücher (The Compleat Cook 1658, Robert May 1660) geben Mandeln beim Stoßen aus demselben Grund Flüssigkeit zu: „to keep them from Oyling“, damit sie nicht ölig werden.

Die Masse. Milch und Sahne sollen beide vorher gekocht und wieder kalt sein; einen Grund nennt der Text nicht. Ob das Nierenfett roh gehackt oder ausgelassen hineinkommt, sagt er ebenso wenig. Die Masse soll „not too thin“ sein, also fest und nicht fließend. Muskat ist in großen Mengen unbekömmlich; die drei Nüsse verteilen sich hier auf die ganze, sehr große Masse.

Die Endform. Der Eintrag endet bei der angerührten Masse. Hülle, Garart und Garzeit nennt er nicht. Hannah Woolley kennt 1670 beide Möglichkeiten: Reispuddings, die in Därme gefüllt und gekocht werden, und einen Reispudding, der in der gebutterten Pfanne gebacken wird.

Praxis. Heute liegt es nahe, die Masse in einer gebutterten Form im Ofen zu backen; das ist eine moderne Entscheidung, keine Angabe der Handschrift. Wer der Füllform folgen will, braucht Därme vom Metzger. Die Mengen sind die der Vorlage und lassen sich im Verhältnis verkleinern.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-009-orig" n="Beefe Seuett" resp="#fyndling">Rindernierenfett, das feste, helle Fett um die Nieren. Das Buch verwendet es auch im Haggis (lon-045).</note>
        <note type="gloss" target="#lon-009-orig" n="pennyloves" resp="#fyndling">„Penny loaves“, kleine Weißbrote zu einem Penny. Die Hand schreibt das Wort hier „penny-loves“ über den Zeilenumbruch, an anderen Stellen des Buchs „penny-lofe“ (lon-045) und „peny lofe“ (lon-070). Gerieben binden sie die Masse.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-009-orig" n="To make rice-puddings" resp="#fyndling" subtype="contextual">Der Eintrag beschreibt nur die Masse; Hülle und Garart bleiben offen, die Übersetzung ergänzt nichts.<list type="alternatives"><item>Die Masse wird in Därme gefüllt und gekocht.<note type="rationale">Hannah Woolley (The Queen-like Closet, 1670) überliefert „Rice Puddings in Skins“ mit ähnlicher Masse. Der Eintrag nennt aber keine Därme.</note></item><item>Die Masse wird in einer gebutterten Pfanne gebacken.<note type="rationale">Woolley druckt ebenso einen „Rice Pudding to bake“ mit Nierenfett. Auch das steht hier nicht.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-010-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein sehr großer Hefekuchen mit Korinthen, Sahne, Butter, Gewürzen und Kümmelkonfekt, mit Bierhefe getrieben und anderthalb Stunden im Ofen gebacken. Dieselbe Familie großer Hefekuchen steht in diesem Buch noch einmal als „Queene Elizabeth's fine Cake“ (lon-068) und bei Digby (dig-277, dig-283).

Die Butter für sich. Die Butter wird allein aufgekocht und abgeschäumt, also geklärt. Als zerlassene Butter kommt sie in ihre eigene Mulde im Mehl.

Drei Mulden. Eier, zerlassene Butter und Hefe liegen getrennt im Mehl, bis alles vermengt wird. Die aufgekochte Sahne darf die Hefe dabei nicht verbrühen; sie darf also nicht mehr heiß sein, wenn sie an die Hefe kommt. Wann Zucker, Gewürze, Rosenwasser, Korinthen und Konfekt dazukommen, sagt der Text nicht.

Was fehlt. Gehzeit, Form, Ofenhitze und die Zahl der Kuchen nennt der Text nicht, nur die Backzeit von anderthalb Stunden für die volle Menge.

Praxis. Heute (modern): Die Sahne auf Handwärme abkühlen lassen, bevor sie zur Hefe kommt; statt flüssiger Bierhefe geht frische Bäckerhefe. Wer verkleinert, behält die Verhältnisse des Textes; die Backzeit muss dann am Kuchen geprüft werden, weil der Text sie nur für die volle Menge nennt.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-010-orig" n="bushell" resp="#fyndling">Altes englisches Hohlmaß, bei Ludwig 1706 „Scheffel“; ein halber Bushel sind zwei Peck. Das Mehl wird hier nach Rauminhalt gemessen, nicht nach Gewicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-010-orig" n="Currence" resp="#fyndling">Currants, Korinthen: kleine getrocknete Trauben. Ludwig 1706 gibt „Currans“ mit „Corinthen“ und „raisins de corinthe“ wieder.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-010-orig" n="Carroway-comfetts" resp="#fyndling">Kümmelkonfekt: Kümmelsamen mit Zucker überzogen. Ludwig 1706 übersetzt „Comfits“ mit „Zuckerwerck“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-010-orig" n="yeast" resp="#fyndling">Bierhefe. Ludwig 1706 erklärt „Yest“ als „der Schaum vom Biere, damit man in England den Teig heben macht“; sie war flüssig, deshalb wird sie im Quart gemessen.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-010-orig" n="made 3 hooles" resp="#fyndling" subtype="philological">„make 3 holes“, also eine Anweisung: Mache drei Mulden. So steht es deutlich in der Randnotiz der Handschrift.<list type="alternatives"><item>„made 3 hooles“ als Bericht über ein früheres Backen<note type="rationale">Die Handschrift zeigt eindeutig „make“; die Vergangenheitsform ist eine Fehllesung.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-010-orig" n="boyle it by it selfe, and skim it" resp="#fyndling" subtype="contextual">Die Butter wird für sich allein aufgekocht und abgeschäumt. Dafür sprechen „by it selfe“ und die Randnotiz, die die zerlassene Butter in eine eigene Mulde gibt.<list type="alternatives"><item>Butter und Korinthen werden zusammen gekocht.<note type="rationale">„it“ steht nach beiden Zutaten, aber „by it selfe“ und die getrennte Buttermulde sprechen dagegen.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-011-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine mit Lab gestockte Sahnespeise: Die Sahne wird mit ganzer Muskatblüte aufgekocht, die Gewürzblätter kommen wieder heraus, und auf der flachen Platte dickt das Lab die abgekühlte Sahne ein. Geschlagen wird nichts.

Die Temperatur vor dem Lab. Die Hand gibt das Zeichen selbst: Die Sahne soll „fast kalt“ sein, bevor das Lab hineinkommt. In heißer Sahne wirkt Lab nicht, in ganz kalter träge; nach dem Einrühren bleibt die Platte ungerührt stehen, bis die Speise kalt ist.

Wie viel Lab? Der Text nennt einen Löffel „gutes“ Lab, aber nicht dessen Stärke. Ein Hauslab der Zeit lässt sich mit einem heutigen Präparat nicht gleichsetzen.

Praxis. Heutiger Hinweis, nicht im Text: Lab gibt es im Käsereibedarf; die Menge richtet sich nach der Packungsangabe für die Flüssigkeitsmenge, nicht nach dem Löffel der Vorlage. Die gekochte Sahne wird kalt gegessen und sollte nicht lange in der Wärme stehen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-011-orig" n="Snow-Creame" resp="#fyndling">„Schneesahne“, der Name der Hand. Hier wird die Sahne mit Lab gestockt, nicht zu Schaum geschlagen wie beim „Snow“ in lon-001 und lon-060.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-011-orig" n="large mace" resp="#fyndling">Ganze Muskatblüte (Macis), der getrocknete Samenmantel der Muskatnuss; Ludwig (1706) übersetzt mace mit „Muscatenblüthe“. Large bezeichnet die ganzen Blätter, nicht die Menge: May schreibt in The Accomplisht Cook (1660) „a Blade of large Mace“ und „three or four blades of large Mace“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-011-orig" n="Runnett" resp="#fyndling">Lab, das Gerinnungsmittel, mit dem Milch zu Käse dick gelegt wird; Ludwig (1706): „Rennet, käselab“.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-011-orig" n="a sponefull of good Runnett" resp="#fyndling" subtype="contextual">Ein Löffel voll Lab, dessen Stärke der Text nicht nennt; „good“ meint ein wirksames Lab, keine Menge.<list type="alternatives"><item>Die Löffelmenge auf heutiges Lab übertragen.<note type="rationale">Nicht übertragbar, weil die Stärke des damaligen Labs unbekannt ist; heute gilt die Packungsangabe (siehe Hinweis zur Praxis).</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-012-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Posset ohne Milch: Eier, mit Zucker sehr gut geschlagen und mit geriebenem Weißbrot verrührt, kommen in siedendes Ale mit Sack, das mit Nelken, Muskatblüte und einer halben, gebrochenen Muskatnuss gewürzt ist. Unter Rühren auf dem Feuer dickt die Masse ein und wird in einer Schüssel gereicht, mit Zimtzucker bestreut. Die Bindung tragen Eier und Brot, nicht Milch oder Rahm.

Die Eier im siedenden Getränk. Der Text gibt die Eier hinein, sobald es siedet, und lässt den Topf auf dem Feuer. Eine Hitzeangabe macht er nicht; das einzige Endzeichen ist die Dicke, „as thicke as you will have it“. In der heißen Flüssigkeit stocken die Eier schnell. Flocken sind beim Posset kein Fehler: Woolley (1670) lässt ihren Posset ohne Milch eigens „till it arise to a Curd“ am Feuer. Das ständige Rühren hält die Masse gleichmäßig. Die Gewürze bleiben im Getränk, ein Herausnehmen nennt der Text nicht.

„Zu klar“ und die Kohlen. Hat sich die Masse noch nicht genug gebunden, kommt die Schüssel selbst ein Weilchen auf die Kohlen, wobei weiter gerührt wird. Die Lesung „Calles“ als Kohlen stützt allein der Zusammenhang.

Praxis. Die Eier mit dem Zucker sehr gut schlagen und vorher so viel Zucker beiseitestellen, wie zum Bestreuen nötig ist; das geriebene Weißbrot unterrühren. Ale und Sack mit den Gewürzen im Topf aufs Feuer setzen, und sobald es siedet, die Eiermasse hineingeben und ständig rühren, bis die gewünschte Dicke erreicht ist; gleich in eine Schüssel gießen. Bleibt es zu klar, die Schüssel kurz auf die Glut stellen und weiterrühren. Zum Schluss den restlichen Zucker mit gestoßenem Zimt darüberstreuen. Heutiger Hinweis: Wer eine glatte statt einer flockigen Creme will, nimmt den Topf nach dem Einrühren auf kleinere Hitze.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-012-orig" n="Posset" resp="#fyndling">Ludwig (1706) nennt den Posset „einen gewissen Englischen Milchtranck“: heiße Milch oder Rahm, mit Wein oder Ale gestockt. Diese Fassung kommt ausdrücklich ohne Milch aus, Eier und geriebenes Brot binden das Ale mit dem Sack.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-012-orig" n="Sack" resp="#fyndling">Kräftiger Weißwein aus Spanien oder von den Kanaren, eine Sherry-Art. Ludwig (1706) übersetzt „Spanischer oder Canarien-Seckt“, Blount (1656) nennt den Málaga-Sack nach der Stadt in Andalusien. Über seine Süße sagt die Handschrift nichts.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-012-orig" n="Skillet" resp="#fyndling">Ludwig (1706) übersetzt skillet mit „eine kleine Muß- oder Breypfanne“: ein kleines Kochgefäß für Mus und Brei, hier mit „Kochtopf“ wiedergegeben.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-012-orig" n="Calles" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">„Kohlen“, als phonetische Schreibung von coals: Die Schüssel kommt ein Weilchen auf die Glut, damit die Masse nachdickt. Gestützt nur vom Zusammenhang; ein Wörterbuchbeleg für die Schreibung fehlt, und das Buch schreibt an anderen Stellen „Coales“ und „Embers“. Woolley (1670) stellt ihren Posset ohne Milch ebenfalls noch einmal ans Feuer, „till it arise to a Curd“.<list type="alternatives"><item>ein Untersatz, Dreifuß oder anderes Gestell über dem Feuer<note type="rationale">Ohne Beleg; Cotgrave (1611) kennt calles nur als französisches Wort für Hühneraugen, das hier nicht passt.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-012-orig" n="too cleare" resp="#fyndling" subtype="contextual">„zu klar“: noch nicht genug gebunden, als Gegensatz zu „as thicke as you will have it“. Ludwig (1706) gibt clear als „klar, lauter, durchsichtig“.<list type="alternatives"><item>„zu dünn“<note type="rationale">Trifft die Absicht, glättet aber das Wort der Handschrift; ein Posset, der sich nicht gebunden hat, bleibt klar und flüssig.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-013-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Entsteinte Kirschen, kurz in einem Zuckersirup gekocht, darin ausgekühlt, flachgedrückt und getrocknet - heute am ehesten halbkandierte Trockenkirschen. Der Sirup ist nur die Vorstufe; aufbewahrt werden die trockenen Früchte in Papier.

Zucker und Verhältnis. Ein Teil Zucker auf fünf Teile Kirschen, dazu ein halbes Pint Wasser. Gepulverter, also fein gestoßener Zucker kann gleich verwendet werden; grober Zucker muss erst geklärt werden, wie es lon-032 mit Eiweiß beschreibt. Ob die Kirschen mit oder ohne Steine gewogen werden, sagt der Satz nicht eindeutig.

Kochen. Eine Viertelstunde zügig, also lebhaft kochend, dann vom Feuer nehmen und die Kirschen im Sirup ganz erkalten lassen.

Trocknen. Die Früchte kommen mit der Öffnung, aus der der Stein kam, nach unten auf Platten und werden mit dem Finger flachgedrückt. Getrocknet wird im warmen Ofen oder in der Sonne; die Handschrift zieht den Ofen vor. Sind sie ein wenig angetrocknet, kommen sie auf saubere Platten. Eine Hitze, eine Dauer oder ein Zeichen, wann sie genug getrocknet sind, nennt der Text nicht.

Praxis. Heute geht das im Backofen bei niedriger Hitze oder im Dörrgerät (moderne Hilfe, nicht im Text). Zum Aufbewahren nennt die Handschrift fest eingebundenes Papier. Vorsicht beim Herausnehmen: siedender Zuckersirup verbrennt stark.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-013-orig" n="pouder sugar" resp="#fyndling">Gepulverter, fein gestoßener Zucker; Ludwig (1706) gibt powder-sugar mit „gepülverter zucker“ wieder. Die Handschrift stellt ihn dem groben („cource“, nach Ludwig „grob“) Zucker gegenüber.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-013-orig" n="clarify" resp="#fyndling">Ludwig (1706) übersetzt to clarify mit „klar machen, abschäumen“. Wie man Zucker klärt, beschreibt dasselbe Buch in lon-032: mit geschlagenem Eiweiß aufkochen und durchseihen.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-013-orig" n="to 5lb of Cherries" resp="#fyndling" subtype="contextual">Gewogen werden die entsteinten Kirschen: Der Satz nennt das Entsteinen zuerst und dann das Gewicht.<list type="alternatives"><item>Die Kirschen werden mit den Steinen gewogen.<note type="rationale">So verlangen es lon-006 und die Kirschmarmelade lon-016 desselben Buchs ausdrücklich („weigh them with their stones in them“); hier steht das nicht.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-014-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ganze, entsteinte Berberitzen, in Zuckersirup eingemacht. Auf ein Pfund Beeren kommen anderthalb Pfund Zucker und ein halbes Pint Wasser.

Durchwärmen vor dem Kochen. Der Text trennt zwei Schritte: Erst stehen die Beeren im Sirup, bis sie durch und durch warm sind, erst danach kommen sie aufs Feuer. Wo sie dabei stehen, sagt er nicht. Die zweite Fassung im selben Buch (lon-022) lässt sie an dieser Stelle im Sirup „liegen“; naheliegend ist der noch warme Sirup neben dem Feuer.

Das Ende. Eine Kochzeit nennt der Text nicht. Gekocht wird zügig, bis die Flüssigkeit aufwallt, und dabei abgeschäumt. Das Zeichen zum Aufhören ist die Farbe: Sie geht rasch verloren, und die Beeren sind schnell gar. Wie abgefüllt und aufbewahrt wird, steht nicht da.

Praxis. Die Beeren vorher entsteinen. Einen Topf mit Raum zum Aufwallen nehmen und dabeibleiben, sobald es kocht. Kochender Zuckersirup ist heißer als kochendes Wasser und spritzt beim zügigen Aufwallen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-014-orig" n="barberies" resp="#fyndling">Berberitzen, die Beeren des Sauerdorns (Berberis vulgaris); Britten und Holland (1886) führen „Barberry, or Berberry“ unter diesem Namen. „Ready stoned“ heißt, dass sie schon entsteint sind, bevor es losgeht.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-014-orig" n="soe sett them till they bee throughly warme" resp="#fyndling" subtype="contextual">Die Beeren im warmen Sirup stehen lassen, bis sie durchwärmt sind, noch nicht auf dem Feuer: Der nächste Satz nennt „Then sett them on the fire“ als eigenen Schritt, und die zweite Fassung lon-022 sagt an derselben Stelle „lett ´um lye till they be through warme“.<list type="alternatives"><item>Bei schwacher Hitze am Feuer erwärmen.<note type="rationale">Möglich, wenn „sett“ nur das Hinstellen des Topfs meint; dann wäre das folgende „on the fire“ das stärkere Feuer. Der Text sagt es nicht.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-015-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Klare Täfelchen aus dem freien Saft der Stachelbeeren und Zucker: Der Saft wird mit dem gekochten Zucker bis kurz vor das Kochen gebracht, in flachen Schälchen getrocknet und dann in beliebige Formen geschnitten.

Der klare Saft. Die Beeren geben ihren Saft im dicht verschlossenen Topf im Wasserbad ab; das Wasser soll schon kochen, wenn der Topf hineinkommt. Nach etwa einer Viertelstunde oder länger wird probiert, ob schon Klares abläuft. Gequetscht wird nicht, sonst wird der Saft trüb. Bis zum Gebrauch bleibt er warm.

Zucker und Saft. Der Zucker wird befeuchtet und gekocht; womit, sagt der Text nicht. Die weiße Marmelade desselben Buchs (lon-008) befeuchtet ihren Zucker mit 2 oder 3 Löffeln Wasser. Das Verhältnis richtet sich nach dem Gewicht des gewonnenen Saftes: anderthalb Teile Zucker auf einen Teil Saft. Das Endzeichen ist der Punkt kurz vor dem Kochen; kochen darf die Masse nicht.

Trocknen. Der Text verweist auf die weiße Marmelade: Dort kommt die Masse in eine Trockenstube, bis sie kandiert ist (lon-008). An einem heißen Sonnentag dürfen die Schälchen in die Sonne. Eine Dauer nennt der Text nicht; fertig ist es, wenn die Köchin es für trocken genug hält.

Praxis. Siedender Zuckersirup verbrüht stark; das Wasserbad kocht bereits, wenn der verschlossene Topf hineinkommt, deshalb vorsichtig einsetzen. Heute dient als verschließbares Gefäß ein Steinguttopf oder ein Glas mit Deckel (moderner Ersatz für den Salbentopf).</note>
        <note type="gloss" target="#lon-015-orig" n="Gally pot" resp="#fyndling">Gallipot, nach Ludwig (1706) „ein weiß irdenes geschirre oder töpffgen, darein man salben, latwergen ꝛc. thut“: ein weißer Irdenwarentopf, hier als verschlossenes Gefäß im Wasserbad.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-015-orig" n="sacers" resp="#fyndling">Saucers, nach Ludwig (1706) „ein brüheschüßlein“: kleine, flache Schälchen für Soße, nicht die Untertasse einer Tasse.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-015-orig" n="white marmelet" resp="#fyndling">Die weiße Quittenmarmelade weiter vorn im Buch (lon-008): Quittenmus mit Zucker, in Gläsern in einer Trockenstube getrocknet, bis es kandiert ist. Gemeint ist eine schnittfeste Fruchtpaste, kein Brotaufstrich.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-015-orig" n="for feare it will bee thicke" resp="#fyndling" subtype="lexical">„thicke“ = trüb. Ludwig (1706) führt unter „Thick“ ausdrücklich „truͤbe, trouble“; das Rezept will klaren Saft.<list type="alternatives"><item>dick, dickflüssig<note type="rationale">Grundbedeutung bei Ludwig; ein gequetschter Saft wäre zugleich trüber und dicker, die Lesarten laufen in der Sache zusammen.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-015-orig" n="wett it" resp="#fyndling" subtype="contextual">„befeuchte ihn“ ohne Angabe der Flüssigkeit, weil der Text keine nennt.<list type="alternatives"><item>mit wenig Wasser befeuchten<note type="rationale">So macht es die weiße Marmelade desselben Buchs (lon-008: „wet your sugar with 2 or 3. sponefulls of water“); hier nicht ausgesprochen.</note></item><item>mit Saft befeuchten<note type="rationale">Unwahrscheinlich, der Saft kommt erst im nächsten Schritt („then put in your ieuce“).</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-016-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine fest eingekochte Kirschmasse, die in Schachteln oder Gläser kommt, keine Streichmarmelade im heutigen Sinn.

Das Verhältnis. Auf fünf Pfund Kirschen, mit Stein gewogen, kommt ein Pfund Zucker. Die Quittenmarmeladen des Buchs nehmen Pfund zu Pfund (lon-007, lon-008). Mit so wenig Zucker muss die Masse lange einkochen, bis sie fest wird; eine Zeit nennt der Text nicht.

Der Zucker. „beate your sugar very well“ heißt zerstoßen, so wie die weiße Quittenmarmelade „sugar finely beaten“ verlangt. Kenelm Digby schreibt beim gleichen Rezept „pure loaf Sugar, which beat into small Powder“: der feste Hutzucker wird zu Pulver gestoßen, damit er sich rasch in der Frucht löst.

Der Garpunkt. „as you doe other marmelett“ verweist auf die übliche Kochweise. Die rote Quittenmarmelade des Buchs wird zügig gekocht und gerührt, bis sie genug ist, und dann in Schachteln gefüllt. „as fast as you can“ beim Abfüllen: die Masse soll noch heiß und gießbar verteilt werden, bevor sie anzieht.

Praxis. Die Kirschen ungeteilt wiegen, dann entsteinen. Heute genügt feiner Kristallzucker statt zerstoßenem Hutzucker. Kirschen und Zucker in einem weiten Topf zügig unter Rühren dick einkochen. Als moderne Hilfe dient die Tellerprobe: ein Tropfen auf einem kalten Teller zerläuft nicht mehr. Die heiße Masse sofort in Gläser oder flache Formen füllen. Kochende Zuckermasse spritzt und verbrennt die Haut.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-016-orig" n="marmelet" resp="#fyndling">Keine Streichmarmelade, sondern eine fest eingekochte Fruchtmasse, die in Schachteln oder Gläser kam. Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 erklärt marmalade als „mit zucker und waſſer eingemachte quitten, marillen, pfirſichen“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-016-orig" n="pan, or skillet" resp="#fyndling">Skillet ist nach Ludwig (1706) „eine kleine muß- oder breypfanne“, ein Kochgefäß zum Einkochen von Mus.<ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-016-orig" n="as you doe other marmelett" resp="#fyndling" subtype="contextual">Verweis auf die Kochweise der Marmeladen, wie sie das Buch selbst beschreibt: die rote Quittenmarmelade wird zügig gekocht und gerührt, „till they bee enough“ (lon-007). Übersetzt als „wie du es bei anderer Marmelade tust“, ohne Zeit oder Probe zu ergänzen.<list type="alternatives"><item>Allgemeiner Hinweis auf die gängige Praxis ohne bestimmtes Vorbild im Buch.<note type="rationale">Möglich, weil der Satz kein Rezept nennt; am Ergebnis ändert es nichts, denn auch dann bleibt der Garpunkt dem Urteil der Köchin überlassen.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-017-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Dünnes, ausgestochenes Buttergebäck: gewaschene Butter, Zucker, dicke Sahne, Eigelb und fein gestoßene Muskatblüte, dazu feines Mehl, bis der Teig bindet.

Die Mehlmenge. Der Text misst das Mehl nicht, sondern am Teig: so viel, wie die feuchten Zutaten befeuchten können. Das Ziel steht im nächsten Schritt - der Teig muss sich sehr dünn ausrollen und mit einem Glas ausstechen lassen.

Das Einstechen. Die Plätzchen werden mit einer großen Nadel sehr dicht gestochen. Einen Grund nennt der Text nicht; naheliegend ist, dass das dünne Gebäck so beim Backen flach bleibt und keine Blasen wirft.

Praxis. Butter in Rosenwasser durcharbeiten und das Wasser abgießen. Zucker, Sahne, Eigelb und Muskatblüte einarbeiten, dann Mehl nach und nach zugeben, bis der Teig sich sehr dünn ausrollen lässt. Ausstechen, dicht einstechen, auf Platten legen und bei gelinder Hitze backen. Zeit und Temperatur nennt der Text nicht. Modern: Ein weicher Butterteig lässt sich nach kurzem Kühlen leichter ausrollen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-017-orig" n="wash it in rose-water" resp="#fyndling">Die Butter wird in Rosenwasser gewaschen, also darin durchgearbeitet; das Wasser gießt man danach ab. So gibt das Rosenwasser der Butter seinen Duft. Denselben Handgriff verlangt Hannah Woolley in ihrem gedruckten Rezept für Sugar Cakes von 1672 („Butter well washed with Rose-water“).</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-017-orig" n="as much fine flower as it will wett" resp="#fyndling" subtype="lexical">So viel feines Mehl, wie die Mischung aus Butter, Zucker, Sahne und Eigelb befeuchten kann, bis also die Feuchte gebunden ist. Ludwig 1706 gibt „to wet“ mit „naßmachen, befeuchten“. Weil der Teig danach sehr dünn ausgerollt wird, muss er fest genug dafür sein.<list type="alternatives"><item>Nur so viel Mehl, dass der Teig gerade eben feucht bleibt und sehr weich ist.<note type="rationale">Ein so weicher Teig ließe sich kaum sehr dünn ausrollen und mit einem Glas ausstechen.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-018-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine Biskuitmasse aus Zucker und Mehl zu gleichen Teilen und elf Eiern, von denen nur zwei ihr Eiweiß behalten, mit Rosenwasser zwei Stunden geschlagen, mit Anis und Kümmel, eine Stunde gebacken und danach noch einmal in Sonne oder Ofen getrocknet. Später im Buch stehen zwei Biskuits desselben Aufbaus (lon-034, lon-035), die kürzer geschlagen werden und das Nachtrocknen nicht nennen.

Rosenwasser statt Wasser. Im Satz steht „2. or 3. sponefulls of water“; das Wort „rose-water“ ist am Rand nachgetragen und mit einem Zeichen vor „water“ verknüpft. Gemeint sind damit zwei oder drei Löffel Rosenwasser. Auch die beiden anderen Biskuits nehmen Löffel Rosenwasser und kein Wasser.

Schlagen. Der Text sagt nur „beate it 2 hours“, nicht, ob Zucker und Mehl von Anfang an bei den Eiern sind. Ein Treibmittel nennt er nicht; locker wird die Masse allein durch das Schlagen. Die Samen kommen erst danach hinein.

Backen, umsetzen, nachtrocknen. Form, Unterlage und Ofenhitze nennt der Text nicht. Nach der Backstunde wird der Biskuit herausgenommen und „shifted“, also auf eine frische Unterlage umgesetzt, und dann noch einmal getrocknet, in der Sonne oder - so der Randnachtrag - im Ofen. Wie lange, sagt der Text nicht.

Praxis. Heute (modern): Die Masse in einer mit Papier ausgelegten Form oder auf Papier backen und bei mäßiger Hitze; ein Handrührgerät kürzt die Schlagarbeit, die Lockerheit der Masse zeigt, wann es reicht. Zum Nachtrocknen den Biskuit nach dem Backen vom Papier lösen und bei sehr milder Hitze oder an einem warmen, trockenen Ort fest werden lassen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-018-orig" n="Bisket" resp="#fyndling">Ludwig (1706) übersetzt „Bisket“ mit „zweymahl gebacken brod“. Hier ist der zweite Gang das Nachtrocknen nach der Backstunde.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-018-orig" n="+rose-water. with 2. or .3. sponefulls of water" resp="#fyndling" subtype="philological">2 oder 3 Löffel Rosenwasser. „rose-water“ steht in der Handschrift am Rand, das zugehörige Verweiszeichen sitzt im Text eindeutig vor „water“ („sponefulls of ×water“). Ebenso markiert auf der Folgeseite das Zeichen vor „Sun“ den Randnachtrag „or oven“, also das Bezugswort. Die beiden anderen Biskuits des Buchs (lon-034, lon-035) nehmen ebenfalls Löffel Rosenwasser und kein Wasser.<list type="alternatives"><item>Rosenwasser ohne Menge zusätzlich zu 2 oder 3 Löffeln Wasser<note type="rationale">So ordnet die Lesung der Folger Library den Nachtrag ein, vor „with“. Das Verweiszeichen steht aber nicht dort.</note></item></list><ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-018-orig" n="shift it" resp="#fyndling" subtype="lexical">Umsetzen, auf eine frische Unterlage. Woolley (1672) gebraucht das Wort im gleichen Trocknungszusammenhang: „shift them often on clean dishes … then set them into an Oven or Stove to dry“.<list type="alternatives"><item>Teilen, in Stücke schneiden<note type="rationale">Halliwell (1846) kennt „To divide“ nur als Sussex-Mundart; der Text spricht weiter von „it“ im Singular.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-019-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Metheglin, also ein Met, der mit einem Kräuterbund und einem Gewürzbeutel gekocht wird. Mengen für Honig und Wasser nennt die Handschrift nicht, die Stärke bestimmt allein die Eierprobe.

Eierprobe. Honig und Wasser werden kalt im Bottich geschlagen, bis sich der Honig löst und die Lösung ein frisch gelegtes Ei vom Boden hebt. Erst dann kommt der Ansatz aufs Feuer. Am Schluss stuft der Text die Stärke nach dem Zweck ab: zum Aufbewahren stärker an Honig und Gewürz, für das Trinken nach zwei Monaten nur so stark, dass das Ei vom Boden aufsteigt, ohne zu schwimmen. Die Parallelfassung bei Digby (1669) beschreibt dieselbe Probe: Schwimmt das Ei oben, ist der Ansatz sehr stark.

Kochen und Abschäumen. Der Kräuterbund und der zugenähte Leinenbeutel mit Ingwer, Muskatnüssen, Nelken, Muskatblüte und nach Wunsch Zimt kochen eine ganze Stunde mit, der aufsteigende Schaum wird die ganze Zeit abgenommen. Über Nacht in irdenen Schüsseln setzt sich der Bodensatz ab, am Morgen kommt nur das Klare ins Fass. Der Gewürzbeutel hängt danach im Fass weiter.

Fass und Hefe. Eine Hefe nennt die Handschrift nicht. Nach einer Stunde Kochen enthält der Most keine lebende Hefe mehr, die Gärung kommt aus dem Fass, in dem schon Sack oder Weißwein lag: Im Holz eines solchen immer wieder benutzten Fasses sitzt Hefe. Fest verschlossen steht der Met mindestens zwei Monate, ehe er getrunken wird. Danach darf er nach Belieben auf Flaschen, Zucker kommt dabei nicht hinzu.

Praxis. Heute, ohne ein eingefahrenes Weinfass: Weinhefe zusetzen, wenn der Most abgekühlt und vom Bodensatz abgegossen ist. Ein starker Met kann nach zwei Monaten noch gären. Wer abfüllt, nimmt druckfeste Flaschen und lagert sie kühl, sonst können sie platzen. Die Gewürzmengen der Handschrift (3 oder 4 Wurzelstücke Ingwer, 2 oder 3 Muskatnüsse) gelten für einen Fassansatz, dessen Größe sie nicht nennt.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-019-orig" n="Metheglen" resp="#fyndling">Met mit Kräutern und Gewürzen. Phillips (1658) nennt Metheglin ein Getränk aus Kräutern, Honig und Gewürzen, Ludwig (1706) übersetzt „eine Art Meth“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-019-orig" n="Condit-water" resp="#fyndling">Conduit water: Wasser aus einer Röhrenleitung oder einem Röhrbrunnen. Ludwig (1706) übersetzt conduit mit „Röhre, Wasserleitung“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-019-orig" n="new lade Egg" resp="#fyndling">Ein frisch gelegtes Ei (new laid egg). Es dient als Maß für die Stärke der Honiglösung.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-019-orig" n="sacke" resp="#fyndling">Kräftiger Weißwein aus Spanien oder von den Kanaren, eine Sherry-Art. Ludwig (1706) übersetzt „Spanischer oder Canarien-Seckt“, Blount (1656) nennt den Málaga-Sack nach der Stadt in Andalusien. Über seine Süße sagt die Handschrift nichts.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-019-orig" n="Liver-wort" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Leberkraut, wie Ludwig (1706) übersetzt („leberkraut, hepatique“). Welche Pflanze gemeint ist, bleibt offen: Der Name galt in der Zeit für mehrere Arten, und der Text lässt die Wahl der Zusatzkräuter ohnehin frei.<list type="alternatives"><item>Leberblümchen (Anemone hepatica)<note type="rationale">Britten und Holland belegen liverwort dafür (nach Lyte); im Text nicht von den anderen Arten zu unterscheiden.</note></item><item>Lebermoos (Marchantia polymorpha)<note type="rationale">Nach Gerard in den Apotheken Hepatica genannt (Britten und Holland).</note></item><item>Odermennig (Agrimonia eupatoria)<note type="rationale">Phillips (1658) nennt Eupatorie „a kind of Herb, called Liverwort“, Minsheu ebenso Agrimony.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-019-orig" n="spice it to drinke at 2 moneths End" resp="#fyndling" subtype="philological">In der Handschrift steht „and spice, if to drinke at 2 moneths End“: Komma nach spice, dann „if“. Der Satz nennt zwei Stärkestufen, zum Aufbewahren stärker an Honig und Gewürz, für das Trinken nach zwei Monaten die schwächere Eierprobe. Die Übersetzung folgt dieser Lesung. Die Parallelfassung bei Digby (1669) trennt ebenso: „If it be strong of the honey, you may keep it a year or two. If weak, drink it in two or three months.“<list type="alternatives"><item>„spice it to drinke at 2 moneths End“: würze ihn, damit er nach zwei Monaten trinkbar ist<note type="rationale">Entspricht nicht der Handschrift und macht aus der Stärkestufe eine Würzanweisung.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-020-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein destilliertes Kräuterwasser, das in die Augen getropft wird, kein Getränk. Zehn Kräuter werden mit ein wenig Knabenurin und fünf Gran Weihrauch zusammen destilliert. Mengen für die Kräuter, das Gerät und die Dauer nennt der Text nicht; die einzige Gebrauchsangabe ist das abendliche Eintropfen.

Die Kräuter. Eisenkraut steht in der Handschrift als „veruen“ (Ludwig 1706: „Vervine, eiſenkraut“), Odermennig als „Egrimony“, Betonie als „Bitany“. „fennell veruen“ und „pimpernet sage“ stehen ohne Komma und sind hier als je zwei Kräuter gelesen. Das Beiwort der Raute, „small dye“, ist deutlich geschrieben, aber nicht geklärt. „pimpernet“ ist in den englischen Kräuterbüchern der Zeit der Gauchheil; Ludwig 1706 setzt dafür „bibernell“, die Deutung bleibt offen.

Der Anspruch. Die Überschrift nennt zwei Zwecke: wunde Augen und ein seit fünf Jahren verlorenes Augenlicht, das binnen 40 Tagen wiederkehren soll - mit dem Vorbehalt „if it be possible“.

