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      <titleStmt>
        <title>Scherzgericht: Pastete mit lebendigen Vögeln</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC BY-SA 4.0 (Übersetzung &amp; Anmerkungen)</licence>
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        <date when="2026-07-10">2026-07-10</date>
        <idno type="url">https://fyndling.de/rezepte/mon-235/</idno>
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          <title>Graz, Universitätsbibliothek, Ms. 1609 (CoReMA GR1)</title>
          <date when="1480">1480</date>
          <idno type="URI">https://gams.uni-graz.at/o:corema.gr1/TEI_SOURCE</idno>
          <note>Transkription: CoReMA - Cooking Recipes of the Middle Ages, Helmut W. Klug (Hg.), Universität Graz, Ms. GR1 (CC BY 4.0)</note>
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        <language ident="fnhd">Frühneuhochdeutsch (bairisch-österreichisch, 15. Jh.)</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
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      <div type="recipe" xml:id="mon-235">
        <head>Scherzgericht: Pastete mit lebendigen Vögeln</head>
        <div type="original" xml:id="mon-235-orig" xml:lang="fnhd" corresp="#mon-235-trans">
          <p>IDem welt ir ein schympffessen So macht czwen tophff von taig ain grosseren wendt denn anderen also das es klainer in dem grosseren gesten mog vnd d ettwas der czwisschen sey weytt wenn lembtig vogel der sczwisschen sein sullen dar vmb solt er ainer hantt weitter sein den der ander so dw sy richt hast so pachs in ainen offen dar nach nym ain repphuen vnd pracz an dy statt vnd chlain vogel dar czw vnd mach ein gestupp oder ain czeseinbel wie dw willt czw leg das rephuen als ein chapp pawn auff das gestupp machstu machen mit will hyssenn hischem wein mit czucker vnd sunst mit guetten gburcz dar nach mach das repphuen vnd dy vogel hays vnd thue sy in denn chlain tophffen wan dw an richten wilt nym ain tutter vnd pestreich Da mit des grossen tophen podem vnd secz denn chlain obem darr auff so hafft er vnd wirt/vest mit mell vnd von wasßer mach ain praw taig vnd mach ain praicz platt vber den tophfen das es vmb ain guetten her ab pass gee oder lang slach iij tutter durch ein ander vnd be= streich den tophff da mit vmb den pratt vnd secz in In ain offen wan es er sein genug hatt so thue In her auss vnd mach ain turel in den grossen offen topfhen nemb der seytten nym ain snitten pratt vnd mach ain turel dar fur das tu/es auff vnd czw tuen mugst nym xx lemtiger vogel vnd thue dy In denn tophffen czw den tuerelein mach Ettlichen dy snabel silbren ettleich gulden tue das tuerel wider czw mach ettwo vill locher In den tophff das dy vogellein nit der sticken Sneyd also ein loch als der chlain tophff also mit den selbigen platt decks wider czw wan dw es auff den tisch wilt geben wan sy des repphuens vnd ders Der vogel geessen haben so prechen sew das Inner auff da mit fliegen dy vogel dahin</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="mon-235-trans" xml:lang="de" corresp="#mon-235-orig">
          <p>Wenn du ein Scherzgericht zubereiten willst, so mache zwei Pastetentöpfe aus Teig. Den größeren wende so, dass der kleinere im größeren stehen kann und etwas Platz dazwischen ist. Wenn lebendige Vögel dazwischen sein sollen, so soll der eine Topf eine Handbreit weiter sein als der andere. Wenn du sie fertiggestellt hast, backe sie in einem Ofen.</p>
          <p>Danach nimm ein Rebhuhn und brate es sogleich, und brate auch kleine Vögel dazu. Mache dazu ein Gewürzpulver oder eine Sauce, wie du willst. Lege das Rebhuhn wie einen Kapaun auf das Gewürzpulver. Das Gewürzpulver kannst du mit heißem südlichen Wein, mit Zucker und sonst mit guten Gewürzen zubereiten.</p>
          <p>Danach mache das Rebhuhn und die Vögel heiß und gib sie in den kleinen Pastetentopf. Wenn du anrichten willst, nimm einen Eidotter und bestreiche damit den Boden des großen Pastetentopfes. Setze den kleinen Topf oben darauf, so haftet er und wird fest. Mit Mehl und Wasser mache einen braunen Teig und forme einen breiten Fladen über den Pastetentopf, sodass er gut ringsum hinabreicht oder lang ist. Schlage drei Eidotter durcheinander und bestreiche den Pastetentopf damit rings um das Brot herum und setze ihn in einen Ofen. Wenn er genug gebacken ist, nimm ihn heraus.</p>
