Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)
Lauben, gebacken
Moderne Übersetzung
Gebacken.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| (erschlossen) | Lauben | - | - | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Gebackene Lauben, die erste von fünf Lauben-Speisen in Rumpolts Kapitel über diesen kleinen Fisch. Gedruckt ist nur das Wort „Gebacken“: Zutaten, Fett, Hitze und Garzeit nennt der Eintrag nicht. Heute erinnert das an ausgebackene Kleinfische.
Welcher Fisch? Das Kapitel legt fest, dass Lauben gemeint sind. Das Grimmsche Wörterbuch nennt die Laube einen Weißfisch, das ist ein Sammelname für kleine silbrige Karpfenfische; ein Salzburger Mundartwörterbuch nennt den Ukelei. Die genaue Art bleibt offen. Rotaugen sind es wohl nicht, denn die stehen bei Rumpolt im nächsten Kapitel als eigener Fisch.
Was heißt „gebacken“? Gebacken ist die einzige Angabe und setzt das Gericht von den gebratenen, gesottenen und eingemachten Lauben der folgenden Nummern ab. Im Frühneuhochdeutschen deckt backen das Ausbacken in Fett ebenso ab wie das Backen im Ofen. Ob die Fische bemehlt oder in einen Teig getaucht wurden, lässt der Text offen.
Praxis. Eine überlieferte Zubereitung gibt es nicht. Wer die Zeile nachkochen will, entscheidet selbst über Verfahren und Hülle, etwa Ausbacken in Fett oder Backen im Ofen; der Druck stützt keine Variante. Frische Lauben brauchen bis zum Backen eine durchgehende Kühlkette.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/rum-1183/
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