Einordnung. Der Eintrag dokumentiert, wie eine Hausapotheke des 17. Jahrhunderts Augenleiden mit einem Kräuterdestillat behandeln wollte, und ist keine Anleitung zur Behandlung. Raute wirkt in größerer Menge giftig, die Hundszunge enthält giftige Pyrrolizidinalkaloide, und auch der Gauchheil gilt als giftig. Destilliert wurde im geschlossenen Gerät über dem Feuer, und das Ergebnis samt Urinanteil kam unmittelbar ins Auge.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-020-orig" n="hounes stongue" resp="#fyndling">Hundszunge (Cynoglossum officinale), bei Ludwig 1706 „Hounds-tongue, hundszunge“. Die Pflanze enthält Pyrrolizidinalkaloide und ist giftig.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-020-orig" n="graines" resp="#fyndling">Gran (englisch grain), das kleinste Apothekergewicht, rund 65 mg. Fünf Gran sind etwa 0,3 g.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-020-orig" n="small dye Rue" resp="#fyndling" subtype="philological" cert="unknown">Raute mit einem ungeklärten Beiwort. Die Handschrift schreibt deutlich „small dye“; da keine Bedeutung belegt ist, bleibt es im Text unübersetzt.<list type="alternatives"><item>„small dry Rue“, also kleine, getrocknete Raute<note type="rationale">Eine Verschreibung von „dry“ ist denkbar, aber weder durch die Schrift noch durch ein Wörterbuch gestützt.</note></item><item>„small“ als eigenes Kraut (Smallage, Eppich), „dye Rue“ als Raute<note type="rationale">Dasselbe Buch schreibt den Eppich an anderer Stelle „Smallage“ aus (lon-053); die Trennung ist deshalb wenig wahrscheinlich.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-020-orig" n="pimpernet" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Gauchheil (Anagallis arvensis). In den englischen Kräuterbüchern der Zeit heißt so der Gauchheil: Gerard/Johnson 1633, Kap. 194 „Of Pimpernell“; die Bibernelle heißt dort „Burnet Saxifrage“, der Wiesenknopf „Burnet“. Britten 1886: „the common name for Anagallis arvensis“. Gerard empfiehlt ihn für „those that be dim sighted“; das passt zu diesem Augenwasser.<list type="alternatives"><item>Bibernelle (Pimpinella)<note type="rationale">Ludwig 1706 „Pimpernel, bibernell“, Phillips 1658 „called in Latin Pimpinella“: Gleichungen über den Namen, keine Pflanzenbestimmung. Als englischer Name der Bibernelle nennt Britten „Pimpernel“ nur nach dem Grete Herball 1526.</note></item><item>Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)<note type="rationale">Britten führt nach Prior auch Poterium Sanguisorba unter Pimpernel.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-021-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine Salbe gegen wunde Brustwarzen: Kräuter werden mit Bienenwachs in frischer Butter ausgekocht, das Wachs gibt der erkalteten Masse Festigkeit.

Die Kräuter. Hauswurz, Ringelblume, Spitzwegerich, Baldrian (die Handschrift schreibt „Sedwell“, wohl für Setwall) und Petersilie, von allem gleich viel, auch vom Wachs. Eine Gesamtmenge nennt der Text nicht.

Kochen und Rühren. „while it is enough“ heißt „bis es genug ist“; ein Zeichen, eine Zeit oder ein Abseihen nennt der Text nicht. Danach wird gerührt; ob noch heiß oder beim Erkalten, sagt er nicht.

Einordnung. Ein Hausmittel aus dem Hauptteil des Buchs, das zeigt, wie man wunde Brustwarzen mit einer Kräutersalbe aus Butter und Wachs zu behandeln suchte; es ist ein historisches Zeugnis, keine Anleitung. Beim Auskochen in Butter und Wachs arbeitet man mit siedendem Fett.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-021-orig" n="platine Ribwort" resp="#fyndling" subtype="philological">Spitzwegerich. Die Hand schreibt deutlich „plantine“ (Wegerich), nicht „platine“; das Wort steht am Zeilenende, „Ribwort,“ beginnt die nächste Zeile. „plantine Ribwort“ wird als ein Kraut gelesen, den Ribwort Plantain, den Ludwig 1706 mit „kleiner wegerich“ und Gerard 1633 als „Ribwort Plantaine“ führt.<list type="alternatives"><item>Zwei Kräuter: Wegerich (plantine) und Spitzwegerich (Ribwort)<note type="rationale">Die Hand lässt Kommata aus (auch zwischen „Sedwell“ und „parsly“), und am Zeilenende fehlt eines leicht. Da von jedem gleich viel genommen wird, ändert die Trennung nur das Verhältnis, nicht das Verfahren.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-021-orig" n="Sedwell" resp="#fyndling" subtype="lexical">Baldrian. „Sedwell“ ist eine Schreibung von Setwall, das Florio und Cotgrave 1611 und Cogan 1636 als Baldrian (Valerian) führen. Zwischen „Sedwell“ und „parsly“ fehlt das Komma; gelesen werden zwei Kräuter, Baldrian und Petersilie.<list type="alternatives"><item>Zitwer (Zedoaria)<note type="rationale">Gerard bemerkt, der Name Setwall gehöre eigentlich der Zedoaria. Die Zitwerwurzel ist eine getrocknete Importdroge; in einer Reihe frischer Gartenkräuter passt Baldrian besser.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-021-orig" n="fresh butter unwashed" resp="#fyndling" subtype="contextual">Ungewaschene Butter: „unwashed“ steht hinter „butter“ und wird darauf bezogen.<list type="alternatives"><item>Die Kräuter ungewaschen in frischer Butter kochen<note type="rationale">Grammatisch kann „unwashed“ auch zu „them“ gehören; Woolley (1670) schreibt bei einem Destillat „Balm unwashed“ von ungewaschenen Kräutern. Die Wortstellung spricht für die Butter.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-022-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ganze, entsteinte Berberitzen, in Zuckersirup eingemacht. Auf ein Pfund Beeren kommen anderthalb Pfund Zucker und ein halbes Pint Wasser - dieselben Mengen wie in der ersten Fassung (lon-014).

Zwei Kochgänge. Erst liegen die Beeren im abgeschäumten Sirup, bis sie durchwärmt sind; aufs Feuer kommen sie erst danach. Dann kochen sie eine kleine Weile sanft, werden wieder eine Weile vom Feuer genommen und zuletzt zügig gekocht, bis die Flüssigkeit aufwallt. Wie lange die Pause dauert, sagt der Text nicht, und einen Grund für sie nennt er auch nicht.

Das Ende. Eine Kochzeit gibt es nicht. Das Zeichen zum Aufhören ist die Farbe: Sie geht rasch verloren, und die Beeren sind schnell gar. Wie abgefüllt und aufbewahrt wird, steht nicht da.

Praxis. Die Beeren vorher entsteinen. Einen Topf mit Raum zum Aufwallen nehmen und beim zügigen Kochen dabeibleiben. Kochender Zuckersirup ist heißer als kochendes Wasser und spritzt beim Aufwallen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-022-orig" n="Barberies" resp="#fyndling">Berberitzen, die Beeren des Sauerdorns (Berberis vulgaris); Britten und Holland (1886) führen „Barberry, or Berberry“ unter diesem Namen. Die Beeren tragen kleine Kerne, die hier vorher entfernt sind.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-022-orig" n="a pace" resp="#fyndling">Gemeint ist apace: Ludwig (1706) gibt „geschwinde, behend, hurtig“. Die Beeren sollen also zügig kochen, bis der Sirup aufwallt; dasselbe Wort steht in der ersten Fassung (lon-014) und bei den getrockneten Kirschen (lon-013).</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-022-orig" n="Barberies stoned / ready stoned" resp="#fyndling" subtype="philological">„Barberies ready stoned“, also schon entsteinte Beeren: Die Hand schreibt oben auf S. 12 deutlich „ready“ zwischen die beiden Wörter, und die erste Fassung (lon-014) hat an derselben Stelle „barberies ready stoned“. Die Übersetzung folgt dieser Lesung.<list type="alternatives"><item>„Barberies stoned“ ohne „ready“.<note type="rationale">So steht die Stelle in der zugrunde gelegten Lesung; der Sinn (entsteinte Beeren) bleibt derselbe, nur der Hinweis fehlt, dass das Entsteinen schon vorher geschehen ist.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-023-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ganze, unreif gepflückte Aprikosen, die zuerst in ihrem eigenen Zuckersaft eingemacht und danach getrocknet werden: trockenes Zuckerwerk aus ganzen Früchten, keine Marmelade. Auf derselben Seite folgt ein zweites Verfahren mit reifen Früchten (lon-024).

Sirup ohne Wasser. Der Text gibt kein Wasser zu. Die geschälten Früchte liegen zwei Stunden zugedeckt im Zucker, bis der Zucker feucht ist und „without water“ schmelzen kann; die Flüssigkeit kommt also aus den Früchten. Dann eine halbe Stunde auf sanftem Feuer, ohne dass es kocht, danach eine halbe Stunde oder länger ganz leise kochen. Das häufige Wenden soll verhindern, dass die Früchte zerbrechen. Ein Endzeichen nennt die Handschrift nicht, nur „when you thinke they be enough“.

Sirup nachsieden. Früchte und Sirup werden getrennt: die Früchte in ein tiefes Glas, der Sirup in eine silberne Schale, wo er ein wenig siedet, bevor er zurück über die Früchte kommt. Wie weit er einkochen soll, sagt der Text nicht. Über Nacht bleibt das Glas offen, dann wird es zugedeckt; eine Woche liegen die Früchte im Sirup.

Trocknen. Die stove ist eine beheizte Trockenstube oder ein Ofen zum Trocknen, kein Kochherd; die Handschrift lässt auch einen anderen sauberen Ort zu, an den etwas Wärme vom Feuer kommt. Die Früchte werden jeden Tag auf saubere Glasplatten umgelegt, bis sie „through dry“ sind. Wärme und Dauer nennt der Text nicht. Dasselbe Umlegen auf saubere Unterlagen steht bei den getrockneten Kirschen (lon-013).

Praxis. Feste, noch nicht reife Aprikosen entsteinen, dünn schälen, abwiegen und mit gleich viel Zucker zugedeckt ziehen lassen. Erst ohne Kochen erwärmen, dann ganz leise kochen und dabei oft wenden. Siedender Zuckersirup verbrüht stark. Heute (modern) kann ein warmer, trockener Platz oder ein Ofen bei niedriger Wärme die Trockenstube ersetzen; maßgeblich bleibt das Endzeichen der Handschrift: die Früchte sind durch und durch trocken.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-023-orig" n="stove" resp="#fyndling">Ein beheizter Raum oder Ofen zum Trocknen, kein Kochherd; Ludwig (1706) übersetzt „Stove“ mit Ofen und mit der Stube, in der ein solcher Ofen steht. Auch Hannah Woolley (1670) und „The Compleat Cook“ (1658) trocknen Zuckerwerk „in a Stove“.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-023-orig" n="that they boyle not in halfe an hour" resp="#fyndling" subtype="contextual">Zwei Phasen: eine halbe Stunde auf sanftem Feuer, ohne dass es kocht, danach eine halbe Stunde oder länger ganz leise kochen. Dafür spricht der Anschluss „then let them boyle very softly for halfe an hour, or more“.<list type="alternatives"><item>Das Feuer soll so sanft sein, dass die Früchte innerhalb einer halben Stunde nicht zum Kochen kommen, ohne feste erste Phase.<note type="rationale">Grammatisch möglich; am Ergebnis ändert es wenig, weil auch so erst nach etwa einer halben Stunde leise gekocht wird.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-023-orig" n="faire glass / cleane glasses" resp="#fyndling" subtype="contextual">Flache Glasplatten oder flache Glasschalen, auf denen die Früchte ausliegen und täglich auf eine saubere umgelegt werden.<list type="alternatives"><item>Glasgefäße wie das „deepe glasse“ davor.<note type="rationale">Zum Auslegen, Trocknen und täglichen Wenden braucht es eine flache Unterlage; bei den getrockneten Kirschen (lon-013) heißen die Unterlagen „plates“.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-024-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Reife Aprikosen, geschält und in einem Sirup aus Hutzucker und wenig Wasser eingemacht, in mehreren kurzen Kochgängen mit Abkühlpausen über zwei Tage. Auf ein Pfund geschälte Früchte kommen ein Pfund Zucker und ein halbes Pint Wasser.

Sonnen. „sun them“ heißt dem Wortlaut nach, die Früchte in die Sonne zu legen; dasselbe Buch trocknet Kirschen „in the Sun“ (lon-013). Dauer und Zweck nennt der Text nicht. Der Nachsatz mit der Überschrift „To sun the Apricockes“ beschreibt dann aber keinen Platz in der Sonne, sondern einen Sud aus grünen Pippin-Äpfeln, der das Wasser ersetzt. Ob die Überschrift verrutscht ist oder „sun“ hier etwas anderes meint, bleibt offen.

Sirup. Der fein gestoßene Zucker wird im Wasser geschmolzen und aufgekocht; „to skum“ ist bei Ludwig (1706) das Abnehmen des Schaums. Das Berberitzenrezept kurz davor schäumt seinen Sirup ebenso ab (lon-022).

Kochgänge. Zuerst stehen die Früchte eine Viertelstunde im heißen Sirup, bis sie durchgewärmt sind. Dann kommen sie für eine halbe Stunde aufs Feuer und werden dabei ein- bis dreimal abgenommen, wohl damit sie nicht zu heftig kochen. Danach kühlen sie, mit Tuch und Schüssel zugedeckt, ganz aus, werden sanft gekocht, bis sie nach dem Urteil der Köchin halb gar sind, stehen bis zum nächsten Tag und werden ein letztes Mal aufgekocht. Ein Zeichen für das Ende nennt der Text nur für den zweiten Gang („till you thinke they are halfe boyled“); abgefüllt wird erst kalt.

Pippin-Sud. Die Anmerkung ersetzt das Wasser zur Hälfte, der Nachsatz ganz durch einen Sud aus grünen Pippin-Äpfeln, gekocht, bis er kräftig nach den Äpfeln schmeckt. Einen Grund dafür nennt die Handschrift nicht. Ein späterer Nachtrag im selben Buch kocht Pippin-Äpfel zu Gelee (lon-095, lon-096).

Praxis. Pfanne, Feuer, ein Tuch und eine Schüssel zum Zudecken genügen. Für den Sud passt heute ein säuerlicher, fester Apfel besser als ein süßer Tafelapfel (moderner Hinweis). Siedender Zuckersirup verbrüht stark; die Früchte deshalb vorsichtig einlegen und die Pfanne mit Bedacht abnehmen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-024-orig" n="lofe sugar" resp="#fyndling">Hutzucker: Zucker, der in Hutform gegossen in den Handel kam. Er wurde vom Hut abgeschlagen und, wie hier verlangt, fein gestoßen („finely beaten“).</note>
        <note type="gloss" target="#lon-024-orig" n="pippins" resp="#fyndling">Ludwig (1706) übersetzt Pippin mit „ein rußling, (ein delicater apffel,) renette“. Der Name bleibt stehen; einer heutigen Sorte lässt er sich nicht gleichsetzen.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-024-orig" n="sun them / To sun the Apricockes" resp="#fyndling" subtype="contextual" cert="unknown">Wörtlich „sonnen“, also die reifen Früchte vor dem Schälen in die Sonne legen. Ludwig und Blount kennen sun nur als Sonne; dasselbe Buch trocknet Kirschen „in the Sun“ (lon-013). Die Überschrift im Nachsatz bleibt als „Zum Sonnen der Aprikosen“ stehen.<list type="alternatives"><item>Die Überschrift gehört nicht zum Sonnen, sondern ist über den Pippin-Sud verrutscht oder meint mit „sun“ eine andere Vorbehandlung.<note type="rationale">Unter „To sun the Apricockes“ steht nur ein Apfelsud, der das Wasser ersetzt; zu einem Platz in der Sonne passt das nicht. Ein Beleg für eine andere Bedeutung von „sun“ fehlt.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-024-orig" n="throughly melted to skum" resp="#fyndling" subtype="lexical">Aufkochen, bis der Zucker ganz geschmolzen ist, und abschäumen: Ludwig (1706) „To scum, den schaum oben abnehmen, etwas abschäumen“; das Berberitzenrezept lon-022 schäumt seinen Sirup ebenso ab („skim it very cleane“).<list type="alternatives"><item>Aufkochen, bis Schaum aufsteigt, ohne ihn abzunehmen.<note type="rationale">„to skum“ könnte das Aufschäumen als Endzeichen meinen; Ludwig führt das Verb aber nur als Abschäumen.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-024-orig" n="taking them of one 2. or 3. times" resp="#fyndling" subtype="orthographic">„one“ als „once“: ein-, zwei- oder dreimal abnehmen. Ein Nachtrag späterer Hand im selben Buch schreibt „once“ ebenso „one“ („stirring it one a day“, lon-112).<list type="alternatives"><item>„one“ als „on“: die Pfanne zwei- oder dreimal ab- und wieder aufsetzen.<note type="rationale">Dieselbe Hand schreibt im übernächsten Rezept „with the stalkes one“ für „on“ (lon-026). An der Sache ändert es wenig: Die Pfanne wird mehrmals abgenommen.</note></item></list><ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-024-orig" n="take them of from the fire, boyling them gently" resp="#fyndling" subtype="contextual">Die Früchte werden vom Feuer genommen, während sie sanft sieden, und dann zugedeckt zum Auskühlen stehen gelassen.<list type="alternatives"><item>Nach dem Abnehmen werden sie noch einmal eigens sanft gekocht und erst dann zugedeckt.<note type="rationale">Die Partizipform „boyling“ kann eine eigene Handlung ausdrücken; dagegen steht, dass sie im selben Satz schon vom Feuer genommen sind.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-025-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Kurzrezept, das nur Mengen nennt. Für das Verfahren verweist es auf das Einmachen der Aprikosen, das im Buch unmittelbar davor steht (lon-024, lon-023). Gegenüber den Aprikosen ändert es zwei Dinge: Es nimmt mehr Zucker als Frucht, ein Pfund und ein Viertel auf ein Pfund statt ein Pfund auf ein Pfund, und als Flüssigkeit nur Wasser. Einen Grund für den höheren Zuckeranteil nennt der Text nicht.

Welche Aprikosen-Anleitung? Die Mengenangabe passt zu lon-024 („A more approved way to preserve Apricocks“): Dort wird ein Pfund Zucker mit einem halben Pint Wasser geschmolzen, und eine Nachbemerkung erlaubt, das Wasser zur Hälfte durch einen Sud aus Pippin-Äpfeln zu ersetzen. „noe other liquor but halfe a pint of water“ schließt diesen Sud für die Pflaumen aus. Das andere Aprikosenrezept, lon-023, kommt ganz ohne Wasser aus.

Schälen oder ganz lassen? Für die Aprikosen verlangt lon-024 das Schälen, lon-023 Entsteinen und Schälen. Ob das auch für die Pflaumen gilt, sagt der Eintrag nicht. Wer sie heute ganz einlegt, trifft eine eigene Entscheidung, keine der Handschrift.

Praxis. Nach lon-024: Den Zucker mit dem Wasser in einer Pfanne schmelzen und aufkochen, bis er ganz gelöst ist, und abschäumen. Die Pflaumen in den Sirup legen und eine Viertelstunde darin durchwärmen lassen. Dann eine halbe Stunde aufs Feuer setzen und in dieser Zeit zwei- oder dreimal vom Feuer nehmen, mit einem Tuch und einer Schüssel zudecken und stehen lassen, bis sie kalt sind. Wieder sanft kochen, bis sie halb gar scheinen, bis zum nächsten Tag stehen lassen, noch einmal aufkochen und erst kalt in die Gläser füllen. Siedender Zuckersirup verursacht schwere Verbrennungen, beim Abnehmen und Umfüllen deshalb vorsichtig arbeiten.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-025-orig" n="damsons" resp="#fyndling">Damaszenerpflaume, englisch damson, eine kleine Pflaumenform. Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch (1706) gibt „damſon“ mit „eine zwetſchge“ wieder, Cotgrave (1611) setzt die Damson der „Damask Plumme“ gleich, der Pflaume aus Damaskus.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-025-orig" n="eaven as you doe Apricockes" resp="#fyndling" subtype="contextual">Verweis auf lon-024, das unmittelbar vorangehende Aprikosenrezept: Es schmilzt den Zucker in einem halben Pint Wasser und bietet als Alternative einen Pippin-Sud an, den „noe other liquor“ ausschließt. Übersetzt wird der Verweis wörtlich, ohne ergänzte Arbeitsschritte.<list type="alternatives"><item>Verweis auf lon-023 (Aprikosen einmachen und trocknen).<note type="rationale">Ebenfalls ein Aprikosenrezept auf derselben Doppelseite, doch es schmilzt den Zucker ohne Wasser im Fruchtsaft; die Wasserangabe passt dazu nicht. Dass beide Rezepte gemeint sein könnten, lässt der Text offen.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-025-orig" n="noe other liquor but halfe a pint of water" resp="#fyndling" subtype="contextual">„liquor“ ist hier die Flüssigkeit, in der der Zucker geschmolzen wird (Ludwig 1706: „eine feuchtigkeit, … bruͤhe“). Der Satz legt fest, dass für die Pflaumen nur Wasser dient, nicht der Pippin-Sud, den lon-024 für die Aprikosen erlaubt.<list type="alternatives"><item>Bloße Mengenangabe ohne Bezug auf den Pippin-Sud.<note type="rationale">Möglich, die Übersetzung bleibt gleich; der ausdrückliche Ausschluss „noe other“ spricht aber für die Abgrenzung gegen die Alternative im Bezugsrezept.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-026-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ganze unreife Aprikosen mit Stiel, deren Kern noch weich ist, werden zweimal gebrüht, im ersten Wasser auf wenig Glut wieder grün gemacht und dann in fein gestoßenem Zucker eingemacht, Gewicht gegen Gewicht.

Drei Bäder, zwei Töpfe. Im ersten kochenden Wasser verlieren die Früchte ihre Farbe, im zweiten kochen sie weich. Dann kommen sie zurück ins erste Wasser und sieden auf wenig Glut leise, bis die Farbe wiederkehrt. Die Endzeichen sind zu sehen: Farbe weg, weich, Farbe zurück. Zeiten nennt der Text nicht.

Der Schluss bleibt offen. Der Zucker wird nur sehr fein gestoßen und in die Einmachpfanne gegeben, die Früchte kommen hinein und werden mit ein wenig Flüssigkeit beträufelt; dann heißt es nur „soe preserve them“. Die nächste historische Lesart ist das übliche Einkochen: Die Pfanne kommt aufs Feuer, der Zucker löst sich in den Tropfen und im Saft der Früchte, und die Aprikosen kochen darin sacht, wie im Aprikosenrezept davor (lon-023) „very softly“. Hannah Woolley (The Queen-like Closet, Ausgabe 1672) kocht gegrünte Pfirsiche in Zucker nach Gewicht, „till they are clear“, und sagt, so könne man auch grüne Aprikosen machen.

Praxis. Heute: die Pfanne bei kleiner Hitze aufsetzen, bis der Zucker geschmolzen ist, dann die Früchte sacht kochen, bis sie klar aussehen, und mit dem Sirup in Gläser füllen. Siedender Zucker verbrennt die Haut. Die weiche Kernanlage wird mitgegessen; Aprikosenkerne enthalten Amygdalin, wie viel davon in der Kernanlage unreifer Früchte steckt, ist hier nicht belegt - deshalb nur in kleinen Mengen essen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-026-orig" n="before they have any stone in them" resp="#fyndling">Gemeint ist der Zeitpunkt, bevor der Kern verholzt: Die Frucht wird im Ganzen mit der weichen Kernanlage eingemacht. Robert May (1660) beschreibt grüne Aprikosen „so tender, that you may thrust a pin through the stone“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-026-orig" n="simper" resp="#fyndling">Nach Halliwell (1846) „to simmer“, also leise sieden. Gerard (1633) setzt „to simper, but not to boyle“ ausdrücklich gegen das Kochen ab.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-026-orig" n="put them againe into the other water" resp="#fyndling" subtype="contextual">Zurück in das erste Wasser, in dem sie ihre Farbe verloren haben: Sie kommen gerade aus dem zweiten Topf, „againe“ und „the other“ weisen auf den Topf davor.<list type="alternatives"><item>Ein drittes, frisches Wasser.<note type="rationale">Davon steht nichts da; der Text kennt nur zwei Kochtöpfe.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-026-orig" n="take a little of the liquor" resp="#fyndling" subtype="contextual">Ein wenig von dem Wasser, in dem die Früchte zuletzt gesiedet haben; Ludwig (1706) gibt liquor mit „feuchtigkeit … brühe“ wieder.<list type="alternatives"><item>Ein Sirup.<note type="rationale">Bis zu dieser Stelle wird kein Sirup gekocht; der Zucker liegt trocken in der Pfanne.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-026-orig" n="and soe preserve them" resp="#fyndling" subtype="contextual">Das übliche Einkochen: Pfanne aufs Feuer, die Früchte im schmelzenden Zucker sacht kochen, wie in lon-023 („let them boyle very softly“).<list type="alternatives"><item>Kochen, bis die Früchte klar sind, wie Hannah Woolley (Ausgabe 1672) bei gegrünten Pfirsichen und grünen Aprikosen.<note type="rationale">Gleiche Richtung, aber aus einem anderen Buch; Longe nennt kein Endzeichen.</note></item><item>Kein weiteres Kochen, der Zucker zieht mit der Flüssigkeit kalt ein.<note type="rationale">Möglich, aber in den Aprikosen- und Quittenrezepten davor und danach (lon-023, lon-024, lon-027, lon-028) wird am Feuer eingekocht.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-027-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Geschälte und entkernte Quitten, in einem Sirup aus Hutzucker und Wasser eingekocht, so geführt, dass die Frucht rot wird.

Der Zucker zum Streuen. Ein Viertelpfund Zucker wird zurückbehalten und während des Kochens über die Quitten gestreut; die Handschrift begründet das damit, dass sie so nicht zerfallen. Ob dieses Viertelpfund aus den anderthalb Pfund kommt oder dazukommt, sagt der Satz nicht ausdrücklich.

Rot werden. Die Farbe entsteht im ersten Abschnitt: zugedeckt und sanft kochen, bis die Quitten rot sind. Erst danach wird schneller gekocht, bis sie gar sind. Woran man „gar“ erkennt, sagt der Text nicht, ebenso wenig, wie lange die beiden Abschnitte dauern. Die unmittelbar folgende weiße Fassung im selben Buch (lon-028) geht anders vor: Sie kocht die Quitten vorher in Wasser weich und macht sie dann über lebhaftem Feuer ein, ohne Deckel.

Praxis. Den Sirup aufkochen und abschäumen, bevor die Quitten hineinkommen. Für den ersten Abschnitt braucht es einen Topf mit Deckel und ein Feuer, das sich klein halten lässt, für den zweiten mehr Hitze. Ob die Frucht gar ist, prüft man heute mit einem Messer oder Holzstäbchen (moderner Hilfsweg, nicht im Text). Abfüllen und Aufbewahren beschreibt die Handschrift hier nicht. Siedender Zuckersirup verbrüht stark; die Quitten vorsichtig einlegen und den Zucker mit Abstand aufstreuen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-027-orig" n="lofe sugar" resp="#fyndling">Hutzucker, der in fester Kegelform gehandelt und für den Gebrauch abgeschlagen wurde.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-027-orig" n="wine pint" resp="#fyndling">Ein Pint nach Weinmaß, rund 0,47 l, hier auf etwa 0,5 l gerundet. Das Pint nach Ale-Maß war größer.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-027-orig" n="straw upon them" resp="#fyndling">„To straw“ heißt hier streuen, nicht Stroh: Halliwell (1846) führt straw als „to strew about“.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-027-orig" n="keepe a quarter of a pound of sugar out" resp="#fyndling" subtype="contextual">Das Viertelpfund zum Bestreuen wird von den anderthalb Pfund Hutzucker abgezweigt; „keep out“ heißt zurückbehalten. In der Zutatenliste steht deshalb die Gesamtmenge von etwa 675 g.<list type="alternatives"><item>Das Viertelpfund kommt zu den anderthalb Pfund hinzu.<note type="rationale">Grammatisch möglich, weil der Satz die Herkunft des Zuckers nicht nennt; „keep out“ spricht aber für das Zurückbehalten aus der genannten Menge.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-028-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ganze Quitten, weich gekocht, geschält und entkernt, werden in einem vorher geklärten Zuckersirup eingekocht und in Gläsern oder Töpfen unter Sirup aufbewahrt. Das Rezept folgt im Buch unmittelbar auf die rot eingemachten Quitten (lon-027). Dort werden die Quitten zugedeckt, „till they be red“; hier steht kein Zudecken. Was „white“ genau meint, erklärt der Text nicht.

Der Sirup. Zucker, Wasser und Eiweiß werden kalt verrührt und dann 4 oder 5 Aufwallungen lang gekocht, ohne zu rühren, danach in eine saubere Pfanne durchgeseiht. Denselben Arbeitsgang nennt das Buch an anderer Stelle „to clarifie sugar“ (lon-032: „lett it boyle 2 or 3. warmes, then straine it“). Das Eiweiß gerinnt beim Sieden und bleibt beim Durchseihen zurück. Warum nicht gerührt werden soll, sagt der Text nicht.

Die Mengen. Die Hand schreibt deutlich 8 Pfund Zucker, anderthalb Pint Wasser und 3 Pfund Quitten. Das ist sehr viel Zucker auf sehr wenig Wasser; das Gegenstück lon-027 nimmt anderthalb Pfund Zucker auf ein Pint Wasser. Ob hier eine Zahl verschrieben ist, lässt sich nicht entscheiden; die Übersetzung folgt dem Wortlaut.

Einkochen. Die Quitten kommen erst in schon kochendes Wasser und werden geschält und entkernt, wenn sie weich sind. Dann kochen sie „a pretty while“ im Sirup, bevor ein halbes Pfund fein gestoßener Hutzucker im Kochen nachgegeben wird. Als Endzeichen nennt der Text nur, dass der Sirup dick ist und die Quitten gar sind, und verlangt dafür ein lebhaftes Feuer. Der Moschus kommt erst ganz am Schluss hinein.

Abfüllen. Vor dem Herausnehmen der Quitten wird etwas Sirup in eine kleine Schale abgeschöpft. Sind Quitten und Sirup kalt genug, wird der Sirup über die abgefüllten Quitten gegossen, bis sie bedeckt sind.

Praxis. Siedender Zuckersirup spritzt und haftet heiß an der Haut; beim Nachgeben des Hutzuckers Abstand halten. Den Moschus lässt man heute weg. Ob der Sirup dick genug ist, kann man heute an einem Tropfen auf einem kalten Teller prüfen (modernes Hilfsmittel, nicht im Text).</note>
        <note type="gloss" target="#lon-028-orig" n="warms" resp="#fyndling">In der Hand warmes, gemeint ist walm: nach Ludwig 1706 „die aufwallung, aufkochung“, im Glossar der Digby-Ausgabe „a bubble in boiling; a boiling-up“. Der Sirup soll also 4 oder 5 Mal aufwallen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-028-orig" n="pouder sugar" resp="#fyndling">Gestoßener Zucker, nach Ludwig 1706 powder-sugar „gepülverter zucker“. Nicht der feine Puderzucker von heute.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-028-orig" n="lofe sugar" resp="#fyndling">Loaf sugar, Hutzucker: raffinierter Zucker in fester Kegelform, der vor dem Gebrauch zerschlagen und gestoßen wurde; hier ausdrücklich „finely beaten“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-028-orig" n="musk" resp="#fyndling">Moschus, nach Ludwig 1706 musk „biesam“: ein tierischer Duftstoff aus der Drüse des Moschushirsches. Das Buch gibt ihn auch an Biskuits (lon-033); hier nur „a little“ ganz am Schluss.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-028-orig" n="8 pound of pouder sugar, and a pint and halfe of water" resp="#fyndling" subtype="contextual">Wörtlich übernommen: 8 Pfund Zucker auf anderthalb Pint Wasser und 3 Pfund Quitten. Die Zahlen 8 und 3 sind in der Hand deutlich voneinander geschieden, „a pint and halfe“ ebenso.<list type="alternatives"><item>Eine Zahl ist verschrieben (zu viel Zucker oder zu wenig Wasser).<note type="rationale">Das Gegenstück lon-027 nimmt anderthalb Pfund Zucker auf ein Pint Wasser, hier sind es über fünf Pfund je Pint. Der Text selbst gibt aber keinen Hinweis auf einen Fehler, deshalb bleibt der Wortlaut.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-029-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eingemachte grüne, also unreife Walnüsse, denen die grüne Außenschale abgeschält wird. Jede Nuss wird dreimal eingestochen, abgebrüht, zwei bis drei Tage gewässert und mit einem Stückchen Nelke gespickt, dann in Zucker eingemacht.

Abbrühen und Wässern. Das Abbrühen setzt die Handschrift als bekannt voraus („wie du es mit anderen Dingen tust“). Beim Wässern verlangt sie zweimal am Tag frisches Wasser. Wozu das Wässern dient, sagt sie nicht.

Die Nelke. Ein Sechstel einer Nelke je Nuss ist ein winziges Stück; es wird in ein Ende der Nuss gesteckt. Mehr Gewürz nennt der Text nicht.

In Zucker. Zuckermenge, Sirup und Kochzeit fehlen; der Text verweist auf das Einmachen von anderem Obst. In diesem Buch heißt das: Zucker mit Wasser zu Sirup kochen und abschäumen, die Früchte darin kochen und im Sirup aufbewahren (Stachelbeeren lon-005, weiße Quitten lon-028). Wie lange die Walnüsse kochen, sagt keine Stelle.

Praxis. Heutiger Hinweis: Der Saft der grünen Schale färbt Haut, Holz und Töpfe dunkelbraun, Handschuhe sind sinnvoll. Für das Einmachen kann man sich an den Sirup aus lon-005 halten; das ist eine Übertragung, keine Angabe dieses Rezepts.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-029-orig" n="scald them as you doe other things" resp="#fyndling">Abbrühen, mit siedendem Wasser übergießen oder kurz darin garen (Ludwig 1706: to scald = brühen). Wie genau, setzt die Handschrift als bekannt voraus; im selben Buch werden etwa die Stachelbeeren für den Fool abgebrüht (lon-002).</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-029-orig" n="pare all the greene of them" resp="#fyndling" subtype="contextual">Die ganze grüne Außenschale wird abgeschält, eingemacht wird die geschälte unreife Nuss. „all the greene“ spricht für vollständiges Schälen.<list type="alternatives"><item>Nur die äußerste grüne Haut wird dünn abgeschält, die Hülle bleibt.<note type="rationale">So läge das Rezept näher an den deutschen Parallelen, die die Nüsse mit der Schale einmachen (rum-1895 „mit den Schalen“); der Wortlaut „all the greene“ stützt das nicht.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-029-orig" n="soe put them in sugar, and preserve them as other fruite" resp="#fyndling" subtype="contextual">In gekochten Zuckersirup, wie das Buch sonst Früchte einmacht (lon-005, lon-028).<list type="alternatives"><item>In trockenen Zucker setzen.<note type="rationale">„put them in sugar“ allein ließe es zu; „preserve them as other fruite“ verweist aber auf das Einmachen im Sirup.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-030-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eingemachte Walnüsse in einem Sirup aus Zucker und Damaszener Rosenwasser. Die Überschrift nennt das Verfahren „the Physicall way“, arzneilich; eine Krankheit oder Anwendung nennt der Eintrag nicht, er endet mit dem Vorrat „all the yeare for your Vse“.

Grüne oder reife Nüsse? Der Text sagt es nicht. Das Walnussrezept unmittelbar davor (lon-029) nimmt grüne Nüsse, schält das Grüne ab, sticht sie an und wässert sie zwei oder drei Tage bei zweimaligem Wasserwechsel am Tag. Hier fehlen Schälen und Anstechen, und das Wasser wird nur zweimal gewechselt.

Abbrühen und Wasserwechsel. „scald the walnuts, and shift them twice“: Die Nüsse werden mit heißem Wasser gebrüht und danach zweimal in frisches Wasser gebracht. Wie heiß, wie lange und ob kalt oder heiß gewässert wird, steht nicht da.

Wie Backpflaumen. „stew“ heißt nach Ludwig (1706) bedeckt oder sachte kochen. Der Eintrag verweist auf das Kochen von Backpflaumen als bekannt und nennt kein Endzeichen. Ein Pfund Zucker auf ein Pfund Nüsse und ein halbes bis ganzes Pint Rosenwasser ist das ganze Mengengerüst; die Wahl zwischen den beiden Rosenwassermengen begründet der Text nicht.

