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Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)

Frankfurt am Main, 1581 · Frühneuhochdeutsch (Frankfurter Druckersprache mit oberdeutscher Schreibung, südwestdeutsch/rhein-mainischer Küchenwortschatz, 1581)

Krautstängel, fein geschnitten, mit Essig und Öl

Moderne Übersetzung

Von demselben Kraut den Stängel fein klein geschnitten, mit Essig und Öl angemacht.

Zutaten

OriginalModernMengenangabeWo kaufenAlternative
Stengel Stängel desselben Krauts - Supermarkt -
Essig Essig - - -
Oel Öl - - -

Zubereitungshinweis

Welches Gericht ist das? Ein Stängelsalat: der Stängel des Krauts, sehr fein geschnitten und mit Essig und Öl angemacht. Die Nummer steht in Rumpolts Kapitel der Kräutersalate und schließt an den roten Krautsalat an. Heute erinnert das an einen fein geschnittenen Kohlstrunk- oder Kohlrabisalat mit Essig und Öl.

Welches Kraut? „Demselbigen Kraut“ verweist zurück. Am nächsten liegt das rote Häuptkraut der vorangehenden Nr. 33; dann ist der Stängel der Strunk des Kohlkopfs. Ein Wort dafür steht im Text nicht, nur die Reihenfolge.

Roh angemacht. Rumpolt nennt hier keinen Garschritt, anders als beim Blatt in Nr. 33. Nach dem Wortlaut wird der Stängel also ohne Kochen angemacht. Tragend ist das „fein klein“: grob geschnitten bleibt ein Kohlstrunk holzig, sehr fein geschnitten ist er knackig und mild. Salz nennt Rumpolt nicht.

Praxis. Den Strunk vom Kohlkopf schneiden, so fein wie möglich schneiden oder hobeln und mit Essig und Öl anmachen. Ob er vorher geschält wird, sagt der Text nicht; eine harte, faserige Außenschicht lässt sich wegschneiden. Wer ihn weicher mag, kann ihn kurz in warmem Wasser quellen wie das Blatt in Nr. 33, das steht aber nicht in dieser Nummer.

fyndling.de/rezepte/rum-1541/