Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)
Äschenpasteten, warm oder kalt
Moderne Übersetzung
Pasteten von der Äsche, es sei warm oder kalt, sind sie gut.
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Eine Pastete mit Äsche, einem Süßwasserfisch aus klaren, kühlen Flüssen. Rumpolt sagt zu Nr. 4 seines Äschenkapitels nur, dass solche Pasteten warm wie kalt gut sind: keinen Teig, keine Füllung, keine Würzung, keine Backangabe, keine Mengen. Heute erinnert das an eine Fischpastete.
„Esch“ ist der Fisch. Das Wort sieht aus wie der Baum, meint hier aber die Äsche. Das entscheidet die Kapitelüberschrift „Von einer Esch“; die übrigen fünf Nummern des Kapitels handeln ebenfalls vom Fisch.
Warm oder kalt. Rumpolt lässt beides gelten: frisch aus dem Ofen oder gebacken und ausgekühlt. Wie die Pastete dafür gemacht wird, sagt die Zeile nicht.
Teig und Füllung. Im Kapitel über Fischpasteten steht als Nr. 14 eine weitere kurze Zeile zu Äschen: in Roggenteig eingeschlagen, gebacken und kalt werden lassen, „mit allerley Zugehoͤrung“, wie vorher bei den anderen Fischpasteten beschrieben. Das ist eine Parallele aus einem anderen Kapitel, keine Angabe dieser Zeile, und auch dort nennt Rumpolt keine Würzung.
Praxis. Eine Anleitung lässt sich aus dieser Zeile nicht gewinnen. Wer die Äsche nicht selbst fängt, bestellt sie beim Fischhändler vor und hält sie bis zum Einschlagen kühl; Backtemperatur und Backdauer nennt Rumpolt nicht. Soll die Pastete kalt auf den Tisch, vollständig auskühlen lassen und gekühlt aufbewahren.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/rum-1049/
fyndling.de/rezepte/rum-1049/