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        <title>Brasse mit grüner Sauce oder Verjus</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-06-20">2026-06-20</date>
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          <title>Le Ménagier de Paris</title>
          <date when="1393">1393</date>
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          <note>Transkription: Base de Français Médiéval, ENS Lyon (Etalab Open License)</note>
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        <language ident="fro">Moyen Français</language>
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      <div type="recipe" xml:id="men-173">
        <head>Brasse mit grüner Sauce oder Verjus</head>
        <div type="original" xml:id="men-173-orig" xml:lang="fro" corresp="#men-173-trans">
          <p>Bresme soit cuicte en eaue, mengee a la saulse vert; et la rostie, au vertjus.</p>
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        <div type="translation" xml:id="men-173-trans" xml:lang="de" corresp="#men-173-orig">
          <p>Die Brasse koche in Wasser und serviere sie mit grüner Sauce. Die gebratene Brasse reiche mit Verjus.</p>
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          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="Bresme">Brasse</ingredient> - 1</item>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="eaue">Wasser</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="saulse vert">Grüne Sauce</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="vertjus">Verjus</ingredient>
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        <note type="preparation_tip" target="#men-173-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Zwei klassische Fastenpaarungen für die Brasse (Brachsen): gekochter Fisch zur kalten Kräutersauce, gebratener Fisch zum Verjus. Das Prinzip - milder Süßwasserfisch trifft auf eine säuerlich-grüne Begleitung - lebt bis heute in der Frankfurter Grünen Soße zum Fisch und in der italienischen salsa verde weiter.

Saulse vert - die grüne Sauce. Der Ménagier nennt keine Zutaten, weil die saulse vert eine Standardsauce war, die jeder Koch im Kopf hatte: frische Kräuter (Petersilie, Salbei, manchmal Minze oder Sauerampfer) im Mörser zerstoßen, mit Essig oder Verjus gesäuert und meist mit eingeweichtem Brot gebunden. Sie passt zum gekochten Fisch, dessen milder Eigengeschmack die Kräuter trägt.

Vertjus zum gebratenen Fisch. Der gebratene Fisch bekommt stattdessen schlicht Verjus - den Saft unreifer Trauben, säuerlich, aber fruchtiger und milder als Essig. Die Röstaromen des Bratens brauchen keine Kräutersauce, nur den säuernden Kontrapunkt. Diese Zweiteilung (kochen zur Sauce, braten zum Verjus) ist ein durchgehendes Muster der mittelalterlichen Fischküche - vgl. mar-243.

Praxis. Brachsen küchenfertig vorbereiten; ersatzweise Karpfen oder Forelle. Für die gekochte Variante den Fisch in leicht gesalzenem Wasser knapp unter dem Siedepunkt 10-15 Minuten ziehen lassen und mit grüner Kräutersauce reichen. Für die gebratene Variante den Fisch über Glut oder in der Pfanne braten und vor dem Servieren mit Verjus beträufeln (ersatzweise milder Weißweinessig oder etwas Zitronensaft).</note>
        <note type="gloss" target="#men-173-orig" n="Bresme" resp="#fyndling">Brasse, ein Süßwasserfisch, der im Mittelalter häufig verzehrt wurde.</note>
        <note type="gloss" target="#men-173-orig" n="saulse vert" resp="#fyndling">Grüne Sauce, eine allgemeine Bezeichnung für Saucen mit frischen Kräutern, oft auf Basis von Essig oder Verjus.</note>
        <note type="gloss" target="#men-173-orig" n="vertjus" resp="#fyndling">Verjus, der Saft unreifer Weintrauben, der als säuerndes Würzmittel ähnlich wie Essig verwendet wurde, aber milder und fruchtiger ist.</note>
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