Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)
Gebackene Steinbeißer
Moderne Übersetzung
Gebackene Steinbeißer.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| Steinbeisser | Steinbeißer | - | - | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Gebackene Steinbeißer, die dritte von vier Steinbeißer-Speisen in Rumpolts Kapitel über diesen kleinen Fisch. Gedruckt ist nur die Überschrift: Zutaten, Fett, Hitze und Garzeit nennt der Eintrag nicht. Heute erinnert das an ausgebackene Kleinfische.
Welcher Fisch? Das Kapitel legt fest, dass ein Fisch gemeint ist; die Art bleibt offen. Die Wörterbücher nennen Dorngrundel oder Schmerle, das Rheinische Wörterbuch auch das kleine Neunauge. Titel und Übersetzung behalten den Namen aus dem Druck.
Was heißt „gebacken“? Gebacken ist die einzige Angabe und setzt das Gericht von den gesottenen, den in schwarzer Sauce und den gebratenen Steinbeißern der Nachbarnummern ab. Im Frühneuhochdeutschen deckt backen das Ausbacken in Fett ebenso ab wie das Backen im Ofen. Ob die Fische bemehlt oder in einen Teig getaucht wurden, lässt der Text offen.
Gilt die Vorbereitung aus Nr. 1? In der ersten Nummer brüht Rumpolt die Steinbeißer und schneidet Maul und Schwanz ab (rum-1179). Ob das auch hier gemeint ist, sagt der Text nicht; wir übertragen es nicht.
Praxis. Eine überlieferte Zubereitung gibt es nicht. Wer die Zeile nachkochen will, entscheidet selbst über Verfahren und Hülle, etwa Ausbacken in Fett oder Backen im Ofen; der Druck stützt keine Variante. Frische Steinbeißer brauchen bis zum Backen eine durchgehende Kühlkette.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/rum-1181/
fyndling.de/rezepte/rum-1181/