Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)
Spanferkelfüße in Sülze, gelb oder weiß
Moderne Übersetzung
Füße in der Sülze, sie sei gelb oder weiß.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| Fuͤß | Füße (vom Spanferkel, laut Kapitel) | - | Metzger (vorbestellen) | gewöhnliche Schweinefüße |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Nur eine Überschrift: Füße vom Spanferkel in Sülze, wahlweise gelb oder weiß. Rumpolt nennt keine Zutaten, keine Mengen und keine Garschritte.
Sülze. Rumpolt setzt „Sültz“ im selben Kapitel mit „Gallrat“ gleich, einer sauren Brühe, die kalt fest wird und über das Fleisch gegossen wird. Heute entspricht dem am ehesten Füße in Aspik.
Gelb oder weiß. Ein Färbemittel steht hier nicht. Wer gelb haben will, nimmt heute Safran, wie Rumpolt es bei der gelben Sülze von Ochsenfüßen tut; weiß wird eine Sülze bei ihm durch kalten Essig, den man unter die warme, durchgeseihte Brühe rührt.
Praxis. Eine Nachkochanleitung lässt sich aus der Überschrift nicht ableiten. Wer das Gericht versuchen will, hält sich an Rumpolts ausgeführte Sülzen: die weiße Sülze vom Spanferkel im selben Kapitel und die gelbe Sülze von Ochsenfüßen. Spanferkelfüße gibt es beim Metzger auf Vorbestellung, ersatzweise gewöhnliche Schweinefüße.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/rum-0287/
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