          <p>Und mache ein Türchen in den großen, offenen Pastetentopf an der Seite. Nimm ein geschnittenes Brot und mache ein Türchen davor, das du öffnen und schließen kannst. Nimm zwanzig lebendige Vögel und gib sie in den Pastetentopf zu den Türchen. Mache etlichen die Schnäbel silbern, etlichen golden. Schließe das Türchen wieder. Mache etliche viele Löcher in den Pastetentopf, damit die Vögelchen nicht ersticken. Schneide ein Loch so groß wie der kleine Pastetentopf, und decke es mit demselben Teigfladen wieder zu.</p>
          <p>Wenn du es auf den Tisch geben willst: Wenn sie das Rebhuhn und die Vögel gegessen haben, so brechen sie das Innere auf, damit die Vögel davonfliegen.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="tophff von taig">Teig für Pastetentöpfe</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="ain repphuen">Rebhuhn</ingredient> - 1</item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="chlain vogel">Kleine Vögel (gebraten)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="gestupp oder ain czeseinbel">Gewürzpulver oder Sauce</ingredient>
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            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="hyssenn hischem wein">Südlicher Wein</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="czucker">Zucker</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="guetten gburcz">Gute Gewürze</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="ain tutter">Eidotter</ingredient> - 1</item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="mell">Mehl</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="wasßer">Wasser</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="iij tutter">Eidotter</ingredient> - 3</item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="snitten pratt">Brot (geschnitten)</ingredient>
            </item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="xx lemtiger vogel">Lebendige Vögel (für den Scherz)</ingredient> - 20</item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="silbren">Silber (für Vogelschnäbel)</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="gulden">Gold (für Vogelschnäbel)</ingredient>
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      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#mon-235-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? mon-235 ist eine der frühesten deutschsprachigen Bezeugungen des europaweiten Schauessen-Motivs „Pastete mit lebenden Vögeln“: ein Rebhuhn-Kleinvögel-Gericht wird in einem kleinen Pastetentopf serviert, der wiederum in einem größeren, mit zwanzig lebenden, silber- und goldschnäbeligen Vögeln gefüllten Pastetentopf steckt. Beim Anschneiden vor der Tafel fliegen die Vögel auf und überraschen die Gäste. Dieselbe Bautechnik - zwei ineinandergesetzte Pastetentöpfe, ein echtes Gericht innen, lebende Vögel im Zwischenraum, verschließbare Türchen gegen das Ersticken - findet sich fast identisch bei Martino (mar-268) und im Viandier (via-171); es handelte sich um ein spätmittelalterliches Hofküchen-Motiv, das vom französischen Fürstenhof bis in den bairisch-österreichischen Raum zirkulierte. Das lebendige Überraschungsmoment selbst ist aus Tierschutzgründen ausgestorben und lebt nur noch als Reenactment mit Attrappen bei Living-History-Banketten fort. Die essbare Trägerkonstruktion dagegen - ein freistehender, komplett aus Teig gebackener Pastetentopf als Backform und Gefäß zugleich - ist der direkte Vorfahr der bis heute bestehenden englischen Raised Pie (Game Pie, Pork Pie mit selbsttragender Teighülle) und der französischen Pâté en croûte.

Zur Formulierung „brate es sogleich“. Der Urtext sagt wörtlich, das Rebhuhn solle „an dy statt“ gebraten werden - eine Wendung, die im Mondseer Kochbuch mehrfach in der Bedeutung „sofort, auf der Stelle“ belegt ist (etwa mon-085, mon-134: „sewd/sewdcz von erst an dy statt“ = sogleich sieden). Sie betont, dass Rebhuhn und Vögel ohne Verzug gebraten werden, bevor sie weiterverarbeitet werden - kein zusätzlicher Arbeitsschritt, sondern eine Zeitangabe.

