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        <title>Gefüllte Morcheln, sülze-artig zubereitet</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-06-20">2026-06-20</date>
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          <title>München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 5919</title>
          <date when="1505">1505</date>
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          <note>Transkription: CoReMA - Cooking Recipes of the Middle Ages, Helmut W. Klug (Hg.), Universität Graz, Ms. M9 (CC BY 4.0)</note>
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        <language ident="fnhd">Frühneuhochdeutsch (mittelbairisch, Regensburg, um 1500-1510)</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
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        <head>Gefüllte Morcheln, sülze-artig zubereitet</head>
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          <p>gesultz maurochen wildw machen gesultzt maurochen so full die maurochen mit ainer guten full von ayren vnd stoß sy dann an ein spislein vnd prat sy schon vnd dye prue dar autz vnd mach es</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="m5919-016-trans" xml:lang="de" corresp="#m5919-016-orig">
          <p>Willst du sülze-artig zubereitete Morcheln machen, so fülle die Morcheln mit einer guten Füllung aus Eiern. Dann stecke sie an ein Spießchen und brate sie schön. Die Brühe, die dabei entsteht, nimm daraus und richte es an.</p>
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        <div type="ingredients">
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              <ingredient en="" commodity="" orig="maurochen">Morcheln</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="ayren">Eier</ingredient>
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      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#m5919-016-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Gefüllte Morcheln am Spieß - die hohlen Morchel-Hüte werden mit einer Eierfüllung gefüllt, aufgespießt und gebraten. Direkte Verwandte: bgs-023 und kkm-098 (gefüllte Morcheln am Spieß/Rost).

Die Technik. Morcheln mit einer guten Ei-Füllung füllen, an Spießchen stecken, schön braten; den austretenden Saft/die Brühe auffangen und dazugeben.

Knapper, etwas unvollständiger Wortlaut. Der Text bricht mit ‚die Brühe daraus und mache es' fast ab - das ‚gesülzt' (gesultz) im Titel meint hier wohl die gallertige Brat-/Eiermasse, nicht eine kalte Aspik. Wir geben die Lesart vorsichtig wieder.

Praxis. Morchelhüte mit einer würzigen Ei-/Farce-Füllung füllen, am Spieß oder Rost braten; den Bratsaft dazu.</note>
        <note type="gloss" target="#m5919-016-orig" n="maurochen" resp="#fyndling">Morcheln (der Pilz) - die hohlen Hüte eignen sich zum Füllen.</note>
        <note type="gloss" target="#m5919-016-orig" n="gesultz" resp="#fyndling">Im Titel ‚gesülzt'; hier wohl die gallertige Ei-/Bratmasse, nicht eine kalte Aspik. Der Wortlaut ist knapp.</note>
        <note type="gloss" target="#m5919-016-orig" n="spislein" resp="#fyndling">Kleines Spießchen, auf das die gefüllten Morcheln gesteckt und gebraten werden.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#m5919-016-orig" n="gesultz (maurochen)" resp="#fyndling">‚Gesülzte' Morcheln - hier am ehesten gefüllte, gebratene Morcheln mit einer gallertigen Ei-/Bratmasse, nicht eine kalte Aspik-Sülze. Der knappe, fast abbrechende Wortlaut lässt es etwas offen.</note>
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