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        <title>Brauner Erbsbrei</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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        <date when="2026-07-06">2026-07-06</date>
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          <title>Tegernseer Wirtschaftsbüchlein (Speisenbuch)</title>
          <date when="1460">1460</date>
          <idno type="URI">https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00076122</idno>
          <note>Kochbüchlein-Rezepte nach der gemeinfreien Edition von Anton Birlinger (Germania 9, 1864), gesicherte philologische Transkription. Pilot-Rezepte teg-001 bis teg-011 zusätzlich nach OCR-Faksimile (MDZ/BSB). Ostmittelbairisches Frühneuhochdeutsch.</note>
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        <language ident="fnhd">Frühneuhochdeutsch (Ostmittelbairisch, 15./16. Jh.)</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
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      <div type="recipe" xml:id="teg-026">
        <head>Brauner Erbsbrei</head>
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          <p>praun arbas mues: 3 trinkel wein, 4 prot, pfeffer, gewürz.</p>
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        <div type="translation" xml:id="teg-026-trans" xml:lang="de" corresp="#teg-026-orig">
          <p>Brauner Erbsbrei: 3 Becher Wein, 4 Brote, Pfeffer, Gewürz.</p>
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        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="arbas">Erbsen (getrocknet, geschält)</ingredient> - 250 g</item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="3 trinkel wein">Weißwein</ingredient> - 250 ml</item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="4 prot">Weißbrot (geröstet)</ingredient> - 2 Scheiben</item>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="pfeffer, gewürz">Pfeffer und Gewürze</ingredient>
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        <note type="preparation_tip" target="#teg-026-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Ein dunkler, herzhafter Erbsbrei - der ältere Bruder unseres Erbspürees und nahe verwandt mit dem heutigen Erbseneintopf. Im Korpus steht er zwischen dem gelben Erbsbrei (teg-027) und den Erbsmusen anderer Bücher (kkm-048, mha-271).

Was "braun" bedeutet. Der praun arbas mues wird durch das mitgekochte, geröstete Brot und das kräftige Würzen dunkler und deftiger als der gelbe Erbsbrei (teg-027) - kein eigener Färbeschritt, sondern Folge der Röstung. Erbsen werden in der Quelle wie üblich nur über den Gerichtnamen belegt; Wein, Brot und Würze sind beziffert.

Brotbindung. Gebunden wird zeittypisch mit Brot, nicht mit Mehl: Das geröstete Brot zieht im heißen Wein durch, kocht kurz mit und wird zusammen mit den Erbsen passiert - so bindet es glatt, ohne dass harte Brocken bleiben.

Praxis. Etwa 250 g getrocknete Schälerbsen weich kochen und durch ein Sieb treiben. Zwei Scheiben geröstetes Weißbrot in rund 250 ml heißem Weißwein einweichen, kurz mitkochen und mit den Erbsen zusammen passieren. Kräftig mit Pfeffer und weiteren Gewürzen abschmecken. Im Kloster ein häufiger letzter Gang.</note>
        <note type="gloss" target="#teg-026-orig" n="praun arbas mues" resp="#fyndling">Brauner Erbsbrei - durch das geröstete Brot und kräftiges Würzen dunkler und herzhafter als der gelbe Erbsbrei.</note>
        <note type="gloss" target="#teg-026-orig" n="trinkel" resp="#fyndling">Historisches Flüssigkeitsmaß (Trinkmaß/Becher), hier der einzige Mengen-Anker für den Wein. Die angegebenen Haushaltsmengen sind küchenpraktisch geschätzt, nicht exakt linear aus der 40-Personen-Liste abgeleitet.</note>
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