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        <title>Salbei-Zimt-Walnuss-Sauce</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-07-16">2026-07-16</date>
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          <title>Maister Hannsen des von Wirtenberg Koch</title>
          <date when="1460">1460</date>
          <idno type="URI">https://gams.uni-graz.at/o:corema.bs1/TEI_SOURCE.2021-01-15</idno>
          <note>Transkription: Astrid Böhm &amp; Helmut W. Klug, CoReMA TEI-Edition (Uni Graz, 2021, CC BY 4.0); Sekundäredition: Anton Birlinger, Alemannia 1, Bonn 1865 (Public Domain)</note>
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        <language ident="fnhd">Frühneuhochdeutsch (alemannisch-schwäbisch, 1460)</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
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      <div type="recipe" xml:id="mha-145">
        <head>Salbei-Zimt-Walnuss-Sauce</head>
        <div type="original" xml:id="mha-145-orig" xml:lang="fnhd" corresp="#mha-145-trans">
          <p>Item Aber ein Sallsen aus saluan ein salsen von Saluan den solt nemen vnd Cynamonium vnd walisch nuss das reibe mit guotem essich .</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="mha-145-trans" xml:lang="de" corresp="#mha-145-orig">
          <p>Noch eine Salbei-Sauce: Nimm Salbei, dazu Zimt und Walnüsse. Das Ganze mit gutem Essig fein verreiben.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
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              <ingredient en="" commodity="" orig="saluan">Salbei</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="Cynamonium">Zimt</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="walisch nuss">Walnüsse</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="guotem essich">Essig</ingredient>
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      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#mha-145-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Eine kalte, ungekochte Würzsauce aus Salbei, Zimt und Walnüssen, die mit gutem Essig zu einer feinen Paste verrieben wird - kein Kochschritt, kein Feuer, reine Mörserarbeit. Sie gehört in die breite Familie kalter Nuss-Essig-Saucen, wie sie etwa in der italienischen Salsa di Noci oder dem georgischen Bazhe bis heute fortleben, dort allerdings meist ohne Essig und Zimt. Der mit Abstand engste Verwandte im Korpus ist mon-036 (Mondseer Kochbuch), das dieselbe Salbei-Zimt-Walnuss-Grundformel unter der Bezeichnung "salsen czw vischen" - Sauce zu Fisch - führt und zusätzlich mit Wein anreibt, bevor durch Essig passiert wird. Der vorliegende Basler Text ist die knappere Fassung ohne diesen Wein-Zwischenschritt.

Praxis. Salbei, Zimt und Walnüsse zusammen im Mörser oder auf dem Reibebrett mit gutem Essig fein verreiben, bis eine streichfähige Paste entsteht. Die zerriebene Walnuss liefert durch ihr Fett die einzige Bindung - keine Mehlschwitze, kein Ei nötig. Mengenverhältnisse nennt die Quelle nicht; wer sich am Zwilling mon-036 orientiert, kann probeweise mit etwa gleichen Teilen Salbei und Walnuss sowie einer kleinen Prise Zimt beginnen und über den Essig die Schärfe justieren. Kalt servieren, zum Beispiel zu Fisch.</note>
        <note type="gloss" target="#mha-145-orig" n="saluan" resp="#fyndling" ref="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#saluan">Salbei (Salvia officinalis) - im schwäbisch-alemannischen Sprachraum eine übliche Schreibweise, nicht mit Sellerie zu verwechseln.</note>
        <note type="gloss" target="#mha-145-orig" n="Cynamonium" resp="#fyndling">Mittellateinisches Wort für Zimt (griechisch kínnamon), in Wörterbüchern der Zeit direkt mit Zimt gleichgesetzt. Im mha-Korpus ein Hapax - nur in diesem einen Rezept in dieser lateinischen Form, sonst trägt das Buch eingedeutschte Zimt-Schreibungen; ein kleiner Rest gelehrter Schreibsprache im sonst vernakulären Text.</note>
        <note type="gloss" target="#mha-145-orig" n="walisch nuss" resp="#fyndling">Walnuss - 'welsch/walisch' bezeichnet hier die italienische bzw. römische Herkunft der Nuss (daher auch der moderne Name 'Walnuss').</note>
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