Zur Formulierung „ein Loch so groß wie“. Der Urtext lautet „Sneyd also ein loch als der chlain tophff“. „Also“ steht hier nicht für „auch“, sondern ist die bairische Vergleichspartikel „so“ (vor „als“ = „wie“) - dieselbe Konstruktion begegnet im selben Rezept bereits zu Beginn („also das es klainer... gesten mog“ = „so dass es kleiner... stehen kann“). Gemeint ist also kein zusätzliches Loch, sondern ein Loch von genau der Größe des kleinen Pastetentopfs, damit dieser exakt hindurchpasst.

Praxis. Zwei Pastetentöpfe aus stabilem Mürbe- oder Blätterteig backen, wobei der kleinere rundum eine Handbreit kleiner sein muss, damit zwischen beiden Töpfen Platz bleibt. Rebhuhn und kleine Vögel getrennt braten, mit einer würzigen, gesüßten Weinsauce (heißer Rotwein, Zucker, gute Gewürze) übergießen und in den kleinen Topf geben. Diesen mit Eidotter auf dem Boden des großen Topfes fixieren, mit einem breiten Teigfladen abdecken, mit Eidotter bestreichen und fertigbacken. Für eine moderne, tierschutzkonforme Inszenierung bleibt der Zwischenraum leer oder wird mit Attrappen gefüllt - echte lebende Vögel sind aus Tierschutz- und Rechtsgründen nicht umsetzbar.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-235-orig" n="schympffessen" resp="#fyndling">Ein Scherzgericht oder ‚Entremet‘, das als Spektakel bei Festmahlen diente. Die Überraschung der Gäste stand im Vordergrund.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-235-orig" n="tophff von taig" resp="#fyndling">Ein Pastetentopf, dessen Wände und Deckel aus Teig gebacken werden. Solche Teigformen waren im Mittelalter üblich, um Gerichte zu garen und zu präsentieren.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-235-orig" n="lembtig vogel" resp="#fyndling">Lebendige Vögel. Die Verwendung lebender Tiere in solchen Schauspeisen war im Mittelalter nicht unüblich, ist aber heute aus Tierschutzgründen und rechtlich nicht mehr zulässig. Sie dienten ausschließlich dem Überraschungseffekt.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-235-orig" n="gestupp" resp="#fyndling">Gewürzpulver. Im Mittelalter waren Gewürzmischungen, oft mit teuren Importgewürzen, ein Zeichen von Reichtum und Status.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-235-orig" n="czeseinbel" resp="#fyndling">Sauce. Saucen waren ein wichtiger Bestandteil der mittelalterlichen Küche, oft stark gewürzt und gesüßt.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-235-orig" n="will hyssenn hischem wein" resp="#fyndling">Heißer südlicher Wein, vermutlich ein kräftiger Rotwein. Das Wort ‚will‘ vor ‚hyssenn hischem wein‘ bleibt ungeklärt - die drift-korrigierte CoReMA-Parallelstelle liest an dieser Stelle nur ‚well hischem wein‘ (ohne ‚hyssenn‘) und glossiert dies als südlichen Wein. Möglicherweise ist ‚will‘ Teil einer verschriebenen Form von ‚welhisch‘ (= welsch, südlich/romanisch) oder eine scribale Dopplung; die Transkriptions-Divergenz zur CoReMA-Normalisierung bleibt ungeklärt.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-235-orig" n="chapp pawn" resp="#fyndling">Kapaun, ein gemästeter und kastrierter Hahn. Kapaune waren für ihre Größe und Zartheit bekannt und galten als Delikatesse. Hier dient er als Vergleich für die Größe des Rebhuhns.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-235-orig" n="tutter" resp="#fyndling" ref="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#tutter">Eidotter. Wird hier zum Bestreichen und als Bindemittel verwendet.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-235-orig" n="praicz platt" resp="#fyndling" ref="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#platt">Breiter Teigfladen. Wird hier als Deckel für den Pastetentopf verwendet.