Praxis. Die Walnüsse abbrühen und das Wasser zweimal wechseln. Den Zucker im Rosenwasser lösen, die Nüsse hineingeben und bei kleiner Hitze sacht kochen. Wann sie fertig sind, lässt die Handschrift offen; dass die Nüsse weich und vom Sirup durchzogen sein sollen, ist eine Lesart nach dem Vergleich mit Backpflaumen, keine Angabe des Textes. Heutiger Hinweis: Für den Vorrat in saubere, verschließbare Gläser füllen. Siedender Zuckersirup verursacht schwere Verbrennungen, beim Umfüllen deshalb vorsichtig arbeiten.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-030-orig" n="the Physicall way" resp="#fyndling">„Physicall“ gehört zu physick, Arznei: Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch (1706) gibt „Physick“ mit „die artzneykunst; … eine artzney, ein artzneymittel“ wieder und „Physical drink“ mit „ein artzneytranck“. Gemeint ist eine arzneiliche Zubereitung. Worin das Arzneiliche liegt, sagt die Handschrift nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-030-orig" n="pruines" resp="#fyndling">Pflaumen, hier wohl gedörrte. Ludwig (1706) gibt „Prune“ mit „eine pflaume; eine an der sonne gedörrete pflaume“ wieder. Geschmorte Backpflaumen setzt der Eintrag als bekannt voraus, eine eigene Anleitung dafür steht nicht im Buch.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-030-orig" n="shift them twice" resp="#fyndling" subtype="lexical">Den Nüssen zweimal das Wasser wechseln. Ludwig (1706) gibt „To shift“ mit „etwas verändern, ändern; einen von einem ort an einen andern tragen“ wieder; das Walnussrezept unmittelbar davor (lon-029) sagt ausdrücklich „shift the water twice a day“.<list type="alternatives"><item>Die Nüsse zweimal in ein neues Gefäß umsetzen.<note type="rationale">Das Objekt ist „them“, die Nüsse, nicht das Wasser; so gebraucht das Buch das Wort beim Trocknen („shift them on cleane plates“, lon-013). Nach dem Abbrühen läuft das Umsetzen in frisches Wasser auf dasselbe hinaus.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-030-orig" n="walnuts" resp="#fyndling" subtype="contextual">Walnüsse ohne nähere Angabe, so übersetzt. Der Eintrag sagt nicht, ob grüne oder reife Nüsse gemeint sind.<list type="alternatives"><item>Grüne, unreife Walnüsse.<note type="rationale">Das Rezept unmittelbar davor (lon-029) verlangt sie ausdrücklich („when they be greene“) und arbeitet ebenfalls mit Abbrühen und Wasserwechsel. Für diesen Eintrag ist das ein Schluss aus der Nachbarschaft, kein Wortlaut.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-031-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Rosensirup aus einem Wasserauszug, der in Etappen stärker wird: Gezupfte Damaszener-Rosen ziehen in einer Flasche Wasser, die in einem dicht verschlossenen Topf an einem warmen Ort steht. Alle zwei Tage wird gewechselt, neunmal; erst danach wird abgeseiht und gezuckert, anderthalb Pfund Zucker auf ein Quart.

Das Wechseln. Wir lesen shift so, dass die Flüssigkeit jedes Mal auf frische Rosen kommt. Butlers Bienenbuch von 1623 beschreibt dasselbe für seinen Rosensirup ausdrücklich, dort zehnmal und in heißem Wasser über der Glut (but-018). Hier wird kein Feuer genannt, nur ein warmer Ort.

Die Samen. Der Nachsatz „you must shift them from the seeds“ meint die gelbe Mitte der Blüte, die Gerards Herball (1633) „yellow seeds“ nennt: In den Ansatz kommen nur die Blütenblätter.

Zucker. Der Text nennt nur das Verhältnis. Ob der Zucker kalt gelöst oder der Sirup erwärmt wurde, sagt er nicht.

Praxis. Nur frische, ungespritzte Rosen zur Blütezeit nehmen. Die Flaschengröße ist offen; gezuckert wird nach dem Maß, etwa 675 g Zucker auf 1 l abgeseihten Auszug. Den Zucker bei kleiner Hitze im Auszug zu lösen, ist eine heutige Wahl, kein Schritt der Handschrift. Ein Wasserauszug, der rund 18 Tage warm steht, kann gären oder schimmeln; dazu sagt die Handschrift nichts.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-031-orig" n="Damask roses" resp="#fyndling">Damaszener-Rosen. Ludwig (1706) gibt damask-rose mit „damasken rose“ wieder, Gerards Herball (1633) nennt sie „of a most sweet smell“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-031-orig" n="a bottle of water" resp="#fyndling">Wie groß die Flasche ist, sagt die Handschrift nicht. Gezuckert wird am Ende nach Maß, anderthalb Pfund auf ein Quart Flüssigkeit.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-031-orig" n="seeds" resp="#fyndling">Gemeint ist die gelbe Mitte der Rosenblüte, nicht Samen im heutigen Sinn: Gerards Herball (1633) sagt von den Rosen, sie hätten „certain yellow seeds in the middle“. Die Blütenblätter werden davon gelöst.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-031-orig" n="shift it every second day till it bee 9. times shifted" resp="#fyndling" subtype="lexical">Alle zwei Tage die Flüssigkeit auf frische Rosen geben, neunmal, damit sich der Auszug anreichert. Ludwig (1706) gibt to shift mit „etwas verändern, ändern; einen von einem ort an einen andern tragen … wein ablassen“ wieder; Gerards Herball (1633) gebraucht es für Blüten, die in Öl „shifted two or three times“ werden, und Butler (1623, but-018) beschreibt für seinen Rosensirup dasselbe Verfahren ausdrücklich: „straine out the Roses, and put fresh in their places“.<list type="alternatives"><item>Alle zwei Tage nur das Wasser wechseln, die Rosen bleiben.<note type="rationale">So steht shift in lon-005 („shift the water“). Hier heißt es aber „shift it“, und am Ende wird genau diese Flüssigkeit abgeseiht und gezuckert; ein weggegossenes Wasser würde den Auszug verlieren.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-031-orig" n="put to a quart of liquor one pound and halfe of sugar" resp="#fyndling" subtype="contextual">Den Zucker nur zugeben; ein Kochen oder Erwärmen nennt der Text nicht, deshalb steht es nicht in der Übersetzung.<list type="alternatives"><item>Die Mischung zum Sirup einkochen.<note type="rationale">Butlers Rosensirup wird mit dem Süßmittel gekocht, bis er dick genug ist (but-018). Für dieses Rezept ist das nicht belegt.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-032-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Zucker wird mit Wasser geschmolzen und mit geschlagenem Eiweiß geklärt, damit ein klarer Sirup zum Einmachen entsteht. Die Pflaumen sind nur der Schluss: Die Handschrift sagt, dass sie im geklärten Sirup eingemacht werden, nicht wie lange.

Das Eiweiß in zwei Hälften. Die erste Hälfte kommt in den Zucker, solange er schmilzt, die zweite, sobald die Lösung aufkocht. Das Eiweiß gerinnt in der heißen Lösung und hält Trübstoffe fest, die beim Abseihen zurückbleiben.

Aufwallen und Abseihen. „2 or 3 warmes“ sind zwei oder drei Aufwallungen, dann wird in eine Schüssel abgeseiht und die Pfanne sauber gewaschen, bevor der Sirup zurückkommt. Vom Abschäumen spricht die Handschrift nicht; Staindl (std-232) schäumt dagegen ab.

Praxis. Die Birkenrute der Handschrift ersetzt heute ein Schneebesen (modern). Siedende Zuckerlösung verbrennt die Haut schwer. Zucker- und Wassermenge sowie die Garzeit der Pflaumen bleiben nach eigenem Ermessen, die Vorlage nennt sie nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-032-orig" n="warmes" resp="#fyndling">Hier eine Schreibung von walm: Ludwig (1706) übersetzt „Walm“ mit „der wall, die aufwallung, aufkochung“, das Glossar der Digby-Ausgabe mit „a boiling-up“. „2 or 3 warmes“ heißt also zwei- oder dreimal aufwallen lassen; dasselbe Buch schreibt in lon-039 „halfe a douzen warmes“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-032-orig" n="clarify'd liquor" resp="#fyndling">To clarify heißt bei Ludwig „klar machen, abschäumen“; liquor ist hier die Flüssigkeit, also der geklärte Zuckersirup, kein Branntwein.</note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-033-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine Masse aus abgezogenen, im Mörser gestoßenen Mandeln, fein gestoßenem Zucker und Eiweiß, mit etwas Moschus und Ambra gewürzt, eine Viertelstunde geschlagen und in beliebiger Form auf Papier gesetzt. Mehl kommt nicht hinein; damit steht das Gebäck den Makronen näher als den Mehl-Eier-Biskuits der Nachbarn (lon-018, lon-034, lon-035).

Rosenwasser beim Stoßen. Der Text nennt den Zweck selbst: Die Mandeln sollen beim Stoßen nicht zu Öl werden. Das wenige Rosenwasser hält die Masse geschmeidig, solange sie im Mörser zerkleinert wird; fertig ist sie, wenn die Mandeln „very small“, also sehr fein, sind.

Die Hitze fehlt. Der Text endet beim Aufsetzen auf Papier und warnt nur, das Gebäck dürfe nicht zu viel Farbe bekommen. Das setzt eine Hitze voraus, nennt aber weder Ofen noch Dauer. Ob gebacken oder an einem warmen Ort getrocknet wurde, bleibt offen; nach dem Farbhinweis jedenfalls nur so, dass es hell bleibt. Wird die Masse nur getrocknet, bleibt das Eiweiß roh.

Moschus und Ambra. Beides sind tierische Duftstoffe in kleiner, nicht bezifferter Menge. Heute sind sie als Küchenzutat kaum zu bekommen; ohne sie bleibt die Grundmasse aus Mandeln, Zucker und Eiweiß.

Praxis. Heute (modern): Die Masse in kleinen Häufchen auf Backpapier setzen und bei milder Hitze backen, bis die Stücke fest und noch hell sind; die Farbe ist das Zeichen, wann es genug ist.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-033-orig" n="Biskets" resp="#fyndling">So nennt das Buch auch seine Mehl-Eier-Gebäcke (lon-018, lon-034, lon-035). Ludwig (1706) übersetzt „Bisket“ mit „zweymahl gebacken brod“; hier ist es nur der Name für ein feines Trockengebäck, ein zweites Backen nennt der Text nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-033-orig" n="burne to an Oyle" resp="#fyndling">Beim Stoßen geben Mandeln ihr Öl ab und werden schmierig. Das Rosenwasser soll das verhindern; so begründet es der Text selbst.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-033-orig" n="musk, and Ambergrease" resp="#fyndling">Moschus (Ludwig 1706: „Bisam“) ist das Drüsensekret des Moschustiers, Ambra eine Ausscheidung des Pottwals. Beide dienten als kostbare Duftstoffe; auch Hannah Woolley (1670) lässt ihre Veilchentäfelchen und ähnliches Zuckerwerk nach Belieben mit „a little Musk or Ambergrease“ würzen.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-033-orig" n="put it upon papers ... that it be not Coloured to much" resp="#fyndling" subtype="contextual">Das Gebäck wird nach dem Aufsetzen auf Papier einer Hitze ausgesetzt, die der Text nicht nennt; „Coloured“ heißt gebräunt, es soll hell bleiben.<list type="alternatives"><item>Die Masse wird ohne Ofen an einem warmen Ort getrocknet, wie Zuckerwerk.<note type="rationale">Möglich, denn der Text nennt keinen Ofen; die Warnung vor zu viel Farbe passt aber besser zu einer Hitze, die bräunen kann.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-034-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine Biskuitmasse aus Zucker und Mehl zu gleichen Teilen, sieben Eiern, von denen zwei ihr Eiweiß abgeben, Rosenwasser sowie gestoßenen und gesiebten Anis- und Koriandersamen. Alles wird vermengt, anderthalb Stunden geschlagen und beim Einschieben in den Ofen mit feinem Zucker bestreut. Die Biskuits des Buchs (lon-018, lon-035) sind gleich aufgebaut, nehmen aber Kümmel statt Koriander und geben die Samen erst nach dem Schlagen dazu.

Stoßen und Sieben. Zucker und Samen werden fein gestoßen, die Samen danach durchgesiebt („search them fine“). So bleibt die Würze fein verteilt in der Masse, ohne ganze Körner.

Schlagen. Ein Treibmittel nennt der Text nicht; die Lockerung kommt allein vom langen Schlagen. Nach dem Satzbau werden Mehl, Zucker und Samen gleich mit den Eiern vermengt und mitgeschlagen, nicht erst danach untergehoben.

Backen. Form, Unterlage, Hitze und Backzeit nennt der Text nicht. Nur eines sagt er: Beim Einschieben wird feiner Zucker über die Oberseite gestreut.

Praxis. Heute (modern): Ein Handrührgerät nimmt die Schlagarbeit ab; die Masse ist fertig, wenn sie hell und deutlich aufgeschlagen ist. In einer mit Papier ausgelegten Form oder auf Papier bei mäßiger Hitze backen, bis sie fest ist. Die Masse enthält rohes Ei, das erst beim Backen gar wird.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-034-orig" n="Another Bisket" resp="#fyndling">„Another“ schließt an den Eintrag unmittelbar davor an, die Mandelbiskuits (lon-033). Ludwig (1706) übersetzt „Bisket“ mit „zweymahl gebacken brod“; dieser Eintrag nennt nur ein einziges Backen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-034-orig" n="search them fine" resp="#fyndling">„Search“ (auch „searce“) heißt sieben. Holme (1688): „Searce, or Sift, is to take fine Meal from the course.“ Die gestoßenen Samen werden also fein durchgesiebt.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-034-orig" n="mingle them together, and beate it an hour and halfe" resp="#fyndling" subtype="contextual">Alles bis dahin Genannte - Zucker, Mehl, Samen, Eier und Rosenwasser - wird zusammen vermengt und dann anderthalb Stunden geschlagen. So folgt es aus der Reihenfolge des Satzes: erst „mingle them together“, dann „beate it“.<list type="alternatives"><item>Erst Eier mit Rosenwasser schlagen, Zucker und Mehl danach zugeben<note type="rationale">So verfährt der folgende Königsbiskuit (lon-035: „first beate the Eggs with 3. or 4. Sponefulls of rose-water, then put the flower and sugar … to the Eggs“). Dieser Eintrag sagt es nicht.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-034-orig" n="when you put it into the oven" resp="#fyndling" subtype="contextual">Form, Unterlage, Ofenhitze und Backzeit nennt der Text nicht; nur das Bestreuen mit Zucker beim Einschieben. Die deutsche Fassung ergänzt nichts davon.<list type="alternatives"><item>Auf Blechen und bei mäßiger Hitze wie beim Königsbiskuit<note type="rationale">lon-035 nennt „plates“ und einen Ofen „noe hotter then for a Tart“. Das ist nur eine Analogie aus dem Nachbareintrag, keine Angabe dieses Rezepts.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-035-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Biskuit ohne Fett und ohne Hefe: Eier, Zucker und Mehl werden so lange geschlagen, bis die Masse Luft hält, und diese Luft trägt das Gebäck. Es ist der dritte Biskuit dieser Art im Hauptteil, neben lon-018 (Anis und Kümmel, zwei Stunden geschlagen, danach nachgetrocknet) und lon-034 (Anis und Koriander, anderthalb Stunden geschlagen).

Feines Mehl, feiner Zucker. Das Mehl wird erst gebeutelt und dann noch einmal gesiebt, der Zucker gestoßen und durch ein Leinentuch gestrichen. Je feiner beides ist, desto weniger Klümpchen bleiben in der geschlagenen Masse.

Die Eier. Alle zwölf Dotter kommen hinein, aber nur die Hälfte der Eiweiße. Die Eier werden zuerst mit dem Rosenwasser allein geschlagen, erst dann kommt die Mehl-Zucker-Mischung dazu, und dann wird eine Stunde lang geschlagen.

Die Bleche. „cutt your plates“ steht so in der Handschrift, was damit gemeint ist, sagt sie nicht: Papier für die Bleche zuschneiden oder die Bleche selbst auf Maß bringen. Andere Biskuitrezepte der Zeit fetten die Bleche stattdessen ein. Heute (modern) legt man das Blech mit Backpapier aus.

Praxis. Die Eier mit 3 bis 4 Esslöffeln Rosenwasser aufschlagen, die Mehl-Zucker-Mischung zugeben und schlagen, bis die Stunde um ist; mit einem Rührgerät geht es schneller (modern), eine Zeit dafür nennt der Text nicht. Kümmel und Anis erst kurz vor dem Backen unterziehen. Der Ofen soll mäßig sein, „nicht heißer als für eine Tarte“; eine Backzeit nennt der Text nicht, also nach Augenschein backen, bis die Stücke durchgebacken sind.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-035-orig" n="Bisket" resp="#fyndling">Ludwig (1706) übersetzt „Bisket“ mit „zweymahl gebacken brod“. Dieser Eintrag nennt nur ein Backen; lon-018 trocknet seinen Biskuit danach noch einmal nach.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-035-orig" n="boulted / searched / lawne search" resp="#fyndling">„Boult“ heißt Mehl durch ein Beuteltuch sieben (Florio 1611: „to boult or sift meale“), „searce“ ist ein feines Sieb (Digby-Glossar: „a fine sieve“). „Lawn“ ist nach Ludwig (1706) „eine art feiner leinwand“, hier als Siebtuch für den Zucker.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-035-orig" n="King Iames, and his Queene" resp="#fyndling">Ein Gewährsvermerk in der Überschrift. Eine Ordnungszahl nennt die Handschrift nicht, deshalb bleibt offen, welcher König Jakob gemeint ist.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-035-orig" n="cutt your plates" resp="#fyndling" subtype="contextual" cert="unknown">Wörtlich übersetzt: „Schneide deine Bleche zu“. Die Handschrift hat deutlich „cutt“; was zugeschnitten wird, sagt der Text nicht.<list type="alternatives"><item>Papier für die Bleche zuschneiden und sie damit auslegen.<note type="rationale">Biskuits werden in dieser Zeit oft auf Papier gebacken (lon-033: „put it upon papers“); Papier steht hier aber nicht im Text.</note></item><item>Gemeint ist das Einfetten der Bleche.<note type="rationale">Hannah Woolley (1670) setzt einen ähnlichen, eine Stunde geschlagenen Biskuit auf „Plates rubbed over with Butter“. Dafür müsste die Hand sich verschrieben haben, sie schreibt aber klar „cutt“.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-036-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Mittel, das nach der Überschrift das Bluten einer Wunde stillen soll: Ein Stück eines alten Hutes wird im Feuer zu Kohle verbrannt, zu Pulver gemahlen und in die Wunde gestreut. Eine Begründung für die Wirkung gibt der Text nicht.

Der Hut. Woraus der Hut ist, sagt die Handschrift nicht. Ludwig (1706) kennt den Filzhut („Felt, ein filtz“, auch als Hut) ebenso wie den Biberhut („Beaver-hat, ein castorhut, ein biberhäriner hut“); welcher Stoff gemeint ist, bleibt offen.

Einordnung. Ein Hausmittel der Wundversorgung aus dem Hauptteil des Buchs, das zeigt, womit man eine blutende Wunde zu stillen suchte; es ist ein historisches Zeugnis, keine Anleitung. Mit dem Pulver gelangen Kohle und Asche aus verbranntem Hutstoff als Fremdstoff in eine offene Wunde.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-036-orig" n="straw in into the wound" resp="#fyndling" subtype="philological">„streue es in die Wunde“. Die Hand schreibt deutlich „straw it into the wound“; „in into“ ist eine Fehllesung, nicht die Schreibung der Hand. „straw“ ist das Verb to strew, streuen (Halliwell: „STRAW. To strew about“), wie in lon-003 „straw in the sugar“.<list type="alternatives"><item>„straw in into“ als Wortlaut der Hand mit verdoppeltem „in“<note type="rationale">Die Hand zeigt „it“; für den Sinn ändert sich nichts, das Pulver wird in die Wunde gestreut.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-037-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Trank aus der Hausapotheke für Frauen, die zu Fehlgeburten neigen: Starkes Ale wird mit Korinthen, angestochenen Muskatnüssen, Ochsenrückenmark und drei Kräutern ausgekocht und morgens und abends warm getrunken.

Rückenmark, nicht Knochenmark. Pith ist hier das Mark der Wirbelsäule. Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 erklärt pith als „das marck eines rückenstückes oder baumes“. Der folgende Eintrag des Buchs (lon-038) nimmt wieder „the Pith of an Ox“.

Einkochen und Zerquetschen. Das Endzeichen ist „till a pint be boyled away“: Gekocht wird, bis ein Pint der Flüssigkeit verkocht ist. Wie viel Sud übrig bleibt, sagt die Handschrift nicht; das hängt davon ab, ob ein oder zwei Quart Ale genommen werden. Danach kommen Korinthen und Mark zerquetscht in den Sud zurück, und er wird ein zweites Mal gekocht.

Die Kräuter. Nipp ist die Katzenminze (Ludwig: „katzennept, katzenkraut“). Pimpernell ist in den englischen Kräuterbüchern der Zeit der Gauchheil; Ludwig setzt Bibernelle, die Deutung bleibt offen. Clary ist der Muskatellersalbei.

Einordnung. Der Trank zeigt, wie ein Haushaltsbuch Frauenheilkunde aus Ale, Kräutern, Gewürz und tierischem Mark zusammensetzte; die Wirkung ist der Anspruch der Überschrift, keine Tatsache, und der Eintrag ist als historisches Dokument wiedergegeben, nicht als Anleitung. Eine Unze Muskatnuss ist eine große Menge, und Muskatnuss ist in größerer Menge giftig; auch der Gauchheil gilt als giftig. Der Sud ist auf Ale gekocht und enthält Alkohol.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-037-orig" n="pith of 2 oxen" resp="#fyndling">Rückenmark: Ludwig (1706) erklärt pith als „das marck eines rückenstückes oder baumes“, also das Mark der Wirbelsäule, nicht das Knochenmark (marrow).</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-037-orig" n="Nipp" resp="#fyndling" subtype="lexical">Katzenminze (Nepeta cataria): Ludwig 1706 „Nép, katzennept, katzenkraut“; Britten verweist „Nip“ auf „Nep“ = Nepeta cataria.<list type="alternatives"><item>Gundermann (Glechoma hederacea)<note type="rationale">Britten verzeichnet „Nip“ in Suffolk auch für Nepeta Glechoma; für das Buch ist das nicht belegt.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-037-orig" n="Pimpernell" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Gauchheil (Anagallis arvensis). In den englischen Kräuterbüchern der Zeit heißt so der Gauchheil: Gerard/Johnson 1633, Kap. 194 „Of Pimpernell“; die Bibernelle heißt dort „Burnet Saxifrage“, der Wiesenknopf „Burnet“. Britten 1886: „the common name for Anagallis arvensis“.<list type="alternatives"><item>Bibernelle (Pimpinella)<note type="rationale">Ludwig 1706 „Pimpernel, bibernell“, Phillips 1658 „called in Latin Pimpinella“: Gleichungen über den Namen, keine Pflanzenbestimmung. Als englischer Name der Bibernelle nennt Britten „Pimpernel“ nur nach dem Grete Herball 1526.</note></item><item>Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)<note type="rationale">Britten führt nach Prior auch Poterium Sanguisorba unter Pimpernel.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-038-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein zweites Mittel für Frauen, die zu Fehlgeburten neigen. Die Überschrift „Another for the same Remedy“ schließt an das unmittelbar vorangehende Rezept an (lon-037), das denselben Zweck nennt und ebenfalls Ale, Muskatellersalbei und Ochsenrückenmark verwendet. Hier wird ein Absud eingekocht und als tägliche Morgengabe genommen.

Rückenmark. „Pith“ übersetzt Ludwig (1706) mit dem Mark eines Rückenstücks; dasselbe Buch schreibt an anderer Stelle ausdrücklich „the inward pith of the backe“ (lon-063). Gemeint ist das Rückenmark, nicht das Knochenmark der Röhrenknochen, das „marrow“ heißt.

Die Kräuter. Zwei der Zutaten verband die Zeit mit dem Rücken: Cogans Haven of Health (1636) nennt Clary „very good for the back“, und für Beinwell verzeichnet Britten die alten Volksnamen Knit-back und Backwort. Das Buch selbst setzt Vogelknöterich und Rückenmark auch in ein Pulver für einen schwachen Rücken (lon-063). Ob die Handschrift diesen Zusammenhang hier im Sinn hatte, sagt sie nicht.

Einordnung. Der Eintrag dokumentiert, wie ein Haushaltsbuch des 17. Jahrhunderts einer drohenden Fehlgeburt mit einem täglichen Morgentrank zu begegnen suchte; er ist kein Rat für heute. Beinwell enthält Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen können, und wird hier innerlich als Absud genommen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-038-orig" n="Another for the same Remedy" resp="#fyndling">Verweis auf das vorangehende Rezept (lon-037), überschrieben „A remedy for such as are subiect to miscarry“: ein Mittel für Frauen, die zu Fehlgeburten neigen. Das ist der Zweck, den die Handschrift beiden Mitteln zuschreibt.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-038-orig" n="Poringer" resp="#fyndling">Porringer, nach Ludwig (1706) ein „tieffes schüsselgen“; „a porrenger-full“ ist dort „ein schüsselgen voll“. Wie viel es fasste, sagt der Text nicht.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-038-orig" n="the Pith of an Ox" resp="#fyndling" subtype="lexical">Rückenmark eines Ochsen: Ludwig (1706) gibt „Pith“ als „das marck eines rückenstückes“, und das Buch schreibt in lon-063 „the inward pith of the backe of a young bullock“.<list type="alternatives"><item>Knochenmark aus den Röhrenknochen<note type="rationale">Das hieß „marrow“; für „pith“ beim Tier gibt es keinen Beleg in diesem Sinn.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-039-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine Fruchtpaste aus durchgestrichenen Berberitzen, mit gleich viel Zucker kurz eingekocht und in Gläsern kandiert. Die Handschrift nennt sie Conserve, meint aber nicht die im Mörser gestoßene Blütenkonserve wie bei den Rosen (lon-003), sondern dasselbe Vorgehen wie bei der weißen Quittenmarmelade (lon-008).

Wasserbad. Der irdene Topf mit den Beeren steht in einem Kessel mit Wasser. So garen die Beeren, ohne dass der Topf direkt im Feuer steht; das Ende ist erreicht, wenn sie weich sind. Das Tuch hält danach Kerne und Häute zurück.

Der Zucker. „Boyle it to sugar againe“ heißt: den angefeuchteten Zucker kochen, bis das Wasser verkocht ist und er wieder zu Zucker werden will. Das ständige Rühren gehört dazu. Wie weit genau, sagt der Text nicht. Erst dann kommt das Mus hinein, und nach sechs Aufwallungen ist es fertig zum Abschäumen.

Kandieren. In der stove, einer geheizten Trockenstube, bleiben die Gläser, bis die Masse kandiert ist, also an der Oberfläche Zuckerkristalle ansetzt. Wärme und Dauer nennt die Handschrift nicht.

Praxis. Berberitzen im Topf im Wasserbad weich kochen und durch ein Tuch streichen. Den Zucker mit 4 oder 5 Löffeln Wasser anfeuchten und unter Rühren einkochen, bis er wieder fest werden will. Gleich viel Mus einrühren, sechsmal aufwallen lassen, vom Feuer nehmen, abschäumen und in Gläser füllen. Siedender Zucker verbrüht stark. Heute (modern) kann ein warmer, trockener Platz oder ein Ofen bei niedriger Wärme die Trockenstube ersetzen; maßgeblich bleibt das Endzeichen der Handschrift, die Zuckerkruste.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-039-orig" n="Conserve" resp="#fyndling">Hier eine gekochte, durchgestrichene Fruchtpaste, mit Zucker eingekocht und in Gläsern kandiert; nicht die im Mörser mit Zucker gestoßene Blütenkonserve (lon-003).</note>
        <note type="gloss" target="#lon-039-orig" n="halfe a douzen warmes" resp="#fyndling">„Warme“ steht für walm, das Aufwallen beim Kochen (Ludwig 1706: „Walm, der wall, die aufwallung, aufkochung“). Sechs Aufwallungen sind ein kurzes Aufkochen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-039-orig" n="stove" resp="#fyndling">Ein beheizter Raum oder Ofen zum Trocknen, kein Kochherd; Ludwig (1706) übersetzt „Stove“ mit Ofen und Stube. Dieselbe Trockenstube nennt das Buch bei der weißen Quittenmarmelade (lon-008) und den Aprikosen (lon-023).</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-039-orig" n="boyle it to sugar againe" resp="#fyndling" subtype="contextual">Den angefeuchteten Zucker unter ständigem Rühren kochen, bis das Wasser verkocht ist und er wieder zu Zucker werden will; erst dann kommt das Mus hinein. Wörtlich „koche es wieder zu Zucker“, dazu passt das ständige Rühren und das gleiche Vorgehen der weißen Quittenmarmelade (lon-008 „boyle your sugar againe“).<list type="alternatives"><item>Nur zu einem dicken Sirup einkochen<note type="rationale">Der Text nennt keinen Kochgrad; dann bliebe mehr Wasser in der Masse, und das Kandieren in der Trockenstube dauerte länger.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-040-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine Kopfkappe, in die ein grobes Pulver aus sechs getrockneten Kräutern und drei Gewürzen mit Baumwolle eingesteppt wird. Gekocht oder eingenommen wird nichts. Die Überschrift spricht nur von „meiner Kappe“ und nennt weder ein Leiden noch eine Wirkung.

Die Mengen. Die Kräuter werden zu gleichen Teilen genommen. Der Satz „a little quantity to a good handfull of each of the herbes, take halfe an ounce of each of these spices“ liest sich am ehesten so: auf je eine gute Handvoll von jedem Kraut kommt eine kleine Menge Gewürz, nämlich von jedem Gewürz eine halbe Unze. Wie viel Pulver in die Kappe gehört, sagt der Text nicht („some of this pouder“).

Bumbast und quilt. Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 gibt „Bumbast“ als „baumwolle“ wieder und „to quilt“ als „polsterarbeit machen, mit wolle, baumwolle ꝛc. ausfüllen, unternähen, füttern“. Das Pulver liegt also in einer Baumwollfüllung, die in die Kappe eingenäht wird.

Einordnung. Der Eintrag dokumentiert eine Kräuterkappe aus der Hausapotheke des 17. Jahrhunderts und ist keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Die Poleiminze enthält Pulegon, das in größerer Menge giftig ist.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-040-orig" n="Bumbast" resp="#fyndling">Baumwolle als Polstermaterial; Ludwig 1706: „Búmbaſt, baumwolle“. Vom Ausstopfen mit Baumwolle kommt das spätere „Bombast“ für aufgeblähte Rede.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-040-orig" n="penyriall" resp="#fyndling">Poleiminze (Mentha pulegium), englisch pennyroyal; die Aussprache „peny ryall“ ist schon im 16. Jahrhundert belegt. Die Pflanze enthält Pulegon, das in größerer Menge giftig ist.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-040-orig" n="a little quantity to a good handfull of each of the herbes, take halfe an ounce of each of these spices" resp="#fyndling" subtype="contextual">Von jedem Kraut eine gute Handvoll, von jedem Gewürz insgesamt eine halbe Unze: die „kleine Menge“ Gewürz wird durch die halbe Unze bestimmt.<list type="alternatives"><item>Eine halbe Unze jedes Gewürzes auf jede einzelne Handvoll Kraut<note type="rationale">Grammatisch möglich, gäbe bei sechs Kräutern aber sechsmal so viel Gewürz und widerspräche der „kleinen Menge“.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-041-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein zweiteiliges Hausmittel für eine Frau, der eine Fehlgeburt droht: ein Trank zum Einnehmen und eine Auflage aus Brot auf dem Nabel. Die Überschrift nennt es „Cordiall“, eine Herzstärkung.

Der Trank. Das Gelbe von sechs frisch gelegten Eiern wird mit je einem halben Pint Wegerichwasser und Rotwein gemischt und mit Zimt und Zucker gewürzt. Mengen für die Gewürze nennt der Text nicht, ein Erhitzen ebenso wenig, und auch nicht, wie oft oder wie viel getrunken wird.

Die Auflage. Das obere Stück eines Weizenbrotlaibs wird geröstet, mit Nelken gespickt, mit Muskateller befeuchtet und auf den Nabel gelegt. Wie lange es liegen bleibt, sagt der Text nicht.

Einordnung. Der Eintrag zeigt, wie die Hausarznei des Buchs eine drohende Fehlgeburt mit einer Herzstärkung aus Eigelb und Wein und einer gewürzten Brotauflage zu behandeln suchte; er ist ein historisches Zeugnis, keine Anleitung. Getrunken wird rohes Eigelb mit Wein, beides gilt heute in der Schwangerschaft als zu meiden.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-041-orig" n="Cordiall" resp="#fyndling">Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch (1706) gibt „A cordial“ mit „eine Hertzstärckung, ein hertzstärckender Tranck“ wieder. Gemeint ist ein Mittel, das das Herz stärken soll, kein Likör im heutigen Sinn.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-041-orig" n="plantine water" resp="#fyndling">Wegerichwasser. Ludwig (1706) übersetzt „Plantain“ mit „Wegerich“; „plantain“ war der Name mehrerer Wegerich-Arten, besonders des Breitwegerichs (Britten/Holland 1886). Welche Art gemeint ist und ob ein destilliertes Wasser oder ein Aufguss, sagt der Text nicht; in Rezeptbüchern der Zeit war Wegerichwasser meist ein destilliertes Kräuterwasser.</note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-042-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Wundumschlag: Betonie, Odermennig und ranziger Speck werden zusammen fein gestoßen, die Masse kommt auf die Wunde. Mengen, ob die Kräuter frisch oder getrocknet sind und wie lange die Auflage liegen bleibt, sagt die Handschrift nicht.

Die Überschrift. Die Hand schreibt deutlich „For a stinking“. Gemeint ist sehr wahrscheinlich „stinging“, der Stich: Gerards Herball (1633) spricht in derselben Wendung von „the stinging and poyson of Serpents“, und das Mittel wird auf eine Wunde gelegt.

Ranziger Speck. Im Rezept ist er das Fett, mit dem die Kräuter zu einer Masse gestoßen werden. Dasselbe Verfahren kennt ein Volksmittel, das Britten und Holland (1886) unter „Fellon-wort“ zitieren: Blätter oder Beeren „stamped with rusty bacon“ werden auf einen entzündeten Finger gelegt.

Einordnung. Der Eintrag zeigt, wie eine Hausapotheke des 17. Jahrhunderts Biss- und Stichwunden mit aufgelegten Wundkräutern versorgte; er ist ein Zeugnis dieser Praxis, keine Behandlungsanleitung. Dass der Umschlag das Schwären verhütet, Gift auszieht oder einen Dorn herauszieht, ist der Anspruch der Handschrift. Betonie und Odermennig sind keine Gefahrstoffe; das Rezept wird hier dennoch nicht zum Nachmachen aufbereitet.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-042-orig" n="rusty bakon" resp="#fyndling">Ranziger, alt gewordener Speck. „Rusty“ ist hier eine Nebenform von „reasty“, „resty“: Halliwell (1846) erklärt das Wort mit „rancid“ und belegt „Restie or rustie bacon“ aus einem Nomenclator von 1585; das Glossar der Digby-Ausgabe von 1910 führt „resty, reasty“ ebenso als ranzig.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-042-orig" n="Rankling" resp="#fyndling">Ludwig (1706) gibt „to rankle“ mit „faul werden, geschweren“ wieder: Die Wunde soll nicht schwären und eitern.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-042-orig" n="For a stinking" resp="#fyndling" subtype="contextual">„Stich“: Die Hand schreibt deutlich „stinking“, gemeint ist aber sehr wahrscheinlich „stinging“. Gerards Herball (1633) gebraucht dieselbe Wendung „the stinging and poyson of Serpents“, Cogans Haven of Health (1636) nennt „the biting of a mad dog, or stinging of any venomous worme“ in einem Atemzug - genau die Paarung dieses Eintrags.<list type="alternatives"><item>Wörtlich „stinkend“, also gegen eine stinkende, brandige Wunde.<note type="rationale">Ludwig kennt „stinking“ nur als Adjektiv („stinckend“); ein Substantiv „a stinking“ für eine Wunde ist nicht belegt, und die Überschrift stellt es neben das Schlangengift.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-043-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Apfelküchlein im Ausbackteig. Ungewöhnlich ist die Flüssigkeit: Milch und Ale werden nicht einfach verrührt, sondern erst zu einem Posset gemacht.

