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        <title>Erbsen nach deutscher Art</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-06-20">2026-06-20</date>
        <idno type="url">https://fyndling.de/rezepte/foc-069/</idno>
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          <title>The Forme of Cury</title>
          <date when="1390">1390</date>
          <idno type="URI">https://www.gutenberg.org/cache/epub/8102/pg8102.txt</idno>
          <note>Transkription: Project Gutenberg (pg8102)</note>
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        <language ident="meo">Mittelenglisch</language>
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      <div type="recipe" xml:id="foc-069">
        <head>Erbsen nach deutscher Art</head>
        <div type="original" xml:id="foc-069-orig" xml:lang="meo" corresp="#foc-069-trans">
          <p>PESON OF ALMAYNE

XI Take white pesoun, waisshe hem seeþ hem a grete while, take hem and cole hem thurgh a cloth, waisshe hem in colde water til the hulles go off, cast hem in a pot and couere þat no breth go out. and boile hem right wel. and cast þerinne gode mylke of allmandes and a pertye of flour of Rys wiþ powdour gynger safroun. and salt. Almayne. Germany; called Almony No. 47. breth. Breath, air, steam. Ms. Ed. No. 2.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="foc-069-trans" xml:lang="de" corresp="#foc-069-orig">
          <p>Nimm weiße Erbsen, wasche sie und koche sie lange. Nimm sie heraus und seihe sie durch ein Tuch. Wasche sie in kaltem Wasser, bis sich die Schalen lösen. Gib die Erbsen in einen Topf und decke ihn so zu, dass kein Dampf entweicht. Koche sie sehr gut. Gib dann gute Mandelmilch hinzu, eine Portion Reismehl, Ingwerpulver, Safran und Salz.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="white pesoun">getrocknete weiße Erbsen</ingredient> - 500 g</item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="colde water">zum Waschen und Kochen Wasser</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="gode mylke of allmandes">Mandelmilch</ingredient> - 500 ml</item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="a pertye of flour of Rys">Reismehl</ingredient> - 50 g</item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="powdour gynger">Ingwerpulver</ingredient> - 1 TL</item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="safroun">Safranfäden</ingredient> - 1 Prise</item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="salt">nach Geschmack Salz</ingredient>
            </item>
          </list>
        </div>
      </div>
    </body>
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      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#foc-069-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Eine feinere, gebundene Variante des Erbsenpürees - hier mit Mandelmilch statt Öl und mit Reismehl angedickt. Der Beiname of Almayne ("nach deutscher Art") verweist auf eine als deutsch geltende Zubereitung. Eng verwandt mit dem schlichten foc-068 sowie mit men-031 (Ménagier) und teg-004 (Tegernsee).

Til the hulles go off - der eigentliche Kniff: Nach dem langen Kochen werden die Erbsen in kaltem Wasser gewaschen, bis sich die Schalen (hulles) lösen. Das geschälte Erbsenmark gibt die cremige, helle Konsistenz, die das Gericht von einem rustikalen Brei abhebt.

Couere þat no breth go out - das dichte Zudecken hält den Dampf (breth) im Topf und gart die geschälten Erbsen schonend gar, ohne dass sie austrocknen.

Praxis. 500 g weiße Schälerbsen einweichen, lange weich kochen, dann in kaltem Wasser durchwaschen und die gelösten Schalen abschöpfen. Zurück in den Topf, fest zugedeckt fertig garen. 500 ml Mandelmilch einrühren, mit etwa 50 g Reismehl binden, mit Ingwer, einer Prise Safran und Salz würzen. Ergibt eine sämige, milde Fasten-Beilage.</note>
        <note type="gloss" target="#foc-069-orig" n="cole hem thurgh a cloth" resp="#fyndling">Die gekochten Erbsen durch ein Tuch passieren.</note>
        <note type="gloss" target="#foc-069-orig" n="hulles" resp="#fyndling">Die Schalen der Erbsen, die nach dem Kochen in kaltem Wasser abgewaschen werden - gibt die feine, helle Konsistenz.</note>
        <note type="gloss" target="#foc-069-orig" n="breth" resp="#fyndling">Dampf; couere þat no breth go out = so zudecken, dass kein Dampf entweicht.</note>
        <note type="gloss" target="#foc-069-orig" n="Almayne" resp="#fyndling">Deutschland; der Beiname kennzeichnet die Zubereitung als "nach deutscher Art" und zeugt vom Austausch der höfischen Kochtraditionen.</note>
        <note type="gloss" target="#foc-069-orig" n="flour of Rys" resp="#fyndling">Reismehl, hier als zeittypisches Bindemittel statt der späteren Mehlschwitze.</note>
      </div>
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