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        <title>Die sieben Grundzutaten für ein gutes Pfannenmus</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-07-06">2026-07-06</date>
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          <title>Maister Hannsen des von Wirtenberg Koch</title>
          <date when="1460">1460</date>
          <idno type="URI">https://gams.uni-graz.at/o:corema.bs1/TEI_SOURCE.2021-01-15</idno>
          <note>Transkription: Astrid Böhm &amp; Helmut W. Klug, CoReMA TEI-Edition (Uni Graz, 2021, CC BY 4.0); Sekundäredition: Anton Birlinger, Alemannia 1, Bonn 1865 (Public Domain)</note>
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      <langUsage>
        <language ident="fnhd">Frühneuhochdeutsch (alemannisch-schwäbisch, 1460)</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
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      <div type="recipe" xml:id="mha-001">
        <head>Die sieben Grundzutaten für ein gutes Pfannenmus</head>
        <div type="original" xml:id="mha-001-orig" xml:lang="fnhd" corresp="#mha-001-trans">
          <p>Wer ein guot muos wil haben das mach von sibennler sachen du muost haben milich salcz vnd schmalcz zugker ayer vnd mel saffran dar zue So wirt es gell</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="mha-001-trans" xml:lang="de" corresp="#mha-001-orig">
          <p>Dieser Eintrag steht ganz am Anfang des Kochbuchs und ist kein vollständiges Rezept, sondern eine Eröffnungsformel: Wer ein gutes Mus zubereiten will, soll es aus diesen sieben Zutaten machen - Milch, Salz, Schmalz, Zucker, Eier, Mehl und Safran, „damit es gelb wird". Ein eigenes Zubereitungsverfahren nennt der Text nicht - nur die Zutatenliste und den Hinweis auf die Farbe.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="milich">Milch</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="salcz">Salz</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="schmalcz">Schmalz</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="zugker">Zucker</ingredient>
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            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="mel">Mehl</ingredient>
            </item>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="saffran">Safran</ingredient>
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      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#mha-001-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Der Text selbst beschreibt kein Verfahren - keine Verben wie rühren, gießen oder backen, nur die sieben Zutaten und die Farbaussage „So wirt es gell" (so wird es gelb). Das Wort muos war um 1460 ein weiter Sammelbegriff und konnte sowohl einen löffelfähigen Brei als auch ein in Fett gegartes Eiergericht meinen. Ein Indiz für die zweite Lesart: Schmalz wird als eigene Zutat neben Milch, Eiern und Mehl genannt, und Schmalz diente in dieser Zeit meist als Bratfett, seltener als Zutat in einem gerührten Brei. Zwingend ist das nicht, aber naheliegend - am ehesten vergleichbar mit einem einfachen, dünnen Eierpfannkuchen aus Milch, Ei und Mehl, mit Safran gelb gefärbt.

Praxis. Wer die Pfannkuchen-Lesart nachkochen will: Milch, Eier und Mehl zu einem glatten, dünnflüssigen Teig verrühren, mit einer Prise Salz und einer Spur Zucker abschmecken und mit in etwas warmer Milch aufgelöstem Safran gelb färben. Den Teig in heißem Schmalz portionsweise zu dünnen Pfannkuchen ausbacken, von beiden Seiten. Mengen, Pfannentyp und Backdauer nennt der Text nicht - das bleibt der eigenen Erfahrung überlassen, wie beim Original auch.</note>
        <note type="gloss" target="#mha-001-orig" n="muos" resp="#fyndling">Bei Meister Hans ein weiter Sammelbegriff für milchig-eierige Speisen - Brei ebenso wie ein gebackenes Eiergericht. Der Text legt sich nicht fest; Schmalz im Zutatenkanon ist ein Indiz (kein Beweis) für die zweite Lesart.</note>
        <note type="gloss" target="#mha-001-orig" n="sibennler sachen" resp="#fyndling">„Sieben Sachen" - der mittelalterliche Zahlen-Topos für die Grundzutaten eines guten Mus. Hier: Milch, Salz, Schmalz, Zucker, Eier, Mehl, Safran. Wortform sonst im Korpus nicht belegt (Hapax).</note>
        <note type="gloss" target="#mha-001-orig" n="schmalcz" resp="#fyndling">Schmalz, ausgelassenes tierisches Fett (meist Schwein- oder Butterschmalz). Diente in dieser Zeit meist als Bratfett - als eigene Zutat neben Eiern und Mehl genannt ein Indiz für ein gebackenes statt gerührtes Gericht, aber keine explizite Funktionsangabe im Text.</note>
        <note type="gloss" target="#mha-001-orig" n="gell" resp="#fyndling">Gelb. Safran wird ausdrücklich nur als Farbgeber genannt („So wirt es gell").</note>
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