Der Posset als Teiggrund. Ludwig (1706) beschreibt den einfachen Posset als warme Milch, die man mit Ale gerinnen lässt. Das Erhitzen steckt also im Wort, und der Text bestätigt es selbst: Der Posset soll stehen, bis er recht kalt ist, war also warm. Erst dann kommen die Eier hinein, damit sie nicht stocken. Von den 16 Eiern bleibt die Hälfte der Eiweiße weg.

Die Teigdicke. Eine Mehlmenge nennt die Handschrift nicht. Maßstab ist allein die Dicke, die man für Fritters haben will - so dick, dass der Teig die dünnen Apfelscheiben umhüllt.

„keepe the butter warme“. Butter kommt sonst nicht vor, gebacken wird in Rindernierenfett. Gemeint ist der Teig (englisch batter); die Begründung steht im Text: kalter Teig macht die Fritters schwer.

Praxis. Den Teig zwischen den Durchgängen warm halten und auf lebhaftem Feuer in reichlich Fett ausbacken; die Eier garen dabei durch. Heutiger Hinweis: Siedendes Fett über offenem Feuer ist die eigentliche Gefahr dieses Rezepts, der Topf braucht einen festen Stand, und nichts Nasses darf hineingelangen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-043-orig" n="Posset" resp="#fyndling">Ludwig (1706) nennt den Posset „einen gewissen Englischen Milchtranck“, den einfachen Posset „warme Milch, so man mit ungehopftem Biere gerinnen macht“. Hier wird er nicht getrunken, sondern abgekühlt zur Flüssigkeit des Teigs.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-043-orig" n="ffritters" resp="#fyndling">Ludwig (1706) übersetzt fritter mit „ein Küchlein“: in Fett ausgebackener Teig, hier mit Apfelscheiben.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-043-orig" n="beefe suett" resp="#fyndling">Rindernierenfett; Ludwig (1706): „Beef-sewet, das Unschlitt von einem Rinde“. Auch The Compleat Cook (London 1658) verlangt für seine Apfel-Fritters „Beef-suet“ zum Ausbacken.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-043-orig" n="keepe the butter warme" resp="#fyndling" subtype="lexical">Teig: die Hand schreibt „butter“, gemeint ist batter. Ludwig (1706) kennt Batter als Mehlteig für Pfannkuchen, Holme (1688) ausdrücklich als Teig „for the making of Pancakes, Fritters“. Butter kommt im Rezept sonst nicht vor, gebacken wird in Rindernierenfett, und die Begründung „for if it be cold the fritters will be heavy“ passt nur zum Teig.<list type="alternatives"><item>Butter, die warm gehalten wird<note type="rationale">Wörtlich so geschrieben, aber ohne Rolle im Rezept: Butter ist weder Zutat noch Backfett.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-044-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein in Salzwasser gekochter Hecht mit einer warmen Sauce aus Eigelb, Weißwein, Essig und Zucker, in die Butter mit Muskat und Ingwer eingerührt wird. Die Handschrift nennt die fertige Sauce „broth“.

Der Fisch. Der Hecht wird aufgeschnitten, gewaschen und innen gesalzen. Er kommt erst in das Salzwasser, wenn es zügig kocht, zusammen mit einem Bündel Küchenkräuter und etwas Rosmarin. Welche Kräuter, sagt der Text nicht, und eine Garzeit nennt er auch nicht: Der Fisch kocht, „till it be boyled enough“.

Die Sauce. Die Reihenfolge steht im Text: zuerst Wein, Essig, Zucker und Eigelb in einer Schale verschlagen, dann Muskat und Ingwer in die kalte Butter einarbeiten, die Butter zur Eiermischung geben, die Schale aufs Feuer setzen und rühren, bis die Sauce sehr dick ist. Das ist das einzige Endzeichen. Wie stark das Feuer sein soll, sagt der Text nicht. Eigelb, das zu heiß wird, flockt aus; mäßige Hitze und stetes Rühren sind deshalb der sichere Weg.

Praxis. Eine ganze geriebene Muskatnuss auf ein halbes Pfund Butter würzt kräftig, der Text verlangt sie so. Die Löffel sind Haushaltslöffel, ihre Größe nennt die Handschrift nicht. Wer die Sauce heute auf dem Herd rührt und das Gerinnen fürchtet, kann sie im Wasserbad eindicken; das ist ein modernes Hilfsmittel und steht nicht im Text.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-044-orig" n="sweet herbs" resp="#fyndling">Küchenkräuter, ein gemischtes Bündel. Die Handschrift nennt keine Sorten, nur zusätzlich Rosmarin.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-044-orig" n="sweet butter" resp="#fyndling">Ungesalzene frische Butter, im Gegensatz zu gesalzener Vorratsbutter.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-044-orig" n="broth" resp="#fyndling">So nennt die Handschrift am Ende die fertige Eier-Butter-Sauce, nicht das Kochwasser des Fischs.</note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-045-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Haggis im älteren englischen Sinn: eine gewürzte Fülle, hier aus Kalbsgekröse, Nierenfett und Brot, die im Schafsmagen gekocht wird. Gebunden wird sie mit 16 rohen Eigelb, die beim Kochen stocken; Getreide kommt nicht hinein.

Das Gekröse. Chaldron ist das Gekröse des Kalbs. Es wird nur angekocht und muss kalt sein, bevor es weiterverarbeitet wird. Die Handschrift sagt „mingle it fine“, also fein vermengen; dass es dafür zerkleinert wird, sagt sie nicht. Zeitgleiche Gekröse-Rezepte schneiden das angekochte Gekröse in walnussgroße Stücke (The Compleat Cook, 1658) oder sehr klein (Woolley, 1670) - so ist es wohl auch hier gemeint.

Kräuter und Würze. Die kleine Handvoll gilt für alle vier Kräuter zusammen; wo das Buch Einzelmengen meint, schreibt es „of each“. Für Nelken, Muskatblüte, Muskatnuss, Zimt, Zucker und Salz steht nur „a little“, für das Rosenwasser gar keine Menge. Poleiminze enthält Pulegon und ist in größerer Menge, besonders als Öl, giftig; hier ist sie eines von vier Kräutern in einer kleinen Handvoll.

Was offen bleibt. Der Text sagt nicht, dass der Magen zugenäht oder zugebunden wird, und nennt weder Kochflüssigkeit noch Garzeit noch ein Zeichen, woran man das Ende erkennt.

Praxis. Kalbsgekröse ist heute kaum zu bekommen, höchstens beim spezialisierten Metzger auf Vorbestellung; den Schafsmagen ebenso vorbestellen. Heute würde man den gefüllten Magen zunähen oder zubinden und in siedendem Wasser garen, bis die Eigelbe im Inneren durchgestockt sind (modern, nicht im Text). Innereien verderben schnell und gehören bis zur Verarbeitung kühl.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-045-orig" n="Hagis" resp="#fyndling">Haggis. Halliwell (1846) beschreibt ihn als Schafseingeweide, mit Hafermehl gehackt und im Magen oder Pansen gekocht. Diese Fassung nimmt Kalbsgekröse und kein Getreide.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-045-orig" n="chalves Chadarne" resp="#fyndling">„Calf's chaldron“, das Gekröse des Kalbs: Ludwig (1706) übersetzt „a calves chaldron“ mit „ein kalbsgekröse“. Dasselbe Wort bezeichnet im Englischen sonst ein Kohlenmaß.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-045-orig" n="To make chalves Chadarne" resp="#fyndling" subtype="philological">„Take a chalves Chadarne“ - Nimm ein Kalbsgekröse. So steht es in der Handschrift; die übernommene Wortfolge „To make“ wiederholt die Formel der Überschrift.<list type="alternatives"><item>„To make chalves Chadarne“<note type="rationale">Ergibt keinen Satz und widerspricht der Handschrift, die deutlich „Take a“ zeigt.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-045-orig" n="mingle it fine" resp="#fyndling" subtype="lexical">Fein vermengen: Ludwig (1706) gibt „to mingle“ mit „mengen, vermischen, vermengen“ wieder, und die Handschrift schreibt deutlich „mingle“.<list type="alternatives"><item>fein hacken („mince it fine“)<note type="rationale">Das angekochte Gekröse muss zum feinen Vermengen zerkleinert werden, und zeitgleiche Gekröse-Rezepte schneiden es klein; das Wort selbst sagt es nicht. Deshalb nur als Deutung in der Zubereitungsnotiz.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-045-orig" n="of all a small handfull" resp="#fyndling" subtype="contextual">Eine kleine Handvoll von allen vier Kräutern zusammen. Wo das Buch Einzelmengen meint, schreibt es „of each“ (im folgenden Pestwasser: „of each a quarter of a pound“).<list type="alternatives"><item>Eine kleine Handvoll von jedem Kraut<note type="rationale">Dafür stünde im Sprachgebrauch dieses Buchs „of each“.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-046-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Pestwasser, also ein destilliertes Kräuterwasser, das nach der Überschrift gegen die Pest gedacht war. Rund dreißig Garten- und Wiesenkräuter werden klein geschnitten, einen Tag und eine Nacht in Weißwein angesetzt und dann destilliert. Wie und wie viel davon genommen werden sollte, sagt der Eintrag nicht.

Die Kräuterliste. Die meisten Namen sind eindeutig. Vier bleiben unsicher: Rice steht so in der Hand und ist kein bekannter Pflanzenname; als Raute gelesen ist es nur, weil ein fast gleiches Pestwasser bei Digby (1669) an dieser Stelle Rue nennt. Dragon kann in den Kräuterbüchern der Zeit verschiedene Pflanzen meinen. The Birch lott und Macthaline lassen sich nicht sicher bestimmen und bleiben im Wortlaut stehen. Die Digby-Fassung klärt zwei andere Stellen: Sie nennt Brown-mayweed (Hundskamille) und verlangt von allen Kräutern gleich viel, vom Rosmarin das Doppelte. So ist hier das Viertelpfund auf alle Kräuter außer dem Rosmarin bezogen.

Die Abläufe. Die Hand hebt den ersten Ablauf als den stärksten auf und danach eine zweite und dritte Sorte, also nach Stärke getrennte Abläufe desselben Ansatzes.

Einordnung. Ein Hausarzneibuch-Rezept, das zeigt, wie ein Haushalt ein Mittel gegen die Pest aus Garten- und Wiesenkräutern selbst destillierte; es steht hier als historisches Dokument, nicht als Mittel. Mehrere der Pflanzen sind giftig oder in Menge bedenklich: Schöllkraut ist giftig, Wermut enthält Thujon, Raute wirkt in Menge giftig und abortiv, der Gauchheil gilt als giftig, und sollte Dragon den Aronstab meinen, ist auch er giftig. Klatschmohn ist kein Schlafmohn. Ein alkoholischer Ansatz, der über offenem Feuer destilliert wird, gibt brennbare Dämpfe ab.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-046-orig" n="Plague water" resp="#fyndling">Pestwasser: ein destilliertes Kräuterwasser, das gegen die Pest helfen sollte. Englische Haus- und Kochbücher des 17. Jahrhunderts führen es in vielen Fassungen, bei Digby (1669) gleich zwei.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-046-orig" n="Limbeck, or still" resp="#fyndling">Der Limbeck (Alembik) ist der Destillierhelm, der auf das Gefäß gesetzt wird und den Dampf ableitet; still ist die Brennblase. Die Hand lässt die Wahl zwischen beiden Geräten.<ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="gloss" target="#lon-046-orig" n="of each a quarter of a pound" resp="#fyndling">Die Mengenangabe steht erst am Ende der Liste. Sie gilt hier für alle Kräuter außer dem Rosmarin, der ein halbes Pfund bekommt; Digbys fast gleiches Pestwasser verlangt ebenso von allen gleich viel und vom Rosmarin das Doppelte.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-046-orig" n="Brow may weeds" resp="#fyndling">Hundskamille (englisch mayweed, Anthemis cotula). Digby schreibt in derselben Kräuterreihe Brown-mayweed.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-046-orig" n="Rice" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Raute. Die Hand schreibt deutlich Rice; kein Wörterbuch kennt das Wort als Raute. Gestützt ist die Lesung nur durch Digbys fast gleiches Pestwasser, das an dieser Stelle der Reihe Rue nennt.<list type="alternatives"><item>Mehlbeere (Sorbus aria)<note type="rationale">Britten führt White Rice als Mundartnamen der Mehlbeere; in einer Kräuterliste ohne Zusatz White wenig wahrscheinlich.</note></item><item>Reisig, Zweige<note type="rationale">Ludwig 1706 gibt rice als Reis, Halliwell als Gestrüpp; als Zutat eines Kräuterwassers unbestimmt.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-046-orig" n="Pimpernell" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Gauchheil (Anagallis arvensis). In den englischen Kräuterbüchern der Zeit heißt so der Gauchheil: Gerard/Johnson 1633, Kap. 194 „Of Pimpernell“; die Bibernelle heißt dort „Burnet Saxifrage“, der Wiesenknopf „Burnet“. Britten 1886: „the common name for Anagallis arvensis“. Die Liste nennt daneben „Burnot“ (Wiesenknopf) eigens.<list type="alternatives"><item>Bibernelle (Pimpinella)<note type="rationale">Ludwig 1706 „Pimpernel, bibernell“, Phillips 1658 „called in Latin Pimpinella“: Gleichungen über den Namen, keine Pflanzenbestimmung. Als englischer Name der Bibernelle nennt Britten „Pimpernel“ nur nach dem Grete Herball 1526.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-046-orig" n="Dragon" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Drachenwurz, die Dragons der Kräuterbücher; welche Art gemeint ist, sagt der Text nicht. Digbys Pestwässer nennen an derselben Stelle Dragons und Wild-dragons.<list type="alternatives"><item>Natterwurz (Bistorta officinalis)<note type="rationale">Ludwig 1706: „Dragon-wort, natterwurtz“; Britten führt Dragons auch für Bistorta.</note></item><item>Aronstab (Arum maculatum)<note type="rationale">Britten: „Dragon, Great, or Small. Arum maculatum“.</note></item><item>Estragon<note type="rationale">Im Englischen auch dragon; in einer Pestwasser-Liste neben Bitterkräutern weniger wahrscheinlich.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-046-orig" n="The Birch lott" resp="#fyndling" subtype="philological" cert="unknown">Nicht bestimmt; die Hand schreibt The Birch lott, das Wort bleibt im Wortlaut stehen.<list type="alternatives"><item>Birke (Betula)<note type="rationale">Birch wäre die Birke; lott erklärt kein Wörterbuch.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-046-orig" n="Macthaline" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Nicht bestimmt; das Wort bleibt im Wortlaut stehen.<list type="alternatives"><item>Maudlin<note type="rationale">Ludwig 1706: „Maudlin, sweet maudlin, wasserdost“; Britten: Balsamita vulgaris (Frauenminze). Lautlich nahe, aber nicht belegt.</note></item><item>Matfellon (Flockenblume, Centaurea nigra)<note type="rationale">Britten führt Matfellon als Kräuternamen; ebenso nur lautliche Nähe.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-047-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Harzpflaster aus der Hausapotheke, das eine Frau vor einer Fehlgeburt bewahren soll. Mastix, Elemiharz, Burgunderpech, Benzoe und Drachenblut werden geschmolzen und durchgeseiht; danach kommen Fertigwaren der Apotheke, Wachs, Balsam und Öl dazu. Die Masse wird auf Leder gestrichen, ein Stück für den Rücken, eines für den Unterbauch.

Alepta Muscata. Gemeint sind die Trochisken, die in der Apothekerliteratur Alipta moschata heißen: kleine geformte Arzneipastillen (Ludwig 1706: „Trochisk, ein artneykuͤchlein“). Das mittelalterliche Glossar Alphita erklärt den Namen: „quia muscus recepit dicitur alipta muscata“ - so heißt sie, weil Moschus darin ist. Die Handschrift setzt das Präparat als gekauft oder vorrätig voraus und nennt seine Zusammensetzung nicht.

Das Mennige-Pflaster. Auch „the plaster of red lead made of Oile of Quinces“ ist eine fertige Zutat: ein Pflaster aus Mennige, mit Quittenöl bereitet. Das Buch enthält mit lon-080 selbst eine Bleipflaster-Masse aus Mennige und Bleiweiß, die aber mit Salatöl gekocht wird; ob eine solche Masse gemeint ist, sagt der Text nicht.

Indianischer Balsam. Indian Balsome ist ein Balsam aus Amerika. Sommerhoffs pharmazeutisches Lexikon von 1701 führt den Balsamum Indicum als weißen und schwärzlichen Balsam aus Peru und aus der Gegend von Tolu, deutsch „Indianischer Balsam“. Welchen der beiden die Handschrift meint, bleibt offen.

Einordnung. Das Pflaster zeigt, wie die Hausapotheke einer drohenden Fehlgeburt mit einem auf Rücken und Unterbauch gelegten Harzpflaster begegnen wollte; die Wirkung ist der Anspruch der Überschrift, keine Tatsache, und der Eintrag ist als historisches Dokument wiedergegeben, nicht als Anleitung. Mennige ist Bleioxid und giftig. Beim Schmelzen der Harze und beim Kochen des Terpentins entsteht eine heiße, brennbare Masse.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-047-orig" n="drames, scruple" resp="#fyndling">Apothekergewichte: Eine Drachme ist hier mit etwa 4 g gerechnet, ein Skrupel als Drittel einer Drachme mit etwa 1,3 g, die Unze mit etwa 30 g; die Werte sind gerundet.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-047-orig" n="Dragons blade" resp="#fyndling">Drachenblut, das rote Harz der Apotheke; die Hand schreibt blade für blood. In den Kräuterlisten des Buchs (lon-046) meint „Dragon“ dagegen ein Kraut.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-047-orig" n="Trochises, called Alepta Muscata" resp="#fyndling">Trochisken sind kleine geformte Arzneipastillen. Alipta moschata ist nach dem Glossar Alphita eine Mischung, die so heißt, weil Moschus darin ist; Corneilles Wörterbuch von 1694 nennt die „Trochisques d'Alipta moschata“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-047-orig" n="plaster of red lead" resp="#fyndling">Ein Pflaster aus Mennige, also Bleioxid (Ludwig 1706: „Minium, mennige“; Blount: „minium, id est red lead“). Mennige ist giftig.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-047-orig" n="Oile of Spike" resp="#fyndling">Spiköl, das Öl des Speik-Lavendels; Ludwig 1706 übersetzt spike mit „spicanard, lavendel“.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-047-orig" n="Endian Balsome" resp="#fyndling" subtype="philological">Indian Balsome, Indianischer Balsam: Die Handschrift zeigt am Wortanfang das geschleifte I der Hand, nicht ihr rundes E (vgl. „Each“, „Elemie“ auf derselben Seite). Gemeint ist ein amerikanischer Balsam; Sommerhoff 1701 nennt den Balsamum Indicum „ex America in Peru nascens. Item à Regione de Tolu“, deutsch „Indianischer Balsam“.<list type="alternatives"><item>Endian als eigene Schreibung der Hand<note type="rationale">Ändert die Bedeutung nicht, passt aber nicht zur Buchstabenform in der Handschrift.</note></item><item>Tolubalsam statt Perubalsam<note type="rationale">Sommerhoff fasst beide unter Balsamum Indicum; welchen die Handschrift meint, sagt sie nicht.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-048-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Veilchensirup aus einem heißen Aufguss: Zuckerwasser wird gekocht, abgeschäumt und siedend über die klein geschnittenen Veilchen gegossen. Der Ansatz steht zugedeckt bis zum nächsten Morgen, wird abgeseiht und zum Sirup eingekocht. Die Blüten selbst kochen nicht mit.

Die Veilchen. Das englische violet ist nach Britten und Holland (1886) der Sammelname der Veilchen, besonders des Duftveilchens (Viola odorata), das Lyte „Sweet Violet“ nennt. Welche Art gemeint ist, sagt die Handschrift nicht. Verlesen und gewogen werden die Blüten vor dem Schneiden.

Das Viertel. Wie viel Veilchen auf das halbe Pfund Zucker kommen, hängt am Wort quarterne: ein Viertel Pint, ein Viertelpfund oder ein Viertelhundert. Die Schlussnotiz rechnet mit einem Viertel Pint Veilchen für ein Pint Sirup.

Das Einkochen. Wie weit eingekocht wird, sagt der Text nur mit „boyle it up to a Sirrope“; eine Probe nennt er nicht. Die Stenglerin prüft ihren Veilchensaft (1554, mst-110) mit einer Ahle, von der er langsam abrinnen soll; für dieses Rezept ist das nicht belegt.

Einordnung. Das Register des Buchs führt den Sirup unter den Arzneien („Phisike &amp; Chirurgery“), der Eintrag selbst nennt aber weder eine Krankheit noch eine Gabe. Er steht hier als Zubereitung, nicht als Hausmittel. Siedendes Zuckerwasser verbrüht beim Aufgießen und Einkochen leicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-048-orig" n="gally pott" resp="#fyndling">Gallipot, nach Ludwig (1706) „ein weiß irdenes geschirre oder töpffgen, darein man salben, latwergen ꝛc. thut“: ein weißer Irdenwarentopf für Salben und Latwergen, hier für den Aufguss über Nacht.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-048-orig" n="a quarterne of Violetts" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Als „ein Viertel Veilchen“ wiedergegeben, ohne die Einheit festzulegen. Ludwig (1706) gibt quartern als „der vierdte theil eines nöſels … un quart de pinte“, also ein Viertel Pint; dazu passt die Schlussnotiz „A quarter of a pint of Violetts will make a pint of sirrope“.<list type="alternatives"><item>Ein Viertelpfund Veilchen, nach Gewicht.<note type="rationale">Der Text sagt vorher „weigh them“. Cotgrave (1611) setzt quarteron mit „a quarter of a pound“ gleich, und Robert May (1660) misst „a quartern of sugar“.</note></item><item>Ein Viertelhundert, also 25 Blüten.<note type="rationale">Cotgrave (1611) nennt auch „a quarterne (or the fourth part) of an hundreth“. Wer zählt, muss aber nicht wiegen.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-049-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Rosenhonig: Honig, in den so viele Blätter roter Rosenknospen gerührt werden, wie er aufnimmt. Er wird nur bis kurz vor dem Kochen erwärmt und zieht danach in der Sonne. Die Handschrift nennt weder die Menge der Rosen noch einen Zweck, noch sagt sie, wann der Honig fertig ist und ob die Blätter am Ende herauskommen.

Die Rosen. „Red-rose“ ist wahrscheinlich die rote Rose der Apotheker, die Gerards Herball (1633) als Rosa rubra oder „Rose de Prouins“ führt, heute Rosa gallica. Von den Knospen wird das Weiße abgeschnitten, der helle Ansatz der Blütenblätter. Mit „leaves“ sind die Blütenblätter gemeint.

Das Wechseln. „Shift it 3. or .4 times every 2 day“ ist die offene Stelle. Am wahrscheinlichsten werden die Rosenblätter alle zwei Tage gegen frische getauscht, insgesamt drei- oder viermal, wie im Rosensirup desselben Buchs (lon-031) und im Rosenhonig der Stenglerin (mst-142). Möglich ist auch, dass nur das Gefäß in der Sonne umgesetzt wird. Sicher ist nur, dass der Honig dabei jedes Mal durchgeschlagen wird.

Praxis. Den Honig in einem Gefäß in einen Kochtopf mit Wasser stellen und die Rosenblätter einrühren. Über dem Feuer stehen lassen, bis der Honig beinahe kocht; das ist das Zeichen zum Abnehmen. Dann in die Sonne stellen und alle zwei Tage durchschlagen, drei- oder viermal. Folgt man der Lesart mit frischen Blättern, braucht man entsprechend mehr Rosenknospen. Heute nimmt man für das Wasserbad ein hitzefestes Glas.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-049-orig" n="Hony of roses" resp="#fyndling">Rosenhonig, in der lateinischen Sprache der Apotheker mel rosatum.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-049-orig" n="white clipt of them" resp="#fyndling">Der weiße Ansatz am Grund der Rosenblütenblätter. Hannah Woolley schreibt 1670 für ihre Konserve aus roten Rosen ebenso „clip off the Whites“; die Rosenkonserve desselben Buchs (lon-003) schneidet ihn auch ab.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-049-orig" n="shift it 3. or .4 times every 2 day" resp="#fyndling" subtype="contextual" cert="unknown">„Wechseln“, am wahrscheinlichsten: die ausgezogenen Rosenblätter gegen frische tauschen, alle zwei Tage, insgesamt drei- oder viermal. Ludwig (1706) gibt to shift mit „etwas verändern, ändern“; dieselbe Hand schreibt im Rosensirup lon-031 „shift it every second day till it bee 9. times shifted“, Gerards Herball (1633) lässt Blüten in Öl „shifted two or three times“ in der Sonne stehen, und die Stenglerin (mst-142) ersetzt im Rosenhonig die Blätter durch frische Knospen. Frische Rosen nennt der Eintrag selbst aber nicht.<list type="alternatives"><item>Das Gefäß in der Sonne an eine andere Stelle umsetzen<note type="rationale">Ludwig nennt auch „einen von einem ort an einen andern tragen“; das würde zum Stehen in der Sonne passen, erklärt aber nicht, warum die Zahl der Wiederholungen begrenzt ist.</note></item><item>Drei- oder viermal an jedem zweiten Tag<note type="rationale">Wortlaut „3. or .4 times every 2 day“ lässt das zu; lon-031 zählt die Wechsel aber insgesamt („9. times shifted“).</note></item></list><ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-050-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine Hühnerbrühe, in der eine Arzneidroge ausgekocht wird. Die Chinawurzel zieht zuerst 24 Stunden in fließendem Wasser; dann kommen ein junger Hahn, Sonnenrosinen, Korinthen, ein Blatt Muskatblüte, eine Rosmarinspitze und zweierlei Sandelholz dazu, und der Boden eines Weißbrotlaibs bindet die Brühe. Nach dem Kochen wird der Hahn herausgenommen und die Brühe geseiht; getrunken wird nur sie. Wie lange und bei welcher Hitze gekocht wird, sagt der Text nicht.

Chinawurzel und Sandelholz. „Chiny“ ist die Chinawurzel (Smilax china), dieselbe Droge wie im China Ale des Buchs. „Red“ und „white Sanders“ sind rotes und weißes Sandelholz. Wurzel und Hölzer bleiben beim Seihen zurück.

Der Brotboden. Der Text nennt das Binden vor dem Satz „when it is boyled“; das Brot kocht also mit und dickt die Brühe an, wie es auch Robert Mays China Broth mit einer Brotkruste tut.

Einordnung. Die Brühe dokumentiert, wie ein Haushalt eine Arzneidroge in eine Fleischbrühe band und ihre Einnahme nach der Tageszeit regelte - nüchtern am Vormittag, ein zweiter Trunk am Nachmittag. Eine Krankheit nennt die Handschrift nicht, eine Wirkung verspricht sie nicht. Sie ist hier als historisches Zeugnis übersetzt, nicht als Anleitung zur Selbstbehandlung. Die Haltbarkeit von nur drei Tagen gibt der Text selbst an.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-050-orig" n="Chiny" resp="#fyndling">Chinawurzel, der Wurzelstock einer Stechwinden-Art (Smilax china). Cotgrave (1611) beschreibt die französische squine als „the knottie, and medicinable root of an Indian, or Chinean bullrush“; dieselbe Droge steht im China Ale dieses Buchs als „China, root sliced“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-050-orig" n="red Sanders / white Sanders" resp="#fyndling">Sandelholz: Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 gibt „Sanders“ als „sandelholtz“ wieder. Rotes Sandelholz stammt vom Baum Pterocarpus santalinus, weißes vom Sandelbaum (Santalum album).</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-050-orig" n="thick it with the bottome of a white-lofe" resp="#fyndling" subtype="contextual">Der Brotboden kommt mit den übrigen Zutaten in den Topf und kocht mit, denn der Text nennt das Binden vor „when it is boyled“; auch Robert May gibt in seiner China Broth (1660) die Brotkruste während des Kochens zu.<list type="alternatives"><item>Das Brot wird erst nach dem Kochen in die fertige Brühe gegeben<note type="rationale">Möglich, weil der Satz nur aufzählt; die Reihenfolge im Text spricht aber dafür, dass das Brot mitkocht.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-051-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Ale als Träger einer Abführkur. Starke Bierwürze wird eingekocht und mit Bierhefe ins Fass gefüllt; während sie gärt, hängt im Fass ein Beutel mit zerstoßenen Drogen und Samen. Ein Haselstock hält ihn so, dass er weder auf dem Boden liegt noch oben treibt. Hört die Gärung auf, wird das Fass dicht verschlossen, die Hefedecke bleibt obenauf. Getrunken wird nach drei oder vier Tagen, morgens ein halbes Pint, abends etwas weniger; eine warme Brühe einige Stunden danach soll die Wirkung verstärken.

Würze und Hefe. „Aile-wort“ ist Bierwürze, „Barme“ Bierhefe; die Hefe kommt hier ausdrücklich aus dem Brauen, nicht aus dem Fass. Was „the first spent“ genau bezeichnet, erklären die Wörterbücher nicht; der Zusatz „the strongest you can gett“ spricht für die erste, stärkste Würze.

Saldeneta und die Senna. Das Wort steht deutlich in der Handschrift, ist aber in keinem Wörterbuch belegt. Am nächsten liegt Soldanella, die Strandwinde: John Gerards Herball (1633) schreibt, sie „purgeth downe mightily“, man solle ihr Pulver mit Anis mischen oder sie in der Brühe von fettem Fleisch nehmen - Anis liegt hier im Beutel, und die warme Brühe folgt dem Trunk. Zugleich verlangt der Satz nach der Liste, „the Cena“ ganz zu lassen, obwohl in der Liste keine Senna steht. Entweder fehlt die Senna in der Aufzählung, oder „Saldeneta“ meint sie; beides bleibt offen.

Einordnung. Das Purgier-Ale zeigt, wie ein Haushalt eine Abführkur zu den Jahreszeiten in sein Bier band; die Wirkung ist der Anspruch der Handschrift, und der Eintrag ist als historisches Zeugnis übersetzt, nicht als Anleitung. Senna und Rhabarberwurzel sind starke Abführdrogen, und Gerard nennt die Strandwinde selbst schädlich für den Magen. Sassafrasholz enthält Safrol, das als leberschädigend und krebserregend gilt.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-051-orig" n="Gallons" resp="#fyndling">Die Handschrift sagt nicht, welche Gallone sie meint: Die Weingallone fasste rund 3,8 Liter, die Ale-Gallone rund 4,6 Liter.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-051-orig" n="Bay-berries huld" resp="#fyndling">Lorbeeren, die Früchte des Lorbeerbaums; Brittens Pflanzennamen-Wörterbuch (1886) nennt „bay-berries“ eine Ware der Apotheken. „Huld“ ist „hulled“, geschält (Ludwig 1706: „hull“ = Schale, Hülse).</note>
        <note type="gloss" target="#lon-051-orig" n="Ashen-keys" resp="#fyndling">Die geflügelten Früchte der Esche; Britten und Halliwell erklären „ash-keys“ als „the fruit of the Ash“.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-051-orig" n="Saldeneta" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Wohl Soldanella, die Strandwinde (Calystegia soldanella): Gerards Herball (1633) beschreibt sie als stark purgierend und rät, ihr Pulver mit Anis zu mischen oder sie in Fleischbrühe zu nehmen - beides steht in diesem Rezept. Im Text bleibt das Wort stehen.<list type="alternatives"><item>Eine entstellte Bezeichnung für die Senna<note type="rationale">Der Satz nach der Liste nimmt „the Cena“ vom Zerstoßen aus, obwohl sonst keine Senna in der Liste steht; das spräche dafür, dass ein Listeneintrag sie meint. Die Wortform liegt aber der Soldanella näher.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-051-orig" n="of the first spent as Brewers calls it" resp="#fyndling" subtype="lexical">Die erste, stärkste Würze aus dem Brauen, denn der Satz davor verlangt „the strongest you can gett“.<list type="alternatives"><item>Bereits ausgelaugte Würze<note type="rationale">Ludwig (1706) und Halliwell geben „spent“ als verbraucht, erschöpft; das widerspräche der geforderten stärksten Würze.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-052-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Abführmittel der Hausapotheke als kalter Ansatz: Rhabarber und Sennesblätter ziehen mit süßem Fenchelsamen und einem Blatt Muskatblüte in etwas Weißwein und Endivienwasser zwölf Stunden lang aus, danach wird abgeseiht und Rosensirup zugegeben. Erhitzt wird nach dem Text nicht. Wie und wann das Mittel eingenommen wird, sagt der Eintrag nicht.

Rubrick. Das Wort heißt in den Wörterbüchern der Zeit eine rot geschriebene Überschrift (Ludwig 1706, Phillips 1658, Blount 1656); Halliwell (1846) führt es außerdem als Rötel, also rote Erde, mit einem Beleg für arzneilichen Gebrauch von 1607. Für Rhabarber spricht der Klang und der Zusammenhang: Auf der gegenüberliegenden Seite schreibt das Abführ-Ale (lon-051) „Ruburb“, und Rhabarber und Senna stehen dort wie hier zusammen. Ein Wörterbuchbeleg für „rubrick“ als Rhabarber fehlt; die Deutung bleibt offen.

Endivienwasser und Rosensirup. Das Endivienwasser ist ein Wasser aus Endivie (Cichorium endivia); wie es bereitet wurde, sagt der Eintrag nicht. Einen Rosensirup bereitet das Buch selbst in lon-031 aus Damaszener-Rosen; ob dieser gemeint ist, bleibt offen.

Einordnung. Ein Abführmittel der Hausapotheke, wiedergegeben als historisches Dokument dafür, wie man im 17. Jahrhundert eine Purgation aus Drogen, Gewürzen und Kräuterwasser ansetzte, nicht als Anleitung. Die Wirkung ist der Anspruch der Überschrift. Sennesblätter und Rhabarberwurzel sind starke Abführdrogen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-052-orig" n="drames" resp="#fyndling">Drachmen, ein Apothekergewicht von gerundet etwa 4 g; drei Drachmen sind also etwa 12 g.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-052-orig" n="a blade of mace" resp="#fyndling">Muskatblüte ist der getrocknete Samenmantel der Muskatnuss; ein blade ist ein einzelnes Stück davon.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-052-orig" n="sirrope of Roses" resp="#fyndling">Rosensirup. Das Buch selbst bereitet ihn in lon-031 aus Damaszener-Rosen.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-052-orig" n="Rubrick" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Rhabarberwurzel: Die gegenüberliegende Seite (lon-051) schreibt „Ruburb“ und nennt Rhabarber wie hier zusammen mit Senna; der Klang trägt die Deutung, ein Wörterbuchbeleg fehlt.<list type="alternatives"><item>Rötel (rote Erde)<note type="rationale">Halliwell (1846) führt „rubrick“ als red ochre mit arzneilichem Gebrauch (Topsell 1607). Als Zutat eines Abführansatzes mit Senna passt das schlechter, ist aber nicht ausgeschlossen.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-053-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Kräuteröl zum Einreiben: Die gequetschten Kräuter ziehen in Öl, das mit Wein sanft gekocht wird. Das Endzeichen nennt die Handschrift selbst - der Wein soll ganz verkocht sein. Erst kalt wird durch Leinen geseiht. Für den Fall, dass nicht alle Kräuter zugleich wachsen, sieht sie vor, das Öl nach und nach mit den übrigen zu ergänzen und die Kräuter täglich abzuseihen, damit sie nicht schimmeln.

