Kunstbuch von mancherley Essen (Kunstbuch Von mancherley Essen, Gesotten, Gebraten, Posteten, von Hirschen, Vogelen, Wildtprat, vnd andern Schawessen, so auff Fürstlichen, vnd andern Pancketen zuzurichten gehörich)
Hirschwildbret mit Kopfsalat in Wein und Bieressig
Moderne Übersetzung
Ebenso: Kopfsalat in Wein und Bieressig sieden, Fett vom Wildbret darübergießen und es darübergeben, wenn man es zu Tisch tragen will.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| (erschlossen) | Hirschwildbret, in großen Stücken gesotten (wie im Grundrezept ron-0257) | - | - | - |
| Schlutlatuken | Schlutlattich (Kopfsalat) | - | - | Römersalat |
| Wein | Wein | - | - | - |
| Biereſsig | Bieressig | - | Online-Handel, gut sortierter Supermarkt | Malzessig oder milder Weinessig |
| feiſt von Wildbrat | Fett vom Wildbret | - | - | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Gesottenes Hirschwildbret mit einer sauren Abmachung aus Kopfsalat darüber. Der Text nennt nur diese Abmachung; das Fleisch wird wie im Grundrezept in großen Stücken gesotten (ron-0257).
Der Sud. Wein und Bieressig garen den Salat und machen ihn sauer. Kopfsalat fällt in der heißen Flüssigkeit schnell zusammen, er braucht nur kurz.
Das Fett. „feiſt von Wildbrat“ ist am ehesten das Fett, das beim Sieden des Hirschfleisches auf der Brühe schwimmt. Es macht die saure Abmachung rund. Ebenso denkbar ist Bratfett oder ausgelassenes Hirschfett; der Text legt das nicht fest.
Praxis. Das Hirschwildbret in großen Stücken gar sieden und etwas Fett von der Brühe abschöpfen. Den Kopfsalat in Stücken in Wein und Bieressig kurz sieden, das Fett darübergießen und alles über das angerichtete Fleisch geben. Die Zubereitungszeit von etwa 2,5 Stunden ist eine Schätzung, der Text gibt keine Zeit an; sie hängt an der Größe der Stücke.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/ron-0265/
fyndling.de/rezepte/ron-0265/