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Gesottene Lauben mit Petersilie und Senf

Le Ménagier de Paris · Paris · 1393

FischHauptspeise · FischLagerkücheLagerküche-tauglichLesartViel InterpretationsspielraumEinfachKorrekturBearbeitungsstand 7/10Bürgerliche KücheBürgerlichFischFastenspeise
Zubereitungszeit20 Min.Portionen2-4 PersonenBuchMénagier de Paris (~1393)

Lauben koche in Wasser zusammen mit Petersilie und iss sie mit Senf.

OriginalModernMengenangabeWo kaufenAlternative
Ables Bleien (kleine Süßwasserfische) - Fischhändler Rotaugen, Brassen oder andere kleine Süßwasserfische
l'eaue Wasser - Leitung -
percil Petersilie - - -
moustarde Senf - - -

Welches Gericht ist das? Ein denkbar schlichtes Fastengericht: kleine Süßwasserfische in Petersilienwasser gesotten, dazu Senf. Senf zu gesottenem Fisch ist eine durchgehende mittelalterliche Paarung - bei Martino steht zur Meerdrossel fast dasselbe (mar-246: groß sieden, klein braten, mit Senf), und auch im deutschen Korpus ist Fisch mit Senf Standard.

Welcher Fisch (ables)? Able ist die Laube/Ukelei (Alburnus alburnus), ein kleiner, silbriger Schwarmfisch. Solche Kleinfische wurden im Ganzen gesotten und mit den Fingern gegessen. Heute schwer zu bekommen - Rotaugen, kleine Brassen oder andere kleine Weißfische tun es.

Praxis. Wasser mit reichlich Petersilie aufsetzen, leicht salzen, die ausgenommenen Kleinfische nur kurz darin ziehen lassen (wenige Minuten, sie sind schnell gar), abtropfen und mit kräftigem Senf servieren. Ein scharfer, körniger Senf passt am besten.

Wo bekomme ich Bleien?

Bleien sind kleine Süßwasserfische, die man gelegentlich beim Fischhändler oder auf dem Wochenmarkt finden kann. Als Alternative eignen sich auch andere kleine Süßwasserfische wie Rotaugen oder Brassen.

Ist dieses Rezept für die Lagerküche / das Mittelaltermarkt-Lager geeignet?

Ja, dieses einfache Rezept ist hervorragend für die Lagerküche geeignet. Es benötigt lediglich einen Topf und eine Feuerstelle, und die Zutaten sind leicht zu transportieren und schnell zubereitet.

Was bedeutet 'Ables' im Rezept?

'Ables' bezieht sich auf die Bleie (Alburnus alburnus), einen kleinen, silbrigen Süßwasserfisch, der im Mittelalter häufig in Flüssen und Seen gefangen und gegessen wurde.

Aus welcher Zeit und woher stammt dieses Rezept?

Dieses Rezept stammt aus dem Ménagier de Paris. Haushaltsbuch eines Pariser Bürgers (~1393). Enthält rund 380 Rezepte sowie Anleitungen zu Falknerei, Gartenbau und Haushaltsführung.

Ables, cuictes en l'eaue et au percil, mengees a la moustarde.
Ables

Lauben/Ukeleien (Alburnus alburnus), kleine silbrige Süßwasserfische, im Ganzen gegart.

Handschrift
Le Ménagier de Paris
Folio
Fol. 152v
Sprache
Moyen Français
Entstehung
Paris, 1393

Normdaten der Zutaten

Zuordnung der historischen Zutatennamen zu Wikidata-Konzepten, auf Grundlage des CoReMA-Zutatenindex. Mehrere Konzepte bedeuten: die Lesart ist nicht entschieden.

l'eauewater Q283
moustardemustard seed Q1937700

Originalwerk (~1393) gemeinfrei.

Bildquelle
Fol. 152v, Scan: Bibliothèque nationale de France, Gallica (BnF Manuscrit Français 12477)
Transkription
Base de Français Médiéval (BFM), ENS Lyon - TEI P5, Lizenz Etalab Link öffnen
Übersetzung & Anmerkungen
CC BY-SA 4.0 fyndling.de
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Nur ein Topf und eine Feuerstelle nötig; robuste Zutaten, sehr schnell zubereitet, Senf gut transportierbar.
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Stand dieser Fassung: 15.08.2026 - 2-mal überarbeitet. Wir überarbeiten die Übersetzungen laufend; beim Zitieren bitte das Datum mit angeben.