Die Kräuterliste. Die Handschrift nennt 31 Pflanzen, aber keine Gesamtzahl. Nip ist nach Ludwig 1706 und Britten/Holland die Katzenminze, wie in lon-037. Bei Damask bleibt offen, ob die Damaszenerrose oder das Damaszener-Veilchen (Nachtviole) gemeint ist. Bei Mints ist die Lesung am Bild nicht ganz sicher; gemeint ist wohl Minze, die weiter hinten als weiße Minze ein zweites Mal steht. Oke of Jerusalem ist nach Britten/Holland die Jerusalemeiche (Chenopodium botrys). Eine Handvoll Safran ist ungewöhnlich viel, steht aber so da.

Einordnung. Ein Hausmittel zum Einreiben aus dem Hauptteil des Buchs, überliefert als Zeugnis der Hausapotheke, nicht als Rat für heute. Unter den Kräutern sind Raute, die in Menge giftig ist und Fehlgeburten auslösen kann, sowie Poleiminze und Rainfarn, die innerlich giftig sind. Das Öl, in dem der Wein verkocht, spritzt und wird nach dem Verkochen sehr heiß.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-053-orig" n="Sallet oile" resp="#fyndling">Salatöl; Ludwigs Wörterbuch von 1706 setzt Sallet-oil mit Baumöl, also Olivenöl, gleich.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-053-orig" n="Oke. of Ierusalem" resp="#fyndling">Jerusalemeiche (Chenopodium botrys), ein stark duftender Gänsefuß; nach Britten/Holland auch Oak of Paradise genannt.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-053-orig" n="humour" resp="#fyndling">Feuchtigkeit, Körpersaft (Ludwig 1706: die feuchtigkeit). Nach der Säftelehre der Zeit verursachte ein umherziehender Saft Schmerzen in den Gelenken.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-053-orig" n="raines" resp="#fyndling">reins, die Nieren und die Lenden.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-053-orig" n="Nip" resp="#fyndling" subtype="lexical">Rosmarin und Katzenminze als zwei Zutaten. Die Handschrift trennt Rosemary (Zeilenende) und Nip deutlich; Ludwig 1706 übersetzt Nip mit Katzennept, Katzenkraut, Britten/Holland führt Nip als Form von Nep (Nepeta cataria), und lon-037 hat Nipp als Katzenminze.<list type="alternatives"><item>Rosmarinspitzen<note type="rationale">Kein Wörterbuchbeleg für nips als Triebspitzen.</note></item><item>Hagebutten<note type="rationale">Britten/Holland kennt Nips als Hagebutten nur aus einem Cheshire-Glossar des 19. Jahrhunderts; in einer Liste von Blatt- und Blütenkräutern unwahrscheinlich.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-053-orig" n="Damask" resp="#fyndling" subtype="contextual" cert="unknown">Die Handschrift schreibt Damask. Gemeint ist wohl die Damaszenerrose (Damask Rose), ein gängiger Name der Zeit; die Übersetzung lässt Damask stehen.<list type="alternatives"><item>Damaszener-Veilchen, Nachtviole (Hesperis matronalis)<note type="rationale">Britten/Holland und Gerard kennen Damask Violet; das Wort steht zwischen Thymian und Mutterkraut, und Rosenblätter sind schon genannt.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-053-orig" n="Mints" resp="#fyndling" subtype="philological" cert="unknown">Minze. Am Bild ist das Wort nicht ganz eindeutig (Mints oder Muits); nur Mints ergibt ein Kraut. Weiße Minze steht weiter hinten noch einmal eigens: Die Hand nennt Minze dann zweimal oder meint zwei Sorten.<list type="alternatives"><item>Muits<note type="rationale">Mit dem Bild ebenso vereinbar, ergibt aber kein bekanntes englisches Wort.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-054-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Hausmittel ohne Zubereitung: Wer kein Wasser lassen kann, soll gewohnheitsmäßig Hagebutten der Weinrose essen. Die Überschrift nennt den Zweck, der Satz danach den Anspruch der Handschrift, dass die Früchte den Harn treiben.

Die Früchte. Aglentine ist die Eglantine, die Weinrose (Ludwig 1706: „Eglantine, hainhacke, hundsbutten, hagenbuttenbusch“); ihre berries sind die Hagebutten. Halliwell vermerkt, dass der Name gelegentlich auch der wilden Rose galt.

Aufbewahren. Die Handschrift sagt nur, dass man die Früchte das ganze Jahr halten kann und sie im Winter noch taugen. Wie sie aufbewahrt werden, sagt sie nicht.

Einordnung. Ein harntreibendes Mittel der Hausapotheke, das eine Harnverhaltung allein durch regelmäßiges Essen von Hagebutten beheben wollte; die Wirkung ist der Anspruch der Handschrift, keine Tatsache, und der Eintrag ist als historisches Dokument wiedergegeben, nicht als Anleitung zur Behandlung.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-054-orig" n="Aglentine Berries" resp="#fyndling">Aglentine ist die Eglantine, die Weinrose (Rosa rubiginosa); bei den Kräuterbuchautoren Lyte, Gerard und Parkinson meint der Name diese Rose. Halliwell vermerkt, dass er gelegentlich auch der wilden Rose galt. Die berries sind ihre Hagebutten.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-054-orig" n="make Water" resp="#fyndling">Wasser lassen; Ludwig 1706: „To make water, sein wasser abschlagen“. Wer es nicht kann, leidet an Harnverhaltung.</note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-055-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Hausmittel gegen „die Mutter“, ein Leiden, das die Medizin der Zeit der Gebärmutter zuschrieb (Ludwig 1706: „a fit of the mother“, französisch suffocation de matrice). Eine Drachme Mithridat wird in anderthalb Unzen Wermutwasser aufgelöst und vier Stunden vor dem Zubettgehen getrunken. Mehr sagt die Handschrift nicht.

Mithridat. Eine vielteilige Latwerge aus der Apotheke, kein Hausprodukt. Sie galt als Gegengift (Sommerhoff 1701: pro Antidoto habitum); Blankaart zählt sie 1684 zu den Opiaten. Dieselbe Latwerge kommt im Buch noch einmal im Pesttrank lon-084 vor.

Wermutwasser. Ein gebranntes Kräuterwasser, also alkoholhaltig; Hannah Woolley destilliert es 1670 aus Wermut und Gewürzen in Sackhefe und Ale.

Einordnung. Der Eintrag zeigt, wie ein Haushaltsbuch ein Opiat der Apotheke mit einem gebrannten Kräuterwasser zu einem Hausmittel gegen „die Mutter“ verband - ein Zeugnis der Frauenheilkunde seiner Zeit, keine Anleitung. Mithridat enthielt Opium, Wermut ist in größerer Menge giftig (Thujon). Die Wirkung ist der Anspruch der Handschrift, keine Tatsache.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-055-orig" n="the Mother" resp="#fyndling">Ein Leiden, das man der Gebärmutter zuschrieb. Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 gibt für mother auch „die Bärmutter“ und übersetzt „a fit of the mother“ mit „eine Beschwerung von der Mutter“, französisch suffocation de matrice, Ersticken der Gebärmutter.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-055-orig" n="Methridate" resp="#fyndling">Mithridat, eine zusammengesetzte Latwerge der Apotheken, nach Florio 1611 „a confection vsed in Phisike“. Charles Butler nennt 1623 für Theriak und Mithridat jeweils mehr als fünfzig bzw. sechzig Bestandteile, Blankaarts medizinisches Wörterbuch von 1684 zählt Mithridat zu den Opiaten, den Latwergen mit Opium.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-055-orig" n="Wormwood water" resp="#fyndling">Ein gebranntes Wasser mit Wermut. Hannah Woolley destilliert es 1670 aus Wermut mit Anis, Süßholz, Muskatnuss und Angelikawurzel in Sackhefe und starkem Ale.</note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-056-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Mittel, das nach der Überschrift Nasenbluten stillen soll: Schafgarbe wird dem, der blutet, in die Nasenlöcher gesteckt. Ob frisch oder getrocknet, ob Blatt oder Blüte, ganz oder zerstoßen, sagt der Text nicht.

Die Schafgarbe. Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 gibt „Yarrow“ als „die schafgarbe“. Gerards Herball (Ausgabe 1633) führt die Pflanze im Kapitel „Of Yarrow, or Nose-bleed“ und zählt „Nosebleed“ zu ihren englischen Namen. Nach Galen, so Gerard, „bindet“ sie vor allem, wirkt also zusammenziehend, und unter ihren Kräften steht, sie stille Blut an jeder Stelle des Körpers. Zugleich verzeichnet Gerard das Gegenteil dessen, was die Handschrift verspricht: In die Nase gesteckt, sollen die Blätter sie bluten lassen und so die Migräne lindern. Welcher Gebrauch der Pflanze den Beinamen eingetragen hat, lässt sich aus diesen Stellen nicht entscheiden.

Einordnung. Ein Mittel der Blutstillung aus der Hausapotheke des Hauptteils, das zeigt, wie man Nasenbluten zu stillen suchte; es ist ein historisches Zeugnis, keine Anleitung zur Selbstbehandlung.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-056-orig" n="stint" resp="#fyndling">Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 gibt „to stint“ unter anderem als „hemmen, dämpffen, stillen“ wieder; hier: das Bluten zum Stehen bringen.</note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-057-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein gekochter Kapaun, über den am Ende eine eigens gekochte Brühe gegossen wird: ein Teil der Kapaunbrühe mit Wein, ganzer Muskatblüte, Zimt, Pfeffer, Datteln und Zucker auf sanftem Feuer um die Hälfte eingekocht, dann mit gezuckerten Eiern gebunden und mit dem Mark der Knochen einmal aufgewallt. Das Ergebnis ist eine süß-würzige, leicht gebundene Brühe, keine dicke Soße.

Die Brühe vom Kapaun. Der Text nennt kein Wasser; dass der Kapaun so lange siedet, „till the broth be strong of the meate“, setzt aber Wasser voraus. Das Mark wird vor dem Kochen aus den Knochen genommen und kommt erst ganz am Ende in die gebundene Brühe.

Das Binden mit Eiern. Die Eier werden mit kaltem Rheinwein oder Verjus durchgeseiht, der Zucker unter ständigem Rühren darin geschmolzen. Die Handschrift lässt dann einen abgekühlten Teil der siedenden Wein-Dattel-Brühe zu den Eiern geben und erst danach alles in den Tiegel - so gleicht sich die Temperatur an, und die Eier stocken nicht sofort. „One warme“ ist one walm, ein einziges Aufwallen (Digby-Glossar: „a bubble in boiling“; Ludwig: „aufwallung, aufkochung“): kochen darf die gebundene Brühe nicht, sonst gerinnen die Eier.

Der Schluss. Der letzte Absatz holt nach, was zeitlich davor liegt: Ist der Kapaun fast gar, kommt er mit der Brust nach oben auf eine Platte und wird gesalzen, bis die Brühe fertig ist; dann kocht er noch kurz, damit er weiß aussieht, und wird in der Schüssel mit der Brühe übergossen.

Praxis. Heutiger Hinweis, nicht im Text: Wasser so bemessen, dass der Kapaun bedeckt ist. Beim Eingießen der Eiermischung den Tiegel nur auf schwache Hitze stellen und vom Feuer nehmen, sobald die Brühe einmal aufwallt.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-057-orig" n="Capon" resp="#fyndling">Kapaun, ein kastrierter, gemästeter Hahn.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-057-orig" n="Renish wine / sack / Muscadine" resp="#fyndling">Die drei Weine, zwischen denen der Text wählen lässt: Renish wine ist Rheinwein; sack ist ein kräftiger Weißwein aus Spanien oder von den Kanaren (Sherry-Art), heute ersetzt man ihn durch Sherry; Muscadine ist nach Ludwig (1706) „Muscatellerwein“. Von Sack und Muskateller nimmt der Text nur die halbe Menge.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-057-orig" n="large mace" resp="#fyndling">Ganze Muskatblüte (Macis), der getrocknete Samenmantel der Muskatnuss; Ludwig (1706) übersetzt mace mit „Muscatenblüthe“. Large bezeichnet die ganzen Blätter, nicht die Menge: May schreibt in The Accomplisht Cook (1660) „three or four blades of large Mace“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-057-orig" n="veriuice" resp="#fyndling">Verjus, saurer Saft unreifer Trauben; im Text die Alternative zum kalten Rheinwein.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-057-orig" n="porrenger / pottinger / pipkin" resp="#fyndling">Porrenger (Ludwig: „Porringer“) und pottinger sind kleine Schüsseln oder Näpfe; ein pipkin ist nach Ludwig (1706) „ein kleiner hafen oder irdenes töpffgen, darinn man etwas kochen kan“.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-057-orig" n="halfe a quarter of sugar / a quarterne of sugar" resp="#fyndling" subtype="lexical">Viertelpfund: a quarterne etwa 110 g, halfe a quarter die Hälfte davon, etwa 55 g. Zucker wird gewogen, und Cotgrave (1611) setzt quarteron mit „a quarter of a pound“ gleich; Robert May (1660) misst ebenso „a quartern of sugar“.<list type="alternatives"><item>Ein Viertel Pint, also ein Flüssigmaß.<note type="rationale">Ludwig (1706) gibt quartern als „der vierdte theil eines nösels“. Für Zucker, der in den Eiern schmelzen soll, ist ein Gewicht naheliegender; der Text nennt den Bezug aber nicht.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-057-orig" n="lay it in a plaster" resp="#fyndling" subtype="philological">„platter“, eine Platte: In der Handschrift steht deutlich platter; Ludwig (1706) übersetzt platter mit „hölzerne schüssel oder platte“.<list type="alternatives"><item>„plaster“, ein Pflaster.<note type="rationale">Ergibt beim Anrichten keinen Sinn und steht so nicht in der Handschrift.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-057-orig" n="then boyle it a little more, and that will make it looke white" resp="#fyndling" subtype="contextual">Der Kapaun wird nach dem Salzen noch ein wenig gekocht, das lässt ihn weiß aussehen. Der Schlussabsatz ist ein Nachsatz zum Kapaun, der außerhalb der Reihenfolge steht.<list type="alternatives"><item>it ist die Brühe, die noch einmal kurz kocht.<note type="rationale">Unmittelbar davor steht „your broth“; das Weißwerden passt aber besser zum Fleisch, das gerade auf der Platte liegt.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-058-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Arzneiwasser der Hausapotheke: Ein frisch getöteter Hahn wird mit Sack, Milch, Trockenfrüchten, Kräutern, Wurzeln, Anis und Süßholz in der Brennblase destilliert, und das Destillat tropft im Auffangglas auf Kandiszucker, Blattgold, Ambra und gepulverte Perlen. Die Überschrift bestimmt es „für eine Consumption“, die auszehrende Krankheit.

Der Hahn. Er wird lebendig gerupft, getötet, fast erkaltet auf den Rücken geschlagen, ausgenommen und sauber gewischt. Ob die Innereien danach mit in die Blase kommen, sagt die Handschrift nicht; Hannah Woolley zerstößt sie in ihrem Hahnenwasser mit.

Die Brennblase. „Such a still, as you still rosewater with“ meint das Gerät, mit dem der Haushalt auch Rosenwasser brannte, also die gewöhnliche Hausdestillation. Gebrannt wird „with a soft fire“; eine Dauer nennt der Text nicht.

Erstes und letztes Wasser. Der Schlusssatz lässt das zuerst und das zuletzt übergehende Wasser zusammenmischen. Er setzt voraus, dass das Destillat nicht in einem Zug aufgefangen wurde, ohne zu sagen, wie es geteilt wurde. Geschüttelt wird vor jeder Einnahme, weil Blattgold und Perlpulver sich im Wasser nicht lösen.

Einordnung. Das Hahnenwasser zeigt, wie ein Haushalt des 17. Jahrhunderts Fleisch, Wein, Milch, Kräuter und kostbare Stoffe wie Gold, Ambra und Perlen zu einem Arzneiwasser gegen die Auszehrung destillierte; es steht hier als Zeugnis dieser Hausapotheke, nicht als Anleitung. Die Poleiminze gilt in größerer Menge als giftig und kann eine Fehlgeburt auslösen, der Gauchheil gilt ebenfalls als giftig. Destilliert wird im geschlossenen Gefäß, mit Wein in der Blase. Das Rupfen des lebenden Tiers gehört zum Verfahren der Vorlage und wird hier nur dokumentiert.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-058-orig" n="Consumption" resp="#fyndling">Ludwig (1706) übersetzt „die verzehrung; … die schwindsucht“, Phillips (1658) nennt sie „a disease which dries and wastes the body“: die Krankheit, die den Körper auszehrt. Welche Krankheit nach heutigem Verständnis dahinterstand, sagt die Überschrift nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-058-orig" n="sack" resp="#fyndling">Kräftiger Weißwein aus Spanien oder von den Kanaren, eine Sherry-Art. Ludwig (1706) übersetzt „Spanischer oder Canarien-Seckt“. Über seine Süße sagt die Handschrift nichts.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-058-orig" n="Amber-greace" resp="#fyndling">Ambra, eine Ausscheidung des Pottwals, kostbarer Duft- und Arzneistoff; im Buch auch im Mandelbiskuit (lon-033).</note>
        <note type="gloss" target="#lon-058-orig" n="prepared pearle" resp="#fyndling">Perlen für die Arznei, als Pulver gebraucht: Cotgrave (1611) erklärt „Margariton“ als „Pearle; or the powder thereof“, Hannah Woolley (1670) nennt in einem anderen Arzneiwasser „Powder of Pearl“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-058-orig" n="graines" resp="#fyndling">Gran, das kleinste Apothekergewicht (Ludwig 1706: „ein gran, grangewicht“), rund 0,065 g.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-058-orig" n="pimpernell" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Gauchheil (Anagallis arvensis). In den englischen Kräuterbüchern der Zeit heißt so der Gauchheil: Gerard/Johnson 1633, Kap. 194 „Of Pimpernell“; die Bibernelle heißt dort „Burnet Saxifrage“, der Wiesenknopf „Burnet“. Britten 1886: „the common name for Anagallis arvensis“. Woolley 1672 setzt in ihrem fast gleichen Hahnenwasser „Pimpernel, or any other cooling Herb“; Gerard nennt den Gauchheil aber „somewhat hot“, die Deutung bleibt deshalb offen.<list type="alternatives"><item>Bibernelle (Pimpinella)<note type="rationale">Ludwig 1706 „Pimpernel, bibernell“, Phillips 1658 „called in Latin Pimpinella“: Gleichungen über den Namen, keine Pflanzenbestimmung. Als englischer Name der Bibernelle nennt Britten „Pimpernel“ nur nach dem Grete Herball 1526.</note></item><item>Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)<note type="rationale">Britten führt nach Prior auch Poterium Sanguisorba unter Pimpernel.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-058-orig" n="wipe them cleane" resp="#fyndling" subtype="philological">„wipe him cleane“: Die Handschrift (S. 35) schreibt deutlich „him“. Sauber gewischt wird der ausgenommene Hahn, nicht die Innereien; die Übersetzung folgt dem Seitenbild.<list type="alternatives"><item>„them“: die Innereien werden gesäubert und weiterverwendet<note type="rationale">So die bisherige Lesung; das Seitenbild stützt sie nicht. Ob die Innereien mit in die Blase kommen, bleibt offen.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-058-orig" n="as hour before supper" resp="#fyndling" subtype="philological">„an hour before supper“: Die Handschrift (S. 36) schreibt „an“; eine Stunde vor dem Abendessen.<list type="alternatives"><item>„as hour“ als Schreibfehler der Hand<note type="rationale">Das Seitenbild zeigt keinen Schreibfehler.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-059-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Brechwein: Ein Pulver namens Crocus wird in Sack angesetzt und im Glas aufbewahrt; gegeben wird er löffelweise oder nach Gewicht, einem Kind die Hälfte. Ludwig (1706) übersetzt vomit mit „eine spey-artzney, artzney zum brechen“.

Crocus. Die englischen Wörterbücher der Zeit kennen crocus nur als Safran oder Krokus, und das passt zu keinem Brechmittel. Corneille (1694) schreibt, die Chymiker nennten das zubereitete Antimon Crocus Metallorum, „Safran des metaux“, nach seiner rötlich-gelben Farbe. Furetière (1690) beschreibt den Brechwein als Wein, in dem Antimonpulver, darunter crocus metallorum, eine Zeit gezogen hat; er soll „par haut &amp; par bas“ ausleeren. Genau dieses Verfahren zeigt der Eintrag. Das zweite Wort, „Merhelosuse“, steht so in der Handschrift und in keinem Wörterbuch. Ob es ein nach Gehör geschriebenes metallorum ist, bleibt eine offene Deutung.

Das Schütteln. Das Glas wird in der Nacht vor der Gabe geschüttelt, nicht unmittelbar davor. Einen Grund nennt die Handschrift nicht.

Die Gaben. Sechs Löffel für einen Alten, drei für ein Kind, oder nach Gewicht eine Unze und eine halbe Unze. Die Unze meint wohl den Wein und nicht das Pulver, denn im ganzen Ansatz steckt nur eine Drachme.

Einordnung. Der Eintrag zeigt einen Brechwein der Hausapotheke, ein Arzneipulver in Sack angesetzt und nach dem Alter abgestuft - ein Zeugnis der Arzneipraxis seiner Zeit, keine Anleitung. Crocus metallorum ist ein Antimon-Präparat, ein starkes Brechmittel und giftig; die Handschrift sieht die Gabe ausdrücklich auch für Kinder vor. Die Wirkung ist der Anspruch der Handschrift, die Mengen sind keine Dosierungsempfehlung.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-059-orig" n="Vomitt" resp="#fyndling">Brechmittel. Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 übersetzt vomit mit „eine spey-artzney, artzney zum brechen“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-059-orig" n="sacke" resp="#fyndling">Kräftiger Weißwein aus Spanien oder von den Kanaren, eine Sherry-Art. Ludwig (1706) übersetzt „Spanischer oder Canarien-Seckt“, Blount (1656) nennt den Málaga-Sack nach der Stadt in Andalusien. Über seine Süße sagt die Handschrift nichts.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-059-orig" n="Crocus, Merhelosuse" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Crocus metallorum, ein Antimon-Präparat. Corneille (1694) nennt das zubereitete Antimon Crocus Metallorum, Furetière (1690) den Wein, in dem es zieht, einen Brechwein - das Verfahren dieses Eintrags. Im Text bleibt „Crocus, Merhelosuse“ stehen.<list type="alternatives"><item>Safran (Crocus sativus)<note type="rationale">Die einzige Bedeutung, die Ludwig und die englischen Pflanzenbücher für crocus geben; als Brechmittel aber nicht belegt.</note></item><item>„Merhelosuse“ als nach Gehör geschriebenes metallorum<note type="rationale">Würde die Lesung Crocus metallorum bestätigen, trägt aber nur über den Klang; kein Wörterbuch kennt das Wort.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-059-orig" n="or by weight an Ounce" resp="#fyndling" subtype="contextual">Gewicht der Weingabe: eine Unze für einen Alten, eine halbe Unze für ein Kind, statt der Löffel.<list type="alternatives"><item>Eine Unze des Pulvers<note type="rationale">Grammatisch möglich, aber der ganze Ansatz enthält nur eine Drachme Pulver.</note></item></list><ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-060-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Schaum aus Sahne, Eiweiß, Zucker und Rosenwasser, der abgenommen, eine Weile stehen gelassen und dann in Haufen angerichtet wird - der zweite „Schnee“ des Buchs nach lon-001, hier ohne Wein und Zitrone.

Schlagen. „wipe“ steht für whip, schlagen. Womit geschlagen wird, sagt der Eintrag nicht; der erste Schnee des Buchs schlägt mit einer Birkenrute. Der Schaum, der beim Schlagen entsteht, wird abgenommen.

Ruhen und Absetzen. Der Schaum kommt zuerst in ein anderes Gefäß als die Servierschale und steht dort beinahe eine halbe Stunde, „till it be settled to the bottome“. Den Grund nennt der Text nicht. Der erste Schnee des Buchs sagt, er solle sich setzen „with a little kinde of drinke at the bottome, like a Sillibubbe“ - es sammelt sich also wohl Flüssigkeit am Boden, und der Schaum wird danach ohne sie umgehoben. Rontziers Eierschnee mit Rahm legt den Schaum dafür in ein Haarsieb. Heute kann man den Schaum in einem Sieb über einer Schüssel ruhen lassen; das ist eine heutige Hilfe, der Text nennt kein Sieb.

Anrichten. „slightly“ heißt hier leicht, obenhin: den Schaum behutsam umheben, damit er nicht zusammenfällt, und in Haufen in die Schale legen.

Praxis. Sahne und rohes Eiweiß verderben in der Wärme schnell: Zutaten und fertigen Schaum kühl halten und bald essen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-060-orig" n="snow" resp="#fyndling">„Schnee“: eine Schaumspeise aus geschlagenem Rahm, oft mit Eiweiß, die weiß und locker angerichtet wird. Das Buch kennt noch einen ersten Schnee mit Sack und Zitrone (lon-001).</note>
        <note type="gloss" target="#lon-060-orig" n="wipe" resp="#fyndling">Nach Gehör geschrieben für „whip“, schlagen. Ein Wischen ergibt hier keinen Sinn, denn danach wird der Schaum abgenommen.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-060-orig" n="till it be settled to the bottome" resp="#fyndling" subtype="contextual">Der abgenommene Schaum steht, und dabei sinkt Flüssigkeit zum Boden ab; danach wird der Schaum ohne sie umgehoben. Gestützt durch den ersten Schnee des Buchs (lon-001): „it should settle with a little kinde of drinke at the bottome, like a Sillibubbe“.<list type="alternatives"><item>Der Schaum selbst sackt zusammen und wird fester.<note type="rationale">Das „it“ ist grammatisch offen. Ein ganz zusammengefallener Schaum ließe sich aber nicht mehr in Haufen legen, und lon-001 beschreibt ausdrücklich Flüssigkeit am Boden.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-060-orig" n="but not into the thing as you wold have it" resp="#fyndling" subtype="contextual">Der Schaum kommt zum Ruhen in ein anderes Gefäß als das, in dem er aufgetragen wird; erst danach wird er umgehoben. Welches Gefäß, sagt der Text nicht.<list type="alternatives"><item>Ein Sieb oder Durchschlag als Zwischengefäß<note type="rationale">So macht es Rontziers Eierschnee (ron-2453, „in ein Harnsieb odr durchschlag“); hier ist es nicht genannt und bleibt deshalb nur Vergleich.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-061-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Schnupfmittel aus dem Hauptteil des Buchs: Der Saft aus Gundermannblättern und einer Primelwurzel, mit einem Löffel Frauenmilch klein gestoßen und ausgeseiht, wird tropfenweise durch die Nase hochgezogen. Die Überschrift nennt den Zweck, Migräne und Schwindel im Kopf; das ist der Anspruch der Handschrift, keine belegte Wirkung.

Die Milch. Die Handschrift verlangt für einen Mann die Milch, an der ein Mädchen saugt, für eine Frau die Milch, an der ein Junge saugt - also die Milch einer stillenden Frau, über Kreuz nach dem Geschlecht des Kindes gewählt. Einen Grund dafür nennt sie nicht.

Der Federkiel. Der Kiel wird auf den Tropfen im Löffel gesetzt; wer das Mittel nimmt, hält ein Nasenloch zu und zieht den Tropfen mit dem anderen hoch. Der Kiel dient damit als Röhrchen. Nach drei Tagen wechselt die Anwendung auf das andere Nasenloch, danach folgt eine Woche Pause.

Einordnung. Ein Schnupfmittel der Hausapotheke gegen Kopfleiden, überliefert als historisches Zeugnis und nicht als Anleitung zur Behandlung.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-061-orig" n="Megrim" resp="#fyndling">Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 gibt „Megrim“ als „hauptwehe auf einer seite, so nicht stets anhält“, französisch migraine; Phillips (1658) beschreibt sie als Schmerz in den Schläfen und im Vorderkopf.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-061-orig" n="ground Ivy" resp="#fyndling">Gundermann (Glechoma hederacea). Ludwig (1706) übersetzt „Ground-ivy“ mit „erdepheu“; ground ist Teil des Pflanzennamens und heißt hier nicht „gemahlen“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-061-orig" n="primrose roote" resp="#fyndling">Britten und Holland (1886) nennen primrose den allgemeinen englischen Namen für Primula vulgaris, die Stängellose Schlüsselblume. Welche Primel die Handschrift meint, sagt sie nicht.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-061-orig" n="snuffe it up with one other" resp="#fyndling" subtype="philological">„with the other“, mit dem anderen (Nasenloch): In der Handschrift steht dieselbe Form von the wie in „doe the like“ in der nächsten Zeile, nicht „one“. Die Übersetzung folgt dieser Lesung.<list type="alternatives"><item>„with one other“, mit einem anderen<note type="rationale">Steht so nicht in der Handschrift; der Sinn bliebe derselbe, weil nur das zweite Nasenloch übrig ist.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-062-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Gewürzpulver aus weißem, schwarzem und langem Pfeffer, Thymian, Ingwer und Anis, das in einen Sirup aus Ysopwasser und Zucker eingerührt und im Salbentopf aufbewahrt wird. Die Überschrift nennt als Zweck das Austreiben von „wind“, also von Blähungen. Wie viel man davon nehmen soll und wann, sagt der Eintrag nicht.

Die Pulver. Die Gewürze werden gesiebt („searched“) und fein gepulvert. Nur der weiße Pfeffer soll grob gestoßen werden - das steht quer zum feinen Pulver der übrigen und ist am ehesten eine Ausnahme für ihn. Die Pfeffer sind nach dem Preis bemessen („a peny-worth“), Thymian, Ingwer und Anis nach dem Löffel.

Der Sirup. Der Zucker wird im Ysopwasser gekocht, „till it comes to a sirrope“; eine Probe dafür nennt der Text nicht. Die Pulver kommen erst nach dem Abkühlen hinein. Ob das Ysopwasser destilliert oder abgekocht ist, sagt der Eintrag nicht; destillierte Kräuterwässer stellt das Buch an anderer Stelle selbst her (lon-046).

Einordnung. Der Eintrag dokumentiert ein Gewürzmittel der Hausapotheke des 17. Jahrhunderts, das nach dem Denken der Zeit mit warmen Gewürzen Blähungen austreiben sollte; Thomas Cogans Haven of Health (1636) nennt Ysop „hot and dry in the third degree“. Er ist keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Gift- oder starke Arzneistoffe enthält er nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-062-orig" n="searched" resp="#fyndling">Gesiebt, von „searce“, einem feinen Sieb (Glossar der Digby-Ausgabe 1910: „Searse, searce, a fine sieve“; Randle Holme 1688: „Searce, or Sift, is to take fine Meal from the course“). So auch in lon-035.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-062-orig" n="a peny-worth" resp="#fyndling">So viel, wie man für einen Penny bekam - eine Preisangabe, kein Gewicht. Ein Gewicht lässt sich daraus nicht ableiten.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-062-orig" n="long pepper" resp="#fyndling">Langer Pfeffer (Piper longum), bei Cotgrave 1611 „a blackish, and Catkin-fashioned fruit“: kätzchenförmige Fruchtkolben, neben schwarzem und weißem Pfeffer die dritte Pfeffersorte der Zeit.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-062-orig" n="gally-pott" resp="#fyndling">Gallipot, nach Ludwig (1706) „ein weiß irdenes geschirre oder töpffgen, darein man salben, latwergen ꝛc. thut“: ein weißer Irdenwarentopf, hier für die Aufbewahrung über ein Jahr.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-062-orig" n="the white must be beaten grossly" resp="#fyndling" subtype="contextual">Der weiße Pfeffer wird als Ausnahme nur grob gestoßen, während die übrigen Gewürze fein gesiebt werden.<list type="alternatives"><item>Eine Arbeitsfolge: der weiße Pfeffer wird zuerst grob gestoßen und dann mit den anderen gesiebt.<note type="rationale">Möglich, weil der Satz nach dem langen Pfeffer nachgeschoben ist; dann wäre „must“ aber überflüssig betont, und ein Grobstoßen vor dem Sieben gilt für jedes Gewürz.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-063-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Zwei zusammengehörige Mittel: ein Pulver aus Eichelkernen, Taubnessel- oder Granatapfelblüten, roter Koralle, Bernstein und Kandiszucker, das morgens und abends in Bier genommen wird, und ein destilliertes Wasser, in dem das Pulver bei starkem Fluss statt in Bier genommen werden soll. Die Überschrift nennt einen schwachen Rücken, der Schlusssatz verspricht außerdem, den Weißfluss und das „running of the reins“ zu stillen.

Die Stoffe. „White archangel“ ist nach Britten die Weiße Taubnessel (Lamium album). „Amber“ übersetzt Ludwig (1706) mit Agstein, Bernstein; „pith“ mit dem Mark eines Rückenstücks, und „the inward pith of the backe“ meint das Rückenmark, wie in den Mitteln gegen Fehlgeburt (lon-037, lon-038). Die Dosis misst der Text an einer Münze, nicht nach Gewicht.

Das Wasser. Wein, Sahne, Rückenmark, Datteln, Mastix und die beiden Kräuter ziehen zugedeckt einen Tag und eine Nacht, dann wird der Ansatz im Glas „in hott water“ destilliert, also mit heißem Wasser als Wärmequelle statt offenem Feuer. Wie lange destilliert wird, sagt der Text nicht.

Einordnung. Der Eintrag zeigt, wie ein Haushaltsbuch des 17. Jahrhunderts Flüsse und einen schwachen Rücken mit Pulver und Destillat zu behandeln suchte; er ist kein Rat für heute. Rückenmark vom Rind gehört zu den Geweben, über die BSE übertragen werden kann.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-063-orig" n="whitearchangle" resp="#fyndling">White archangel, nach Britten die Weiße Taubnessel (Lamium album). „Archangel“ allein kann auch die Engelwurz meinen, mit „white“ ist die Taubnessel gemeint.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-063-orig" n="the flux of the whites" resp="#fyndling">Der Weißfluss, weißlicher Ausfluss bei Frauen, in den Begriffen der Zeit eine eigene Krankheit.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-063-orig" n="the runing of the raines" resp="#fyndling">„Raines“ ist „reins“, die Nieren und Lenden. Ludwig (1706) übersetzt „the running of the reins“ mit „der saamenfluß, la gonorrhée“, also einem Ausfluss aus den Geschlechtswegen.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-063-orig" n="sixpence" resp="#fyndling" subtype="philological" cert="unknown">Sixpence, die Sechspence-Münze, wie das Wort bisher gelesen wird; die Dosis ist so viel Pulver, wie auf die Münze passt.<list type="alternatives"><item>tripence (threepence), die Dreipence-Münze<note type="rationale">In der Handschrift folgen auf den ersten Buchstaben eher ein r und ein i als ein i und ein x; ein x ist nicht deutlich zu erkennen. Die kleinere Münze ergäbe eine kleinere Dosis. Ohne eindeutige Lesung bleibt Sixpence stehen.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-064-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine Abkochung von Anissamen in Wasser, auf die Hälfte eingekocht und abgeseiht, in drei Teile geteilt und mit frischem Saft roter Minze versetzt. Getrunken wird sie morgens kalt und abends warm, eine Woche oder länger - nach der Überschrift gegen den Weißfluss und den Samenfluss. „Stay“ heißt hier einen Fluss stillen.

Die rote Minze. Gerard (1633) nennt sie auch „browne Mint“ und rechnet sie nach Plinius gerade gegen den Weißfluss; er hält Minze für warm und trocken im dritten Grad. Das ist die Begründung der Zeit, keine heutige Wirkung. Die Art bleibt offen.

Offene Stellen. Ob in jeden der drei Teile ein Löffel Saft kommt oder einer in den ganzen Sud, und ob „dein Wasser“ das sonstige Trinkwasser meint, sagt die Handschrift nicht. Auch wie sich drei Teile auf zwei Trinkzeiten am Tag verteilen, bleibt offen.

