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        <title>Erbsenpüree</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-06-20">2026-06-20</date>
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          <title>The Forme of Cury</title>
          <date when="1390">1390</date>
          <idno type="URI">https://www.gutenberg.org/cache/epub/8102/pg8102.txt</idno>
          <note>Transkription: Project Gutenberg (pg8102)</note>
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        <language ident="meo">Mittelenglisch</language>
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      <div type="recipe" xml:id="foc-068">
        <head>Erbsenpüree</head>
        <div type="original" xml:id="foc-068-orig" xml:lang="meo" corresp="#foc-068-trans">
          <p>PERREY OF PESOUN . XX.III

Take pesoun and seeþ hem fast and covere hem til þei berst. þenne take up hem and cole hem thurgh a cloth. take oynouns and mynce hem and seeþ hem in the same sewe and oile þerwith, cast þerto sugur, salt and safroun, and seeþ hem wel þeratt þerafter and serue hem forth. Perrey of Pesoun, i.e. Peas. _Perrey_ seems to mean pulp: vide No. 73. Mr. Ozell in Rabelais, IV. c. 60. renders _Puree de pois_ by _Peas soup_.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="foc-068-trans" xml:lang="de" corresp="#foc-068-orig">
          <p>Nimm Erbsen und koche sie kräftig, bedecke sie, bis sie platzen. Dann nimm sie heraus und passiere sie durch ein Tuch. Nimm Zwiebeln, hacke sie fein und koche sie im selben Sud mit Öl. Gib Zucker, Salz und Safran hinzu und koche alles gut durch. Danach serviere es.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="pesoun">Erbsen</ingredient> - 500 g</item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="oynouns">Zwiebeln</ingredient> - 2</item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="oile">Öl</ingredient> - 2 EL</item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="sugur">Zucker</ingredient> - 1 TL</item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="salt">Salz nach Geschmack</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="safroun">Safranfäden</ingredient> - 1 Prise</item>
          </list>
        </div>
      </div>
    </body>
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      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#foc-068-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Ein klassisches mittelalterliches Erbsenpüree - der Perrey of Pesoun ist der direkte Vorfahr unseres heutigen Erbsbreis und der englischen pease pudding. Getrocknete Erbsen werden weich gekocht, durch ein Tuch passiert und mit gedünsteten Zwiebeln, Öl und etwas Süße abgeschmeckt. Eng verwandt mit men-031 (Ménagier), mha-288 (Meister Hans) und mar-092 (Martino) - überall dieselbe Technik: kochen, passieren, würzen.

Perrey (auch puree) meint im Mittelenglischen genau das Ergebnis: einen feinen, durchgestrichenen Brei aus Hülsenfrüchten. Der englische Editor verweist selbst auf das altfranzösische puree de pois.

Cole hem thurgh a cloth - das Passieren durch ein Tuch (oder heute ein feines Sieb) trennt die Schalen ab und macht die Konsistenz samtig-höfisch. Wer es rustikaler mag, lässt diesen Schritt weg.

Praxis. 500 g getrocknete Schälerbsen über Nacht einweichen, dann in reichlich Wasser weich kochen (40-60 Min), bis sie zerfallen. Durch ein Sieb streichen. Zwei fein gehackte Zwiebeln in 2 EL Öl im Erbsensud andünsten, mit dem Püree vereinen. Mit 1 TL Zucker, Salz und einer Prise Safran (für das gelbe Status-Gold) abschmecken und nochmal gut durchziehen lassen. Passt als Beilage zu Bratenresten oder als sättigende Fastenspeise.</note>
        <note type="gloss" target="#foc-068-orig" n="Perrey" resp="#fyndling">Mittelenglisch für ein feines, durchgestrichenes Püree aus Hülsenfrüchten (vgl. altfranzösisch puree de pois).</note>
        <note type="gloss" target="#foc-068-orig" n="cole hem thurgh a cloth" resp="#fyndling">Die gekochten Erbsen durch ein Tuch passieren - trennt die Schalen ab und gibt die feine, höfische Konsistenz.</note>
      </div>
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