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        <title>Speckhuhn mit Salbei und Essig</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-06-23">2026-06-23</date>
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          <title>Kogebog / Libellus de arte coquinaria</title>
          <date when="1300">1300</date>
          <idno type="URI">https://tekstnet.dk/books/harpestreng-h_skrifter-nks66/004/</idno>
          <note>Transkription: Jonathan Adams &amp; Ebba Hjorth, Tekstnet.dk / Det Danske Sprog- og Litteraturselskab (DSL), 2006</note>
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      <div type="recipe" xml:id="hkb-022">
        <head>Speckhuhn mit Salbei und Essig</head>
        <div type="original" xml:id="hkb-022-orig" xml:lang="da-old" corresp="#hkb-022-trans">
          <p>De cibo qui dicitur spæk honer

Man skal siuthæ et høns mæth helæ saluiæ blath oc spæk wæl skoren sma sum ærtær oc ædykæ. oc salt til matæ. Thæt hetær spæk honer.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="hkb-022-trans" xml:lang="de" corresp="#hkb-022-orig">
          <p>Nimm ein Huhn und siede es. Gib ganze Salbeiblätter hinzu, dazu Speck, fein gewürfelt wie Erbsen. Füge Essig und Salz nach Geschmack bei. Dieses Gericht nennt man Speckhuhn.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
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            <item><ingredient en="" commodity="" orig="et høns">Huhn</ingredient> - 1</item>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="helæ saluiæ blath">Salbeiblätter</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="ædykæ">Essig</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="salt til matæ">Salz</ingredient>
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      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#hkb-022-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Ein gesottenes Huhn, das mit ganzen Salbeiblättern und fein gewürfeltem Speck aromatisiert und mit Essig und Salz abgeschmeckt wird - ein schlichtes Eintopf-Huhn, das eng mit dem gesottenen jungen Huhn mit Speck derselben Handschrift verwandt ist (hkb-018). Der Salbei rückt es zugleich in die Nähe der grünen Salbei-Saucen des Korpus (men-124, kkm-103). Der Gerichtname spæk honer heißt schlicht "Speckhuhn".

Helæ saluiæ blath - "ganze Salbeiblätter": der Salbei wird nicht zerstoßen, sondern im Ganzen mitgesotten, gibt sein Aroma in den Sud und lässt sich vor dem Servieren leicht entfernen.

Spæk wæl skoren sma sum ærtær - Speck "gut geschnitten, klein wie Erbsen": erbsengroße Würfel, eine im Harpestreng-Korpus wiederkehrende Schnittangabe. (Es geht nicht um Hülsenfrüchte - 'wie Erbsen' meint nur die Würfelgröße.)

Ædykæ ... til matæ - Essig und Salz "nach Geschmack/Bedarf": die Säure macht aus dem Sud eine leicht säuerliche Brühe, kein fester Mengenwert.

Praxis. Ein Huhn in Wasser mit erbsengroßen Speckwürfeln und einer Handvoll ganzer Salbeiblätter sanft gar sieden (knapp unter dem Kochpunkt, ca. 60-90 Min., je nach Tier). Zum Schluss mit Essig und Salz abschmecken, sodass die Brühe angenehm säuerlich wird. Huhn zerlegen und in der Speck-Salbei-Brühe servieren.</note>
        <note type="gloss" target="#hkb-022-orig" n="spæk honer" resp="#fyndling">Speckhuhn - der Gerichtname.</note>
        <note type="gloss" target="#hkb-022-orig" n="helæ saluiæ blath" resp="#fyndling">Ganze Salbeiblätter - im Ganzen mitgesotten, nicht zerstoßen.</note>
        <note type="gloss" target="#hkb-022-orig" n="sma sum ærtær" resp="#fyndling">'klein wie Erbsen' - Schnittangabe für erbsengroße Speckwürfel (keine Hülsenfrüchte).</note>
        <note type="gloss" target="#hkb-022-orig" n="til matæ" resp="#fyndling">'nach Geschmack/Bedarf' - keine feste Mengenangabe.</note>
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