Ménagier de Paris (Le Ménagier de Paris)
Gesottene Lauben mit Petersilie und Senf
Moderne Übersetzung
Lauben koche in Wasser zusammen mit Petersilie und iss sie mit Senf.
Zutaten
| Original | Modern / Menge | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|
| Ables | Bleien (kleine Süßwasserfische) | Fischhändler | Rotaugen, Brassen oder andere kleine Süßwasserfische |
| l'eaue | Wasser | Leitung | - |
| percil | Petersilie | - | - |
| moustarde | Senf | - | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Ein denkbar schlichtes Fastengericht: kleine Süßwasserfische in Petersilienwasser gesotten, dazu Senf. Senf zu gesottenem Fisch ist eine durchgehende mittelalterliche Paarung - bei Martino steht zur Meerdrossel fast dasselbe (mar-246: groß sieden, klein braten, mit Senf), und auch im deutschen Korpus ist Fisch mit Senf Standard.
Welcher Fisch (ables)? Able ist die Laube/Ukelei (Alburnus alburnus), ein kleiner, silbriger Schwarmfisch. Solche Kleinfische wurden im Ganzen gesotten und mit den Fingern gegessen. Heute schwer zu bekommen - Rotaugen, kleine Brassen oder andere kleine Weißfische tun es.
Praxis. Wasser mit reichlich Petersilie aufsetzen, leicht salzen, die ausgenommenen Kleinfische nur kurz darin ziehen lassen (wenige Minuten, sie sind schnell gar), abtropfen und mit kräftigem Senf servieren. Ein scharfer, körniger Senf passt am besten.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/men-187/
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