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Regensburger Kochbuch (Cgm 5919) (München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 5919)

Regensburg, Bayern, um 1500 · Frühneuhochdeutsch (mittelbairisch, Regensburg, um 1500-1510)

Gesottener Fisch mit Honig-Mandel-Sauce

Moderne Übersetzung

Nimm Fisch und siede ihn. Wenn er gesotten ist, so lege ihn auf eine Schüssel. Nimm dann Honig, Mandeln und Weinbeeren (Rosinen) und lass sie aufwallen. Gieße die Mischung über den Fisch, bestäube ihn mit Gewürzpulver und färbe ihn gelb. Serviere ihn dann.

Zutaten

OriginalModern / MengeWo kaufenAlternative
fisch Fisch Wochenmarkt, Fischhändler -
honig Honig - -
mandel Mandeln Supermarkt (Backregal) Ganze Mandeln im Blender kurz zermahlen
weinpir Weinbeeren - -
Erbels Kleine getrocknete Früchte Supermarkt, Reformhaus Getrocknete Kirschen oder Pflaumen
Wasser Wasser Leitung -
(implied) Gewürzpulver - -
(implied) Safran gut sortierter Supermarkt, Online-Gewürzhandel -

Zubereitungshinweis

Welches Gericht ist das? Gesottener Fisch in einer süßen Honig-Mandel-Rosinen-Sauce - eng verwandt mit den süßen Fisch-Salsen des Korpus (vgl. teg-009 Sulzfisch, m384-074 süße Salse mit Fisch).

Die Technik. Den Fisch sieden, auf eine Schüssel legen. Honig, gestoßene Mandeln und Weinbeeren (Rosinen) aufwallen lassen (erbels = erwellen), über den Fisch gießen, mit Gewürzpulver bestäuben und mit Safran gelb färben.

erbels = aufkochen, nicht ‚Früchte'. ‚weinpir erbels dan' heißt ‚die Weinbeeren, lass sie dann aufwallen' - der Schreiber setzt b für w (erbels = erwells), wie auch sonst im Buch. Es ist kein zusätzliches Obst gemeint.

Praxis. Festen Fisch pochieren; Honig mit Mandeln und Rosinen kurz aufkochen, etwas Gewürz und Safran, sämig über den Fisch geben.

fyndling.de/rezepte/m5919-011/