Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)
Schied, gebraten und kalt
Moderne Übersetzung
Gebraten und kalt werden lassen.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| (erschlossen) | Schied | - | Angler, Fischhändler auf Bestellung | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Gebratener Schied, der nach dem Braten abkühlt und kalt gegessen wird. Rumpolt gibt dazu nur eine Zeile: gebraten und kalt werden lassen. Der Fisch steht nicht in dieser Zeile, sondern in der Kapitelüberschrift. Fett, Hitze, Gerät, Würze und Garzeit nennt der Text nicht, und hier wird nichts davon ergänzt.
Welcher Fisch? Schied ist nach Grimms und Adelungs Wörterbuch der Rapfen (Asp), ein Süßwasserfisch aus der Karpfenfamilie; Grimm nennt als Nebendeutung den Aland. Rumpolt selbst sagt im selben Kapitel, man könne von diesem Fisch nicht viel kochen, weil er weich sei und viele Gräten habe.
Kalt als Servierform. Das Kaltwerden ist kein eigener Arbeitsschritt, sondern die Art, wie der Fisch auf den Tisch kommt. Ob er kalt gegessen oder abgekühlt weiterverwendet wurde, sagt die Zeile nicht ausdrücklich; die Kurzformel steht bei Rumpolt aber in mehreren Fischkapiteln für den kalt aufgetragenen Bratfisch.
Praxis. Wer das nachkochen will, brät den ausgenommenen Fisch oder seine Filets in der Pfanne oder auf dem Rost, lässt ihn abkühlen und stellt ihn bis zum Servieren kühl. Wegen der vielen feinen Gräten lohnt es, beim Essen Zeit einzuplanen. Alles Weitere ist eigene Entscheidung, nicht Rumpolts Angabe.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/rum-1052/
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