Einordnung. Ein Hausmittel, das die Minze so einsetzt, wie Gerards Kräuterbuch sie gegen den Weißfluss empfiehlt - ein Zeugnis der Hausapotheke, keine Behandlungsanleitung. Anis und Minze sind Küchenkräuter, Gefahrstoffe nennt der Eintrag nicht; die Wirkung ist der Anspruch der Handschrift, keine Tatsache.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-064-orig" n="the whites" resp="#fyndling">Der Weißfluss, ein Ausfluss bei Frauen. Gerards Kräuterbuch von 1633 spricht von „the whites in women“ und nennt ihn an einer Stelle zusammen mit dem „running of the reines“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-064-orig" n="runing of the Raines" resp="#fyndling">Raines ist reins, Nieren und Lenden; die Fügung ist aber ein fester Krankheitsname. Ludwigs Wörterbuch von 1706 übersetzt „The running of the reins“ mit „der saamenfluß“, französisch la gonorrhée. Blount erklärt 1656 Gonorrhea als „the flux of natural seed of man or woman unwittingly“, einen unwillkürlichen Samenfluss bei Mann oder Frau.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-064-orig" n="red mint" resp="#fyndling">Gerards Kräuterbuch von 1633 nennt die erste seiner Minzen englisch „browne Mint; or red Mint“ und schreibt gerade ihr nach Plinius zu, sie sei „singular good against the whites“. Welche Minzart das nach heutiger Bestimmung ist, bleibt offen.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-064-orig" n="and into it one sponefull of the Iuice of red mint" resp="#fyndling" subtype="contextual">Ein Löffel Minzsaft in jeden der drei Teile, also je Trinkportion: Der Saft soll jeden Tag frisch gemacht werden, was zu einer Zugabe Portion für Portion passt.<list type="alternatives"><item>Ein einziger Löffel Minzsaft für den ganzen Sud.<note type="rationale">„it“ steht in der Einzahl und kann auf „the liquor“ zurückgehen; die Handschrift entscheidet es nicht.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-064-orig" n="if you put a sponefull into your water" resp="#fyndling" subtype="contextual">Ein weiterer Löffel Minzsaft in das Wasser, das der Kranke sonst trinkt: Die Handschrift wechselt von „the liquor“ zu „your water“.<list type="alternatives"><item>Ein zusätzlicher Löffel in den Anisauszug selbst.<note type="rationale">Möglich, wenn „your water“ nur ein anderes Wort für den Auszug ist; dann wäre der Satz eine Verstärkung der Dosis.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-065-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Arznei-Branntwein in zwei Stufen: Erst ziehen Klatschmohnblüten einen Tag und eine Nacht im verschlossenen Glas im Branntwein und werden abgeseiht, dann hängen zerkleinerte Feigen, Sonnenrosinen und gestoßener Anis in einem Beutel im Branntwein. Erhitzt oder gebrannt wird nichts.

Zeiten. Die Notiz am Rand wiederholt die Grenze für den Mohn ausdrücklich: nicht länger als 24 Stunden. Die zehn Tage Sonne sind kein Muss, sondern eine Verbesserung, „if you haue a Convenient place“. Der Beutel hält Früchte und Anis zusammen, sodass der Auszug nicht ein zweites Mal geseiht werden muss.

Anwendung in der Quelle. Das fertige „Wasser“ wird nicht pur gegeben: In wenigen Löffeln davon wird ein haselnussgroßes Stück Theriak gelöst, eine Stunde vor dem erwarteten Fieberanfall, nüchtern, mit Fasten danach. Die Bindung an den Anfall ist die Logik des Wechselfiebers, das in regelmäßigen Anfällen wiederkehrt.

Einordnung. Das Mittel zeigt, wie ein Haushalt des 17. Jahrhunderts das Wechselfieber mit einem gewürzten Branntwein-Auszug und Theriak zu behandeln suchte; es ist ein historisches Zeugnis, keine Anleitung. Theriak enthielt Opium, und der Ansatz ist eine große Menge hochprozentiger, brennbarer Branntwein.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-065-orig" n="Mr Triplett" resp="#fyndling">Gewährsmann, den die Überschrift nennt. Im Buch kommt er sonst nicht vor; wer er war, sagt der Text nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-065-orig" n="Ague" resp="#fyndling">Das Wechselfieber, ein in Anfällen wiederkehrendes Fieber; Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 übersetzt „ein zuweilen außbleibendes fieber, das kalte fieber“. Der „fitt“ ist der einzelne Anfall.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-065-orig" n="red poppy flowers" resp="#fyndling">Die Blüten des Klatschmohns (Papaver rhoeas), den englische Pflanzenbücher als „wild red poppy of the cornfields“ führen. Dieselben Blüten stehen in den Surfeit Waters des Buchs.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-065-orig" n="london Treakle" resp="#fyndling">Treacle heißt hier Theriak, nicht Sirup: Ludwig 1706 übersetzt „der theriack“. Theriak war eine aus vielen Stoffen zusammengesetzte Arzneipaste und enthielt Opium. Was der Zusatz „London“ genau bezeichnet, sagt der Text nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-065-orig" n="Gallons" resp="#fyndling">Die Handschrift sagt nicht, welche Gallone sie meint: Die Weingallone fasste rund 3,8 Liter, die Ale-Gallone rund 4,6 Liter.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-065-orig" n="then exercise a fast 4. or 5. hours after" resp="#fyndling" subtype="lexical">Danach 4 oder 5 Stunden fasten: „exercise“ im Sinn von verrichten, halten (Ludwig 1706: „die übung ... verrichtung“), also ein Fasten halten, passend zum „fasting“ davor.<list type="alternatives"><item>Danach 4 oder 5 Stunden Bewegung, dabei fasten<note type="rationale">Ludwig nennt für exercise auch „bewegung“; die Wortstellung „exercise a fast“ bindet das Verb aber an das Fasten.</note></item></list><ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-065-orig" n="halfe a pound of figgs, halfe a pound of raisons of the sunn, well stoned and sliced" resp="#fyndling" subtype="contextual">„well stoned and sliced“ steht nach den Rosinen und gilt für sie; die Feigen werden höchstens geschnitten, entsteint werden sie nicht.<list type="alternatives"><item>Beide Früchte entsteint und geschnitten<note type="rationale">Ohne Satzzeichen kann sich der Nachsatz auf beide beziehen; Feigen haben aber keine Steine. Das Schneiden kann für beide gelten (vgl. lon-078 „figgs sliced“).</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-066-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Frikassee im Sinn der Zeit: zerteiltes Hühnerfleisch, das zuerst in Brühe weich gekocht, dann in der Pfanne gebraten und zuletzt mit Eigelb gebunden wird.

Kochen, dann braten. Die Keulen und Flügel kommen in Stücken, das übrige Fleisch in breiten, dünnen Stücken mit dem Kräuterbündel und der Muskatblüte in kräftige Brühe, bis sie weich sind. Danach geht das Fleisch in die Pfanne. Ein Bratfett nennt die Handschrift nicht, auch nicht, ob Brühe mit in die Pfanne kommt. Möglich ist auch, dass „fry“ hier nur das Erhitzen in der Pfanne meint.

Die Eierbindung. Die Eigelbe werden mit ein wenig Weißwein oder Essig, etwas Zucker und Zitronensaft verschlagen und erst zum fertig gebratenen Fleisch gegeben. Dann wird nur noch geschwenkt. Das Endzeichen gibt die Handschrift selbst: nicht lange weiterbraten, sonst gerinnen die Eier.

Praxis. Als modernen Ausgangspunkt für das fehlende Bratfett kann man Butter nehmen, wie es Digbys Frikassee tut - das ist Digbys Angabe, nicht die dieser Handschrift. Heute nimmt man die Pfanne vor dem Zugeben der Eier am besten vom stärksten Feuer - ein moderner Rat, die Handschrift sagt nur: nicht zu lange braten. Das Gericht wird auf Brotschnittchen angerichtet und mit gehackter Petersilie bestreut.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-066-orig" n="ffrigasy" resp="#fyndling">Fricassee. Die Wörterbücher der Zeit verstehen darunter in der Pfanne gegartes Fleisch: Blount (1656) „any meat fried in a pan“, Ludwig (1706) „in der pfannen geröstes fleisch“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-066-orig" n="large mace" resp="#fyndling">Große Muskatblüte (Macis), also die ganzen Blätter des getrockneten Samenmantels der Muskatnuss, nicht gemahlen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-066-orig" n="Cippits" resp="#fyndling">Sippets: kleine Brotschnitten, auf denen die Speise angerichtet wurde. Ludwig (1706) übersetzt „Sippet“ mit „ein klein schnittgen brod“. Ob sie geröstet sind, sagt diese Stelle nicht.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-066-orig" n="but fry your Chickens" resp="#fyndling" subtype="contextual">Nach dem Weichkochen in Brühe und dem Umsetzen in die Pfanne werden die Hühnerstücke gebraten; „but“ leitet den Arbeitsschritt ein, der vor dem Zugeben der Eier kommt. Fricassee heißt bei Blount (1656) „any meat fried in a pan“. Ein Bratfett nennt der Text nicht, deshalb ist keines ergänzt.<list type="alternatives"><item>Die Stücke werden in der Pfanne nur mit etwas Brühe erhitzt, nicht eigentlich gebraten.<note type="rationale">Möglich, weil kein Fett genannt ist; der Text sagt aber zweimal „fry“.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-067-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Salat im Sinn der Zeit: Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 gibt „Sallet“ als „Salat“. Hier besteht er allein aus der Zitronenschale, das Fruchtfleisch wird herausgenommen und nicht weiter verwendet.

Die Röllchen. Die ausgehöhlten Hälften wässern eine Nacht in kaltem Wasser. Am Morgen wird jede Hälfte in lange, schmale Streifen geschnitten, die für sich aufgewickelt und mit Faden gebunden werden - der Text begründet das selbst: damit sie nicht zerbrechen. Das erste Kochen endet, wenn die Schale „a little tender“ ist, also nur ein wenig weich.

Der Sirup. Essig und Zucker stehen im Verhältnis ein Pint zu einem Pfund und werden gekocht, „till they come to a thicke Sirrope“. Ob die Röllchen darin mitkochen oder erst danach in den Sirup kommen, sagt der Text nicht; dass sie am Ende mit dem Sirup zusammenkommen, legt das Rezept nahe, weil es sonst bei einem Sirup ohne Zitrone endet. Siedender Zuckersirup verursacht schwere Verbrühungen.

Praxis. Heute: unbehandelte Zitronen nehmen, weil die Schale gegessen wird, und Küchengarn als Faden. Wie lange der Salat hält und wozu er gereicht wurde, sagt der Text nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-067-orig" n="limon Sallett" resp="#fyndling">„Sallet“ ist das Wort der Zeit für Salat; Ludwigs Wörterbuch von 1706 übersetzt „Sallet, ein Salat“. Dieser Salat besteht nur aus der gekochten Zitronenschale in Essig-Zucker-Sirup, nicht aus Blättern.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-067-orig" n="meate" resp="#fyndling">„Meat“ heißt hier nicht Fleisch, sondern das Innere: Ludwig 1706 gibt „meat“ als Essen, Speise und nennt „an egg full of meat“ ein volles Ei. Gemeint ist das Fruchtfleisch der Zitrone.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-067-orig" n="then take a pint of Vinigar and a pound of sugar, and boyle them, till they come to a thicke Sirrope" resp="#fyndling" subtype="contextual">Übersetzt wie der Text: Essig und Zucker werden gekocht, bis sie zu einem dicken Sirup werden; ob die Zitronenröllchen dabei mitkochen, bleibt offen. Grammatisch können nur Essig und Zucker „zu einem Sirup werden“.<list type="alternatives"><item>Die Röllchen kochen im Essig-Zucker-Sud mit, bis der Sirup dick ist.<note type="rationale">So nähmen sie den Sirup auf, wie beim Kandieren; „them“ kann die Röllchen einschließen. Der Text sagt es nicht ausdrücklich.</note></item><item>Nur Essig und Zucker werden zu Sirup gekocht, die Röllchen kommen danach hinein oder werden damit übergossen.<note type="rationale">Die Röllchen sind schon weich gekocht; „them … till they come to a thicke Sirrope“ passt wörtlich nur auf Essig und Zucker.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-068-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein großer Hefekuchen, reich an Rahm, Butter und Eigelb, mit Korinthen und Rosinen, gewürzt mit Nelken, Muskatblüte und Muskat und mit Moschus oder Ambra im Rosenwasser parfümiert. Am Ende trägt er eine Zuckerglasur, die im Ofen antrocknet.

Teigführung. Die Butter wird geschmolzen über das Mehl gegossen, die Ale-Hefe vorher durchgeseiht. Nach dem Kneten liegt der Teig eine volle Stunde, damit er geht; erst wenn der Ofen bereit ist, wird der Kuchen geformt. Ob der Zucker zuerst nur mit den Früchten oder alles zuerst grob vermengt wird, lässt der Text offen.

Gewürz nach Preis. Nelken sind nach dem Preis bemessen (für einen Penny), Muskatblüte ebenso viel, Muskat mehr. Ein Gewicht nennt der Text nicht.

Hitze und Glasur. Der Text verlangt mäßige Hitze, einen nicht dicht verschlossenen Ofen, gelegentliches Wenden und weniger als eine Stunde Backzeit. Kurz vor dem Herausnehmen wird die Oberseite mit Rosenwasser und Zucker bestrichen und im Ofen getrocknet, bis sie wie mit Eis überzogen aussieht.

Praxis. Heute (modern): frische Backhefe statt Ale-Hefe, Menge nach Teiggefühl; Moschus und Ambra bleiben weg, das Rosenwasser bleibt. Die Mehlmenge ist ein Raummaß, der Teig soll knetbar sein, und der Text erlaubt ausdrücklich etwas mehr Mehl.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-068-orig" n="musk or Amber-greece" resp="#fyndling">Moschus, ein Drüsensekret des Moschushirschs, und graue Ambra aus dem Pottwal waren kostbare Duftstoffe. Hier werden sie im Rosenwasser aufgelöst und geben dem Kuchen ihren Duft.<ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="gloss" target="#lon-068-orig" n="a penny-worth of Cloves" resp="#fyndling">Die Menge ist nach dem Preis angegeben: Nelken für einen Penny. Ein Gewicht nennt der Text nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-068-orig" n="pottenger" resp="#fyndling">Ein Napf oder Schüsselchen mit Griffen, englisch porringer; Halliwell erklärt das Wort mit Baret 1580 als „a little dish with eares“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-068-orig" n="Queene Elizabeth's fine Cake" resp="#fyndling">Schlussvermerk der Handschrift. Welche Königin Elisabeth gemeint ist, sagt er nicht; naheliegend ist Elisabeth I., belegt ist es nicht. Der Vermerk benennt den Kuchen, er belegt keine Herkunft.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-068-orig" n="halfe a pound of fine sugar, first mingled, then knead all these things" resp="#fyndling" subtype="contextual">Alles wird zuerst vermengt und dann gründlich verknetet; so steht es ohne Festlegung in der Übersetzung.<list type="alternatives"><item>Der Zucker wird zuerst nur mit den Früchten (Korinthen und Rosinen) vermengt.<note type="rationale">„first mingled“ folgt direkt auf den Zucker; der Satzbau erlaubt diesen engeren Bezug, entscheidet ihn aber nicht.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-068-orig" n="shutt not the nouth of it close" resp="#fyndling" subtype="philological">Die Handschrift hat deutlich „mouth“: die Öffnung (der Mund) des Ofens wird nicht dicht verschlossen.<list type="alternatives"><item>„nouth“ als eigenes Wort<note type="rationale">Am Seitenbild steht ein klares m; „nouth“ ergibt keinen Sinn.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-069-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Schmorgericht aus einem Topf: Rindfleisch in vier Stücken, mit Wasser, Möhren, Zwiebeln, ganzen Gewürzen und Kräutern, gesäuert mit Essig, Rheinwein und Verjus. Angerichtet wird auf Brotschnitten, die die Brühe aufnehmen.

Das Fleisch. Rump of beef ist das Hinterteil des Rinds zum Schwanz hin, heute die Hüfte. Wie groß das Stück war, sagt der Text nicht; der „great pipkin“, ein großer irdener Topf, muss alles mit der Flüssigkeit fassen.

Wie lange und wie heiß? Der Text sagt nur „lett it stand a great while softly“: lange und sanft. Eine Garzeit nennt er nicht, ebenso wenig die Wassermenge. Gemeint ist ein langsames Garen bei kleiner Hitze, nicht wallendes Kochen; das Fleisch ist fertig, wenn es weich ist.

Die Brotschnitten. Browne Cippits sind sippets, kleine Brotschnitten. „Browne“ heißt gebräunt; ob über dem Feuer geröstet oder in Fett gebraten, lässt der Text offen.

Praxis. Heute (modern): das Fleisch zugedeckt bei kleiner Hitze schwach sieden lassen, bis es weich ist, und so viel Wasser zugeben, dass die Stücke bedeckt sind. Die Muskatblüte und das Kräuterbund vor dem Anrichten herausnehmen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-069-orig" n="pipkin" resp="#fyndling">Nach Ludwig (1706) „ein kleiner hafen oder irdenes töpffgen, darinn man etwas kochen kan“; hier ein großer („great“).</note>
        <note type="gloss" target="#lon-069-orig" n="browne Cippits" resp="#fyndling">Sippets, nach Ludwig (1706) „ein klein schnittgen brod“: kleine Brotschnitten, hier gebräunt, auf denen das Gericht aufgetragen wird.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-069-orig" n="veriuice" resp="#fyndling">Verjus, der saure Saft unreifer Trauben oder Holzäpfel.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-069-orig" n="Rump of Beefe" resp="#fyndling" subtype="lexical">Hüftstück vom Rind: Ludwig (1706) übersetzt rump mit „rumpff … croupion“, dem Hinterteil zum Schwanz hin; im heutigen Zuschnitt die Hüfte.<list type="alternatives"><item>Schwanzstück<note type="rationale">Das deutsche Schwanzstück ist ein Teil der Keule und deckt sich nicht mit rump; das Wort führt zudem leicht zum Ochsenschwanz.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-069-orig" n="lett it stand a great while softly" resp="#fyndling" subtype="contextual">Lange bei kleiner Hitze schmoren: die Überschrift sagt „To stew“, und rohes Rindfleisch muss garen.<list type="alternatives"><item>Neben der Glut nur ziehen lassen, ohne zu sieden<note type="rationale">„Stand“ kann auch bloßes Stehenlassen meinen; der Text nennt keine Hitze.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-070-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein White-pot: Brotscheiben mit einer gewürzten Eiersahne in der Schüssel gebacken, ein Verwandter des Bread-and-butter pudding. Anders als im ersten White-pot des Buchs (lon-004) wird das Brot hier nicht vorher in der Sahne eingekocht, alles kommt roh in die Schüssel.

Wann kommt die Sahne zum Brot? Die Handschrift sagt nur, das geschnittene Brot komme mit dem Mark in die Schüssel. Dass die Eiersahne darübergegossen wird, steht nicht da, ist aber für die Gattung vorausgesetzt; Digby schreibt es in seinem White-pot (dig-247) aus. Auch das Ausbuttern steht erst nach dem Einlegen und meint wohl die Schüssel, bevor etwas hineinkommt.

Rosinen. Sie fehlen in der Aufzählung und tragen keine Menge; die Handschrift führt sie erst beim Bestreuen mit „the raisons“ ein.

Praxis. Schüssel ausbuttern, die Brotscheiben und das ausgelöste Mark hineinlegen, die Eiersahne darübergießen, Rosinen obenauf und eine Stunde backen. Die Hitze nennt der Text nicht. Rohe Eier und Sahne werden dabei durchgebacken; das Gericht bald essen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-070-orig" n="white-Pott" resp="#fyndling">Ein gebackener Auflauf aus Sahne oder Milch, Brot, Eiern und Zucker. Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 erklärt ihn als Milch mit Brot, Eiern, Zucker und Muskatnuss, in einem irdenen Hafen im Ofen gegart.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-070-orig" n="peny lofe" resp="#fyndling">Ein Brot zum Preis von einem Penny. Ein Gewicht nennt die Handschrift nicht.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-070-orig" n="then put it into a dish, with the marrow of 2 bones" resp="#fyndling" subtype="contextual">„it“ ist das dünn geschnittene Brot, das mit dem Mark in die Schüssel kommt; die Eiersahne wird darübergegossen, auch wenn der Satz es nicht sagt - so verfährt Digbys White-pot (dig-247: „pour the Eggs and Cream into a deep dish laid over with sippets“).<list type="alternatives"><item>„it“ meint die ganze Masse: das Brot kommt zuerst in die Eiersahne, dann alles zusammen mit dem Mark in die Schüssel.<note type="rationale">Grammatisch möglich, weil die Eiersahne unmittelbar vorher steht; im Ergebnis gleich, nur die Reihenfolge ändert sich.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-071-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Sack-Posset aus Eiern, Sahne, Sack und Muskat, der nicht am Feuer, sondern in einer Schüssel im Ofen stockt. Ludwig (1706) beschreibt den Sack-posset als „dicken tranck“ aus Sack, Sahne, Muskatnuss, Zucker und gut geschlagenen Eiern. Zucker nennt dieser Eintrag nicht.

Mischen. Die Eier werden gut geschlagen und durch ein Sieb oder Tuch in die kalte Sahne gegeben; das Seihen hält Eiklumpen zurück. Erst dann kommen Muskat und Sack hinein, und alles wird zusammengerührt. Ein Erhitzen vor dem Ofen nennt der Text nicht.

Die Ofenhitze. Der einzige Maßstab ist der Ofen „noe hotter then for Custards“, also nicht heißer als für eine Eiermilchpastete. Eine Gradzahl, ein Wasserbad oder eine Garprobe nennt der Text nicht; die Masse bleibt zwei Stunden im Ofen. Beim Posset ist eine gestockte, auch flockige Masse gewollt und kein Fehler.

Praxis. Eier gut schlagen, in die Sahne seihen, mit Muskat würzen, den Sack einrühren und die Schüssel in einen Ofen stellen, der nicht heißer ist als für eine Eiermilch. Nach zwei Stunden herausnehmen. Zucker sieht der Text nicht vor.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-071-orig" n="Posset" resp="#fyndling">Ludwig (1706) nennt den Posset „einen gewissen Englischen Milchtranck“ und den Sack-posset „einen dicken tranck“ aus Sack, Sahne, Muskatnuss, Zucker und Eiern. Diese Fassung stockt im Ofen zu einer festeren Masse.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-071-orig" n="Sack" resp="#fyndling">Kräftiger Weißwein aus Spanien oder von den Kanaren, eine Sherry-Art. Über seine Süße sagt die Handschrift nichts.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-071-orig" n="Custards" resp="#fyndling">Ludwig (1706) übersetzt custard mit „eine milchpastete, eine gattung pasteten von eyern und milch zugericht“. Der Ofen für solche Eiermilch-Pasteten ist hier der Maßstab für die Hitze.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-071-orig" n="8 yelks of Eggs, and whites" resp="#fyndling" subtype="contextual">8 ganze Eier, Eigelb samt Eiweiß. Der White-pot unmittelbar davor (lon-070) nennt die Eiweiße mit eigener Zahl („8 yelks of Eggs, the whites of 2“); hier fehlt die Zahl, gemeint sind die Eiweiße derselben Eier.<list type="alternatives"><item>8 Eigelb und eine nicht genannte Zahl Eiweiß<note type="rationale">Wörtlich steht die Zahl nur bei den Eigelben; der Text sagt aber nicht, dass Eiweiß weggelassen wird.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-071-orig" n="lett them stand in 2 hours" resp="#fyndling" subtype="contextual">Die Schüssel bleibt zwei Stunden im Ofen stehen.<list type="alternatives"><item>Die Masse ist innerhalb von zwei Stunden fertig.<note type="rationale">„in“ könnte eine Frist meinen; eine Garprobe nennt der Text nicht, deshalb gilt die volle Zeit.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-072-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Syllabub der einfachen, nicht geschlagenen Art: gesüßter Apfelwein, auf den Sahne gegeben wird, die beim Stehen dick wird und gerinnt.

Gleich viel Sahne. „As much creame“ ist im Satz verkürzt. Die gedruckte Parallele bei Robert May (1660) füllt den Topf zur Hälfte mit Cider und gibt dann ebenso viel Sahne dazu; so ist es auch hier gelesen.

Löffelweise und nur einmal rühren. Die Sahne kommt in kleinen Portionen in den gesüßten Apfelwein, danach wird nur einmal sanft umgerührt. So mischt sich nicht alles zu einer gleichmäßigen Flüssigkeit; Säure und Alkohol des Ciders lassen die Sahne beim Stehen dick werden. Das Gerinnen ist das Ziel, kein Fehler - der Text sagt es selbst.

Praxis. Zucker und ein wenig geriebene Muskatnuss im Apfelwein ganz lösen, dann die Sahne in Löffelportionen zugeben, einmal behutsam umrühren und mindestens zwei Stunden stehen lassen. Heute (modern): Die Sahne ist roh, den Topf bei Wärme kühl stellen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-072-orig" n="Sillibubbe" resp="#fyndling">Syllabub. Ludwig (1706): „ein gewisser Englischer kühlender dicker tranck, der da sonderlich aus milch, und etwas altem biere oder weine, und zucker bestehet“. Der Sillibub-Topf ist das Gefäß, in dem er angesetzt und aufgetragen wird; wie er hier aussah, sagt der Text nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-072-orig" n="Sider" resp="#fyndling">Cider, vergorener Apfelwein, kein Apfelsaft. Ludwig (1706): „Cider, der äpffelwein“.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-072-orig" n="as much creame" resp="#fyndling" subtype="contextual">Ebenso viel Sahne wie Apfelwein. Der Vergleich ist im Satz verkürzt; die fast wortgleiche Fassung bei Robert May, The Accomplisht Cook (1660), füllt den Topf „half full with sider“ und gibt dann „as much thick cream“ dazu - also gleiche Teile.<list type="alternatives"><item>so viel Sahne, wie man möchte<note type="rationale">„as much“ kann auch unbestimmt „reichlich“ heißen; dagegen spricht die Parallele mit dem halb gefüllten Topf.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-073-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein kleines, festes Zuckergebäck: Mehl, ein Viertel davon Zucker, wenig Ei, gebunden nur mit dicker Sahne, ohne Butter. Die Teigrollen werden zu Knoten gelegt, gewürzt wird mit Koriander- und Fenchelsamen.

Das getrocknete Mehl. Das Mehl wird vor dem Abwiegen im Ofen getrocknet. Warum, sagt der Text nicht; das gedruckte The Compleat Cook (London 1658) verlangt für seine Jumbals denselben Schritt („dry it“).

Sahne nach Gefühl. Eine Menge nennt die Handschrift nicht, nur „so viel, dass es feucht wird“. Der Teig muss sich danach noch zu dünnen Rollen ausrollen und knoten lassen, er bleibt also fest.

Die Samen. Ob Koriander und Fenchel ganz oder gestoßen hineinkommen, steht nicht da, ebenso wenig die Menge („a good quantity“).

Praxis. Das Mehl auf einem Blech im warmen Ofen trocknen und abkühlen lassen. Zucker, Eigelb und Eiweiß unterarbeiten, dann die Sahne löffelweise zugeben, bis der Teig gerade zusammenhält. Die Samen heute am besten grob anstoßen (moderne Wahl), damit sie sich in den kleinen Knoten verteilen. Backzeit und Temperatur nennt der Text nicht, nur dass der Ofen nicht zu heiß sein darf; bei kleinen Knoten früh nachsehen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-073-orig" n="Iumballs" resp="#fyndling">Jumbals oder Jumbles: kleines geformtes Zuckergebäck. Das gedruckte The Compleat Cook (London 1658) führt es als „Sugar Cakes or Jumbals“. In der Handschrift wird anlautendes J wie I geschrieben.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-073-orig" n="Corriander fennell seed" resp="#fyndling" subtype="contextual">Koriander- und Fenchelsamen in guter Menge, ohne Angabe, ob ganz oder gestoßen; die Übersetzung lässt das offen, die Praxis empfiehlt heute grob angestoßene Samen.<list type="alternatives"><item>ganze Samen<note type="rationale">Möglich, weil der Text kein Stoßen nennt; die Samen bleiben dann als Körner im Gebäck sichtbar.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-074-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Hustensirup der Hausapotheke: Saft aus sechs frischen Kräutern, mit Honig eingekocht und löffelweise eingenommen. Die Überschrift nennt den Zweck, einen Husten der Lunge; das ist der Anspruch der Handschrift, keine belegte Wirkung.

Die Kräuter. Betonie, Skabiose, Odermennig, Huflattich und Gundermann sind sicher zu bestimmen. Das fünfte Kraut, „Senecle“, ist als Sanikel gelesen, nicht als Greiskraut (siehe die Lesarten). Vom Gundermann nimmt die Handschrift weniger, wegen seines starken Geschmacks.

Saft und Honig. Die Saftmenge nennt der Text zuerst als Hohlmaß, ein Pint oder ein Quart nach Belieben. Der Saft wird beim ersten Aufkochen abgeschäumt, „damit er klar wird“, und dann nach Gewicht mit dem Honig verbunden: ein Viertel mehr Saft als Honig. Woran man erkennt, dass der Sirup fertig ist, sagt der Text nicht.

Einordnung. Ein Hustensirup der Hausapotheke, den die Handschrift einer Gewährsperson D. R. zuschreibt: überliefert als Zeugnis, wie man in der Frühen Neuzeit Brustleiden mit Kräutersäften und Honig zu behandeln suchte, nicht als Mittel für heute. Huflattich enthält Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen; beim Einkochen siedet der Honigsirup.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-074-orig" n="D. R." resp="#fyndling">Initialen einer Gewährsperson in der Überschrift. Wer gemeint ist, lässt sich aus dem Buch nicht sagen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-074-orig" n="alehoofe" resp="#fyndling">Gundermann (Glechoma hederacea). Der englische Name hängt nach Britten und Holland (1886) damit zusammen, dass man das Kraut ins Ale gab, um es zu klären.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-074-orig" n="Senecle" resp="#fyndling" subtype="lexical">Sanikel (Sanicula europaea): Cotgrave (1611) führt „Senicle“ als Nebenform von „Sanicle“, Ludwig (1706) übersetzt „Sanicle“ mit Sanickel; Skabiose und Sanikel stehen auch bei Paré nebeneinander.<list type="alternatives"><item>Greiskraut (Senecio)<note type="rationale">Nur der Klang spricht dafür; Senecio heißt englisch groundsel, ein Beleg für „senecle“ in diesem Sinn fehlt.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-074-orig" n="tub a like quantity" resp="#fyndling" subtype="philological">„but a like quantity“, also „aber eine gleiche Menge“: Die Hand schreibt t und b fast gleich, und dieselbe Wortform steht auf der Gegenseite zweimal für „but“.<list type="alternatives"><item>„take a like quantity“<note type="rationale">Gibt denselben Sinn, passt aber nicht zum Schriftbild.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-074-orig" n="except ales foote" resp="#fyndling" subtype="contextual">Gemeint ist der Gundermann (alehoofe): Der folgende Satz begründet die kleinere Menge mit dem starken Geschmack, und „ales foote“ ist eine Verschreibung des zuletzt genannten Krauts.<list type="alternatives"><item>Huflattich (Colesfoot)<note type="rationale">Das „foote“ erinnert an Colesfoot, doch der Huflattich ist für einen starken Geschmack nicht bekannt und steht weiter vorn in der Reihe.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-075-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine gekochte Rosenkonserve: Knospen der Damaszener-Rose werden zugedeckt in Wasser weich gekocht und dann offen mit Zucker in zwei Gaben zur Konserve eingekocht. Die rohe, im Mörser gestoßene Konserve desselben Buchs steht als lon-003. Der Schluss ist eine Gebrauchsangabe: ein Löffel voll früh am Morgen, mehr je nach gewünschter Wirkung, danach im warmen Haus bleiben.

Die Knospen. Die Nägel, der weiße Ansatz der Blütenblätter, bleiben ausdrücklich dran; lon-003 und lon-049 desselben Buchs schneiden ihn ab, ebenso Digbys Rosenkonserve nach Doctor Glisson (dig-330). Herausgeschüttelt wird die gelbe Mitte der Blüte, die Gerards Herball (1633) „the yellow chiues, or seeds“ nennt. Die äußeren Blätter werden abgezupft; ob damit die grünen Kelchblätter oder die äußersten Blütenblätter gemeint sind, sagt der Text nicht. Gemessen wird nach Volumen, ein halber Peck Knospen.

Kochen und Zucker. Zuerst wird gut zugedeckt gekocht, bis die Knospen weich sind. Dann kommt der Zucker in zwei Gaben dazu, und von da an bleibt der Topf offen. Von der ersten Zuckergabe bis zur fertigen Konserve rechnet der Text eine Stunde und warnt, nach der letzten Gabe nicht zu lange zu kochen. Woran man das Ende erkennt, sagt er nicht. Die Zuckermenge, das Doppelte und die Hälfte, bezieht sich auf das Gewicht der Rosen; ob roh oder gekocht gewogen wird, bleibt offen.

Die Einnahme. Ludwig (1706) gibt to work mit „wuͤrcken, operiren“ wieder, und Gerards Herball (1633) schreibt der Damaszener-Rose eine lösende Wirkung zu. Die Schlusszeilen lesen sich deshalb als Gebrauch eines milden Abführmittels. Das ist der Anspruch der Handschrift und ihrer Zeit, keine Empfehlung.

Praxis. Nur frische, ungespritzte Damaszener-Rosen zur Blütezeit nehmen. Die Knospen zusammendrücken, knapp mit Wasser bedecken und zugedeckt weich kochen. Dann den Zucker in zwei Gaben hineingeben und offen einkochen; der Text rechnet dafür eine Stunde. Wer nach dem Weichkochen abtropfen lässt und wiegt, hat ein festes Maß für den Zucker; das ist eine heutige Wahl. Siedender Zucker verursacht schwere Verbrennungen. Die Konserve ist heute eine Süßigkeit; die Einnahme als Abführmittel bleibt ein historisches Dokument.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-075-orig" n="Nailes" resp="#fyndling">Die Nägel sind der weiße Ansatz am Grund der Rosenblütenblätter. Gerards Herball (1633) nennt sie „the nailes or white ends of the leaues“, lateinisch Vngues. Die rohe Rosenkonserve (lon-003) und der Rosenhonig (lon-049) desselben Buchs schneiden ihn ab, hier bleibt er ausdrücklich dran.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-075-orig" n="seeds" resp="#fyndling">Gemeint ist die gelbe Mitte der Blüte, nicht Samen im heutigen Sinn: Gerards Herball (1633) nennt sie „the yellow chiues, or seeds and typs“. Ebenso der Rosensirup lon-031 desselben Buchs.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-075-orig" n="Conserve" resp="#fyndling">Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch (1706) gibt conserve mit „eine conſerve, latwerge“ wieder. Gerards Herball (1633) kennt die rohe, gestoßene Rosenkonserve und die gekochte; diese hier ist die gekochte, lon-003 die rohe.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-075-orig" n="worke" resp="#fyndling">Ludwig (1706) gibt to work unter anderem mit „wuͤrcken, operiren, einen effect oder eine wuͤrckung haben“ wieder. Gerards Herball (1633) schreibt dem Saft der Damaszener-Rose eine lösende Wirkung zu, er „doth moue to the stoole“. Der Schluss des Eintrags ist in diesem Sinn die Gebrauchsangabe eines Abführmittels: Anspruch der Handschrift, keine Empfehlung.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-075-orig" n="double the weight, and halfe of fine sugar" resp="#fyndling" subtype="contextual">Zucker im Zweieinhalbfachen des Gewichts der Rosen: das Doppelte und noch die Hälfte. Der Satz nennt kein anderes Bezugsgewicht als die Rosen.<list type="alternatives"><item>Gewogen wird erst die weich gekochte Masse, mit oder ohne Kochwasser.<note type="rationale">Die Knospen werden vorher nur nach Volumen gemessen (ein halber Peck), und der Zuckersatz folgt direkt auf das Weichkochen. Ob vor oder nach dem Kochen und ob mit dem Wasser gewogen wird, sagt der Text nicht.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-076-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ganze Himbeeren, eingemacht in einem Sirup, der aus dem Saft derselben Frucht und Zucker gekocht wird. Ein erster Teil der Beeren liefert nur den Saft, die zweiten, großen Beeren bleiben ganz.

Saft und Sirup. Die Beeren werden nur kurz gekocht, bis der Saft austritt, und durch grobes Leinen geseiht. Der Saft kocht mit dem gestoßenen Zucker auf lebhaftem Feuer; der Schaum wird abgeschöpft, bis die Flüssigkeit zu einem dicken Sirup wird. Eine Probe nennt die Handschrift nicht, sie urteilt nach Augenmaß.

