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        <title>Karpfen auf dreierlei Art</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-06-20">2026-06-20</date>
        <idno type="url">https://fyndling.de/rezepte/mar-240/</idno>
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          <title>Libro de arte coquinaria</title>
          <date when="1465">1465</date>
          <idno type="URI">https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb05/germanistik/absprache/sprachverwendung/gloning/tx/martino2.htm</idno>
          <note>Transkription: Thomas Gloning / Valeria Romanelli, Universität Giessen (Digitale Edition 2004)</note>
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        <language ident="it-med">Frühitalienisch (15. Jh.)</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
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      <div type="recipe" xml:id="mar-240">
        <head>Karpfen auf dreierlei Art</head>
        <div type="original" xml:id="mar-240-orig" xml:lang="it-med" corresp="#mar-240-trans">
          <p>Carpani.

Falli lessare quando sonno grossi, et anche li poterai arrostire et frigiralli essendo piccini.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="mar-240-trans" xml:lang="de" corresp="#mar-240-orig">
          <p>Karpfen. Lasse sie sieden, wenn sie groß sind. Du kannst sie auch am Spieß braten oder frittieren, wenn sie klein sind.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
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              <ingredient en="" commodity="" orig="Carpani">Karpfen</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="null (implied)">Salz</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="null (implied)">Wasser</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="null (implied)">Fett zum Braten/Frittieren</ingredient>
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        <note type="preparation_tip" target="#mar-240-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Karpfen in drei größenabhängigen Garformen - die knappe Renaissance-Grundregel hinter jedem klassischen Karpfengericht: großer Fisch wird gesotten, kleinerer am Spieß gebraten oder frittiert. Karpfen war der Fastenfisch schlechthin, in Teichwirtschaft gezüchtet und überall verfügbar.

Maestro Martino bleibt hier bei den Grundlagen und nennt nur die drei Methoden. Lessare meint sieden/pochieren, arrostire das Braten am Spieß, frigere das Ausbacken in Fett. Welche Sauce dazugehört, lässt er offen - andere Quellen füllen das aus: der Pariser Ménagier gibt zum gesottenen Karpfen eine gewürzte Brotsauce, Severin von Boemia eine dunkle Apfel-Brot-Sauce mit Nelken und Pfeffer sowie eine ausgeführte Spieß-Rezeptur.

Praxis. Großen Karpfen ausnehmen, schuppen und in leicht gesalzenem Wasser knapp unter dem Siedepunkt gar ziehen lassen - dazu passt eine gewürzte Brotsauce. Kleineren Karpfen am Spieß über der Glut braten oder, in Stücke geteilt, in heißem Fett (historisch Schmalz oder Olivenöl, modern hitzebeständiges Pflanzenöl) ausbacken.</note>
        <note type="gloss" target="#mar-240-orig" n="lessare / arrostire / frigere" resp="#fyndling">Die drei Garformen: lessare = sieden/pochieren in Flüssigkeit, arrostire = braten/rösten (oft am Spieß über offenem Feuer), frigere = frittieren/ausbacken in Fett. Martino richtet die Wahl nach der Größe des Fisches.</note>
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