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        <title>Gefüllte Eier</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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          <title>Tegernseer Wirtschaftsbüchlein (Speisenbuch)</title>
          <date when="1460">1460</date>
          <idno type="URI">https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00076122</idno>
          <note>Kochbüchlein-Rezepte nach der gemeinfreien Edition von Anton Birlinger (Germania 9, 1864), gesicherte philologische Transkription. Pilot-Rezepte teg-001 bis teg-011 zusätzlich nach OCR-Faksimile (MDZ/BSB). Ostmittelbairisches Frühneuhochdeutsch.</note>
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        <language ident="fnhd">Frühneuhochdeutsch (Ostmittelbairisch, 15./16. Jh.)</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
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        <head>Gefüllte Eier</head>
        <div type="original" xml:id="teg-031-orig" xml:lang="fnhd" corresp="#teg-031-trans">
          <p>ganz gefulte ayr: jedlichem 2 ayr und gewürz; halbe gefulte: jedlichem 2 ayr, 10 in die füll.</p>
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        <div type="translation" xml:id="teg-031-trans" xml:lang="de" corresp="#teg-031-orig">
          <p>Ganz gefüllte Eier: für jeden 2 Eier und Gewürz. Halb gefüllte: für jeden 2 Eier, 10 in die Füllung.</p>
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        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="jedlichem 2 ayr">Eier</ingredient> - 8 Stück</item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="10 in die füll">Eier (für die Füllung)</ingredient> - 1 Stück</item>
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              <ingredient en="" commodity="" orig="gewürz">Gewürze</ingredient>
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        <note type="preparation_tip" target="#teg-031-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Gefüllte Eier - der mittelalterliche Vorfahr der heutigen "gefüllten" beziehungsweise "Teufels-Eier": hartgekochte Eier, deren Dotter mit Gewürzen verrührt und wieder eingefüllt werden. Eine einfache, festliche Vorspeise; im Korpus verwandt mit den gefüllten Eiern aus Bockenheim und Meister Hans (boc-038, mha-280, mha-091) und der Westfälischen Variante (wes-039).

Ganz oder halb gefüllt. Das Original unterscheidet beide: ganz gefulte ayr und halbe gefulte. Bei der halben Variante wird die Dottermasse mit zusätzlichen Eiern gestreckt - in der Großküche 10 Extra-Eier auf die Füllung für 40 Personen. So reicht die Füllmasse weiter.

Würze. Die Quelle nennt nur gewürz. Für gefüllte Eier dieser Zeit sind Pfeffer, Ingwer und Safran naheliegend; ein konkretes Würzbild ist nicht belegt.

Praxis. Eier hart kochen, halbieren und die Dotter herauslösen. Die Dotter mit Gewürzen und etwas zusätzlichem rohem oder gekochtem Ei zu einer streichfähigen Füllmasse verrühren und die Eihälften damit füllen. Gut vorzubereiten.</note>
        <note type="gloss" target="#teg-031-orig" n="gefulte ayr" resp="#fyndling">Gefüllte Eier - hartgekochte Eier, deren Dotter mit Gewürzen verrührt und wieder eingefüllt werden. Das Original kennt ganz und halb gefüllte Eier.</note>
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