Ménagier de Paris (Le Ménagier de Paris)
Das Mästen von Gänsen und Gösseln
Moderne Übersetzung
Gebratene Gänse, mit weißem Knoblauch im Winter, oder mit Jance.
Beachte, dass man im August und September, wenn die Gössel so groß sind wie Vater und Mutter, die jungen daran erkennt, dass sie unter dem Daumen nachgeben, wenn man ihn auf ihren Schnabel drückt; bei den anderen nicht. Ferner beachte, dass Gössel, die in die Mauser kommen, wenn sie sehr klein sind, bis zum neunten Tag zunehmen und danach abnehmen; Gänse aber nehmen immer zu, ohne abzunehmen.
Sei es die eine oder die andere (Gans oder Gössel), man muss sie trocken halten und davor bewahren, dass ihre Füße nass werden oder sie auf feuchter Einstreu sind, sondern auf feiner, trockener Einstreu. Und man muss sie davor bewahren, zu baden oder Grünfutter zu fressen. Sie sollen kein Licht sehen, und man füttere sie mit gekochtem Weizen und tränke sie mit Magermilch oder dem Wasser, in dem der Weizen gekocht wurde. Man soll ihnen kein anderes Getränk geben, und man füttere sie mit gutem Hafer.
In Paris mästen die Gänsezüchter ihre Gössel mit Mehl, nicht dem feinen Mehl noch der Kleie, sondern dem, was dazwischen liegt, das man Grieß oder Recoppes nennt. Sie geben ebenso viel Hafer dazu und mischen alles mit etwas Wasser, sodass es dick wie ein Teig bleibt; und dieses Futter legen sie in eine Futterrinne auf vier Füßen, und auf der anderen Seite Wasser, und jeden Tag frische Einstreu; und in fünfzehn Tagen sind sie fett. Und beachte, dass die Einstreu ihre Federn sauber hält.
Zutaten
| Original | Modern / Menge | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|
| fourment cuit | Gekochter Weizen | - | - |
| lait meigre | Magermilch | - | - |
| eaue en quoy le fourment avra cuit | Wasser vom Weizenkochen | Leitung | - |
| bonne avoine | Hafer | - | - |
| farine, non mye la fleur ne le sonc, maiz ce qui est entredeux, que l'en appelle les gruyaulx ou les recoppes | Grobes Weizenmehl oder Grieß | - | Weizengrieß oder grobes Weizenmehl |
| ung petit de eaue | Wasser | Leitung | - |
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/men-148/
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