Die Beeren. Vom Feuer genommen und noch einmal abgeschäumt, nimmt der Sirup die großen Beeren auf; sie stehen darin, bis sie warm sind. Erst dann gehen sie zurück aufs Feuer, zuerst sanft, zuletzt kurz auf lebhaftem Feuer. Das Endzeichen ist „till they bee enough“, die Warnung dazu: Zu langes Kochen macht die Beeren hart.

Praxis. Himbeeren gibt es nur in ihrer Saison im Sommer. Siedender Zuckersirup verbrüht schwer; der Topf braucht festen Stand und ein Feuer, das sich vom lebhaften zum sanften Kochen zurücknehmen lässt. Wer heute eine Probe für den dicken Sirup will: Ein Tropfen auf einem kalten Teller soll stehen bleiben und nicht zerlaufen. Das ist eine moderne Hilfe, keine Angabe der Handschrift.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-076-orig" n="Raspas" resp="#fyndling">Schreibung für raspis, die Himbeere: Ludwig (1706) führt „Raspis, raspis-berry“ unter „Rasberry“ und übersetzt „himbeer“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-076-orig" n="lofe sugar" resp="#fyndling">Loaf sugar, Hutzucker: raffinierter Zucker in fester Kegelform, der vor dem Gebrauch zerschlagen und gestoßen wurde; hier „well beaten“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-076-orig" n="Skillet" resp="#fyndling">Nach Ludwig (1706) „eine kleine muß- oder breypfanne“, ein kleines Kochgefäß.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-076-orig" n="Canvas" resp="#fyndling">Nach Ludwig (1706) „grobe ungebleichte packleinwand“, hier als Seihtuch.</note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-077-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Klistier, also ein Einlauf in den Darm, gegen Bauchgrimmen: „griping“ übersetzt Ludwig (1706) in „the griping of the guts“ mit „das bauchgrimmen, bauchwehe“. Grundlage ist eine Abkochung aus einem Stück fettem Schweinefleisch, Kamillenblüten, Süßholz und zerstoßenen Anissamen; ein Teil dieser Brühe wird mit grobem Zucker und zwei Eidottern vermischt. Eine Kochdauer nennt die Handschrift nicht, nur „boyle them well“.

Die Menge der Brühe. Unsere Vorlage liest „about 4 a wine pint“. In der Handschrift endet die Zeile mit „take about“, am äußeren Papierrand folgt ein dunkler Fleck, und die nächste Zeile beginnt mit „a wine pint“. Eine Ziffer ist dort nicht zu sehen; die deutliche „4“ steht erst eine Zeile tiefer vor den Löffeln Zucker. Ob „about a wine pint“ gemeint ist oder unter dem Fleck ein Bruchzeichen steht, bleibt offen.

Einordnung. Das Rezept zeigt, wie eine Hausapotheke des 17. Jahrhunderts Küchenzutaten - Schweinefleisch, Eidotter, Zucker - mit Kamille, Süßholz und Anis zu einem Klistier verband; es steht hier als Zeugnis dieser Praxis, nicht als Anleitung. Dass es gegen Bauchgrimmen hilft, ist der Anspruch der Überschrift. Einen Giftstoff nennt der Text nicht; ein Klistier ist aber ein Eingriff am Körper.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-077-orig" n="glyster" resp="#fyndling">Klistier, ein Einlauf in den Darm. Phillips (1658): „Glyster, see Clyster“; Ludwig (1706): „Glister, ein clistier“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-077-orig" n="griping" resp="#fyndling">Bauchgrimmen: Ludwig (1706) übersetzt „The griping of the guts“ mit „das bauchgrimmen, bauchwehe“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-077-orig" n="Course sugar" resp="#fyndling">Grober Zucker („course“ = coarse). Kenelm Digby (1669) nennt in einer Anweisung zur Hühnermast einen „Clyster Sugar“ und setzt in der Variante daneben „course Sugar“.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-077-orig" n="about 4 a wine pint" resp="#fyndling" subtype="philological" cert="unknown">Wörtlich als „etwa 4 a“ Pint nach Weinmaß übernommen, ohne Literwert für die Gesamtmenge. In der Handschrift (S. 53) endet die Zeile mit „take about“, am Papierrand folgt ein dunkler Fleck, die nächste Zeile beginnt „a wine pint“; eine Ziffer ist nicht zu sehen.<list type="alternatives"><item>„about a wine pint“: etwa 0,5 l (ein Pint nach Weinmaß)<note type="rationale">Was die Handschrift sichtbar zeigt; die „4“ wäre aus „about 4 sponefulls“ der nächsten Zeile versprengt. Nicht übernommen, weil der Fleck am Rand eine Ziffer verdecken könnte.</note></item><item>„about ¼ a wine pint“: ein Viertel Pint nach Weinmaß<note type="rationale">Möglich, wenn unter dem Fleck ein Bruchzeichen steht; sichtbar ist keines.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-078-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Surfeit Water, nach seinem Namen ein Mittel der Hausapotheke gegen den verdorbenen Magen: Mohn wird in Aniswasser ausgezogen, danach ziehen süße Früchte, Süßholz und angestoßene Samen in derselben Flüssigkeit. Der Eintrag nennt keinen Gebrauch und keine Menge zum Einnehmen, nur die Überschrift gibt den Zweck an.

Zwei Auszüge. Der Mohn liegt drei Tage in der Flüssigkeit und wird dann abgeseiht; erst danach kommen Rosinen, Feigen, Süßholz, Anis und Fenchel für weitere drei oder vier Tage hinein. Wärme, Gefäß und Verschluss nennt der Eintrag nicht, gegoren oder destilliert wird nicht.

Welcher Mohn? Der Eintrag sagt nur „Popyes“. Ludwigs Wörterbuch von 1706 beschreibt das Surfeit-water als Wasser von rotem Mohn, und das Mohnmittel des Mr Triplett in Teil 1 (lon-065) nimmt dieselbe Menge ausdrücklich als rote Mohnblüten. Klatschmohn ist kein Opiummohn; wäre Schlafmohn gemeint, wäre es ein Opiummittel. Die Lesung bleibt eine begründete Deutung.

Aniswasser. Ob ein gebranntes Aniswasser oder ein einfacher Auszug gemeint ist, bleibt offen; die zweite Fassung (lon-116) setzt dafür „Anniseed water or Brandy“.

Einordnung. Ein Surfeit Water der Hausapotheke des 17. Jahrhunderts: es dokumentiert, womit man damals den verdorbenen Magen behandeln wollte, und ist keine Anleitung zum Nachmachen. Die Wirkung ist der Anspruch der Handschrift und ihrer Zeit.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-078-orig" n="surfeit water" resp="#fyndling">Surfeit ist das Überessen als Krankheit, der verdorbene Magen nach einem Übermaß. Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 erklärt Surfeit-water als „ein distillirtes wasser von rothem mohn, kornrosen, und andern kräutern, so vor den verderbten magen gut sind“. Das ist der Anspruch der Zeit; dieser Eintrag destilliert nicht, sondern lässt ziehen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-078-orig" n="bushell" resp="#fyndling">Englisches Trockenmaß zu vier Peck, rund 36 Liter; der halbe Bushel ist also eine Raummenge, keine Gewichtsangabe. Ludwig 1706 gibt das Wort mit „Scheffel“ wieder.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-078-orig" n="Popyes" resp="#fyndling" subtype="lexical">Mohn, wohl Klatschmohnblüten: Ludwig 1706 nennt das Surfeit-water ein Wasser „von rothem mohn, kornrosen“, und Mr Tripletts Mittel in diesem Buch (lon-065) setzt dieselbe Menge, einen halben Scheffel, ausdrücklich als „red poppy flowers“ an. Der Eintrag selbst nennt weder Farbe noch Pflanzenteil.<list type="alternatives"><item>Schlafmohn (Mohnköpfe)<note type="rationale">„Poppy“ ist der Gattungsname (Britten); Schlafmohn war die Opiumpflanze der Zeit (Phillips 1658: Opium, „the juyce of black Poppy, which is used to cause sleep“). Für ein Surfeit Water sprechen Ludwig und lon-065 gegen diese Lesart.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-078-orig" n="anniseed water" resp="#fyndling" subtype="contextual">Aniswasser als gegebene Grundflüssigkeit, wörtlich übersetzt; wie es hergestellt war, sagt der Eintrag nicht.<list type="alternatives"><item>gebranntes Aniswasser (Anisbranntwein)<note type="rationale">Die zweite Fassung lon-116 schreibt „Anniseed water or Brandy“ und stellt es damit neben Branntwein; lon-065 und lon-112 ziehen den Mohn in Branntwein aus. Ein Hinweis, kein Beleg.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-079-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine Salbe aus Harzen, Wachs und Hirschtalg, die zum Schluss aus dem Wein genommen und zusammengerollt wird. Die Handschrift nennt für die Grundfassung keinen Zweck; erst der Zusatz mit Myrrhe gilt einer Fistel, und der Wein, in dem die Masse abkühlt, soll zum Auswaschen von Wunden und Geschwüren dienen.

Die Reihenfolge. Zuerst zergehen Talg und Wachs, dann kommen die Harze einzeln dazu: Harz, Perrosen, Weihrauch, Mastix. Endzeichen sind „till they be well melted“ und das Verbot „by noe meanes to boile“. Danach läuft die Masse durch grobes Leinen in kochend heißen Weißwein und wird gerührt, bis sie blutwarm ist; erst dann kommen Terpentin und Kampfer hinein. Ob beides noch im warmen Wein oder erst beim Abkühlen eingerührt wird, lässt der Satzbau ohne Satzzeichen offen.

Perrosen. Das Wort steht zweimal deutlich in der Handschrift, ist aber in keinem der englischen Wörterbücher der Zeit verzeichnet. Die Paarung „rosen and perrosen“ und die Schmelzfolge sprechen für eine zweite Harzsorte; welche, bleibt offen.

Einordnung. Die Salbe gehört zur Wundversorgung einer Hausapotheke des 17. Jahrhunderts und wird hier als historisches Dokument wiedergegeben, nicht als Anleitung. Sachlich zu den Stoffen und Arbeitsschritten: Fett und Harz werden am offenen Feuer geschmolzen und sind brennbar, der Wein ist kochend heiß; Kampfer ist bei Verschlucken giftig, Terpentin reizt Haut und Schleimhäute.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-079-orig" n="rosen" resp="#fyndling">Nicht die Blume, sondern Harz: Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 gibt „Rosin, das hartz; colophonium“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-079-orig" n="virgins wax" resp="#fyndling">Jungfernwachs: nach Charles Butlers Bienenbuch von 1623 das Wachs der Waben, die im ersten Jahr genommen und ausgelassen werden; das übrige heißt dort gewöhnliches Wachs.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-079-orig" n="turpentine" resp="#fyndling">Terpentin meint hier den zähflüssigen Harzbalsam von Nadelbäumen (Ludwig 1706: „der terpentin“), nicht das daraus destillierte Terpentinöl.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-079-orig" n="fistula" resp="#fyndling">Fistel: Ludwig 1706 erklärt „eine fistel, ein geschwüre mit einem tieffen loche“.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-079-orig" n="perrosen" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Eine zweite Harzsorte, im Deutschen als „Perrosen“ stehen gelassen. Die Paarung mit „rosen“ (Harz) und die Schmelzfolge mit Weihrauch und Mastix tragen das; das Wort selbst steht in keinem der geprüften Wörterbücher (Ludwig, Blount, Phillips, Halliwell, Britten, Cotgrave, Florio).<list type="alternatives"><item>Pech oder Burgunderpech<note type="rationale">Ein gröberes Harz neben dem Kolophonium wäre sachlich möglich, ist aber nicht belegt.</note></item><item>eine Blüte (Rosen, Klapperrosen)<note type="rationale">Nur Namensnachbar; eine Blüte schmilzt nicht und passt nicht in die Harzfolge.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-079-orig" n="when tis cold to handle" resp="#fyndling" subtype="contextual">Terpentin und Kampfer werden im blutwarmen Wein eingerührt; erst wenn die Masse kalt genug zum Anfassen ist, wird sie herausgenommen und gerollt.<list type="alternatives"><item>Terpentin und Kampfer werden erst eingerührt, wenn die Masse anfassbar kalt ist<note type="rationale">Ohne Satzzeichen möglich; die Folge „stirr them well in“ vor „take it out of the wine“ spricht für die gewählte Lesart.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-079-orig" n="a wound of sore" resp="#fyndling" subtype="philological">„a wound or sore“ = eine Wunde oder ein Geschwür. Die Handschrift hat an dieser Stelle „or“, mit derselben r-Form wie in „or dip Cloaths“ auf derselben Seite; „of“ ist eine Verlesung.<list type="alternatives"><item>„a wound of sore“ = eine Wunde von einem Geschwür<note type="rationale">Folgt der fehlerhaften Lesung „of“, die die Handschrift nicht stützt.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-080-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine gekochte Bleipflastermasse: Mennige und Bleiweiß werden fein zerstoßen und mit Salatöl, Kastilienseife und Bienenwachs in einer tiefen, bleiglasierten Tonschüssel über schwachem Feuer unter ständigem Rühren geschmolzen und dann schwach gesiedet, bis die Masse die Farbe von Öl hat. Die Endprobe nennt die Handschrift selbst: Die Masse ist fertig, wenn sie weder an den Fingern noch am Brett kleben bleibt. Danach wird sie zu Rollen geformt, oder Tücher werden hineingetaucht. Einen Zweck oder eine Krankheit nennt der Eintrag nicht.

Das learch-Tuch. Die Hand schreibt in der Überschrift „Learch Cloath“ mit demselben L wie in „Lead“. Ein Wort learch belegt kein Wörterbuch; naheliegend ist der searcloth oder cerecloth, das Pflastertuch, das Holme 1688 als durch Pflastermasse gezogenes Leinen beschreibt. Diese Deutung bleibt offen.

Einordnung. Der Eintrag ist ein Nachtrag einer späteren Hand des 17. Jahrhunderts und zeigt, wie ein Haushalt eine Pflastermasse für Pflastertücher selbst kochte; er ist als historisches Dokument wiedergegeben, nicht als Anleitung. Mennige und Bleiweiß sind Bleiverbindungen und giftig, schon das feine Zerstoßen erzeugt giftigen Staub. Die Masse aus Öl, Seife und Wachs wird über dem Feuer siedend heiß.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-080-orig" n="red lead / white" resp="#fyndling">Mennige und Bleiweiß, zwei Bleiverbindungen (Ludwig 1706: „Minium, mennige“; „White lead, bleyweiß“). Das zweite „lead“ spart die Hand ein. Phillips 1658 nennt Bleiweiß als Stoff, den die Wundärzte für Salben brauchen. Beide sind giftig.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-080-orig" n="wellleaded" resp="#fyndling">Gut bleiglasiert: Ludwig 1706 gibt „to lead“ mit „mit bley überziehen“ wieder. Gemeint ist die innen glasierte Tonschüssel, in der die Masse schmilzt.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-080-orig" n="sallet oyle" resp="#fyndling">Salatöl; Ludwig 1706 setzt Sallet-oil mit Baumöl, also Olivenöl, gleich (wie in lon-053).</note>
        <note type="gloss" target="#lon-080-orig" n="cassell soap" resp="#fyndling">Kastilienseife, die harte Olivenölseife aus Spanien; Woolley schreibt 1670 „Castile Sope“.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-080-orig" n="learch Cloath" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Pflastertuch (englisch searcloth, cerecloth): Holme 1688 erklärt den Sear-cloth als Leinentuch, das durch eine dicke Salbe oder Pflastermasse gezogen wird, und genau das sieht das Rezept mit „dip Cloaths in“ vor. Die Hand schreibt das Wort aber deutlich mit L, nicht mit S.<list type="alternatives"><item>Ein anderes Wort oder eine Tuchsorte, die die Hand „learch“ nennt.<note type="rationale">Kein Wörterbuch belegt „learch“; die Pflastertuch-Deutung trägt nur über den Zusammenhang und den Anklang an „sear“.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-081-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Trank gegen Schwindel im Kopf, nachgetragen von einer späteren Hand des 17. Jahrhunderts: Benediktenkraut wird in Weißwein ausgezogen, der Sud mit einem tierischen Stein (Bezoar) und mit Schwefelblüte versetzt und zur Nacht oder bei Bedarf getrunken.

Ziehen und Einkochen. To infuse heißt in den Wörterbüchern der Zeit, Kräuter oder Wurzeln in einer Flüssigkeit stehen zu lassen, bis ihre Kraft hineingegangen ist (Phillips 1658). Hier verlangt der Text zugleich, dass die Hälfte des Weins verschwindet, das Kraut zieht also auf sanftem Feuer, bis der Wein auf die Hälfte eingekocht ist. Eine Zeit nennt der Text nicht.

Die Pulver. Bezoar ist ein Stein aus dem Magen von Tieren, den Phillips 1658 als kostbaren Stein aus dem Magen der Ziege beschreibt und Gerard 1633 als Gegengift nennt. Schwefelblüte ist fein aufgefangener Schwefel. Die Menge des Schwefels misst die Hand nach der Münze, wie das Pulver für einen schwachen Rücken im ersten Teil des Buchs.

Einordnung. Ein Hausmittel gegen Schwindel, das Kräuterwein mit einem teuren Gegengift-Stein und Schwefel verbindet; es zeigt, womit ein Haushalt des 17. Jahrhunderts Kopfleiden zu begegnen suchte, und ist keine Anleitung. Schwefelblüte ist elementarer Schwefel und kein Lebensmittel, Bezoar ist kein heutiger Arzneistoff. Der Eintrag wird hier als historisches Dokument übersetzt, nicht zum Nachmachen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-081-orig" n="Cardious Benidictus" resp="#fyndling">Carduus benedictus, das Benediktenkraut (Cnicus benedictus), eine distelartige Arzneipflanze; Phillips 1658 nennt es „Blessed Thistle“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-081-orig" n="bezar" resp="#fyndling">Bezoar, bei Ludwig 1706 „Bezoarstein“, bei Phillips 1658 ein kostbarer Stein aus dem Magen der Ziege. Gerard 1633 spricht vom Bezoar als Gegengift. Welche Art die Hand meint, sagt der Text nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-081-orig" n="flower of brimstone" resp="#fyndling">Schwefelblüte, feiner, beim Erhitzen aufgefangener Schwefel (brimstone ist bei Ludwig 1706 „der Schwefel“). Ein Arzneistoff der Zeit, kein Lebensmittel.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-081-orig" n="sixpence" resp="#fyndling">Englische Silbermünze. Als Maß gilt die Menge Pulver, die auf ihr liegen bleibt; dieselbe Angabe steht im Pulver für einen schwachen Rücken.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-081-orig" n="infuse till halfe be consumed" resp="#fyndling" subtype="contextual">Ziehen lassen auf sanftem Feuer, bis der Wein auf die Hälfte eingekocht ist: infuse meint das Ausziehen der Kraft (Phillips 1658, Blount 1656), till halfe be consumed verlangt Erhitzen, bis die Hälfte verdampft.<list type="alternatives"><item>Nur warm ziehen lassen, ohne einzukochen<note type="rationale">Das entspräche infuse allein, lässt aber till halfe be consumed unerklärt.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-082-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Seed Cake ohne Eier und ohne Zucker im Teig: ein fester Hefeteig aus Mehl, Butter, Sahne und Bierhefe, dessen Kümmelwürze und Süße allein aus dem eingestreuten Konfekt kommen.

Der Teig. Die Butter wird ins Mehl gebröselt, bevor Hefe und Sahne dazukommen. Blutwarm heißt körperwarm. Die Sahnemenge richtet sich allein nach dem Endzeichen „a stife past“, einem festen Teig. Der Teig liegt eine Stunde, so lange, wie der Ofen zum Heizen braucht: Ruhen und Heizen laufen nebeneinander.

Das Konfekt. Nach dem Ruhen wird der Teig in Stücke gezupft und das Konfekt eingestreut. Wie die Stücke wieder zu einem Kuchen werden, sagt die Handschrift nicht. Ein gedruckter Paralleltext mit fast gleichem Teig (Hannah Woolley, The Queen-like Closet, 1670) sagt an dieser Stelle „knead into it“: Dort wird das Konfekt eingeknetet und der Kuchen danach geformt. Kümmelkonfekt sind Kümmelsamen im Zuckermantel. Was „biskett Comfitts“ genau waren, bleibt offen; John Florio übersetzt 1611 das italienische „Biscottelli“ mit „little bisket comfits“, also kleine Biskuits als Konfekt. Ein Teil des Konfekts wird zurückbehalten und beim Einschieben obenauf gestreut.

Backen. „A good quicke heat“ meint einen lebhaft brennenden, gut geheizten Ofen; Ludwig (1706) gibt für „quick“ unter anderem „das geschwind oder wohl brennet“. Backzeit, Form und Größe des Kuchens nennt der Text nicht.

Praxis. Heute geht der Teig mit frischer Hefe statt flüssiger Bierhefe, in der blutwarmen Sahne angerührt (modern). Am einfachsten knetet man das Konfekt in die Teigstücke ein und formt wieder einen Laib, wie es der Paralleltext tut. Die Menge lässt sich teilen. Ob der Kuchen durch ist, zeigt nach heutiger Gewohnheit die Stäbchenprobe (modern). Wer kein Kümmelkonfekt bekommt, nimmt ganze Kümmelsamen mit etwas Hagelzucker; der Zuckermantel fehlt dann.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-082-orig" n="seed Cake" resp="#fyndling">Englisch für einen Kuchen, dessen Würze von Samen kommt, meist Kümmel; daher Kümmelkuchen. Hier kommt der Kümmel als Konfekt in den Teig.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-082-orig" n="Carriway Comfitts" resp="#fyndling">Kümmelkonfekt: Kümmelsamen, die mit Zucker überzogen wurden.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-082-orig" n="quicke heat" resp="#fyndling">Ludwig (1706) gibt für „quick“ unter anderem „das geschwind oder wohl brennet“: ein lebhaft brennender, gut geheizter Ofen.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-082-orig" n="biskett Comfitts" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Biskuitkonfekt, kleine Biskuits als Konfekt: Florio (1611) übersetzt „Biscottelli“ mit „little bisket comfits“; „Bisket“ ist im Buch sonst Biskuit (lon-018, lon-034, lon-035). Die genaue Ware bleibt offen.<list type="alternatives"><item>Zuckerdragee wie das Kümmelkonfekt<note type="rationale">„Comfits“ sind sonst überzogene Samen; dass „bisket“ eine Sorte Dragee bezeichnet, ist aber nicht belegt.</note></item><item>zerbrochene harte Biskuits<note type="rationale">Ludwig (1706): „Bisket, zweymahl gebacken brod“; der Zusatz „Comfitts“ spricht eher für eine eigene Konfektware.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-082-orig" n="pull it in peeces, and strowe in" resp="#fyndling" subtype="contextual">Der Teig wird in Stücke gezupft und das Konfekt eingestreut; wie er wieder zusammenkommt, sagt der Text nicht, die Übersetzung ergänzt es nicht.<list type="alternatives"><item>Konfekt einkneten und den Kuchen neu formen<note type="rationale">Woolley (1670) sagt beim fast gleichen Teig „knead into it“; wahrscheinlich gemeint, steht aber nicht in dieser Handschrift.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-083-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine Salbenmasse aus Hirschtalg, Wachs und Kolophonium mit einem Kräuterauszug in Wein, die in Rollen erstarrt und zum Gebrauch als Pflaster auf Leder gestrichen wird. Die Überschrift nennt nur den Zweck, die Milz; Ludwigs Wörterbuch von 1706 übersetzt spleen mit Milz, Milzwehe und Milzsucht.

Die Kräuter. millilet ist Steinklee: Ludwig führt Melilot als Honigklee und Steinklee, Cotgrave 1611 nennt ihn Plaister Clauer, Pflasterklee. Die Kräuter werden klein geschnitten in Wein angesetzt, in die geschmolzene Masse gerührt, ziehen sieben Tage im kühlen Keller und werden nach dem zweiten Kochen mit dem Leinentuch wieder abgeseiht.

Einordnung. Ein Salbenpflaster aus der Hausapotheke eines englischen Haushalts des 17. Jahrhunderts, das zeigt, wie man Milzbeschwerden von außen über die Körperseite zu behandeln suchte. Es ist ein historisches Dokument, keine Anleitung. Der bleiglasierte Topf gibt Blei an heiße und saure Füllungen ab, hier Fett und Wein; Blei ist giftig. Harz, Wachs und Fett werden heiß geschmolzen und gekocht und können schwere Verbrennungen verursachen und Feuer fangen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-083-orig" n="spleene salve" resp="#fyndling">Milzsalbe. Ludwig (1706) übersetzt spleen mit „die milt; das miltzwehe, die miltzsucht“ - gemeint ist ein Mittel für Milzleiden. Gebraucht wird es als Pflaster auf Leder, aufgelegt auf die Körperseite.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-083-orig" n="Vitgins wax" resp="#fyndling">Jungfernwachs (virgins wax), frisches, ungebleichtes Bienenwachs. In der Handschrift steht „Virgins“; dieselbe Zutat nennt die gelbe Salbe zwei Einträge davor.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-083-orig" n="rosen" resp="#fyndling">Harz, nicht Rosen: Ludwig (1706) übersetzt rosin mit „das hartz; colophonium“. Es wird mit Wachs und Talg geschmolzen; die gelbe Salbe zwei Einträge davor schreibt es ebenso.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-083-orig" n="Deere suet" resp="#fyndling">Hirschtalg, das harte Nierenfett des Hirschs.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-083-orig" n="earthen pot well leaded" resp="#fyndling">Ein Tontopf mit innerer Bleiglasur, wie sie damals üblich war. Bleiglasur gibt Blei an heiße und saure Füllungen ab, hier Fett und Wein; Blei ist giftig.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-083-orig" n="millilet" resp="#fyndling" subtype="lexical">Steinklee (melilot). Die Handschrift schreibt eher „millilot“; Ludwig (1706) gibt Melilot als „honigklee, steinklee“, Cotgrave (1611) nennt ihn Plaister Clauer, also ein gängiges Pflasterkraut.<list type="alternatives"><item>Schafgarbe (milfoil, millefolium)<note type="rationale">Klingt entfernt ähnlich, aber die Schreibung „millilot“ und der Gebrauch als Pflasterkraut sprechen für Steinklee; ein Wörterbuchbeleg für millilot als Schafgarbe fehlt.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-084-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Trank gegen die Pest, wie die Überschrift sagt: Raute und Salbei werden in Muskateller eingekocht, bis ein Drittel verkocht ist, die Kräuter ausgedrückt, gepulverter langer Pfeffer, Ingwer und Muskatnuss kurz mitgekocht, und nach dem Feuer kommen Mithridat, Theriak und Angelikawasser hinein. Eingenommen wird löffelweise und lauwarm, bei Ansteckung morgens und abends, sonst dreimal in der Woche.

Der Anspruch. Die Handschrift verspricht, das Mittel habe „nie versagt“, wenn es rechtzeitig genommen werde, und nennt dazu Schweißseuche, Pocken, Masern und das Überessen. Danach soll sich der Kranke mit einem Posset aus Ringelblumenblüten zum Schwitzen hinlegen. Das ist die Aussage der Quelle, keine Wirkung.

Die Arzneien. Mithridat und Theriak sind keine Hausprodukte, sondern vielteilige Latwergen der Apotheke, die als Gegengift galten und Opium enthielten. Raute ist in größerer Menge giftig und kann eine Fehlgeburt auslösen.

Einordnung. Der Eintrag zeigt, wie ein englischer Haushalt des 17. Jahrhunderts einen umlaufenden Pesttrank aus Wein, Kräutern, Gewürzen und den Opiaten der Apotheke abschrieb. Er ist ein Zeugnis der Seuchenvorsorge, keine Anleitung zum Nachmachen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-084-orig" n="muskadine" resp="#fyndling">Muskateller: Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 übersetzt muscadine mit „muscatellerwein“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-084-orig" n="mithridate" resp="#fyndling">Mithridat, eine vielteilige Latwerge der Apotheke. Blount nennt sie 1656 „a strong Treacle or preservative against poison“, also ein Gegengift. Die Latwerge steht im Buch auch im Mittel gegen die Mutter (lon-055); Blankaart zählt sie 1684 zu den Opiaten.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-084-orig" n="Treackle" resp="#fyndling">Theriak, nicht Sirup: Ludwig 1706 übersetzt treacle mit „der theriack“. Wie Mithridat eine zusammengesetzte Arzneipaste mit Opium.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-084-orig" n="sweating sickness" resp="#fyndling">Die Schweißseuche oder der Englische Schweiß. Schiller-Lübbens mittelniederdeutsches Wörterbuch nennt ihr Auftreten 1485 in England und 1529 erneut.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-084-orig" n="surfeits" resp="#fyndling">Surfeit ist das Überessen als Krankheit, der verdorbene Magen nach einem Übermaß; dagegen standen eigene Surfeit Waters (lon-078).</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-084-orig" n="keepe this above all" resp="#fyndling" subtype="contextual">„Halte dies höher als alles andere“: eine Wertschätzung des Mittels, wie sie die Überschrift „A most exellent drinke“ vorbereitet.<list type="alternatives"><item>„Bewahre dies vor allem anderen auf“, also als Vorrat für den Seuchenfall.<note type="rationale">keep heißt auch aufbewahren; der Text sagt nichts über Gefäß und Dauer, deshalb nicht gewählt.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-085-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine weiße Fettsalbe aus Schweinenierenfett, das mit Zitronen, Äpfeln, Muskatblüte, Nelken und Rosenwasser aromatisiert wird. Die Überschrift nennt nur die Farbe, keinen Zweck. Grundstoffe und Äpfel stimmen mit dem Pomatum überein, das Gerard 1633 als Salbe für Gesicht und raue Haut beschreibt.

Das Fett. Das Nierenfett wird abgezogen und drei Tage gewässert, das Wasser zweimal täglich gewechselt. Danach wird es in einem Tuch geschlagen; ob das Wasser austreiben oder das Fett zerkleinern soll, sagt der Text nicht.

Ausziehen im Wasserbad. Die Schüssel mit Fett, Zitronen- und Apfelscheiben, Gewürzen und Rosenwasser steht über einem Topf mit kochendem Wasser, so schmilzt das Fett, ohne direkt am Feuer zu stehen. Das einzige Endzeichen ist „till all be infused“: bis alles durchgezogen ist. Dann wird durchgeseiht, kalt zwei Tage hintereinander geschlagen und abgefüllt.

Einordnung. Ein Rezept für eine Fettsalbe aus der Hausapotheke eines englischen Haushalts, hier als historisches Zeugnis übersetzt und nicht als Anleitung zur Anwendung am Körper. Unter den Zutaten ist kein Gift- oder Ätzstoff; Gefahr birgt nur das kochende Wasserbad.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-085-orig" n="hoggs suet" resp="#fyndling">Schweinenierenfett (Flomen), das feste Fett um die Nieren. Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 gibt für sewet „Unschlitt“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-085-orig" n="pilld" resp="#fyndling">Abgezogen, also von Haut befreit. Ludwig 1706 übersetzt pill mit „Schale, Rinde“ und verweist auf peel.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-085-orig" n="pipins" resp="#fyndling">Pippin, bei Ludwig 1706 „ein delicater Apfel“, französisch renette. Gemeint sind ganze Äpfel, die in Scheiben geschnitten werden.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-085-orig" n="two penniworth mace" resp="#fyndling">Muskatblüte im Wert von zwei Pence. Die Menge steht als Kaufpreis da; ein Gewicht lässt sich daraus nicht ableiten.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-085-orig" n="running the water twice aday" resp="#fyndling" subtype="philological" cert="unknown">Das Wasser wird zweimal am Tag gewechselt. Die Hand lässt sich als running (das Wasser ablaufen lassen) oder als renuing (erneuern) lesen; der zweite Buchstabe gleicht eher dem e der Hand als dem u im runing water zwei Einträge weiter. Beide Lesungen ergeben denselben Arbeitsschritt.<list type="alternatives"><item>Das Fett liegt in fließendem Wasser.<note type="rationale">Passt nicht zu „twice aday“: Fließendes Wasser muss man nicht zweimal am Tag erneuern.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-085-orig" n="beat it in a cloath" resp="#fyndling" subtype="contextual">Das gewässerte Fett wird in einem Tuch geschlagen; nach drei Tagen im Wasser wohl, um das Wasser auszutreiben. Der Text sagt nicht, wozu.<list type="alternatives"><item>Das Fett wird im Tuch zerkleinert oder weichgeklopft.<note type="rationale">Möglich, weil es danach in der Schüssel mit dem Übrigen ziehen soll; der Text entscheidet nicht.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-086-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein äußerliches Mittel, das nach der Überschrift einer Verbrennung gelten soll. Rinde von einer Ulmenwurzel wird geschabt, gewaschen und zerstoßen und dann 24 Stunden in fließendem Wasser liegen gelassen; erhitzt wird nichts. Mit dem abgeseihten Wasser wird ein Stück feines Leinen getränkt und über die Verbrennung gebreitet. Ob die Rinde frisch oder getrocknet ist, ob das Tuch einmal oder mehrmals aufgelegt wird und wie lange es liegen bleibt, sagt der Text nicht.

Die Ulme. „Elm“ ist nach Britten und Hollands Pflanzennamenbuch von 1886 der allgemeine Name für die Feld-Ulme und andere Ulmen-Arten. Welche Ulme die Hand meint, lässt der Text offen; verwendet wird ausdrücklich die Rinde der Wurzel, nicht die des Stamms.

Einordnung. Ein Hausmittel der Wundversorgung aus den Nachträgen, das zeigt, wie man eine Verbrennung mit einem kalten Rindenauszug auf Leinen zu versorgen suchte; es ist ein historisches Zeugnis, keine Anleitung zur Behandlung. Eine Begründung der Wirkung gibt die Handschrift nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-086-orig" n="lawne" resp="#fyndling">Lawn, nach Ludwigs englisch-deutschem Wörterbuch von 1706 „eine art feiner leinwand“. Hier das Tuch, das mit dem Wasser getränkt und aufgelegt wird.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-086-orig" n="runing water" resp="#fyndling">Ludwig (1706) gibt „running water“ als „lauffendes, fliessendes wasser“ wieder, also Wasser, das nicht steht.</note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-087-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Mundwasser aus den Nachträgen einer späteren Hand: Brombeerblätter, Geißblatt, Salbei, Honig, Korinthen, Safran und Alaun werden zusammen in fließendem Wasser auf die Hälfte eingekocht und abgeseiht. Die Überschrift nennt keine Krankheit, und wie oft und wofür man das Wasser gebraucht, sagt der Text nicht.

Die Pflanzen. „Bramble“ ist nach Ludwigs englisch-deutschem Wörterbuch von 1706 die Brombeerstaude; das „red“ meint wohl rötlich gefärbte Blätter oder Triebspitzen. „Woodbine“ gibt Ludwig als „geißblat“, Britten und Hollands Pflanzennamenbuch von 1886 als Wald-Geißblatt. Bei den „Corrants“ bleibt offen, ob Korinthen oder Johannisbeeren gemeint sind; die Angabe nach Gewicht spricht für die getrockneten Korinthen.

Einkochen. „boyle it halfe away“ ist das einzige Endzeichen: Gekocht wird, bis die Hälfte der Flüssigkeit verdampft ist. Eine Zeit nennt der Text nicht.

