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Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)

Frankfurt am Main, 1581 · Frühneuhochdeutsch (Frankfurter Druckersprache mit oberdeutscher Schreibung, südwestdeutsch/rhein-mainischer Küchenwortschatz, 1581)

Stachelbeersaft sieden

Moderne Übersetzung

Stachelbeersaft: Wenn sie reif und gut ausgepresst sind, sodass man sie gut siedet, werden sie gut und lieblich.

Zutaten

OriginalModernMengenangabeWo kaufenAlternative
Grosselbeer Grosselbeer - - -

Zubereitungshinweis

Welches Gericht ist das? Ein gesottener Stachelbeersaft: Die reifen Beeren werden gut ausgepresst, der Saft wird gut gesotten. Rumpolt gibt dazu nur einen Merksatz, kein ausgeführtes Rezept. Er nennt weder Mengen noch Zucker, Dauer oder Hitze.

Wer ist „sie“? Der Satz lässt offen, ob die Beeren oder der Saft gesotten werden. Für die Küche macht das keinen Unterschied: In beiden Fällen kommt der Presssaft aufs Feuer.

Wie lange sieden? Rumpolt sagt nur „wol seudt“, also gut sieden. Bis zu welcher Konsistenz, bleibt offen.

Praxis. Reife Stachelbeeren auspressen, den Saft aufkochen und einige Minuten kochen lassen. Zucker gehört nicht dazu, denn Rumpolt nennt keinen.

fyndling.de/rezepte/rum-1908/