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        <title>Schleie mit Verjus</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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          <title>Le Ménagier de Paris</title>
          <date when="1393">1393</date>
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          <note>Transkription: Base de Français Médiéval, ENS Lyon (Etalab Open License)</note>
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      <div type="recipe" xml:id="men-217">
        <head>Schleie mit Verjus</head>
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          <p>Tante cuicte en eaue, ou rostie, mengee au vertjus.</p>
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        <div type="translation" xml:id="men-217-trans" xml:lang="de" corresp="#men-217-orig">
          <p>Nimm eine Schleie, koche sie in Wasser oder brate sie über dem Feuer. Serviere das Gericht anschließend mit Verjus.</p>
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        <div type="ingredients">
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            <item><ingredient en="" commodity="" orig="Tante">Schleie</ingredient> - 1</item>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="eaue">Wasser</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="vertjus">Verjus</ingredient>
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        <note type="preparation_tip" target="#men-217-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Schleie, schlicht gekocht oder gebraten und mit Verjus serviert - ein knappes Fastenrezept, das sich auf das Wesentliche beschränkt: milder Süßwasserfisch und ein säuerlich-fruchtiger Saft als einzige Begleitung. Es gehört in dieselbe Familie wie mar-229, das die Schleie gleich auf drei Arten zubereitet.

Tante - die Schleie. Die Schreibung Tante ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine Verschreibung von Tanche, der Schleie - im Mittelalter ein beliebter, fester Süßwasserfisch. Dafür sprechen die Zubereitungsarten (gekocht oder gebraten) und die Nachbarschaft zu anderen Fischrezepten. Die Schleie hat ein mildes, leicht erdiges Fleisch, das eine säuernde Begleitung gut verträgt.

Vertjus - der grüne Saft. Verjus, der Saft unreifer Weintrauben, ist säuerlich wie Essig, aber fruchtiger und weicher. Er passt sowohl zum gekochten als auch zum gebratenen Fisch und braucht keine weitere Sauce - die Säure allein hebt den milden Fisch.

Praxis. Eine küchenfertige Schleie (ersatzweise Forelle oder Karpfen) entweder in leicht gesalzenem Wasser knapp unter dem Siedepunkt 10-15 Minuten ziehen lassen oder über der Glut bzw. in der Pfanne braten. Vor dem Servieren mit Verjus beträufeln (ersatzweise milder Weißweinessig oder etwas Zitronensaft).</note>
        <note type="gloss" target="#men-217-orig" n="Tante" resp="#fyndling">Höchstwahrscheinlich Verschreibung für Tanche - die Schleie, ein beliebter Süßwasserfisch der Fastenküche.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#men-217-orig" n="Tante" resp="#fyndling">Gelesen als Tanche (Schleie). Die Zubereitung (gekocht oder gebraten) und der Fischkontext der umgebenden Rezepte stützen diese Lesart eindeutig.</note>
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