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      <titleStmt>
        <title>Krebse nach Art der Flusskrebse</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC BY-SA 4.0 (Übersetzung &amp; Anmerkungen)</licence>
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        <date when="2026-06-20">2026-06-20</date>
        <idno type="url">https://fyndling.de/rezepte/mar-250/</idno>
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          <title>Libro de arte coquinaria</title>
          <date when="1465">1465</date>
          <idno type="URI">https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb05/germanistik/absprache/sprachverwendung/gloning/tx/martino2.htm</idno>
          <note>Transkription: Thomas Gloning / Valeria Romanelli, Universität Giessen (Digitale Edition 2004)</note>
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        <language ident="it-med">Frühitalienisch (15. Jh.)</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
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      <div type="recipe" xml:id="mar-250">
        <head>Krebse nach Art der Flusskrebse</head>
        <div type="original" xml:id="mar-250-orig" xml:lang="it-med" corresp="#mar-250-trans">
          <p>Granci.

Falli in quello modo che è ditto de li gamari nel suo capitolo, et con essi darai per suo sapore l'aceto.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="mar-250-trans" xml:lang="de" corresp="#mar-250-orig">
          <p>Bereite die Krebse auf dieselbe Weise zu, wie es im Kapitel über die Flusskrebse beschrieben ist. Reiche dazu Essig für den Geschmack.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="Granci">Krabben / Krebse</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="l'aceto">Essig</ingredient>
            </item>
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      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#mar-250-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Gekochte Meereskrebse, kalt mit Essig gereicht - die Renaissance-Vorform der bis heute üblichen "Krabben/Krebse mit Essig-Dip". Granci sind Meereskrabben/-krebse; Martino verweist für die Zubereitung auf sein Kapitel zu den gamari, den Flusskrebsen. Im Ménagier steht der direkte Zwilling men-186: frische Krebse in Wasser-Wein-Mischung gekocht und mit Essig serviert.

Falli in quello modo che è ditto de li gamari - "bereite sie so zu, wie es bei den Flusskrebsen gesagt ist". Das ist Martinos modulare Verweistechnik: Krebse werden in Wasser (zeittypisch oft mit etwas Wein/Essig) gesotten, bis sie sich rot färben. Con essi darai per suo sapore l'aceto - dazu reichst du als Würze den Essig. Der saure Dip ist der Standard zu Schalentieren; er schneidet die Süße des Krebsfleischs.

Praxis. Frische Krebse, Garnelen oder Krabben in kräftig gesalzenem Wasser (gern mit einem Schuss Weißwein) zum Sieden bringen und je nach Größe 3-8 Minuten kochen, bis das Fleisch fest und die Schale rot ist. Sofort herausnehmen, lauwarm oder kalt servieren, dazu guten Wein- oder Kräuteressig zum Eintunken.</note>
        <note type="gloss" target="#mar-250-orig" n="granci" resp="#fyndling">Meereskrebse/-krabben (generisch für Schalentiere des Meeres).</note>
        <note type="gloss" target="#mar-250-orig" n="gamari" resp="#fyndling">Flusskrebse - auf deren Kapitel verweist Martino für die Garmethode.</note>
        <note type="gloss" target="#mar-250-orig" n="per suo sapore l'aceto" resp="#fyndling">"als seine Würze den Essig" - saurer Dip zum gekochten Schalentier, schneidet dessen Süße.</note>
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