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      <titleStmt>
        <title>Gebratener Hecht mit Safransauce</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-06-22">2026-06-22</date>
        <idno type="url">https://fyndling.de/rezepte/sev-068/</idno>
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          <title>Kuchařství o rozličných krměch, kterak se užitečně s chutí strojiti mají</title>
          <date when="1535">1535</date>
          <idno type="URI">https://zlatyfond.sme.sk/dielo/5236/Zibrt_Staroceske-umeni-kucharske/27</idno>
          <note>Transkription nach Čeněk Zíbrt, Staročeské umění kuchařské (1927)</note>
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        <language ident="cs-early">Frühneuzeitliches Tschechisch</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
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      <div type="recipe" xml:id="sev-068">
        <head>Gebratener Hecht mit Safransauce</head>
        <div type="original" xml:id="sev-068-orig" xml:lang="cs-early" corresp="#sev-068-trans">
          <p>A chceš-li v sobotu k večeři.

Usmaž štiku prvním obyčejem, vezmi sladké smetany, přiraz do ní žlútek neb dva vaječná (žloutky), smíšej spolu a okořeň pepřem, muškatem a šafránem. I zvař tu jichu, aby se nesrazila, míšej i polí štiku.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="sev-068-trans" xml:lang="de" corresp="#sev-068-orig">
          <p>Brate den Hecht nach der üblichen Art. Nimm süße Sahne und rühre ein oder zwei Eigelb hinein. Vermische alles gut und würze mit Pfeffer, Muskat und Safran. Koche diese Sauce auf, rühre dabei stetig, damit sie nicht gerinnt, und gieße sie über den Hecht.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
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              <ingredient en="" commodity="" orig="štiku">Hecht</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="sladké smetany">Sahne</ingredient>
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            <item><ingredient en="" commodity="" orig="žlútek neb dva vaječná (žloutky)">Eigelb</ingredient> - 1</item>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="pepřem">Pfeffer</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="muškatem">Muskatnuss</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="šafránem">Safran</ingredient>
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      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#sev-068-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Gebratener Hecht unter einer hellgelben, mit Eigelb gebundenen Sahnesauce - ein früher Verwandter der mit Dotter legierten Saucen-Familie (Sauce hollandaise, Sabayon, das klassische „Aufschlagen am Wasserbad"). Der Witz liegt nicht im Braten des Fischs (das setzt das Rezept als bekannt voraus), sondern in der heiklen Sauce: Sahne und Eigelb müssen heiß werden, ohne dass das Ei zu Rührei stockt.

Prvním obyčejem („nach der üblichen Art") ist die typische Kurzanweisung gedruckter Kochbücher an den geübten Koch: den Hecht ganz oder in Stücken in der Pfanne oder am Rost goldbraun braten, mehr verrät die Quelle bewusst nicht.

Jichu meint hier die Sauce - eine gebundene jícha (Brühe/Tunke), die heiß über den fertigen Fisch gegossen wird, nicht mitgegart. Aby se nesrazila - „damit sie nicht gerinnt" - ist die ganze Kunst: Eigelb gerinnt ab etwa 65-70 °C, deshalb darf die Sauce nur ziehen, nie sprudelnd kochen.

Praxis. Hecht (oder ersatzweise Zander/Karpfen) in Butter oder Schmalz goldbraun braten und warm stellen. Für die Sauce 150-200 ml Sahne mit 1-2 Eigelb verquirlen, mit Pfeffer, frisch geriebener Muskatnuss und einer Prise Safran würzen (der Safran gibt das warme Gelb). Die Mischung in einem Topf bei milder Hitze - am Feuer am Rand der Glut, daheim auf kleinster Stufe oder im Wasserbad - unter ständigem Rühren erwärmen, bis sie sämig bindet (nicht über ein leises Köcheln hinaus). Sofort über den gebratenen Fisch gießen. Stockt das Ei doch, hilft ein Schuss kalter Sahne und kräftiges Rühren vom Herd genommen.</note>
        <note type="gloss" target="#sev-068-orig" n="prvním obyčejem" resp="#fyndling">„Nach der üblichen Art" / „nach dem ersten Brauch" - eine stehende Wendung gedruckter Kochbücher: die Grundbereitung (hier das Braten des Hechts) wird als bekannt vorausgesetzt und nicht ausgeführt.</note>
        <note type="gloss" target="#sev-068-orig" n="jichu" resp="#fyndling">Alttschechisch jícha - Sauce, Tunke oder gebundene Brühe; hier die heiß über den Fisch gegossene Eigelb-Sahne-Sauce.</note>
        <note type="gloss" target="#sev-068-orig" n="aby se nesrazila" resp="#fyndling">„Damit sie nicht gerinnt" - die Warnung gilt der Bindung aus Eigelb und Sahne, die bei zu großer Hitze stockt statt sämig zu binden.</note>
      </div>
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