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      <titleStmt>
        <title>Schaffleischpasteten mit Zwiebeln</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-06-20">2026-06-20</date>
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          <title>Le Ménagier de Paris</title>
          <date when="1393">1393</date>
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          <note>Transkription: Base de Français Médiéval, ENS Lyon (Etalab Open License)</note>
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        <language ident="fro">Moyen Français</language>
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      <div type="recipe" xml:id="men-165">
        <head>Schaffleischpasteten mit Zwiebeln</head>
        <div type="original" xml:id="men-165-orig" xml:lang="fro" corresp="#men-165-trans">
          <p>Pastez de mouton, bien haschiez menuz, avec des ciboules.</p>
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        <div type="translation" xml:id="men-165-trans" xml:lang="de" corresp="#men-165-orig">
          <p>Pasteten von Schaffleisch, recht fein gehackt, mit Frühlingszwiebeln.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="mouton">Schaffleisch</ingredient> - 500 g</item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="ciboules">Frühlingszwiebeln oder Schalotten</ingredient> - 2</item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="Pastez (implied dough)">Pastetenteig</ingredient> - 500 g</item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="(implied seasoning)">Salz</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="(implied seasoning)">Pfeffer</ingredient>
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        <note type="preparation_tip" target="#men-165-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Kleine Fleischpasteten mit Schaffleisch und Frühlingszwiebeln - die direkte Verwandtschaft der bis heute lebendigen Fleischpastete (englisch meat pie, französisch pâté en croûte). Das Rezept ist im Original ein Einzeiler: Der Ménagier setzt das Pasteten-Backen als bekannt voraus und nennt nur die Füllung.

Pastez sind Teighüllen, die mit einer Farce gefüllt und gebacken werden. Mouton ist ausdrücklich Hammel (ausgewachsenes Schaf), nicht Lamm - kräftiger und fetter, was zur herzhaften Füllung passt. Haschiez menuz verlangt recht fein gehacktes Fleisch, das mit ciboules (Frühlingszwiebeln) vermengt wird; deren milde Schärfe würzt das fette Schaffleisch.

Weil die Quelle keine Gewürze nennt, bleibt das im Detail offen - eine schlichte Würze mit Salz und Pfeffer ist zeittypisch und naheliegend, aber Ergänzung, nicht Vorgabe des Textes.

Praxis. Etwa 500 g Hammel- oder Schaffleisch (ersatzweise Lamm) recht fein hacken, mit 2-3 fein geschnittenen Frühlingszwiebeln mischen, mit Salz und Pfeffer würzen. In kleine Teighüllen aus Mürbe- oder einfachem Wasser-Mehl-Fett-Teig füllen, verschließen und bei kräftiger Hitze goldbraun backen. Am Lager im Dutch Oven mit Glut auf dem Deckel oder im Lehmofen. Verwandt mit den Fleischpasteten foc-181, mar-133, foc-151 und foc-160.</note>
        <note type="gloss" target="#men-165-orig" n="Pastez" resp="#fyndling">Gefüllte, im Teigmantel gebackene Pasteten - hier kleine, gefüllte Teigtaschen.</note>
        <note type="gloss" target="#men-165-orig" n="mouton" resp="#fyndling">Fleisch vom ausgewachsenen Schaf (Hammel), nicht vom Lamm; kräftiger im Geschmack.</note>
        <note type="gloss" target="#men-165-orig" n="haschiez menuz" resp="#fyndling">Recht fein gehackt - die Füllung wird nicht püriert, sondern grob-fein geschnitten.</note>
        <note type="gloss" target="#men-165-orig" n="ciboules" resp="#fyndling">Frühlingszwiebeln/Lauchzwiebeln; im Mittelalter ein Sammelbegriff für junge, milde Zwiebelgewächse.</note>
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