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        <title>Mandelbrei für die Fastenzeit</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-06-22">2026-06-22</date>
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          <title>Kuchařství o rozličných krměch, kterak se užitečně s chutí strojiti mají</title>
          <date when="1535">1535</date>
          <idno type="URI">https://zlatyfond.sme.sk/dielo/5236/Zibrt_Staroceske-umeni-kucharske/27</idno>
          <note>Transkription nach Čeněk Zíbrt, Staročeské umění kuchařské (1927)</note>
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        <language ident="cs-early">Frühneuzeitliches Tschechisch</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
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      <div type="recipe" xml:id="sev-148">
        <head>Mandelbrei für die Fastenzeit</head>
        <div type="original" xml:id="sev-148-orig" xml:lang="cs-early" corresp="#sev-148-trans">
          <p>Kaše mandlová v postě dělaná.

Rozetři mandli čistě v pánvi, a rozpusť úkropem, aby bylo židké mléko, oslaď medem neb cukrem, i zavař, a daj tam ty žemle sstrúhané, coť se zdá, že by se zahustilo. A když počne vříti, koštuoj, dosti-li bude sladko, a jakž zevře, tak odstav, a daj na misu a jez.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="sev-148-trans" xml:lang="de" corresp="#sev-148-orig">
          <p>Zerreibe die Mandeln sauber und gib sie in eine Pfanne. Löse sie mit kochendem Wasser auf, sodass eine dünne Mandelmilch entsteht. Süße die Milch mit Honig oder Zucker und koche sie auf. Gib geriebene Brötchen hinzu, so viel, wie dir zum Eindicken passend erscheint. Wenn der Brei zu kochen beginnt, koste, ob er süß genug ist. Sobald er aufkocht, nimm ihn vom Herd, gib ihn auf eine Schale und iss ihn.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
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              <ingredient en="" commodity="" orig="mandli čistě">Mandeln</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="úkropem">Kochendes Wasser</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="medem">Honig</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="cukrem">Zucker</ingredient>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="žemle sstrúhané">Geriebene Brötchen</ingredient>
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      </div>
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      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#sev-148-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Ein schlichter, gesüßter Mandelmilch-Brei für die Fastenzeit - die böhmische Variante der quer durchs Korpus verbreiteten Mandelmus-Familie. Eng verwandt sind rfk-017 (der kuratierte Hub dieser Tradition), mha-002, das Jerusalemer Mandelmus bgs-062, der böhmische sev-154 und der flämische wes-014.

Mandelmilch statt Kuhmilch. Weil in der Fastenzeit tierische Milch verboten war (v postě dělaná), entsteht die Milch aus den Mandeln selbst: fein gerieben, mit kochendem Wasser (úkropem) zur dünnen Mandelmilch aufgegossen. Gesüßt wird mit Honig oder Zucker.

Gebunden mit Brötchen. Geriebene Weißbrötchen (žemle sstrúhané) dicken den Brei an - ‚so viel, wie dir passend erscheint‘. Das Rezept arbeitet bewusst nach Augenmaß und Geschmack: zwischendurch kosten, ob es süß genug ist, und gleich nach dem Aufkochen vom Feuer nehmen, damit nichts ansetzt.

Praxis. Etwa 100 g fein gemahlene Mandeln mit rund 500 ml kochendem Wasser zur dünnen Mandelmilch verrühren, mit Honig oder Zucker süßen, aufkochen. Geriebene Brötchen (oder Paniermehl) löffelweise einrühren, bis ein cremiger Brei entsteht. Kurz durchkochen, abschmecken, vom Feuer nehmen und warm auf einer Schale servieren.</note>
        <note type="gloss" target="#sev-148-orig" n="úkropem" resp="#fyndling">kochendes Wasser. Damit werden die geriebenen Mandeln zur dünnen Mandelmilch aufgegossen.</note>
        <note type="gloss" target="#sev-148-orig" n="žemle sstrúhané" resp="#fyndling">geriebene (Weiß-)Brötchen. Binden den Brei und geben ihm Substanz - die übliche mittelalterliche Verdickung.</note>
        <note type="gloss" target="#sev-148-orig" n="v postě dělaná" resp="#fyndling">‚in der Fastenzeit gemacht‘. Mandelmilch ersetzt die in der Fastenzeit verbotene Tier-/Kuhmilch.</note>
      </div>
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