Münchner Kochbuchhandschriften (Cgm 384) (München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 384)
Wegerichsaft als Heilmittel
Moderne Übersetzung
Wegerichsaft hilft, in unhörige (taube) Ohren geträufelt. Er ist auch gut, um Blut zu stillen.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| Wegrich safft | Wegerichsaft | - | Wiese, Wegrand (Wildpflanze) | - |
Zubereitungshinweis
Was ist das? Kein Kochrezept, sondern ein kurzer Hausapotheken-Eintrag: eine medizinische Notiz zum Saft des Wegerichs (Plantago), wie sie in spätmittelalterlichen Sammelhandschriften oft zwischen den Küchenrezepten stehen. Genannt werden zwei traditionelle Anwendungen - ins Ohr geträufelt bei Hörproblemen und äußerlich zum Stillen von Blutungen.
Einordnung: Wegerich (besonders der Spitzwegerich, Plantago lanceolata) galt seit der Antike als adstringierende Wundpflanze; solche Zuschreibungen sind hier historisch zu lesen, nicht als heutige Anwendungsempfehlung. Der Eintrag dient bei uns der Vollständigkeit der Handschrift und zeigt, wie eng Küche und Hausapotheke im Spätmittelalter beieinander lagen.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/m384-016/
fyndling.de/rezepte/m384-016/