Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)
Gebackene Sangel
Moderne Übersetzung
Gebackene Sangel.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| Sangel | Sangel | - | - | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Gebackene Sangel, die zweite von fünf Sangel-Speisen in Rumpolts Kapitel über diesen kleinen Süßwasserfisch. Gedruckt ist nur die Überschrift: Mengen, Fett, Hitze und Garzeit nennt der Eintrag nicht. Heute erinnert das an ausgebackene Kleinfische.
Welcher Fisch? Die Wörterbücher erklären Sangel als Gründling. Rumpolt führt den Gründling aber als Kressen in einem eigenen Kapitel, die Art bleibt deshalb offen. Titel und Übersetzung behalten den Namen aus dem Druck.
Was heißt „gebacken“? Gebacken ist die einzige Angabe und setzt das Gericht von den blau abgesottenen Sangel der ersten Nummer ab. Im Frühneuhochdeutschen deckt backen das Ausbacken in Fett ebenso ab wie das Backen im Ofen. Ob die Fische bemehlt oder in einen Teig getaucht wurden, lässt der Text offen.
Wozu die gebackenen Sangel? Die vierte Nummer des Kapitels setzt sie als fertige Zutat voraus: Dort wirft Rumpolt „gebackene Sangel“ in eine Eierspeise und macht einen Kuchen daraus (rum-1177). Wie gebacken wird, erklärt er auch dort nicht.
Praxis. Eine überlieferte Zubereitung gibt es nicht. Wer die Zeile nachkochen will, entscheidet selbst über Verfahren und Hülle, etwa Ausbacken in Fett oder Backen im Ofen; der Druck stützt keine Variante. Frische Sangel brauchen bis zum Backen eine durchgehende Kühlkette.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/rum-1175/
fyndling.de/rezepte/rum-1175/