Kunstbuch von mancherley Essen (Kunstbuch Von mancherley Essen, Gesotten, Gebraten, Posteten, von Hirschen, Vogelen, Wildtprat, vnd andern Schawessen, so auff Fürstlichen, vnd andern Pancketen zuzurichten gehörich)
Gesottenes Spanferkel mit Meerrettich und Butter
Moderne Übersetzung
Ebenso: Die Brühe davon abgießen und geriebenen Meerrettich und Butter darauf geben.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| (erschlossen) | Spanferkel (im Text „dauon“) | - | beim Metzger vorbestellen | - |
| zerriebenen Maͤrrettig | Meerrettich, gerieben | - | - | - |
| Butter | Butter | - | - | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Gesottenes Spanferkel, trocken angerichtet und mit frisch geriebenem Meerrettich und Butter belegt - ähnlich wie Kesselfleisch oder Tafelspitz mit Kren.
Woher die Brühe kommt. Der Text setzt ein Spanferkel voraus, das schon in Brühe liegt. Das Rezept davor in derselben Reihe siedet es in Wasser (ron-0461); diese Fassung schließt daran an und gießt die Brühe ab, statt sie weiterzuverwenden.
Meerrettich und Butter. Der Meerrettich wird roh gerieben und kommt mit der Butter auf das heiße Fleisch. Einen Garschritt für ihn nennt der Text nicht; die Butter schmilzt auf dem Fleisch.
Praxis. Das Spanferkel, ganz oder in Stücken, in leicht gesalzenem Wasser bei kleiner Hitze weich sieden. Die Brühe abgießen, das Fleisch anrichten, frisch geriebenen Meerrettich und Butterflocken darauf geben und sofort auftragen. Die Zubereitungszeit von etwa zwei Stunden ist eine Schätzung, der Text gibt keine Zeit an; fast alles davon braucht das Sieden des Fleisches.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/ron-0462/
fyndling.de/rezepte/ron-0462/