Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)
Gebackene Eier (Ochsenaugen) mit Pfeffer oder Gescharb
Moderne Übersetzung
Gebackene Ochsenaugen, mit Pfeffer oder einem Gescharb gereicht: Das ist gut und wohlschmeckend.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| Ochsen Augen | Ochsenaugen | - | - | - |
| Pfeffer | Pfeffer | - | - | - |
| Gescharb | Gescharb | - | - | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? In Fett gebackene Eier, also Spiegeleier, die Rumpolt „Ochsenaugen“ nennt. Dazu kommt entweder ein Pfeffer oder ein Gescharb. Der Text ist eine einzige Zeile ohne Mengen, Fett oder Garzeit.
Die Ochsenaugen. „Gebacken“ heißt hier in Fett in der Pfanne gegart. Welches Fett und wie fest der Dotter werden soll, sagt Rumpolt nicht.
Pfeffer oder Gescharb. Der Pfeffer ist eine gebundene, gepfefferte Soße, das Gescharb klein Geschnittenes, bei Rumpolt meist aus Mandeln, seltener aus Äpfeln. Welche Art hier gemeint ist, bleibt offen.
Praxis. Eier einzeln in eine Pfanne mit heißem Fett schlagen und backen, bis das Eiweiß fest ist; den Dotter nach Geschmack flüssig lassen oder durchgaren. Mit einer Pfeffersoße oder einem Mandel- oder Apfelgescharb anrichten.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/rum-1440/
fyndling.de/rezepte/rum-1440/