Klosterkochbuch Rott am Inn (Clm 15632) (München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 15632)
Gebratener Aal am Spieß, mit Butter, Essig und Wein begossen
Moderne Übersetzung
Wer einen guten Aal braten möchte, der schneide ihn in Stücke und salze ihn. Stecke ihn auf ein kleines Spießchen und beträufle ihn dann mit Butter, Essig und Wein, die du zuvor untereinander vermischt hast.
Zutaten
| Original | Modern / Menge | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|
| ein guten all | Guter Aal | Fischhändler, gut sortierter Supermarkt | Welsfilet oder Makrele (für ähnliche Fettigkeit) |
| saltz In | Salz | - | - |
| puteren | Butter | - | Pflanzenöl (für eine Fastenvariante) |
| essich | Essig | - | - |
| wein | Wein | - | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Aal am Spieß, beim Braten mit einer Mischung aus Butter, Essig und Wein begossen - die Säure schneidet das fette Aalfleisch, die Butter hält es saftig. Verwandt mit dem gebratenen Aal mit Kräuterfüllung kkm-019.
Technik. Den Aal in mundgerechte Stücke schneiden, salzen, auf ein dünnes Spießchen (spisslen) stecken und über der Glut braten. Während des Bratens immer wieder mit der verrührten Butter-Essig-Wein-Mischung beträufeln (betrauf) - eine Bratbegießung, keine vorherige Marinade.
Praxis. Aalstücke salzen, auf Spieße oder einen Rost über mittlerer Glut garen, dabei mehrfach mit zerlassener Butter, einem Schuss Wein und Essig bestreichen. In der Fastenzeit Butter durch Öl ersetzen. Frischer Aal muss gekühlt sein.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/ri15632-036/
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