Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)
Gebackene Borretschblätter
Moderne Übersetzung
Backe Borretschblätter aus dem Teig, aus dem du die Salbei gebacken hast.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| Borragum Bletter | Borretschblätter | - | Wochenmarkt, Garten | - |
| (erschlossen) | Eier (für den Teig, wie bei den Salbeiblättern) | - | - | - |
| (erschlossen) | Mehl (für den Teig, wie bei den Salbeiblättern) | - | - | - |
| (erschlossen) | Butter zum Ausbacken (wie bei den Salbeiblättern) | - | - | Butterschmalz |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Borretschblätter, durch einen Teig gezogen und ausgebacken. Rumpolt gibt dazu nur einen Satz: Man backe sie aus demselben Teig wie die Salbei. Alles Weitere steht bei den gebackenen Salbeiblättern unmittelbar davor (Nr. 25). Heute kennt man so etwas als Kräuterblätter im Ausbackteig.
Der Teig der Salbeiblätter. Bei Nr. 25 macht Rumpolt den Teig „von lauter Eyern vnd Mehl“, also nur aus Eiern und Mehl, ohne Wasser, Milch oder Wein. Die Blätter werden eingetaucht, der überschüssige Teig rinnt ab, dann kommen sie in heiße Butter. Das Abtropfen hält den Mantel dünn; die heiße Butter backt ihn rasch aus, bevor das Blatt zusammenfällt. Mengen nennt Rumpolt an keiner der beiden Stellen. Die großen, rau behaarten Borretschblätter halten den Teig gut.
Zucker und warm auftragen. Bei der Salbei bestreut Rumpolt die Blätter mit Zucker und gibt sie warm auf den Tisch. Bei Nr. 26 sagt er das nicht ausdrücklich; sein Verweis gilt nur dem Teig. Für die Praxis liegt es nahe, es wie bei der Salbei zu halten.
Praxis. Eier und Mehl zu einem dickflüssigen Teig verrühren. Die Borretschblätter einzeln am Stiel durch den Teig ziehen, gut abtropfen lassen und in reichlich heißer Butter oder Butterschmalz goldgelb ausbacken. Wie bei der Salbei mit Zucker bestreuen und warm essen.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/rum-1678/
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