Wien, Österr. Nationalbibl., Cod. 2897
Erbsen mit gebratenem Speck
Moderne Übersetzung
Nimm dieselben Erbsen und nimm gesottenen, reinen Speck. Schneide ihn in Würfel und brate ihn in einer Pfanne braun. Gib ihn auf die Erbsen und richte das Gericht an.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| arbaissen / arbaisz | Erbsen aus dem vorhergehenden Gericht | - | - | - |
| ain lauttern gesoten spekch | Gesottener, reiner Speck | - | Metzger, Supermarkt | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das?
Ein kurzes Anschlussrezept: Die Erbsen aus dem unmittelbar vorhergehenden Gericht w1-074 werden mit Würfeln aus bereits gesottenem, anschließend in der Pfanne gebräuntem Speck belegt. Die Grundkombination lebt allgemein in Erbsen mit Speck fort; eine direkte Abstammung zu einem bestimmten modernen Regionalrezept ist nicht belegt.
Was steht wirklich im Text?
„Nym derselbem arbaisz“ bedeutet „Nimm dieselben Erbsen“ und verweist auf das vorhergehende Erbsengericht. Die nahezu wortgleiche Parallelhandschrift b4-072 bestätigt sowohl diesen Rückverweis als auch die Abfolge: gesottenen, reinen Speck würfeln, in einer Pfanne braun machen und auf die Erbsen geben. „Lauttern“ bedeutet dabei „rein/lauter“; es heißt nicht „gründlich gesotten“. Der Text nennt weder Knusprigkeit noch das Übergießen mit ausgelassenem Fett.
Moderne Praxis.
Die bereits gegarten Erbsen warmhalten oder schonend wiedererwärmen und den gebräunten Speck unmittelbar vor dem Servieren daraufgeben. Bereits gesottener Speck muss bis zur Verwendung sicher gekühlt werden. Welche heutige Specksorte verwendet wird, ist eine moderne Wahl; die Quelle legt keine fest.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/w1-075/
fyndling.de/rezepte/w1-075/