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-235-orig" n="pratt (ohne 'snitten')" resp="#fyndling">Brot - im Manuskript konsequent von ‚platt‘ (Teigfladen) unterschieden, obwohl beide Wörter ähnlich aussehen. Was genau an dieser frühen Stelle - vor der eigentlichen Türchen-Konstruktion aus Brot - mit ‚Brot‘ gemeint ist, vermutlich ein stützendes Stück Brot unter oder neben dem Teigfladen, bleibt trotz gesicherter Wortbedeutung inhaltlich ungeklärt.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-235-orig" n="snitten pratt" resp="#fyndling">Geschnittenes Brot. Wird hier verwendet, um ein kleines, funktionsfähiges Türchen in der Pastete zu formen.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-235-orig" n="praw taig" resp="#fyndling">Wörtlich ‚brauner Teig‘. Die Lesart ‚braun‘ ist bislang nicht durch eine CoReMA-Glosse oder einen eindeutigen Wörterbuchbeleg abgesichert und wird daher als plausible, aber unbestätigte Übersetzung gekennzeichnet.</note>
        <note type="gloss" target="#mon-235-orig" n="silbren / gulden" resp="#fyndling">Silber und Gold. Im Mittelalter wurden Speisen und Dekorationen oft mit Edelmetallen verziert, um den Reichtum und Status des Gastgebers zu demonstrieren. Hier für die Schnäbel der lebenden Vögel.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#mon-235-orig" n="schympffessen" resp="#fyndling">‚Scherzgericht‘ oder ‚Spaßessen‘. Dies ist die gängige Interpretation für solche überraschenden und unterhaltsamen Gerichte im mittelalterlichen Kontext.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#mon-235-orig" n="tophff / tophffen / tophen / topfhen" resp="#fyndling">‚Pastetentopf‘. Die CoReMA-Glosse ‚pie pot‘ und der Kontext der Zubereitung (aus Teig, gebacken, mit Inhalt) bestätigen diese Lesart.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#mon-235-orig" n="repphuen / rephuen / repphuens" resp="#fyndling">‚Rebhuhn‘. Die CoReMA-Glosse ‚partridge‘ bestätigt diese Lesart.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#mon-235-orig" n="czeseinbel" resp="#fyndling">‚Sauce‘. Die CoReMA-Glosse ‚sauce‘ bestätigt diese Lesart.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#mon-235-orig" n="will hyssenn hischem wein" resp="#fyndling">‚heißer südlicher Wein‘. Die CoReMA-Glosse ‚southern wine‘ und der Kontext der Zubereitung einer gewürzten Flüssigkeit stützen die Kernlesart. Unklar bleibt allein das vorangestellte ‚will‘.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#mon-235-orig" n="gburcz" resp="#fyndling">‚Gewürze‘. Die CoReMA-Glosse ‚spice‘ bestätigt diese Lesart.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#mon-235-orig" n="praicz platt" resp="#fyndling" ref="https://fyndling.de/rezepte/glossar/#platt">‚breiter Teigfladen‘. ‚Praicz‘ ist eine bairische Form von ‚breit‘, und ‚platt‘ bezeichnet hier einen flachen Teig, wie durch die CoReMA-Glosse ‚dough sheet‘ bestätigt.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#mon-235-orig" n="pratt (isoliert, vor der Türchen-Stelle)" resp="#fyndling">‚Brot‘ - wortgleich mit ‚snitten pratt‘ weiter unten und durch dieselbe CoReMA-Glosse bestätigt, orthographisch aber leicht verwechselbar mit dem distinkten ‚platt‘ (Teigfladen).</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#mon-235-orig" n="praw taig" resp="#fyndling">‚brauner Teig‘.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#mon-235-orig" n="lembtiger vogel" resp="#fyndling">‚lebendige Vögel‘. Die CoReMA-Glosse ‚songbird‘ und die Anweisung, die Schnäbel zu verzieren und Löcher in den Topf zu machen, damit sie nicht ersticken, bestätigen eindeutig, dass es sich um lebende Tiere handelt.</note>
        <note type="interpretive_choice" target="#mon-235-orig" n="tuerelein / tuerel" resp="#fyndling">‚Türchen‘. Dies ist das Diminutiv von ‚Tür‘ und beschreibt die kleine Öffnung, die in den Pastetentopf geschnitten wird.</note>
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