Clutius: Von den Bienen (Buch 3: Vom Honig) (Van de Byen, Hare wonderlicke oorspronc, Natuer, Eygenschap, crachtige, ongehoorde ende seltsame wercken ... Gestelt in forme van een Tsamen-sprekinge (Het derde Boec: Vanden Honich))
Fackeln aus halb Wachs, halb Harz
Moderne Übersetzung
Manche nehmen halb das eine, halb das andere, Wachs und Harz, und machen so die Fackeln.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| Was | Wachs | - | Imker | - |
| Harſch | Harz | - | - | - |
Zubereitungshinweis
Was ist das? Ein einziger Satz ohne eigene Überschrift: eine Abwandlung der Fackel aus dem Eintrag davor. Clutius gibt nur das neue Mischungsverhältnis an, keine Mengen.
Der Bezug. Im Eintrag davor wird der Docht durch ein Gemisch aus einem Teil Wachs und einem halben Teil rheinischem Harz gezogen, mit gefetteten Händen gerollt und warm auf den geharzten Stock gelegt. Hier ist das Verhältnis halb und halb. Dass alles Übrige gleich bleibt, ist die naheliegende Lesart, steht aber nicht da.
Wachs und Harz. Warum manche mehr Harz nehmen, sagt Clutius nicht. Aus heutiger Werkstatterfahrung, nicht aus dem Text: Mehr Harz macht die erkaltete Masse härter und spröder, sie ist dann schwerer zu rollen.
Praxis. Heutiger Rat: Wachs und Harz sind entzündlich, und heißes Harz klebt an der Haut. Zum Schmelzen nimmt man ein Wasserbad statt offener Flamme und lässt es nicht unbeaufsichtigt; die fertigen Fackeln brennt man nur im Freien ab.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/clu-034/
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