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      <titleStmt>
        <title>Senf-Honig-Sauce</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-06-21">2026-06-21</date>
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          <title>Kogebog / Libellus de arte coquinaria</title>
          <date when="1300">1300</date>
          <idno type="URI">https://tekstnet.dk/books/harpestreng-h_skrifter-nks66/004/</idno>
          <note>Transkription: Jonathan Adams &amp; Ebba Hjorth, Tekstnet.dk / Det Danske Sprog- og Litteraturselskab (DSL), 2006</note>
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        <language ident="da-old">Altdänisch (ca. 1300)</language>
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      <div type="recipe" xml:id="hkb-008">
        <head>Senf-Honig-Sauce</head>
        <div type="original" xml:id="hkb-008-orig" xml:lang="da-old" corresp="#hkb-008-trans">
          <p>Item de aliis salsis

Man skal takæ synup oc latæ til fiarthædeld hunugh oc malæ hænnæ mæth goth ædik. Thænnæ ær fyrætiughæ daghæ goth.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="hkb-008-trans" xml:lang="de" corresp="#hkb-008-orig">
          <p>Nimm Senf und gib ein Viertel Honig hinzu. Verrühre ihn mit gutem Essig. Diese Sauce ist vierzig Tage haltbar.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
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              <ingredient en="" commodity="" orig="synup">Senf</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="fiarthædeld hunugh">Honig</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="goth ædik">Essig</ingredient>
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      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#hkb-008-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Ein Honigsenf - eine der ältesten überlieferten Senf-Honig-Saucen Nordeuropas, der direkte Vorfahr des heutigen Honigsenfs und der süssen Senfsorten. Aus der Saucen-Rubrik (de aliis salsis, „von anderen Saucen“) der Harpestreng-Handschrift.

synup und malæ. Das Verb malæ heisst wörtlich „mahlen“, meint im Senf-Kontext aber das gründliche Verreiben zu einer glatten Sauce. Ob man von ganzer Senfsaat ausgeht (im Mörser mahlen) oder fertigen Senf verrührt, lässt der knappe Text offen - das Ergebnis ist dieselbe glatte Würzpaste.

Die Mengenangabe. fiarthædeld hunugh - „ein Viertel Honig“, ohne Bezugsgrösse. Gemeint ist ein Viertelanteil Honig im Verhältnis zum Senf; die genaue Menge bleibt Geschmackssache.

Haltbarkeit. Die ausdrückliche Angabe „vierzig Tage haltbar“ verweist auf den konservierenden Charakter von Essig und Honig - eine bewusst auf Vorrat angelegte Würzsauce.

Praxis. Senf (fertig oder frisch gemahlen) mit etwa einem Viertel Honig und gutem Essig zu einer glatten, streichfähigen Sauce verrühren, nach Geschmack abschmecken. In ein verschliessbares Gefäss füllen; hält im Kühlen mehrere Wochen.</note>
        <note type="gloss" target="#hkb-008-orig" n="de aliis salsis" resp="#fyndling">Lateinische Rubrik „von anderen Saucen“ - ordnet das Rezept einer Sammlung von Würzsaucen zu.</note>
        <note type="gloss" target="#hkb-008-orig" n="synup" resp="#fyndling">Senf.</note>
        <note type="gloss" target="#hkb-008-orig" n="fiarthædeld" resp="#fyndling">Ein Viertel - Anteil des Honigs, ohne genannte Bezugsgrösse.</note>
        <note type="gloss" target="#hkb-008-orig" n="malæ" resp="#fyndling">Wörtlich ‚mahlen‘; im Senf-Kontext das Verreiben zu einer glatten Sauce.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#hkb-008-orig" n="malæ" resp="#fyndling">Verrühren zu einer glatten Sauce - aus Senf, Honig und Essig wird eine fertige Würzpaste angemacht.</note>
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