Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)
Pfauenpastete, kalt, mit aufrechtem Kopf, Flügeln und Schwanz
Moderne Übersetzung
Pfauenpastete, kalt eingeschlossen, mit aufrechtem Kopf, Flügeln und Schwanz.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| Pfauwen | Pfauwen | - | Nicht im üblichen Handel; Beschaffbarkeit vorab bei einem Geflügelhalter klären. | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Eine kalte Pfauenpastete, bei der Kopf, Flügel und Schwanz des Pfaus aufrecht stehen. Mehr überliefert der Druck nicht: Teig, Füllung, Würzung und Backzeit fehlen. Zum Vergleich, nicht als Herleitung: Heute erinnert das an eine kalt servierte Pastete im Teigmantel wie Pâté en croûte oder eine englische Raised Pie.
Aufrecht, nicht ehrlich. „auffrichtig“ heißt aufrecht stehend. Kopf, Flügel und Schwanz sind also sichtbar an der Pastete aufgerichtet. Wie sie gehalten oder hergerichtet werden, steht nicht da. Bei der Haselhuhnpastete zwei Nummern weiter (rum-1769) setzt Rumpolt Kopf, Flügel und Schwanz nach dem Backen über die Pastete; das ist ein Vergleich aus dem Kapitel, keine Anweisung für den Pfau.
„Kalt eingemacht“. Gemeint ist der in die Pastete eingeschlossene Vogel, also in einer Teighülle. Bei den Nachbarnummern bedeutet „kalt“, dass die Pastete gebacken und dann erkaltet aufgetragen wird.
Praxis. Es gibt keinen überlieferten Arbeitsschritt, den man prüfen oder nachkochen könnte. Pfau ist nicht im üblichen Handel. Portionen und Zeitaufwand bleiben offen.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/rum-1768/
fyndling.de/rezepte/rum-1768/