Münchner Kochbuchhandschriften (Cgm 725) (München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 725)
Kirschen-Latwerge mit Honig
Moderne Übersetzung
Nimm die Weichseln (Sauerkirschen) und passiere sie durch ein Tuch. Sind die Kirschen spärlich oder trocken, so passiere sie mit gutem Wein durch ein Tuch.
Siede die passierten Kirschen dann in einem klaren, guten Honig, der zuvor geläutert wurde, bis sie dick werden und zu einer Latwerge einkochen.
Zutaten
| Original | Modern | Menge | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| dy weichsell | Sauerkirschen | - | Supermarkt (frisch oder tiefgekühlt) | - |
| guettem wein | Wein (optional) | - | - | Wasser oder Kirschsaft |
| gutten honig das ge lewttert sey worden | Geläuterter Honig | - | - | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Eine Kirsch-(Weichsel-)Latwerge - passierte Sauerkirschen, in geläutertem Honig dick eingekocht. Das Gegenstück zur Quittenlatwerge (m725-009) und die haltbar gekochte Variante des Kirschmuses (m725-004).
„spör“ = karg/trocken. Sind die Kirschen wenig saftig, hilft etwas guter Wein beim Passieren.
Praxis. Sauerkirschen entsteinen und passieren (bei trockenen Früchten mit etwas Wein), in geläutertem Honig langsam zu dicker, schnittfester Latwerge einkochen. Hält dunkel und kühl monatelang; schmeckt als Aufstrich oder Konfekt.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/m725-010/
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