Einordnung. Ein Mundwasser der Hausapotheke des 17. Jahrhunderts, das Kräuter, Honig, Korinthen und Safran mit Alaun auskocht - als Zeugnis der Zeit dokumentiert, nicht als Anleitung zur Mundpflege. Alaun ist ein Mineralsalz mit stark zusammenziehender Wirkung; ein Mundwasser damit ist zum Spülen gedacht, nicht zum Trinken.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-087-orig" n="red Bramble leaves" resp="#fyndling">Brombeerblätter; Ludwigs Wörterbuch von 1706 gibt „Brámble“ als „eine brombeerstaude“. Das „red“ meint wohl rötlich gefärbte Blätter oder Triebspitzen: Digbys Buch von 1669 führt in einer Kräuterliste „bramble, red, tops of“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-087-orig" n="peniworth safron" resp="#fyndling">Safran für einen Penny: Die Menge ist über den Preis angegeben. Wie viel Safran man dafür bekam, sagt der Text nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-087-orig" n="allom" resp="#fyndling">Alaun, ein Mineralsalz mit stark zusammenziehender Wirkung; Adelung führt „Allom“ als englische Form des Worts.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-087-orig" n="Corrants" resp="#fyndling" subtype="lexical">Korinthen (getrocknete kleine Trauben): Die Menge steht als Gewicht, und zwei Einträge im Hauptteil des Buchs (White-pot und Hefekuchen) meinen mit „Currans“ ebenfalls Korinthen.<list type="alternatives"><item>Johannisbeeren<note type="rationale">Ludwig 1706 gibt „Cúrrans“ als „corinthen, Johannesbeeren“; der Text sagt nicht, ob frisch oder getrocknet.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-088-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Keine Speise, sondern ein äußerliches Hausmittel: Eiweiß und geschabte Kreide werden zu einem festen Teig gemischt, zu einem Kuchen geformt, auf der offenen Herdstelle gebacken und sehr heiß auf den Nabel gelegt. Wie viel Kreide und wie lange gebacken wird, sagt die Handschrift nicht; das Ende des Mischens ist erreicht, wenn die Masse ein fester Teig ist.

Nabel statt „Nobbe“. In der Handschrift steht nach unserer Lesung am Zeilenende „Noble“: Das b hat einen Bauch, der folgende Buchstabe ist ein l ohne Bauch, das auslautende e trägt die r-ähnliche Form dieser Hand. Halliwells Wörterbuch von 1846 führt „Noble“ als „the navel“, den Nabel. Die Folger Shakespeare Library liest „Nobbe“; für ein englisches Wort dieser Form als Körperstelle findet sich kein Beleg.

Einordnung. Ein Hausmittel des 17. Jahrhunderts, das Durchfall mit einer heißen Auflage auf den Nabel stillen wollte; überliefert als Zeugnis der häuslichen Heilkunde, nicht als Behandlung. Die Handschrift verlangt den Kuchen „very hote“ auf der Haut - eine so heiße Auflage kann Verbrennungen verursachen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-088-orig" n="Loosness" resp="#fyndling">Durchfall. Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 gibt „Looseness“ als „ein bauchfluß“ wieder.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-088-orig" n="Nobbe" resp="#fyndling" subtype="philological">„Noble“ = Nabel. In der Handschrift steht nach unserer Lesung „Noble“ (b mit Bauch, danach l ohne Bauch, e in der r-Form dieser Hand); Halliwell 1846: „NOBLE. (1) The navel. East.“ Der Ort passt zu einer Auflage gegen Durchfall.<list type="alternatives"><item>„Nobbe“, eine unbestimmte Körperstelle<note type="rationale">So liest die Folger Shakespeare Library. Ein englisches „nobbe“ als Körperteil ist in Ludwig, Blount, Phillips und Halliwell nicht belegt; die deutschen und niederländischen Treffer (Noppe, Knötchen) tragen nicht.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-089-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine Orangenmarmelade, bei der Schale und Fruchtfleisch getrennt behandelt werden: Die Schalen werden gewässert, in drei Wassern weich gekocht und dann lange im eingekochten Zucker gegart, Fruchtfleisch und Saft kommen erst für die letzte Viertelstunde dazu. Das Ergebnis sind Schalenstücke mit Fruchtfleisch in dickem Zucker, in Gläser gefüllt - keine schnittfeste Paste wie die Quittenmarmeladen des Buchs.

Welche Orangen? Der Text sagt nur oranges. Ludwig (1706) übersetzt orange mit „Pomerantze“ und führt die süße China-orange gesondert; gemeint sind daher wahrscheinlich Bitterorangen.

Welche Schale? Zuerst wird dünn geschält, dann werden die Früchte geviertelt und ausgelöst. Ob die „pills“ nur die dünn abgenommene Außenschale sind oder die ausgehöhlten Viertel, sagt der Text nicht (siehe Lesarten). Das Wässern über Nacht und die drei Wasser, die beiden letzten kochend angesetzt, nehmen der Schale die Bitterkeit und machen sie weich; die spätere Fassung im Buch (lon-122) nennt diesen Zweck ausdrücklich.

Der Zucker. Die Zuckerstücke werden nur kurz ins Wasser getaucht und dann „very high“ eingekocht, bis der Zucker „almost sugar again“ ist, also beinahe wieder fest wird. Eine Temperatur nennt der Text nicht. In diesem dicken Zucker kochen die Schalen eine halbe Stunde, danach Fruchtfleisch und Saft eine Viertelstunde.

Praxis. Das beiseitegestellte Fruchtfleisch bleibt zugedeckt mit einem Stück Zucker, bis es gebraucht wird. Hoch eingekochter Zucker ist sehr heiß und spritzt, wenn die Schalen hineinkommen. Wer den Zuckerpunkt heute messen will, kann das mit einem Zuckerthermometer tun - ein modernes Hilfsmittel, der Text verlässt sich allein auf das Aussehen des Zuckers.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-089-orig" n="marmalade" resp="#fyndling">Im Buch sonst eine feste Fruchtpaste aus Quitten (lon-007, lon-008). Hier Schalen und Fruchtfleisch in dick eingekochtem Zucker, in Gläser gefüllt.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-089-orig" n="meat" resp="#fyndling">Hier das Fruchtfleisch der Orangen, nicht Fleisch.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-089-orig" n="spirits" resp="#fyndling">Ludwig (1706) gibt für spirit unter anderem „die munterkeit, lebhafftigkeit“. Gemeint ist die frische Kraft des Fruchtfleischs, die ohne das Stück Zucker verloren ginge.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-089-orig" n="skillet" resp="#fyndling">Nach Ludwig (1706) „eine kleine muß- oder breypfanne“, ein kleines Kochgefäß; hier wie in den übrigen Rezepten des Buchs mit „Kochtopf“ wiedergegeben.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-089-orig" n="till it be almost sugar again" resp="#fyndling">Der Zucker wird so weit eingekocht, dass er beinahe wieder fest und körnig wird. Ein Maß dafür nennt der Text nicht.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-089-orig" n="pill" resp="#fyndling" subtype="contextual">Schale (Ludwig 1706: „die schale, rinde“). Gekocht werden die dünn abgeschälten Schalen: Das Schälen steht vor dem Vierteln, und „take your pills“ greift darauf zurück.<list type="alternatives"><item>Gekocht werden die ausgehöhlten Viertel, also die ganze Schale mit dem Weißen.<note type="rationale">Nach dem Auslösen bleiben Schalenviertel übrig; das sehr dünne Schälen könnte nur die äußerste Haut abnehmen sollen.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-089-orig" n="boyle them in 3 severall waters, having laid the night before in cold water" resp="#fyndling" subtype="contextual">Drei Kochgänge nach dem Wässern über Nacht; das erste Kochwasser wird kalt angesetzt, in die beiden letzten kommen die Schalen kochend.<list type="alternatives"><item>Das kalte Wasser der Nacht zählt als erstes der drei Wasser, gekocht wird zweimal.<note type="rationale">„putting them into the 2 last waters when they are boyling hot“ könnte die beiden Kochgänge nach dem Wässern meinen.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-089-orig" n="oranges" resp="#fyndling" subtype="lexical">Wahrscheinlich Bitterorangen (Pomeranzen): Ludwig (1706) übersetzt orange mit „eine pomerantze“ und führt die süße China-orange als eigenes Wort.<list type="alternatives"><item>Süße Orangen.<note type="rationale">Der Text nennt keine Sorte; ausgeschlossen ist es nicht.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-090-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Kur-Trunk der Hausapotheke gegen die Gicht. Sechs zerstoßene Drogen ziehen einen Tag lang kalt in Bier oder Dünnbier aus; der Auszug kommt in eine große Menge frisches, starkes Ale, und die Rückstände hängen im Leinenbeutel drei oder vier Tage im Fässchen nach, bevor alles auf gut verschlossene Flaschen gezogen wird. Getrunken wird morgens nüchtern ein Pint; für Schwache kommt Safran in den Auszug.

Die Drogen. „Camipytis“ gibt den griechischen Namen chamaipitys wieder, den die Handschrift selbst mit „Ground pine“ erklärt, dem Gelben Günsel. Turbith ist bei John Florio (1611) eine Wurzel, die in der Arznei gebraucht wurde, „to purge fleagme“; Edward Phillips (1658) kennt unter dem Namen außerdem einen roten Mineralstoff. Hermodactylus war die Hermodattel der Apotheken, die John Gerard (1633) unter den Zeitlosen führt. Rhabarberwurzel und Sennesblätter sind die bekannten Abführdrogen, die auch das Purgier-Ale lon-051 und der Abführtrank lon-052 nennen.

Einordnung. Der Trunk zeigt, wie ein Haushalt des 17. Jahrhunderts eine Gicht-Kur aus Apothekerdrogen in sein Ale band; die Wirkung ist der Anspruch der Handschrift, und der Eintrag ist als historisches Zeugnis übersetzt, nicht als Anleitung. Turbith, Sennesblätter und Rhabarberwurzel sind starke Abführdrogen, hier in großer Menge. Ist mit Hermodactylus die Zeitlosen-Knolle gemeint, enthält sie Colchicin, ein starkes Gift. Frisches Ale in fest verschlossenen Flaschen kann nachgären, und die Flaschen können platzen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-090-orig" n="Diet drink" resp="#fyndling">Ludwig (1706) übersetzt „Diet-drink“ mit „Diättranck“, französisch potion medicinale, also einen Arzneitrank; mit einer Schlankheitsdiät hat das Wort nichts zu tun.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-090-orig" n="Camipytis or Ground pine" resp="#fyndling">Gelber Günsel (Ajuga chamaepitys); James Britten und Robert Holland (1886) setzen „Ground Pine“ mit dieser Art gleich, Edward Phillips (1658) beschreibt es als Kraut, das am Boden kriecht.<ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="gloss" target="#lon-090-orig" n="rundlet" resp="#fyndling">Ein kleines Fass; eine Gallonenzahl nennt der Text nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-090-orig" n="Gallons" resp="#fyndling">Die Handschrift sagt nicht, welche Gallone sie meint: Die Weingallone fasste rund 3,8 Liter, die Ale-Gallone rund 4,6 Liter.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-090-orig" n="Hermodactiles" resp="#fyndling" subtype="lexical">Die Hermodattel der Apotheken, wohl die Knolle einer Zeitlose (Colchicum): Das mittellateinische hermodactylus bedeutet Zeitlose, und Gerard (1633) führt die „Hermodactyli“ der Apotheken unter den Zeitlosen.<list type="alternatives"><item>Knolle einer Schwertlilie (Iris tuberosa)<note type="rationale">Gerard berichtet, dass diese Knolle in Italien für Hermodactylus genommen wurde, bestreitet aber jede Ähnlichkeit. Die Gleichsetzung war also schon damals umstritten.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-090-orig" n="Turbith" resp="#fyndling" subtype="lexical">Turbithwurzel, ein pflanzliches Abführmittel (Florio 1611: „a root much vsed in physicke to purge fleagme“), passend zu Rhabarber und Senna in derselben Liste von Pflanzendrogen.<list type="alternatives"><item>mineralischer Turbith, eine Quecksilberverbindung<note type="rationale">Phillips (1658) nennt unter „Turbith“ auch einen roten Mineralstoff, Blount (1656) den „Turbith mineral“. In einem Auszug aus zerstoßenen Pflanzen, der im Beutel ausgezogen wird, ist die Wurzel die nähere Lesart.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-091-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Ale aus Malz, gewürzt mit Chinawurzel, Rosinen, Koriander, Muskatblüte und Nelken, mit Bierhefe vergoren und mit Zucker auf Flaschen nachgegoren. Hopfen nennt der Text nicht.

Was wird gekocht? Der Text sagt nur „boyle all these 2 houres“. Da die Hefe erst danach kommt, ist das Ale an dieser Stelle noch ungegorene Würze: Die Würze für ein Firkin wird mit den Zutaten 2 Stunden gekocht. Ob die Zutaten nur in einem Teil davon kochen, bleibt offen.

Gärung. Fast kalt mit Bierhefe anstellen, damit die Hefe nicht in heißer Würze landet; 4 oder 5 Tage im Gefäß ist die Hauptgärung. Danach kommt in jede Flasche ein Stück Hutzucker, und die Flaschen werden gut verkorkt: Das Ale gärt in der Flasche nach und wird spritzig.

Praxis. Heute (modern) eine Würze aus Malz bereiten (der Text nennt keinen Hopfen) und die Zutaten mitkochen; siedende Würze über 2 Stunden braucht einen großen, sicheren Kessel. Für die Flaschengärung nur druckfeste Flaschen nehmen, den Zucker nicht überdosieren und die Flaschen kühl lagern - sie können platzen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-091-orig" n="China, root sliced" resp="#fyndling">Chinawurzel, der Wurzelstock einer Stechwinde (Smilax china). Gerard (1633) kennt sie als „the China root, brought from the East Indies“, Cotgrave (1611) nennt sie eine heilkräftige Wurzel. Im selben Buch steht sie in einer Arzneibrühe (lon-050); dieser Eintrag nennt keinen Heilzweck.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-091-orig" n="firkin" resp="#fyndling">Ein kleines Bierfass. Ludwig (1706) erklärt es als Fässchen, das den vierten Teil einer Tonne hält; Cotgrave (1611) nennt ein Bier-Firkin von etwa 36 l (36 Quart). Der Eintrag gibt keine Gallonenzahl an.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-091-orig" n="botle it, putting into every botle a good lumpe of loafe sugar" resp="#fyndling">Der Zucker in jeder Flasche lässt das Ale nach dem Verkorken weitergären, es wird spritzig. Dabei entsteht Druck: Flaschen können platzen. Heute nur druckfeste Flaschen nehmen und kühl lagern.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-091-orig" n="make a firkin of ale out of it ... boyle all these 2 houres" resp="#fyndling" subtype="contextual">Aus dem Malz wird so viel Würze gemacht, wie ein Firkin Ale ergibt; diese Würze wird mit Rosinen, Chinawurzel und Gewürzen 2 Stunden gekocht und erst danach, fast kalt, mit Hefe angesetzt. Dafür spricht, dass der Text die Hefe erst nach dem Kochen nennt.<list type="alternatives"><item>Fertig vergorenes Ale wird mit den Zutaten gekocht und noch einmal angesetzt.<note type="rationale">Der Text nennt nur ein Ansetzen mit Hefe, nach dem Kochen; eine erste Gärung steht nicht da.</note></item><item>Nur die Zutaten werden für sich, etwa in Wasser oder einem Teil der Würze, gekocht und dann zugegeben.<note type="rationale">Bei Gewürzabsuden denkbar, aber der Text nennt keine eigene Flüssigkeit.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-092-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Eine fest eingekochte Apfelpaste, keine Streichmarmelade. Äpfel und Zucker stehen im Verhältnis eins zu eins; gekocht wird, bis sich die Masse vom Topfboden löst - das ist das Endzeichen der Handschrift.

Die Zitronenschale. Sie wird zuerst für sich weich gekocht und dann fein in die gehackten Äpfel geschnitten. „Halfe an one“ bezieht sich auf die Zitrone: gemeint ist die Schale einer halben Zitrone. Den Zitronensaft gibt der Text erst kurz vor dem Ende dazu.

Die Äpfel im Topf. Der Topfschritt nennt nur „your pill“, Zucker und Wasser. Da die Schale schon in die Äpfel geschnitten ist, kommt die ganze Apfelmasse mit in den Topf; einen späteren Schritt für die Äpfel nennt der Text nicht.

Kochen. „Boyle quick“ heißt lebhaft kochen. Der restliche Zucker kommt in mehreren Gaben dazu, mitten im Kochen ein Löffel klares Wasser. Siedender Zucker spritzt und verbrennt die Haut; die Masse wird gegen Ende dick.

Praxis. Heute: Die Sorte Pippin lässt sich keiner heutigen Sorte gleichsetzen; feste, säuerliche Äpfel wie Boskoop kommen ihr am nächsten. Das Moschuskonfekt lässt man weg. Wie lange gekocht wird, sagt der Text nicht - maßgeblich ist, dass sich die Masse vom Boden löst.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-092-orig" n="pippens" resp="#fyndling">Ludwig (1706) übersetzt Pippin mit „ein rußling, (ein delicater apffel,) renette“. Der Name bleibt stehen; einer heutigen Sorte lässt er sich nicht gleichsetzen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-092-orig" n="loafe sugar" resp="#fyndling">Hutzucker kam als fester Zuckerhut in den Handel und musste vor dem Gebrauch zerstoßen werden, daher „beaten“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-092-orig" n="skillett" resp="#fyndling">Ludwig (1706): „eine kleine muß- oder breypfanne“, ein kleiner Kochtopf.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-092-orig" n="muske comfitt" resp="#fyndling">Ein Zuckerkonfekt mit Moschus (Ludwig 1706: Musk = „bieſam“), einem tierischen Duftstoff. Es kommt hier als Würze kurz vor dem Ende in die Masse.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-092-orig" n="marmalade" resp="#fyndling">Phillips (1658) erklärt Marmalade als „a kind of conserve made of quince“, Ludwig (1706) als „mit zucker und waſſer eingemachte quitten, marillen, pfirſichen“. Hier ist es eine fest eingekochte Apfelpaste.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-092-orig" n="halfe an one" resp="#fyndling" subtype="contextual">Die Schale einer halben Zitrone: „one“ nimmt „lemon“ wieder auf („an one“ = eine). Die Nachbareintragung auf derselben Seite schreibt „halfe an ounce“ aus; eine Kürzung „one“ für Unze kommt im Buch sonst nicht vor.<list type="alternatives"><item>eine halbe Unze (etwa 15 g) Zitronenschale<note type="rationale">Bei „to the quantity of“ denkbar, aber „one“ ist keine übliche Schreibung für ounce; verworfen.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-092-orig" n="put in your pill ... into a skillett" resp="#fyndling" subtype="contextual">Die Äpfel, in die die Schale schon geschnitten ist, kommen mit Schale, drei Vierteln des Zuckers und Wasser in den Topf; der Text nennt sie in diesem Schritt nicht ausdrücklich.<list type="alternatives"><item>Erst nur Schale, Zucker und Wasser kochen, die Äpfel später zugeben<note type="rationale">Einen späteren Schritt für die Äpfel nennt der Text nicht.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-093-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ganze Stachelbeeren, in Zucker eingemacht. Jede Beere wird aufgeschlitzt und entkernt, die Köpfe werden abgeschnitten, ein kurzer Stiel bleibt. Mit der Schnittseite nach unten liegen die Beeren auf fein gestoßenem Zucker im Topf, darüber mehr Zucker und nur ein halbes Dutzend Löffel Wasser. Gekocht wird erst, wenn der Zucker sich gelöst hat.

Das kalte Wasser. Die Beeren kommen beim Entkernen gleich in kaltes Wasser. Wann sie wieder herauskommen, sagt die Handschrift nicht; da sie danach einzeln in den Zucker gelegt werden, werden sie vorher herausgenommen. Das ist Deutung.

Die Kochgänge. Die Handschrift nennt keine Zeit, nur Zeichen: auf sehr lebhaftem Feuer hochkochen, bis es den Rand des Topfes erreicht; vom Feuer nehmen, den übrigen Zucker nachstreuen, dicht mit einem Teller zudecken und stehen lassen, bis der kochende Zucker zusammengefallen ist; das mehrmals wiederholen, bis die Beeren gar sind. Warum sie so oft abnimmt und wieder aufsetzt, begründet sie nicht. Naheliegend ist, dass die Beeren so jeweils nur kurz kochen und ihre Form behalten; auch das ist Deutung. Nach dem letzten Gang bleiben die Beeren zugedeckt.

Der Schlusssatz. „make experiment of but one quartar … at one tyme“ lässt sich als Arbeitsmenge je Durchgang lesen oder als Rat, erst einen Probelauf zu machen. Beides läuft auf kleine Mengen hinaus: etwa 110 g (ein Viertelpfund) Beeren und Zucker im Verhältnis des Rezepts.

Praxis. Ein kleiner Kochtopf und ein Teller, der die Hitze verträgt, genügen. Siedender Zucker steigt schnell bis zum Rand und verbrüht bei Berührung; beim Abnehmen den Topf mit einem Tuch fassen und den Teller vorsichtig auflegen.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-093-orig" n="stonne" resp="#fyndling">Entkernen. Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 gibt „stone“ auch als „Kern einer Kirsche … ein Weinbeerkern“. Auch das Stachelbeerrezept im Hauptteil des Buchs beginnt mit „Stone your Goose-beries“.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-093-orig" n="lett them be covered till ^ when they be of the fire" resp="#fyndling" subtype="philological">„Lass sie zugedeckt, wenn sie vom Feuer sind.“ In der Handschrift ist „till“ durchgestrichen und „when“ mit einem Einfügungszeichen über die Zeile gesetzt; „when“ ersetzt „till“, es fehlt kein Text.<list type="alternatives"><item>Nach „till“ fehlt eine Angabe, etwa „bis sie erkaltet sind“.<note type="rationale">Nur wenn man die Streichung übersieht. Die Handschrift zeigt die Korrektur des Schreibers deutlich.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-093-orig" n="make experiment of but one quartar of gooseberrys and sugar proportionable at one tyme" resp="#fyndling" subtype="contextual">Arbeitsmenge: jeweils nur ein Viertelpfund Beeren mit Zucker im gleichen Verhältnis auf einmal kochen. „At one tyme“ (auf einmal) spricht für die Menge je Durchgang.<list type="alternatives"><item>Rat, zuerst einen Probelauf mit einem Viertelpfund zu machen, bevor man die ganze Menge einmacht.<note type="rationale">Ludwig 1706 gibt „experiment“ als „ein Versuch, eine Probe“; das passt auch zu einem Probelauf.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-094-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Kräuterbier als Diättrunk. Ein großer Posten Löffelkraut, achtzehn weitere Kräuter, Triebe und Wurzeln, Korinthen, Süßholz und drei Samen kochen in Bierwürze, bis ein Drittel davon eingekocht ist - so steht das Endzeichen in der Handschrift: zwei von sechs Gallonen. Dann wird geseiht und mit Bierhefe angestellt; nach drei Tagen Gärung wird der Trunk morgens und abends, vor und nach dem Essen getrunken. Ein Fass oder Flaschen nennt der Eintrag nicht.

Die Mengen. Die Hand hat die Menge des Löffelkrauts von 4 auf 2 Gallonen verbessert; gemeint ist ein Raummaß des frischen Krauts. Alle übrigen Kräuter stehen in einer zweiten Reihe, die mit „von jedem eine Handvoll, so viel du greifen kannst“ schließt. Die Trinkmenge ist ein Viertel- oder ein halbes Pint, nicht ein Quart.

Die Kräuter. Elecompany ist der Alant, any seede der Anis, beides nach dem Klang geschrieben. Clary ist nach Ludwig 1706 der Scharlei, der Muskatellersalbei. Die red netles stehen neben der Weißen Taubnessel und sind wohl rote Taubnesseln. Offen bleibt Herb Mercury: Ludwig setzt Bingelkraut, andere englische Quellen der Zeit meinen mit „mercury“ den Guten Heinrich.

Der zweite Weg. Statt zu brauen, kann man alles klein hacken und destillieren und das gebrannte Wasser mit Zucker trinken. Ob die Würze mit in die Destillation geht, sagt der Eintrag nicht.

Einordnung. Ein Kur-Trunk aus einem Haushaltsbuch des 17. Jahrhunderts, der zeigt, wie Kräuter, Triebe und Knospen in das Hausbier gebraut wurden; er steht hier als historisches Zeugnis, nicht als Mittel. Beinwell enthält Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen; ist mit Herb Mercury das Bingelkraut gemeint, ist auch dieses giftig.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-094-orig" n="A Diet drinke" resp="#fyndling">Ein diet drink ist nach Ludwig (1706) ein „Diättranck“, französisch potion medicinale: ein Arzneitrunk, der nach einer festen Ordnung getrunken wurde. Ludwig kennt auch das scurvy-grass ale, ein „purgirend bier, darein löffelkraut gethan worden“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-094-orig" n="midle woort" resp="#fyndling">Wort ist nach Ludwig „ungegohrenes bier“, also Bierwürze. Wie stark die middle wort ist, sagt der Eintrag nicht; dem Namen nach steht sie zwischen einer starken und einer dünnen Würze.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-094-orig" n="currants" resp="#fyndling">Korinthen, die kleinen getrockneten Weinbeeren, keine Johannisbeeren.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-094-orig" n="quartar or halfe a pint" resp="#fyndling">Quartar ist das Viertel (Ludwig: „Quarter, ein vierthel“), wie in „3 quartars of a pound“ bei lon-091: Getrunken wird ein Viertel- oder ein halbes Pint auf einmal.<ptr type="glossary" target="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#or"/></note>
        <note type="gloss" target="#lon-094-orig" n="gallons" resp="#fyndling">Die Handschrift sagt nicht, welche Gallone sie meint: Die Weingallone fasste rund 3,8 Liter, die Ale-Gallone rund 4,6 Liter. Beim Löffelkraut ist die Gallone ein Raummaß für das frische Kraut.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-094-orig" n="4 2 gallons" resp="#fyndling" subtype="philological">2 Gallonen. In der Handschrift ist die 4 mit Tinte getilgt und die 2 darübergeschrieben; die Hand hat ihre Zahl selbst verbessert.<list type="alternatives"><item>4 Gallonen<note type="rationale">Nur, wenn man die Tilgung nicht als Tilgung liest; das Schriftbild spricht dagegen.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-094-orig" n="gallons of scurvy grasse, of water cressys ... of every one an handfull" resp="#fyndling" subtype="contextual">Die 2 Gallonen gelten nur dem Löffelkraut. Mit „of water cressys“ beginnt eine zweite Reihe, die „of every one an handfull“ abschließt: von Brunnenkresse bis Bingelkraut je eine Handvoll. Auch der verwandte Diättrunk lon-097 gibt dem Löffelkraut die größte Menge.<list type="alternatives"><item>Die Gallonen gelten für Löffelkraut, Brunnenkresse, Bachbunge, Eschen- und Holundertriebe, die Handvoll erst ab der Petersilie.<note type="rationale">Zwischen Holundertrieben und Petersilie steht keine Grenze im Satz; die Lesart bleibt möglich, hat aber keinen Anhalt im Wortlaut.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-094-orig" n="Herb Mercury" resp="#fyndling" subtype="lexical" cert="unknown">Bingelkraut (Mercurialis), nach Ludwig 1706 („Mercury … bingelkraut“) und Lyte, der den Namen nach Britten/Holland für Mercurialis perennis braucht.<list type="alternatives"><item>Guter Heinrich (Chenopodium bonus-henricus)<note type="rationale">Britten/Holland: William Turner sagt, das gemeinhin „mercury“ genannte Kraut habe mit Mercurialis nichts zu tun, und Halliwell erklärt „the herb mercury“ als Guten Heinrich. Für ein Kraut im Haustrunk ist das ebenso gut möglich.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-094-orig" n="red netles" resp="#fyndling" subtype="lexical">Rote Taubnesseln (Lamium purpureum): Britten/Holland führt „Dead Nettle, Red“ als Lamium purpureum und „Nettle“ in der Mundart auch für die Taubnesseln; im Text steht die Weiße Taubnessel gleich daneben.<list type="alternatives"><item>Brennnesseln mit rötlichen Stängeln (Urtica)<note type="rationale">„Nettle“ ist nach Britten/Holland der allgemeine Name der Brennnessel; „red nettle“ ist als eigener Name nicht belegt.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-095-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Süße Orangen werden dünn geschält, in Wasser vorgekocht, 9 oder 10 Tage in Zuckersirup gehalten und zuletzt in einem Gelee aus Pippin-Äpfeln eingelegt. Die Zahl der Orangen nennt der Eintrag nicht; alle Mengen richten sich nach ihr.

Schälen und Vorkochen. chip heißt hier, die äußere Schale dünn abzuschälen. Gekocht wird in reichlich Wasser und kräftig, so dass das Wasser die Früchte beim Kochen bedeckt. Danach kommt oben in die Krone ein kleines Loch; wozu, sagt der Text nicht.

Sirup. Fest steht nur das Verhältnis: etwa 0,5 l (ein Pint) Wasser auf etwa 450 g (ein Pfund) Zucker, angesetzt in der Menge, die für die Orangen reicht. Der Sirup steht bereit, wenn die Orangen aus dem Wasser kommen. Jeden zweiten Tag werden die Früchte herausgenommen, der Sirup einmal aufgekocht und abgeschäumt, und die Orangen kommen mit der vorher unteren Seite nach oben zurück.

Gelee. Wie das Pippin-Gelee gemacht wird, sagt der Eintrag nicht. Der unmittelbar folgende Eintrag des Buchs (lon-096) beschreibt ein Pippin-Gelee. Die Orangen kochen fast eine halbe Stunde darin, dann kocht das Gelee allein weiter, bis es schnittfest ist. Die erste Hälfte kommt heiß über die Orangen, die zweite kalt; auf jede Orange rechnet der Text etwa 225 g (ein halbes Pfund) Gelee.

Praxis. Wer es nachmacht, plant für die Sirupzeit 9 oder 10 Tage mit vier bis fünf Aufkochtagen ein. Siedender Zuckersirup und kochendes Gelee verursachen schwere Verbrühungen; beim Herausnehmen und Wenden der Früchte Vorsicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-095-orig" n="China Oringes" resp="#fyndling">Ludwigs englisch-deutsches Wörterbuch von 1706 übersetzt China-orange mit „eine Chinesische pomerantze“ und führt sie getrennt von der gewöhnlichen orange (Pomeranze, Bitterorange): gemeint ist die süße Orange.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-095-orig" n="chip" resp="#fyndling">Dünn abschälen. Hannah Woolley (1670) schreibt bei Orangen und Zitronen „chip off the Rinds very thin“, Ludwig (1706) übersetzt Orange-chips mit „pomerantzenschnittgen“.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-095-orig" n="Pipins" resp="#fyndling">Pippin ist ein Apfelname der Zeit; Ludwig (1706) gibt „ein rußling, (ein delicater apffel,) renette“. Eine heutige Sorte lässt sich nicht gleichsetzen.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-095-orig" n="as pound much sugar" resp="#fyndling" subtype="philological">„as much sugar as may preserue the oringes“: Auf der Seite ist pound durchgestrichen; die Übersetzung folgt dem Text ohne das gestrichene Wort.<list type="alternatives"><item>Ein Pfund Zucker je Orange.<note type="rationale">Nur wenn pound gelten sollte; die Streichung spricht dagegen.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-095-orig" n="so fast as the water may cover them" resp="#fyndling" subtype="lexical">Kräftig kochen, so dass das Wasser die Orangen beim Kochen bedeckt. Ludwig (1706): „To boil fast, starck kochen“; der folgende Eintrag lon-096 schreibt „as fast as it can boyle“.<list type="alternatives"><item>fast als „dicht, knapp“: gerade so viel Wasser, dass es die Orangen bedeckt.<note type="rationale">Ludwig führt fast auch als „feste, dichte“; neben „a good quantity of water“ weniger wahrscheinlich.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-095-orig" n="till it will cut them take it up" resp="#fyndling" subtype="philological">„till it will cut, then take it up“: bis das Gelee schnittfest ist, dann vom Feuer nehmen. Am Wortende sind m und n nicht sicher zu unterscheiden, then trägt den Satz.<list type="alternatives"><item>„till it will cut them“: das Gelee kocht, bis es fest genug ist, die Orangen zu umschließen.<note type="rationale">Wörtliche Lesung; ergibt kein klares Endzeichen.</note></item></list></note>
        <note type="preparation_tip" target="#lon-096-trans" resp="#fyndling">Was ist das? Ein Apfelgelee: Grüne Pippin-Äpfel werden in Wasser weich gekocht, verwendet wird nur ihr Kochwasser. Mit Zucker, Zitronensaft und entbitterter Orangenschale kocht es zu Gelee ein. Feste Stücke im Gelee sind nur die Orangenschalen.

Der Zucker in zwei Teilen. Die erste Hälfte kocht eine Weile mit dem Apfelwasser, die zweite kommt mit dem durchgeseihten Zitronensaft dazu. Erst dann werden Apfelwasser, Zitronensaft mit Zucker und Orangenschale zusammengegeben.

Die Orangenschale. Die äußerste Schale wird ganz dünn abgeschält, die Orange halbiert und ausgeschabt; die übrigen Schalenhälften kochen nacheinander in sechs Wassern, damit die Bitterkeit herausgeht. Der Nachsatz der schreibenden Hand rät, die Schalenstücke erst kurz vor dem Ende ins Gelee zu geben.

Das Ende. Der Text nennt zwei Zeichen: Es wird zu Gelee, oder es bleibt am Löffel hängen. Gekocht wird so rasch, wie es nur kocht. Siedender Zuckersirup ist sehr heiß und klebt auf der Haut.

Praxis. Ein Kochtopf für die Äpfel, ein zweiter für das Entbittern der Schale, ein Sieb oder Tuch und ein Gefäß für den Zitronensaft. Wie viel Gelee entsteht und wie lange es kocht, sagt der Text nicht. Heute erklärt man das Gelieren mit dem Pektin der Äpfel, das mit Säure und Zucker fest wird; als moderne Hilfe neben der Löffelprobe dient ein Tropfen auf einem kalten Teller.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-096-orig" n="pippins" resp="#fyndling">Ludwig (1706) übersetzt pippin mit „ein rußling, (ein delicater apffel,) renette“: eine Apfelsorte, die sich keiner heutigen Sorte sicher zuordnen lässt. Der Text verlangt die grünsten. Verwendet wird nur ihr Kochwasser; was mit den abgetropften Apfelstücken geschieht, sagt er nicht.</note>
        <note type="gloss" target="#lon-096-orig" n="skillet" resp="#fyndling">Nach Ludwig (1706) „eine kleine muß- oder breypfanne“, ein kleines Kochgefäß; wie in den übrigen Rezepten des Buchs mit „Kochtopf“ wiedergegeben.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-096-orig" n="then take the very outside of an oringe, pill the very out side from it" resp="#fyndling" subtype="philological">In der Handschrift sind die Wörter „the very out side of“ nach „then take“ durchgestrichen; die Hand setzt neu an mit „an oringe, pill the very out side from it“. Übersetzt wird die gültige Fassung: eine Orange nehmen und die äußerste Schale ganz dünn abschälen.<list type="alternatives"><item>Die gestrichenen Wörter mitlesen: „nimm die äußerste Schale einer Orange und schäle die äußerste Schale davon ab“<note type="rationale">Die Wendung stünde doppelt da und passte nicht zum folgenden Aufschneiden und Ausschaben; die Streichung ist deutlich.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-096-orig" n="boyle the pill in six waters" resp="#fyndling" subtype="contextual">Gekocht werden die Schalenhälften, die nach dem dünnen Abschälen der äußersten Schale und dem Ausschaben des Fruchtfleischs übrig bleiben. So verfährt auch lon-089: dünn abschälen, das Fruchtfleisch herausnehmen, dann „take your pills &amp; boyle them in 3 severall waters“. Dazu passen die „peices of oringe“ im Nachsatz.<list type="alternatives"><item>Gekocht wird die dünn abgeschälte äußerste Schale.<note type="rationale">„pill“ kann das Abgeschälte meinen; dann bliebe offen, wozu die Orange aufgeschnitten und ausgeschabt wird.</note></item></list></note>
        <note type="interpretive_choice" target="#lon-096-orig" n="untill a litle before the water be enough" resp="#fyndling" subtype="contextual">Das „water“ ist das kochende Apfelwasser mit dem Zucker; die Orangenstücke sollen erst kurz vor dem Gelieren hinein, nicht schon mit dem Zitronensaft, wie die Anleitung darüber sagt.<list type="alternatives"><item>Gemeint ist das Wasser, in dem die Schale entbittert wird.<note type="rationale">Davon ist im Satz über die sechs Wasser die Rede; der Nachsatz spricht aber vom Hineingeben der Stücke, und das geschieht im Gelee.</note></item></list></note>
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