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Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)

Frankfurt am Main, 1581 · Frühneuhochdeutsch (Frankfurter Druckersprache mit oberdeutscher Schreibung, südwestdeutsch/rhein-mainischer Küchenwortschatz, 1581)

Spanische Krapfen

Moderne Übersetzung

Auch spanische Krapfen.

Zubereitungshinweis

Welches Gericht ist das? Rumpolt nennt unter dieser Nummer nur den Namen: „Auch Spanische Krapffen“. Das Rezept steht im Kapitel über die Indianische Henne, also die Pute, zwischen den Spanischen Pasteten (Nr. 12) und dem Blancmanger aus der Putenbrust (Nr. 14). Das „Auch“ reiht die Krapfen in die Folge der Gerichte, die das Kapitel aus der Pute macht. Wie sie gefüllt, geformt oder gegart werden, sagt der Text nicht.

Woran man sich halten kann. Im selben Buch beschreibt Rumpolt Spanische Krapfen ausführlich nur einmal, beim Ochsenmark: ein lange gekneteter Teig aus feinem Mehl, warmem Wasser und Salz, papierdünn ausgezogen, in vielen Blättern geschichtet und gefüllt. Im Putenkapitel selbst gibt Nr. 18 Krapfen aus einem Teig von Mehl, warmem Wasser, Butter und Salz, mit Blancmanger gefüllt und in heißer Butter hell ausgebacken. Beide Rezepte zeigen, was Rumpolt unter Krapfen versteht. Dass Nr. 13 nach einem von ihnen zubereitet wird, steht nirgends.

Praxis. Nachkochen lässt sich dieses Rezept nicht. Wer es versuchen will, wählt eines der beiden ausgeführten Krapfen-Rezepte und füllt mit gegartem Putenfleisch; das ist dann eine eigene Rekonstruktion, nicht Rumpolts Anweisung.

fyndling.de/rezepte/rum-0533/