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        <title>Rote Hühner in Safranteig</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-07-06">2026-07-06</date>
        <idno type="url">https://fyndling.de/rezepte/mha-181/</idno>
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          <title>Maister Hannsen des von Wirtenberg Koch</title>
          <date when="1460">1460</date>
          <idno type="URI">https://gams.uni-graz.at/o:corema.bs1/TEI_SOURCE.2021-01-15</idno>
          <note>Transkription: Astrid Böhm &amp; Helmut W. Klug, CoReMA TEI-Edition (Uni Graz, 2021, CC BY 4.0); Sekundäredition: Anton Birlinger, Alemannia 1, Bonn 1865 (Public Domain)</note>
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      <langUsage>
        <language ident="fnhd">Frühneuhochdeutsch (alemannisch-schwäbisch, 1460)</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
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      <div type="recipe" xml:id="mha-181">
        <head>Rote Hühner in Safranteig</head>
        <div type="original" xml:id="mha-181-orig" xml:lang="fnhd" corresp="#mha-181-trans">
          <p>Die roten

Item zue rotten huner mach also . huneren . So nym Saffran ayer vnd mel vnd thue dem als du dem hast gethan vnd gewurcz es wol .</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="mha-181-trans" xml:lang="de" corresp="#mha-181-orig">
          <p>Für rote Hühner gehe wie folgt vor: Nimm Hühner. Nimm Safran, Eier und Mehl und mache damit dasselbe, was du zuvor getan hast. Würze es gut.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="huneren">Hühner</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="Saffran">Safranfäden</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="ayer">Eier</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="mel">Weizenmehl</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="">Salz</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="">Pfeffer</ingredient>
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            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="">Schmalz oder Öl</ingredient>
            </item>
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      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#mha-181-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Rote Hühner - Huhn, das mit einer safrangelb-goldenen Ei-Mehl-Mischung überzogen und am Feuer weitergegart wird; die farbige Schwester der vorangehenden Hühner-Serie desselben Buches (weiß, schwarz, grün) - hier ist Safran das Farbmittel für Rot-Gold.

Was der Rückverweis bedeutet. Der Text ist ein reines Skelett-Rezept: "nym Saffran ayer vnd mel vnd thue dem als du dem hast gethan" - mach damit dasselbe, was du zuvor getan hast. Ein konkretes Vorrezept nennt der Text nicht, aber die unmittelbare Nachbarschaft im Buch (mha-180: weißes Huhn mit Eiweiß-Mehl-Guss; mha-182: schwarzes Huhn) legt nahe, dass hier dieselbe Grundtechnik gemeint ist: Huhn am Spieß oder in der Pfanne über dem Feuer braten und während oder nach dem Braten mit der Ei-Mehl-Mischung begießen, bis sich eine farbige Kruste bildet. Für ein separates Vorkochen in Wasser oder ein Zerlegen in Stücke vor dem Garen gibt der Text keinen Anhaltspunkt.

Praxis. Huhn am Spieß oder in der Pfanne über offenem Feuer braten. Safran, Eier und Mehl zu einer dickflüssigen, safrangelben Masse verrühren und während des Bratens oder kurz vor Ende mehrfach über das Huhn geben, sodass sich eine goldene Kruste bildet. Gut mit Salz und Pfeffer würzen.</note>
        <note type="gloss" target="#mha-181-orig" n="Item" resp="#fyndling">Standard-Einleitung für ein neues Rezept oder einen neuen Abschnitt in mittelalterlichen Kochbüchern.</note>
        <note type="gloss" target="#mha-181-orig" n="als du dem hast gethan" resp="#fyndling">Diese Formulierung bedeutet "wie du es zuvor getan hast" und verweist auf eine bekannte oder bereits beschriebene Zubereitungsweise - im Buch liegt die naheliegendste Referenz bei mha-180 (weißes Huhn, Eiweiß-Mehl-Guss aufs bratende Huhn).</note>
        <note type="gloss" target="#mha-181-orig" n="gewurcz es wol" resp="#fyndling">Würze es gut. Im Mittelalter waren dies typischerweise Salz, Pfeffer und je nach Gericht weitere Gewürze wie Ingwer, Nelken oder Muskat.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#mha-181-orig" n="als du dem hast gethan" resp="#fyndling">Verweis auf eine dem Koch geläufige Technik: Huhn am Feuer braten und mit einer Ei-Mehl-Mischung begießen, analog zur unmittelbar vorangehenden Hühner-Serie desselben Buches (mha-180, mha-182). Ein wörtlich benanntes Vorrezept nennt der Text nicht - die Wendung bleibt eine offene Rückverweisung auf bekannte Praxis.</note>
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