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        <title>Gebratene Wachteln mit Wein und Safran</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-07-03">2026-07-03</date>
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          <title>Graz, Universitätsbibliothek, Ms. 1609 (CoReMA GR1)</title>
          <date when="1480">1480</date>
          <idno type="URI">https://gams.uni-graz.at/o:corema.gr1/TEI_SOURCE</idno>
          <note>Transkription: CoReMA - Cooking Recipes of the Middle Ages, Helmut W. Klug (Hg.), Universität Graz, Ms. GR1 (CC BY 4.0)</note>
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        <language ident="fnhd">Frühneuhochdeutsch (bairisch-österreichisch, 15. Jh.)</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
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      <div type="recipe" xml:id="mon-071">
        <head>Gebratene Wachteln mit Wein und Safran</head>
        <div type="original" xml:id="mon-071-orig" xml:lang="fnhd" corresp="#mon-071-trans">
          <p>ITem wil dw wachtel machen so nym wachtel vnd viertails vnd leg Sy dan in chopff vnd thue smalcz dar an vnd lasß woll pratten dar Inn vnd gewß ein wenig wein oder esseich dar an vnd thue saffran dar an</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="mon-071-trans" xml:lang="de" corresp="#mon-071-orig">
          <p>Willst du Wachteln zubereiten, so nimm Wachteln und viertle sie. Lege sie dann in einen Topf, gib Schmalz hinzu und lass sie darin gut braten.</p>
          <p>Gieße ein wenig Wein oder Essig dazu und füge Safran hinzu.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
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              <ingredient en="" commodity="" orig="wachtel">Wachteln</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="smalcz">Schmalz</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="ein wenig wein oder esseich">Wein</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="saffran">Safran</ingredient>
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        <note type="preparation_tip" target="#mon-071-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Ein technisch denkbar knappes Kurzbratgericht: Wachteln vierteln, im Schmalz im Topf scharf anbraten, mit einem Schuss Wein oder Essig ablöschen und mit Safran würzen. Das ist im Kern das Ur-Prinzip des Sautierens/Schmorens mit Ablöschflüssigkeit - der direkte Vorfahr dessen, was heute als Wachtel in Weißwein-Safran-Fond serviert würde. Ein bürgerlich-praktisches Gegenstück zu den aufwendigen Wachtel-Pasteten der höfischen Küche.

chopff = Topf, nicht Kopf. Wie im benachbarten Rezept mon-072 belegt, meint die bairische Lautform "chopff" das Kochgefäß, nicht den Kopf des Tieres.

Praxis. Wachteln vierteln, im Schmalz im Topf über offenem Feuer gut anbraten. Mit einem Schuss Wein oder Essig ablöschen und den Bratensatz lösen. Safran erst gegen Ende zugeben, damit Farbe und Aroma nicht verkochen - kurz ziehen lassen, fertig.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-071-orig" n="wachtel" resp="#fyndling">Wachteln waren im Mittelalter eine beliebte Jagdbeute und Delikatesse, die oft gebraten oder in Pasteten zubereitet wurde.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-071-orig" n="smalcz" resp="#fyndling">Tierisches Fett, meist Schweineschmalz, aber auch Gänse- oder Hühnerschmalz, war ein gängiges Bratfett im Mittelalter.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-071-orig" n="saffran" resp="#fyndling">Safran war ein sehr teures Gewürz und Statussymbol. Es wurde nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern auch wegen seiner intensiven goldgelben Farbe verwendet, die Gerichten ein luxuriöses Aussehen verlieh.</note>
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