Das Kochbuch der Philippine Welser
Gebackene Kürbisschnitten
Moderne Übersetzung
Schneide den Kürbis breit und siede ihn. Lege die Schnitze danach auf ein Brett, bis sie angetrocknet sind. Wende sie danach im Mehl und backe sie. Streue Zucker darauf und serviere sie warm.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| kir wys | Kürbis | - | - | - |
| mel | Mehl | - | - | - |
| zucker | Zucker | - | - | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das?
Fritierte Kürbisschnitten in Mehl gewendet und gezuckert - die süße Schwester zur herzhaften Kürbistorte des Buchs (phw-042). Die Abfolge Schneiden, Sieden, Trocknen, Bemehlen, Backen kennt das Buch auch bei anderen gebackenen Obst- und Gemüsescheiben; sie steht damit in einer Familie mit fritierten, gezuckerten Scheiben, wie sie heute etwa von Kürbis oder Zucchini bekannt sind.
Warum die Schnitze erst trocknen, dann erst mehlieren.
Kürbis gibt beim Sieden viel Wasser ab. Nasse Scheiben lassen das Mehl verklumpen, statt eine knusprige Hülle zu bilden - deshalb liegen die Schnitze erst auf dem Brett, bis die Oberfläche trocken ist, und werden erst danach gewendet. Eine feste Zeitspanne nennt der Text dafür nicht.
Praxis.
Kürbis breit in Scheiben schneiden, kurz sieden, auf einem Brett antrocknen lassen, bis die Oberfläche trocken wirkt, dann in Mehl wenden und in heißem Fett (Butter oder Schmalz) goldbraun backen. Mit Zucker bestreut warm servieren. Für Schneiden, Sieden, Trocknen und Backen insgesamt eher eine halbe Stunde einplanen als die knapp bemessenen 20 Minuten - das passive Antrocknen braucht Zeit.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/phw-127/
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