Kunstbuch von mancherley Essen (Kunstbuch Von mancherley Essen, Gesotten, Gebraten, Posteten, von Hirschen, Vogelen, Wildtprat, vnd andern Schawessen, so auff Fürstlichen, vnd andern Pancketen zuzurichten gehörich)
Abgeröstete Füße mit Roggenbrot und Essig
Moderne Übersetzung
Die Füße in Butter abrösten. Danach geriebenes Roggenbrot, ein wenig Weinessig und Pfeffer dazugeben.
Wenn man sie zu Tisch tragen will, mit Ingwer bestreuen.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| (erschlossen) | Füße (im Text nur „sie“) | - | Metzger, oft auf Bestellung | - |
| Butter | Butter | - | - | - |
| zerrieben Rockenbrot | Roggenbrot, gerieben | - | - | - |
| ein wenig Weineſſigs | Weinessig | - | - | - |
| Pfeffer | Pfeffer | - | - | - |
| Ingber | Ingwer | - | - | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? In Butter geröstete Füße, mit geriebenem Roggenbrot, Essig und Pfeffer fertiggemacht und mit Ingwer bestreut. Heute kommen dem gebratene Schweinsfüße in Bröseln am nächsten.
Die Füße. Der Text nennt kein Vorkochen, rohe Füße werden durch bloßes Rösten aber nicht weich. Moderne Praxis (nicht im Text): die Füße vorher in Wasser weichkochen, Ochsenfüße sechs bis acht Stunden, Schweinsfüße zwei bis drei Stunden, Lammfüße kürzer, dann abtropfen lassen und trocken tupfen, damit sie in der Butter bräunen.
Rösten. Die Füße in Butter rundum braun rösten; das gibt Farbe und Röstaroma.
Brot, Essig, Pfeffer. Das geriebene Roggenbrot in die Pfanne geben, es saugt die Butter auf. Ein wenig Weinessig und Pfeffer dazu und alles wenden, bis die Brösel an den Füßen haften. Mehr Flüssigkeit nennt der Text nicht; die Gelatine der Füße hilft beim Haften.
Praxis. Eine Pfanne genügt. Ingwer erst beim Anrichten darüberstreuen. Eine Zeit gibt der Text nicht an; nach dem Vorkochen dauert das Fertigmachen nur wenige Minuten.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/ron-0162/
fyndling.de/rezepte/ron-0162/