Rheinfränkisches Kochbuch (Rheinfränkisches Kochbuch (ohne Originaltitel; Ms. germ. fol. 244, fol. 285r-294v))
Hirnmus mit Eiern und Weißbrot
Moderne Übersetzung
Nimm ein gesottenes Hirn und schlage es mit Eiern und weißem Brot durch ein Tuch, um eine feine, glatte Masse zu erhalten. Siede diese Masse dann mit fetter Brühe, bis es ein feines Hirnmus wird.
Zutaten
| Original | Modern / Menge | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|
| ein gesoten hyrn | 1 Stück Rinderhirn, gesotten | Metzger (auf Vorbestellung) | Kalbshirn, gesotten |
| eyeren | Eier | - | - |
| wissem brode | Weißbrot | - | - |
| feyster bruwe | Fette Brühe | - | Kräftige Fleischbrühe |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Ein feines Hirnmus: gekochtes Hirn mit Eiern und Weißbrot durch ein Tuch passiert und in fetter Brühe zu einer glatten, sämigen Masse gesotten. Innereien-Pürees galten im Mittelalter als zarte, gehobene Kost; das Passieren durch das Tuch macht die Konsistenz fein, die Eier und das Brot binden, die fette Brühe gibt Reichhaltigkeit.
Nichts für die Lagerküche. Frisches Hirn ist heikel, braucht durchgehende Kühlung und wird auf dem Mittelaltermarkt schlicht nicht gekocht - ein Gericht für die heimische Küche.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/rfk-066/
fyndling.de/rezepte/rfk-066/