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      <titleStmt>
        <title>Gerste in klarer Erbsbrühe</title>
        <author>Anonymus</author>
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          <resp>Modernisierung, Übersetzung, Anmerkungen</resp>
          <name xml:id="fyndling">Fyndling.de</name>
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        <publisher>Fyndling.de</publisher>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC BY-SA 4.0 (Übersetzung &amp; Anmerkungen)</licence>
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        <date when="2026-06-22">2026-06-22</date>
        <idno type="url">https://fyndling.de/rezepte/teg-051/</idno>
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          <title>Tegernseer Wirtschaftsbüchlein (Speisenbuch)</title>
          <date when="1460">1460</date>
          <idno type="URI">https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00076122</idno>
          <note>Kochbüchlein-Rezepte nach der gemeinfreien Edition von Anton Birlinger (Germania 9, 1864), gesicherte philologische Transkription. Pilot-Rezepte teg-001 bis teg-011 zusätzlich nach OCR-Faksimile (MDZ/BSB). Ostmittelbairisches Frühneuhochdeutsch.</note>
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      <langUsage>
        <language ident="fnhd">Frühneuhochdeutsch (Ostmittelbairisch, 15./16. Jh.)</language>
        <language ident="de">Neuhochdeutsch (Übersetzung)</language>
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      <div type="recipe" xml:id="teg-051">
        <head>Gerste in klarer Erbsbrühe</head>
        <div type="original" xml:id="teg-051-orig" xml:lang="fnhd" corresp="#teg-051-trans">
          <p>[§12] gersten auß ainer lautteren prie: nim 2 scheffel; rutschhart: 3 scheffel gersten und arbaßbrie, gilbt und gewürzt.</p>
        </div>
        <div type="translation" xml:id="teg-051-trans" xml:lang="de" corresp="#teg-051-orig">
          <p>Koche Gerste in einer klaren Erbsbrühe (dem abgeseihten Sud gekochter Erbsen) weich. Eine schlichte Gersten-Beilage aus dem Tegernseer Mengenteil - der Eintrag lautet nur "gersten auß ainer lautteren prie: nim 2 scheffel".</p>
          <p>Hinweis: Das Tegernseer Original ist nur knapp notiert (Mengenteil §12); die Zubereitung ist hier nachkochbar rekonstruiert.</p>
        </div>
        <div type="ingredients">
          <list type="ingredients">
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="gersten">Gerste (Graupen)</ingredient> - 200 g</item>
            <item><ingredient en="" commodity="" orig="arbaßbrie">Klare Erbsbrühe</ingredient> - 800 ml</item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="">Safran</ingredient>
            </item>
            <item>
              <ingredient en="" commodity="" orig="">Gewürze</ingredient>
            </item>
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      <div type="annotations">
        <note type="preparation_tip" target="#teg-051-trans" resp="#fyndling">Welches Gericht ist das? Gerstengraupen, gegart in der klaren Erbsbrühe - eine schlichte, herzhafte Fasten-Beilage. Eng verwandt mit dem Tegernseer Rutschhart (teg-011), der dieselbe Gerste-in-Erbsbrühe-Idee nur safrangelb gefärbt und kräftiger gewürzt verarbeitet; der Erbsbrei (teg-026/027) liefert dabei die Brühe.

Lautteren prie. "Klare Brühe" - hier der abgeseihte, klare Erbsensud (arbaßbrie). Beim Kochen getrockneter Erbsen fällt er ohnehin an: den Sud abseihen, sodass eine klare, herzhafte Brühe bleibt, in der dann die Gerste gart. So gewinnt man aus einem Topf zugleich ein Erbsgericht und diese Gerstenbeilage.

Praxis. 200 g Gerste/Graupen in ca. 800 ml klarer Erbsbrühe weich köcheln (gut 40 Minuten). Der eigene §12-Eintrag nennt nur Gerste und Brühe; die Safrangilbung und weitere Gewürze sind ein Analogieschluss aus dem direkt benachbarten Rutschhart-Eintrag und im Originaltext zu teg-051 nicht belegt - wer den schlichten Eintrag treu nachkochen will, lässt sie weg.</note>
        <note type="gloss" target="#teg-051-orig" n="lautteren prie" resp="#fyndling">„Klare Brühe" - hier die abgeseihte, klare Erbsbrühe (arbaßbrie), in der die Gerste gegart wird.</note>
        <note type="gloss" target="#teg-051-orig" n="arbaßbrie" resp="#fyndling">Erbsbrühe - der Kochsud von Erbsen. Das Wort steht im direkt benachbarten Rutschhart-Eintrag (teg-011); teg-051's eigene Zeile spricht von „lautteren prie" (klarer Brühe). Die Gleichsetzung beider Begriffe ist naheliegend, aber eine interpretierende Entscheidung.</note>
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