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        <title>Mandelöl herstellen</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-06-23">2026-06-23</date>
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          <title>Kogebog / Libellus de arte coquinaria</title>
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          <idno type="URI">https://tekstnet.dk/books/harpestreng-h_skrifter-nks66/004/</idno>
          <note>Transkription: Jonathan Adams &amp; Ebba Hjorth, Tekstnet.dk / Det Danske Sprog- og Litteraturselskab (DSL), 2006</note>
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        <language ident="da-old">Altdänisch (ca. 1300)</language>
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      <div type="recipe" xml:id="hkb-002">
        <head>Mandelöl herstellen</head>
        <div type="original" xml:id="hkb-002-orig" xml:lang="da-old" corresp="#hkb-002-trans">
          <p>Quomodo fiet oleum de amigdalis.

Man skal takæ ammandæls kiærnæ oc latæ .i. het watn til the skalæs oc thørræ them sithæn .a. et klæthæ oc stampæ them .i. en mortæl. oc writhæ gømæn et klæthæ. thæn oly ær goth til alkyns mat.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="hkb-002-trans" xml:lang="de" corresp="#hkb-002-orig">
          <p>Nimm Mandeln und gib sie in heißes Wasser, bis sie sich schälen lassen. Trockne sie danach auf einem Tuch. Zerstoße die Mandeln anschließend in einem Mörser zu einer feinen Paste und wringe diese Paste durch ein Tuch, um das Öl zu gewinnen. Dieses Öl ist gut für alle Arten von Speisen.</p>
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        <div type="ingredients">
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              <ingredient en="" commodity="" orig="ammandæls kiærnæ">Mandeln</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="het watn">Heißes Wasser</ingredient>
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      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#hkb-002-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Selbstgemachtes Mandelöl - ein feines, mildes Speiseöl, das durch Stoßen und Auspressen geschälter Mandeln gewonnen wird. Es war in der mittelalterlichen Küche hoch geschätzt: vielseitig, neutral im Geschmack und - weil pflanzlich - perfekt für die Fastenzeit. Der direkte Verwandte im selben Manuskript ist das Nussöl hkb-001, das mit identischer Technik entsteht.

Blanchieren zuerst. Die Mandeln kommen in het watn (heißes Wasser), bis sich die braune Haut abziehen lässt - das klassische Blanchieren. Danach werden sie auf einem Tuch getrocknet, damit das Restwasser die spätere Ölausbeute nicht verwässert. Nur die geschälten, weißen Kerne ergeben ein klares, mildes Öl.

Stoßen und Pressen. Die getrockneten Mandeln werden im Mörser zu einer feinen, öligen Paste gestoßen und diese Paste durchs Tuch gewrungen - writhæ gømæn et klæthæ. Das austretende Fett ist das Mandelöl; der Trester (die gepresste Mandelmasse) ist nichts anderes als entöltes Mandelmehl und lässt sich weiterverwenden. Der Schlusssatz lobt das Öl als goth til alkyns mat - „gut für alle Arten von Speisen“.

Praxis. Mandeln in kochendem Wasser kurz blanchieren, häuten, gut abtrocknen. Im schweren Mörser (vorgewärmt erleichtert das Pressen) zu einer Paste stoßen, dann portionsweise durch ein festes Tuch oder eine Nussmilchpresse auswringen. Die Ausbeute ist gering - Mandeln enthalten zwar viel Fett, geben es per Hand aber nur teilweise her. Wer es einfach will: fertiges, kaltgepresstes Mandelöl gibt es im Reformhaus oder Bioladen.</note>
        <note type="gloss" target="#hkb-002-orig" n="het watn" resp="#fyndling">Heißes Wasser zum Blanchieren - es löst die braune Mandelhaut, die sich danach leicht abziehen lässt. Nur die weißen Kerne ergeben ein klares, mildes Öl.</note>
        <note type="gloss" target="#hkb-002-orig" n="writhæ gømæn et klæthæ" resp="#fyndling">Durch ein Tuch wringen - presst das Öl aus der gestoßenen Mandelpaste, ein echtes Auspressen, kein bloßes Abseihen.</note>
        <note type="gloss" target="#hkb-002-orig" n="goth til alkyns mat" resp="#fyndling">„Gut für alle Arten von Speisen“ - lobt die vielseitige Verwendbarkeit des milden Mandelöls.</note>
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